Leserstimmen zu
Stockholm Secrets

Hanna Lindberg

Ein Fall für Solveig Berg (1)

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Solveig Berg, eine aufstrebende schwedische Journalistin, ist durch einen Fehler in einem ihrer Artikel wieder ganz unten angekommen, ihr bisher erarbeiteter Status in der Medienwelt hat sich in Wohlgefallen aufgelöst. Sie beschließt, auf eigene Faust wieder an alte Erfolge anzuknüpfen und beginnt, einen eigenen Internet-Blog über die Stockholmer High Society zu schreiben. Doch als eine junge Frau tot in einem Hafenbecken aufgefunden wird, ist Solveigs Spürsinn geweckt... Skandinavische Krimis haben ja hierzulande ihren festen Ruf: Düster, melancholisch und mit einem recht verstörten Kommissar. Hanna Lindberg könnte wegen ihres Namens und dem Titel ihres Erstlings „Stockholm Secrets“ also durchaus Assoziationen wecken, die sich nicht mit ihrem sehr modernen und kantigen Roman in Einklang bringen lassen. Hauptfigur Solveig ist eine ziemlich toughe Frau, mutig und selbstbewusst, was dann auch die Stimmung des Romans beeinflusst und die Richtung vorgibt. Und auch das Umfeld ist die glitzernde Modewelt – was den Mord nur umso schockierender macht. Immer tiefer taucht man mit Solveig in die finsteren Geheimnisse ein und lernt dabei eine ganz neue Seite der sonst so heilen Welt kennen. Das geschieht sehr temporeich und mit vielen Wendungen, dazu auch vielen Cliffhangern am Ende der Kapitel. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und punktiert, die Charaktere einprägsam und markant. Mir gefällt, wie sich die Handlung immer weiter konzentriert und langsam an die Essenz des Falles dringt, wie kleine Umwege geschlagen werden, die den Leser dann doch weiter zum Ziel führen. Das Finale ist dann so packend und dramatisch geschrieben, der Fall wird in sich logisch aufgelöst, und fast ist man ein wenig wehmütig, dass das Buch nach kurzweiligen 400 Seiten schon wieder vorbei ist. Der erste Fall von Solveig Verg hat mich voll gepackt, die wendungsreiche und spannende Story hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Fernab von den melancholisch anmutenden Kollegen verfasst sie ihren „Schwedenkrimi“ äußerst modern und lebendig, aber nicht minder trickreich oder durchdacht. Ein sehr starkes Debut, dass auf viele weitere Fälle für die Journalistin hoffen lässt.

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Rasant und modern gestaltet sich der Auftakt einer neuen Thriller-Serie aus Schweden. Mit "Stockholm Secrets" hat Hanna Lindberg einen vielversprechenden Debut-Roman veröffentlicht. Die Story: Mit einem schwerwiegenden Fehler hat sich die Journalistin Solveig Berg ins berufliche Aus katapultiert. Nun versucht sie mit ihrem Blog "Sthlm Secrets" in die Medienwelt zurückzukehren. Als das bekannte Modell Jennifer Leone nach einer wilden Clubnacht tot aus dem Hafenbecken geborgen wird, wittert Solveig ihre große Story und heftet sich an die Fersen von Lennie Lee, dem Herausgeber des einst legendären "Glam Magazine", mit dem Jennifer ein Verhältnis hatte. Schnell erkennt sie, welche Abgründe sich hinter der glänzenden Fassade von Stockholms Glamourwelt auftun und gerät im Laufe ihrer Recherchen in einen gefährlichen Sog... Die Autorin: Hanna Lindberg kennt sich bestens aus in der Medienwelt. Sie ist selbst Journalistin und arbeitet nach Stationen bei "Aftonbladet" und "Metro" für Bonnier Magazines, eines der führenden Medienhäuser Schwedens. Während den Recherchen zur einer TV-Dokumentation über die Glamour-Industrie kam ihr die Idee, die Intrigen und Ränkespiele dieser Welt des schönen Scheins in einem Thriller zu verarbeiten. Aktuell arbeitet Hanna Lindberg am nächsten Fall für Solveig Berg, der die Protagonistin hinter die Fassaden der Stockholmer Luxusrestaurants blicken läßt. Mein Leseerlebnis: Zwar hat Hanna Lindberg mit Solveig Berg eine sehr kantige Heldin erschaffen, an deren Auftreten ich mich im Laufe der Story erst mal gewöhnen musste, dennoch fühlte ich mich von der Autorin gleich doppelt gut bedient: Nicht nur mit einem packenden Thriller voller überraschender Wendungen, sondern auch mit einer fesselnden Milieu-Studie, die einen detailreichen Einblick in die gleichermaßen faszinierende wie abstoßende Welt des Glamours gibt. Ich hoffe Hanna Lindberg bleibt ihrem Stil treu und freue mich schon auf die nächsten Abenteuer Solveig Bergs in Stockholms Nobel-Gastronomie. Mein Fazit: **** 4 Sterne für Stockholm Secrets, dessen Cover der deutschen Ausgabe überaus gelungen ist und meines Erachtens deutlich atmosphärischer als das der schwedischen Originalausgabe.

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„Stockholm Secrets“, ist der erste Kriminalroman der schwedischen Journalistin Hanna Lindberg und 2017 auf Deutsch im Goldmann-Verlag erschienen. Momentan schreibt die Autorin bereits an der Fortsetzung. Worum geht es? Hauptprotagonistin der Handlung ist die junge, ehrgeizige Jounalistin Solveig Berg. Ihre anfangs vielversprechende Karriere hat sich nach einer äußerst umstrittenen Veröffentlichung in einen Alptraum verwandelt. Ihren Job hat sie verloren, niemand möchte mehr mit ihr zusammenarbeiten. Während sie sich ihren Lebensunterhalt durch Kellnern verdient, schreibt sie für ihren neu ins Leben gerufenen Blog – allerdings recht erfolglos. Zufällig gerät Solveig durch die Begegnung mit dem Fotografen und Herausgeber Lennie Lee in die auf den ersten Blick schillernde Welt der Models, von Geld, Ruhm, Macht und schönem Schein. Solveig wittert die Chance auf einen Neuanfang und beginnt mit der Recherche für einen Artikel, der sie an alte Erfolge anknüpfen lassen soll. Doch hinter der Glitzerfassade lauern Abgründe und Gefahren, mit denen sie niemals gerechnet hätte. Die sie und andere in Lebensgefahr bringen... Auf „Stockholm Secrets“ neugierig gemacht hat mich neben meiner großen Affinität zu skandinavischer Krimiliteratur und dem vielversprechenden Klappentext vor allem das sehr schön gestaltete Cover. Ich finde es sehr stimmig und ansprechend. Ein echter Eyecatcher. Das erste Adjektiv, dass mir beim Lesen des Buches in den Sinn kam, war – warum auch immer – edgy. Ein Jugendwort, das aufgrund meines fortgeschrittenen Alters eigentlich nicht zu meinem Sprachgebrauch gehört und das ich irgendwann mal in irgendeiner Fernsehshow aufgeschnappt hatte. Unkonventionell, eigen, am Puls der Zeit sein – das in etwa bedeutet edgy für mich. Und das trifft auf dieses Buch meiner Meinung nach durchaus zu. Nicht nur der Schreibstil von Hanna Lindberg ist sehr jung und zeitgemäß, auch ihre Charaktere sind stark, hip und selbstbewusst. Diese agieren in einer Geschichte, die sehr schnell Spannung und Fahrt aufnimmt und bis zum Ende des Buches hält. Immer neue Wendungen in den gut zu lesenden, kurzen Kapiteln machten es mir schwer, das Buch aus der Hand zu lesen. Für eine „Anfängerin“ im Genre beherrscht Hanna Lindberg die Kunst der Cliffhanger schon beachtlich. Ich war selbst schon in Stockholm an vielen Orten, die im Buch als Schauplätze dienen, das hat es mir noch leichter gemacht, in die Geschehnisse einzutauchen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hatte großen Spaß am Lesen von „Stockholm Secrets“. Eine neue, unverbrauchte Autorin, ein toller Schreibstil, mitreißende Story, interessante Charaktere. Ich freue mich schon jetzt auf den zweiten Band und entscheide mich dann, ob ich Solveig jetzt mag oder nicht :-). Für mich 4 von 5 Sternen.

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