Leserstimmen zu
Wegmarken

Odilo Lechner, Hans-Günther Kaufmann

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„Schon seit Jahren begleiten mich Bilder des Fotografen Hans-Günther Kaufmann, die mich immer wieder einladen, zunächst einmal mit meiner Fantasie Wege durch die Natur, Wege durch unsere Heimat zu gehen“. Diese Fantasien, das Nachsinnen über das je konkrete Bild und das „In Zusammenhang stellen“ mit biblischen Versen, diese drei Komponenten ergeben in diesem schmalen, aber gehaltvollen Band, auch für den Leser Momente und Möglichkeiten des Innehaltens. Da ist die Natur, auf der anderen Seite, da sind kirchliche, religiöse Kunstgegenstände auf der anderen Seite, die Kaufmann mit einem klaren Kontrast und in hoher Qualität als Fotografien zu diesem Besinnungs-Band beigesteuert hat. Und da sind die ruhigen, gelassenen, Gedanken Abt Odilo Lechners, die durchaus freie Fantasien darstellen und dennoch sich je konkret am konkreten Bild festmachen. Ein Weg durch eine üppig bewachsene Wiese am Waldrand. „Er verheißt mir Zukunft“. Der man mit „Mut“ entgegengehen darf, „denn mein Herz machst Du weit“ (Psalm 119,32). Oder der massive, mächtige Berg unter dunklem, düsterem Himmel. Fest und unverrückbar, „es tut gut, an solchem Felsen eine bleibende Orientierung zu haben“. Mit den Augen, aber auch, was den „Fels Gottes“ angeht mit dem Herzen. „Denn Du bist mein Fels und meine Burg“ (Psalm 71,3). Und zu diesen Naturbildern kontrastieren andere, „dinglichere“ Momente. Der weite Blick in eine barocke Kirche hinein von hinten auf den Altar gerichtet. „Komm wieder zur Ruhe, mein Herz“ (Psalm 116,7). Und wo ginge das besser, als in einer ruhigen Kirche als „Raum der Sammlung“, in der zwar der Blick auf die reichhaltige Verzierung schweifen kann, aber immer wieder auf das Zentrum und auf sich selbst zurückkehren wird. Eine Einladung, wie Lechner es ausdrückt, „den tieferen Zusammenhang unserer Wege zu erahnen“. Eine gelungene Einladung, wenn man sich als Leser in Ruhe auf die einzelnen Abschnitte und Wegmarken einlässt, die Bilder und Text je bieten. Und eine Lektüre zur passenden „Adventszeit“.

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