Leserstimmen zu
Eine Liebe ohne Winter

Carrie Hope Fletcher

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Das Leben nach dem Tod stellt sich wohl jeder Mensch anders vor, manche glauben an einen Himmel für alle, andere fürchten die ewige Verdammnis oder das große Nichts. Carrie Hope Fletcher präsentiert, eingepackt in eine schöne Liebesgeschichte, ihre ganz eigene Version des Jenseits in ihrem neuen Roman Eine Liebe ohne Winter. Der Roman erscheint heute (12.2.2018) beim Diana-Verlag auf Deutsch und dank dem Bloggerportal durfte ich diese Geschichte schon vorab genießen. Evie Snow erwartet nach ihrem Ableben eine unerwartete und ungewöhnliche Situation. Auch wenn ihr Leben sie bereits verlassen hat, sind noch nicht all ihre Angelegenheiten geklärt und bevor sie in den Himmel kann, muss sie erst ihre Seele erleichtern. Und so macht sich Evie auf den Weg zurück und versucht, ihre Seele zu erleichtern, indem sie ihren Liebsten hilft. Allen voran die Liebe ihres Lebens: Vincent Winter. Nicht ganz Wasser ich erwartet hatte, trifft es als Fazit nach der Lektüre vermutlich am besten. Wobei das nicht unbedingt etwas negatives ist, wie ich betonen möchte. Das Buch hat mich wegen seines schönen Covers förmlich angesprungen und nachdem ich den Klappentext überflogen hatte, habe ich das Buch auch gleich angefordert. Dass es Sicht hier jedoch nicht um eine klassische Liebesgeschichte handelt, ist mir erst beim lesen bewusst geworden. Wie ich oben schon verrate, hat dieses Buch eine übernatürliche Ader. Da die Geschichte im Geisterreich beginnt, stellt man sich gleich auf einen gewissen Grad des Übernatürlichen ein, ich persönlich würde im Verlauf aber trotzdem überrascht, da mehr „Magie“ vorkam, als ich erwartet hätte. Und als vielleicht notwendig gewesen wäre. Aber im Grunde ist es eine herzerweichend schöne Liebesgeschichte, die von einer starken Frau erzählt, die das Glück anderer über das eigene stellt. Es gibt eine Vielzahl an Charakteren – sympathische wie unsympathische – und die Chemie der Hauptcharaktere stimmt auf jeden Fall. Evie ist durch und durch liebenswert, genau einiger Partner und Kinder. Jedoch ist der ein oder andere Charakter leider etwas flach geraten. Einfach etwas zu sehr Klischee und Stereotyp. Grundsätzlich nicht weiter schlimm, aber einfach schade. Das Erzähltempo hingegen habe ich als sehr angenehm empfunden und die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sind klug gesetzt. Alles in allem wird ein stimmiges Bild vermittelt, wenn ab und an auch der Spannungsbogen etwas fehlt. Dass der Verlauf der Geschichte in gewisser Weise vorhersehbar ist, ist klar, da man ja von Anfang an weiß, dass Evie tot ist. Allerdings hätte ich das Ende trotz dieses Umstandes so nicht kommen sehen. Das spricht auf jeden Fall für Fletchers Roman. Am Ende kann ich nur jeden einladen, sich selbst einen Eindruck von dieser Geschichte zu machen. Denn ein paar schöne Lesestunden bietet sie auf alle Fälle und die klassische Liebesgeschichte wird hier doch auf eine etwas unorthodoxe Weise erzählt.

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