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Leserstimmen (95)

Dan Vyleta: Smoke

Smoke Blick ins Buch

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€ 16,99 [D] inkl. MwSt.
€ 17,50 [A] | CHF 22,90*
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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-570-58568-9

Erschienen: 13.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Keine leichte Kost, aber interessant

Von: Vanessa´s Bibliothek Datum : 30.09.2017

vanessasbibliothek.blogspot.de/

Ich habe wirklich lange für das Buch gebraucht, da es wirklich keine einfache Kost ist. Es ist anspruchsvoll auf seine ganz eigene Weise. Aber dennoch ist die Idee für mich neu und auch interessant. Wie würde man selber reagieren, wenn jede Sünde als Rauch zu sehen wäre? Ich weiß nicht, ob ich in so einer Gesellschaft leben möchte. Vor allem, weil es ja nicht für alle gilt. Aber das Buch bringt einen halt zum Nachdenken, was für mich ein großer Pluspunkt ist.

Auch die allgemeine düstere Stimmung hat mir gefallen, hatte etwas besonderes. Somit hat mir das ganze Konzept und die Grundidee gefallen. Auch das Setting war richtig gut. Vor allem weil ich ja auch unbedingt irgendwann man nach England möchte! Aber hier fand es halt im 19 Jahrhundert statt, ich glaube das Vergnügen bleibt mir verwehrt ^^

Ein paar Sachen haben mich aber dennoch gestört, weswegen ich auch etwas abgezogen habe. Ich mag allgemein Perspektivenwechsel ja nicht. Aber das ist mehr so ein persönliches Ding, was nicht ganz so ins Gewicht fällt. Allerdings war es teilweise echt langatmig, was es mir etwas schwer gemacht hat. Und am Anfang kam ich nicht so gut rein. Das sind die Kriterien für den Punktabzug. Aber ich muss wirklich sagen, dass ist kein einfaches Buch und sich Zeit nehmen macht bei über 600 Seiten auch Sinn.

Smoke. Spannend? Langatmig?

Von: JessiBüchersuchti Datum : 15.09.2017

jessibuechersuchti.blogspot.de/

Cover
Das Cover ist wirklich toll gestaltet. Passend zur Thematik des Buches ist es schön düster und rauchig und im Hintergrund sieht man den Schauplatz des ganzen Geschehens: London. Außerdem ist die Schriftart des Titels schön gewählt.

Erster Satz
"Thomas! Thomas! Wach auf!"

Meine Meinung
Ich war von Klappentext und Cover wirklich begeistert und wollte das Buch deswegen unbedingt lesen. Deswegen hatte ich das Buch angefragt und auch bekommen - danke dafür! Naja, jedenfalls begleitet das Buch mich nun schon seit Mai, was ja wohl einiges zu bedeuten hat..

Der Schreibstil von Dan Vyleta ist schnell und flüssig zu lesen. Er ist jedoch sehr detailliert und bildgewaltig, man kann sich deswegen alles sehr gut vorstellen und mit den Charakteren mitfiebern. Jedoch sind die Kapitel sooo unglaublich lang, dass ich Abends meist nur ein Einziges gelesen habe, weil ich kein neues mehr anfangen wollte/konnte weil ich zu müde war. Generell muss ich sagen, dass mir die Kapitel zu lang waren und ich deshalb das Buch - auch tagsüber - nicht gern zur Hand genommen habe.
Die Charaktere waren zwar echt toll gestaltet und man hat auch einiges über die Hauptcharaktere Thomas, Charlie und Livia erfahren, jedoch konnte ich zu keinem eine wirkliche Bindung aufbauen und konnte deshalb meist nicht richtig in die Handlung abtauchen. Thomas ist unberechenbar und ich wusste wirklich nie, was er als nächstes vorhat und was er gerade denkt. Er ist ein sehr nachdenklicher Junge, der sich immer über Alles viel zu viele Gedanken gemacht hat. Charlie war auch etwas eigensinnig.. er war zwar anfangs sehr 'jugendlich' und verhielt sich normaler als Thomas.. aber je weiter die Geschichte fortschritt, desto komischer wurde Charlie. Zu Livia kann ich gar nicht viel sagen, sie war mir von Anfang an nicht sympathisch und wurde es auch bis zum Ende hin nicht. Sie kann sich nicht entscheiden was sie will, oder will einfach zu viel. Ich konnte mit den Charakteren leider nicht so viel anfangen - schade.
Die Handlung hat mir anfangs wirklich gut gefallen und die ersten 200 Seiten habe ich nur so verschlungen, denn es war spannend und mitreißend und ich hatte eine paar tolle Lesestunden. Doch irgendwie hat sich die Geschichte in eine seltsame Richtung entwickelt und wurde echt langatmig und irgendwie Mäh. Ich hatte teilweise wirklich Langeweile beim Lesen und habe einfach gehofft, dass endlich wieder etwas spannendes passiert, was dann glücklicherweise auch passierte.. irgendwann. Gegen Ende des Buches (ca. Seite 500) wurde es dann wieder richtig gut und ich habe wieder Spaß an dem Buch gehabt.. bis das Finale kam.. was ist denn da passiert? Für mich absolut unverständlich und widersprüchlich. Und was sollte diese doofe Liebesgeschichte in diesem Buch und was war das bitte für ein dummes Ende (auf die Liebesgeschichte bezogen). Oh man. Das hätte man wirklich besser lösen können..

Fazit
Ein durchwachsenes Lesevergnügen. Ich kann jetzt nicht sagen, dass es durchweg schlecht war, denn es gab echt spannende und aufregende Szenen, die ich gerne gelesen habe. Aber es gab auch langatmige und langweilige Passagen, die einem den Spaß am Lesen rauben können. Ich bin froh, dieses Buch endlich beendet zu haben und wenn es eine Fortsetzung geben würde.. ich würde sie nicht lesen, denn dafür war mir dieses Buch nicht gut genug.
Empfehlen kann ich es nicht direkt - aber ich habe auch einige positive Stimmen gehört - also traut euch ruhig, ihr werdet sicherlich schnell merken, ob dieses Buch etwas für euch ist :D

Unfassbarer Schreibstil!

Von: schwarzetintenwelt Datum : 12.09.2017

www.blackinkworld.blogspot.de

Ab der ersten Seite war ich begeistert von dan Vyletas Gefühl für Figuren. Ich werde jetzt nicht die komplette Charakerentwicklung beschreiben, aber er hat es auf eine wunderwar unterschwellige aber auch offensichtliche Weise geschafft, die Charaktere zu verändern. Vor allem bei Thomas war es oft sehr gut zu erkennen, wie er mit seiner Vorgeschichte zu kämpfen und wann der Wendepunkt für ihn war. Der emotionale Zwiespalt für ihn zwischen Charlie und ihm ließ sich darauf interpretieren, dass er nicht genau weiß, ob er ihn als Freund, Bruder, Rivale oder Autoritätsperson sehen soll. Das wird in vielen Kapiteln deutlich, die dann auch so geschrieben sind, dass man zwischen den Zeilen auch die Gedankengänge super nachollziehen kann. Charlie hingegen war als Charakter eher undurchschaubar. Für mich hat es dann auch so gewirkt, als hätte Charlie an einem gewissen Punkt 'dichtgemacht' und ab da waren seine Gedanken teilweise ein Rätsel.
Was mir aber sehr gut gefallen hat, ist die tatsache, dass die Dreiecksbeziehung zwischen Livia, Charlie und Thomas nicht in zerbrochener Freundschaft oder blutigem Heldenkampf geendet ist, sondern einfach einer Freundschaft zwischen allen dreien. wenn man die Zeit bedenkt, in der das Buch spielt, ist eine Frau, die zwei Männer liebt schon fast undenkbar, dochhier steht es am ende denke ich vor allem symbolisch für den Neuanfang nach dem Rauch.

Der Rauch als Metaphor für das allgegenwärtige Böse. Zunächst habe ich es als gute Idee betrachet, da es Gedanken lesen sehr ähnlich ist. Aber das Problem ist nunmal, dass Menschen, egal bei was, sehr radikal werden können. fast fanatisch. Hier ist es auch so, dasss manche Familien es hier mit der Kontrolle über den Rauch übertreiben. Sie idealisieren so die Reinheit und die Unschuld, obwohl sie genau wissen, dass es solch eine Perfektion im Grunde nicht geben kann.
So zeigt das Buch von Dan Vyleta ziemlich drastisch die Kontrollsucht der menschen, die letztendlich auch in machtsucht ausartet, denn es wird immer etwas geben, wonach die Menschen streben, was sie erreichen wollen. Sei es Reinheit oder Macht. Deswegen hat mir die Message insofern gut gefallen, dass sie sagt, dass wir uns solchen natürlichen Drängen oder kleinen Sünden nicht entziehen können. Das macht uns menschlich, denn komplette Reinheit ist nicht menschlich.

Ich bin richtig umgeworfen worden von diesem Exemplar. Die Tiefe und das Detailreichtum war umwerfend beschreiben. Vyleta benutze viele Metaphern, vor allem natürlich die des Rauchs, die dazu veranlassen, die Geschichte auch auf heutzutage zu übertragen.
Es ist Ansichtssache, was richtig oder falsch ist, aber man sollte seine Handlungen mit seinem Gewissen vereinbaren können, ansonsten "verdirbt" man, wird Opfer des Rauchs.
Natürlich lässt sich diese Metapher auch anders interpretieren, aber das war für mich das Wichtigste. Zusammen mit der tatsache, das komplette reinheit oder perfektion nicht zu erreichen ist. Zumindest nicht ohne das man aufhört richtig zu leben.
Außerdem wurde noch sehr einfühlend vermittelt, wie es ist zwei Menschen zu lieben, und das dies keineswegs verwerflich ist.

Genial !

Von: Lena Kaspers Datum : 28.08.2017

deineweltmeinewelt.blogspot.de/

Inhalt

England, Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Welt, in der ein besonderes Phänomen um sich greift:
Jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge manifestiert sich als Rauch, der unkontrollierbar dem
Körper entweicht. Nur Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, wagen es, die
Gesetzes des Rauchs zu hinterfragen. Sie stoßen auf ein düsteres Komplott aus Willkür, Macht
und Unterdrückung, und müssen schon bald um ihr Leben fürchten...

Eindruck

Smoke - eine fantastische Dystopie vor historischem Hintergrund, mit einem Thema, dass
auch in der Gegenwart noch aktuell oder vielleicht sogar aktueller denn je ist.

Darf die Wissenschaft zum Wohle aller auf dem Rücken von wenigen, gesellschaftlich und
finanziell schlechter gestellten Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben ausgetragen
werden. Dürfen jene, die nicht der Norm entsprechen - ob sie besser oder schlechter sind,
sei dahingestellt - zu Forschungsobjekten der eitlen, arroganten, elitären Gesellschaft degradiert
und missbraucht, sogar getötet werden?
Die Frage nach Gut und Böse, nach Tugend und Sünde ist existenziell. Und die bei weitem
interessantere Frage ist, WER darf sich anmaßen, darüber zu entscheiden.

Dieses Buch hat mich gefordert und es ist definitiv nichts für zwischendurch oder
mal eben zum abschalten - im Gegenteil. "Smoke" ist so detailverliebt, ausgeschmückt und
behebig geschrieben, dass man sehr aufpassen muss, um alles genau aufnehmen zu können und
den philosophischen Ansatz dahinter zu verstehen. Was ich durchaus nicht negativ meine, denn
dieser Roman regt zum nachdenken an, darüber, wer die Tugenden und die Moral eines Menschen
definiert und wer sich darüber erheben darf zu urteilen. Es rüttelt auf, sich bewußt zu machen,
dass Macht oder besser Einfluß nur derjenige wirklich hat, der durch seinen Charakter und
seine Taten überzeugen kann, nicht derjenige, der durch Geld, Zwang, Unterdrückung sein Ziel
zu erreichen versucht.

Die Charaktere sind interessant und greifbar gezeichnet. Vielen verschiedene Facetten sind
vertreten und jeder der Protagonisten macht im Laufe der Geschichtet eine Wandlung durch
bzw. zeigt sein wahres Gesicht und das ist - wie so oft im wahren Leben - ein ganz anderes, als
das Bild, das er für andere zeigt. So entwickeln sie sich vom anfänglichen Unsympathen zum
Sympathieträger oder von der unterkühlte Überspannten zum Objekt der Begierde von gleich
zwei Jungen. Diese Veränderung der Charaktere war intensiv, fordernd und spannend - ebenso
die Beschreibungen der Schauplätze und somit das gesamte Buch.

Fazit

Nicht für jedermann geeignet, aber für alle, die sich mit den existenziellen Fragen des Seins
und des Scheins auseinandersetzen wollen. Teils umständliche Sprache, schwierige Chraktere,
bildgewaltige, wirkungsvolle und bis ins kleinste Detail beschriebene Szenarien zu schätzen
weiß und sich mit einem Buch auseinandersetzen wollen.
Mich hat es richtig abgeholt und es wird nicht beim einmaligen gelesen sein bleiben und ich
hoffe, dass von Dan Vyleta noch mehr solcher genialen Bücher kommen !

definitiv Luft nach oben

Von: Yanthara Datum : 25.08.2017

https://nerdarchive.wordpress.com/

Also irgendwie klingt die Kurzzusammenfassung besser als das Buch ist. Die Story klingt mega interessant und mal echt nach etwas Neuem. Aber je weiter ich das Buch gelesen habe, desto langweiliger fand ich es. Die Spannung lies irgendwie nach und es hat sich alles ziemlich gezogen. Es wurde unwichtige Kleinigkeiten beschrieben, beispielsweise einfach nur wie Thomas einen Gang entlang läuft. Die Charakter sind gut ausgearbeitet und wirken sehr durchdacht, vor allem aber menschlich. Die Story ist gut durch dacht und sehr detailreich. Aber irgendwie ist der Schreibstil nicht so meins, der animiert teilweise nicht wirklich zum weiter lesen.

Auch der Perspektivenwechsel ist nicht so meins. Es gibt Kapitel, die in der Dritten Person geschrieben werden, teilweise werden dann kurze Kapitel rein geschoben, die in der Ich-Perspektive geschrieben sind. Die Kapitel sind scheinbar nur dafür da, dass man ein Gefühl für die Charaktere bekommt. Die Abschnitte in der Ich-Perspektive sind nicht immer wirklich im Zusammenhang mit dem Kapitel davor.

Ich weiß einfach nicht so recht was ich von dem Buch halten soll. Ich hatte mir einfach mehr versprochen bei dem Klappentext. Klar bringt einen das Buch zum nachdenken,was nun richtig und falsch ist und ob gut gemeinte Dinge, nicht auch schnell ins Negative umschlagen können.Aber der Schreibstil ist aber irgendwie nicht so meins, was schon viel beim lesen und der Atmosphäre zerstört.

Wo Schall ist, ist auch Rauch?

Von: De Bichergeck Datum : 24.08.2017

bichergeck.blogspot.lu/?m=1

Dieses Buch ist, für mich auf jeden Fall, ein absolutes Jahreshighlight!
Die Stimmung im Buch wird schon auf dem Cover perfekt eingefangen, denn die Welt, die hier beschrieben wird, ist äußerst düster.
Der Autor befasst sich, auf wirklich ungewöhnliche Weise mit der Sünde, mit der Unfehlbarkeit der Menschen, bei jeglicher Bösartigkeit, sei es nun als Gedanke oder Tat, drängt sich schwarzer Ruß durch sämtliche Poren des Menschen, und schwärzt die Kleider schwarz.
Somit ist er gebrandmarkt, ob er es verdient hat ist eine andere Sache.
Das Buch beginnt mit Worten die einen innerhalb kürzester Zeit in ihren persönlichen Bann ziehen.

Unsere Hauptprotagonisten sind jugendliche Internatbewohner, das Augenmerk liegt hierbei besonders bei Thomas und Charlie.
Dort bringt man Ihnen bei, Gentlemen zu sein – und Gentlemen rauchen nicht. Hier ist allerdings der Rauch gemeint, der allen Menschen entströmt, sobald sie eine Sünde begehen, etwas Schlechtes auch nur denken – und desto schlechter die Gedanken und Taten, desto widerlicher der Rauch.
Eher zufällig stoßen Charlie und Thomas darauf, dass die Gesetze und Regeln des Rauchs augenscheinlich doch nicht für alle gelten. Ein großes Netz aus Lügen, Intrigen und Macht zeichnet sich ab und mittendrin stehen die beiden Jungen, die schon bald um ihr Leben fürchten müssen.
Werden sie der Gefahr entkommen, löst sich alles in Rauch auf?

Dan Vyleta hat die Atmosphäre gut eingefangen, die niederen Klassen, die von den Adeligen regelrecht im Dreck gehalten werden. Die verzweifelte Angst der Jugendlichen vor dem Rauch. Der Wahnsinn der nicht nur durch den Rauch, sondern auch aus der Angst vor ihm entsteht.

Geschichten über Gut und Böse, Schuld und Sühne, Sünden und Strafen, gibt es wirklich genügend, Dan Vyletas Buch ist eine willkommene Abwechslung.
Für wen ist das Buch gedacht?
Ich denke Fantasy, Mystery und Geschichte - Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten, und sicherlich nicht nur die.
Das Buch hat viel mehr zu bieten!

Es ist auf jeden Fall kein Buch für Zwischendurch, das schwarz oder weiß Denken, ist hier der ausschlaggebende Gedanken des Buches.
Der Autor zeigt hier durch sein Buch, den Rauch, dass gut gemeintes böse werden kann und umgekehrt.
Es wirft Fragen zur Menschlichkeit auf.
Was ist richtig? Was ist falsch?
Was ist lebenswert?

Dieser Roman ist bedeutungsvoller und philosophischer, als ich erwartet hatte. Es ist definitiv kein leichter Mystery-Thriller, sondern eine erstaunlich, komplexe Gesellschaftskritik.
Ich will mehr davon!

Auch die geheimnisvolle Atmosphäre gefiel mir sehr gut.
Düster, ein wenig bedrohlich und voll starker Emotionen.
Es ist wirklich schwierig, das Buch zu beschreiben, da das Buch quasi eine Ansammlung fantastischer Zitate ist, es gibt viele Metaphern und philosophische Stellen, meine bunten Post-its sind ziemlich oft gebraucht worden!

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch, seine Geschichte, die herrlichen Landschaften und Dialoge durchaus Potenzial für eine Verfilmung haben.
Also ich würde mich freuen, und ich bin mir sicher, nicht nur ich!

Smoke

Von: Sarah Datum : 16.08.2017

sarahsbookblog.jimdo.de

Ich fand das Cover sehr sehr schön, da ich eine London Liebhaberin bin.
Leider hat mich das Buch eher weniger überzeugt. Anfangs fand ich die Geschichte sehr Interessen. Dies hat sich aber sehr schnell geändert. Nur nach wenigen Kapiteln hatte ich dann eigentlich schon keine Lust mehr weiter zu lesen. Mir ist es in dem Buch sehr schwer gefallen, immer zwischen den verschiedensten Sichten hin und her Switchen zu müssen. Es war definitiv aus zu vielen Perspektiven beschrieben. Manche davon wären meiner Meinung nach überhaupt nicht nötig gewesen. Deshalb fiel es mir auch sehr schwer mich zu konzentrieren.. Da hinzu kam noch, dass sich das Buch sehr in die Länge gezogen hat. Das lag entweder am Schreibstil oder das ich zwischen den Perspektivenwechseln einfach nicht zurecht gefunden habe.
 Dennoch fand ich die Protagonisten sowie die Idee der Geschichte gut. Nur leider hat das nicht gereicht um mich von dem Buch zu überzeugen. 

Gut, aber nicht perfekt

Von: Mylittlebookpalace Datum : 12.08.2017

mylittlebookpalace.weebly.com

Handlung:Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...

Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.

Orte: Die Geschehnisse spielen meist in London oder Umgeben im 19 Jahrhundert, was perfekt zu der Geschichte gepasst hat, weil ich mir das alte London als eher dunkleren Ort vorstelle und da die Geschichte auch eher in die dunklere Richtung geht, hat es für mich perfekt gepasst.

Personen: Mit den Personen bin ich leider nicht wirklich klar gekommen, irgendwie haben sie sich manchmal selber wieder sprochen und ich kam auch mit einigen Handlungen nicht wirklich klar, Handlungen, die mir die Personen auch sehr unsympathisch gemacht haben und ich konnte mich auch nicht wirklich mit ihnen identifizieren.

Schreibstil: Den Schreibstil fand ich eigentlich wirklich gut. Ich konnte das Buch sehr schnell, trotz einigen langatmigen Stellen lesen. Auch wenn mir persönlich die Beschreibungen zu lang und zu oft waren. Ich finde es ja eigentlich immer toll, wenn alles sehr genau beschrieben ist, aber das war mir dann doch irgendwie zu viel und es hat die Geschichte so leider noch langatmiger gemacht.

Gestaltung: Ich finde das Cover passt sehr gut zu dem Buch, man sieht eines der wohl berühmtesten Sehenswürdigkeiten Londons und den berüchtigten Rauch über den so iel gesprochen wird. Ich finde es passt einfach zum Buch, weil es auch in die dunkle Richtung geht und mir gefällt der Schriftzug auch sehr. Die Kapitelgestaltung ist auch sehr passend, weil es vor manchen Kapitelanfängen noch kleine Zitate oder Beschreibungen gab, die von Rauch umrandet wurden, was ich persönlich sehr schön fand.

Geschichte:Hach ja die Geschichte. Mich hat die Grundidee von Anfang an sehr angesprochen und auch die ersten 50 Seiten haben mir wirklich gut gefallen, aber dann wurde es an manchen Stellen wirklich sehr langweilig und manchmal musste ich dann doch etwas querlesen, weil es mir einfach zu langweilig geworden ist. Es gab natürlich auch gute Stellen, aber die langweiligen haben für mich irgendwie überwogen.

Fazit: Ich finde das Buch hat wirklich gute und auch spannende Grundansätze, aber ich finde die wurden nicht ganz so gut umgesetzt, um es für mich spannend zu machen. Ich fand das buch gut, es gab tolle Orte, ich mochte den Schreibstil, die Grundidee hat mich wirklich angesprochen und mir hat die Gestaltung auch gut gefallen, allerdings fand ich es an vielen Stellen sehr langatmig und langweilig, was vielleicht auch ein bisschen damit zusammenhängen könnte, dass ich die Personen nicht wirklich verstanden habe. Also wie gesagt ich fand das Buch gut, aber nicht perfekt, deswegen gebe ich auch nur 3 von 5 Sternen.

Keine leichte Kost

Von: Atelier Maikind Datum : 03.08.2017

https://ateliermaikind.wordpress.com/?ref=spelling

Inhalt
Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan …
Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet. (Quelle: Verlag)

Allgemeine Informationen
Verlag: carls books / 624 Seiten / Erschienen am: 13.03.2017 /€ 16,99

Rezension:
Ungewöhnlich- dieses Wort ist das Erste, welches mir zu diesem Buch einfällt. Stellt euch vor, dass jede Lüge einen schwarzen Hauch verursacht, der immer in eurer Nähe ist und somit verrät, dass ihr etwas getan habt. Beängstigend, oder?

Die Fülle der Charaktere ist bedrückend. Normalerweise kann ich mir Namen und Eigenschaften recht gut merken, aber dieses Buch hat mich überfordert. Doch die drei Hauptcharaktere dagegen waren vielschichtig und sehr vielversprechend. Trotzdem haben die Drei ihre Schwächen, zB. sind alle manchmal ein wenig zu naiv. Livia ist die Person, die mit Abstand am nervigsten war.

Der Schreibstil ist anstrengend und sehr langatmig. Die erste Hälfte des Buches war noch okay, aber ab der Zweiten ging es stetig bergab. Nach und nach verschwand die Spannung und damit der Wunsch, das Buch zu beenden ins Nichts. Gefallen hat mir die altertümliche Ausdrucksweiße der Charaktere. Es passte perfekt zur Zeit in der das Buch spielt.

Das Cover ist super! Ich habe es geliebt, seitdem ich es gesehen habe. Das Bild passt perfekt zu der Zeit des Buches und auch die Atmosphäre ist super. Es ist dunkel, duster und ich liebe die Zeichnung des Big Ben im Hintergrund.
Fazit:

Es war, auch am Ende noch, sehr verwirrend. Wie der Rauch nun letztendlich entsteht, habe ich noch immer nicht 100% tig verstanden. Es ist sicherlich nicht einfach dieses Buch zu lesen oder zu verstehen. Tatsächlich ist es nichts für Zwischendurch, da man aufmerksam lesen muss um alles zu verstehen. Deswegen gibt es nur 3 Sterne.

Einstieg war gut danach ging es mit Schwächen weiter

Von: Mella Datum : 31.07.2017

book-angel.blogspot.de/

Klappentext/Inhalt:

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...

Meine Meinung:

Der Klappentext hört sich nach einer düsteren und spannenden Geschichte an. Die habe ich auch an vielen Stellen bekommen aber dennoch war von einigen Dingen auch etwas enttäuscht.

Thomas und Charlie sind Schüler eines Elite-Internates. Die beiden habe es dort nicht immer leicht vor allem in der Welt in der sie Leben besteht vor allem aus schwarzen Rauch. Wenn jemand lügt, eine Sünde begeht oder einfach böse ist, dann raucht er. Der Rauch zeigt den anderen die Wahrheit über einen, dass er Sünde begeht. Für Thomas und Charlie wird sich das Leben schon bald ändern. Es passieren einige Dinge und die beiden hinterfragen den Rauch. Sie wollen herausfinden, was es mit dem Rauch auf sich hat, vor allem, da anscheinend manche gar nicht in davon betroffen sind. Dabei begeben sie sich auf eine gefährliche Reise.

Thomas und Charlie lernen sich im Internet kennen und freunden sich an. Beide haben so ihre Probleme aber eines Tages erfährt Thomas etwas und dies wird ihn für immer verändern. Die beiden wollen mehr über den Rauch und den Ruß herausfinden und gehen auf eine Reise. Anfangs scheint alles noch gut zu sein aber dann müssen sie um ihr Leben fürchten. Sie müssen fliehen und finden dabei Dinge heraus, die sie nicht geglaubt hätten. Thomas und Charlie sind auf ihre ganz eigene Weise mutig, stark aber auch verletzlich. Vor allem aber wollen sie die Wahrheit herausfinden und in einer Welt leben, in der der Rauch einen nichts mehr ausmacht.

Die ersten gut 250 Seiten waren absolut großartig. Ich war so in einem Lesefluss, die Geschichte war spannend und hat Spaß gemacht gelesen. Vor allem war sie düster, geheimnisvoll und so viel mehr. Danach ging der Spannungsbogen leider immer mehr nach unten und ich kam nur schwer voran. Mir hat die Entwicklung an der Stelle dann nicht mehr so zugesagt, wie die ersten 250 Seiten. So ab Seite 500 wurde es aber dann wieder besser und spannender. Es gab viele Wendungen mit denen ich nicht gerechnet habe. Das Ende war für mich dann in Ordnung.

Fazit:

Die ersten 250 Seiten waren grandios und ich dachte es wird ein 5-Sterne-Buch. Leider ging der Spannungsbogen immer mehr nach unten und es war anstrengend zu lesen. So ab Seite 500 wurde es aber dann wieder besser und das Ende war dann auch ganz gut.

Bewertung:

Cover: 5/5
Klappentext: 5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 3,5/5
Gesamtpaket: 3,5/5

3,5 von 5 Sterne

Eine tolle Ausgangssituation, die sich in zu vielen Details verliert

Von: Madame Klappentext Datum : 23.07.2017

www.madameklappentext.de

Inhalt: Rauch beherrscht das Leben im England des 19. Jahrhunderts. Es ist ein ganz besonderer Rauch, einer der jede Bosheit und Verfehlung sichtbar macht. Rauch ist schlecht und soll unter allen Umständen vermieden werden. Am besten natürlich durch tugendhaftes Verhalten.
Die jungen Schüler Charlie und Thomas gehen auf ein Eliteinternat und beginnen die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen. Wo kommt er her und was macht er mit den Menschen? Dabei stoßen sie auf eine Menge Geheimnisse innerhalb der Gesellschaft, die sie in Gefahr bringen.

Leseeindruck: Die Ausgangssituation hat mir sehr gut gefallen. Rauch, der Verfehlungen anzeigt und somit auch die Innenwelt der Menschen äußerlich sichtbar macht. In dieser Welt kann kaum eine Figur ihre Gedanken für sich behalten.
Schnell wird klar, dass es rund um den Rauch Geheimnisse gibt, die nur eine kleine elitäre Gruppe kennt. Leider liegt für mich genau hier das größte Manko der Geschichte. Mir war nicht immer klar, wer welche Ziele verfolgt, oder was genau die einzelnen Charaktere über den Rauch wissen oder auch, was sie bewirken wollen.

Für meinen Geschmack ist die Geschichte zu sehr verstrickt, wenn nicht sogar verworren. Es gibt einfach zu viele Charaktere, die unterschiedliche Dinge wollen, ohne dass mir die Motive immer ganz klar waren. Daher bin ich leider auch mit keinem der Charaktere so richtig warm geworden. Gerade von Thomas hätte ich mir mehr erwartet. Er hat durch seine familiäre Vorgeschichte mehr zu bieten, als die Geschichte zeigt.

All die kleinen Defizite haben leider dazu geführt, dass ich sehr lange für den Roman gebraucht habe. Immer wieder habe ich Lesepausen eingelegt, da die Handlung nicht recht in Fahrt gekommen ist. Natürlich fällt es dadurch auch wieder schwer, den Überblick über die Figuren zu behalten. Ein wahrer Teufelskreis.

Ich will aber auch nicht den Eindruck erwecken, als würde die Story überhaupt keinen Spaß machen. Das Milieu, rund um die adeligen Kinder, die sich nun auch mit dem einfachen Volk auseinandersetzen müssen, bietet eine Menge Konfliktpotential. Auch die Dreiecksbeziehung zwischen Thomas, Charlie und Livia sorgt genauso für Spannung wie die zahlreichen Verschwörungen und Intrigen.
Die Erzählstruktur hat auch einen Pluspunkt verdient. Die Mehrzahl der Kapitel ist zwar ganz klassisch in der 3. Person verfasst, es gibt aber auch eine Menge Kapitel, die in der 1. Person verfasst sind. Dabei lernt der Leser eine ganze Reihe verschiedenster Nebencharaktere kennen, deren Perspektive hier eingenommen wird.

Fazit: Eine phantastische Geschichte, dir mit unserer Vorstellung von Moral spielt. Der Leser begibt sich auf eine abenteuerliche Reise ins England des 19. Jahrhunderts.
Leider ist die Story an der einen oder anderen Stelle etwas überladen, womit die Gefahr besteht, den Überblick über die Figuren und deren Absichten zu verlieren.
Wer an der Story dran bleibt und seine Sympathien an einen der Charaktere vergeben kann, wird sicher seinen Spaß haben.

Eine große Enttäuschung!

Von: Gedankenvielfalt Datum : 21.07.2017

www.gedanken-vielfalt.blogspot.de

Thomas und Charly sind ganz normale Schüler, die von außen einen sehr gepflegten und liebenswürdigen Eindruck machen, aber die Gedanken der Jungs sind alles andere als harmlos, denn diese werden anhand des Rauchs ans Tageslicht gebracht. Allgemein werden die verschiedensten Gefühle mit unterschiedlichen Rauch dargestellt,dass ist erfrischend anders, aber teilweise auch manchmal verwirrend. Wo wir bei dem Thema verwirrend sind, denn auch die Erzählerperspektive hat es da in sich. Denn hier wechselt man von der dritten Person in die Ich-Perspektive.

Eigentlich gefiel mir die Story, die Handlungen und die nachdenklichen Aspekte außerordentlich gut, aber trotzdem bleibt bei mir ein bitter Nachgeschmack, denn teilweise war es etwas in die Länge gezogen.

Leider wurde ich mit den Hauptcharakteren nicht wirklich warm, zu viele Charaktere erzählten uns was, ich war teilweise echt verwirrt .. Hätte man mich gezeichnet, dann hätte ich sicherlich drei Fragezeichen über den Kopf schweben gehabt.

Der Schreibstil an sich war in Ordnung, es gab tolle Szenen und einige interessante Erzählungen - auch die Grundidee fand ich total gut, aber die Umsetzung war nicht komplett überzeugend.

Mein Fazit:
Ein Buch was mich überhaupt nicht in seinen Bann ziehen konnte. Ich habe mehrere Anläufe benötigt um es überhaupt bis zum Schluss zu lesen. Die Grundidee war frisch und neu, aber die Umsetzung war grauenhaft. Durchsichtige Charaktere, mittelmäßige Spannung, aber eigentlich ein schöner Schreibstil lassen mich noch zwei Sternchen vergeben.

Rezension zu ,,Smoke'' von Dan Vyleta

Von: larissa_jeanette Datum : 20.07.2017

https://www.lovelybooks.de/mitglied/Jeanette_Larissa/

Klappentext:
England, Ende des 19.Jahrhunderts. Eine Welt, in der ein besonderes Phänomen um sich greift: Jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge manifestiert sich als Rauch, der unkontrollierbar dem Körper entweicht. Nur Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, wagen es, die Gesetze des Rauchs zu hinterfragen. Sie stoßen auf ein düsteres Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung und müssen schon bald um ihr Leben fürchten...
meine Meinung:
Das Cover passt richtig gut zur Geschichte und sieht auch mega aus.
Die Geschichte hat mich in den Bann gezogen, aber an einigen Stellen hat sich das Buch gezogen. Die Schrift ist auch ziemlich klein, daher braucht man etwas länger zum lesen. Aber es ist bis zum Ende immer besser geworden. Das Buch lies sich gut lesen und besonders gut hat mir die Ausarbeitung der Charaktere gefallen, besonders die von Thomas und Charlie.
Zusammenfassend war das Buch ein sehr spannender und interessanter Roman.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten in die Geschichte reinzufinden, sind mir die Geschichte und die Charaktere doch ziemlich ans Herz gewachsen. In jedem Kapitel stieg die Spannung immer mehr, bis sich irgendwann alles entlud und man alles herausgefunden hat. Da ich finde, dass man bei diesem Buch mit wenig Vorwissen rangehen sollte, werde ich hier nichts Genaueres über die Handlung sagen. Es war jedoch ein gelungenes Werk, welches soagr ethnische Fragen und Beweggründe auffasst. Ich wurde beim Lesen wirklich mehr als einmal zum Nachdenken angeregt. Zum Schluss kann ich sagen, dass der Schreibstil brilliant ist und dass das Buch einigen Menschen die Augen öffnen könnte. Solltet ihr also ein Buch suchen, bei dem euch die Charaktere sympathisch sind ,ihr über die Handlung nachdenken könnt und das euch bis in den Schlaf verfolgt ( bei mir war es jedenfalls so), dann ist dieses Buch genau das Richtige für euch. 4,5/5��

Einfach mal etwas ganz anderes

Von: World of books and dreams Datum : 28.06.2017

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Wir befinden uns in England zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts, Die beiden Jungen Thomas und Charlie besuchen ein Eliteinternat in der Nähe von London. Doch eines unterscheidet die damalige Welt von der, wie wir sie kannten, denn jeder Mensch, der etwas Unrechtes getan hat, beginnt zu rauchen. Rauch in den unterschiedlichsten Formen verläßt den menschlichen Körper und selbst die Jungen des Internats werden davon nicht verschont. Immer werden sie durch den Lehrer, der für den Rauch verantwortlich ist, nach ihren Taten ausgefragt und mit dem Rauch gebrandmarkt. Doch eines Tages kommen die Beiden hinter ein Geheimnis, denn es war scheinbar nicht immer so, dass die Menschen rauchten und auch nicht jeder wird mit dem Rauch gestraft. Sie beginnen, dem Geheimnis auf die Spur zu gehen und verstricken sich in Geheimnissen und Abenteuer.
Meine Meinung:
Alleine dieser Klappentext lockt mit einer äußerst ungewöhnlichen Geschichten und genau diese habe ich auch mit Smoke erhalten. Zwar muss ich zugeben, dass ich gerade beim Einstieg etwas Zeit benötigte, um richtig in die Geschichte zu finden, doch Dan Vyleta hat hier etwas ganz besonderes geschaffen. Er versetzt den Leser zum einen in eine bekannte Welt, nämlich in das viktorianische England und doch ist hier so viel ungewöhnliches vorzufinden, dass man ständig mehr darüber wissen will. Der Schreibstil ist sehr ausschweifend und voller detaillierter Bilder, so dass es manches Mal langatmig wirken könnte, doch ich habe mich nach einer kurzen Zeit daran gewöhnt und fand es sehr spannend, alles regelrecht vor mir sehen zu können. Personen, Umgebungen, alles wurde lebendig.
Was hier die Spannung durchweg gibt, ist die Frage, was es mit diesem Rauch auf sich hat. Woher kommt dieser? Warum kommt dieser? Wieso wird nie in Frage gestellt, was damit los ist und einfach so von den Menschen akzeptiert? Genau diese Gedanken trieben mich immer weiter in der Geschichte voran, denn die beiden Internatsschüler beginnen ebenfalls genau diese Fragen zu stellen. Wer hier mit dem Gedanken an eine leichte, mysteriöse Geschichte spielt, hat sich jedoch getäuscht, denn dieses Buch beinhaltet sehr viel mehr. Es geht hier mehr um die Fragen: ab wann ist man denn böse? Denn schon kleine Fehlverhalten lösen eine Reaktion im menschlichen Körper aus, die den Rauch hervorbringen und den Menschen regelrecht brandmarken.
Ebenfalls interessant ist hier die Erzählperspektive, denn der Autor wechselt diese mit den Charakteren, die gerade auftreten. So erzählt Thomas die Geschichte in der Ich-Form, während für weitere Charaktere der personelle Erzähler in der dritten Person gewählt wird, aber auch hier wird schonmal gewechselt. Auch dies verlangt von dem Leser immer wieder Konzentration und man muss hier durchaus aufpassen, wer gerade erzählt, denn die Perspektive wechselt schon häufiger eher abrupt.
Die Stimmung im Buch wird schon auf dem Cover perfekt eingefangen, denn die Welt, die hier beschrieben wird, ist äußerst düster. Die Frage nach dem absoluten Ideal ist hier im wieder Vordergründig und doch ist es an manchen Stellen sehr schwer nachzuvollziehen.
Die Charaktere und deren Beschreibungen sind hier äußerst wichtig für die Geschichte, denn so, wie sich die Personen voneinander unterscheiden, unterscheiden sich auch die Entwicklungen des Rauches. Charlie ist ein lieber, gutmütiger Junge, doch selbst bei ihm kommt es immer wieder vor, dass sich Rauch entwickelt, allerdings wesentlich harmloser als bei seinem Freund Thomas. Dieser ist impulsiv, stellt vieles in Frage und geht auch seinen Weg gerne einmal aggressiver, als die Menschen in seiner Umgebung es sich wünschen. So ist auch der Rauch bei Thomas immer wieder extrem und läßt ihn gerne als den Bösen da stehen. Doch wer oder was hier letzten Endes gut oder böse ist, ist gar nicht so klar.
Mein Fazit:
Ein Buch, das sich nicht mal eben nebenbei lesen lässt, sonder dem Leser einiges abverlangt. Grundlegende Themen, wie das auch heute oft vorkommende schwarz oder weiß Denken, ist hier der ausschlaggebende Gedanken des Buches. Trotzdem musste ich nach dem Beenden erst einmal eine Weile sacken lassen, was ich da gelesen habe, denn so einiges fand ich äußerst verwirrend. Doch ich denke oder hoffe, die Botschaft hier verstanden zu haben, denn Dan Vyleta zeigt durch seinen Rauch, dass auch gut gemeintes böse werden kann und umgekehrt. Eine sehr intensive Geschichte, die mir persönlich recht gut gefallen hat, bei der ich aber dem interessierten Leser gerne eine Leseprobe ans Herz legen möchte.

Ein Roman auf höchstem Niveau.

Von: Sonja Netz Datum : 27.06.2017

www.facebook.com/buecherweltundrezirampe

Smoke
Von
Dan Vyleta
Verlag: Carl'sbooks

Ein Roman auf höchstem Niveau.

Worum geht es?
Ende des 19. Jahrhunderts ist es in England so, dass man jede Bosheit, Unaufrichtigkeit oder Lüge an Rauch erkennt der sich manifestiert hat und unkontrolliert aus dem Körper dringt.
Thomas und Charlie zwei Freunde auf einem Internat, in welchem einen der Umgang mit dem Rauch gelehrt wird, entdecken auf einem Ausflug, dass nicht jeder Mensch raucht. Sie hinterfragen die Gesetze des Rauchs und stoßen auf ein Komplott aus Willkür, Macht und Unterdrückung.
Doch schon bald sind ihre Leben nicht mehr wie vorher und sie bangen darum.

Fazit:
Das Cover finde ich sehr schön und passend zur Geschichte gestaltet.
Das Buch beginnt mit Worten die einen innerhalb kürzester Zeit in ihren persönlichen Bann ziehen.
Jedoch, so zumindest meine Meinung, sollte man den Kopf definitiv frei haben beim lesen.
Es lässt sich sehr gut lesen, ist logisch durchdacht und sehr detailliert beschrieben.
Alles in allem ein sehr tolles Buch welches mich gefesselt hat und dabei so tiefgründig ist ...
Einziges was mir nicht gefallen hat und was mich enttäuscht zurücklässt ist das, doch sehr abrupte Ende, welches viel zu kurz ist und mir nur noch mehr Fragen gelassen als beantwortet hat.
Dennoch vergebe ich sehr gute 4 von 5 Sternen.

"Smoke" soll nicht das Herz zum flattern bringen, sondern den Geist - und das hat Dan Vyleta allemal geschafft.

Von: Soleil Datum : 26.06.2017

verlorene-werke.blogspot.de/

Dan Vyleta hat einen von diesen besonderen Page Turnern geschrieben, die zwar auch manchmal ihre Längen haben, insgesamt aber so stark überzeugen können, dass es am Ende schlicht keine Rolle mehr spielt. Er hat allerdings auch keinen sehr einfachen Roman geschrieben, hier wird der Leser mannigfaltig gefordert und sollte sich das vor dem Lesen auch klarmachen.
Natürlich geht es nicht um Rauch, auch wenn dieser von der ersten Seite an die Geschichte durchdringt. Der Rauch ist nur Mittel zum Zweck für diese Erzählung und nichtsdestotrotz ihr Mittelpunkt. Es geht hier nicht um Zeigefinger, um etwas, das "hinter einer Maske" liegt oder Dergleichen. Hier geht es tief und doch wieder nicht - es schadet nicht, eine gewisse Reife für das Buch mitzubringen.
Es ist nicht leicht zu beschreiben, was genau geschieht, denn hinter allem steckt mehr, als es zunächst den Anschein hat. Dabei ist das keine bloße "Reise ins Selbst" der Figuren, die ihre Geschichte gern einmal in der Ich-Form erzählen. Am Ende haben nicht alle gefunden, was sie gesucht haben, sind aber defintiv nicht mehr die gleichen. Thomas und Charlie gehören zwar beide der Oberschicht an, starten ihr eigenes leben jedoch bereits sehr unterschiedlich, was nicht zuletzt an ihrer Familiengeschichte liegt. Besonders Thomas, generell ein leidenschaftlicher Charakter, hadert mit der seinen, denn immer steht die Tat seines Vaters neben ihm und er weiß nicht, ob es seine eigenen Sünden sind, die ihn rußen lassen. Charlie dagegen ist von Natur aus eher ruhig und bedacht, eine gelungene Kombination der beiden Figuren, die zurecht gute Freunde werden. Jene, die besonders engelsgleich leben und daher nicht rauchen, kommen nicht umhin sich zu fragen, was genau ihr Leben zu einem solchen macht. Andere denken weiter, vielleicht ist der Rauch gar nichts Schlechtes und wird nur künstlich dazu stilisiert - aber wenn es etwas ist, das eben alle tun, ob sie wollen oder nicht, was unterscheidet uns dann noch?
In "Smoke" geht es also auch sehr philosophisch zu und es verstecken sich mannigfaltig Metaphern zwischen den einzelnen Sätzen. Wer nicht gelernt hat, zwischen den Zeilen zu lesen, ist hoffnungslos verloren bei einem solchen Werk. Obwohl sich unbestreitbar auch ein paar Längen im Lesefluss ergeben, arbeitet der Autor strikt auf das Ziel, die große Auflösung am Ende hin. Im letzten Drittel zieht er dabei so stark an, dass es fast unmöglich ist, das Buch zur Seite zu legen.
Neben den beiden Jungen gibt es natürlich auch eine weibliche Hauptrolle, die gleichaltrige Livia und einen Bösewicht, ihren Mitschüler Julius. Zusammen ergeben alle ein rundes Bild, welches sich erst nach zahlreichen Seiten zusammenfügt. Dabei reagieren sie aber meist mehr, als dass sie agieren, was jedoch vermutlich vom Autor gewollt wurde. "Smoke" soll nicht das Herz zum flattern bringen, sondern den Geist - und das hat Dan Vyleta allemal geschafft.

Smoke - Jede Sünde ist in Rauch getaucht ...

Von: Bücherhexen - Hexe Anja Datum : 25.06.2017

https://buecherhexenwelt.blogspot.de

Cover
Ich bin ehrlich. Ich habe Smoke alleine wegen des Covers lesen wollen. Es ist düster, geheimnisvoll und irgendwie packend. Als ich das Cover gesehen habe, wusste ich irgendwie sofort dass das Buch spannend sein muss. Und ich hatte recht.

Schreibstil
Dans Schreibstil ist ... anders. Ich will nicht schlecht sagen, weil es das nicht ist. Der Stil ist interessant, aber auf andere Weise. Ich habe länger für das Buch gebraucht, als geplant, weil es anspruchsvoller geschrieben ist, als zuerst vermutet. Es ist aus mehreren Sichten geschrieben, sowohl aus der Erzählersicht, als auch der Ich-Perspektive. Dadurch hat man viel mehr von der Hintergrundhandlung erfahren, ein wenig störend war es dennoch. Nicht immer, konnte man sich sofort in die jeweilige Person hineinversetzen. Trotzdem war es ein Erlebnis dieses Buch zu lesen und es wird einen Ehrenplatz in meinem Regal haben.

Charaktere
Viel kann ich zu den Charakteren nicht sagen. Es waren viele, im Vordergrund jedoch standen natürlich Thomas, Charlie und Livia. Am liebsten mochte ich Thomas, mit seiner wilden, unberechenbaren Art. Aus anderer Sicht war Charlie ebenfalls interessant, er war mir am Anfang jedoch zu brav. Bei Livia war es sogar noch schwerer. Am Anfang mochte ich sie überhaupt nicht und auch jetzt habe ich eher gemischte Gefühle wenn es um sie geht.

Inhalt
Der Inhalt.
Das ist wirklich schwierig zu beschreiben. Neben dem ungewöhnlichen Schreibstil war auch der Inhalt sehr anspruchsvoll. Man hat sofort bemerkt, dass Dan Vyleta sich wirklich viel Mühe mit allem gemacht hat. Die liebe zum Detail und all die Charaktere die auf ihre Weise eine Rolle gespielt haben. Manchmal war ich ein wenig verwirrt und musste den Absatz nochmal lesen, doch es war trotzdem interessant, die Entwicklung der Geschichte zu lesen. Und auch zu lesen, was es mit dem Rauch und ihren Ursprung zu erfahren.
Denn neben dem Cover hat mich auch die Idee hinter dem "Rauch und den Sünden" fasziniert und ich wollte wissen, wie das Buch sich entwickelt. Und auch wenn es nicht zu 100% meins ist ... ist es dennoch richtig gut geworden.

Fazit
Mein Fazi zu diesem Buch?
Ich kann es euch empfehlen. Es ist anspruchsvoll geschrieben und vielleicht auch ein wenig schwer sich dadurch zu kämpfen, aber hinter den komplizierten Sätzen und den detaillierten Abschnitten steckt eine unglaubliche Geschichte. Und diese Geschichte verdient 4 Fledermäuse!

Im Rauch der Gedanken

Von: frischgelesen.de Datum : 21.06.2017

frischgelesen.de

„Stell dir vor, deine dunklen Gedanken könnten sichtbar werden…“

Denn genau darum geht es im Roman „Smoke“ von Dan Vyleta. Am Ende des 19. Jahrhunderts wird England vom Rauch beherrscht. Alle Sünden, Lügen, jede Form von dunklen Gedanken und sämtliche Gewalt schlägt sich in Rauch nieder. Selbst die bösen Träume der Menschen werden dadurch sichtbar. Nichts entgeht dem Rauch.

Die Idee des Autors Dan Vyleta die englische Gesellschaft in düsteren Rauch zu hüllen, fand ich sehr spannend. Beim anfänglichen Lesen hatte ich dann etwas Schwierigkeiten in die Geschichte einzusteigen, denn „Smoke“ von Dan Vyleta ist nicht einfach nur ein Fantasy Roman. Es ist keine leichte Kost, man muss sich darauf einlassen. Es ist eine politische Geschichte, die sich mit der immer wiederkehrenden Frage nach Gut und Böse beschäftigt.

Die Vergangenheit könnte hier ebenso gut unsere Gegenwart sein, oder unsere Zukunft – „Smoke“ von Dan Vyleta

Der Autor Dan Vyleta ist Sohn tschechischer Einwanderer und wurde 1974 in Gelsenkirchen geboren. Er studierte Geschichte in Österreich und England, promovierte am King’s College in Cambridge und hat bereits einige Bücher veröffentlicht. Er sagt in seiner Danksagung, die Idee zu „Smoke“ kam ihm durch ein Zitat von Charles Dickens, dass ihr auch am Anfang des Buches findet. Dan Vyleta ist der Meinung, dass die Geschichte eher zu ihm gekommen ist, als umgekehrt.

Vielleicht ist dies auch der Grund, warum am Ende doch einige Fragen offen bleiben.

Die jungen Adligen eines Elite Internats in Oxford wollen nach einem Ausflug in das vom Rauch beherrschte London, den Dingen auf den Grund gehen. Charlie und Thomas wollen die Ursprünge des Rauches finden und verstricken sich dabei immer mehr in gefährliche Machenschaften der oberen Gesellschaft.
Herrschaft und Macht sind der Antrieb für eine Reihe von unerklärlichen Dingen in „Smoke“ von Dan Vyleta. Durch die beeindruckende Schreibweise des Autors, entstehen beim Leser sehr deutlich die düsteren Bilder der Handlung.

„Smoke“ von Dan Vyleta – Ein gefährlicher Kampf zwischen Liebe, Freundschaft und Hoffnung, der eigentlich auch in die heutige Zeit passt. Der Rauch dient hier als Metapher für die Frage nach Recht und Unrecht.

Das Buch „Smoke“ von Dan Vyleta ist bei carl’s book erscheinen und wie ihr auf den Fotos sehen könnt, ist die Cover Gestaltung schon sehr passend. Das Buch wirkt ein bisschen, als wäre es dem Rauch gerade so entkommen. Mir gefällt das sehr. Auch die Zitate, die am Anfang einiger Kapitel eingefügt sind, haben mir gefallen. Einige stammen von Dickens, aber auch Friedlich Engels kommt zum Thema Arbeiterklasse zu Wort.

Ich denke für manche Textpassagen bin ich vielleicht noch zu jung, um sie richtig zu verstehen und darum werde ich „Smoke“ vielleicht in ein paar Jahren noch einmal lesen. Wenn ihr euch reif genug fühlt und die düsteren Gedanken nicht scheut, dann solltet ihr „Smoke“ von Dan Vyleta lesen.

Ein Buch, das zum Nachdenken einlädt.

Von: Kamami Datum : 20.06.2017

www.kamami.de

Zum Buch:

Zuerst würde ich mich gerne bei Carls Books Bedanken, da sie mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Das Cover war es, dass mich auf diese Buch aufmerksam gemacht hat. Ich bin mit London schnell zu begeistern. Der Klappentext war dazu auch noch sehr interessant und ich habe mein Glück versucht und lieberweise auch das Exemplar bekommen.

Im Buch selbst geht es um Thomas und Charlie, zwei Schüler, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Charlie ein sanft und geduldig ist, scheint Thomas Zukunft als Mörder sicher. Immerhin war sein Vater ein Mörder und die Sünde wird weitervererbt. Sein Rauch ist schwer unter Kontrolle zu bekommen. Ein Schulausflug in London ändert alles. Sie werden nicht nur Zeuge, wie der Rauch die Menschen in der Stadt verändert, sondern auch von einer Hinrichtung. Von der Ansteckungsgefahr, die vom Rauch ausgeht und von dem Unmöglichen.

Gerade diese klare Abgrenzung zwischen den Beiden, der eine als Gute der andere regelrecht als Böser zeigt sehr schön das Schubladendenken einer derartigen Welt.

Im Laufe des Buches erfahren sie einiges über den Rauch und auch über sich selbst. Verbündete werden zu Feinden. Feinde zu Vertrauten und über allem liegt die Kritik an der Politik dieser Zeit, die der in unseren gar nicht so unähnlich ist.

Zum Schluss müssen unsere jungen Protagonisten sich entscheiden. Stimmen sie für eine ungewisse Revolution oder sorgen sie dafür, dass alles bleibt wie es war?

So, mehr kann ich euch leider nicht verraten, aber mal unter uns. Das Buch lohnt sich durchaus.

Fazit:

Sprachmächtig. So wird das Buch beschrieben und ich würde das unterschreiben. Leichte Kost ist anders, denn man merkt, dass der Autor so viel mehr ausdrücken möchte, als die Geschichte im ersten Moment zeigt. Er hat die Atmosphäre in London gut eingefangen, die niederen Klassen, die von den Adeligen regelrecht im Dreck gehalten werden. Die verzweifelte Angst der Jugendlichen vor dem Rauch. Der Wahnsinn der nicht  nur durch den Rauch, sondern auch aus der Angst vor ihm entsteht. Wie weit der Mensch zu gehen bereit ist um als Rein und Unschuldig zu gelten. Mehr als viele andere Bücher regt es zum Nachdenken an, ist aber kein Buch um es zwischendurch einfach „wegzulesen“.

Ich bin froh, dass es seinen Weg zu mir gefunden hat und kann es mit gutem Gewissen weiter empfehlen, für alle, die eben nicht nur oberflächliche Unterhaltung suchen.

Spannende Idee, leider viele Längen

Von: Jashrin Datum : 14.06.2017

nichtohnebuch.blogspot.de/

Charlie und Thomas besuchen im ausgehenden 19. Jahrhundert ein Elite-Internat in England. Hier sollen sie lernen rauchfrei durchs Leben zu gehen, denn durch jede Lüge, jede Verfehlung entweicht dem Körper für alle gut sichtbar Rauch: mal kaum wahrnehmbar, mal unübersehbar, aber immer da. Nur die Oberschicht scheint es geschafft zu haben ein völlig rauchfreies und damit offenbar sündenloses Leben zu führen.

Eher zufällig stoßen Charlie und Thomas darauf, dass die Gesetze und Regeln des Rauchs augenscheinlich doch nicht für alle gelten. Ein großes Netz aus Lügen, Intrigen und Macht zeichnet sich ab und mittendrin stehen die beiden Jungen, die schon bald um ihr Leben fürchten müssen.

Während ich die Beschreibung des Buches noch sehr spannend fand und nach wie vor die Grundidee mag, so hatte ich doch meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Dies lag zum einen daran, dass das Buch
im Präsens geschrieben ist und ich immer eine Weile brauche, bis ich mich daran gewöhnt habe. Gut, bei über 600 Seiten ist der Punkt irgendwann erreicht, dennoch liegt es mir einfach nicht so gut. Darüber hinaus gab es für mich viele Längen. Der Autor bedient sich vieler Metaphern, führt Sachverhalte bis ins kleinste i-Tüpfelchen aus und immer wieder gibt es ausführliche Überlegungen zum Verhalten der Menschen im Allgemeinen und Besonderen. Dabei werden natürlich vor allem Werte wie Gut und Böse hinterfragt und welche Auswirkungen diese haben.

Des Weiteren gab es eine Fülle von Charakteren und Namen, die nicht immer ganz so leicht auseinanderzuhalten waren, auch wenn ich eigentlich mit vielen Namen keinerlei Schwierigkeiten habe. Passend zu den Charakteren wechselte auch immer mal die Perspektive, wobei nicht nur die Person wechselte, der Autor springt auch zwischen der dritten Person und der Ich-Perspektive hin und her.

Die Charaktere an sich sind unterschiedlich stark ausgearbeitet, aber besonders die Hauptfiguren Thomas, Charlie und auch Livia waren sehr vielschichtig und mit großer Sorgfalt entwickelt. Doch ebenso wie der Rauch waren sie dennoch nicht wirklich greifbar für mich, geschweige denn, dass ich mich in jemanden hätte hineinversetzen können.

All das führte dazu, dass ich sehr langsam vorankam und trotz der teils durchaus spannenden Fragen und Entwicklungen keine Probleme hatte, das Buch aus der Hand zu legen.

Sehr gelungen hingegen finde ich die Atmosphäre, die der Autor in seinem Buch erzeugt. Düster, ein wenig bedrohlich und voll starker Emotionen. Diese geheimnisvolle Atmosphäre hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich doch immer wieder weitergelesen habe.

Mein Fazit: „Smoke“ ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen sollte. Es spürt der Frage nach Gut und Böse nach und regt zum Nachdenken an. Leider ist es stellenweise sehr langatmig und den Überblick zu behalten fällt nicht immer leicht. Wen das Buch vom Klappentext her ebenso reizt wie mich, der sollte im Blick behalten, dass es weniger um Fantasy geht, als vielmehr um Gesellschaftskritik und existenzielle Fragen. Wen das nicht schreckt, der sollte mal genauer in das Buch reinblättern, denn trotz meiner vielen Kritik finde ich das Buch dennoch lesenswert.

Tolle Idee - mäßige Umsetzung

Von: BuboBubo Datum : 13.06.2017

bubobuboslesewelt.blogspot.de/

In einem Eliteinternat wachsen Thomas und Charlie Ende des 19. Jahrhunderts in der Nähe von London auf. Dort sollen sie und weitere gut betuchte Jungen lernen, ihre Gefühle und somit dem Rauch zu kontrollieren. Der Rauch offenbart schlechte Gedanken und Sünden und strömt für alle sichtbar aus dem Körper. Im Internat sollen sie lernen besser zu sein als der Rest der Menschen, die gar nicht mehr aufhören können zu rauchen.
Per Zufall entdecken die beiden Freunde, dass es Menschen gibt die keinen Rauch verströmen und wollen dem Mysterium auf den Grund gehen….

Das Cover ist mir direkt ins Auge gesprungen und hat mich neugierig gemacht. Es passt perfekt zu der Thematik und des düsteren viktorianischen Zeitalters. Eine Zeit, der ich als Schauplatz literarisch verfallen bin. Die Geschichte um den Rauch und die Frage was dahinter steckt hat mich gereizt und ich habe zu diesem Buch gegriffen.
Die Handlung plätschert vor sich hin und es ist leider nie wirklich Spannung aufgekommen. Die Ortswechsel kamen mir nicht wie in einer zusammenhängenden sich flüssig lesenden Geschichte vor, sondern wie einzelne Etappen, die der Geschichte Struktur verleiht.
Durch die häufigen Perspektivwechsel habe ich oft nicht gewusst aus wessen Sicht ich lese, da die Überschriften nicht immer eindeutig gezeigt haben, aus welcher Sicht die Geschichte geschildert wird. Ich hätte mir einheitliche Überschiften gewünscht oder hätte die Kapitel unbenannt bevorzugt und nur den Namen des jeweilig erzählenden Charakters gewünscht.
Die beiden Hauptcharaktere Charlie und Thomas sind mir zu Beginn der Geschichte leider etwas zu blass vorgekommen und ich konnte sie nicht eindeutig unterscheiden. Im Laufe der Handlung hat sich dies allerdings gebessert.
Das Tempo der Geschichte war in Ordnung, leider hat das letzte Drittel mich nicht überzeugen können, da es doch sehr schnell zu einem Ende kam und einfach zu viel auf einmal passiert ist, so dass ich einzelne Abschnitte zweimal lesen musste um der Handlung vollständig folgen zu können.
Die Frage, woher der Rauch kommt und was der Autor mir mitteilen möchte blieb für mich offen.
Die Grundidee war gut. Leider hat die Umsetzung mich nicht überzeugen können. 600 Seiten hätten mehr Potential gehabt um eine solche Idee umzusetzen. Dies ist dem Autor meiner Meinung nach nur mäßig gelungen.

Geniale Idee und großes Potenzial, das leider ungenutzt bleibt

Von: Sabrina (sweetlybutton) Datum : 07.06.2017

https://sweetlybutton.wordpress.com/

Beim Durchstöbern des Bloggerportals hat mich vor allem erstmal das Cover von Smoke angesprochen. Alles, das so deutlich mit London verbunden ist, erweckt meine Neugierde und dazu kamen noch die Farben, die Big Ben etwas Mystisches verleihen. Die Zusammenfassung klang neu und originell. Nicht ganz Fantasy, aber mit dem Rauch ein eindeutig mystisches Element, das das Potenzial zu einer starken Metapher hat.

Die ersten Kapitel habe ich schnell in mich aufgesogen. Dan Vyleta hat einen sehr plastischen und lebendigen Schreibstil, den ich auf Anhieb mochte. Die Kapitel wechseln zwischen Er-Perspektive und Ich-Perspektive verschiedenster Charaktere. Auch Randfiguren, die mir als Leser sonst niemals im Gedächtnis geblieben wären, kommen so zu Wort und erweitern die Handlung um neue Ansichten und verleihen damit sonst bedeutungslosen Szenen eine neue Dimension. Ein wenig schade ist dabei nur, dass die verschiedenen Ich-Erzähler keine ganz eigene Stimme, keinen eigenen Erzählstil haben, sondern sich alles gleich liest. Dennoch wurde mir durch diese Episoden in der Ich-Perspektive das Gefühl vermittelt, in den Charakter dieser oder jener Person einen besseren Einblick bekommen zu haben. Außerdem liefert jede Figur ein neues Puzzleteil, um das Rätsel um den Rauch zu lösen. Als Leser war ich so den Protagonisten immer einen Schritt voraus – eine perfekte Illusion von Wissensvorsprung, denn eigentlich war ich keinen Schritt näher daran, das Gesamtbild zu verstehen.

Dies hielt ich zunächst für einen genialen Schachzug, die Spannung des Lesers aufrechtzuerhalten. Nach und nach beschlich mich jedoch das Gefühl, dass es überhaupt kein Gesamtbild zu offenbaren gibt. Es gehört wohl zum Witz und zur Kernaussage des Romans, dass der Rauch, auf dem sämtliche Gesetze und gesellschaftlichen Normen beruhen, eigentlich von niemandem richtig verstanden wird. So weit so gut. Doch leider hatte ich immer mehr das Gefühl, dass Vyleta selbst nicht so ganz wusste, was für eine Welt er sich da ausgedacht hat. Die Offenbarung entscheidender Aspekte des Rauchs bleiben ohne Folgen: so zum Beispiel die Erkenntnis, dass es den Rauch nicht schon immer gab, Bibeln etc. jedoch umgeschrieben wurden, um genau dies zu suggerieren. Vieles, was die von Vyleta entworfene Gesellschaft ausmacht, steht in keinem Zusammenhang zu den Gesetzen des Rauchs und macht daher überhaupt keinen Sinn. Beispielsweise gibt es keinerlei Erklärung dafür, warum die englische Regierung alles Moderne ablehnt und daher unter anderem Elektrizität verbietet.

Ebenso wenig nachvollziehbar waren für mich die Hauptfiguren. Zunächst gefiel mir, wie die Protagonisten Thomas und Charlie angelegt sind. Vor allem Thomas, mit seiner Hintergrundgeschichte und seinen eigenen Ängsten, hätte das Zeug zu einem komplexen und interessanten Charakter. Doch durch die ständig wechselnde Perspektive liegt der Fokus insgesamt vielleicht zu selten auf den Protagonisten, um ihnen die nötige Tiefe durch den gesamten Roman hinweg zu verleihen. Ihre Entwicklung geht in dem ganzen Chaos teilweise etwas unter und wirkte auf mich daher an manchen Stellen etwas abrupt und war nur schwer nachvollziehbar. Vor allem jedoch die Entwicklung ihres Mitschülers und Widersachers Julius nimmt sehr groteske Züge an, die bereits an Übertreibung grenzen. Als wirklich störend während des Lesens habe ich jedoch die unnötigen amourösen Verwicklungen empfunden. Während ich mich sonst immer freue, wenn eine schöne Liebesgeschichte eingeflochten wird, wirkte sie hier einfach nur erzwungen. Zu keinem Zeitpunkt setzen sich die Figuren wirklich mit ihren Gefühlen auseinander, weshalb ich ihren Beziehungen zueinander am Ende nur noch skeptisch gegenüber stand.

Meine Empfehlung:
Die Idee hinter Smoke ist genial und hätte großes Potenzial gehabt, das leider jedoch zum größten Teil ungenutzt bleibt. Überzeugen konnte mich dennoch der Erzählstil, besonders die plastische Sprache und die wechselnde Perspektive. Mir persönlich haben eine aussagekräftige Moral der Handlung und die Logik auf der Metaebene gefehlt. Doch wer einfach nur spannende Unterhaltung mit dem mystischen Element des Rauchs erwartet, könnte an Smoke durchaus seine Freude haben. Aber auch für mich war Smoke keine reine Zeitverschwendung. Als jemand, der sich beim Lesen nicht nur für das Lesevergnügen an sich interessiert, sondern immer auch dafür, wie erzählt wird, welche Idee hinter einem Roman steckt und welche Stoffe verarbeitet werden, habe ich von Dan Vyleta im Negativen, aber auch im Positiven, ein paar Dinge gelernt.

Tolles Fantasybuch, welches zum Nachdenken anregt

Von: Myrcella Datum : 07.06.2017

kaiserinvivien.blogspot.de/

Meine persönliche Meinung


Das Cover:
Die Buchgestaltung ist sehr passend und macht schon anhand des geheimnisvollen Covers auf die Handlung sehr neugierig. Der Rauch der sich durch das Cover zieht wirkt mysteriös und etwas schauerlich, was zu der Thematik des Buches sehr gut gewählt ist.


Die Handlung:
Man befindet sich als Leser im viktorianischen London und erlebt die beiden Jungen Charlie und Thomas in ihrem Internatsleben. Beide bemühen sich, so wenig düstere Gedanken wie nur möglich zu haben und damit wenig Rauch zu produzieren.
Mit dem durchaus sehr spannenden Setting stellte ich mir gleichzeitig die Frage, wie es überhaupt dazu kam, dass Menschen Rauch produzieren, sobald sie einen düsteren Gedanken haben. In der heutigen Zeit, die geprägt ist durch Neid und Egoismus wäre das nahezu unvorstellbar und schrecklich. Leider wird der Leser bis zum Ende hin im Dunkeln gelassen und die Frage wird unbeantwortet bleiben, was für mich persönlich schon eine große Enttäuschung war.

Die Kulisse des düsteren Londons zur viktorianischen Zeit wurde hier von dem bisher mir noch unbekannten Autor sehr authentisch und bilderreich beschrieben. Da ich für diese Zeitepoche sowieso ein großes Faible hege, trat ich dem Buch zunächst auch sehr kritisch entgegen, wurde jedoch durch den tollen Schreibstil und die spannende Handlung vollauf überzeugt.

Manchmal wirkt die Handlung etwas verwirrend, jedoch denke ich, dass dies vom Autor gewollt ist. Man soll sich als Leser schon seine Gedanken machen und die Thematik auf unsere heutige Zeit projizieren. Daher hatte das Buch auch einen ganz speziellen Nachklang bei mir, als ich es beendete.

Die Charaktere sind allesamt recht unterschiedlich, wirken jedoch alle auf ihre Art sehr realistisch und auch sympathisch. Das Buch an sich ist nicht so leicht zu verdauen und regte im Nachhinein zum Nachdenken an. Ich fühlte mich während des Lesens bestens unterhalten und es wurde zu keiner Zeit langweilig.

Da meine Hauptfrage wie schon erwähnt leider unbeantwortet blieb, war das Ende des Buches für mich leider nicht ganz so zufrieden stellend und es blieb ein großes Fragezeichen zurück.

Mein Fazit:
Das Buch bot mir ein großes Potential an Unterhaltung und war für mich definitiv mal etwas Neues im Genre „Fantasy“. Das Ideenreichtum des Autors hat mich hier angenehm überrascht, so dass ich hierfür und für den tollen Schreibstil 4 von 5 möglichen Büchersternchen vergebe.

Viel Rauch um nichts - leider enttäuschend

Von: gefluesterfeuer Datum : 06.06.2017

gefluesterfeuer.blogspot.de/

Allgemeines:
Titel: Smoke
Autor: Dan Vyleta
Verlag: carl's books
ISBN: 978-3-570-58568-9
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 611
Preis: 16,99€ (broschiert)

Inhalt:
England, 19. Jahrhundert. Eine Welt, in der Lügen, schlechte und unangemessene Gedanken, jede Sünde durch aufsteigenden Rauch aus den Poren der Menschen sichtbar wird. Die Gesellschaft ist klar gegliedert: während die Oberschicht ein weitesgehend rauchfreies Leben führt, ist die Unterschicht schwarz vor Ruß. Thomas und Charlie, Schüler eines Eliteinternates, welches die Schüler auf ein rauchfreies Leben vorbereitet, sind skeptisch. Auf einem Schulausflug nach London geraten sie in einen verzwickten, geheimnisvollen Komplott, dessen Ausmaß ihnen noch nicht ganz klar ist. Nun stellt sich ihnen die Frage: Woher kommt der Rauch wirklich?

Meine Meinung:
Diese Rezension zu schreiben, fällt mir ziemlich schwer. Das Buch wartete nicht nur mit einer Dicke von 600 Seiten auf mich, sondern mit einem ebenso langatmigen Schreibstil und Verlauf.
Ich hatte mit einem Fantasy-Roman gerechnet, aber das Buch wurde dem nicht ganz gerecht. Der mysteriöse Rauch war das einzige "Fantasy"-Element, ansonsten war das Buch meiner Meinung nach eher ein gesellschaftskritischer Roman, worin die Metapher im besagten Rauch liegt.
Demzufolge wird auf vielen Seiten die politische Lage beschrieben, gemischt mit Brutalität, Verschwörungen und Freundschaft.
Grundsätzlich gefällt mir die Idee des Buches sehr gut. Jede deiner Sünden sollte als Ruß an deiner Kleidung und deinem Körper hängen bleiben? Das klang sehr spannend und natürlich wollte ich unbedingt wissen, was es damit auf sich hat.
Der Anfang war ganz interessant. Wir befanden uns in einem Eliteinternat, abwechselnd aus der Sicht von Charlie und Thomas, zwei Schülern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es wurde beschrieben, mit welcher Brutalität der Rauch teilweise bezwungen wurde und welche fatalen Ausmaße es hatte, wenn man rauchte. Die ersten 200/300 Seiten waren ganz interessant und es passierten auch einige verwunderliche Dinge. Doch der Höhepunkt, auf den man wartete, blieb aus.
Das Buch begann mich immer mehr zu langweilen.
Vielleicht lag es auch daran, dass die Protagonisten, Charlie, Thomas und Livia, noch ziemlich jung waren und die ganzen Geschehnisse selbst noch gar nicht richtig greifen und verstehen konnten. Das hat sich schon in irgendeiner Form auf den Leser übertragen: Stellenweise hab ich überhaupt nicht mehr durchgesehen.
Der Schreibstil war, wie ich finde, ziemlich anstrengend: sehr langatmig, lange und mitunter verschachtelte Sätze, (zu) detailreich und ausschweifend. Viele Sätze musste ich mehrfach lesen, um alles zu erfassen, was in ihm ausgesagt wurde.
Somit plätscherte die zweite Hälfte des Buches förmlich so vor sich hin und man wartete regelrecht darauf, was denn nun am Ende passiert. Aber auch da wurde ich enttäuscht; auch das Ende konnte mich so gar nicht aus den Socken hauen. Schade.

Alles in allem hatte ich mir von dem Buch mehr erhofft. Der Anfang war nicht schlecht, doch die Spannung baute immer weiter ab. Ich hatte leider keinen Spaß an dem Buch und musste mich ab ungefähr der Hälfte regelrecht zwingen, weiterzulesen. Schade, denn die Idee an sich hat echt Potenzial, doch dieses kam hier leider nicht zum Zug.

Interessante Idee, die mich aber leider nicht fesseln konnte

Von: ZeilenMalerei Datum : 03.06.2017

www.zeilenmalerei.de

Cover:
Nicht nur weil ich London liebe, fiel mir dieses Cover in den Blick. Es wirkt düster und geheimnisvoll und das verspricht auch der Klappentext. Nebulöse Geschehnisse und Geheimnisse, die der Rauch verdecken soll und die hoffentlich mit einer spannende Geschichte einhergehen werden. Ich bin gespannt!

Meine Meinung:
Die Geschehnisse starten Ende des 19. Jahrhunderts und man wird direkt in das damalige Leben eines heranwachsenden Mannes geworfen. Man erhält tiefe Einblicke, wie es damals war und wie man sich als "Mann" zu verhalten hatte. Für mich als Frau aus dem 21. Jahrhundert wirkt dies zunächst natürlich etwas befremdlich. Zudem lese ich nicht oft Bücher die in der Vergangenheit spielen. Dieses hier startet, nicht nur aufgrund des Schreibstils, sehr interessant und man möchte wissen, was in der Welt von "Smoke" geschieht.

Die Idee, die Verfehlungen von Menschen mithilfe des Rauchs sichtbar werden zu lassen, fand ich sehr interessant und war gespannt darauf, was es denn genau mit dem Rauch auf sich hat. Wo kommt er her? Wer ist für ihn vielleicht verantwortlich? Denn schnell kommen einem Theorien in den Kopf, wer einen Vorteil von dieser Art und Weise mit Menschen umzugehen hat.

Trotzdem, oder vielleicht auch wegen der Zeit, in der das Buch spielt und aufgrund des angepassten Schreibstils, wurde die Geschichte für mich ungefähr ab der Hälfte sehr langatmig und konnte mich nicht mehr so fesseln, dass ich es zu Ende lesen konnte.

Fazit:
Eine tolle Idee, ein schöner Schreibstil und doch konnte es mich nicht fesseln. Vielleicht gebe ich ihm später noch einmal eine Chance.

Alles Schall und Rauch ...

Von: Diane Jordan Datum : 31.05.2017

https://booksofloveblog.wordpress.com/

.... und irgendwie auch nicht.... Worte, Antiraucher-Kampagnen, Illusionen und Manipulation des Einzelnen. Ihr wisst nicht wovon ich rede? Meine neue Lektüre „Smoke“ von Dan Vyleta. Nach den ersten Kapiteln raucht mir schon der Schädel von der ungewohnten Lesekost. Der ungetrübte sonstige Lesespass und -fluss will sich nicht wirklich einstellen. Das Buch erinnert mich ein wenig an meine erste Zigarette zu Jugendzeiten. Ich musste damals fürchterlich husten, der Qualm brannte in den Augen und in der Lunge und speiübel war mir danach auch. Tja und nun hat mir das Buch ein wenig das Gehirn vernebelt. Und ich versuche, das Gelesene zu verdauen. Das Cover empfinde ich als sehr ansprechend, ähnlich wie den Klappentext. Da hätte man etwas draus „zaubern“ können, da bin ich mir sicher. Trotzdem hat mich das Buch nicht überzeugt. Die Protagonisten farblos, wie ich nach meiner „ersten Fluppe“, der Plot langatmig. Ebenso fehlte mir ein Spannungsbogen und der logische Aufbau der Handlung. Jetzt könnte ich, wie früher das HB-Männchen, „vor Wut in die Luft gehen“, denn ich bin anderes gewohnt. Und habe viel mehr erwartet, als ein Häufchen Asche und falsche Tugendwächter. Das stinkt zum Himmel, wie das England zu Zeiten der Industrialisierung. Zur Beruhigung suche ich mir jetzt eine „rauchfreie“ Zone und genieße einen eiskalten Eiskaffee. Vielleicht habt ihr mehr Spass an „Smoke“.


Inhalt:
Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre? Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...


Smoke ist ein sprachmächtiger, überbordend einfallsreicher Roman und zugleich eine kluge Parabel, die facettenreich die existenziellen Fragen nach Macht und Moral, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse beleuchtet.

Autor:
Dan Vyleta wurde 1974 als Sohn tschechischer Einwanderer in Gelsenkirchen geboren. Nach dem Abitur studierte er in England und Wien Geschichte und promovierte am King’s College in Cambridge. Für seine Romane hat er bereits mehrere Literaturpreise erhalten. Smoke begeisterte in den USA und in Großbritannien Kritiker und Leser gleichermaßen und erscheint demnächst in 15 Ländern. Nach vielen Jahren in Kanada lebt Dan Vyleta zur Zeit wieder in England.


Fazit: 3 Sterne*** denn die geschriebenen Worte sind in diesem broschierten Taschenbuch wie „Schall und Rauch“ und haben mich leider nicht richtig erreicht. Grins ;-) für diesen Gedanken hätte ich zur damaligen Zeit wahrscheinlich eine riesige Rauch-Attacke ertragen müssen, zum Glück lebe ich im „Hier und Jetzt“!
„Smoke“ ist bei carl´s books erschienen. Der Roman hat 624 Seiten und kostet 16,99 Euro.


Gute Idee, leider nicht ganz so gut umgesetzt

Von: Raffi's Library Datum : 31.05.2017

https://www.youtube.com/channel/UCWY4X49i3Ym5ldoYTLFRk1A

Am Anfang fand ich das Buch wirklich spannend. Leider ließ diese Spannung spätestens nach ca 1/3 des Buches nach. Es war sehr langatmig und man hätte viel von dem was passiert ist gar nicht für die Geschichte gebraucht. Auch der Schreibstil war sehr ausschweifend und der Autor befasste sich mit vielen unwichtigen Details. Hätte man das alles weggelassen, wäre das Buch sicher fast um die Hälfte kürzer, aber dafür besser zu lesen gewesen. Auch das Ende war für mich eher unbefriedigend - ich hätte mir etwas anderes erwartet. Die Grundidee war wirklich gut, aber die Umsetzung ließ zu wünschen übrig, bzw. man hätte viel mehr daraus machen können.
Deswegen leider nur 2,5 Sterne von mir

Düster und verworren

Von: Bianka Datum : 27.05.2017

biankasbuecherblogseite.blogspot.de/

Titel: Smoke
Autor: Dan Vyleta
Verlag: carl´s books
Seiten: 611
Preis: 16,99 [D] (Broschiert)
17,50 [A]
ISBN: 978-3-570-58568-9

Protagonisten:
Thomas ist einer der Hauptfiguren und für mich schwer einschätzbar. Er ist durch seine Vergangenheit, vor allem durch die Taten seines Vater und die darauffolgenden Vorhersagen ihn betreffend, geprägt. Diese Last trägt er das ganze Buch über mit sich herum, wird von Befürchtungen, Ängsten und Selbstzweifeln gequält und glaubt fast bis zum Ende an das "böse" Erbe, das er in sich tragen soll. Teilweise bricht diese Seite aus ihm heraus, entlädt sich in Wutausbrüchen und Gewalt.

Charlie ist im Grunde sein komplettes Gegenteil. Mit seiner ruhigen, sanften und vernünftigen Art versucht er auf Thomas einzugehen, hört ihm zu und hält zu ihm, egal was passiert. Er ist aus einer einflussreichen Familie und besucht genau wie Thomas eine Elite-Schule in Oxford. Dort werden sie getrimmt, "rein" zu sein, nicht zu rauchen, sündenfrei zu werden. Charlie raucht kaum, im Gegensatz zu Thomas, dessen unterschwellige Wut ihn öfters eine Grenze überschreiten lässt.

Livia Naylor ist die Tochter von Lady Catherine Naylor, einer angesehenen Aristokratin und mir anfangs sehr unsympathisch. Sie verhält sich Thomas und Charlie gegenüber kalt und abweisend, verbietet sich zwanghaft jede noch so winzige Sünde und scheint auch zu ihrer Mutter kein gutes Verhältnis zu haben. Im Laufe der Geschichte verändert sie sich, weil sie keine andere Wahl hat. Sie lernt dazu, entwickelt Gefühle für Charlie und verworrener Weise auch für Thomas, was zwischen den dreien aber kaum Gespräch findet.

Lady Catherine Naylor ist eine Adlige wie aus dem Bilderbuch. Zumindest was das Aussehen und ihre Art an der Oberfläche betrifft. Sie ist hochgewachsen, schön, höflich und raucht nie, doch lernt man sie besser kennen, so erkennt man, dass auch sie eine Bürde mit sich trägt. Eine Bürde, die sie befeuert, die Welt zu verändern, die Menschen zu verändern. Skrupellos und doch mit Eleganz geht sie ihrem Traum nach und lässt sich von niemanden abhalten. Ihr Charakter hat mich fasziniert und nachdenklich werden lassen, denn hauptsächlich von ihr erfährt man sehr viel über den Rauch, seine Bedeutung und sein Wirken.

Meine Meinung:
Dieses Buch zu bewerten ist keine leichte Aufgabe. Es konnte mich durchaus in seinen Bann ziehen, fesseln und ich war die gesamte Zeit über fasziniert von der Idee des Rauches als Zeichen von Sünde. Unbedingt wollte ich wissen, was es damit auf sich hat, was dahinter steckt und wie sich alles am Ende auflöst, doch andererseits war es schwierig, sich in die Geschichte einzulesen, zu verstehen, um wen und was es geht, die Vielzahl an Personen zu unterscheiden, ihnen einen Platz in der Handlung zuzuweisen und auch ihre Bedeutung zu erfassen.
Grund daran ist zum Teil Dan Vyletas Schreibstil. Er schreibt mit einer umfassenden Ausführlichkeit, dass es manchmal zu viel wird, nutzt lange Vergleiche, Metaphern und fast schon philosophische Beschreibungen. Interpretationen über Sünde, die Manifestation des Rauches und das Verhalten der Menschen gibt es zu genüge. Im Endeffekt bin ich mir nicht so sicher, alles richtig verstanden zu haben und auch der Gedanke an eine so schmutzige Welt, das Leben darin, ist für mich nicht wirklich greifbar.
Trotzdem schafft Vyleta es durch diesen Stil durchgehend eine Atmosphäre von Düsternis, Geheimnissen und unterdrückten Gefühlen zu schaffen, die mich sehr einnehmen konnte.
Dann ist da noch die Sache mit den wechselnden Perspektiven. Mal liest man die Geschichte aus der Ich-Perspektive einer Person und muss darauf achten, aus wessen Sicht erzählt wird, dann gibt es Kapitel, in denen in der dritten Person berichtet wird und manchmal hat man das Gefühl, alles zu überblicken und doch nichts zu erfahren. Wichtig ist meiner Ansicht nach, dass man sich für dieses Buch viel Zeit nehmen sollte. Manche Sätze lieber zweimal liest und die Gedanken dahinter erfasst. So kommt man besser und tiefer in die Geschichte hinein.
Ich hatte bis zum Ende des Buches keine Ahnung, worauf es hinauslaufen würde, da Informationen dem Leser nur häppchenweise dargelegt werden und der große Zusammenhang bis zum Schluss aufgehoben wurde. Doch selbst dann musste ich mich anstrengen, es zu verstehen.
Alles in allem ist das Buch kein Buch für Zwischendurch und teilweise erfordert es wirklich Kraft, weiterzulesen, doch wenn man sich auf die Geschichte und den Stil einlässt, lässt es einen nicht mehr los.

Düster, geheimnisvoll aber auch sehr verwirrend

Von: Zantalia Datum : 23.05.2017

zantalias-buechertraum.blogspot.de/

Meine Meinung:

Stell dir vor Rauch dringt aus jeder Pore deines Körpers, sogar im Mundraum kannst du ihn schmecken und das nur weil du deinem Gegenüber nicht ehrlich genug warst. Für mich persönlich eine grauenvolle Vorstellung. Überall am Körper schwarz vom Russ zu sein, den Rauch zu schmecken und zu riechen. Da schüttelt es mich regelrecht. Aber genau das war der Grund, warum ich dieses Buch lesen wollte. Ich war neugierig was Dan Vyleta sich hier einfallen hat lassen.
Zunächst war ich sehr begeistert. Die Geschichte beginnt spannend in einem Elite-Internat in dem Schüler leben, die dazu erzogen werden "rein" zu bleiben. Auch die Folgenden Ereignisse gefielen mir. Aber dann wurde es sehr verwirrend und ich blickte einfach nicht mehr durch. Auch empfand ich nach einiger Zeit den "Rauch" als sehr abstoßend, sowie die Konsequenzen, die die Kinder dadurch erhielten. Die Geschichte entwickelte sich in eine Richtung, die mir weniger gefiel.
Thomas, einer der Protagonisten aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, ist ein sehr eigener Charakter. Er ist schwer einzuschätzen. In seiner Vergangenheit hatte Thomas einiges miterleben müssen, was ihn sehr geprägt hat. Dementsprechend verhält er sich auch sehr eigen. Persönlich mochte ich Thomas nicht, er war mir einen Tick zu besonders und zu durchtrieben von Ängsten bzw. Befürchtungen.
Charlie, der zweite Protagonist aus dessen Sicht durch Wechsel der Perspektive die Geschichte erzählt wird, war mir anfangs sehr sympathisch. Es verhielt sich wie ein "normaler" Jugendlicher. Dies gefiel mir. Doch dieser Charakter entwickelte sich in eine Richtung, die mir nach einiger Zeit nicht mehr zusagte. Er entfremdete sich von seinen eigenen Charakterzügen, die er anfangs zeigte.
Der Schreibstil des Autors ist anspruchsvoll. Bei diesem Buch handelt es sich nicht um eine leichte Lektüre für zwischendurch. Wenn man dieses Werk lesen möchte, sollte man sich Zeit dafür nehmen und am besten nebenbei Notizen für sich selbst schreiben. Dadurch, dass der Schreibstil anspruchsvoller ist entsteht ein gewisser Flair, der einen in die dunkle Welt des Smokes zieht und dem Jahrhundert, in dem die Geschichte spielt, gerecht ist.
Das Cover des Buches ist schlicht gehalten, was zur damaligen Zeit sehr gut passt. Der Titel ist klar erkennbar und in einer schönen Schriftart geschrieben.

Fazit:

Das Buch beginnt düster, geheimnisvoll und durchaus sehr spannend. Die ersten Kapitel haben mir sehr gefallen, aber dann änderte sich der Verlauf der Geschichte in eine Richtung, die mir weniger zusagte. Mit den beiden Protagonisten Thomas und Charlie konnte ich wenig anfangen, wobei mir Charlie am Anfang durchaus sympathisch war. Der Schreibstil des Autors ist anspruchsvoll und passt zur Geschichte, vor allem zu dem Jahrhundert, in dem die Story spielt. Zusammen gefasst kann ich schreiben, dass ich persönlich eine etwas andere Geschichte erwartet hatte. Auch am Ende des Buches stehe ich noch vor vielen unbeantworteten Fragen, die mich zusätzlich verwirrten. Meiner Information nach soll es eine Fortsetzung der Geschichte geben, diese werde ich jedoch nicht mehr lesen.

Wenn Sünde sichtbar wird...

Von: Plimaus.buechetraume Datum : 20.05.2017

bookishdreamland.blogspot.de/

Der Plot ist zwar ein wenig schockierend, weil er dem Leser die Bosheit der Menschen vor Augen führt, ist aber gleichzeitig erfrischend anders. Mehrer Plottwist halten sowohl die Geschichte, als auch die Spannung am Leben. Der Schreibstil ist großartig. Dadurch, dass das Buch im Präsens geschrieben ist und meist auf einen allwissenden Erzähler zurückgreift, vermittelt es den Eindruck, dass man direkt neben Thomas und Charlie steht. Perspektivenwechsel erleichtern es, die Charaktere zu verstehen, auch wenn sie am Anfang ein wenig verwirrend sind.

Die `Charaktere sind sehr sympathisch, auch wenn Thomas mit seinen "Das-Mörder-sein-liegt-mir-im-Blut-Gejammer" schon ein kleines bisschen nervt. Den Rest der Zeit ist er allerdings ein stiller, etwas aufbrausender Junge, der zwar viel raucht, aber für seine Freunde durchs Feuer gehen würde.

Charlie ist sein komplettes Gegenteil. Er ist ruhig und sanft, hält aber genau wie Thomas zu seinen Freunden, steht trotz dessen Fehlern zu Thomas und beruhigt ihn, soweit er kann.

Livia ist in der ersten Hälfte des Buches alles andere als sympathisch. Sie ist kalt und abweisend, verbietet sich selbst jede noch so kleine Sünde und behandelt Thomas und Charlie wie Parasiten. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich allerdings zu einem freundlichen, offenen Mädchen.

Die Geschichte spielt in London gegen Ende des 19. Jahrhunderts, also zur Zeit der Industrialisierung. Dieses Zeitalter ist geschickt gewählt, es steht schließlich für den Fortschritt der Wissenschaften, die sich in Smoke auch mit dem Rauch und seiner Entstehung beschäftigen.

Düstere Stimmung

Von: Zeilenspringerin Datum : 18.05.2017

zeilen-springerin.blogspot.de/

Der Einstieg in die Geschichte ist mir nicht so leicht gefallen. Die Welt des Rauches ist sehr komplex und nur nach und nach erfährt der Leser in kleinen Häppchen, wie der Rauch funktioniert. So tappte ich lange im Dunkeln, was es mit dem Rauch auf sich hat.
Der Schreibstil ist flüssig, aber teilweise auch sehr ausufernd. Dan Vyleta verliert sich manchmal etwas zu sehr in Beschreibungen und hemmt so den Lesefluss. Allerdings wird eine sehr düstere, authentische Stimmung geschaffen, die mir gut gefallen hat. Schnell wird klar, dass die Welt des Rauches nicht gerade rosig ist und die Menschen es dort sehr schwer haben.
Erzählt wird größtenteils aus der Sicht von Thomas und Charlie, doch es gibt auch vereinzelt Szenen aus der Sicht von z.B. Dozenten am Internat der Jungs, die weitere Sichtweisen vermitteln und so noch bestehende Verständnislücken schließen.
Die Protagonisten der Geschichte sind sehr unterschiedlich, was eine interessante Dynamik erzeugt. Jeder Charakter hat seine Eigenarten und handelt aufgrund unterschiedlicher Beweggründe. Dies fand ich sehr spannend, da man die Handlungen der Personen nur schwer vorausahnen konnte und man so regelmäßig überrascht wurde.
Doch auch die anderen Charaktere im buch fand ich spannend, da sie sehr vielseitig, aber authentisch sind. Da allerdings sehr viele Figuren vorkommen, muss man sich definitiv beim Lesen konzentrieren, um nicht der Überblick zu verlieren.
Leider hat die Geschichte in meinen Augen zu lange gebraucht um richtig Fahrt aufzunehmen, so dass ich erst etwas nach 200 Seiten gefesselt von der Geschichte war. Ab dann fand ich es aber sehr spannend und wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht und welche Geheimnisse hinter dem Rauch und seiner Entstehung stecken.
Das Ende hat mich nicht vollkommen zufrieden gestellt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, es würde noch etwas entscheidendes fehlen, doch ich vermute, dass dies genau so vom Autor gewollt ist, da man sich weitere Gedanken über die essentiellen Themen von "Smoke" machen soll.
Fazit:
Auch wenn ich die Grundthematik von "Smoke" sehr interessant fand, konnte mich das Buch nicht vollkommen überzeugen. Die Atmosphäre und die Charaktere sind facettenreich und spannend, allerdings plätschert die Geschichte lange Zeit nur so dahin, was den Lesefluss einschränkt.

starker Anfang, verliert jedoch den roten Faden ab der Hälfte

Von: Buchfeeteam Datum : 14.05.2017

www.buchfeeteam.blogspot.de

Inhalt
In der Nähe von London. Abgeschnitten vom Rest der Welt, ist der ideologische und technologische Fortschritt im späten 18. Jahrhundert verpönt. Die Menschen leben dort noch wie vor 100 Jahren – ohne Telefon, ohne elektrisches Licht.
In dieser Welt gehen Thomas, der Sohn eines verurteilten Mörders, und Charlie, Sohn eines reichen Industriemagnaten, zusammen auf ein Jungeninternat.
Dort bringt man Ihnen bei, Gentlemen zu sein – und Gentlemen rauchen nicht. Hier ist allerdings der Rauch gemeint, der allen Menschen entströmt, sobald sie eine Sünde begehen, etwas Schlechtes auch nur denken – und desto schlechter die Gedanken und Taten, desto widerlicher der Rauch.
Man übt sich also darin, möglichst wenig zu rauchen. Doch als Charlie und Thomas in den Ferien die Familie eines Jungen besuchen, erfahren sie eine unglaubliche Wahrheit, die ihre Welt und ihr Weltbild auf den Kopf stellt.
Fortan ist der Rauch für sie nicht mehr gottgegeben – denn sie treffen eine Gruppe von Menschen, die den Rauch erforschen und der Meinung sind, das man ihn beherrschen kann.
Unversehens werden sie in eine Verschwörung verstrickt, die sie nicht überschauen können, und bringen sich damit in tödliche Gefahr.

Beurteilung
Ich habe sehr kontroverse Meinungen zu diesem Buch gehört und war deshalb sehr gespannt, da mich persönlich der Klappentext des Buchs sehr angesprochen hat.
Eine faszinierende Idee. Zuerst fragt man sich, wie das rein physiologisch möglich sein soll – Sünde soll durch Rauch, der aus dem Körper kommt, in verschiedenen Konsistenzen und Farben, angezeigt werden. Obwohl es erst einmal wie eine hanebüchene Idee erscheint – was haben die Mediziner noch vor wenigen 100 Jahren über die Vorgänge im menschlichen Körper gedacht?
Aus einer Sicht von vor fast 200 Jahren betrachtet, erscheint das Rauchen durchaus möglich zu sein.Mit diesem Blickwinkel sollte man auch an dieses Buch herangehen.
Der Schreibstil ist nicht ganz einfach zu lesen – die Ausdrucksweise ist etwas altmodisch und gestelzt, passt aber absolut zur Geschichte und gibt die Atmosphäre der steifen englischen Gesellschaft perfekt wieder. Es ist trotzdem sehr gut geschrieben und gut zu lesen, doch man fliegt nicht so leicht darüber hinweg wie in manch anderem Roman und muss sich schon konzentrieren beim Lesen.
Für mich schwierig waren auch teilweise die Wechsel der Blickwinkel zwischen den handelnden Personen – manchmal wurde ein kürzeres Zwischenkapitel aus der Sicht einer Nebenfigur geschrieben, um Lücken in der Handlung, die die Protagonisten nicht selbst erlebt haben, auszufüllen. Nicht immer wird sofort deutlich, wer jetzt gerade erzählt – es wird aber immer beim bewussten Lesen klar, wer spricht.
Zu den Personen: Die Jungen Thomas und Charlie und die junge Olivia Naylor sind die 3 Hauptprotagonisten in der Handlung. Sie sind sehr gut beschrieben, allerdings finde ich alle drei ein wenig naiv und beschränkt in ihrer Weltanschauung, jeden auf seine Weise. Vor allem Livia ist unglaublich anstrengend, auch wenn sie im Laufe der Geschichte die deutlichste Wandlung durchmacht.
Wie oben schon beschrieben geht es in dem Buch darum, dass das Thema Rauch in Frage gestellt wird. Leider muss ich sagen, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, das der Autor irgendwo bei der Hälfte nicht mehr so recht wusste, wie es eigentlich weitergehen soll.
Nachdem ich, trotz der ungewöhnlichen Ausdrucksweise des Autors, die erste Hälfte des Buchs total fesselnd und spannend fand, hat mich die zweite Hälfte ziemlich angestrengt.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich die Gründe und Ziele der oben genannten „Verschwörer“, man könnte auch Wissenschaftler oder Rebellen sagen, nicht mehr wirklich nachvollziehen konnte und auch den physikalischen Erklärungen des Phänomens Rauch nicht mehr folgen konnte. Irgendwie fand ich das alles nicht mehr zusammenhängend und schlüssig dargestellt und hatte auch keine Lust mehr alles 4 mal zu lesen oder rauszuschreiben in der Hoffung, da doch noch den Durchblick zu behalten.
Zum Schluss hatte ich zwar den Sinn und Zweck im Kern verstanden – glaube ich – aber der Weg und die Mittel dorthin haben sich mir trotzdem nicht erschlossen.
Dadurch fällt meine Bewertung für das Buch, das so vielversprechend angefangen hat, deutlich schlechter aus als anfangs gedacht.
Mein Fazit: Sehr interessante und ungewöhnliche Idee die dennoch fesselnd umgesetzt wurde, jedoch verlor sich der rote Faden ungefähr bei der Hälfte der ca. 600 Seiten und es wurde etwas konfus und schwer nachzuvollziehen. Daher kann ich Smoke leider nur 3 von 5 Sternen geben.

Interessantes Konzept!

Von: RainReads Datum : 12.05.2017

https://rainreads.wordpress.com/

Das Konzept des Rauchs und der Gesellschaftsordnung die dahinter steht, finde ich sehr interessant. Auch dass Dan Vyleta durch Charles Dickens auf die Idee gebracht wurde, diese Geschichte zu erzählen, finde ich super. Dem Buch ist ein Zitat aus Dickens‘ Dombey & Sohn vorangestellt, aus dem sich die Idee herauskristallisiert. So richtig habe ich das Zitat allerdings erst, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte.

Eigentlich hatte ich gerade vor, „die Geschichte an sich ist nichts wirklich Neues“ zu schreiben, aber dann musste ich mich selbst korrigieren: Ja, der Rahmen (zwei Jungs kämpfen um das gleiche Mädchen, versuchen die Welt zu retten, in der sie leben und decken allerhand Geheimnisse auf) ist bekannt. Das Setting macht es allerdings noch einmal zu etwas ganz anderem.
Nicht ganz Steampunk (Elektrizität ist nicht bekannt und raffinierte Gerätschaften finden sich auch nicht), trotzdem ließ mich die Atmosphäre an dieses Genre denken. Alles ist irgendwie düster und mysteriös, geheime Machenschaften und einzigartige Charaktere treten auf den Plan.

Bis zum Schluss weiß man nicht so recht, wohin die Geschichte eigentlich führen soll. Ja, zwischendrin hatte die Handlung mal einen Hänger und die Handlung schien ein wenig wie ein Hin und Her, aber gegen Ende hat sie sich dann wieder gefangen.
Zu den Hauptcharakteren hätte ich mir ein wenig mehr Bindung gewünscht, aber trotz allem gewinnt man sie doch lieb und hofft das Beste für sie.

Rauch zu Ruß

Von: Chelly the Glubsch Datum : 11.05.2017

https://chelly-the-glubsch.blogspot.de/

Das Cover gefällt mir sehr gut. Abgebildet ist London, eingehüllt in Rauch - was einen direkt auf die Geschichte einstimmt und eine etwas düstere Atmosphäre schafft.

Im Buch geht es um Thomas und Charlie, die die Sommerferien bei Lady Naylor verbringen. Während Charlie sich mit Livia, der Tochter von Lady Naylor, anfreundet wird Thomas von Lady Naylor über den Rauch unterricht. Dadurch erfahren beide Details über den Rauch, die sie an den Lehren ihrer Schule zweifeln lassen. Doch plötzlich hat es jemand auf sie abgesehn und sie müssen sich entscheiden auf welcher Seite sie stehen wollen und wie sie zum Rauch stehen.

>Ist der Rauch das Böse? Oder der Mensch hinter dem Rauch?<

Mein Lieblingscharakter war Livia. Ich finde sie macht im Verlauf der Geschichte die größte Entwicklung und wächst mehr als einmal über ihre Grenzen hinaus.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen und ist gelungen umgesetzt. Die Idee, dass ein Mensch bei einer Lüge oder bei boshaften Gedanken anfängt zu Rauchen finde ich sehr spannend und regt zum Nachdenken an. Je tiefer man in die Geschichte eintaucht, je mehr erfährt man über den Rauch. Denn woher kommt der Rauch? Gab es ihn schon immer? So viele Fragen die es herrauszufinden gibt.
Als sich am Schluss die Ereignisse überschlagen kam ich leider nicht mehr ganz mit. Etwas überrascht war ich davon, wie es zwischen Thomas, Charlie und Livia weitergeht - zwar nicht unbedingt schlecht aber doch unerwartet.

Eine wundervolle Idee, spannend umgesetzt.

Spannender Auftakt, leider verliert es sich gegen Ende

Von: Sarah Rawrpunx Datum : 11.05.2017

rawrpunx.blogspot.co.at

Wie sähe eine Welt aus, in der jede Sünde, jeder dunkle Gedanke sichtbar wäre?







Smoke entführt den Leser in ein England vor hundert Jahren, in dem jede Verfehlung mit Rauch bestraft wird, der dem Körper entweicht. Auch Thomas und Charlie, Schüler eines Elite-Internats, werden immer wieder durch Rauch-Attacken gebrandmarkt, wenn sie den strengen Schulregeln nicht genügen. Doch dann finden sie – fast zufällig – heraus, dass die Gesetze des Rauchs längst nicht für alle gelten. Wieso gibt es böse Menschen, die nicht von Ruß befleckt sind? Und welche Rolle spielt der Rauch bei den sozialen und politischen Umbrüchen ihrer Zeit? Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich die Freunde auf eine dramatische Reise voller riskanter Abenteuer und düsterer Intrigen und rufen damit schon bald mächtige Feinde auf den Plan ...


Die Inhaltsangabe klang spannend und versprach eine interessante Geschichte mit einem vielversprechenden Hintergrund. Teilweise stimmt das auch, aber völlig überzeugen konnte mich Smoke dann doch nicht.

Die Geschichte fängt einem zu Beginn sofort ein. Thomas ist Schüler an einem Elite Internat, genau wie sein bester Freund Charlie, gemeinsam wollen sie herausfinden was genau es mit dem Rauch auf sich hat.

Der Rauch ist schon immer eine Begleiterscheinung des Bösen gewesen. Von Geburt an ist man schuldig und muss sich quasi von seinen Sünden reinwaschen. Schlechte Gedanken, Eigenschaften, Taten - einfach alles, löst den Rauch aus. Dieser unterscheidet sich von Farbe und Dauer. Aber sichtbar ist er immer.

Allerdings fällt Thomas auf, dass nicht alle bösen Menschen zu Rauchen beginnen und er fängt erstmals an Dinge zu hinterfragen.

Da sich die Geschichte im viktorianischen England abspielt, ist die Ausdrucksweise natürlich an diese Zeit angepasst. Der Autor schreibt allerdings so bildlich, dass man ohne Probleme sofort in die Geschichte eintaucht und richtig das atmosphärisch düstere London vor Augen hat. Der Autor wechselt auch die Perspektiven, was eindeutig das Facettenreiche nochmal hervorhebt.

Die große Frage, woher der Rauch kommt, ist allgegenwärtig und hat mich auch fasziniert. Aber leider wurde genau dieses Rätsel dann eher durch Halbwissen gelöst. Generell war ich vom Ende sehr enttäuscht und es blieben wichtige Fragen offen. Das Ende wurde ja bewusst vom Autor so geschrieben, dass man sich Gedanken darüber machen sollte. Die Botschaft bzw die Moral von der Geschichte war eindeutig. Versteh ich, aber mir fehlte dieses Abschließende einfach. Als Leser wird man in der Luft hängen gelassen, was bei diesem tollen Auftakt sehr schade ist. Daher wurde ich auch nicht restlos überzeugt, leider.