Leserstimmen zu
Die Flamme erlischt

George R.R. Martin

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Persönliche Meinung: Das Cover: Die Buchgestaltung der Neuauflage des Romans fand ich genial. Vor allem gefällt mir die Darstellung des Planeten, der in den unendlichkeiten des Weltalls in Flammen aufzugehen scheint, was ja den Buchtitel ganz genau somit wiedergibt. Die Handlung: Der Einstieg gelang mir hier recht leicht, da der Leser erst mal den Hauptcharakter Dirk kennen lernt und wie es dazu kam, dass er sich zu der sterbenden Welt Worlorn aufmacht. Geschickt beschreibt der Autor hier die tragische Dreiecksgeschichte zwischen Dirk, seiner Jugendliebe Gwen und deren Ehemann Jaan, ohne dabei zu kitschig oder aufdringlich zu wirken. Dirk gelingt es, Gwen schließlich doch zur Flucht zu überreden, und das Abenteuer und eine actionreiche Flucht nehmen ihren Lauf. Wer hier bei dem Buch dachte, es handele sich um eine typische Geschichte des Genres Urban-Fantasy, wie man es von „“Das Lied von Eis und Feuer“ gewohnt ist, den muss ich hier leider enttäuschen. Vielmehr handelt es sich hier um eine sehr gut gelungene Sci-Fi Geschichte, die manchmal auf den Leser etwas verwirrend wirkt. Jedoch wer den Schreibstil des Autors gewohnt ist, der wird sich in der Handlung und mit den Charakteren sehr gut zurecht finden. In der Mitte des Buches wird klar, dass es sich um ein großes Abenteuer handelt, dass teilweise recht düster und auch trostlos wirkt. Doch das tut der Spannung der Handlung keinen Abbruch. Gerade die Darstellung der Braith, einer menschenjagenden Spezies, fand ich hier sehr authentisch und richtig gut umgesetzt. Zwischendurch tauchen noch kleine Nebengeschichten auf, die zwar manchmal etwas in die Irre führten, jedoch auch einfach mit dazu gehörten, um die Geschichte an sich besser zu begreifen. Der Autor schaffte es, mich als Leserin wieder mit so einigen unvorhersehbaren Wendungen in Atem zu halten. Hätte ich nicht schon vorher gewusst, dass dieses Werk schon vor ca. 30 Jahren der Feder von Martin entsprungen ist, hätte ich es tatsächlich für ein komplett neues Buch gehalten, da die Charaktere auf mich sehr futuristisch wirkten. Die Charaktere: Dirk war mir zu gleich sehr sympathisch, er ist sehr realistisch beschrieben, ein junger Mann eben, der keine Gefahr scheut, seine Jugendliebe zu retten. Gwen mochte ich anfangs nicht so, sie kam mir zu Beginn etwas farblos vor, auch war ich genervt, dass sie am Anfang so feige und unterürfig rüber kam. Aber im Laufe des Buches mochte ich sie doch immer mehr. Fazit: Für mich war dieses Buch wieder mal ein gelungenes Abenteuer aus der Feder eines grandiosen Autors. Zwar hat es in der Mitte hin und wieder kleinere Längen, jedoch fand ich die Grundidee sehr gut umgesetzt. Ich kann das Buch jedem Sci-Fi-Fan empfehlen, aber ist es für mich auch ein absolutes MUSS für eingeschworene Martin-Fans. Ich vergebe hier 4 von 5 möglichen Büchersternchen.

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Zusammen mit Dirk t'Larien landen wir auf Worloorn, einer "Festivalwelt" am Rande des Universums. Diese Welt wurde erschaffen von den Völkern dieses Randes und nach ihren Geschmäckern umgebildet und geformt. Jedes Volk war für etwas anderes zuständig, so wurden fremdartige Städte in der Tradition der verschiedenen Planeten errichtet und Flora und Fauna aus den unterschiedlichsten Welten geholt, um für die Zeit des Festivals einen üppigen Planeten zu bilden. Nun, nachdem das Fest vorüber ist und Worloorn sich langsam wieder von der Sonne und damit von Licht und Wärme entfernt, ist die Welt fast unbewohnt...fast, denn Dirks Ex-Freundin lebt dort zusammen mit ihren beiden Kavalaaren, mit denen sie einen Bund eingegangen war. Doch Dirk schickte sie ein Zeichen aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit...Eine Geschichte über neue und alte Liebe, Verrat, Bündnisse und einen wunderbar vielfältigen Planeten. Das erste Buch George R. R. Martins und auch das erste Buch, das ich von diesem Autor las. Und obwohl ich daher nicht wirklich die Vergleichmöglichkeiten habe, finde ich, dass man merkt, dass es ein erstes Buch ist. Jedoch wird der Schreibstil bereits IM Buch besser, ausgereifter, die Charaktere erhalten mehr Schliff. Daher möchte ich gerne mehr lesen, um zu sehen, wohin sich der Schreibstil entwickelt. Die Grundzüge, die riesige Welt bzw. WeltEN, die Martin hier schafft, mitsamt verschiedenen Kulturen, Sonnen, einer Geschichte, einer Sprache und uns fremden Regeln des Zusammenlebens haben mir sehr gut gefallen. Die Handlung selbst hätte ich dabei zugunsten dieses Hintergrundes manchmal gerne beiseite gewischt, da vor allem die beiden Hauptcharaktere Dirk und Gwen nicht sehr aussagekräftig, dafür aber unsympathisch waren, ihre Liebesgeschichte unreif und ein schlechtes Gefühl zurücklassend. Glücklicherweise nimmt die Geschichte jedoch an Spannung zu und verschiebt den Fokus später von dieser Liebesgeschichte hin zu den Kavalaaren und deren Zusammenleben, sodass Gwen und Dirk nicht mehr so viel Gewicht haben. Ich würde dieses Buch Leser_innen empfehlen, die komplex konstruierte Welten (mit Geschichte, Traditionen, Sprache und allem Drum und Dran) erkunden wollen und dabei auch etwas für Sci-Fi Romance übrig haben.

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