Leserstimmen zu
Die Wolkenfischerin

Claudia Winter

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Die in Berlin lebende Claire Durant ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, auch wenn sie sich diese ehrlich gesagt erschwindelt hat. Genau wie den Großteil ihres Lebenslaufes. Ihre Familie lebt nicht in Paris, wie Claire stets behauptet, sondern in einem kleinen Küstendorf der Bretagne. Eines Tages erhält sie von dort einen Anruf: Ihre Mutter liegt im Krankenhaus und Claires Erscheinen wird dringend erbeten. Im gleichen Augenblick schickt ihr Chef sie beruflich nach Paris mit offenem Rückflugticket, damit Claire ihre familiären Angelegenheiten in Ruhe klären kann. Die Französin macht sich offiziell auf den Weg nach Paris - und inoffiziell auf den Weg in die Bretagne. Dort beginnt Claires Lügenmauer zu bröckeln und sie versucht sehr ideenreich und engagiert, den kompletten Einsturz der (Schutz)Mauer zu verhindern. Claudia Winter reist mit uns in das atmosphärische Örtchen Moguériec an der Atlantikküste. Begleitet wird man als Leser von einer ganzen Reihe starker Charaktere. Manche sind dazu ein wenig skurril, manche möchte man hin und wieder schütteln, manche sind überaus charmant, manche möchte man einfach in den Arm nehmen. Mit einem sehr bildhaften und wunderbaren Schreibstil zeigt die Autorin ihr Können. Manche Sätze, manche Abschnitte sind so schön geschrieben, dass dem Leser automatisch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert wird. Allerdings tat ich persönlich mir in den ersten etwa 110 Seiten schwer mit dem Roman. Durch die abwechselnden Kapitel von "Gwen" und "Claire" war es mir zu unruhig. Angenehm geheimnisvoll zwar, jedoch leider ein etwas bremsend im Lesefluss. Auch Claire war als Hauptprotagonistin nicht immer die Sympathie in Person. Sicherlich gewollt. Doch anders als zB beim talentierten Mr. Ripley mochte ich sie als führenden Charakter der Story nicht durchgehend. Ripley mag man trotz seiner Fehler. Zwischen Clair und mir blieb es immer noch ein bisschen kühl. "Die Wolkenfischerin" war mein erstes und sicher nicht letztes Buch der Autorin. Alleine ihr Ausdruck, ihr Handwerk macht Lust auf mehr. Der Roman "Glückssterne" liegt auf schon zuhause und wird sicher bald gelesen.

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Werbung* Rezension ,,Die wolkenfischerin‘‘: 🗝Klappentexte Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec... 📝📝📝📝📝📝📝📝📝📝📝📝📝📝 🗝Meinung Anfangs war es für mich sehr schwierig in das Buch hinein zu kommen. Es war ein bisschen schwierig den überblick zu behalten, mit den ganzen charakteren. Je weiter ich allerdings voran kam desto besser ist es geworden. Insgesamt kann ich das Buch sehr für Reise-Liebhaber empfehlen und für alle die gerne ein bisschen Pariser Flair spüren wollen. 🗝Meine Bewertung 3⭐️

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Claire ist eine Wolkenfischerin. Sie möchte raus aus der engen und braven Bretagne und rein in das wilde und spannende Leben. Und sie schafft es. Sie geht ihren Weg und arbeitet nun bei einem Berliner Magazin. Endlich soll sie befördert werden. Doch je höher sie klettert, umso mehr wackelt ihr Gerüst aus Lügen und Geheimnissen. Und wie bei jeder guten Geschichte wird es einstürzen. Claudia Winter hat eine schöne Geschichte rund um Claire und ihre bretonische Familie, über Wünsche und Sehnsüchte, über das Familiengefühl und die Liebe geschrieben. Es werden viele bekannte Klischees ausgepackt und in diese Geschichte eingearbeitet und natürlich darf eine leicht verzwickte Liebesgeschichte nicht fehlen. Dazu kommt noch eine gute Portion Humor und bretonischer Starrsinn. Claudia Winter hat viele verschiedene Charaktere beschrieben, mit denen man sich je nach Neigung mal mehr oder weniger identifizieren kann. Mir hat besonders Tante Valerie gefallen. Eine wunderbare Person, die so lebt, wie sie es möchte und sich keiner Norm anpasst. Aber auch die anderen Figuren sind sympathisch, jeder auf seine Weise. Zum Ende zu wird es leider etwas kitschig, aber das gehört wohl zu einer locker-leichten (leicht vorhersehbaren) Geschichte dazu. Es ist eine schöne Komödie, die man ganz entspannt auf dem Sofa schmökern kann.

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