Leserstimmen zu
Eine Million Minuten

Wolf Küper

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Ein tolles Buch

Von: Amber144

03.04.2019

Der Titel hat mich sofort angesprochen und mir hat die Idee gefallen. Der Klappentext zeigt schon eindeutig worum es geht. Mir hat der Schreibstil sehr gefallen. Nina wünscht sich von ihrem Papa eine Million Minuten um mit ihm Zeit zu verbringen. Zeit ist das Kostbarste, was man hat und unbezahlbar. Zwar hat man durch eine Karriere Geld und somit Privilegien, aber Zeit ist unbezahlbar. Das Buch zeigt wunderschön, wie man diese Zeit verbringen kann und was man alles erleben kann. Ich bin völlig begeistert von dem Buch. Wie schön ist es die Möglichkeit zu haben eine Million Minuten für seine Familie Zeit zu haben. Es zeigt, was wirklich wichtig im Leben ist und eine tolle Geschichte über das Leben. Ich vergebe absolut verdiente 5 Sterne.

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Wer hat sich nicht schon gewünscht, mehr Zeit für die Kinder zu haben. Einfach mal eine Auszeit vom Alltags- und Berufsstress nehmen und auf Abenteuerreise zu gehen. In dieser Geschichte erzählt der Autor von so einer Reise. Angefangen hat alles mit dem Wunsch seiner vierjährigen Tochter Nina, doch mehr Zeit miteinander zu verbringen. Obwohl er eine glänzende Karriere vor sich hat, entscheidet sich der Familienvater diesen Wunsch seiner Tochter zu erfüllen. Nina ist behindert und sieht die Welt mit Kinderaugen und beschreibt sie mit ihren eigenen Worten...Der Autor schreibt dazu: "Unser Leben mit Nina fühlte sich tatsächlich so an, als wären wir mit einem Dreirad auf einer Autobahn unterwegs". Die Eltern haben aber auch beobachtet, dass Nina besonders auf Reisen große Fortschritte in ihrer Entwicklung macht. Abseits der Hektik des häuslichen Alltags lernt sie zu lächeln, zu laufen oder zu sprechen. So macht sich die Familie auf eine Reise, die eine Million Minuten dauern soll, 694 Tage, also etwa zwei Jahre! Es geht nach Thailand, Australien und Neuseeland. In seinem Buch berichtet nun der Autor von den Abenteuern und Eindrücken dieser Reise. Nicht nur Nina verändert sich, sondern auch Wolf Küper und seine Frau fragen sich immer mehr nach dem Sinn in ihrem Leben. Das alles ist sehr bildhaft, humorvoll und authentisch geschrieben. Als Leser wird man mitgenommen auf diese abenteuerliche Reise. Man beginnt selber über das eigene Leben nachzudenken. Was ist wichtiger - eine Karriere oder das Miteinander in der Familie zu stärken. Sollte man seine Träume jetzt erfüllen oder erst im Rentenalter? Natürlich wird nicht jeder finanziell in der Lage sein, gleich eine Reise über mehrere Jahre zu beginnen. Aber öfter mal dem Alltag zu entfliehen und viel Zeit mit den Kindern zu verbringen, ist ein Schatz, den man im Leben mehr genießen sollte. Ich wünsche dem Buch viele begeisterte Leser.

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Wer hat sich nicht schon gewünscht, mehr Zeit für die Kinder zu haben. Einfach mal eine Auszeit vom Alltags- und Berufsstress nehmen und auf Abenteuerreise zu gehen. In dieser Geschichte erzählt der Autor von so einer Reise. Angefangen hat alles mit dem Wunsch seiner vierjährigen Tochter Nina, doch mehr Zeit miteinander zu verbringen. Obwohl er eine glänzende Karriere vor sich hat, entscheidet sich der Familienvater diesen Wunsch seiner Tochter zu erfüllen. Nina ist behindert und sieht die Welt mit Kinderaugen und beschreibt sie mit ihren eigenen Worten...Der Autor schreibt dazu: "Unser Leben mit Nina fühlte sich tatsächlich so an, als wären wir mit einem Dreirad auf einer Autobahn unterwegs". Die Eltern haben aber auch beobachtet, dass Nina besonders auf Reisen große Fortschritte in ihrer Entwicklung macht. Abseits der Hektik des häuslichen Alltags lernt sie zu lächeln, zu laufen oder zu sprechen. So macht sich die Familie auf eine Reise, die eine Million Minuten dauern soll, 694 Tage, also etwa zwei Jahre! Es geht nach Thailand, Australien und Neuseeland. In seinem Buch berichtet nun der Autor von den Abenteuern und Eindrücken dieser Reise. Nicht nur Nina verändert sich, sondern auch Wolf Küper und seine Frau fragen sich immer mehr nach dem Sinn in ihrem Leben. Das alles ist sehr bildhaft, humorvoll und authentisch geschrieben. Als Leser wird man mitgenommen auf diese abenteuerliche Reise. Man beginnt selber über das eigene Leben nachzudenken. Was ist wichtiger - eine Karriere oder das Miteinander in der Familie zu stärken. Sollte man seine Träume jetzt erfüllen oder erst im Rentenalter? Natürlich wird nicht jeder finanziell in der Lage sein, gleich eine Reise über mehrere Jahre zu beginnen. Aber öfter mal dem Alltag zu entfliehen und viel Zeit mit den Kindern zu verbringen, ist ein Schatz, den man im Leben mehr genießen sollte. Ich wünsche dem Buch viele begeisterte Leser. ,Wer hat sich nicht schon gewünscht, mehr Zeit für die Kinder zu haben. Einfach mal eine Auszeit vom Alltags- und Berufsstress nehmen und auf Abenteuerreise zu gehen. In dieser Geschichte erzählt der Autor von so einer Reise. Angefangen hat alles mit dem Wunsch seiner vierjährigen Tochter Nina, doch mehr Zeit miteinander zu verbringen. Obwohl er eine glänzende Karriere vor sich hat, entscheidet sich der Familienvater diesen Wunsch seiner Tochter zu erfüllen. Nina ist behindert und sieht die Welt mit Kinderaugen und beschreibt sie mit ihren eigenen Worten...Der Autor schreibt dazu: "Unser Leben mit Nina fühlte sich tatsächlich so an, als wären wir mit einem Dreirad auf einer Autobahn unterwegs". Die Eltern haben aber auch beobachtet, dass Nina besonders auf Reisen große Fortschritte in ihrer Entwicklung macht. Abseits der Hektik des häuslichen Alltags lernt sie zu lächeln, zu laufen oder zu sprechen. So macht sich die Familie auf eine Reise, die eine Million Minuten dauern soll, 694 Tage, also etwa zwei Jahre! Es geht nach Thailand, Australien und Neuseeland. In seinem Buch berichtet nun der Autor von den Abenteuern und Eindrücken dieser Reise. Nicht nur Nina verändert sich, sondern auch Wolf Küper und seine Frau fragen sich immer mehr nach dem Sinn in ihrem Leben. Das alles ist sehr bildhaft, humorvoll und authentisch geschrieben. Als Leser wird man mitgenommen auf diese abenteuerliche Reise. Man beginnt selber über das eigene Leben nachzudenken. Was ist wichtiger - eine Karriere oder das Miteinander in der Familie zu stärken. Sollte man seine Träume jetzt erfüllen oder erst im Rentenalter? Natürlich wird nicht jeder finanziell in der Lage sein, gleich eine Reise über mehrere Jahre zu beginnen. Aber öfter mal dem Alltag zu entfliehen und viel Zeit mit den Kindern zu verbringen, ist ein Schatz, den man im Leben mehr genießen sollte. Ich wünsche dem Buch viele begeisterte Leser.

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Neulich wanderte nach Empfehlung wieder ein neues Buch in mein Regal, bei dessen Titel ich immer wieder überlegen muss, wie viele Nullen nun diese gewaltige Zahl hat. Wolf Küper ist Tropenforscher und Gutachter bei den vereinten Nationen. Er jettet regelmäßig rund um die Welt und verpasst dabei das Leben zu Hause in Bonn, wo Frau Vera, Baby Simon und seine Tochter Nina auf ihn warten. Bis Nina sich eines Abends wünscht, dass sie eine Million Minuten zur Verfügung hätten, nur für die schönen Dinge im Leben. Daraus resultierte eine Reise, die die ganze Familie veränderte. Natürlich weiß ich, dass eine Million sechs Nullen hat. Aber trotzdem ist es eine Zahl, die man nur schwer fassen kann. Als ich das Buch anfing zu lesen, dachte ich, dass eine Million Minuten eine gar nicht soo lange Zeit sein kann, immerhin geht eine Minute relativ schnell vorüber. Bis ich zum Taschenrechner griff. Eine Million Minuten sind fast 2 Jahre, also doch eine ziemlich lange Zeit. Was kann man alles machen, wenn man eine Million Minuten nur für die schönen Dinge im Leben Zeit hätte? Und was sind die schönen Dinge? Und wie verläuft die Erziehung, wenn das eigene Kind eine Behinderung hat? Genau diesen Fragen stellt sich das Buch bzw. Wolf Küper als Autor und Protagonist. Denn dies ist eine zu 100% wahre Geschichte. Wolf Küper hat viele Jahre studiert, überall auf der Welt Praktika absolviert und jede Menge geforscht, um seinen Traum als Tropenforscher wahr zu machen. Endlich ist er auf der Karriereleiter so weit, dass er als Berater für die vereinten Nationen arbeiten kann. Er verdient ein Haufen Geld, kann sich die teuersten und schönsten Sachen leisten und arbeitet an immer anderen Stellen auf der Welt. Klingt nach einem spannenden und erstrebenswerten Leben? Das dachte Wolf auch, bedachte dabei aber nicht, dass seine Familie damit weniger glücklich ist. Denn seine Frau Vera ist oft wochenlang mit den beiden Kindern alleine zu Hause. Simon, noch ein Baby, ist dabei das kleinere Problem, denn die vierjährige Nina ist sehr grobmotorisch veranlagt und auch geistig ein bisschen zurückgeblieben. Das würden die Ärzte allerdings nie so ausdrücken, sondern verstecken sich lieber hinter einem großen Haufen Fachvokabular. So beschließt Wolf zunächst seine große Beförderung aufzugeben und zurück zu der Familie nach Bonn zu ziehen. Aber selbst da ist das Leben von Hektik und Terminen bestimmt, was mit einem Kind, das fünf Minuten zum Anziehen einer Socke braucht, nicht unbedingt erleichtert wird. Eines Abends erzählt Tochter Nina Wolf, dass sie sich eine Million Minuten wünscht, nur für die schönen Dinge im Leben. Die schönen Dinge im Leben sind für Wolf erst ein Rätsel, doch letztendlich lassen er und seine Frau Vera sich auf das Experiment ein. Und verlassen Deutschland für eine Million Minuten. Dabei lassen sie zunächst nur das alte Leben hinter sich, bald aber auch ihre alten Denkmuster und lernen das Leben noch einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel kennen. Wolf Küper hat eine ganz eigene Art seine Geschichte zu erzählen. Denn statt vieler lustiger Anekdoten von ihrer Reise oder einem ganz genauen Bericht, wann sie wo waren, beschränkt er sich eher auf die Ereignisse, die sein Denken verändert haben. So lernt man zunächst den zielstrebigen Businessmann kennen und erlebt ganz langsam, wie sich seine Denkweise ändert und ganz unterschwellig ändert sich auch die eigene Sicht auf bestimmte Themen. Ganz nebenbei lernt man verschiedene Personen kennen, die einem immer wieder schöne Lektionen mit auf den Weg geben. Auch wenn man das Buch aus den Händen legt, trägt man irgendwo noch einen Gedanken mit sich herum, der aus dem Buch entsprang. Als zweites großes Thema, neben dem Freimachen vom Alltag, ist die Erziehung von Nina. Denn auch sie hat viele Träume, beispielsweise wäre sie später gerne Feuerwehrfrau. Aber mit ihrer Behinderung wird ihr Traum wohl kaum in Erfüllung gehen. Aber wie bringt man dies einem Kind bei? Zerstört man sofort all ihre Träume und sieht zu, wie sie immer sofort aufgibt, wenn etwas nicht beim ersten Versuch funktioniert? Oder sieht man zu, wie sie sich für den Versuch quält? Auch hier findet Küper genau den richtigen Ton, um mögliche Erziehungswege abzuwiegen und gerade hieraus resultieren die schönsten Gedankenwege. Eine Million Minuten ist mit ca. 250 Seiten sehr kompakt erzählt und hat so keine Längen, ist aber auch nicht zu kurz geraten. Ein richtiger Spannungsbogen kommt hier nicht auf, ist für die Art des Buches aber auch nicht nötig. Wer sich von der Grundhandlung nicht angesprochen fühlt, sollte die Finger vom Buch lassen, denn mehr hat es nicht zu bieten. Aber wer sich gerne einmal andere Denkmuster anhören will oder sich einfach nur von Nina verzaubern lassen möchte, dem lege ich das Buch nah. Mein Herz hat es berührt. “Eine Million Minuten” wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür!

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Unglaublich gute Schilderung eines großen Abenteuers

Von: Inga Pohlenz-Wetter aus Weilerswist

19.02.2017

Die Schilderung der Erlebnisse, die Herr Küper mit seiner Familie erlebt hat ist einfach wundervoll. Großartig das Herr Küper dem Winsch seiner Tochter nachgegangen ist und somit eines der wohl größten Abenteuer möglich gemacht hat. Auch die Beschreibung unserer Gesellschaft finde ich so nachvollziehbar. Das wir immer nach irgendwelchen Normen bewerten und bewertet werden und wer aus dem Raster fällt ist nicht normal oder hat Probleme. Ganz tolles Buch, absolut gut geschrieben und total zum mitfühlen, dabei an den richtigen Stellen humorvoll.

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Gestaltung: Die Gestaltung hier ist eher schlicht und daher auch sehr passend zu dem Inhalt. Es spiegelt irgendwie ein wenig die Tochter des Protagonisten wieder. Inhalt: Wolf Küper der Autor des Buches hat einen sehr interssanten Beruf und ist deshalb immer sehr viel unterwegs und kann so leider seine Kinder nicht so oft sehen. Doch eines Tages bringt seine Tochter ihn auf eine Idee und er erkennt das es viel wichtigeres im Leben gibt und nimmt sich eine Auszeit. Meine Meinung: Das Buch finde ich ist ein sehr interessantes Buch. Es zeit das „Experiment“ Auszeit und vielleicht zeigt es uns auch das man nicht immer alles auf später verschieben sollt. Es ist vielleicht auch mal wichtig die Notbremse zu ziehen und sich auf das Wesentliche zu berufen, auch wenn es gerade im Beruf so richtig klappt. Das Buch zeigt die Erfahrungen des Autors wie er 1.000.000 Minuten sinnvoll genutzt hat. Es lässt sich natürlich darüber streiten ob reisen so sinnvoll ist, aber in diesem Buch hat das Reisen an sich eine viel tiefere Bedeutung. Die Geschichte ist sehr gut Aufgebaut und gibt ein wenig von allem wieder. Es zeigt die Länder in denen sie zur Zeit sind. Lehrt uns die verschiedenen Kulturen und zeigt uns dort Einblicke in das Leben der Bewohner, zeigt wie sich jemand der dort länger lebt entwickelt. Zudem gibt es einen sehr guten Einblick wie sich die Zeit verändert, wenn sie nicht mehr so wichtig ist und wie sich die Gefühlswelt verändert! Bewertung: ∞∞∞∞

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Wolf Küper, früher Tropenforscher und Gutachter für die Vereinten Nationen, arbeitete ständig unter Zeitdruck und bewegte sich auf der Karriereleiter stetig nach oben bis eines Tages seine behinderte Tochter Nina zu ihm sagte: „Ach Papa, ich wünschte, wir hätten eine Million Minuten. Nur für die ganz schönen Sachen, weißt du?“. Das brachte ihn zum Grübeln und zur Erkenntnis, dass diese gemeinsam verbrachte Zeit wertvoller sein könnte als eine Bilderbuchkarriere. Er erzählt in seinem Buch, wie die Familie sich von Überflüssigem trennte, es verkaufte um damit eine lange Reise von fast zwei Jahren zu finanzieren und von dieser Reise rund um die Welt und vor allem zu dem gemeinsamen Familienleben und sich selber. Sehr sympatisch schreibt er von Glücksmomenten, aber auch von Kulturschocks, davon, wie die Familie gemeinsam Träume auslebte, die nicht von einem Terminkalender geregelt wurde. Mich hat sehr beeindruckt, wie selbstverständlich Nina im „Alltag“ die Zeit erhielt, die sie brauchte und bin sicher, dass genau dieses im Leben im alten Hamsterrad nicht möglich gewesen wäre. Sehr beeindruckend schildert Wolf Küpper die phantasievolle Sichtweise seiner Tochter, ihre Kämpfe und ihre Entwicklung und beim Lesen fragt man sich zwangsläufig, ob man sich selber und anderen gegenüber immer geduldig genug ist oder, wie man daran arbeiten könnte – wahrscheinlich am einfachsten, in dem man selber entschleunigt und für sich mehr die Kür als die Pflicht als Strategie wählt... Als die Familie am Ende von knapp zwei Jahren nach Hause oder vielmehr nach Bonn zurückkehrt, erlebt sie einen erneuten Kulurschock und hinterfragt Regeln und Gewohnheiten ganz anders als vor der Reise. Mich hat das Buch sehr beeindruckt und nachdenklich gestimmt; es erzählt nicht nur von der Reise und den glücklichen oder schwierigen Momenten, von Ninas Entwicklung und einem Abenteuer sondern auch davon, wie wichtig es es ist, seine Prioritäten zu überdenken, sich für persönlich Wichtiges genügend Zeit zu nehmen und seine Träume auszuleben.

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Was würde ich machen, wenn ich eine Million Minuten zur freien Verfügung hätte? Diese Frage stellt man sich unweigerlich, nachdem man dieses Buch gelesen hat. Es handelt sich um einen ganz ungewöhnlichen Reisebericht – und zwar in vielerlei Hinsicht. Zunächst die Dauer der Reise: Welche Familie beschließt schon, statt zwei oder drei Wochen gleich für 694 Tage unterwegs zu sein? Auslöser für den Trip ist der Wunsch der behinderten Tochter Nina, die sich 1 Million Minuten Zeit von ihrem Vater wünscht. Dieser machte als Tropenforscher und Umweltgutachter für die Vereinten Nationen stetig Karriere, jettete von einer Konferenz zur nächsten ... und ließ schließlich ein sehr attraktives Angebot sausen, um mehr Zeit für Nina, seinen zweijährigen Sohn Simon und seine Frau Vera zu haben. Ihre erste Station ist Phra Thong in Thailand, wo sie noch recht komfortabel in einer Beachfrontvilla untergebracht sind und entspannte Tage am Strand verbringen. Von dort geht es weiter nach Yao Yai, wo sie einen Kulturschock erleben, und später nach Australien und Neuseeland. Da ich bisher noch keines dieser Länder besucht habe, war es umso spannender für mich, die Familie auf ihrem Abenteuer zu begleiten, mit ihnen Expeditionen in die Regenwälder von Queensland zu unternehmen und mit dem Wohnmobil durch Neuseeland zu kurven. Während der Reise macht sich Wolf Küper viele Gedanken über sein Leben, seine Zukunft und auch die Bedeutung von Freiheit und Reisen. Er kann gar nicht anders, denn seine Tochter bringt durch ihre vielen Fragen und unbekümmerte Sicht der Dinge seine bisherige Lebenseinstellung ganz schön ins Wanken. Bedeutet Reisen das Gegenteil von To-Do-Listen abarbeiten? Ist ‚Zuhause’ eine Sammlung von Gewohnheiten? Warum sind Reiseeindrücke im Alltag so schnell verklungen? Diese Überlegungen brachten auch mich zum Nachdenken. Mir gefiel nicht nur der sympathische Erzählstil des Autors, sondern auch die Symbolik, die er spielerisch in seinen Reisebericht einwebt: zum Beispiel wie er durch den Verkauf seiner Uhrensammlung Zeit gewann oder Dinge einfach auf sich zukommen ließ und neugierig auf den Beruf des Treibgutsammlers wurde. Mich würde interessieren, wie sehr die Erlebnisse nicht nur die Eltern, sondern auch die Kinder Nina und Simon geprägt haben. Nicht jeder bekommt schließlich die Gelegenheit, in so jungen Jahren so viel ‚Lebenserfahrung’ zu sammeln und herauszufinden, warum die glücklichsten Minuten blau sind.

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