Leserstimmen zu
Bülent Rambichler und die fliegende Sau

Anja Bogner

Bülent Rambichler ermittelt (1)

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Ich möchte gleich damit beginnen, darauf aufmerksam zu machen, dass es sich um den ersten Fall für Bülent Rambichler handelt. Obwohl Bülent schon länger bei der Polizei arbeitet, ist er nun das erste Mal wirklich im Einsatz. Aber kommen wir zum Inhalt. Sehr gut gefällt mir auch das "Who is Who" auf der Klappeninnenseite. Der Prolog zeigt bereits, mit welcher sprachlichen Feinheit hier gearbeitet wurde. Eine sehr direkte, platte Sprache, die den Leser auf ein eher bodenständiges Terrain führen soll. Bülent, von Astrid auch liebevoll Büli genannt, wirkt so ein bisschen unnahbar und anfangs auch etwas hochnäsig. Dann kamen jedoch seine bayerischen Wurzeln durch und plötzlich hatte sich seine Figur hervorragend in das ländliche Gesamtbild eingefügt. Obwohl ich trotzdem sagen muss, dass mir die Rolle seines Vaters Erkan, kurz Eri, noch ein bisschen besser gefallen hat. Seine Denkweisen wirken türkisch (Achtung Klischee), seine Handlungsweise aber sehr deutsch bzw. bayerisch. Astrid, tja was soll ich sagen: lebt vegan, was in einer fleischfressenden Gegend Deutschlands auch nicht immer leicht ist. Ich darf hier nur mal an die Szene mit den sauren Zipfel erinnern. Mehr möchte ich jedoch zu der Story nicht verraten. Eine kleine Bemerkung noch zum Schluss des Krimis. Es erwartet den Leser eine Übersetzung von Fränkisch in Deutsch, mit teilweise sehr witzigen Wortkreationen. 📚 Fazit 📚 Der Drehbuchautorin und Texterin ANJA BOGNER ist hier ein wirklich toller und unterhaltsamer Krimi gelungen. Er glänzt zwar nicht immer mit Spannung und herausragender Ermittlungsarbeit, dafür steht aber Lokalkolorit absolut im Vordergrund. Nicht nur durch die dialektische Einlagen, die als Fußnoten erklärt bzw. übersetzt werden, sondern auch de Charakterisierung der Protagonisten verleihen diesem Krimi das Quäntchen zur guten Unterhaltung. Ich könnte mir diesen Provinz-Krimi sehr gut als Heimatkrimi fürs Fernsehen vorstellen und hoffe auf einen baldigen Nachfolger mit Bülent und Astrid.

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Ein Provinzkrimi für Liebhaber

Von: Manuela Prien aus Trittau

18.09.2018

Inhalt: Bülent Rambichler,Hauptkommissar in Nürnberg und sehr selten zu Besuch bei seinen Eltern in Strunzheim wird in die alte Heimat zetiert um einen Fall zu lösen. Die Fleischereifachverkäuferin Kerstin wird in Strunzheim tot aufgefunden. Bülent begibt sich nur ungern nach Strunzheim,im Schlepptau seine Assisstentin Astrid,eine vegane Kriminalerin. Die Eltern von Bülent sind total angetan von Astrid und gerade seine Mutter hat ausgeprägte Enkelkind- Phantasien. Erkan Rambichler ist ein absoluter Dickschädel und mischt sich immer wieder in die Ermittlungen ein. Auch gibt es da noch die sogenannten "Dorfsheriffs", die Walder- Zwillinge. Sie tauchen immer auf,wenn man nicht unbedingt mit ihnen rechnet und haben da auch wilde Phantasien,was den Täter angeht. Bülent spürt mit der Zeit immer wieder ein kribbeln im Bauch,wenn er mit seiner Assisstentin zusammen ist. Wird Bülent den Fall lösen können und gibt es ein Happy End mit Astrid??? Meinung: Das Cover sticht sofort ins Auge und man muss den Klappentext lesen. Im Buch selbst,werden die wichtigsten Charaktere kurz vorgestellt,bevor es richtig los geht. Am Ende des Buches gibt es eine Karte mit den wichtigsten Plätzen in Strunzheim und das Glossar mit "Fränkisch für den Hausgebrauch". Die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut. Der Schreibstil ist locker und lässt sich sehr zügig lesen. Es wird viel privates um Bülent Rambichler beschrieben,was mich persönlich aber nicht gestört hat.Es wird wohl eine Fortsetzung geben,weil hinten auf dem Buch steht,dass es der erste Fall für Bülent Rambichler ist und von daher sind gewisse Informationen gar nicht verkehrt. Der Spannungsbogen flacht zwischendurch etwas ab,steigt zum Ende hin aber wieder an. Es gibt immer wieder neue pikante Ermittlungsergebnisse und auch wer der Täter ist kommt erst ganz zum Schluss raus. Auch gibt es hier eine unerwartete Wendung,die für mich überraschend kam und gut gelungen ist. Der Humor kommt in diesem Buch auch nicht zu kurz: Seite 12 "Noch einige Zentimeter kleiner,und die beiden würden als Erdmännchen mit lila Haaren,gestärkter Bluse und Faltenrock durchgehen". Da musste ich doch tatsächlich an die Trolle aus meiner Kindheit denken,die es zum spielen gab. Fazit: Ein gelungener Provinzkrimi,der definitiv seine Liebhaber finden wird. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung,die hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.

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Bülent Rambichler, Kriminaler wider Willen, wird in seinem bequemen Seelenfrieden massiv gestört: nicht nur bekommt er die neue Kollegin Astrid zur Seite gestellt, die das komplette Gegenteil von ihm ist, sondern muss auch noch einen Mordfall in seinem Heimatdorf lösen. Dabei wollte er doch bis zu seiner Rente einfach nur Papierstapel vor sich her schieben! Der „siaße“ Wolpertinger auf dem Cover passt wunderbar zum bayrischen Flair. Leider hat er im Buch keine Rolle gespielt, wie ich mir erhofft hatte; aber ein Hingucker ist er allemal. Auch die Farben sowie das Tapetenmuster sind gut ausgewählt und gefallen mir sehr. Das „Who is who in Strunzheim“ sowie das Glossar und die Karte vom Dorf liefern noch mehr liebevolle Details und runden das Gesamtpaket ab. Die Geschichte ist flüssig zu lesen und mit bildhafter Sprache gespickt. Der bayrische Dialekt ist wie immer witzig und auch hier gekonnt getroffen. Auch bei dem manchmal etwas derben Humor kommt man gut auf seine Kosten. :) Die Protagonisten sind ebenfalls sehr sympathisch. Der Rambichler, der sehr auf sein körperliches Wohl und Aussehen bedacht ist, sowie Astrid, die vegane Yogafrau. Auch der Vater vom Bülent ist nicht ohne. :D Vor allem die Idee, einen Hauptprotagonisten zu entwerfen, der nicht nur Bayer ist, sondern auch noch südländische Wurzeln hat, ist sehr originell und bringt neuen Wind in die Provinz-Krimis. Mir hat der Krimi sehr gut gefallen, ich musste oft schmunzeln und auch laut auflachen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

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In dem Ort da gibt`s nen Mord...

Von: Elise aus Detmold

14.07.2018

Auf das Buch habe ich mit Spannung gewartet - ich bin ein erklärter Fan von Provinzkrimis da sich dort oftmals sehr unterhaltsame Charaktere tummeln und es nicht nur um Mord un Totschlag geht. Zum Glück hat sich das Buch um Bülent Rambichler auch als ein solcher Treffer erwiesen: Im mittelfränkischen Strunzheim, der Heimat des Deutsch-Türken (noch heftiger: Franken-Türken) , hat sich doch tatsächlich ein aufsehenerregender Todesfall ereignet: Ein Sturz aus offensichtlich größerer Höhe hat die Gelbwurst-Pflunzn dahingerafft, entdeckt und quasi überfahren im Nachhinein von den Zwillingen. So weit so dramatisch, für Rambichler wirds erst ernst als sein Vorgesetzter ihn wieder dort nach Hause schickt um mit seiner Kollegin den Fall zu klären. Denn eigentlich hat dieser so gar keine Lust auf tatkräftige Ermittlungen. Familiengschichten, echte Originale die dort ansässig sind, ein Todesfall mit Ermittlungen fast schon mit Volksfestcharakter. Ich habe nach längerer Zeit in diesem Buch ein echtes (Sommer-) Highlight für mich entdeckt und warte nun voller Spannung auf den zweiten Rambichler-Fall um natürlich auch zu erfahren, wie es mit den Ambitionen seines Vaters und seiner eventuellen Beziehung zu Astrid weitergeht!

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Zuviel Klischees

Von: Simone aus München

11.07.2018

Ich muss ehrlich zugeben, habe nur ein Viertel des Buches gelesen. Mir gefiel das Cover und anstatt anspruchsvoller Krimis, wollte ich was Leichtes/Witziges lesen. Leider langweilte mich der Anfang schon sehr, die Beschreibung und Umschreibung des Geschehnisses war alles andere als interessant. Es reizte mich gar NICHTS weiterzulesen. Ein Buch welches für mich keinen Anreiz hatte weiterzulesen. Die Protagonisten sind mehr als unrealistisch, sowie die ganze Vorgehensweise der Polizei!:) Seichte Unterhaltung zum Einschlafen auf der Couch!

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Mundart

Von: Kruems aus Detmold

01.07.2018

Das Cover strahlt bereits einen gewissen Humor aus ob des abgebildeten Wesens, und ich finde, das es zwar durchaus auch ein Krimi ist, aber immer mit einem Augenzwinkern und nicht ganz ernst zu nehmen. Bülent wird sehr zu seinem Verdruß doch tatsächlich von seinem Schreibtisch aufgescheucht und muss nun als Kriminaler ausgerechnet in seinem Heimatort tätig werden. So ein Ärger, liebt er doch die schönen Dinge und nicht unbedingt die Bewohner des Ortes, die in dem Buch alle herrlich schrullig und reichlich skurril beschrieben werden. Allen voran sein Vater Erkan, ein sehr ambitionierter fränkischer Türke. Dazu noch die attraktive Mitarbeiterin mit ihrem Hang zum Yoga und Räucherstäbchen - schon ist die Mischung perfekt. Leider gibt es jedoch natürlich auch noch die Verstorbene, und Büli muss seinen ganzen Elan ins Spiel bringen um diesen aufgrund der Umstände recht verzwickten Fall zu lösen. Viel Humor, wenig Spannung, ein rundum gelungener unterhaltsamer Krimi für Fans von verschribenen Dörflern und Ermittlern, die auch mal aus der Reihe tanzen. Zum Glück ist im hinteren Teil noch eine kurze Übersicht der verwendeten fränkischen Fremdworte vorhanden - das hat mir so manches Mal auf die Sprünge geholfen.

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Unterhaltsam und auch etwas Merkwürdig....

Von: Peter aus Detmold

01.07.2018

Unterhaltsam und etwas Merkwürdig - so kommt das Buch mit dem sympathischen aber auch recht auf sich, sein Wohlempfinden und sein Auftreten bedachten Bülent Rambichler daher. Da wird dem armen Ermittler doch tatsächlich ein realer Todesfall mit Mordverdacht zur Aufklärung anvertraut, dabei hat er es doch im Büro so nett. Das findet seine sexy vegane Kollegin Astrid jedoch eher nicht, im Gegenteil - sie möchte endlich ermitteln! Diese erste Ermittlung führt sie nun ausgerechnet in Bülents Heimatort - ein recht verschrobenes Völkchen das sich dort niedergelassen hat, da wird ein spektakulärer Todesfall auch schon mal zum Dorfevent. Doch irgendwie wird er dann auch an seiner Ehre gepackt und macht sich daran, die Geschehnisse um den nackten Todessturz der Verkäuferin mit dem wie ich finde recht gemeinen Spitznamen Gelbwurscht-Pflunzn aufzudecken ... Mit Mundart und auch viel Humor kommt das Buch daher. Sympathische und interessante weil vielschichtige Charaktere (Angefangen bei Bülent und Astrid, aber auch sein "uneigennütziger" Vater mit der Idee der Einsatzzentrale hat mir sehr gut gefallen) Anja Bogner ist eine gute Mischung aus Spannung und Unterhaltung gelungen, ich freue mich schon auf einen weiteren Fall mit dem Duo Büli / Astrid!

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Amüsanter Mundartkrimi

Von: m. aus Krefeld

26.06.2018

Anja Bogners Ermittler Bülent und seine Kollegin Astrid machen den Charm des Buches "Bülent Rambichler und die fliegende Sau " aus. Bülent, der eigentlich eher faul ist und lieber am Schreibtisch seinen Job erledigen möchte, aber durch Verbindungen seines türkischstämmigen Vaters in den Außendienst "nach Hause" geholt wird und Astrid, seine ehrgeizige Kollegin. Dieses Buch war das erste, das ich in fränkischer Mundart gelesen habe. Manchmal habe ich gestockt und über den Sinn von Ausdrücken erst nachsinnen müssen, aber trotzdem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der "Kriminalfall" an sich ist nicht besonders spannend, aber das ist für das Buch meiner Meinung nach auch unwichtig. Die Verwicklungen, die Charaktere der Beteiligten und der Schreibstil der Autorin hat mich immer wieder zum schmunzeln und lachen gebracht.

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