Leserstimmen zu
Less is More

Francine Jay

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Wie es schon oben steht. Francine Jay weiß, wie sie die Leser von ihrem Konzept "Less is more" überzeugt. Zunächst wird der Leser in den Minimalismus eingeführt. Was ist das überhaupt und warum ist weniger zu besitzen eigentlich besser bzw. wie kann es einem weiterhelfen? Francine Jay beantwortet diese und viele weitere Fragen in einfacher Sprache, leicht nachvollziehbar und ist dabei an manchen Stellen auch noch sehr humorvoll. Danach geht es Raum für Raum durch die Wohnung. Ausmisten. Aber nicht wie in vielen anderen Büchern mit einer Methode, an der man letztlich wieder verzweifelt. Francine Jay macht Ausmisten zu einem Lebensstil, der mir sehr gut gefällt und mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann. Es wird einem nicht vorgeschrieben, wie genau und was genau man jetzt ausmisten soll, sondern die Autorin gibt vielmehr Hinweise und Tipps, wie man das Ausmisten einmalig und im Anschluss auch dauerhaft durchhalten kann - sogar wie man Mitbewohner und Familienmitglieder von den Methoden überzeugen kann. Ich habe schon während dem Lesen angefangen mich an die ersten Kisten und Schubladen zu machen, die ich seit mehreren Jahren nicht geöffnet hatte. Immerhin weiß ich nun, dass wie 80% unserer Zeit mit nur 20% unserer Sachen verbringen. Also.. mehr ausmisten. Von daher: Wen ein minimalistischer Lebensstil interessiert und wer bereit ist, sich von Dingen zu trennen - für den ist dieses Buch genau das Richtige.

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Ich habe schon ein paar Bücher bzw. Artikel über Minimalismus gelesen und konnte mich damit mehr oder weniger gut damit identifizieren. Während das Buch von Lina Jachmann sehr auf das Schlüssellochprinzip gesetzt hat, d.h. viele anschauliche Bilder von aufgeräumten Wohnungen und sympathischen Bewohnern kommt nun Francine Jay ohne Bilder dafür mit sehr viel Text daher. Beide Bücher haben mir gut gefallen und mich auch immer mehr darin bestärkt den Minimalismus in kleinen Schritten fortzuführen. Francine gibt erstmal einen kleinen Überblick und baut die Motivation zum Minimalismus auf. Sie zeigt sehr deutlich die Vorteile von einer aufgeräumten und nicht überfrachteten Wohnung und was wir bei der Suche/dem Streben nach Dingen/Konsum an Lebenszeit verschwenden. Manchmal kam es mir vor, als würde sie den Leser einen Spiegel vorhalten. Jedoch macht sie es sehr behutsam und lässt dem Leser noch genug Freiraum, um Luft zu holen und das Gelesene zu verdauen. Sie bedrängt niemanden, sie pocht nicht auf ihren Standpunkt und sie bietet Alternativen an. Was mir gut gefallen hat, dass sie nicht festlegt, dass Minimalismus mit einer Zahl verknüpft ist z.B. nur noch 100 Dinge besitzen o.ä.. Auch empfiehlt sie, dass man sich langsam herantasten soll und zeigt dafür auch Handlungsmöglichkeiten auf. Sie geht durch jeden Raum und erklärt, wie man am besten die (Minimalismus-)Methode anwendet und zeigt auf, dass auch schon das Ausmisten bzw. Entrümpeln kleinerer Fächer oder Schubladen ein Erfolg sind, wenn man dranbleibt und sie nicht wieder füllt. Ich habe mich schon innerlich davon verabschiedet, dass die Einführung des Minimalismus in meinen Alltag ein schneller Prozess sein wird. Natürlich kann ich es radikal machen (wie der Finne Petri Luukkainen in seinem Leben und Film) und alles entsorgen, verkaufen und weggeben, aber das widerstrebt mir. Ich werde mich für die recht langsame, aber stetige Variante (und dabei hat mir auch das Buch geholfen) entscheiden. Zuerst sichten, was kann wirklich direkt weg (kaputt, abgelaufen, noch nie im Leben benutzt) und dann nichts Neues hinzufügen, wenn es nicht notwendig erscheint (die Eins rein – Eins raus Methode). Den gewonnenen Platz genießen und dann schrittweise vorgehen. Vieles habe ich schon angepasst z.B. Kleiderschrank, Bad und kleinere Regale. An meinen Bücherregalen scheitere ich noch etwas. Und wer meinen SUB sieht, weiß, das kann dauern, aber auch hier habe ich mir vorgenommen – im Jahr 2019 wird dieser einer Prüfung unterzogen und schrumpfen. Minimalismus ist ein stetiger Prozess, der nie endet. Man muss fast schon Mut haben, sich dem Konsum, dem Marketing der Unternehmen und dem Druck der Gesellschaft entgegen zu stellen, aber ich glaube für den gewonnenen Freiraum und der Unabhängigkeit, die man erzielen kann, lohnt es sich.

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Es werden die einzelnen Räume aufgelistet. Zum Beispiel das WOHNZIMMER - Entrümpeln - Eingrenzen - Erhalten Genauso werden Geschenke 🎁 und Erbstücke unter die Lupe 🔎 genommen. Und viele weitere Tipps für ein Minimalistisches leben 🍀 Zum Abschluss noch ein Zitat aus dem Buch 📖 „Lass los, so wie ein Kind, das die Pusteblume bläst, In einem Hauch, eine ungemeine Leichtigkeit und grenzenlose Freude“

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Ich beschäftige mich immer wieder gerne mit dem Ausmisten. Das Ausmisten funktioniert ja immer nicht so schlecht, aber ich habe noch keine Methode gefunden, wie ich es vermeiden kann, dass sich wieder so viel ansammelt. Bei Less is more geht es darum, die Menge unserer Sachen zu reduzieren und das auch dauerhaft beizubehalten. Das Buch soll dabei helfen, unsere Einstellung und Gewohnheiten zu ändern. Less is more ist nicht einfach eine Entrümpel-Methode, es ist eine Lebenseinstellung und man muss daran arbeiten, seine Gewohnheiten zu ändern. Die Autorin erklärt zu Anfang die Philosophie des Minimalismus. Alle Dinge, die wir benutzen, sind in unserem Haushalt willkommen. Die Autorin teilt unser Hab und Gut in drei Kategorien ein: nützliche Sachen, schöne Sachen und Sachen, an denen wir hängen. Weniger Dinge in unserem Leben sollen zu weniger Stress und mehr Freiheit führen. Schließlich müssen wir nicht mehr so oft aufräumen und haben damit mehr Zeit. Francine Jay zitiert den britischen Schriftsteller und Architekten William Morris :"Habe nicht in deinem Haus, von dem du nicht weißt, dass es nützlich ist, oder du glaubst, dass es schön ist." Wenn unsere Grundbedürfnisse einmal gedeckt sind, hängt unser Glück kaum noch davon ab, wie viel wir besitzen. Seite 63 Die Autorin hat ihre eigene Rationalisierungsmethode entwickelt, die sie anschließend in 10 Schritten erläutert. Sie erklärt, wie man beim Entrümpeln am besten vorgeht, und gibt Tipps, wie man Gerümpel dauerhaft fernhält und die geschaffene Ordnung erhält. Erschreckend ist ihre Feststellung, dass wir in 80 % unserer Zeit nur 20 % unserer Sachen verwenden. Entrümpeln ist unendlich viel einfacher, wenn du entscheidest, was du behältst - und nicht, was du wegschmeißt. Seite 78 Mir hat gut gefallen, dass sie dann Raum für Raum durchgeht und Tipps zum Ausmisten und Erhalten der Ordnung gibt. Die Autorin schreibt nicht vor, wie man Ordnung halten soll, sondern verrät Tipps und Tricks, von denen man sich selber das raussuchen kann, was für einen selbst am praktikabelsten ist. Es gibt auch ein Kapitel, in dem sich alles um Geschenke, Erb- und Erinnerungsstücke dreht. Auch wenn sie einem nicht so gut gefallen, fällt es da trotzdem schwer, sie wegzugeben. Außerdem gibt es einen Minimalismus-Wegweiser für Familien, damit sich alle daran beteiligen, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Es gibt auch Tipps, wie man Familienmitglieder dazu anleiten und unterstützen kann, auch in ihrem Bereich auszumisten und für Ordnung zu sorgen. Im letzten Kapitel geht es dann darum, wie Minimalismus für eine bessere Welt sorgen kann. Der beste Weg, um seine Sachen zu reduzieren, ist, nur das zu kaufen, was man wirklich braucht. Seite 291 Das Buch ist übersichtlich aufgebaut und angenehm und flüssig zu lesen. Francine Jay schreibt humorvoll und leicht verständlich. Die Methode ist nicht so schwer umzusetzen, aber man muss sich selber bei der Nase nehmen und auch dafür sorgen, dass man nicht wieder so viele Sachen in den Haushalt einziehen lässt. Der Ansatz ist nicht unbedingt neu, aber eine Erinnerung kann nicht schaden. Minimalist werde ich wohl keiner werden. Dafür ist mir das doch zu radikal. Aber einige der Tipps kann ich trotzdem umsetzen. Schon beim Lesen wollte ich unbedingt sofort mit dem Ausmisten beginnen und habe ich schon mal ab und zu einen Blick in den Raum geworfen und überlegt, was ich besser machen könnte und ob wir das wirklich alles brauchen. Das Buch ist jedenfalls für alle interessant, die sich mehr mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Welche Tipps dann jeder davon umsetzt, bleibt einem ja selbst überlassen. Über die Autorin: Francine Jay bloggt seit einer Weltreise im Jahr 2009, als ihre gesamten Besitztümer noch in einen Koffer passten, höchst erfolgreich als »Miss Minimalist« über Themen wie Decluttering, nachhaltigen Konsum und einen minimalistischen Lebensstil. Fazit: Für alle, die sich mehr mit Minimalismus beschäftigen wollen!

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Meine Oma hat schon früher immer gesagt: „Alles, wo man ein „zu“ vor schreibt, ist Mist!“ Und damit meinte sie nicht nur zu kalt und zu warm, sondern vor allem auch zu viel. Zu viel Krempel, Kleider, Lebensmittel (die in der Speisekammer vor sich hin altern und irgendwann nicht mehr genießbar sind), (ungelesene) Bücher, usw. Zu viel tut uns einfach nicht gut. Es nimmt uns die Leichtigkeit, die Luft zum Atmen, den Raum für Kreativität, es erdrückt uns, wenn auch nur unterbewusst und es belastet. Oder habt ihr Euch schon einmal so richtig gut gefühlt, wenn ihr in Euren vollgepackten Keller, Dachboden, Abstellkammer, etc. geblickt habt und eigentlich gar nicht mehr so richtig wusstet, was sich in der Hintersten Kiste eigentlich befindet? „Minimalismus ist nicht, alle Gegenstände in Schubladen, Körbe und Behälter zu stopfen.“ Ich selbst bezeichne mich nicht als Minimalist, im Gegenteil, ich habe viele Dinge, viele unnötige Dinge und ja, ich habe sicher auch von einigen Dingen ganz klar „zu“ viel. Francine Jay, die Autorin von Less is more hingegen, ist Gründerin des Blogs missminimalist.com. Hier schreibt sie über die Freuden des Minimalismus und hilft ihren Lesern dabei ihr Heim und somit ihr Leben zu entrümpeln. Mit diesem Buch/ Ratgeber, gibt es ihre Tipps nun auch in deutscher Sprache. Eine Anleitungen, um sich endlich von unnötigem Ballast zu befreien. Für jeden Raum findet man in diesem Buch, die richtige Ordungs- und Entrümpelungstaktik. „Idealerweise solltest du imstande sein, dich im Dunkeln anzuziehen und immer noch fabelhaft auszusehen.“ „Der beste Grund, etwas in deinem Badezimmer zu behalten, ist, dass du es benutzt.“ Am Schluss gibt uns Francine noch einen kleinen Leitfaden an die Hand, wie wir nicht nur unser Haus und unser Verhalten so minimalistisch wie möglich gestalten können, sondern auch durch Vorleben und durch vermitteln der Philosophie, andere zu einem Umdenken zu bewegen. Vor allem gibt sie Tipps für Familien. Wer Kinder hat, der weiß wie schnell sich unnützes Spielzeug anhäuft und wie schnell es sich dann in jedem Raum im Haus ausbreitet. Aber sie gibt uns auch Denkanstöße, die über die Grenzen der Eigenen kleinen Welt hinausgehen. Reduce, Re-use, Recycle sind hier die Schlagworte! Fazit: Dieses Buch macht richtig Spaß. Man kann es kaum weglegen, weil es einfach gut geschrieben ist, gleichzeitig möchte man aber auch sofort anfangen alle Schubladen und Schränke ausschütten und sich von allem befreien, was man nicht mehr benötigt und was eindeutig zu viel ist.

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Ergänzend zu „Magic Cleaning“ las ich noch „Less is More“ um mir noch aus einem zweiten Buch eine Meinung zum Aufräumen, Besitz verkleinern und dem Bewusstsein dessen zu erarbeiten. Während ich bei „Magic Cleaning“ schon sehr viele positive Aspekte gefunden hatte, war „Less is More“ mehr oder weniger „nur“ eine Ergänzung. Viele Punkte wiederholten sich, was mich bei meinem Vorhaben bestärkte. Positiv überrascht hat mich der ökologische Faktor bei Francine Jay. Zwar soll man um ein Minimalist zu werden seinen Besitz radikal minimieren, doch auf gar keinen Fall wegwerfen. Während man bei Marie Kondō die Verwandten und Freunde möglichst nicht über sein Vorhaben informieren sollte und die aussortierten Dinge ihnen nicht zeigen soll, ist dies bei „Less is More“ empfohlen. Dinge, die einem selbst nicht mehr nützen, nützen vielleicht einem Freund, der sich die Neuanschaffung sparen kann. Francine Jay nutzt jedoch die klassische Zimmer-für-Zimmer-Regel, wendet aber innerhalb des Zimmers auch die Kategorien-Methode an, damit man nicht wahllos aufräumt. Was mir jedoch nicht gefallen hat, weil ich dem nicht vollständig zustimmen kann, ist die „Eins rein eins raus“-Regal. Diese besagt, dass man immer einen Gegenstand „entsorgen“ soll, wenn ein neuer in die Wohnung einzieht. Im Ansatz ist diese Überlegung gut, aber hat man sich irgendwann wirklich auf sein absolutes Minimum reduziert und merkt, dass etwas fehlt, kann ich mir die Umsetzung nicht mehr vollständig vorstellen.

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Im Grunde würde ich mich als ordentlicher und strukturierter Mensch bezeichnen, allerdings habe auch ich ein paar Plätze (z.B. der Schreibtisch), auf dem sich gerne Dinge stapeln und manches einfach nur abgeladen wird. Jedes Jahr, meist zu Beginn des Frühjahrs, bekomme ich immer regelrechte Anfälle und möchte mich von altem Ballast und blöden unnützen Dingen befreien. Ausmisten tut gut und deshalb sollte man es regelmäßig tun. 'Less is More' befasst sich jedoch mit Minimalismus und dies wird fälschlicherweise oft mit Ausmisten gleichgesetzt. Minimalismus ist aber nicht einfach nur Ordnung schaffen, sondern eine Lebensform, in der man grundsätzlich mit nur wenigen Dingen auskommt und sich von vielen unnötigen Dingen befreit. Statt neue Dinge zu kaufen wird getauscht oder geliehen und Dinge werden erst ersetzt, wenn etwas wirklich kaputt ist. Seit 2009 bloggt Francine Jay auf 'Miss Minimalist' über Minimalismus. Damals brach sie auf eine Weltreise auf, bei der ihre ganzen Besitztümer in einen einzigen Koffer passten. Nach dieser Lektüre weiß ich definitiv, dass ich niemals so wirklich minimalistisch Leben könnte. Denn dazu gehört etwas mehr, als einfach mal alle Räume zu entrümpeln. Allerdings gibt es viele Ansätze, die jeder von uns in sein leben und seinen Tagesablauf integrieren kann. Letzten Endes übt Minimalismus auch jeder anders aus. Während des Lesens habe ich mich aber ziemlich oft ertappt, wie ich mein Zuhause genauestens unter die Lupe genommen habe. Ich hatte mehrmals das dringende Bedürfnis jetzt sofort loszulegen und mich von einigen Dingen zu trennen. Motivieren kann die Autorin also auf jeden Fall. "Entrümpeln ist unendlich viel einfacher, wenn du entscheidest, was du behältst - und nicht, was du wegschmeißt. S. 79" Das Buch ist in unterschiedliche Abschnitte gegliedert, die ich sehr sinnvoll fand. Zu Beginn erfährt der Leser einiges über die Philosophie des Minimalismus und was sich dahinter verbirgt. Für mich ein spannender Teil, weil ich die Beweggründe sehr gut nachvollziehen konnte. Im Abschnitt der Rationalisierung geht es vor allem darum, wie man zukünftigen Krempel vermeiden kann und dafür sorgt, dass sich erst gar nicht mehr so viel Müll im eigenen Zuhause ansammelt. Dabei wirkt die Autorin nie belehrend, sondern hat hilfreiche Tipps und Tricks auf Lager, die mich durchaus überzeugt haben. Entsorge ein Teil, wenn ein neues einzieht, wäre beispielsweise ein Tipp davon. Wenn man die Regeln und die Philosophie verinnerlicht hat, dann geht Francine Jay mit dem Leser durch alle wichtigen Räume und entrümpelt, was weg kann und erhält, was bleiben darf. Für mich eine prima Inspiration, weil hier auch nie eine bestimmte Ordnungsart vorgeschrieben wird, sondern es einfach grundlegend um Ordnung geht. Auch Geschenken und Erb- und Erinnerungsstücken ist ein extra Abschnitt gewidmet, weil es oft schwer fällt, sich von diesen Dingen zu trennen, obwohl man sie eigentlich gar nicht wirklich schön findet oder gar benutzen kann. Am Ende versucht die Autorin zu zeigen, wie man auch andere Familienmitglieder anleiten kann, Minimalismus in den Alltag zu integrieren und warum Minimalismus auch hilft, die Welt ein bisschen besser zu machen. Ich habe dieses Buch in nur wenigen Tagen gelesen und einiges für mich mitgenommen. Obwohl es hier gar nicht ums Entrümpeln an sich geht, sondern um eine ganze Lebensform, fand ich dieses Buch beispielsweise weit besser, als 'Magic Cleaning' von Marie Kondo. Das Buch ist wegen seines einfachen Schreibstils leicht zu lesen und optisch sehr nett aufgemacht. Wichtige Merksätze sind im ganzen Buch durch eine größere Schriftart hervorgehoben und bringen nochmal kurz auf den Punkt, worum es in den einzelnen Abschnitten geht. Fazit Wer sich näher mit Minimalismus befassen möchte und eine Anleitung für ein einfacheres, befreiteres Leben sucht, der sollte sich dieses tolle Buch von 'Miss Minimalist' Francine Jay auf jeden Fall näher anschauen. Motivierende Erklärungen und interessante Sichtweisen machen dieses Buch zu einem unterhaltsamen Sachbuch, das ich sehr gerne gelesen habe.

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Der Beginn eines neuen Jahres ist eine besondere Zeit. Die frische klare Winterluft macht Lust auf Erneuerung, viele Menschen sind noch entspannt von den Urlaubstagen über Weihnachten und die guten Vorsätze für das kommende Jahr motivieren. Ich mag diese Zeit im Jahr sehr. Ich habe so viel Tatendrang und das Buch von Bloggerin Francine Jay „Less is more – Von der Freude des Weglassens“ passt perfekt dazu. Miss Minimalist Francine Jay Francine Jay bloggt seit 2009 unter http://www.missminimalist.com/ über ihr Leben als Minimalistin. Dabei bedeutet Minimalismus keinesfalls nur eine Wohnung voller weißer Wände, leerer Regale und wenigen Möbeln. Francine Jay geht es beim Minimalismus um eine Lebensphilosophie, die sich um das Beseitigen von Ablenkungen dreht, welche uns davon abhalten das Leben zu genießen. Jay proklamiert, dass je weniger wir besitzen, desto weniger Zeit müssen wir in die Pflege unseres Besitzes stecken. Dadurch haben wir mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, die uns am Herzen liegen. Sie hat sich das persönliche Ziel gesetzt, dass sie nur noch das besitzen möchte, was sie wirklich zum Leben benötigt. Über den Weg dieses Lebensziel zu erreichen und auch zu halten schreibt Francine Jay ihren Blog. Ihr Buch „Less is more“ gibt konkrete Tipps, wie jeder von uns zum Minimalist werden kann und sein Heim von unnützen Gerümpel freihält. Das Buch „Less is more“ Das Lesen von „Less is more“ war für mich sehr erfrischend, auch wenn manche Stellen etwas langatmig wirkten, weil gewisse Teile des Buchs immer dem gleichen Muster folgen. Ich saß in meinem Wohnzimmer, habe dieses Buch gelesen und musste aber immer wieder meine Augen im Zimmer wandern lassen, weil ich mich fragte: Brauche ich das wirklich alles? Und vor allem: Woher kommt der ganze Kram? Zwischen Mensch und Hamster gibt es gewiss ein paar Parallelen. „Less is more“ machte mich also etwas unruhig, weil ich am liebsten sofort angefangen hätte, sämtliche Schränke meiner Wohnung auszuräumen und die Dinge darin auszusortieren. Francine Jay versteht es also, ihre Leser zum Aussortieren zu motivieren. Im Buch „Less is more“ gibt sie sehr konkrete Tipps, wie man sein Vorhaben, mit weniger Kram auszukommen, praktisch angehen könnte. Sie fängt langsam an, denn zuerst muss das Bewusstsein geschaffen werden, dass es eigentlich zu viel ist – die Philosophie des Minimalismus wird vorgestellt. Anschließend widmet sie sich dem rationalen Teil des Minimalismus, um dann anschließend Raum für Raum mit ihrem Leser durchzugehen und ihm Hinweise zu den Anforderungen der einzelnen Räume der Wohnung zu geben. Im letzten Kapitel des Buchs geht es um den minimalistischen Lebensstil als solches. Francine Jay geht in „Less is more“ auch immer auf universelle Prinzipien beziehungsweise Regeln ein, wie Aufräumen und das Aufgeräumt-halten des eigenen Zuhauses gelingen kann. Sie zeigt sogar, wie die ganze Familie an einen minimalistischen Lebensstil gewöhnt werden kann. 3 kluge Zitate aus „Less is more“ Im Gegensatz zu dem, was Marketingleute dich glauben lassen wollen, bist du nicht das, was du besitzt. Aus: „Less is more“ von Francine Jay, Seite 27 Genauso brauchen wir Platz für unsere Ideen und Gedanken – ein nicht aufgeräumter Raum führt normalerweise auch zu einem unaufgeräumten Geist. Aus: „Less is more“ von Francine Jay, Seite 55 Indem wir Platz bei uns zu Hause schaffen, richten wir den Fokus wieder auf das Wesentliche: auf das, was wir tun, anstatt auf das, was wir besitzen. Aus: „Less is more“ von Francine Jay, Seite 56 Warum wir immer mehr wollen Unternehmen möchten uns gern so viele Produkte wie nur möglich verkaufen und dafür wenden sie alle Raffinesse an, die sie aufbringen können. Marketing dient nur dem Zweck des Absatzes von Produkten. Werbung suggeriert uns, dass Produkte uns besser machen oder weckt die Illusion von Prestige. Aber wir sind nicht die Dinge um uns herum. Ein Produkt verändert unsere Person nicht und macht uns nicht zu besseren Menschen. Diese Lüge zu erkennen und dann auch noch zu verinnerlichen ist aber schwer. Eigentlich ist es ein Hamsterrad: Wir gehen arbeiten, um genügend Geld zu besitzen, um uns Sachen zu kaufen. Eine minimalistische Lebensweise hilft diesen Kreis zu durchbrechen und macht frei. Denn sind wir doch mal ehrlich, die Schwierigkeit besteht doch darin, sich selbst und den ständigen Drang nach Mehr zu besiegen. Das ist ein langsamer Prozess, der keinesfalls leicht gelingt und sich letzten Endes am besten durch Gewohnheit etabliert. Die Maßstäbe und Tipps von Francine Jay helfen dabei, weil sie eine konkrete Handlungsanleitung bieten. Und dafür mag ich dieses Buch ganz besonders – auch in völliger Klarheit darüber, dass ich mit meinem Blog andere Menschen dazu verleite, immer wieder neue Bücher zu lesen (beziehungsweise zu kaufen). Fazit „Less is more“ von Francine Jay ist ein tolles Buch, für Einsteiger in den Minimalismus und für Menschen, die endlich mal so richtig gründlich ihr Zuhause aufräumen möchten.

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