Leserstimmen zu
Die Ehefrau

Meg Wolitzer

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"Die Ehefrau" beschreibt das Leben der ca. 60-jährigen Joan Castleman. Ein Leben, das durch Verzicht und Zurückstecken gekennzeichnet ist. "Die Ehefrau" ist ein feministischer Roman und zeigt die Ehe, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten (teilweise auch heute noch) verstanden und gelebt wurde. Hierbei schiebt die Autorin nicht dem "bösen Ehemann" die Schuld in die Schuhe, sondern zeigt viel mehr auf, wie Passivität das eigene Leben beeinflussen kann. Denn Joan ist in Bezug auf sich selbst passiv, nachdem sie Joseph kennenlernte. Sie war eine junge Studentin mit einem großen schriftstellerischem Talent und eigenen Träumen. Joseph war ihr Professor, verheiratet und Vater einer Tochter. Sein Schreiben war eher schlecht als recht. Als Joan seinen ersten Text las, war sie enttäuscht. Zu konstruiert in der Handlung, zu hölzerne Charaktere. Und doch unterstützt sie ihn, redet ihm gut zu. Und schläft trotz ihrer eigenen Wertvorstellungen mit ihm, dem verheirateten Mann. Als Joseph sich von seiner Frau trennt und Joan heiratet, steckt Joan immer mehr zurück. Sie begleitet ihn auf all seinen Reisen, ist für ihn da, wenn er entmutigt ist, akzeptiert seine Seitensprünge. Doch wann ist er für sie da, wenn sie ihn braucht? Und was bestimmt eigentlich ihr Leben abgesehen von ihrem Mann und ihren Kindern? Der Titel des Buches "Die Ehefrau" bekommt während dem Lesen eine immer größere Bedeutung. Mit der Heirat verschwindet immer mehr von Joan und irgendwann ist sie nur noch "die Ehefrau". Die Handlung selbst ist weder mitreißend noch hochspannend. Das Thema an sich dafür umso mehr. Was bewegt eine Frau dazu sich dermaßen unterzuordnen? Welcher Mann nimmt eine Frau so sehr in Anspruch und merkt nicht, dass er damit dafür sorgt, dass sie sich selbst verliert? Die Fragen, die dieses Buch aufwirft, sind unglaublich wichtig. Durch die authentischen und vielschichtigen Charaktere habe ich mich keine Sekunde gelangweilt. Der Schreibstil von Meg Wolitzer ist sehr beschreibend und treffsicher in der Wortwahl. Sie ist eine der Autorinnen, bei welchen der Schreibstil heraussticht, bei welchem man sofort merkt "DAS ist Meg Wolitzer" und sich wünscht, selbst so schreiben zu können. Die Stimme und Tonlage der Hörbuchsprecherin Gabriele Blum waren passend und angenehm. Fazit: Ein nachdenklich machendes Buch, mit authentischen Charakteren und wichtigen Fragen.

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Joan ist seit 40 Jahren mit Joseph Castleman verheiratet. Während er als großer Schriftsteller gefeiert wird, verleugnet sie selbst ihre eigene schriftstellerische Begabung. Sie schenkt ihm 3 Kinder und all ihre Aufmerksamkeit. Nun befinden sie sich auf dem Flug nach Helsinki, wo Joseph einen bedeutenden Literatur Preis in Empfang nehmen soll. Und genau hier passiert es: Joan beschließt, ihren Mann zu verlassen! Gerade habe ich die letzten Worte dieses Hörbuchs gehört und bin noch ganz darin gefangen. Wenn ich das Hörbuch nun in nur 3 Worten beschreiben dürfte, würde ich wohl folgende wählen: Literarisch, liebevoll (Sprache) und berührend. Die Geschichte baut sich so wundervoll auf! So fängt sie über den Wolken in der Gegenwart an, lässt mich aber immer in gedanklichen Rückblenden an der Vergangenheit von Joan und Joseph teilhaben. Der Schreibstil ist wundervoll. So detailreich ohne zu weitschweifend zu werden. Irgendwie liebevoll. Was bringt eine Frau dazu, nach 40 Jahren zu beschließen, ihren Mann zu verlassen? Das Ende fand ich rund und absolut passend! Ich werde jetzt gleich schauen, was Meg Wolitzer noch so geschrieben hat, denn diesen Namen werde ich mir jetzt sicherlich merken! Gabriele Blum ist die absolut passende Stimme für diesen Roman! Ruhig, angenehm und sehr entspannend! Klare Empfehlung!

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