Leserstimmen zu
Totenkalt

Stuart MacBride

Detective Sergeant Logan McRae (10)

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Die Handlung: Sergeant Logan McRae und sein Team finden im Wald eine Leiche. Der Kopf der Leiche ist so entstellt, dass sie lange Zeit denken, es handle sich um den verschwundenen Geschäftsmann Martin Milne. Doch als Martin Milne wieder auftaucht, kommt heraus, dass es sich bei dem Toten um den Geschäftspartner von Milne handeln muss. Doch wer hat den Mord begangen? Parallelen zeigen sich zu dem Mord an der Studentin Emily Benton. War hier vielleicht ein und derselbe Mörder tätig? Meine Meinung: Da dieses Buch ziemlich düster ist, wollte ich es nicht mit in den Urlaub nehmen. Bei dem Buch „Totenkalt“ handelt es sich nicht um einen Krimi im üblichen Sinn. Am Anfang wird zwar eine Leiche gefunden, bei der man sich nicht sicher ist, wer es ist. Martin Milne, den man zuerst vermutet, ist es nicht. Die Aufklärung dieses Mordfalls rückt dann aber in den Hintergrund. Auch der Mord an der Studentin Emily ist eher unwichtig. Wichtig ist es dem Autor, die Konflikte zwischen Logan und diverser Bösewichte sowie seiner Kollegin DCI Roberta Steel zu schildern. Manchmal ist die Situation für Logan sogar so gefährlich, dass er um sein Leben fürchten muss. Darüber hinaus muss sich Logan noch um Samantha, seine Partnerin, kümmern. Sie liegt schon lange im Wachkoma, und die lebenserhaltenden Apparate sollen bald abgestellt werden. Logan ist innerlich oft damit so beschäftigt, dass er immer wieder ihre Stimme in seinen Gedanken hört. Das ist irritierend für den Leser, der deswegen immer wieder denkt, Samantha sei gesund und sitze direkt neben Logan. Der Umgangston in diesem Roman ist überaus derb, ordinär und teilweise sexistisch, was mir gar nicht gefallen hat. Manchmal hatten die Laute, die ausgestoßen wurden, sogar Ähnlichkeit mit einem Comic. So las ich beispielsweise mehrfach das Wort „aaaaargh!“ Meine anfängliche Begeisterung für dieses Buch nahm schnell ab. Die Lektüre war zäh und für mich meistens nicht spannend. Die Figuren waren mir unsympathisch. Mein Fazit: „Totenkalt“ von Stuart McBride ist ein Buch, in dem ein Ermittler gegen allerhand Bösewichte kämpft. Es gibt auch zwei Morde, aber die sind nebensächlich. Wichtiger sind der ordinäre Umgangston der in dem Buch vorkommenden Personen, Prügeleien sowie Logans private Probleme. Mir hat das Buch nicht gefallen. Ich vergebe zwei Sterne (einen Pflichtstern und einen Stern für den verheißungsvollen Krimi-Anfang) und empfehle es nicht weiter.

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MEINE MEINUNG: Die Handlung wird von einem personalen Erzähler vermittelt und der Protagonist um den sich alles dreht ist in diesem Thriller Sergeant Logan McRae. Wie der Klappentext schon preisgibt, gehört er einem Ermittlerteam an, das einen grausamen Mord aufklären soll. Dabei muss er mit seiner ehemaligen Chefin Roberta Steel zusammenarbeiten. Das Verhältnis zwischen den beiden ist angespannt und schnell wird dem Leser auch bewusst wieso – Steel scheint nun wirklich nicht die umgänglichste Person zu sein. Wir bekommen einen Einblick in Logans Leben und das dreht sich nicht nur um die Aufklärung der Morde, deswegen ist auch noch ein weiterer Erzählstrang in die Geschichte integriert. Logan hat nämlich außerdem mit zwielichtigen Gangstern zu kämpfen und das ganz alleine, schließlich muss er als Polizist seine Beziehungen zu den Kriminellen verschleiern. Durch den Kampf in seinem Privatleben rückt die eigentliche Geschichte ziemlich in den Hintergrund. Vor allem die auf dem Klappentext erwähnte Emily Benton wird in der Geschichte beinahe komplett vergessen und taucht erst am Ende in der Auflösung des Mordfalls wieder auf. Trotzdem wird es nicht langweilig, Logan steht immer wieder vor scheinbar unüberwindbaren Hindernissen und die Spannung kommt in diesem Thriller garantiert nicht zu kurz! Das einzige, was mir ein wenig fehlte, war das Miträtseln. Dadurch, dass es kaum Hinweise bezüglich der Morde gab, da diese eher zweitrangig behandelt wurden, hat der Leser nicht wirklich die Chance den wahren Täter zu entlarven. Die Charaktere haben mir ausgesprochen gut gefallen. Logan McRae zeichnet sich als gewitzter, gerechtigkeitsliebender Held aus, mit einem Hang zu Ironie, was ihn mir sehr sympathisch werden ließ. Die zweite Figur die hier auffällt ist seine Chefin Roberta Steel, eine angriffslustige, starke Frau, die immer einen blöden Spruch parat hat, der so gut wie immer sehr vulgär ist. Mit ihrer vorlauten Art empfand ich sie auch als witzig, wobei man hier sagen muss, dass es teilweise schon grenzwertig war. Ihr derber Gesprächston zeichnet Steel nun mal aus und macht sie besonders. Daran muss man sich wirklich erst mal gewöhnen und entweder man mag sie, oder man findet sie total bescheuert. Ich empfand die beiden, die eine seltsame Hassliebe verbindet, sehr unterhaltsam. Da es sich bei diesem Buch um den zehnten Teil einer Reihe handelt und ich keines der vorherigen Bücher kenne, war es teilweise schwierig die Vielzahl an Charakteren zu durchschauen, was aber nicht allzu schlimm war, denn die wichtigsten Figuren konnte ich sehr schnell einordnen. Ich glaube das, was mich an dieses Buch so fesseln konnte, war allerdings nicht die Handlung an sich, sondern MacBrides Schreibstil, der mich voll und ganz überzeugen konnte. Wie schon erwähnt zeichnet die Charaktere – vor allem Steel – ein besonderer Gesprächston aus und auch die Art, wie die Polizisten im Team miteinander umgehen, war sehr erfrischend und locker. Vor allem spielte auch Schottland eine sehr große Rolle und die Details der Erzählung nehmen sehr viel Platz ein. Aber im positiven Sinne, denn so hat man immer ein genaues Bild vor Augen und ist immer mit dabei. FAZIT: Obwohl es sich hier um einen Thriller handelt, hatte ich mehr das Gefühl durch die Charaktere und ihre witzige Art an das Buch gefesselt zu sein. Die Spannung spielte für mich keine allzu große Rolle, obwohl ich natürlich mitfieberte und wissen wollte, wie das ganze private Drama für Logan McRae endet. Dieser Thriller bekommt eine klare Empfehlung, aber nur im Sinne der Unterhaltung. Das eigentliche Aufklären der Morde spielt nämlich eher eine Nebenrolle und auch die Auflösung wirkt fast schon banal. Trotzdem werde ich sicher noch einen weiteren Teil der Reihe lesen, da die Charaktere wirklich super ausgearbeitet waren und mich die detaillierten Kleinigkeiten überzeugen konnten.

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In einem kleinen Küstenort nördlich von Aberdeen wird im Wald die Leiche eines Mannes entdeckt, dem übel mitgespielt wurde. Mit gefesselten Händen und einem Müllsack über dem Kopf liegt er hinter einem Ginsterbusch, während sein mit unzähligen Blutergüssen überdeckter Körper von unsäglichen Qualen zeugt. Doch entgegen der Annahme, dass es sich bei dem Toten um den seit Tagen vermissten Geschäftsmann Martin Milne handelt, stellt sich schnell heraus, dass es sein Partner Peter Shepard ist. Ein merkwürdiger Fall, den Sergeant Logan McRae übernimmt, aber nicht ohne DCI Roberta Steel vor die Nase gesetzt zu bekommen, zu der ein gespaltenes Verhältnis hat. Aber irgendwie gelingt es ihnen gemeinsam den Ermittlungen nachzugehen und schon bald erhärtet sich der Verdacht, dass hier ein Serientäter sein grausames Werk verrichtet hat. "Totenkalt" ist der zehnte Einsatz für Logan McRae, der nach einem Desaster in seinem letzten Fall in das Küstenstädtchen Banff versetzt worden ist. Denn Regeln einzuhalten, fällt dem eigensinnigen Ermittler schwer, wie auch die Tatsache, dass er erneut mit seiner ehemaligen Vorgesetzten, der exzentrischen DCI Roberta Steel, zusammenarbeiten muss. Ein stetiges Auf und Ab, bei dem Schlagabtausche und humorvolle Sprüche an der Tagesordnung sind, wobei der Leser schwarzen Humor sowie vulgäre Ausdrucksweisen mögen sollte, um das unterhaltsame Zusammenspiel in vollen Zügen genießen zu können. Hinzu kommen jede Menge Figuren, die mehr oder weniger eine Rolle spielen und so ist es gerade zu Beginn des turbulenten Geschehens wichtig, konzentriert zu lesen, um sich einen guten Überblick verschaffen zu können. Voll gepackt mit mehreren Handlungssträngen und einem wendungsreichen Geschehen versteht es, der vor allem von seiner Lebendigkeit und Authentizität lebende Thriller gut zu unterhalten. So taucht der Leser während der umfangreichen Ermittlungen in die faszinierende Landschaft Schottlands ein und macht sich gemeinsam mit einem engagierten Team auf die Suche nach einem Mörder, während er die herbe Schönheit der Gegend und die Eigenheiten der dort lebenden Menschen genießt. Und egal, wie viel Mühe sich alle geben, dem verbrecherischen Tun auf den Grund zu kommen. Die Identität des Täters bleibt bis ganz zum Schluss geheim. Dafür aber wird das Leben des unverwundbaren und immer etwas derangiert wirkenden Logan McRae in den Mittelpunkt der begleitenden Handlung gestellt und damit auch seine volle Seelenpein. Ein Ermittler, den man einfach mögen muss, sei es nun wegen seiner Uneigennützigkeit oder wegen seines Talents, Probleme anzuziehen. Fazit: „Totenkalt“ ist ein spannender, authentischer und mit abwechslungsreichen Figuren gespickter Thriller, der neben skurrilen Szenen und einer ordentlichen Portion schwarzem Humor vor allem mit einem gut durchdachten Fall und einer erfrischenden Lebendigkeit beste Unterhaltung bietet.

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Von: Bianca aus Dillenburg

05.08.2017

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Ich hatte Lust auf einen Thriller. Wie so oft habe ich es geschafft ein Buch zu lesen, wo es schon einige Teile , um genau zu sein 9 Bände, gibt. Ich schaue nie nach, ob es davon schon Bände gibt, wenn es mich interessiert. Bei Thrillern denke ich immer an Spannung pur von der ersten bis zur letzten Seite. Beim Anfang dieses Buches dachte, ohh fängt schon gut an. Doch beim weiterlesen gab es keine Spannung mehr. Ich war enttäuscht. Es ging mehr um Dialoge und Beziehungen , freundschaftliche, untereinander. da ging die Spannung total verloren. Es kam bis zum Schluss auch keine mehr auf. Enttäuschend. Einige Situationen sind nicht nachvollziehbar und nicht logisch. Ich danke Lovelybooks trotzdem , dass ich an der Leserunde von diesem Buch teilnehmen durfte.

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Von: Bianca aus Dillenburg

05.08.2017

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Ich hatte Lust auf einen Thriller. Wie so oft habe ich es geschafft ein Buch zu lesen, wo es schon einige Teile , um genau zu sein 9 Bände, gibt. Ich schaue nie nach, ob es davon schon Bände gibt, wenn es mich interessiert. Bei Thrillern denke ich immer an Spannung pur von der ersten bis zur letzten Seite. Beim Anfang dieses Buches dachte, ohh fängt schon gut an. Doch beim weiterlesen gab es keine Spannung mehr. Ich war enttäuscht. Es ging mehr um Dialoge und Beziehungen , freundschaftliche, untereinander. da ging die Spannung total verloren. Es kam bis zum Schluss auch keine mehr auf. Enttäuschend. Einige Situationen sind nicht nachvollziehbar und nicht logisch. Ich danke Lovelybooks trotzdem , dass ich an der Leserunde von diesem Buch teilnehmen durfte.

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Mit Totenkalt liegt nun schon der sage und schreibe zehnte Fall für DS Logan MacRae vor. Angemessenerweise gibt es in diesem Fall für den Seargent natürlich keine Blumen oder Ehrungen, sondern wieder viel Arbeit, Regen und missgelaunte Vorgesetzte. Auch diesmal spielt der Fall nicht wie gewohnt in Aberdeen, sondern im Küstenstädtchen Banff, in das es MacRae bereits im Vorgängerband In Blut verbunden verschlagen hatte. Dort versieht er seinen eigentlich recht unspektakulären Dienst im und wird dabei wie gewohnt von seiner in Hassliebe verbundenen Vorgesetzten DI Roberta Steele drangsaliert. Doch plötzlich kommt Bewegung in das graue Einerlei im Norden Schottlands, als im Wald die Leiche des Geschäftsmanns Martin Milne gefunden wird. Jener wurde schon länger vermisst und die Spekulationen schossen ins Kraut. Doch zur großen Überraschung der Ermittler stellt sich schnell heraus, dass die Leiche gar nicht die von Martin Milne, sondern die seines Geschäftspartners Peter Shepard ist. Der Modus Operandi der Tat erinnert an ein früheres Verbrechen und so muss sich Logan MacRae dranmachen, ein Motiv für den Mord zu finden und zu klären, ob Shepard eventuell nur ein weiteres Opfer eines Serienmörders wurde. Stuart MacBrides Bücher werden mit den Labels Krimi oder Thriller kaum erschlagen. Seine ausufernden Plots sind so weit von der linearen Erzählweise seiner britischen AutorenkollegInnen entfernt wie Banff vom Rest der schottischen Zivilisation. MacBrides Romane sind eine literaturgewordene, düstere und mit schwarzem Humor getränkte Polizeiserie. Viele Handlungsbögen aus früheren Romanen werden wieder aufgegriffen und fortgeführt, weswegen sich ein optimaler Lesegenuss nur einstellt, wenn man zumindest ein oder zwei Vorgängerbände gelesen hat. In diesem Band lässt MacBride seinen Helden nun stärker als gewohnt taumeln, die Frage der Loyalitäten bringen MacRae schwer in die Bredouille. MacBride lässt damit auch viel Raum für weitere Bände, denn die Entwicklungen und Dynamiken, die Totenkalt bereithält, verlangen förmlich nach einem elften Einsatz des schottischen Ermittlers.

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Totenkalt

Von: Harakiri

12.07.2017

Wie konnte das passieren? Seargent Logan McRae in den Fängen des organisierten Verbrechens. Als Gangsterboss Mowat stirbt, soll McRae für dessen Nachfolger Verbindungsmann zur Polizei werden. Logan hat nur eine Chance: Reuben töten. Aber kann er das? Da machen sich die beruflichen Probleme geradezu nichtig aus. Ein Mann verschwindet spurlos, ein anderer wird ermordet aufgefunden. Der Zusammenhang schnell gefunden, die Täter allerdings bleiben verborgen. Die Ermittlungen treten auf der Stelle. Außerdem soll Logan auch noch intern gegen seine Ex-Chefin ermitteln – und dann ist da ja auch noch die Sache mit Samantha. Jede Menge Aufgaben und Probleme also für unseren beliebten Seargent. Aber wer, wenn nicht er, wäre am ehesten geeignet, diesen Sumpf trocken zu legen? McRae ist schon ein sehr eigener, eigenwilliger Charakter. Aber irgendwie habe ich ihn dennoch in mein Herz geschlossen und fiebere jedem seiner neuen Fälle entgegen. Dieses Buch ist schon Band 10 und immer noch schafft es der Autor, mich mit Wendungen zu überraschen. Sehr gelungen finde ich die Handlung wieder einmal. Vor allem weil sie McRae so zerreißt. Was kann er tun? Handelt er nicht, bringt er seine ganze Familie in Gefahr, handelt er, verstößt er gegen sämtliche seiner Prinzipien. Der Mord gerät über die ganzen Wirrungen fast in den Hintergrund und der wahre Täter überrascht. Ein kleiner Kritikpunkt aber bleibt: Die Stelle als Logan Samantha gehen lassen muss fand ich sehr steril, fast lieblos. Aber klar, MacBride ist ein harter Hund. Hier geht es nicht um Gefühle. Hier zählen eher Hauen und Stechen. Sprachlich ist auch wieder nichts auszusetzen, man sollte aber wissen, dass MacBrides Thriller keine einfach zu lesenden Bücher sind. PS: Beleglink nach Erscheinen

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