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Susanne Kliem: Das Scherbenhaus

Das Scherbenhaus Blick ins Buch

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€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-570-58566-5

Erschienen: 20.03.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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..sehr packend...

Von: Lesebegeisterte Datum : 30.10.2017

https://www.thalia.at/shop/home/rezensent/?rezensent=29879

Susanne Kliem: Das Scherbenhaus
Clara wird seit Monaten von einem Stalker belästig. Sie flüchtet deshalb zu ihrer Halbschwester nach Berlin. Ellen ist Architektin und das das Haus "Safe Haven" entworfen. Doch die Sicherheit ist für Clara nur von kurzer Dauer. Denn kurze Zeit
später wird ihre Halbschwester tot gefunden. Ein Unfall? Clara glaubt nicht daran und forscht selbst nach. Schon bald stellt sich heraus, dass selbst das Safe Haven nicht so sicher ist, wie es scheint.... Ich fand diesen Psychothriller sehr raffiniert
und spannend. Als Leser will man unbedingt wissen, was passiert ist. Unheimlicher Psychothriller mit purem Nervenkitzel von der ersten bist zur letzten Seite.

Ich bin begeistert!

Von: Atelier Maikind Datum : 02.10.2017

https://ateliermaikind.wordpress.com/?ref=spelling

Inhalt:
Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage „Safe Haven“, die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im „Safe Haven“ ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt. Ein raffinierter Psychothriller, der in die Abgründe der menschlichen Psyche vordringt und den Leser bis zur letzten Seite in Bann hält.

Verlag: Carls Books/ Seitenzahl: 336 Seiten/ Erschienen am: 20.03.2017/ Preis: € 14,99 [D] | € 15,50 [A]

Rezension:
Völlig außer Atem- diese Worte sagen am Besten aus, was ich gerade fühle. Dieses Buch hat mich vollkommen fertig zurückgelassen.Dabei habe ich noch nie von der Autorin gehört, geschweige denn den letzten Roman aus ihrer Feder gelesen. Außerdem ist das Thema „Stalking“ immer aktuell.Das Scherbenhaus von Susanne Kliem

Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut, Messer und andere gruselige Dinge, die man nrmalerweiße niemanden mit der Post schickt. dann erhält sie einen Anruf. Ihre Freundin muss ihr dringend etwas sagen und es scheint wirklich Ernst zu sein. Also macht sich Carla auf den Weg nach Berlin, zu einem schicken Appartmenthaus ,welches mit den neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist. Doch kurze Zeit später verschiedet ihre Freundin spurlos.

Der Schreibstil war wahnsinn! Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Jede neue Seite war schneller vorbei als die vorangegangene und ließ mich mit mehr anspannung zurück. Dieses Buch ist ein Pageturner, einer der besten, die ich in den letzten Monaten lesen durfte.

Einen Punkt Abzug gibt es für das Cover. Für ein Buch wie dieses hätte an hunderte andere Design wählen können. Denn, um ehrlich zu sein, hätte ich dieses Buch niemals aufgrund des Covers gekauft. Es ist schlicht und ergreifend langweilig.

Fazit:
„Scherbenhaus“ war ein Psycho-Thriller der mir den Atem geraubt hat. Dieses Buch ist mein Monatshighlight für den September und das, mit großen Abstand auf Platz 2! 4 von 5 Sternen für dieses Buch!

Spannend

Von: Susi's Leseecke Datum : 21.09.2017

https://www.facebook.com/susisleseecke/

Meine Rezi zu "Scherbenhaus" von Susanne Kliem Kriminalautorin

Ich durfte das Buch als Rezi Exemplar von " "Carl's Books" lesen.

Die Autorin: Susanne Kliem
Dt. Titel: Das Scherbenhaus
Dt. Erstausgabe: 20.03.2017
Verlag: carl’s books
Genre: Psychothriller

Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage „Safe Haven“, die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im „Safe Haven“ ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt …

Meine Meinung

„Das Scherbenhaus“ von Susanne Kliem war für mich ein sehr gut gemachter Psychothriller,der mir stellenweise das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Stalking ist ein Thema,das immer aktueller in unserer Welt wird und in diesem Buch einen Raum hat,wo ausgesprochen wird was passieren kann.....

Es gibt eine Vielzahl von Protagonisten, die jedoch nicht alle eine wirklich tragende Rolle für „Das Scherbenhaus“ spielen, man sich aber Leser trotzdem gut in die Charaktere gut einfügen kann.Hierbei schafft es Susanne Kliem ,einen immer wieder auf die falsche Fährte zu locken. Zwischendurch beginnt man selbst darüber nachzudenken, was sich wohl tatsächlich hinter den Fassaden verbirgt, die man nach außen hin wahrnimmt,bis man erkennt, dass der erste Schein schwer trügen kann. Das Thema Freundschaft bekommt in diesem Buch auch seinen Raum und die Wichtigkeit eines Freundes wird klar herausgestellt.

Die Autorin hat es geschafft,mir als Leser die Atmosphäre des "Scherbenhaus" so nahe zu bringen,das ich mich ganz in das Haus einfühlen konnte. Ich musste mir immer wieder vorstellen,wie es wäre selbst in "Safe Haven " zu leben. Eine Hausgemeinschaft die auf sen ersten Blick zusammenhält, ein Haus in dem man nicht mehr selbst machen muss ausser kochen und Duschen und Ordnung zuhalten. Es bietet sicherlich einige Vorteile, doch dabei hatte ich immer ein Gefühl gehabt das mich an ein Gefängnis erinnerte und somit eine innere Angst und beklemmung in mir auslöste. Ein Gefühl das ich so nicht kenne und das mir in diesem Genre positiv aufgefallen ist.

Fazit

Ein sehr gut aufgemachter Psychothriller ,der seinesgleichen sucht.
Man kommt sehr gut durch das Buch,die Protas sind zum Teil ein wenig unheimlich,aber passend aufeinander abgestimmt.
Von mir gibt Es dazu 4/5 Sterne
Die Autorin

Susanne Kliem wurde am Niederrhein geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Berlin. Sie ist gelernte Buchhändlerin und arbeitete u. a. als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF sowie für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Seit 2009 hat sie bereits zahlreiche Krimis geschrieben. Nach dem Thriller Die Beschützerin (2014) erschien von ihr – ebenfalls bei carl’s books – der hochgelobte Kriminalroman Trügerische Nähe (2015), zu dem eine Verfilmung bereits in Vorbereitung ist.

D.Wilke

Von: Deborah Wilke Datum : 10.09.2017

debsbuercherwelt.blogspot.de/

Cover:

Das Cover verrät über das Buch nur sehr wenig. Ich finde es toll. Es zeigt ein Haus aus Glas. Was sich dahinter verbirgt, erfährt man in der Geschichte.


Schreibstil:
Mal was ganz anderes und ich muss sagen, der Schreibstil war echt toll.

Meinung:
Ich habe von Susanne Kliem noch nie etwas gehört. Doch habe ich mich entschlossen, als ich das Buch gesehen habe, ich werd es lesen. Und ich muss sagen, ich hab es nicht bereut.

Das Buch gefiel mir sehr gut, hätte ich nie gedacht, dass ich so vernarrt in das Buch sein werde.

Die Protagonistin Carla fand ich sehr authentisch. Ich mochte sie sehr gerne. Sie ist so wie man sich jemanden vorstellt. Kopflos und Naiv. Ich hätte in ihrer Situation nie so gehandelt.
Das besondere an diesem Buch finde ich, man kann sich die Gefühle von Carla gut vorstellen, da sie so unbeschreiblich geschrieben wird und man versteht auch die wichtigen Hintergrunde des Umgebung, die sie neu bezogen hat.

Man bekommt einfach auch beim Lesen eine Gänsehaut. Es ist so düster und angespannt geschrieben, dass man denkt, man ist Carla selber und muss miterleben was sie selber gerade miterlebt. Einfach nur perfekt für ein Buch.

Die Autorin weis eben, wie man sowas schaffen kann. Auch das man nicht nur Carla genau kennenlernt, sondern auch die anderen Charaktere, die wie ich sage immer eine Rolle in Bücher spielen.

Ich finde diesen Psychothriller ist echt lesenswert, da man sich in eine andere Welt befinden kann, wenn man es liest. Es macht die Realität unscharf. Ich war so in das Buch vertieft, dass ich sagen muss, dass ich nicht mehr weis wie lange ich an dem Buch saß und ob meine Empfindungen vom Buch kamen oder von meiner Atmosphäre. So fesselnt fand ich das Buch.

Ich rate jedem, der Thriller und Psychothriller liebt, sollte auch diesen Psychothriller lesen.



5 von 5 Sternen

Spannendes Thema, Umsetzung könnte besser sein

Von: Weltenbummlerin Datum : 09.09.2017

https://weltenbummlerinx.wordpress.com/

Inhaltsangabe: "Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker
verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt:
Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden
flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland
zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser
Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen
ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach
ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige
Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder
wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas
Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei
merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und
Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele
Fragen stellt…"

Genre: Psychothriller
Seiten: 332
Titel: 4/5
Cover: 5/5
Inhalt: 3,5/5
Schreibstil: 4/5
Charaktere: 2/5

Ich habe das Buch vom Bloggerportal erhalten. Vielen Dank dafür! Das Buch fing vielversprechend an, wurde dann schlechter und das Ende war dann ganz okay, nicht optimal, aber besser.
Ich mochte den Anfang. Man konnte sich Carla in ihrem kleinen Häuslein gut vorstellen, die Angst vor dem Stalker war authentisch und greifbar. Meiner Meinung nach war die Zeit in Stade mit dem Stalker auch spannender als der Rest, daraus hätte man eventuell eine bessere Geschichte manchen können,
als es eigentlich war, aber ich schweife ab. In Berlin fing es auch gut an, das Safe Haven klang wie ein echter Traum UND Alptraum in einem - und so war es ja auch irgendwie.

Ein paar Sinnfehler habe ich auch gefunden, manche Sachen
wurden irgendwie doppelt erwähnt, was nervig war.

(!) Spoilerwarnung (!)

Auch die Sache mit Sarah war spannend, auch wenn ich letztendlich
nicht verstanden habe ob Milan nun der Vater von Sarahs Kind war oder nicht. Ich meine, warum sollte Sarahs Mutter lügen, was
das betrifft?
Anfangs habe ich Christian unglaublich gehasst und ich fand es so nervig, dass Carla ihm vertraut, obwohl er offensichtlich Dreck am Stecken hat. Deswegen fand ich Carla irgendwann auch
irgendwie unsympathisch, weil sie wie ein dummes Lamm immer
zu Christian zurückgekehrt ist, obwohl sie immer seltsamere Sachen über ihn herausgefunden hat.
Doof fand ich auch, dass Milan "böse wurde". Einige von euch
wissen mittlerweile sicher, dass ich dieses Konzept hasse.
Da schließt man eine Person die ganze Zeit über in sein Herz und PENG, plötzlich wird diese Person scheiße. Naja, ist vermutlich wie im wahren Leben, aber nervt mich trotzdem.
Letztendlich fand ich es dann doch ganz cool gemacht und Christian fand ich am Ende dann doch nicht mehr sooo schlimm, aber trotzdem hätte das Thema eindeutig mehr Potenzial gehabt.
Irgendwas hat mich am Ende immer noch gestört, auch wenn ich nicht Recht in Worte fassen kann was.
Oh, ich fand es auch dämlich, dass Carlas Halbschwester nur um den heißen Brei gelabert hat und Carla nicht direkt vor Milan gewarnt hat. Anstatt zu sagen "Sprich mit den Leuten aus dem Haus", hätte sie ja lieber sagen können, wem Carla nicht vertrauen sollte. Sie hätte doch wissen müssen wie Milan auf andere wirkt und das Carla ihn vermutlich sympathisch findet, wenn sie mit den Leuten aus dem Haus
spricht...

sehr subtil und beklemmend

Von: Magische Momente Datum : 05.09.2017

www.magischemomentefuermich.blogspot.com

Carlas Leben gerät aus den Fugen, als sie von einem Stalker bedroht wird.
Ihr Leben gerät damit zunehmend außer Kontrolle und so flüchtet sie nach Berlin zu ihrer Halbschwester Ellen.
Dort erreicht das Ganze eine völlig neue Dimension und Ellen findet sich in einem perfiden Spiel aus Intrigen und Wahnsinn wieder.

Auf den neuen Roman von Susanne Kliem hab ich mich total gefreut. Hier erhalten gleich verschiedene ernste und dramatische Themen Einzug. Sie verbindet das Ganze sehr gekonnt und das auf sehr subtile und beklemmende Art und und Weise.

Carla mochte ich sehr gern. Sie handelt manchmal etwas kopflos und überstürzt, was sie in meinen Augen aber auch authentischer gemacht hat. Ein wenig Naivität bleibt auch da nicht außen vor, was man aber angesichts der bestimmten Handlungen gut nachvollziehen kann.
Wir erfahren dabei auch Carlas Sicht, was ihr viel Tiefe und Präsenz verleiht.
Man taucht ein, in ihre Gedankenwelt und begreift immer mehr wie sie denkt und fühlt. Ja, was sie als Menschen ausmacht. Man erfährt vieles aus Carlas Leben, nach und nach auch die Hintergründe in ihrer neuen Umgebung.
Die Atmosphäre ist sofort sehr düster und angespannt.
Ich hatte zwar schon relativ früh meine ersten Verdachtsmomente, dennoch wirkte zunächst alles noch etwas wirr und undurchdringlich.
Die Autorin hat es gekonnt verstanden mich immer wieder in verschiedene Richtungen zu schicken, was mich immer mehr in die Bredouille brachte.
Das Zusammenspiel der Kommissare kommt jedoch gut zum Ausdruck und verleiht dem Ganzen etwas Ordnung.
Man lernt dabei die verschiedensten Charaktere kennen, macht sich ein Bild und versucht sich in sie hineinzuversetzen .
Einige von Ihnen waren jedoch schwer für mich zu greifen, wodurch sich aber auch einige überraschende Momente ergaben.
Besonders Milan und Christian waren jedoch wirklich gut ausgearbeitet und haben in mir die unterschiedlichsten Gedankengänge ausgelöst.
Zwei Charaktere die wirklich facettenreich sind und dazu noch sehr interessant gehalten.
Erst zum Ende hin bekamen gerade die Emotionen mächtig Auftrieb. Man spürte die Kaltblütigkeit, die Verzweiflung und die Ängste.
Dabei ging mir mir die komplette Thematik immer mehr unter die Haut und ich hab unglaublich mitgezittert.
Die Abgründigkeit kennt dabei wirklich keine Grenzen und hat mich doch auch etwas schockiert zurückgelassen.

Die Emotionen kochten dann teilweise schon mal über und ich war komplett gefangen in diesem Strudel, aus dem ich nicht mehr herauskam.
Dazwischen gab es für mich aber auch ein Gefühl von Hoffnung und immer wieder hatte ich das Gefühl, Carla würde sich selbst verlieren.
Das was sie ausmacht.
Doch es geht hier nicht nur um sie. Es geht um Macht und Kontrolle.
Um Vertrauen, Liebe und Manipulation.

Ein Psychothriller der zwar zwischenzeitlich etwas langatmig wurde. Mich jedoch keinen Moment aus den Klauen ließ.
Die Autorin hat dabei eine sehr fließende und bildreiche Art zu schreiben, was die eigene Fantasie noch mehr ankurbelt und das Grauen noch mehr manifestiert.
Ich fand es extrem beängstigend und auch beklemmend. Besonders die Idee mit dem sicheren Haus hat mir ausnehmend gut gefallen und wurde auch sehr gut umgesetzt.

Im letzten Drittel wurde nochmal kräftig angezogen und es ging um alles oder nichts. Ein explosiver und nervenzehrender Showdown , der kein Ende nehmen wollte und für mich letztendlich zu einem guten Abschluss gefunden hat.
Dabei hat sie auch ein paar Wendungen eingewoben, die mich wirklich überrascht haben.
Letztendlich ein Buch das ich zwar sehr gelungen fand und das mich zu keiner Zeit zur Ruhe kommen ließ, jedoch nicht ganz so bei mir einschlagen konnte, wie ihre vorherigen Werke.

Fazit:
In ihrem neuen Psychothriller bringt die Autorin einige Themen zur Sprache, die wirklich nicht ohne sind.
Sehr subtil und beklemmend geht sie zu Werke.
Carla, die komplexe Handlung und das ganze Ausmaß dessen , haben mich vollkommen in einen Rausch verfallen lassen.
Unbedingt lesen.

© magischemomentefuermich.blogspot.de

Besser als the Girl before

Von: De Bichergeck Datum : 17.08.2017

bichergeck.blogspot.lu/?m=1

Anfangs dachte ich, dass das Scherbenhaus Ähnlichkeiten mit 'The Girl before' hat, doch dem war Gott sei Dank nicht so.
Da habe ich wohl voreilige Schlüsse gezogen ...

Ein Stalker, der hinter einem her ist?
Unheimlich, beängstigend - aber was dagegen tun? Wegrennen? Die Polizei um Hilfe bitten?
Die Protagonistin Carla im Psychothriller "Das Scherbenhaus" geht zu ihrer Schwester, da diese sie gerufen hat wegen einem Problem, doch dort wird es auch nicht besser.
Diese besitzt ein luxuriöses Haus, das "Save Haven", welches mit besten Sicherheitssystemen ausgestattet ist.
Doch Carla muss schnell lernen, dass nichts sicher ist, ihre Schwester verschwindet spurlos!
Als Leser empfindet man „Das Scherbenhaus“ wie ein Puzzle, dessen Teile es heißt zusammenzusetzen. Wer stalkt Carla? Warum ist Ellen verschwunden? Ist ihr etwas zugestoßen und wenn ja, weshalb?

Je länger Carla in „Safe Haven“ lebt, desto seltsamer kommen ihr die anderen Bewohner vor. Es scheint, als würden alle nach eigenen Regeln und Gesetzen leben und in Carla wächst die Vermutung, dass hinter dem Schweigen der Hausbewohner ein Geheimnis schlummert. Noch ahnt Carla nicht, wie Recht sie damit hat und in welch tödlicher Gefahr sie sich befindet…
Wem kann sie jetzt noch trauen?

Susanne Kliem Kriminalautorin, führt den Leser durch verschiedene Wendungen immer wieder in die Irre, so dass man bis zum Schluss im Dunkeln tappt. Zwar hatte ich einen Verdacht bezüglich des Täters, war mir aber nie wirklich sicher.

Richtig gut gefallen hat mir der Schauplatz, das Safe Heaven, ein sich selbst steuernder Gebäudekomplex, sowie das Potenzial der Stalker-Geschichte.

Mir hat diese Story total gut gefallen, da dieser Psychothriller von seiner beklemmenden Atmosphäre und von seinen starken Dialogen lebt.
Was fehlt? Für meinen Geschmack eine Prise Humor. Aber der ist in diesem Genre per se ein schwieriger Gast und kann bei dem heiklen Thema nur schwer einen Platz finden.

Leicht zugänglich, beängstigend und packend mit ein paar Schwächen

Von: somethoughtsonbooks Datum : 02.08.2017

www.somethoughtsonbooks.com

Die Protagonistin, Carla, ist eine starke und mutige Frau, welche, auf der Suche nach der Wahrheit über den Tod ihrer Halbschwester, unnachgiebig ist. Bereits zu Beginn des Buches erfährt man viel über sie, weshalb Carla für den Leser zweifelsohne kein Rätsel ist. Das moderne Glashaus, in welches sie nach dem Tod ihrer Halbschwester zieht, ist Schaukulisse für einen Großteil der Handlungen. Erinnert hat mich die Art der Geschichtenerzählung an eine Mischung aus Kammerspiel und dem Hitchcock Klassiker „Das Fenster zum Hof“, da alle Ereignisse in dem Glashaus stattfinden und alle für die Story relevanten Charaktere Bewohner des Hauses sind. Diesen Aspekt mochte ich sehr (!), nur hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin den Anfang der Geschichte, bevor Carla in das Glashaus zieht, weggelassen hätte, nach dem Motto „Lass weg, was unnütz ist“, damit hätte die Geschichte weniger inszeniert gewirkt.

Der Schreibstil ist einfach und geradeaus, es wird nicht ausschweifend erzählt und alle Informationen sowie Handlungen sind wichtig für die Geschichte. Leider lag darin in meinen Augen auch die Schwachstelle, denn der Erzählstil war mir zu simpel. Kurz zuvor hatte ich „Fay“ von Larry Brown, einem wirklich tollen Schriftsteller gelesen und „Das Scherbenhaus“ las sich im Vergleich hierzu wie eine Kinder-Hörspielkassette. Grundsätzlich glaube ich, dass der Thriller wahrscheinlich für eine jüngere Zielgruppe oder für Psychothriller-Einsteiger gedacht ist.

Nichtsdestotrotz, auch wenn „Das Scherbenhaus“ nicht perfekt geschrieben ist, hat es mich dennoch, durch seine gruselige und makabre Geschichte, in seinen Bann gezogen. Susanne Kliem schafft es, das beklemmende Gefühl, welches das Haus auf die Protagonistin ausstrahlt, sehr gut zu transportieren. Ich muss zugeben, an manchen Stellen hatte ich sogar das Bedürfnis mich in meinen eigenen vier Wänden umgucken zu wollen. Durch das technisch hochmoderne Haus kriegt das Buch einen leichten Hang zum Sci-Fi-Thriller. Susanne Kliem stellt eine Zukunftsvision dar, in der wir ohne Schlüssel in einem Smart-Home wohnen und alles bis zur Kellertür per App steuern können.

Die Dramaturgie steigert sich bis die Handlung kurz vor Schluss seinen Höhepunkt erreicht. Auch wenn dies ein klassisches Stilmittel ist, kam mir die Einfachheit sehr entgegen, da meine zuletzt gelesenen Bücher kaum merkliche Dramaturgie-Schwankungen hatten. Der Leser kann sich außerdem bis zum Ende nicht sicher sein wohin die Geschichte ihn führt. Selbst auf den letzten 10 Seiten konnte ich noch nicht mit Sicherheit sagen wie die Geschichte enden wird. Dieses Katz- und Maus-Spiel mit dem Leser hat mir sehr gefallen und macht das Buch von Anfang bis Ende zu einem durchgehend spannenden Thriller.

Was mir gefiel:
„Das Scherbenhaus“ ist beängstigend, packend und leicht zugänglich. Ohne jegliche Längen, lässt sich der Thriller innerhalb von 2 Tagen schnell lesen.

Was mir fehlte:
Sprachlich und stilistisch hätte die Idee der Geschichte eindeutig mehr hergegeben. Die Erzählungen, gerade zu Beginn, wirkten auf mich etwas zu inszeniert. Inhaltlich hätte ich den Teil vor dem Einzug in das Glashaus gestrichen, denn die Idee hätte auch so funktioniert.

Mein Gesamteindruck:
Ein kurzweiliger, schnell gelesener Psychothriller mit einer beklemmenden und teils gruseligen Geschichte. Gut für einen entspannten Sonntagnachmittag, aber leider nichts woran man sich in 10 Jahren noch erinnert.

Wer verfolgt Carla?

Von: Caro Kruse Datum : 28.07.2017

www.krimikiste.com

Das ist eine der Fragen, die sich in diesem rasanten Thriller stellen. Der Stalker, der sie bedroht, scheint ihr näher zu kommen - da kommt der Ortswechsel in das Smart Home ihrer Halbschwester gerade recht. Doch auch dort geht es nicht mit rechten Dingen zu. Ihre Schwester stirbt, und Carla glaubt nicht an einen Unfall. Susanne Kliem hat ein extrem spannendes Szenario entwickelt, in dem die Bedrohung von ... ja, von wem ausgeht? Da rätselt man lange dran, bis zum Showdown am Ende. Sehr gelungen!

Guter Roman, schlechter Psychothriller

Von: SophieNdm Datum : 24.07.2017

sophies-leseecke.blogspot.de/

Inhalt:

Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden.

Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin.
In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt.

Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen.
Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen?

Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit.
Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt


Meine Meinung:

Der Klappentext war etwas irreführend. Es ist nämlich nicht so, dass sich Carla zu Ellen flüchtet, weil Sie Angst hat sondern weil Ellen Sie darum bittet zu kommen.

Bis Carla endlich in die Gänge kommt und merkt, dass etwas nicht stimmt dauert es ziemlich lang.

Generell war die Handlung sehr in die Länge gezogen und ziemlich unspektakulär für einen Psychothriller. Ich habe mir da mehr Spannung und Nervenkitzel erhofft.

Etwas Spannung kommt lediglich auf den letzten 150 Seiten auf. Hier ist aber alles so plötzlich und wirkt sehr erzwungen und nicht richtig passend.

Carla war mit eigentlich sympathisch, nur ihre Naivität hat mich etwas genervt.
Sie vertraut fremden Menschen blind und auch Christians Verhalten will sie nicht als das erkennen was es ist.

Die Idee hinter der Geschichte ist an sich gut aber zu unspektakulär für einen Psychothriller, ich würde das Buch eher als Roman einstufen.

Wenn man sich nicht vom Klappentext beeinflussen lässt und zu viel erwartet ist das Buch ziemlich gut. Man sollte aber nicht in der Erwartung an diese Geschichte rangehen einen packenden Psychothriller zu lesen.

Der Schreibstil war sehr bildhaft und plastisch, man konnte sich "Safe Haven" und die Bewohner gut vorstellen. Es kommen oft Duftbeschreibungen der Umgebung vor, was dazu führte dass die Geschichte für mich extrem lebhaft rüberkam.

Fazit:

Ganz nett, gute Idee, aber für mich definitiv kein Psychothriller. Kann man lesen, ist aber kein muss.
Ich denke ich würde erstmal zu keinen weiteren Werken der Autorin greifen.
Dennoch hat mich das Buch unterhalten und es war gut zu lesen.

Zäh

Von: Books and Biscuit Datum : 14.07.2017

booksandbiscuit.blogspot.de

Manchmal frage ich mich, ob Psychothriller früher wirklich spannender waren, oder ob sich meine Ansprüche mit der Zeit so nach obengeschraubt haben, dass kaum ein Buch ihnen noch gerecht werden kann. Doch dann lese ich die Rezensionen anderer und stelle fest: Nein, du bist nicht die einzige, die diesen Thriller langweilig fand. Also, wo sind sie geblieben, die nervenzerreißenden Psychothriller, bei denen man vor lauter Hezrklopfen nicht schlafen kann, bis man ihn zuende gelesen hat? Denn auch Das Scherbenhaus zählt leider nicht dazu.

Das Scherbenhaus ist eines von zwei Büchern gewesen, dass ich mit in den Urlaub genommen habe. Jeden Abend habe ich mich an einem von beiden versucht, aber immer schon nach wenigen Seiten wieder abgebrochen. Jetzt, einige Wochen nach dem Urlaub, wollte ich es noch einmal mit Das Scherbenhaus probieren und habe ihn tatsächlich durchgelesen, aber es hat sehr lange gedauert und wirklich Spaß gemacht hat es auch nicht.

Carla führt ein beschauliches Leben auf dem Land und arbeitet im Restaurant ihres Schwagers. Sie erlebt keine großen Abenteuer, aber sie ist zufrieden. Diese ländliche Idylle wird plötzlich zerstört, als ein Stalker anfängt, ihr beunruhigende Fotos zu schicken. Diese anfängliche bedrohliche Atmosphäre hat mich gepackt und ich hätte mir gewünscht, dass sie die ganze Geschichte über anhält, doch das tut sie leider nicht. Ganz im Gegenteil, ich hatte das Gefühl, dass sie sehr schnell wieder verfliegt, weshalb ich auch so oft abgebrochen habe.

Als die Briefe endlich aufhören, bekommt Carla einen Anruf aus Berlin. Ihre Schwester Ellen braucht Hilfe und Carla reist - dankbar für den Tapetenwechsel - zu der modernen Wohnanlage Safe Haven. Eine nette Erholung wird dieser Besuch aber nicht, denn Ellen verschwindet spurlos und wird später tot aufgefunden. Ab hier hatte ich so meine Schwierigkeiten mit Carla, die nämlich erst einmal beschließt, nach Stade zurückzukehren und nur, weil sie dort wieder Briefe ihres Stalker erhält, reist sie doch wieder nach Berlin, um herauszufinden, warum ihre Schwester ermordet wurde. Irgendwie habe ich Carlas Beweggründe nie so richtig verstanden und bin auch nicht mit ihr warm geworden. Da war immer diese gewissen Distanz, die verhindert hat, dass ich wirklich mit ihr mitfieber.

Das Scherbenhaus hatte zwischendurch durchaus immer mal wieder spannende Abschnitte, aber im Großen und Ganzen hat mir doch das Tempo gefehlt. Wenn ich schon eine Protagonistin vor mir habe, mit der ich nicht viel anfangen kann, dann wünsche ich mir zumindest eine anhaltende Spannung, die mich mitreißt. Stattdessen hat Das Scherbenhaus viele Längen und ich habe mich immer wieder dabei ertappt, wie ich ganze Passagen nur quer gelesen habe. Und das ist für mich einfach nicht die Definition eines Psychothrillers. Nervenkitzel? Herzklopfen? Schweißausbrüche? Das alles habe ich beim Lesen vermisst, stattdessen sind mir immer wieder die Augen zugefallen. Ich kann gar nicht mehr sagen, wie oft ich über der Geschichte eingeschlafen bin, bis ich das Buch schließlich nach etlichen Tagen ausgelesen hatte.

Das Scherbenhaus

Von: Nicole Plath Datum : 02.07.2017

www.nicole-plath.de

Carla bekommt seit Monaten Fotos von menschlicher Haut und Messern geschickt. Hinzu kommt, dass sie von einem Unbekannten verfolgt wird. Als sie die Möglichkeit bekommt, zu ihrer Halbschwester Ellen nach Berlin zu fahren, nimmt sie diese wahr. Ellen lebt im „Safe Heaven“, ein von ihr entworfenes Haus, welches mit allen erdenklichen Raffinessen und Sicherheitseinstellungen ausgestattet ist. Doch kaum ist Carla in Berlin angekommen, hat Ellen einen tödlichen Unfall. Es geschehen weitere merkwürdige Dinge, und Carla vermutet, wer auch immer hinter all den Geschehnissen steckt, kann nicht von außen kommen – er ist im „Safe Heaven“.

Susanne Kliems „Das Scherbenhaus“ hat mich anfangs enttäuscht. Alles erinnerte mehr an ein Drama. Der Stalker, Ellens Unfall und das Verhältnis der Hausbewohner untereinander. Kein „Psycho“, kein „Thrill“ – doch dann, plötzlich, war beides da. Als hätte die Autorin einen Schalter umgelegt.

Nervosität und Spannung übernahmen die Gefühlswelt. Ein immer tieferes Eintauchen in die dunkle Täterseele und ihr Handeln. Wie Carla versucht der Leser hinter die wirkliche Wahrheit zu kommen. Geschickt baut die Autorin eine Brücke zwischen Carla und dem Leser.

Ein guter Schreibstil führt den Leser durch die gesamte Geschichte. Die Figuren nehmen nur so viel Raum ein, wie es für das Verständnis und den Fortgang des Romans notwendig ist. Dadurch bleibt ein glatter roter Faden, ohne zu viele Abzweigungen von der eigentliche Geschichte, die ablenken könnten. Der Fokus liegt auf Clara und ihrer Suche nach der Wahrheit.

Trotz der anfänglichen Probleme, welche ich mit „Das Scherbenhaus“ hatte, kann ich das Buch empfehlen. Mit Raffinesse und Feingefühl erzeugt die Autorin langsam eine Gänsehaut, die bis zum Ende bleibt.

Ich danke dem Bloggerportal und dem carl’s books-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

Das Scherbenhaus von Susanne Kliem

Von: Ronja Datum : 27.06.2017

lesen-ist-sexy.blogspot.de/

Hej,

Puh, endlich ist die letzte Präsenzphase des 5. Semesters um - somit auch die Prüfungen. Ich habe auch nicht mehr viel, was ich bis zum Ende des Semesters ausarbeiten muss und kann mich jetzt mit ein paar Büchern zurücklehnen. So konnte ich auch mal wieder einen Psychothriller lesen - hach, es ist einfach mein Lieblingsgenre.

Jedes Haus birgt Geheimnisse. Doch in diesem lauert der Tod.

Carla erhält seit Monaten anonyme Drohbriefe und wird von Angstattacken geplagt. Als sich die Chance ergibt, in ein hochmodernes Wohnhaus nach Berlin zu ziehen, freut sie sich auf den Neuanfang. In Ihrem perfekt abgesicherten Smart Home und der engen Hausgemeinschaft fühlt sie sich beschützt. Doch dann gibt es immer mehr alarmierende Vorfälle, und Carla ahnt, dass der Feind gar nicht von außen kommt. Er ist schon längst bei ihr ...

Der Klappentext hat mich total neugierig gemacht, da es sehr viel Potenzial bietet, wenn ein Haus voller Technik involviert ist. Beim Lesen überraschte es mich sehr, dass das Buch einen Teil in meiner Heimatstadt Stade spielte. In Hamburg spielen ja viele Werke, aber in Stade - das war auf der einen Seite komisch, auf der anderen wusste ich sofort, wie die Umgebung aussah und fühlte mich heimisch. Heute wohne ich nur ein paar Kilometer von meiner Heimatstadt entfernt (die auch Erwähnung in dem Buch fand).
 
Ich muss gestehen, dass ich mit Carla überhaupt nicht warm geworden bin. Ich mag solche unsicheren, teils sehr naiven Charaktere nicht - natürlich darf sie verängstigt sein (sie wurde gestalkt, zwar nicht so extrem, wie man es nach dem Klappentext erwartete), aber sie bot keinen Nährboden für den kleinsten Funken Sympathie. Auch die Bewohner aus dem Haus ihrer Halbschwester fand ich alle furchtbar gekünstelt und unsympathisch - am Schlimmsten fand ich Milan Wagner. Dumm und platt. Jule wirkte sympathisch und kam mir immer als Einschub vor, damit man die Lust am Lesen nicht verlor. Jule hätte ich sehr gerne als Hauptcharakter gehabt :D Und Ellen ... nun ja. Von der Guten konnte ich mir so gar kein Bild machen, weil sie so schnell wie sie auftauchte, auch wieder verschwand. Den einzigen, den ich halbwegs sympathisch fand, war Christian - aber leider auch erst auf den letzten 20 Seiten des Buches. Vorher verhielt er sich einfach furchtbar. Noch nie habe ich beim Lesen so oft mit den Augen gerollt und ein Buch beiseite gelegt.

Auch, wenn ich die Charaktere schwach fand, hatte Kliem ein gutes Gefühl für das Erschaffen der richtigen Atmosphäre. Es wirkte oft düster und bedrohlich, ohne das dies vieler Worte bedurfte. Ihre Beschreibungen waren präzise und zielgerichtet - aber ein aalglattes, perfektes Haus ist auch eine tolle Grundlage zum Unwohlfühlen :) und ein altes, knarrendes Reetdachhaus auch :D Leider nutzte sie das Haus so gar nicht für ihre Geschichte. Es wurde zwar oft erwähnt, was alles technisch gesteuert wurde, aber im Endeffekt spielte dies für den Verlauf der Geschichte kaum eine Rolle. Leider - da steckte sehr viel Potenzial drin für eine Menge Nervenkitzel.

Alles in allem fand ich die Grundidee sehr gut, aber die Umsetzung gefiel mir nicht. Die Geschichte war mir zu langatmig, Carla war entweder zu ängstlich oder viel zu neugierig, sodass es nicht zu dem Charakter passte, den man für sie aufbaute. Und ihre Stärken gerieten durch ihre naiven Züge komplett in den Hintergrund. Irgendwann dachte man nur noch:"Oh, Carla ..." und wollte sie für ihre Naivität in den Arm nehmen. Alle anderen Charaktere aus dem Safe Haven reagierten immer unangemessen - auch mit der Auflösung am Ende kann ich mir viele Reaktionen nicht erklären oder nachvollziehen. Diese haben das Buch für mich nicht spannend gemacht, sondern auf Dauer genervt. Einzig und allein die Tatsache, dass mir nicht sofort klar war, wer hier der Bösewicht ist, hat mich das Buch beenden lassen. Einen weiteren Teil würde ich nicht lesen wollen.

Was mir noch sauer aufgestoßen ist, ist die Pressestimme auf dem Buchrücken. Ich bin kein Fan davon, aber ich mag es gar nicht, wenn darauf ein Loblied zu einem vorherigen Werk der Autoren steht. Das hat meine Erwartungen ziemlich hochgesteckt, diese wurden mit diesem Buch ganz schön enttäuscht. Leider.

Unter dem Genre Psychothriller würde ich das Buch nicht laufen lassen, da ich zu keinem Zeitpunkt beim Lesen dieses mulmige Gefühl hatte, was Thriller oft auslösen. Ich war regelrecht gelangweilt und wartete nur, dass endlich etwas Spannung aufkam. Das Potenzial war definitiv gegeben - dieses wurde von der Autorin durch die permanent komischen Verhaltensweisen der Charaktere allerdings gnadenlos niedergemäht. Als wäre zum Ende meine Langeweile der Geschichte gegenüber nicht schon groß genug gewesen, war das Ende auch noch unglaublich schlecht. Das war so ein typisches ARD-Tatort oder Spielfilm-Ende (und wenn es um sowas geht, stinken deutsche Filme gerne gegen bspw. amerikanische Filme ab - denn wir überspitzen es immer so und es wirkt alles so steif, unrealistisch und langweilig).

Ich kann dieses Buch weder empfehlen, noch nicht-empfehlen. Da muss sich jeder selbst ein Bild von machen.

Susanne Kliem - Das Scherbenhaus - carl'sbooks Verlag - Broschiert - 14,99 € - 332 Seiten

Das Scherbenhaus von Susanne Kliem

Von: bookworld_online Datum : 12.06.2017

https://bookpageweb.wordpress.com


Klappentext:
Jedes Haus birgt Geheimnisse. Doch in diesem lauert der Tod.
Carla erhält seit Monaten anonyme Drohbriefe und wird von Angstattacken geplagt. Als sich die Chance ergibt, in ein hochmodernes Wohnhaus in Berlin zu ziehen, freut sie sich auf einen Neuanfang. In ihrem perfekt abgesicherten Smart Home und der engen Hausgemeinschaft fühlt sie sich beschützt. Doch dann gibt es immer mehr alarmierende Vorfälle, und Carla ahnt, dass der Feind gar nicht von außen kommt, er ist schon in ihr...

Inhalt:
Carla Brendel macht eine Schlimme Zeit durch. Sie wurde gestalkt und erhielt von ihrem Stalker Briefe und Emails mit Fotos von teilweise verletzter menschlicher Haut. Zu den terrorisierenden Briefen kommt noch hinzu dass ihre Schwester vor kurzem an Krebs verstorben ist.
Seit diesen Vorfällen hat Carla panische Angst vor fremden Menschen. Ihre Halbschwester Ellen bittet Carla zu ihr nach Berlin zu kommen. Dieser Tapetenwechsel vom Land in die Großstadt scheint ihr auf den ersten Blick ganz gut zu tun.
In Ellens Wohnanlage fühlt sich Carla durch die moderne Sicherheitstechnologie geschützt. Kurz nach Carlas Ankunft verschwindet Ellen jedoch spurlos und wird wenige Tage später tot aus der Spree geborgen. Carlas Suche nach dem waren Grund für den Tod ihrer Schwester beginnt.

Meine Meinung:
Schon die ersten Seiten haben mich an das Buch gefesselt! Äußerst Spannend und einfach nicht mehr aus der Hand zu legen bevor es zu Ende ist. Susanne Kliem versteht ihr Handwerk wirklich und erschafft eine tiefgründige Psychospannung.
Im Safe Heaven scheint nichts wirklich. Fassade und Persönlichkeit einer Person sind oft nicht das selbe. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft können geleugnet sein, genauso wie der unscheinbare, verschlossene Nachbar von nebenan der beste Freund sein kann. Freund entpuppt sich als Feind und der ehemalige Feind wird zu einer bedeutenden Person. Das Scherbenhaus thematisiert menschliche Abgründe in einer äußerst spannenden Form. Psychische Manipulation und die möglichen Gefahren eines Smart Home Systems werden präzise dargestellt und sehr bereichernd in den Spannungsbogen eingebaut. Dabei helfen auch die geheimnisvollen und präzise gewählten Charaktere.
Einziger Wermutstropfen an diesem grandiosen Werk sind die teilweise großen Sprünge und die dadurch entstehenden Löcher in der Handlung.

4 von 5 Sternen

Kein Thriller, aber fesselnd!

Von: Sabine Kettschau Datum : 26.05.2017

https://niliversum.wordpress.com/

Inhalt:
Carla Brendel macht eine schwere Zeit durch. Ein Stalker hat sie lange mit perfiden Fotos von mit Messern verletzter Haut und kranken Zeilen tyrannisiert und so ganz kann sie nicht glauben, dass er auf einmal Ruhe gibt. Als ihre Halbschwester Ellen sie eindringlich bittet zu ihr nach Berlin zu kommen, ergreift Carla die Chance, um ein wenig aus ihrer angestammten Umgebung herauszukommen. Zumal Ellen ihr eine Zuflucht in der von ihr entworfenen luxuriösen Wohnanlage namens Safe Haven mitten in Berlin schmackhaft gemacht hat. Doch ist die Sicherheit in diesem Hafen nur von kurzer Dauer oder ist alles ein großes Schmierentheater und es steckt weitaus mehr hinter dem merkwürdigen Verhalten des ein oder anderen Hausbewohners, das muss Carla schnell herausfinden. Denn offenbar kann man in Safe Haven schnell die Sicherheit und sein Leben verlieren!

Meine Meinung:

Kein Thriller, aber fesselnd!

Wenn man den Klappentext liest, möchte man am liebsten sofort loslesen! Zumindest als Thrillerfan! Und so ging es auch mir! Ich wurde tatsächlich getriggert, allein von dem Wort „Psychothriller“ auf Cover und dann diesen Fotos des Stalkers. Uuuh, da musste ja was ganz verrücktes hinter stecken... Deswegen habe ich mich auch mit Feuereifer in die Geschichte gestürzt und hab mich erst mal noch mehr gefreut, weil es absolut keine Schonzeit gibt, kein seichtes Vorgeplänkel. Man wird gleich mit diesen Bildern konfrontiert, mit den Ängsten von Carla. Und dann? Nun, für mich persönlich blieb das Spannungslevel dann gleichbleibend. Seichter als zu Beginn.

Die Vorkommnisse in Safe Haven, die Todesfälle, da fehlte mir tatsächlich das thrillige etwas.

Trotz diesem Manko für mich muss ich sagen, dass die Seiten nur so dahinflogen, nachdem ich mich einmal damit abgefunden hatte, dass es eben für mich kein Thriller ist, sondern ein echt gut und fesselnd geschriebener Krimi.

Gut geschrieben in dem Sinne, dass man das Buch wirklich nicht aus den Händen legen mag. Die Sprache ist sehr gut lesbar, mitreißend, bildhaft. Das Safe Haven z.B. hat man wirklich gut vor Augen, dieses hochmoderne, für mich sehr steril wirkende Herzstück der Geschichte.

Leider galt das nicht für die ein oder andere Figur, die ich doch etwas näher hätte kennen lernen wollen, aber da fehlte der Tiefgang. Andere, z.B. Carla selbst, sind gut ausgearbeitet.

Auch wenn ich hier den Thriller vermisst habe, so hab ich das Buch doch tatsächlich in 3 Tagen ausgelesen :) Trotzdem ich arbeiten war! Gabs schon lange nicht mehr! Und deswegen ist „Das Scherbenhaus“ für mich auch alles in allem ein gutes Buch zum Wegschmökern. Grad jetzt vielleicht für den Sommer im Urlaub, wo man sowas gern mit hat!

Fazit:
Zwar für mich kein Thriller, aber trotzdem eine Geschichte, die einen mitreißt und die man nicht aus der Hand legen mag!

Bewertung:

4 von 5 Nilpferden

Danke an carl´s books für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

© Sabine Kettschau/Niliversum

Mitreißender Psychothriller

Von: Celina Datum : 22.05.2017

https://exlibrisreadmorebooks.blogspot.de

Das Cover stellt eine Fensterwand dar und passt perfekt zum Wohnhaus in dem das Meiste der Geschichte geschieht.
Der Roman ist vom Sprachstil in der Alltagssprache geschrieben und in 22 Kapitel unterteilt, wobei immer aus der auktorialen Erzählperspektive berichtete wird.
Das Buch ist von Anfang an spannend geschrieben und leitet einen zum dauerhaften Weiterlesen. Zum Ende hin wird es nochmal besonders spannend.
(Achtung Spoileralarm!)
Carla wird in ihrem kleinen Dorf von einem Stalker heimgesucht und bekommt Drohbriefe mit Fotos von Wunden und Sprüchen wie "Hab nur noch ein wenig Geduld, bald lernen wir uns kennen." Sie wird von Angstattacken geplagt und mag nicht mehr alleine sein. Zur selben Zeit meldet sich ihre Halbschwester Ellen bei ihr, mit welcher sie kaum Kontakt hat und bittet sie dringend zu ihr nach Berlin. Aufgrund der Panik in Ellens Stimme fährt Carla hin und fühlt sich in der Masse von Menschen sicherer. Ellen verrät ihr, dass sie ein Geheimnis über jemanden aus ihrem nagelneuen und hochmodernen Wohnhaus herausgefunden hat. Sie bangt um ihr Leben und versichert Carla, dass wenn sie tot aufgefunden wird, es kein Unfall war.
Als Carla und Ellen dann mitten in Berlin in einem Restaurant sitzen und Ellen einen Anruf bekommt, rausgeht und nie wieder kommt, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ellen wird tot aufgefunden und Carla zieht nach ein paar Überlegungen in Ellens Wohnung des Smart Homes, welches Carla nun geerbt hat. Sie versucht selbst, nachdem die Polizei den Fall zu den Akten gelegt hat, weiter zu forschen.
Es ereignen sich alarmierende Vorfälle im hochkomplexen Wohnhaus.
Neben einer sich entwickelnden Liebe wird die Unterdrückung und Abhängigkeit eines im Wohnhaus lebenden Sadisten mitreißend erzählt.

Fazit
Die Geschichte ist von Anfang an spannend geschrieben und lässt einen kaum noch los. Es scheint nicht vorhersehbar, wer der Täter ist.
Auch ist die sich entwickelnde Beziehung zwischen Carla und einem Mann aus dem Wohnhaus perfekt eingebaut. Denn man weiß bis knapp vor dem Ende nicht, was man von dem Mann und somit von der Beziehung halten soll.
Besonders schön fand ich das abschließende Happy End.
Susanne Kliem hat es wirklich geschafft eine "hintergründige Psychospannung" aufzubauen und diese schön zu verpacken!

Ich fand das Buch super und kann es jedem empfehlen, der Thriller mag und bis zum Schluss überlegen möchte, wie es ausgehen könnte.

Rezension "Das Scherbenhaus"

Von: booklove33 Datum : 20.05.2017

https://booklove33.wordpress.com

Facts:
Autor: Susanne Kliem
Preis: 14,99 € (D)
Verlag: Carl's Books
Seitenzahl: 329
ISBN: 978-3-570-58566-5

Inhalt:
In dem Buch geht es um die Köchin Carla, sie arbeitet im Restaurant ihres Schwagers in Stade (im Norden von Deutschland). Dort ist sie auch aufgewachsen, ihre Schwester Moni ist an Krebs gestorben. Das ist ein herber Rückschlag für sie. Noch dazu kommt, das sie seit ein paar Monaten, anonyme Drohbriefe erhält. Sie lebt jetzt mit Angstattacken. Als dann auch noch ihre Halbschwester Ellen aus Berlin anruft und total aufgelöst klingt, weiß sie nicht was sie tun soll. Soll sie wie ihre Schwester es verlang nach Berlin kommen oder sich weiter in ihrem Haus einschließen?
Doch sie fast den Entschluss für ein paar Tage nach Berlin zu fahren, dort trifft sie auf eine total erschöfte und ängstliche Ellen. Die ein schreckliches Geheimnis entdeckt hat. Doch Ellen kann dieses Geheimnis nicht mehr Weitergeben. Ellen verschwindet spurlos und wir nach ein paar Tagen Tod in einem Kanal gefunden. Ellen überlässt ihrer Schwester ihr Haus "Safe Haven" in dem auch andere Mitglieder schon wohnen.
Carla beginnt ein neues Leben in Berlin, doch dann gibt es mehrere Vorfälle die einfach nicht seien können und Carla beginnt zu zweifeln das die Bedrohung nich von außen kommt, sondern von innen und schon längst bei ihr ist.

Meinung:
Wie einige vllt wissen wage ich mich erst seit kurzem in die Richtung der Thriller und besonders die Psychothriller haben es mir angetan. Die Autorin hat die Spannung super aufgebaut so das ich wirklich von Anfang an mitten in der Handlung war. Als ich die Anfrage von dem Verlag erhalten habe habe ich mich erst aml gefragt wieso dieses Buch "Das Scherbenhaus" heißt doch das habe ich dann schnell herausgefunden (ich glaube es gibt sogar zwei Bedeutungen) . Wie oben schon gesagt war ich schnell in dem Buch drinnen was von einem guten Schreibstill der Autorin zeugt. Die Protagonisten waren mir sehr sympathisch, nur manche Handlungen konnte ich nicht so richtig nachvollziehen was etwas schade war. Ich persönlich hätte in diesen Situationen anders gehandelt bzw. anders gedacht.
Wer wie ich erst in das Genre reinkommen möchte, für den ist "Das Scherbenhaus" ein super Anfang. Nicht all zu blutig aber trotzdem sehr spannend und mitreisend.

Sterne:
Ich gebe dem Buch 4☆ von 5☆ Sterne.

Bist du wirklich sicher?

Von: Rezifeder Datum : 17.05.2017

www.rezifeder.blogspot.de/

Bis vor Kurzem führte Clara Brendel ein sehr zufriedenes Leben im idyllischen Stade, wo sie als Köchin im gut besuchtem Restaurant ihres Schwagers arbeitet. Doch seit einigen Wochen erhält sie immer wieder bedrohliche Mails und Briefe von einem unbekannten Stalker. Er schickt ihr Fotos von blutigen Wunden und Messern, die Polizei kann allerdings nichts unternehmen. Clara wird immer besorgter und verlässt ungern das Haus.

In dieser Zeit erreicht sie überraschend ein Anruf ihrer Halbschwester Ellen. Ellen bittet sie dringend um ein Treffen. Verwundert fährt Clara nach Berlin und trifft Ellen in deren luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", von ihr selbst entworfen und mit modernsten Sicherheitssystemen ausgestattet.

Ellen erzählt, dass sie in Gefahr schwebt. Aber bevor Clara Näheres erfährt, verschwindet Ellen. Tage später wird ihre Leiche in der Spree gefunden. War es tatsächlich ein Unfall? Aber was ist mit der Bedrohung, die sie ansprach? Zudem hat Clara mehr und mehr das Gefühl, dass die anderen Bewohner von "Safe Haven" etwas zu verbergen haben ...

Bewertung:

"Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem kombiniert zwei Gefahrensituationen für die Protagonistin, bei denen man gespannt sein darf, ob und inwieweit sie miteinander in Verbindung stehen. Da ist zunächst einmal der unbekannte Stalker, der Carla bedroht. Alles beginnt als harmloser Facebookkontakt, doch dann kommt die erste verstörende Mail. Später erreichen Carla Briefe an ihre Adresse, und schließlich lässt ein mysteriöser Restaurantgast, offenbar der Stalker, ihr persönlich eine Nachricht übermitteln. Kein Wunder, dass Carla immer panischer wird. Der Polizei sind jedoch die Hände gebunden, auch wenn sie Carlas Sorge durchaus ernst nehmen.

Und dann ist da Ellens mysteriöser Tod. Die Berliner Polizei geht schnell von einem Unfall unter Alkoholeinfluss aus. Carla aber ist überzeugt davon, dass irgendjemand seine Hände mit ihm Spiel hatte, zumal Ellen sich bedroht fühlte. Da Carla das eindrucksvolle Haus erbt und ohnehin vor ihrem Stalker flüchten will, zieht sie bis auf Weiteres dort ein. Die Nachbarn sind ein buntes Potpourri: Milan ist ein charmanter älterer Mann mit eindrucksvoller Ausstrahlung und offenbar so etwas wie der heimliche Anführer der Hausbewohner. Der stille, attraktive Künstler Christian lebt mit dem schönen Model Eva zusammen; allerdings ist Eva oft auf Reisen. Carla fühlt sich rasch zu Christian hingezogen, wenngleich sie das wegen Eva zu verdrängen versucht. Und dann gibt es noch das Ehepaar Verena und Gisbert samt der fünfzehnjährigen Tochter Sarah. Gisbert ist oft beruflich unterwegs; Sarah erscheint Carla recht unnahbar und verstockt. Bald kommt Carla der Verdacht, dass einem ihrer Nachbarn nicht zu trauen ist, dass jemand mehr weiß über Ellens Tod - doch es ist schwer herauszufinden, wer von ihnen das sein könnte.

Für den Leser ist es gleichermaßen nicht so leicht, die Zusammenhänge zu erschließen, es gibt falsche Fährten, und jeder ist verdächtig. Gespannt verfolgt man, was Carlas Ermittlungen ergeben und was aus ihrem Stalker wird. Das elektronisch gesteuerte Safe Haven ist überdies ein reizvoller Schauplatz. Zunächst fühlt sich Carla hier bedeutend sicherer als in Stade, wo der Stalker lauert. Das ändert sich aber, als sich andeutet, dass einer ihrer Nachbarn in Ellens Tod verwickelt ist. Auch die elektronische Steuerung der Wohnung zeigt ihre Tücken; Musikanlage und Heizung spielen plötzlich verrückt, obwohl Carla sicher ist, dass sie selbst nichts verstellte.

Etwas schwach ist die detaillierte Offenbarung des Täters. Gerade in Zeiten, wo man problemlos heimlich Sprach- und Videoaufzeichnungen machen kann, ist es nicht glaubwürdig, dass jemand bereitwillig von seinen kriminellen Taten erzählt. Damit ist der Täter zwar noch nicht offiziell überführt, trotzdem ist dieses Geständnis enttäuschend für den Leser, weil es die Dinge etwas zu einfach macht. Weiterhin ist Carla als Protagonistin etwas blass geraten, auch die anderen Hausbewohner - mit einer Ausnahme - hätten ruhig noch charismatischer dargestellt werden können. Überdies hat sich eine Szene zweimal in die Handlung geschlichen: Clara erfährt vormittags telefonisch, dass Ellens Tod als Unfall zu den Akten gelegt wird, und berichtet dies Jule direkt im Anschluss. Am Nachmittag erzählt sie Jule allerdings das Gleiche, und Jule wirkt überrascht, als hätte sie zuvor nichts davon erfahren; keine von beiden scheint sich an das vorherige Gespräch zu erinnern.

Fazit:

"Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem ist ein unterhaltsamer und reht spannender Thriller um einen unbekannten Stalker und (mindestens) einen rätselhaften Tod. Es gibt zwar auch kleine Schwächen, insgesamt aber wird man hier solide unterhalten.

Guter Psychothriller

Von: Angela Busch Datum : 17.05.2017

https://literaturgarten.blogspot.de


INHALT/KLAPPENTEXT:

Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt,,,

Meine Meinung:

Ich bin ziemlich schnell in diese spannende Geschichte hineingekommen. Der Schreibstil war sehr ansprechend, klar, flüssig und einprägsam.
Die Autorin hat sofort in den ersten Seiten den Spannungsbogen sehr hoch angesetzt mit der unheimlichen Verfolgung Carlas durch einen Stalker über Facebook. Das hat mich beeindruckt, da es ja tatsächlich in unserem Leben real passieren kann. Auch die Verkettung von Technik und Datenapps in der Berliner Wohnanlage haben mir leichte Bauchschmerzen verursacht. Ein Haus, welches mit neuester Technik perfekt ausgestattet ist, löst bei mir sofort Unbehagen aus.
Mir erschien die Geschichte allerdings recht offensichtlich erzählt und mein schnell aufkommender Verdacht , wer hinter all diesen merkwürdigen Geschehnissen steckt, bestätigte sich tatsächlich am Ende des Romans. Obwohl ich keine echte Kennerin des Genre eines Psychothriller bin, war mir eigentlich von Anfang klar, wer diese Fäden zieht um Carla zu beeinflussen und zu verunsichern. Beeinflussung und eine immer mögliche gegenseitige Manipulation von Menschen haben diesem Roman sehr viel Raum und Entfaltungsmöglichkeiten gegeben.
Richtig warm geworden bin ich mit den meisten Charakteren dieser Geschichte leider nicht wirklich. Carla zittert zum Beispiel vor Angst , wenn der Briefträger kommt und imaginäre Briefe abliefert, ist aber gefasst und behält einen kühlen Kopf, wenn die Schwester vor ihren Augen bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Lokal verschwindet und anschliessend tot aufgefunden wird. Dieses Verhalten erscheint mir einfach ein wenig unglaubwürdig. Auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Carla und einem Hausbewohner empfand ich recht farblos, langweilig und ohne Esprit erzählt.

Für mich war dieser Roman ein sehr gutes Unterhaltungsbuch, welches einige nette Stunden beschert, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Meine Bewertung: ein gutes Buch , dem ich gerne drei *** Sterne vergebe.
Herzlichen Dank an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplar.


Grundidee gut, aber Umsetzung..

Von: Juli Datum : 17.05.2017

phantastischebuchwesen.blogspot.de/

Wisst ihr, was ich an Psychothrillern so mag? Die Spannung. Dass ich bis zum Ende nicht weiß, wer es war. Wer war der verrückte Stalker? Wer war der Mörder? Von daher gibt es für mich nichts schlimmeres, als den Moment, wenn ich weiß, wer es war. Und das, ohne noch mal Zweifel zu hegen.
Es war einfach zu offensichtlich wer es in diesem Buch war. Und das hat mir sowas von den Spaß genommen. Ich konnte mich einfach nicht mehr dazu hinreißen lassen, das Buch in irgendeiner Weise spannend zu finden.

Die Geschichte war für mich alles in allem ziemlich lau.
Ich wurde mit der Protagonistin nicht warm, ich fand sie ziemlich unsympathisch. Und es war oft so, dass es viele Hinweise für eine Sache gab und sie sie einfach ignoriert hat. Das hat mich ziemlich genervt.
Das ganze Setting war für mich etwas flach, denn man hat ja wohl von Anfang an gemerkt, dass in dieser Nachbarschaft irgendetwas nicht stimmen konnte. Und wie schon gesagt, hat mir das ziemlich die Stimmung versaut.

Anhand es Klappentextes habe ich einen super spannenden Thriller mit einem Stalker erwartet, der nur darauf warten es Carla so richtig gruselig zu machen, in dem er auf das Smart Home in ihrem Safe Haven Zugriff nimmt und sie so langsam seelisch kaputt macht. Muhahaha.
Also so denke ich, sollten Psychothriller sein. Das Ganze war für mich leider nur ein Krimi. Nichts mit gebrochenen Seelen a lá Fitzek.

Das Cover finde ich persönlich von den Farben ganz schön.
Der Schreibstil von Susanne Kliem war auch recht angenehm. Ich habe das Buch ja trotzdem in zwei Tagen durchgelesen.

Ich persönlich würde das Buch nicht nochmal lesen. Und Leuten, die auf spannende Thriller stehen, würde ich das Ganze nicht empfehlen. Aber für Leute, die einen Krimi suchen, mit einer eigentlich guten Grundidee, denen kann ich das Buch empfehlen. Denn die Grundidee war wirklich gut. Und es war auch alles irgendwie gut durchdacht. Und eigentlich war die Aufdeckung der ganzen Sache auch wirklich, wirklich gut gemacht. Aber dadurch, dass ich von Anfang an wusste, wer es war, war das alles für mich nicht mehr ganz so gut..

Nichts desto trotz, möchte ich einem anderen Buch von Susanne Kliem noch eine Chance geben. Denn wie gesagt, die Grundidee war super! Nur die Umsetzung nicht ganz so meins.

Nicht gänzlich überzeugt

Von: World of books and dreams Datum : 14.05.2017

worldofbooksanddreams.blogspot.de/

Carla Brendel lebt in einem gemütlichen Haus in dem kleinen Ort Stade. Eigentlich liebt sie das Leben hier, aber seit einiger Zeit erhält sie Briefe von einem Stalker und diese Briefe beinhalten Motive, die einem kalte Schauer über den Rücken laufen lassen. Als ihre Halbschwester Ellen, die als erfolgreiche Architektin in Berlin lebt, sie mit einer dringlichen Bitte zu sich ruft, packt Carla schnell ihre Sachen. Doch kaum treffen sich die beiden Schwestern, verschwindet Ellen auch schon spurlos. Carla wartet in Ellens Wohnung, die in der hochmodernen Wohnanlage Safe Haven liegt, auf Nachrichten. Doch die Nachricht, die sie erhält, ist schrecklich, denn Ellen wurde gefunden, tot. Carla beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und lernt die Nachbarn in Safe Haven kennen, doch diese scheinen alle etwas zu verbergen zu haben.
Meine Meinung:
Gleich mit dem Beginn des Psychothrillers gelang es Susanne Kliem mich mit ihrer doch schon sehr wirkungsvollen Atmosphäre einzufangen. Leider hielt diese nicht ganz so lange an, wie ich es mir gewünscht hätte und die Spannung flachte wieder etwas ab. So ging es dann auch immer weiter, die Spannung baute sich zwar immer wieder auf, doch Adrenalin und langatmig wirkende Passagen wechselten sich immer wieder ab, dabei kann die Autorin durchaus für das gewisse Gänsehautfeeling sorgen, wenn sie geschickt die Atmosphäre aufbaut. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen, dank der sehr klaren und verständlichen Wortwahl. Doch was mir hier einfach gefehlt hat, waren unvorhersehbare Wendungen oder Überraschungen, denn wer hier der Täter ist, war mir einfach viel zu schnell klar. Zwar gelingt es der Autorin immer mal wieder, den Verdacht in eine andere Richtung zu lenken und ich habe auch ab und an mal kleinere Zweifel an "meinem" Täter gehabt und doch lag ich dann letzten Endes richtig.
Interessant fand ich hier die Grundlage der Geschichte, die sehr gekonnt darstellt, wie schnell sich Menschen doch manipulieren lassen, leider ist dies einfach nicht bis ins kleinste Detail ausgefeilt und mir fehlte da einfach das Tempo.
Die Geschichte wird durch einen personellen Erzähler wiedergegeben, der den Leser bei den Handlungen der Charaktere zuschauen lässt. Ich konnte mir das Setting an für sich sehr gut vorstellen und auch der Aufbau des ultramodernen Hauses war sehr lebendig dargestellt, so dass ich zwar den Luxus des Hauses, aber auch die Kälte, die es gleichzeitig ausstrahlte, spüren konnte.
Die Charaktere waren recht authentisch, auch wenn ich eine ganze Weile benötigte, um mit Carla ein wenig warm zu werden. Sie ist schon eine Person, die es ruhig und beschaulich mag und mit ihrem Leben eigentlich zufrieden wäre, wäre da nicht der Stalker. Doch nachdem sie dann in Berlin lebt, beginnt sie sich auch deutlich weiter zu entwickeln und sie geht immer wieder aus sich heraus. Ab da mochte ich sie auch wesentlich lieber, denn sie wird hier durchaus zu einer Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.
Neben Carla gibt es noch weitere Personen, die hier mehr oder weniger intensive Rollen übernehmen. Gelungen fand ich die doch zum großen Teil sehr suspekt wirkenden Hausbewohner des Safe Havens, bei denen ich mir bei keinem sicher war, dass ich ihn oder sie mochte.
Mein Fazit:
Ein Thriller, bei dem ich lange Zeit zwischen Spannung und Langeweile hin und her wechselte, was ich eigentlich sehr schade finde, denn die Autorin kann durchaus intensive Atmosphäre aufbauen. Der Thriller zeigt gelungen auf, wie Menschen sich manipulieren lassen, allerdings hätte ich mir davon mehr noch in Richtung der Protagonistin gewünscht, die auf mich meist einen eher nüchternen Eindruck machte. Ich mag es bei Psychothrillern, wenn man mit den Protagonisten mitfühlen kann und das konnte ich hier leider nur bedingt. Teilweise war es ein wenig zu vorhersehbar, zumindest für jemanden, der sehr viele Bücher in diesem Bereich liest. So blieb es ein Buch, für zwischendurch, dass eine solide Unterhaltung bot.

Ein hochspannender Psychothriller vor beklemmender Kulisse

Von: Claudia Bett Datum : 27.04.2017

www.claudiabett.com

Als ich "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem in der Verlagsvorschau entdeckt habe, landete das Buch sofort auf meiner Wunschliste, denn der Klappentext und auch das Setting klangen so vielversprechend, dass ich sicher war, dass mir dieses Buch gefallen würde. Manchmal liege ich da allerdings auch mächtig daneben, denn viele Bücher halten nicht, was die Klappentexte versprechen, aber bei "Das Scherbenhaus" habe ich mich nicht getäuscht. Abgesehen von dem leider etwas schwachen Ende, hat mich dieser Psychothriller durchaus überzeugt und auch sehr spannend unterhalten.
Susanne Kliem hat ihre Protagonistin Carla sehr präzise ausgearbeitet und einen Charakter entworfen, mit dem ich von der ersten Seite an mitfiebern konnte. Ihre Angst vor dem unbekannten Stalker, der sie seit Monaten bedroht, wurde sehr glaubwürdig und nachvollziehbar geschildert. Er hat sich zwar seit ein paar Wochen nicht mehr gemeldet, aber dennoch gelingt es Carla nicht, ihre Ängste abzulegen. Sie traut sich kaum, alleine das Haus zu verlassen und fühlt sich auch in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher. Obwohl ihre beste Freundin Jule immer für sie da ist, sie im Restaurant ihres Schwagers als Köchin arbeitet und die Arbeit sie ausfüllt und von ihren Sorgen ablenkt, fühlt sie sich oft einsam und alleine mit ihren Ängsten. Ein Neubeginn in Berlin kommt ihr sehr gelegen, denn sie glaubt, dass ihr Stalker sie in der großen Stadt nicht finden kann.
Die Wohnung ihrer Halbschwester Ellen in Berlin ist das genaue Gegenteil von Carlas abgelegenem alten Bauernhaus in Stade, das zwar wunderschön und idyllisch gelegen ist, ihr aber immer mehr zum Gefängnis wurde. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, dass sie sich nach einer neuen Umgebung sehnte und sich im "Safe Haven" zunächst sicher wähnte.
Das Setting war überaus beeindruckend, denn das hochmoderne Wohnhaus, das Carlas Halbschwester Ellen selbst entworfen hat und nach ihren Vorstellungen bauen ließ, um dann selbst darin zu wohnen, löste bei mir äußerst beklemmende Gefühle aus. Das lag jedoch nicht nur an den architektonischen Besonderheiten, mit denen dieses Gebäude ausgestattet ist, sondern vielmehr an der recht eigentümlichen Hausgemeinschaft. Auf den ersten Blick scheint diese Wohnanlage jedoch sicher zu sein – sie ist computergesteuert, die Türen lassen sich über eine Handy-App schließen und öffnen, und das Haus ist gegen Eindringlinge von außen durchaus gut geschützt, aber seine Bewohner sind eben äußerst seltsam. Das erkennt Carla jedoch erst auf den zweiten Blick, denn die vermeintliche Sicherheit und die sehr zuvorkommend und freundlich wirkende Hausgemeinschaft verleiten sie zunächst zu mitunter recht unüberlegten und vertrauensseligen Handlungen. Carla ist davon überzeugt, dass der Tod ihrer Halbschwester kein Unfall, sondern Mord war, auch wenn die Polizei ihr keinen Glauben schenken will. Ellen hat ihr gesagt, dass sie sich bedroht fühlt, konnte ihr allerdings nicht mehr mitteilen von wem und warum, aber erst nachdem Carla im "Safe Haven" ein paar eigenartige Dinge beobachtet und im Keller eine grauenhafte Entdeckung macht, ist sie sicher, dass einer der Hausbewohner dahintersteckt.
Was die Bewohner des "Safe Haven" anbelangt, hat es die Autorin geschafft, äußerst plastische Figuren zu zeichnen, die jedoch sehr schwer durchschaubar und überaus rätselhaft sind. Die Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse innerhalb dieser Hausgemeinschaft sind der eigentliche Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Das Beziehungsgeflecht der Personen untereinander, das von Kontrolle und Manipulation geprägt ist, wäre jedoch etwas nachvollziehbarer, wenn manche Charaktere ein bisschen mehr Tiefe hätten.
Obwohl Susanne Kliem versucht, den Verdacht immer wieder auf eine andere Person zu lenken, war mir recht schnell klar, wer hinter all den rätselhaften Vorkommnissen steckt und für Ellens Tod verantwortlich ist. Trotz dieser Vorhersehbarkeit fiel die Spannungskurve jedoch nicht ab, da das Motiv des Täters bis zuletzt im Dunkeln lag. Allerdings interessieren mich die Beweggründe einer Tat ohnehin meistens mehr als die Identität des Täters. Sein Motiv war für mich zwar durchaus glaubwürdig und auch sehr schockierend, aber trotzdem hat mich das schwache Ende dieses Psychothrillers leider ein bisschen enttäuscht, nicht zuletzt, weil es – zumindest teilweise – etwas zu überkonstruiert war. Das ist umso bedauerlicher bei einer Geschichte, die über mehr als 300 Seiten hinweg geradezu atemlos spannend und atmosphärisch dicht erzählt wird.
Der Schreibstil von Susanne Kliem ist einfach und schnörkellos und lässt sich sehr angenehm und flüssig lesen. Das Spannungslevel ist von der ersten Seite an sehr hoch und konnte trotz der teilweisen Vorhersehbarkeit über das ganze Buch hinweg gehalten werden. Ich war mir lange sicher, dass "Das Scherbenhaus" eines meiner Thriller-Highlights werden könnte, aber auf den letzten Seiten hat mich dieser überaus beklemmende Psychothriller dann bedauerlicherweise doch etwas enttäuscht, sodass ich ein Sternchen abziehen musste. Trotzdem kann ich für diesen hochspannenden Psychothriller auf jeden Fall eine Leseempfehlung aussprechen.

Sicher in Safe Haven?

Von: Sandra S. Datum : 26.04.2017

www.buchrezicenter.de

Ein beschauliches und gemütliches Häuschen in Stade, ein Job als Köchin im gut gehenden Restaurant des Schwagers: Carla Brendel könnte mit ihrem Leben zufrieden sein, wären da nicht diese Briefe von einem Unbekannten, die sie in Angst versetzen. Sie fühlt sich unsicher.
Zudem scheint es ihrer Halbschwester Ellen, eine erfolgreiche und unnahbare Architektin, nicht gut zu gehen. Sie lädt Carla nach Berlin ein, um ihr etwas mitzuteilen. Doch dazu kommt es nicht mehr; Ellen verschwindet während ihres Treffens spurlos und wird tot aufgefunden. War es ein Unfall oder Mord?
Carla beschließt einen Ortswechsel und zieht in das von Ellen geplante und errichtete Mehrfamilienhaus Safe Haven ein. Einerseits kommt ihr das perfekt abgesicherte Haus in ihrer eigenen Situation zu Gute, andererseits versucht sie hier mehr über Ellens Leben und die sehr eigenen Mitbewohner zu erfahren. Diese verhalten sich ihr gegenüber überschwänglich freundlich oder seltsam zurückgezogen. Auch aus Christian wird Carla nicht schlau, er hat seine Freundin des Öfteren zu Besuch aber löst bei Carla eine gefährliche Anziehungskraft aus …

Mein Fazit: Als sehr spannend empfinde ich die Geschichte um Carla, ihre Angst vor einem Stalker zuhause und die Angst vor den Vorgängen im modernen und abgeriegelten Haus ihrer toten Halbschwester Ellen.
Wer ist hier Freund, wer Feind?
Carla schafft es trotz ihrer Selbstzweifel und Ängste, dass die Neugier überwiegt und die Bewohner des Safe Haven von ihr analysiert werden. Jeder hat im Gesamtkonzept eine Rolle, doch wer diese nur spielt, ist schwierig zu ergründen.
Zudem sie sich in den geheimnisvollen Christian verliebt, der theoretisch auch etwas mit dem Tod von Ellen zu tun haben könnte.
Die Geschichte ist gut zu lesen, sie ist im Gerüst sehr durchdacht aufgebaut und alle Charaktere sind zum Ende hin nachvollziehbar. Diese haben mir fast alle gut gefallen, nur Carlas Schwager fand ich etwas schwach, aber als Nebenfigur in Ordnung.
Alle Bewohner des Hauses Safe Haven (übrigens ein sehr passender Name für einen gesteuerten modernen Glaspalast) versuchen etwas zu verdecken oder zu überspielen. Die Beziehungen der Personen untereinander sind ebenso schwer zu durchschauen. Hierdurch baut sich ein Geflecht von Geheimnissen bis zum Ende des Buches auf und als Leserin bin ich von der Aufklärung fasziniert, obwohl ich es mir schon vorher denken konnte. Dies ist ein kleiner Minuspunkt, der der Story jedoch nicht schadet!
Dies war meine erstes Buch von Susanne Kliem, mit Sicherheit aber nicht das letzte! Vielen Dank für die Empfehlung, die ich an spannungsliebende Leser gerne weitergebe!

Beklemmender Psychothriller

Von: Biggi Friedrichs Datum : 25.04.2017

vergessenebuecher.blogspot.de/

Carla Brendel wohnt in einem kleinen Reetdachhaus in einer Kleinstadt in Norddeutschland. Zusammen mit ihrem Schwager führt sie dort ein Restaurant. Seit einigen Monaten wird sie von einem Stalker belästigt, der ihr beängstigende Fotos schickt, so dass sie total verunsichert wird. Von ihrer Halbschwester Ellen hat sie schon sehr lange nichts mehr gehört. Plötzlich meldet sich Ellen, die in Berlin in einer Wohnanlage "Safe Haven" lebt. Sie möchte, dass Carla zu ihr nach Berlin kommt, weil sie ihr etwas dringendes sagen möchte. Zum Gespräch kommt es nie, Ellen verschwindet und ihr Leiche wird in der Spree gefunden. Carla beschließt in "Safe Haven" zu bleiben , weil sie sich dort sicher fühlt. Sie stellt den Hausbewohnern Fragen und bekommt keine ausreichenden Antworten auf ihre Fragen. Als sie nicht aufhört zu ermitteln, gerät sie in tödliche Gefahr.

Susanne Kliem baut die Spannung in diesem Psychothriller langsam auf. "Safe Haven", eine hochmodernes Sicherheitshaus, wirkt auf mich wie ein Hochsicherheitstrakt. Ich wollte in einem solchen Haus, das sehr genau beschrieben ist, nicht wohnen.

Carla Brendel ist eine ängstliche Frau, durch den Stalker total verunsichert, die auf der Suche nach Antworten über sich hinauswächst. Die Bewohner von "Safe Haven" haben alle irgendein Geheimnis, das es aufzudecken gilt und im Laufe der Story auch aufgedeckt wird. Die eingeschworene Hausgemeinschaft scheint durch Intrigen, Machtspielchen und Manipulationen voneinander abhängig zu sein.

Mir hat diese Story total gut gefallen, da dieser Psychothriller von seiner beklemmenden Atmosphäre, starken Dialogen und von seiner unterschwelligen Spannung lebt.

Rezension Das Scherbenhaus

Von: Thrillerkiste Datum : 23.04.2017

thrillerkiste.blogspot.de/

Meine Meinung:
Ich war richtig gespannt auf das Scherbenhaus, weil ich noch nie etwas davon gehört habe und auch die Autorin fremd für mich war. Bereits am Anfang fand ich den Schreibstil angenehm und wirklich leicht verständlich und vorallem flüssig zu lesen. Bis zur Mitte des Buches hat mir leider etwas Spannung gefehlt. Die Protagonisten waren klar beschrieben und ich habe wirklich richtig mitgefühlt und konnte das Buch kaum aus der hand legen. Ich finde, dass ein guter Psychothriller bis zum Ende undurchsichtig sein sollte.. leider war ab der Mitte des Buches zu sehen wer hinter den Morden und Intrigen steht, trotzdem sind immer wieder verdrehte Wahrheiten ans Licht gekommen und deshalb fand ich das Buch bis zum Ende wirklich spannend. Im Laufe des Lesens kamen immer wieder Wendungen, denen ich nicht auf anhieb folgen konnte, die dann am Ende so viel Sinn ergeben haben. Da waren einige Momente, in denen ich plötzlich wie eine Art Eingebung bekommen habe und alles wieder so nachvollziehbar war und in den anderen Momenten war ich einfach nur verwirrt und gleichzeichtig sprachlos, was ein Buch mit jemandem machen kann.
(Spoilerwarnung)
Wieso konnte nicht Christian was mit den Morden zutun haben? Ich war etwas traurig, da ich damit gerechnet habe, oder es mir viel mehr gewünscht habe, dass Christian weiter gegen Carla spielt. Ich glaube, dass ich es besser gefunden hätte, wenn Milan nicht geschnappt worden wäre (oder umgebracht worden wäre), sondern Carla zurück geht und wieder in ihr Altes leben findet. Das wäre vielleicht etwas sardistisch geworden..
Die Autorin hat die Geschichte super umgesetzt und deshlab bekommt das Buch von mir 4/5 Sternen.

Das Scherbenhaus

Von: Seehase1977 Datum : 22.04.2017

seehases-lesewelt.blogspot.de/

Zum Inhalt:
Carla Brendel führt mit ihrem Schwager ein renommiertes Restaurant in ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland in der sie auch ein hübsches kleines Bauernhaus bewohnt. Seit dem Krebstod ihrer Schwester sind Familie und Freunde enger zusammengerückt. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht der Stalker, der Carla seit Monaten das Leben zur Hölle macht und ihr bedrohliche Fotos schickt. Dann meldet sich aus heiterem Himmel ihre Halbschwester Ellen, die in Berlin lebt und Carla um ein Gespräch bittet. Doch kurz nach deren Ankunft in Berlin verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Carla beschließt in die luxuriöse Wohnanlage „Safe Haven“ zu ziehen, die mit dem Neuesten an Sicherheitstechnik ausgestattet ist. Hier fühlt sie sich sicher und beschützt. Die Frage, ob Ellens Tod ein Unfall oder ein Verbrechen war, lässt die junge Frau nicht zur Ruhe kommen und sie beginnt über die Bewohner der Hausgemeinschaft nach Antworten zu suchen. Je länger Carla in „Safe Haven“ lebt, desto seltsamer kommen ihr die Bewohner vor. Es scheint, als würden alle nach eigenen Regeln und Gesetzen leben und in Carla Brendel wächst die Vermutung, hinter dem Schweigen der Hausbewohner ein Geheimnis schlummert. Noch ahnt Carla nicht, wie recht sie damit hat und in welch tödlicher Gefahr sie sich befindet…

„Das Scherbenhaus“ von Susanne Kliem ist neben „Trügerische Nähe“ das zweite Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Und wieder war ich absolut begeistert und gefesselt von Susanne Kliems klarem Schreibstil und die Art und Weise wie intelligent sie ihre Psychothriller schreibt und aufbaut. Je tiefer man in die Story eintaucht, „Safe Haven“ und seine Bewohner näher kennen lernt, desto mehr erfasst einem eine subtile Stimmung und absoluter Nervenkitzel. Sollte das moderne Haus mit all seiner Sicherheitstechnik doch ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, so bewirkte es bei mir – zu Recht wie sich herausstellt – das absolute Gegenteil. Auch wenn nicht wirklich viel passiert, so ist man doch permanent in Alarmbereitschaft und steht unter einer ganz besonderen Anspannung, so als wäre man selbst in „Safe Haven“ zu Hause. Susanne Kliem führt den Leser durch verschiedene Wendungen immer wieder in die Irre, so dass man bis zum Schluss im Dunkeln tappt. Zwar hatte ich einen Verdacht bezüglich des Täters, war mir aber nie wirklich sicher. Die Charaktere sind der Autorin für meine Begriffe perfekt gelungen. Sie sind vielschichtig, authentisch und überzeugend und alle sind miteinander verbunden durch ein Konstrukt von Macht, Intrige und Abhängigkeit. Auch wenn das Ende ein kleines bisschen konstruiert wirkt und ich im ersten Moment etwas enttäuscht zurückgelassen wurde, hat mich das Buch wirklich überzeugt.

Geprägt von einer faszinierenden Kulisse, ist „Das Scherbenhaus“ von Susanne Kliem ein wirklich gelungener und hochspannender Psychothriller voller Atmosphäre, der durch seine permanent bedrückende Stimmung, auch ohne viel Action, für einen ganz besonderen Nervenkitzel sorgt. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und habe mich aller bestens unterhalten gefühlt. Von mir gibt’s eine absolute Leseempfehlung!

Eins führ zum andern

Von: Viola Hardel Datum : 18.04.2017

schnaeutzchen76.blogspot.de/

Mir hat dieses Buch sehr gefallen. Denn hier kann man mal sehen wie schnell sie Menschen manipulieren lassen und man sich abhängig macht.

Wobei man auch sieht das man nicht jedem schnell vertrauen soll/ kann.
Und durch die Erzählweise hat dieses Buch ein gewissen Nervenkitzel gehabt. Man fiebert so richtig mit von Seite zu Seite.

Es wird von beginn an gleich Spannung aufgebaut und es wird immer besser und man weiß nicht so recht wo man dran ist, bis zum Ende hin bleibt alles ziemlich offen. Zumindest habe ich das so empfunden.

Ich muss sagen das mich das Buch sehr beeindruckt hat und ich werde sehen das ich noch ein Buch von ihr lese um zu sehen ob die anderen Bücher da mithalten können.

Gut aber vorhersehbar

Von: Raffi`s Library Datum : 08.04.2017

https://www.youtube.com/channel/UCWY4X49i3Ym5ldoYTLFRk1A

Inhalt:
Carla erhält schon seit längerem Drohbriefe eines anonymen Stalkers. Völlig verängstigt, fühlt sie sich in ihrem eigenen Haus nicht mehr sicher. Als sie ein hochmodernes Wohnhaus in Berlin erbt, beschließt sie kurzerhand dort hin zu ziehen. Unter den sehr netten Bewohnern des Hauses, das auch sehr gut gesichert ist, fühlt sie sich das erste mal seit langem nicht mehr beobachtet und verfolgt. Doch die Bedrohung ist Näher als sie glaubt.

Insgesamt ein wirklich unterhaltsames Buch, allerdings für mich sehr vorhersehbar. Ich konnte mir eigentlich schon von Anfang an denken wer der "Täter" ist und auch andere Situationen haben mich nicht wirklich überraschen können.
Deswegen 3,5 Sterne von mir

Rezension | "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem

Von: Julia | Archive of Longings Datum : 08.04.2017

www.archive-of-longings.blogspot.de

"Das Scherbenhaus" ist seit langem mal wieder ein Thriller, der mich richtig packen konnte und den ich geradezu verschlungen habe. Es war mein erstes Buch von Autorin Susanne Kliem, aber es wird sicher nicht mein letztes gewesen sein.

Besonders angesprochen hat mich bei diesem Psychothriller die Spannung, die von vorne bis hinten präsent war; mal ganz eindeutig im Mittelpunkt, aber sehr oft auch unterbewusst und unterschwellig. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was es mit diesem Scherbenhaus, dem "Safe Haven", auf sich hat, wer Caralas Schwester umgebracht hat und das vertuschen will. Und wieso jeder, der in diesem Haus wohnt, auf seine ganz eigene Art verdächtig wirkt und Geheimnisse zu haben scheint. Des Weiteren hat die Geschichte bei mir auch ein oder zwei sehr intensive Gänsehaut-Momente geschaffen, die mir wirklich nahe gingen. Damit meine ich zum Beispiel, wie sich Carla vor dem Mörder im Keller versteckt oder der Streit zwischen Milan, Christian und Carla in deren Schlafzimmer. Die Szenen waren wirklich heftig und haben den Thriller in einem noch besseren, spannenderen und unheimlicheren Licht erscheinen lassen.

Bemerkenswert fand ich ebenfalls, dass der Plot von vorne bis hinten logisch, durchdacht und gleichermaßen packend war. Mir persönlich sind keine inhaltlichen Patzer, keine unlogischen Szenen oder ein zu komplexer, verwirrender Plot aufgefallen. Natürlich muss man wachsam sein und den Ereignissen genau folgen, um eine Chance zu haben, den Mörder zu erraten. Denn es werden viele falsche Fährten gelegt und oft ist es so, dass nichts so ist, wie es scheint – manchmal aber eben schon.

Auch die Charaktere mochte ich alle sehr gerne. Nicht nur, weil sie real und gut ausgearbeitet waren, sondern auch, weil jeder einzelne Charakter eine Rolle spielt und nur wenige als Füllstoff dienen. Natürlich sind manche Figuren vordergründiger als andere, allerdings kamen mir während des Lesens alle gleich wichtig vor. Schließlich betrachtet man ja auch jeden als potenziellen Mörder ;)

Einziges Manko an der Geschichte war für mich, dass ich relativ schnell erraten hatte, wer Ellens Mörder/-in ist. Es war nicht wirklich offensichtlich, allerdings hatte ich mich schon recht schnell festgelegt und am Ende hatte ich dann auch Recht behalten. Das Mordmotiv allerdings und wie die ganze Geschichte zusammenhängt, auch mit Carlas Stalker, dem "Safe Haven" und den Mitbewohnern hat mich sehr überrascht und hat mich auch sehr zufrieden stellen können.

Gefallen hat mir ebenfalls der Schreibstil der Autorin, die es nicht nur geschafft hat, ihren Figuren Leben einzuhauchen, sondern auch durch detaillierte Beschreibungen und Ausführungen eine bewunderswerte Spannung aufzubauen. Das ist mir bei einem Psychothriller auch sehr wichtig.

Fazit
Neben einem tollen Cover und einem überzeugenden Schreibstil schafft die Autorin mit "Das Scherbenhaus" eine spannungsgeladene Geschichte, die mehr als gelungen ist. Wer einen komplexen Psychothriller mit unterschwelliger Spannung mag – so wie ich – ist bei Susanne Kliem mit ihrem neuen Buch genau richtig.

Irrlichter der Angst - Dramaturgisch stark

Von: Nisnis Bücherliebe Datum : 05.04.2017

www.nisnis-buecherliebe.de

Carla Brendel hat Angst. Jeder Gang zum Briefkasten kostet sie unglaubliche Überwindung. Was mit einem harmlosen und charmanten Kontakt über Facebook begann, entwickelte sich zu einem grausamen und nervenaufreibenden Stalking, gegenüber Carla. Sie erhält Detailaufnahmen menschlicher, blutbesudelter Haut, per Post. Als langsam etwas Ruhe eingekehrt und weitere Briefe des Stalkers ausbleiben, wähnt sich Carla in Sicherheit und versucht zu ihrem normalen Leben zurückzufinden. Doch der Schein trügt.

Als Carla einen Anruf von ihrer Halbschwester Ellen erhält, die unbedingt vor Ort in Berlin mit ihr reden will, verlässt Carla ihre beschauliche Heimat und ihr Bauernhaus. Doch in Berlin angekommen, kann sie nur sehr kurz mit Ellen sprechen, die andeutet, dass sie ein Geheimnis über jemanden herausgefunden hat, der sie allein dafür töten würde. Kurz darauf verschwindet Ellen spurlos und wird kurze Zeit später tot aufgefunden.

Carla bleibt zunächst in Berlin und zieht in Carlas preisgekrönte Immobilie Save Heaven ein, die Ellen ihr vererbt hat und die mit modernster Technik eine sichere Zuflucht vor dem Stalker darstellt. Zunächst freundlich in der Hausgemeinschaft aufgenommen, findet Carla bald heraus, dass mit den Bewohnern des Hauses etwas nicht stimmt, aber sie ist dennoch entschlossen, die Wahrheit über Ellens Tod herauszufinden. Sie ahnt jedoch nicht, welch tödlicher Gefahr sie sich damit aussetzt.

Die Autorin:

Susanne Kliem wurde am Niederrhein geboren und lebt heute mit ihrer Familie in Berlin. Sie ist gelernte Buchhändlerin und arbeitete u. a. als Pressereferentin für Fernsehserien von ARD und ZDF sowie für das größte deutsche Theaterfestival »Theater der Welt«. Seit 2009 hat sie bereits zahlreiche Krimis geschrieben. Nach dem Thriller Die Beschützerin (2014) erschien von ihr – ebenfalls bei carl’s books – der hochgelobte Kriminalroman Trügerische Nähe (2015), zu dem eine Verfilmung bereits in Vorbereitung ist.

Reflektionen:

Dem Erscheinen des Psychothrillers Das Scherbenhaus habe ich monatelang entgegengefiedert, denn mit dem Kriminalroman Trügerische Nähe hatte mich Susanne Kliem bereits überzeugt.

Bereits nach den ersten Sätzen befand ich mich in einem Zustand literarischen Hochgenusses und wurde mit einer klangvoll melodischen Sprache direkt in die düstere Stimmung der Geschichte gesogen.

Susanne Kliems Sprache und Ausdruck ist sehr klar und auf Details rechts und links der Geschichte gerichtet, die die Intensität der düsteren, geheimnisvollen und beängstigenden Stimmung noch mal um ein Vielfaches verstärkt. Man liest von Carla, der Hauptfigur, und man spürt ihre Beklemmungen und Ängste, während diese gestalkt wird. Trotz der detailreichen Sprache schreibt Susanne Kliem schnörkellos und konzentriert sich dabei stets auf das Vorankommen der intelligenten Handlungs- und Figurenentwicklung. Auf diesem Wege dringt man tief in die Abgründe der menschlichen Psychen ein, mit denen die fein gezeichneten Figuren ausgestattet sind.

Rätselhaft, geheimnisvoll und oftmals düster erscheinen die Charaktere, denn es lässt sich zunächst nicht erkennen, wer hier wem übel mitspielt. Alle Figuren scheinen etwas zu verbergen und so ist man als Leser sehr motiviert, selbst die Wahrheit zu ergründen. Dieser Wunsch treibt den Leser zügig durch die Seiten, denn man lechzt der Auflösung zahlreicher, möglicher Querverbindungen entgegen.

Neben der interessanten Charakterzeichnung der Figuren und der wohlgeformten Handlung in düsterer Stimmung, zeichnet Susanne Kliem auch ein authentisches Bild einer hochtechnologierten Immobilie der Zukunft. Architektonisch luxuriös und technisch mit modernster Finesse ausgestattet, wird das Save Heaven glaubwürdig zu einem Hochsicherheitstrakt, in dem die Bewohner des Hauses wie in einem gut inszenierten Kammerspiel auftreten.

Das Scherbenhaus ist ein glanzvolles Werk, dass die Wechselbeziehungen von Mensch zu Mensch und ihre gefährlichen Abhängigkeiten voneinander darstellt. Auf der einen Seite handeln Figuren ohne jede Rücksichtnahme, um zu profitieren oder um sich zu profilieren und andere, bedürftige, labile Charaktere, die sich nichts sehnlicher wünschen als Lob, Liebe und Anerkennung, werden zum missbräuchlich manipulierten Werkzeug und Spielball der Stärkeren. Das Spiel um Kontrolle und Macht und die maßvoll inszenierte Dramaturgie sind das gelungenen Ergebnis eines guten Spannungsaufbaus.

In diesem Wechselspiel dominieren Dialoge, die knackig, kraftvoll und wortgewandt die Handlung harmonisch abrunden. Erfrischend sind auch die Beschreibungen von Schauplätzen. Innerhalb des Save Heaven kann man sich durch die guten Beschreibungen der Hausausstattung und der Wohnungen fast mit geschlossenen Augen durch die Geschichte bewegen.

Die Spannung agiert auf einem recht hohen Niveau, bis der vermeintliche Täter gefunden ist und die Seiten dennoch lange nicht ausgelesen sind. Man vermutet weitere Wendungen und Überraschungen, denn man will kaum wahrhaben, dass der Täter tatsächlich schon ermittelt ist, doch sie bleiben leider enttäuschenderweise aus. Dafür aber wird eine detaillierte Auflösung geboten, die ausgeklügelt und nachvollziehbar alle vormals merkwürdigen Verhaltensweisen der geheimnisvollen Bewohner des Save Heaven erläutert.

Fazit und Bewertung:

Das Scherbenhaus ist ein spannender Psychothriller, der tiefe Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seelen erlaubt und der gefährliche Wechselbeziehungen durch menschliche Abhängigkeiten dramaturgisch zeichnet. Literarisch ein Genuss, der die zu frühe Ermittlung des Täters wieder wettmacht.

Eine gläserne Welt

Von: Patno aus Kloster Lehnin Datum : 05.04.2017

www.nichtohnebuch.blogspot.de

Man stelle sich ein hochmodernes Architektenhaus mitten in Berlin vor. Gläserne Fassaden gewähren Einblicke in das Leben seiner Bewohner. Diese futuristischen Wohnpaläste sind mit neuester Sicherheitstechnik ausgestattet, kameraüberwacht und per App zu steuern.
Thrillerautorin Susanne Kliem ließ sich in ihrem neuen Werk "Das Scherbenhaus" von einem solchen Gebäude inspirieren.

Die Geschichte beginnt jedoch in einem kleinen Bauernhaus im idyllischen Stade. Dort lernen wir die junge Köchin Clara Brendel kennen. Seit Monaten wird sie von einem Unbekannten gestalkt und erhält furchtbare Fotos. Als Claras Halbschwester Ellen sie bittet, dringend nach Berlin zu kommen, sieht Clara die Chance ihrem Verfolger zu entfliehen. Ellen ist Architektin und hat sich ein Haus nach neusten Technologien erschaffen, das sogenannte "Safe Haven."
Bereits kurz nach Claras Eintreffen in Berlin verschwindet Ellen spurlos. Ein paar Tage später wird ihre Leiche aus dem Kanal gefischt. Während die Polizei von einem Unfall ausgeht, begibt sich Clara auf Spurensuche, denn sie ist sich sicher, dass Ellen einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Im Safe Haven gehen merkwürdige Dinge vor sich und die Hausbewohner wissen offensichtlich mehr, als sie sagen. Doch Claras Nachforschungen bringen sie in große Gefahr.

Für mich war es das erste Buch von Susanne Kliem. Ich mag ihre anschauliche Art zu schreiben. Man fühlt sich in eine geheimnisvolle, undurchschaubare Szenerie versetzt und spürt die ansteigende Spannung.
Häppchenweise versorgt die Autorin ihre Leser mit Informationen, so dass die Täter-und Motivsuche lange im Dunkeln bleibt.
Die Idee zu diesem Thriller gefällt mir. Da steht die gemütliche Atmosphäre in dem kleinen, reedgedeckten Haus auf dem Land im krassen Gegensatz zu den hypermodernen, hochtechnisierten Wohnräumen in den Metropole, die kalt und gruselig wirken.
Susanne Kliem hat die passenden Hausbewohner für ihren Glaspalast gefunden und ihre Charaktere glaubwürdig dargestellt. Sie sind ziemlich schräg und scheinen psychisch das eine oder andere Problem mit sich rumzuschleppen.
Im Kontrast zu ihnen steht die junge sympathische Clara, die versucht hinter das Geheimnis der Hausbewohner zu kommen. Dabei muss sie das eine oder andere Psychospiel über sich ergehen lassen. So entsteht eine unheimliche Stimmung mit Gänsehautffeeling.

"Das Scherbenhaus" - der etwas anderer Thriller, hinter einer faszinierenden, aber auch beklemmenden Kulisse, der abgrundtief in menschlichen Seele taucht. Lesenswert!

Scherben, die es zusammenzusetzen zu gilt

Von: Bücherparadies Datum : 03.04.2017

buecherparadies.eu

Ein Stalker, der hinter einem her ist? Unheimlich - aber was dagegen tun? Wegrennen? Die Protagonistin im Psychothriller "Das Scherbenhaus" geht zu ihrer Schwester, da diese sie gerufen hat wegen einem Problem, doch dort wird es auch nicht besser..

Carla Brendel wird von einem Stalker verfolgt, er schickt ihr Fotos von Messern und Ritzern in der Haut. Aus Angst flüchtet sie zu ihrer Halbschwester nach Berlin, die sie gerufen hatte, wegen einem Problem. Sie besitzt ein luxuriöses Haus, das "Save Haven", welches mit besten Sicherheitssystemen ausgestattet ist. Doch kurz nach ihrer Ankunft dort, verschwindet ihre Halbschwester und taucht erst wieder als Leiche in der Spree auf. Ein Unfall? Oder wissen die Hausbewohner des sicheren Hauses mehr, als sie vorzugeben scheinen? Carla bleibt dort und sucht nach der Wahrheit und merkt schnell, dass das Haus und ihre Bewohner eigene Regeln haben, die ganz schnell tödlich enden können...

Carla lebt ein Leben, das eigentlich langweilig ist aber für sie doch Gewohnheit. Sie wohnt auf dem Land in Stade und arbeitet bei ihrem Schwager im Restaurant mit. Der Alltag wird für sie aber bedrohlich, als ein Stalker es auf sie abgesehen hat und ihr Fotos von Messern und eingeritzter menschlicher Haut schickt. Doch das hört auf einmal auf. Kaum wägt sie sich in Sicherheit, ruft ihre Schwester aus Berlin an, um sie um Hilfe zu bitten. Kurzerhand reist sie dorthin und will ihr helfen, doch sie verschwindet und wird ermordet. Carla soll also nun ihr Haus erben, ihr Herzstück, da die Schwester Architektin war und damit Preise gewonnen hat. Die Hausbewohner haben es auch in sich, jeder hat ein eigenes Geheimnis. Carla reist aber wieder heim, nur um zu merken, dass der Stalker sich doch wieder gemeldet hat. So geht sie doch nach Berlin und macht sich auf die Suche nach der Lösung, wieso ihre Schwester sterben musste. Bei den Bewohnern fängt sie an und stößt auf komische Ungereimtheiten, sie merkt, dass jeder hier etwas zu verbergen hat.

Von der Autorin selbst habe ich bereits das Buch "Die Beschützerin" gelesen, was sehr spannend war. Jedoch ist das Buch hier nichts dagegen, die Spannung war zwar da, aber es ist irgendwie schlecht durchdacht. Man pendelt von Seite zu Seite und kommt doch nicht weiter, man hängt wieder zurück. Mit der Protagonistin wird man ein kleines bisschen warm, aber sie scheint doch wie fern zu sein und man kann sie sich nicht direkt bildlich vorstellen. Ihre Handlungen an sich sind manchmal verständnislos und dann doch wieder begreifbar. Die anderen Personen sind genauso ein Geheimnis, was aber auch so sein soll.

Man plätschert also von Seite zu Seite und versucht gemeinsam mit Carla herauszfinden, welcher der Bewohner Dreck am Stecken hat. Meines Erachtens ist Carla viel zu vertrauenswürdig, allen gegenüber. Sie öffnet sich viel zu schnell und gibt zu viel preis. Was die Sache mit dem Stalker auf sich hat, findet man zwar noch raus, das geht aber in völliger Vergessenheit in der Geschichte halbwegs unter. Gelöst ist es dann allerdings richtig perfide.

Was der Thriller aber einem zeigt, ist, wie schnell man Menschen doch manipulieren kann und sie sich zu Marionetten eigen machen kann. Man ist so schnell abhängig von guten Worten, Taten und Liebe. Wenn man mit solch mächtigen Gefühlen spielt, hat man jemand schnell in der Hand. Weiter zeigt der Thriller, dass man nicht jedem blind vertrauen sollte, was man eigentlich selbst wissen müsste.

Ich selbst bin mit dem Thriller nicht ganz warm geworden und habe lange nicht gewusst, wie ich diesen bewerten soll oder überhaupt fertig lesen. Ich bin aber froh, dass ich es bis zum Ende geschafft habe, denn nach 2/3 des Buches wird es doch noch sehr spannend und es werden einige Dinge aufgedeckt, wo sich der Aha-Effekt einstellt. Erst wollte ich nur 2 Punkte geben, die Wendung aber an sich hat sich dann doch noch einen Punkt verdient und ich war dann doch fast traurig, dass es doch schon vorbei war. Für mich war es auch lange Zeit schon voraussehbar, wer der Bösewicht an der ganzen Sache ist, nur wie das herauskommt, das war die große Frage.

Empfehlen kann ich das Buch nicht ganz bedenkenlos, dennoch sollte man einen Blick hineinwerfen, da die Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind!

Stetiger Nervenkitzel garantiert!

Von: Lesendes Federvieh Datum : 23.03.2017

lesendesfedervieh.blogspot.de

Ein Stalker macht Carla Brendel das Leben schwer. Er schickt ihr Fotos von menschlicher Haut, Wunden. Als sie kurz davor ist durchzudrehen, meldet sich ihre Halbschwester Ellen, die in Berlin in einem abgeschotteten Wohnhaus lebt. Sie bittet Carla inständig zu ihr zu kommen. Also macht sich Carla auf den Weg, so kann sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, ihrem Verfolger entkommen und Ellen helfen. Doch am Tag von Carlas Ankunft verschwindet Ellen spurlos aus einem Restaurant. Kurze Zeit später wird sie tot aufgefunden. Unfall? Mord? Carla beschließt der Sache auf den Grund zu gehen. Sie beginnt bei den anderen Bewohnern von Ellens Wohnhaus 'Save Haven'. Sehr schnell merkt sie, dass die Atmosphäre im Haus seltsam ist...

Susanne Kliem ist mit "Das Scherbenhaus" ein intelligenter, sehr guter Psychothriller gelungen. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich von der logisch und gut durchdachten Handlung begeistert. Dazu trägt natürlich auch der lockere, klare Schreibstil der Autorin bei.

Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, denn auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Es gibt immer wieder neue Wendungen, so dass man wirklich bis zum Schluss im Unklaren gelassen wird, wie der Thriller endet.

Die Autorin schafft es meisterlich einen stetigen Nervenkitzel zu erzeugen, man hat beim Lesen stets die allgegenwärtige Gefahr im Hinterkopf. Dieses Gefühl bleibt auch nach Ende des Thrillers erhalten. Zumindest bei mir.
Gut ausgearbeitete Charaktere, beginnend mit Carla bis hin zu den undurchsichtigen Bewohnern des Safe Haven runden diesen absolut lesenswerten Psychothriller ab.

Für mich war "Das Scherbenhaus" ein großes Lesevergnügen. Ich werde gewiss noch weitere Bücher von Susanne Kliem lesen.

Lesenswerter Psychothriller mit überraschenden Wendungen

Von: Birgit Kleffmann Datum : 21.03.2017

www.wir-besprechens.de

Vorsicht Spoiler!
Im Mittelpunkt der Handlung steht Carla Brendel, die in Stade beheimatet ist und als Köchin im Restaurant ihres Schwagers Hauke mitarbeitet. Diese Arbeit ist alles was Carla noch an Außenaktivitäten wahrnimmt, denn sie hat seit einigen Monaten einen Stalker, der sie mit Briefen und beängstigenden Mitteilungen und Bildern in Angst und Schrecken versetzt. Die hinzugezogene Polizei kann wenig machen und als dann nach einer kleinen „Verschnaufpause“ wieder ein Brief bei ihr eintrudelt, flüchtet Carla nach Berlin zu ihrer Halbschwester Ellen, die sich nach einer langen „Funkstille“ plötzlich an sie wendet und dringend um Hilfe bittet…

Ellen ist eine ausgezeichnete Architektin, die in Berlin ein ganz besonderes Wohnhaus besitzt, das sie selbst entworfen hat und wo sie auch selbst ein Appartement bewohnt. Das „Save Haven“ ist mit dem neuesten Hightech-Sicherheitssystem ausgestattet und ist schon von außen betrachtet sehr luxuriös. Ellen erwartet Carla bereits im Foyer und sie „entführt“ sie gleich zum Essen in ein Restaurant, wo sie merkwürdige Andeutungen macht und Ängste äußert, es könne ihr etwas passieren. Doch ehe sie Carla mehr erzählen kann, klingelt Ellens Handy und sie verlässt das Lokal auf Nimmerwiedersehen….

Carla wendet sich an die Polizei und ein paar Tage später informiert man sie über Ellens Unfalltod…..

Carla bleibt vorerst in der Wohnung von Ellen und kann das Geschehene noch nicht richtig fassen, denn eigentlich kannte sie Ellen auch gar nicht richtig. So versucht sie durch die anderen Bewohner des Hauses mehr über sie zu erfahren….

Obwohl Carla etwas Kontakt zu den Bewohnern knüpfen kann und sie einiges über Ellen erfährt, schwebt eine angespannte merkwürdige Atmosphäre über der Wohnanlage. Trotz allem Luxus und neuester Sicherheitstechnik im Haus kann Carla sich nicht richtig einleben und entspannen. Als es dann auch noch zu einem tragischen Zwischenfall im Schwimmbad des Hauses kommt, will Carla nur noch raus aus diesem Haus……
Spoiler Ende

Das Buch liest sich flüssig und die Autorin entwickelt im Verlauf der Handlung eine spannungsgeladene Szenerie, die durch geschickte Wendungen den Leser immer wieder von einer aufgenommenen Fährte in eine andere Richtung laufen lässt, was hat mir gut gefallen.

Allerdings hatte ich bald den Verdacht, wer hinter dem ganzen „Terror“ steckt, was sich dann auch am Ende bewahrheitet hat, obwohl immer wieder Richtungswechsel kleine Zweifel aufkommen ließen. Trotz allem ich diese Ahnung hatte, habe ich das Buch gern gelesen, denn der ganze Schreibstil ist fesselnd und die anhaltende flirrende Athmosphäre, die über der ganzen Geschichte schwebt war direkt spürbar, so dass spannende Unterhaltung hier gegeben ist.

Zwar gab es für mich auch kleinere „Wackler“ bei dem Konstrukt aus Gut und Böse bzw. wie der Unfalltod Ellens in Berlin und der Stalker aus Stade erklärt werden, aber das sind nur Kleinigkeiten und schränken den Lesewert diese Buches nicht ein.

Fazit: Lesenswerter Psychothriller, der immer wieder mit neuen Wendungen in der Handlung überrascht

Nervenaufreibende Spannung bis zum Ende

Von: Stephanie Manig aus Oelsnitz Datum : 21.03.2017

buchstabenfaengerin.wordpress.com

Es gibt Bücher, die im Kopf des Lesers wie ein Film ablaufen – und zwar schon vom ersten Satz an. „Das Scherbenhaus“ von Susanne Kliem gehört zweifellos in diese Kategorie.

Die Köchin Carla Brendel aus Stade steht in diesem Psychothriller im Mittelpunkt des Geschehens. Seit einiger Zeit lässt ihr ein Stalker keine Ruhe. Neben seltsamen Briefen schickt er ihr verstörende Fotos von menschlicher Haut, die mit tiefen Wunden übersät ist. Kurz darauf verschwindet Carlas Halbschwester Ellen, die in Berlin lebt. Nach einigen Tagen wird die Leiche der erfolgreichen Architektin in einem Kanal gefunden. Die Polizei legt den Fall als tragisches Unglück zu den Akten, doch Carla glaubt nicht daran. Sie gibt keine Ruhe und zieht vorübergehend in Ellens hochmoderne Wohnung ein. Dank allerfeinstem High Tech wird Carla von der Außenwelt abgeschirmt. Sie fühlt sich sicher. Doch bald schon gehen in dem Mietshaus der Luxusklasse befremdliche Dinge vor. Carla, die davon überzeugt ist, dass Ellen umgebracht wurde, befindet sich auf gefährlichem Terrain …

„Das Scherbenhaus“ erscheint heute als Paperback bei carl´s books. Das E-Book wurde bereits am 20. Februar 2017 veröffentlicht. In 22 Kapiteln erzählt Susanne Kliem auf 336 Seiten eine nervenaufreibende Story, die das Prädikat Psychothriller absolut verdient. Der Leser weiß dabei nie mehr als Carla und wird von unvorhergesehenen Ereignissen und drastischen Wendungen ebenso überrascht wie die Protagonistin. Nichts ist, wie es scheint. Wem kann Carla noch trauen? Die Spannung, in deren Zentrum diese Frage steht, hält die Autorin von Anfang bis Ende konstant auf hohem Niveau.

Mit einer starken Hauptfigur, authentischen Dialogen, einer wunderbaren Sprache und viel Atmosphäre bietet „Das Scherbenhaus“ pures Lesevergnügen und reichlich Nervenkitzel. Man kann dieses Buch nicht beiseitelegen, weil es schlichtweg Suchtpotenzial hat. Ja, diesen Satz liest man so oder so ähnlich oft in Krimi- und Thriller-Rezensionen, aber Ehrenwort: Hier stimmt er zu hundertzehn Prozent!

Allerdings hat mich eine Sache gestört, die mich lange mit mir selbst hat ringen lassen, ob ich nun vier oder fünf Sterne vergebe. Es ist die Auflösung (die ich hier natürlich NICHT verrate), denn ich halte sie für zu konstruiert. Aus diesem Grund habe ich mich nur für vier Sterne entschieden, obwohl alles andere absolut perfekt ist.

Zuvor habe ich noch kein Buch von Susanne Kliem gelesen – ein böser Fehler, wie ich mir nach der fesselnden Lektüre von „Das Scherbenhaus“ eingestehen muss, denn die in Berlin lebende Autorin versteht es meisterhaft, die Nerven der Leser aufs Äußerste zu strapazieren. Mit „Trügerische Nähe“ und „Die Beschützerin“ sind bislang neben „Das Scherbenhaus“ zwei weitere Thriller von Susanne Kliem bei carl`s books erschienen, die ich am liebsten beide auf der Stelle verschlingen würde.

Spannend und atmosphärisch

Von: Nini Datum : 20.03.2017

ninis-kleine-fluchten.blogspot.com

Das erste, was mir auffiel, war die Atmonsphäre des Buches. Gleich zu Beginn schafft Susanne Kliem ein beklemmendes Gefühl, das den Leser direkt vereinnahmt und über die folgende Handlung auch nicht mehr loslassen wird.

Entsprechend ist der Lesefluss sehr gut, das Buch ein absoluter Pageturner! Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, lebensecht und bildhaft charakterisiert, haben aber immer noch die ein oder andere Überraschung in der Hinterhand.

Einziger Kritikpunkt meinerseits ist, dass die Identität des Bösewichts sehr schnell auf der Hand lag. Natürlich war es mit der Identität nicht getan, aber auch die Überführung war doch recht vorhersehbar.

Dennoch ist "Das Scherbenhaus" ein sehr spannender, extrem atmosphärischer Psychothriller, den ich allen Thrillerfreunden nur empfehlen kann.