Leserstimmen zu
Die Todesbotin

Thomas Elbel

Viktor Puppe (2)

(2)
(2)
(1)
(0)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Viktor Puppe und seine Kollegen haben schon jetzt, nach den zweiten Band für mich Kultstatus. Es ist ein Team von Bullen mit Ecken und Kanten und sind nicht wie so oft so weichgespülte Charaktere die man zuhauf in Buch und TV wieder findet. Das Buch beginnt gleich recht spannend und interessant, mit dem Fund einer Leiche. Viktor Puppe und sein Team sind gleich vor Ort und eine der Beamtinnen scheint eine persönliche Beziehung zum Opfer zu haben. Doch ist das wirklich so? Was steckt dahinter? Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ich kann sagen es wird hochspannend und dramatisch werden. Wie man es schon von Thomas Elbel kennt sind sowohl die Figuren als auch die Schauplätze sehr schön beschrieben, sodass man sich beides gut vorstellen kann. Insbesondere die Figuren haben bei mir das Kopfkino in Gang gebracht und ich hatte bei den Beschreibungen jeder Figur fast jedes Mal ein Bild im Kopf. Mit dieser bildhaften Schreibweise begeistert mich Thomas Elbel, neben der spannenden Story, jedes Mal aufs Neue. Das kann man nicht lernen das hat man im Blut oder man hat es nicht, doch Thomas Elbel hat es im Blut. Wer jedoch so wie auch ich gerne mitermittelt, wird vom Autor enttäuscht, denn durch immer wieder geschickt eingefügte Wendungen wird es nahezu unmöglich den oder die Täter vor dem hochdramatischen Finale zu ermitteln. Mich konnte Thomas Elbel zum wiederholten Male aufs Beste unterhalten. Und so komme ich wie schon bei Band 1 der Reihe auf 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung.

Lesen Sie weiter

Überraschend

Von: Carmen

22.07.2019

Der erste Fall von Viktor Puppe kenne ich nicht somit bin ich als Frischling auf ihn aufmerksam geworden und finde ihn super gelungen. Ein sympathischer Geselle der da auf die Menschheit losgelassen wurde. Der Autor Thomas Elbel hat einen sehr rasanten Thriller erschaffen, der nicht einen Funken Langeweile aufkommen lässt. Da liest man und liest und ist der Meinung den Fall zu lösen und prompt kommt es ganz anders als man es sich erdacht hat, man muss also von neuem kombinieren oder sich treiben lassen um ganz entspannt das Ende abzuwarten. Wird es mit Viktor Puppe weiter gehen? Lassen wir uns überraschen! Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut. Ist minimalistisch und doch aussagekräftig. Der Schreibstil ist mitreisend, flüssig und eine Freude für die Augen.

Lesen Sie weiter

Ken und Püppi

Von: wal.li

05.05.2019

Das Berliner Triumvirat ist schon aus ihrem ersten Fall bekannt. Hier jedoch bekommen sie es mit einem besonders brisanten Fall zu tun, der sie an den Rand ihrer Kräfte bringt. Schnell wird heutzutage ein Anschlag vermutet und anstatt die Kräfte zu bündeln, scheint es so als bestehe jeder auf seiner Zuständigkeit und koche lieber sein eigenes Süppchen. Und so versucht der Staatsschutz die Ermittlungen an sich zu ziehen. Doch die Herrschaften haben ihre Rechnung ohne Puppe und Togugawa gemacht. Die bohren weiter und finden einen weiteren Ansatz. Derweil geht Duran immer noch eigene Wege, sich in jedem Moment bewusst, dass sie Gefahr läuft, ihren Job zu verlieren. Man möchte an dieser Welt verzweifeln, wenn man von den Taten und ihren Hintergründen liest. Einiges ist überhaupt nicht in Ordnung in diesem Land und man gewinnt den Eindruck, als verschließe die Öffentlichkeit und auch die Politik die Augen. Niemand kann wohl eine Lösung anbieten, aber es sollte doch etwas getan werden, um Schlimmeres zu verhindern. Wissen wir überhaupt noch, wie gut es uns geht? Tief dringen die Ermittler in das reale Darknet dieser Republik. Wahrscheinlich hätten sie einige Sachen lieber nicht erfahren und sind doch aufmerksamer als zuvor. Der Fall ist nicht so einfach wie vermutet und in seiner Vielschichtigkeit fast nicht aufzulösen. Mit großem Einsatz gelingt es ihnen Licht ins Dunkel zu bringen, nur um erfahren, dass Verdunkelungsaktionen gestartet werden. Beim Lesen fällt man mitunter von einer Ohnmacht in die nächste. Man ist dann über die humorvollen Auflockerungen hinsichtlich verschiedener Dialekte schon dankbar und immer gepackt von den unglaublichen Ereignissen, die doch einen realen Hintergrund haben.

Lesen Sie weiter

"Die Todesbotin" ist der zweite Fall für Viktor Puppe. Nachdem mir "Der Todesmeister", Puppes Auftaktfall, sehr gut gefallen hatte, war es natürlich keine Frage, dass ich dem erscheinen von "Die Todesbotin" entgegen gefiebert habe. Man kann das Buch auch ohne Kenntnis des Vorgängers lesen, verpasst dadurch allerdings ein wenig des Zwischenmenschlichen, warum Viktors Kollegen Ken und Begüm ihm gegenüber so sind wie sie sind und was es mit Viktors Großvater auf sich hat. Die Kommissare Viktor, Ken und Begüm werden aber zum besseren Verständnis auch im Umschlag vorgestellt. Bereits nach wenigen Seiten ist man wieder mittendrin in Viktors Welt, was nicht zuletzt Ken und seiner unnachahmlichen Art zu verdanken ist. Mal ganz davon abgesehen, dass wir am Schauplatz eines Mordes starten. Der Lesefluss ist gut, es wird nicht langweilig, allerdings geht im Verlauf die Spannung immer wieder verloren. Dies liegt meines Erachtens an den vielen unterschiedlichen politischen Themen, die alle ihren Platz beanspruchen: das Thema Flüchtlinge, Terroristen, Nazis... all dies verleiht dem Buch einen sehr aktuellen politischen Touch, bremst aber die Dynamik und die Spannung aus. Versteht mich nicht falsch, mich hat "Die Todesbotin" gut unterhalten, vor allem wegen der Charaktere von Ken und Viktor, wohingegen mich Begüm immer wieder auf die Palme gebracht hat, aber im Vergleich zu "Der Todesmeister" kann Viktors zweiter Teil leider nicht ganz bestehen. Nichts desto trotz hoffe ich auf ein Wiederlesen mit Viktor und Ken.

Lesen Sie weiter

"Was Menschen Übles tun, das überlebt sie, das Gute wird mit ihnen oft begraben." (William Shakespeare) In seinem Handyladen wird der Deutschtürke Oktay Yavuz erschossen aufgefunden, von der Tatwaffe fehlt jede Spur. Am Tatort findet Begüm Duran auf dem Handy des Toten eine prekäre Nachricht, die sie sofort handeln lässt. Währenddessen gehen Victor Puppe und Ken Tokugawa den weiteren Spuren nach. Dann jedoch kommt es zur Explosion in einer Kinderklinik in Weissensee, wo man die Überreste eines jungen Flüchtlings auffindet. Haben die beiden Toten eine Verbindung zueinander? Ehe Victor und Ken das herausfinden nimmt ihnen der Staatsschutz ihren Fall wieder ab, da sie einen terroristischen Akt dahinter sehen. Eine Spur jedoch führt die beiden zu einer eigenwilligen Dorfgemeinschaft in Meckl.-Vorpommern. Da sie jedoch auch hier nicht weiterkommen, entschließt Victor sich Undercover in die Gemeinschaft einzuschleusen. Alleine muss er nun herausfinden, ob sie etwas mit den beiden Toten von Berlin zu tun haben. Begüm währenddessen geht mal wieder ihren Alleingang und reitet sich dafür immer tiefer in Ärger. Meine Meinung: Das extravagante Cover mit der Libelle zierte diesen Thriller und passte dadurch sehr gut zum Vorgängerband. Der Schreibstil war wie beim letzten Mal sehr unterhaltsam, spannend, informativ, frech, humorvoll und angenehm. Die Sprache des Autors war wie immer ungewöhnlich mal sehr interessant, mal provozierend frech und in manchen Szenen auch mit Dialekt der typischen Berliner Schnauze versehen, was mir gut gefiel. Man merkt dem Plot wieder einmal an, das Thomas Elbel weiß was er schreibt. Ob es der Staatsschutz, Terrorismus, eine eigenwillige Dorfgemeinschaft oder das abschweifen in die Vergangenheit war, mich konnte er erneut begeistern. Sein Buch spielte wieder einmal in den schwierigen und düsteren Teilen Berlins. Als Rechtswissenschaftler spürte man an vielen Stellen wie gut er sich in dieser Stadt und mit Recht und Gesetz auskennt. Trotzdem provoziert er bewusst durch seine extravaganten, besonderen Ermittler Begüm Duran und Ken Tokugawa. Beide sind besonders und nicht gerade einfach gestrickt in ihren Charakteren, passen aber sehr gut zu dem düsteren Bild Berlins, das der Autor auch diesmal wieder zeigt. Und sie wirken erstaunlich gut als Gegenpol zu dem ruhigen, zugeknüpften und couragierten Victor Puppe. Ebenso spürte man, das dieses Buch gut recherchiert war, der Autor sich sehr gut auskannte und teils wahre Begebenheiten in sein Buch mit einfließen ließ. Ferner bemerkte ich dies sprachlich an einigen Stellen, besonders wenn der Autor fachliche Ausdrücke einbrachte. Was natürlich für ihn als Rechtswissenschaftler kein Problem war. Doch zum Glück hielt sich das diesmal sehr in Grenzen. Die Charaktere gefielen mir wieder außerordentlich gut, auch wenn es anfänglich schon teils sehr provokant war. Victor Puppe ist eher der Gentleman unter den Ermittlern, vielleicht manchmal etwas zu steif, ruhig und introvertiert. Doch diesmal, hatte ich das Gefühl, das er durch seinen Kollegen Ken und im Besonderen durch die Gerichtsmedizinerin Stella auftaute. Kenji Tokugawa z. B. ist einer, der öfters eher den Pausenclown gab, alles etwas lockerer nahm, allerdings den Sinn für Gerechtigkeit nie verlor. Er hatte schon öfters ein loses Mundwerk und nahm meist auch kein Blatt vor den Mund. Begüm Duran machte mal wieder alles im Alleingang, was ihr tüchtig Ärger einbrachte. In der Tat ist sie ebenfalls nicht gerade einfach, hat zwar Sexappeal, doch ihre türkischen Wurzeln und Gewohnheiten kann sie nicht verleugnen. Beeindruckend war außerdem für mich die Begegnung seines Großvaters und seiner Mutter, die man in diesem Buch miterlebte. Dieser zweite Victor Puppe Fall war für mich erneut spannend , informativ und lesenswert deshalb gebe ich 5 von 5 Sterne.

Lesen Sie weiter