Leserstimmen zu
Am Anfang die Schuld

James Oswald

Inspector McLean (6)

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Taschenbuch
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In diesem soliden Schottland-Thriller beginnt es fast harmlos. Den Mitgliedern der Sexual Crime Unit (SCU, deutsch umgangssprachlich Sitte) wurde ein Tipp zu einem Bordell gegeben. Sie machen eine Razzia. Doch was müssen sie feststellen? Es ist kein Bordell, sie stören eine private Party. Das ist mehr als peinlich. Tony McLean möchte herausfinden, wer den Tipp gegeben hatte und warum seine Einheit in eine Falle gelockt wurde. Doch seine Chefs wollen, dass er die Sache so schnell wie möglich abschließt und alles zu den Akten legt. Ihnen kann das Unter-den-Teppich-kehren gar nicht schnell genug gehen. Die Story dieses Romans ist gut gebaut. Neben der Haupthandlung um die Ermittlungen der Polizei gibt es in kurzen Kapiteln den Blick auf zwei Täter, die aus nicht erkennbarer Ursache auf einer Mordsreise sind. Daneben nimmt das Privatleben des Protagonisten einen nicht gerade kleinen Teil ein und auch in diesem Part kann sich der Leser auf eine Überraschung freuen. Wie auch in vielen anderen Krimis und Thrillern wird die Arbeit der Ermittler von den unfähigen Kollegen und Vorgesetzten bombardiert. Hier ergibt sich stets die Frage, wann dem Protagonisten endlich der Kragen platzt. Es bleibt spannend. Und schließlich gibt es offenbar einen Zusammenhang der aktuellen Morde mit welchen aus der Vergangenheit. Obwohl eine neu gegründete cold cases Einheit wohl eher dafür geschaffen wurde, um die alten Fälle weiterhin ruhen zu lassen, scheint keiner mit der Verquickung in der Gegenwart gerechnet zu haben. Ein Roman, der Überraschungen bereithält und bis zum Schluss spannend bleibt. Und doch hat er Passagen, die nicht glaubwürdig sind. Das hat mich am ehesten gestört. Um nicht zu spoilern, werde ich an dieser Stelle nicht zu viel erzählen. Aber das jemand, der ein Messer in der Brust hat, dieses herauszieht und den Spieß umdreht, erscheint abwegig. Ebenso die Methode, wie gemordet wird und das eine Zeugin den Protagonisten beinahe vergewaltigt. Sehr angenehm hingegen sind dann wieder die privaten Passagen mit Tonys Katze namens Mrs McCatcheons Katze. Ich spüre sie heute noch um meine Beine schnurren. Ein guter Thriller, der noch mehr Potenzial hätte, wenn die oben genannten Passagen glaubwürdiger wären. Gut unterhalten hat er mich alle mal. © Detlef Knut, Düsseldorf 2018

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Vielen lieben Dank an den Goldmann Verlag für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars. Das hat keinen Einfluss auf meine Meinung. English review below Am Anfang die Schuld ist Buch 6 in der Reihe um Detective McLean und das erste das ich gelesen habe. Ich bin trotzdem sehr schnell in die Geschichte herein gekommen und mochte den Hauptcharakter von der ersten Sekunde an. Es geht um eine vermasselte Bordellrazzia, um Geheimnisse die unter den Teppich gekehrt werden sollen, Verbindungen zwischen sehr unwahrscheinlichen Ereignissen und einen Detective der seine Spürnase nicht aus Schwierigkeiten halten kann und weiter macht auch wenn ihm alle Steine in den Weg legen. Zuerst einmal: das Cover ist wunderschön und war ehrlich gesagt das was mich dazu veranlasst hat, das Buch anzufragen. Ich liebe die Farben und die Stimmung die es rüberbringt. Aber davon abgesehen war die Geschichte auch wirklich spannend, und ich habe nach langer Zeit meine Liebe zu Krimis wiederentdeckt. Ich lese in letzter Zeit sehr wenig Krimis, dabei weiß ich gar nicht wieso. Wenn ich einen lese gefällt er mir fast immer wirklich gut! Wie schon anfangs erwähnt McLean ist ein fantastischer Hauptcharakter. Super sympathisch und ich konnte immer verstehen warum er etwas tat. Er hat liebenswerte Macken und ich bin wirklich gespannt wie es mit ihm weiter geht. Ich konnte mich auch immer mal wieder mit ihm identifizieren (abends eigentlich alleine zuhause sein wollen, aber irgendwie ist es dann doch auch schön Gesellschaft zu haben?). Ich fand es auch erfrischend wie er viele Dinge angegangen ist. Oder dass er eigentlich nicht arbeiten müsste, da er genug Geld hat. er ist stur, freundlich (meistens), clever und verlässt sich auf seinen Instinkt. Auch seine unerwarteten Hausgäste haben mir gut gefallen. Ich schätze man bekam in den vorherigen Büchern noch etwas Hintergrundinformationen über Phil, seinen besten Freund, Rachel, dessen Frau und deren Schwester Jenny. Nach dem Ende bin ich wirklich gespannt wie es mit denen allen weitergeht. (Denn die letzte Szene war gemein! Ich hätte direkt weiter gelesen, wenn ich das nächste Buch gehabt hätte) Der Fall (die Fälle) waren wirklich miteinander verwoben und ich wollte unbedingt wissen wie sich alles klärt. Und da ist mein einziges Problem mit dem Buch. Es hatte einen Hauch Übernatürliches und das hatte ich ganz einfach überhaupt nicht erwartet. Das scheinen allerdings auch alle vorherigen Bände zu haben, also war es nur so überraschend weil dies mein erster war. Ich weiß immer noch nicht ganz wie ich das finde. Ich glaube ich hätte eine ‘normale’ Erklärung bevorzugt, aber ich werde trotzdem bestimmt die nächsten (und vllt die vorherigen) Bände noch lesen. Jetzt weiß ich ja auch was mich erwartet. Also alles in allem, eine klare Leseempfehlung!

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Am Anfang die Schuld von James Oswald Inhalt: „Manchmal hat eine gute Tat böse Folgen“ In Edinburgh führt Inspector McLean eine Razzia durch, die gnadenlos fehlschlägt. Denn das angebliche Bordell erweist sich als harmlose Party. Doch genau diese Situation führt McLean in die Vergangenheit und erinnert an einen ungelösten Fall. Denn eines der Zimmer erinnert ihn an Headland House, ein einschlägiges Etablissement, in dem McLean als junger Polizist ein kleines Mädchen rettete. Obwohl er nie erfuhr wer die Kleine war, beschleicht ihn bei den Ermittlungen ein böser Verdacht. Er beginnt in der Vergangenheit zu wühlen und auf eigene Faust zu ermitteln uns stößt dabei auf ein viel größeres Verbrechen. Zudem häufen sich bei seinen Ermittlungen plötzlich die „Unfälle“. Tony McLean McLean ist ein cleverer Polizist, der die Trennung seiner Lebensgefährtin mit viel Arbeit und Take-Away-Food kompensiert. Er stößt bei seinen Ermittlungen auch in eigenen Kreisen auf viel Widerstand, denen er nicht klein beigibt und weiter ein altes Verbrechen aufzuklären versucht. Er ist zielstrebig und mutig. Als plötzliche eine Bekannte bei ihm Unterschlupf sucht, zeigt er auch eine verletzliche und familiäre Seite. Ein durchaus sympathischer Charakter. Er trifft bei seinen Ermittlungen auch auf alte Feinde, die durch besondere Fügungen jedoch seine Sympathie gewinnen und für die er sogar loyale Fürsorge empfinden kann. McLean ist als Person ein vielschichtiger und sympatischer Mensch, der mir sehr ans Herz gewachsen ist. Die Handlung Der Einstieg in das Buch ist zunächst seicht und plätschert ohne nennenswerte Wendungen vor sich hin. Die Spannung baut sich langsam und stetig auf, sodass man dann kapitelweise das Buch nicht aus der Hand legen mag. Leider flacht diese Spannung an einigen Stellen genauso schnell wieder ab . Ab der Mitte des Buches fiel es mir immer schwerer bei der Stange zu bleiben, dass ich am liebsten aufgehört hätte zu lesen. Doch genau dann kommt ein Cliffhanger, der den Spannungsbogen rasant in die Höhe treibt. Alles in allem kann man der Geschichte gut folgen. Meine Meinung: Ich mag den Charakter des McLean sehr gerne und die Wandlung im Zwischenmenschlichen hat mir sehr gefallen. Durch die vielen Spannungseinbrüche fiel es mir aber manches mal schwer, mich zum Lesen zu animieren. Wer sich aber auch durch die weniger spannenden Seiten liest, wird am Ende nicht enttäuscht. Ich würde das Buch nicht als herausragend bezeichnen, aber für Krimifans durchaus lesenswert. Goldmann Verlag Erschienen April 2018 ISBN 978-3-442-48559-8 460 Seiten

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Meine Zusammenfassung: Durch eine verlässliche Quelle werden Inspector Tony McLean und sein Team auf ein mutmaßliches Bordell aufmerksam, welches nun kurz vor einer Razzia steht. Die Razzia erweist sich jedoch als Fehlschlag. In dem Haus befanden sich keinerlei Prostituierte oder Freier, es handelte sich nach ersten Befragungen lediglich um eine Privatparty der besonderen Art. Anscheinend kannten sich alle Teilnehmer dieser Swingerclub Party und waren sogar teilweise Paare. Auch die Presse hat von diesem Fehlschlag ziemlich schnell Wind bekommen, so hatten doch auch ihre Quellen darauf hingewiesen, dass sich dort ein Bordell befinden wird. Jedoch fand sich - neben den Gästen und ihren speziellen Vorlieben und Fetischen - nichts gesetzwidriges außer einem Sexualstraftäter, der vergessen hatte zu melden, dass er in der Stadt war und die Besitzerin des Hauses, die selbst nicht an ihrer eigenen Party teilgenommen hat. Die SCU, Sexual Crimes Unit, versucht mit allen Mitteln den Schaden so gering wie möglich zu halten und möglichst unbeschadet aus dem Geschehen rauszukommen. Doch McLean kann den Fall nicht ruhen lassen, so waren die Quellen doch zuverlässig und außerdem gibt es noch einige Ungereimtheiten, die geklärt werden müssten. Außerdem wird McLean noch von seiner alten Stelle bei einem Fall um Hilfe gebeten, bei dem ein Mann tot in seinem Wagen in einem verlassenen Parkhaus gefunden wurde. Das seltsame daran: seine offene Hose aus dem sein steifes Glied ragt. Die Ermittlungen ergeben, dass der Mann an einem Herzinfarkt gestorben war, jedoch starb er nicht allein; an seinem Glied werden Speichelreste gefunden. McLean bleibt nichts anderes, als zwischen den unterschiedlichen Abteilungen und Fällen hin und her zu springen und dabei nicht nur mehr als einen seiner Chefs gegen sich aufbringt, sondern seine Ermittlungen soweit gegen den Willen des obersten Chef treibt, dass er in die Cold Case Unit strafversetzt wird. Der ständige Kontakt und die heimlichen Treffen mit der Hausbesitzerin, bei der die Swinger-Party stattgefunden hat, bringen ihn Immer mehr in Schwierigkeiten. Als dann auch noch immer mehr Personen Schaden nehmen, die auch nur ansatzweise in die Ermittlungen gehören und sogar die Reporterin mit der McLean auf Kriegsfuß steht, allerdings ähnliche Verschwörungstheorien aufstellt, die auch ihm in den Sinn gekommen sind, nach einem Anfall ins Krankenhaus gebracht wird, ist McLean höchst alarmiert. Was hat es mit all dem auf sich und wieso kommt ihm diese Situation so verdammt bekannt vor? McLean erinnert sich immer mehr an einen jahrelang zurückliegenden Fall, mit verblüffenden Ähnlichkeiten und kommt dem Ganzen immer mehr auf die Schliche. Doch gibt es einige Personen, die dies verhindern wollen und versuchen, ihn aus dem Weg zu räumen … Meine Meinung: Die Story rund um McLean und seinen Fall hat mir ziemlich gut gefallen. Jedoch hat es mich etwas gestört, dass es sich alles so lang gezogen hat … In meinen Augen hätte man die Geschichte auch kürzer fassen können, da manche Passagen ziemlich weit ausgedehnt waren, die allerdings dann wirklich unspektakulär waren. Dies war mein erstes Buch was ich von diesem Autor gelesen habe und es mich ziemlich gut unterhalten. Je mehr ich allerdings gelesen habe umso öfter habe ich mich gefragt, ob es nicht schon einmal eine Geschichte über den Protagonisten gegeben hat. Also habe ich erstmal nachgesehen und entdeckt, dass es einige mehr vorher gegeben hat. Dies hat beim Lesen allerdings kein bisschen geschadet, man konnte dennoch alles gut verstehen und nachvollziehen, da die Hauptstory ziemlich für sich stand. Die Nebenstory und die anderen Charaktere um McLean herum haben mir aber gezeigt, dass schon mehr passiert ist, vermutlich in den vorherigen Büchern. Und wo wir bei den Charakteren sind; die haben mir auch ziemlich gut gefallen, besonders McLean selber. Er ist ein wirklich sympathischer Typ, der mich in keinem Moment in der Geschichte genervt hat, sondern mich eher immer mal wieder an mich selbst erinnert hat. Trotz des zwischenzeitlichen Gefühls, dass sich die Geschichte wie Kaugummi gezogen hat, hat mich die Geschichte dann doch mitgerissen - und das obwohl ich immer wieder erraten konnte, wie was in welchem Zusammenhang steht und was als nächstes passieren wird - und ich habe mich sogar entschlossen, die anderen Büchern ebenfalls zu lesen. Mein Fazit: Sympathischer und starrköpfiger Inspector handelt nach seinen eigenen Regeln; ein Muss für Thriller Fans. 4 von 5 Sternen.

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