Leserstimmen zu
Die Wolkenfischerin

Claudia Winter

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Gebt mir ein Buch, das in Frankreich spielt und ich verliere mein Herz an dieses Buch. Nichts anderes ist auch wieder bei Die Wolkenfischerin passiert, dessen Titel, zugegebenermaßen, sehr merkwürdig ist, denn im Endeffekt macht der Titel mit dem Inhalt zusammen erst einmal keinen Sinn, klart jedoch zum Ende hin auf. Der Roman beginnt mit der Reise der Durants nach Paris - zu Tante Valérie, die nach außen hin eine grande damé mimt, von der Gwenaelle schwer beeindruckt zu seinen scheint. Doch dass das junge Mädchen auf ihrem Weg einge Opfer bringen muss, das scheint sie nicht gewusst zu haben. Claire ist erfolgreich und jeder hält die Französin für eine Pariserin - nur leider schlägt in ihrer Brust ein bretonisches Herz und eigentlich hat sie auch gar kein Kunst studiert, weswegen eine Beförderung reichlich unverständlich ist. Aber wie lange kann man mit solch einem Lügenkonstrukt leben? Genau dieser Frage muss Claire nachgehen, als neben ihrer Beförderung ein Anruf aus der Bretagne kommt und sie in ihre alte Heimat Moguériec muss, um sich um ihre gehörlose Schwester Maely zu kümmern. In Moguériec angekommen scheint sich eigentlich nichts verändert zu haben, außer ihr bester Freund Nicolas aus Kindheitstagen und das Verhältnis zu Maely. Doch statt aus der kleinen Schwester eine hilflose Frau zu konstruieren, ist Maely selbstständig und ihre Qualität liegt in der Kunst, die ihr später einen Werdegang eröffnet, den man sich selbst vermutlich nicht ausgemalt hätte - Maelys Defizit wird nicht als solches betrachtet und nicht in den Mittelpunkt geschoben. Die Zeit in dem bretonischen Dorf scheint stehengeblieben zu sein, was zu einer unmittelbaren Wiederaufnahme in die Dorfgemeinschaft führt und man bekommt den Anschein, dass Nicolas eigentlich ganz andere Interessen an Claire hegt, als sie. Turbulent wird es schließlich, als Sebastian Hellwig in Moguéric für einen Urlaub auftaucht und Claire damit in Erklärungsnot bringt. Das Lügenkonstrukt würde risse bekommen, weswegen sie einfach eine weitere Lüge auftischt - und damit das ganze Dorf auf Trapp hält. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, lässt allerdings wenige Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten blicken, was mir persönlich ja am liebsten ist. Dafür haben wir aber eine Umschreibung der Gegend, die einen denken lässt, dass man mit Claire in Moguériec ist und man kann sich das kleine Dorf vor seinem inneren Auge vorstellen. Die Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen, spielt meiner Meinung nach aber eine sehr kleine Rolle, denn eigentlich nimmt ein großteil des Buches das Aufrechterhalten des Lügennetzes und auch die Beziehung zwischen Claire und Maely ein, die auch ihren Weg zueinanderfinden. Aber auch hier muss ich wieder sagen, dass ich das Gefühl hatte, dass einige Charaktere nur ein Mittel zum Zweck sind und lediglich dazu dienen Claire zu einem Ziel hinzuschubsen. Einige davon waren herzlich, einige waren so nervig, dass ich sie, trotz ihrer kleinen Auftritte, eigentlich am liebsten überlesen hätte, obwohl die meiste Zeit eigentlich nur Claire, Maely und Sebastian im Vordergrund standen und die anderen als Dorfbewohner (wie in einem Theaterstück) einfach nur dazu gehörten. Vermisst dafür habe ich allerdings die Rolle der Mutter, die den Weg zu einer Zusammenkunft der Familie gepflastert hat.

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MEINE MEINUNG Wieso ich zu diesem Buch gegriffen habe Da ich den Titel des Buches ziemlich abstrakt und für mich eher abschreckend finde, hätte ich dieses Buch vermutlich nicht gelesen, wenn ich nicht letztes Jahr bereits ein Buch der Autorin gelesen und sehr gemocht hätte. (Klicke hier um zu meiner Rezension zu kommen.) Sowohl der Titel als auch das Cover berauben das Buch meiner Meinung nach um ein Publikum, das seine Bücher nach diesen Kriterien auswählt, was ich sehr schade finde, da in dem Buch definitiv mehr drin steckt, als der Titel und das Cover vermuten lassen. Auch wenn der Begriff "Wolkenfischerin" innerhalb des Romans des Öfteren aufgegriffen wird, ist er mir dennoch nicht geläufig und klingt in meinen Ohren eher sehr vage und seltsam altmodisch. Mein Leseerlebnis Schauplätze Der Einstieg in den Roman fiel mir sehr leicht und dieses einfache Gefühl des Lesens blieb auch durch das ganze Buch hinweg bestehen. Claudia Winter fängt einen als Leser sofort auf und nimmt einen mit auf eine Reise in die Vergangenheit der Hauptfigur, in verschiedene Städte, und vor allem nach Frankreich. Von Anfang bis Ende besticht "Die Wolkenfischerin" für mich vor allem durch ihren durchdringenden französischen Charme, der mir sehr gut gefallen hat. Das Buch ist mit der französischen Sprache besprenkelt und fängt das Französische wirklich wunderbar ein. Die meisten Bücher spielen wohl in einer interessanten Stadt, doch nur sehr wenige schaffen es, den Charme des Landes, der Stadt, des Dorfes, in dem sie spielen, auch so an den Leser zu vermitteln, dass man als Leser selbst das Gefühl hat, dort gewesen zu sein. Dieses Buch schafft dies hervorragend mit der Bretagne, seinem Hauptschauplatz. Es gefällt mir immer gut, wenn man beim Lesen merkt, dass in ein Buch viel Recherchearbeit seitens der Autorin geflossen sein muss, und das war hier definitiv der Fall. Für dieses Buch musste die Bretagne detailliert analysiert werden, um dem Leser das Gefühl zu vermitteln, dass die Figuen dort heimisch sind. Dies ist Claudia Winter definitiv gelungen. Das Meer, der Hafen, die Fischerei, das Gefühl von Einheimischen - all das war sehr prägend für das Buch und ließ die Geschichte nicht nur in der Bretagne spielen, sondern machte die Bretagne selbst zur wichtigen Figur. Neben der Bretagne, von der ich bereits wusste, dass das Buch dort spielen würde, bekommt auch Paris eine wichtige Rolle in "Die Wolkenfischerin", was mich sehr erfreut hat. Zwar wird Paris nicht annähernd so ausführlich wie die Bretagne thematisiert, doch dennoch haben mir die Szenen die sich mit Paris beschäftigen, sehr gut gefallen. Daneben wird auch Berlin eine Rolle zugeteilt, und wieder wird die Stadt nicht nur erwähnt, sondern auch im Bezug auf die Figuren charakterisiert und analysiert. Der Umgang mit den verschiedenen Städten hat mir wirklich sehr zugesagt. Die Charaktere Ich konnte mich sehr schnell mit Claire anfreunden und fand sie als Protagonistin sofort sehr interessant. Auch schaffte es die Autorin, dass man als Leser Claire nicht nur auf einem einzigen Abenteuer begleitete, sondern sie sehr viel tiefer kennenlernte, was ich sehr mochte und was eine engere Bindung zu ihr zuließ. Die Verbindung von Claires Vergangenheit und Gegenwart empfand ich als sehr schön dargestellt und toll aufgebaut. Die Schwester von Claire, Maelys, ist taub, was in dem Buch jedoch nicht in den Fokus gerückt wird, da sehr deutlich gemacht wird, dass das nicht das ist, was Maelys ausmacht, sondern nur das ist, was andere daran hindert, zu ihr durchzudringen. Da ich bisher noch keine Geschichte mit einer tauben Figur gelesen habe, fand ich es sehr interessant, mehr darüber zu erfahren und zu sehen, wie fein die Autorin Maelys ganz eigene Geschichte mit in den Roman eingesponnen hat. Gleich zu Beginn des Buches tauchte eine Figur auf, Sasha, die mich ziemlich genervt hat, weshalb ich froh war, dass sie den Großteil des Buches abwesend war. Dennoch finde ich es etwas unvorteilhaft, einem anstrengenden Charakter gleich zu Beginn eines Romanes sehr viele Szenen zu geben, obwohl dieser Charakter für die eigentliche Geschichte von gar keiner großen Wichtigkeit ist, da dies den Leser erstmal eher vom Buch abschrecken könnte, was im Endeffekt dann schade wäre. Die Liebesgeschichte(n) Mein größtes Problem mit diesem Buch waren wohl die Liebesgeschichten.. Der erste Auftritt des potentiellen männlichen "Love Interest" wirkte für mich extrem klischeehaft und schreckte mich eher ab. Dieser Typ, bei dem mir nach den erwähnten "grünen Augen" schon klar war, worauf das hinauslaufen wird, da attraktive Typen in Büchern seltsamerweise immer dazu neigen, außergewöhnliche Augenfarben zu haben, war mir sofort unsympathisch. Leider hatte ich bis zu dem Zeitpunkt als er auftauchte und nebenbei Claire's Handy zerstörte, nicht erwartet, dass dieses Buch sich dazu herablassen müsste, seiner doch sehr selbstbewussten und eleganten Hauptfigur, auf diese klischeehafte "unglücklicher Zwischenfall"-weise einen Kerl aufzudrängen.. Ich konnte wirklich nicht fassen, dass dieser stereotypische, schmierige, machohafte, furchtbar-von-sich-selbst-überzeugte Kerl jetzt ernsthaft die Gefühle der Hauptfigur wecken sollte. Da diese Szene zu einem Zeitpunkt im Buch stattfand, in der noch weitere hunderte Seiten folgten, sank meine Lust, weiterzulesen extrem ab. Nach einer weiteren Szene zwischen den beiden, bei der mir der Kerl so absolut zuwider war, dass ich das Buch wegen ihm schon fast abgebrochen hätte, war ich schließlich heilfroh, dass auch Claire feststellen musste, dass ihr seine Art dagegen ging und ihr ebenso unwohl wie mir zumute war. Ich war wirklich sehr positiv überrascht von dem Buch, dass es nach meiner Befürchtung dann doch die Kurve bekam und seine Protagonistin nicht im Stich ließ. Leider sollte "Die Wolkenfischerin" aber dennoch nicht ohne eine Liebesgeschichte auskommen, was mich jetzt nicht unglaublich gestört hat, aber meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen. Ich wünschte mir einfach, dass es mehr Bücher gäbe, in denen die Protagonisten eine ähnliche Reise wie in diesem Buch durchleben, danach stärker hervortreten und nicht noch einen Typen als Preis dazugewinnen müssen. Aber nun gut, wenigstens handelte es sich um einen diesmal ziemlich freundlichen Mann, der nicht alle Klischees erfüllte, und Claire gut behandelte. Dennoch konnte ich mich mit dieser Liebesgeschichte nicht 100 %ig anfreunden. Das lag zum einen an der beruflichen Stellung des Mannes im Bezug auf die Protagonistin, und zum anderen an seinem Namen, bzw. seinen Namen. Die meiste Zeit des Buches wird von dem Mann unter seinem Nachnamen gesprochen, was für mich einfach wie eine Barriere ist, um irgendeine romantische Bindung zwischen ihm und der Protagonistin herzustellen - und um ihn als potentiellen "Love Interest" zu sehen. Meiner Meinung nach spricht man nicht von jemanden, in den man verliebt ist, mit dessen Nachnamen, aber gut. Wenn jedoch dann von seinem Vornamen die Rede war, war das für mich leider auch nicht viel besser, da der Name für mich - ja, das mag jetzt komisch und möglicherweise klischeehaft von mir wirken - nicht anziehend ist. Damit möchte ich niemanden mit dem Namen beleidigen, nur ist es meine persönliche Meinung, dass jener Name, wenn er deutsch ausgesprochen wird, nicht gerade sexy ist. Englisch und französisch ausgesprochen ist das dann schon wieder was anderes, weshalb ich versucht habe, seinen Namen so auszusprechen, um irgendwie mit der Liebesgeschichte warmzuwerden, was aber leider auch nicht geklappt hat. FAZIT Bei "Die Wolkenfischerin" von Claudia Winter handelt es sich um einen Roman, der sich einfach wunderbar leicht weglesen lässt. Und obwohl es keine weltbewegende oder wahnsinnig spannende Geschichte ist, hatte ich dennoch eine sehr schöne Zeit mit dem Buch und habe es sehr gerne gelesen und mich in die Bretagne entführen lassen. Die Art, mit der dieser Roman es schafft, den französischen Charme und das Lebensgefühl der Bretonen einzufangen, ist für mich die größte Stärke der Geschichte. Der Titel und das Cover finde ich persönlich leider relativ nichtssagend, auch wenn das Coverbild eigentlich eine sehr schöne Szene zeigt ist es nunmal schwer einzuordnen und ermutigt nicht wirklich zu einem Coverkauf, und obwohl der Titel immer wieder im Buch Erwähnung findet, kann ich dennoch nicht wirklich etwas damit anfangen. Die Wendungen im Buch sind alle ziemlich vorhersehbar, aber irgendwie tut dem Buch das keinen wirklichen Abbruch, da ich persönlich trotzdem gerne weitergelesen habe, um zu wissen, wie genau sich die Dinge nun entpuppen werden. Was mich an diesem Buch am meisten gestört hat, sind die zwei Liebesgeschichten, von denen ich eine furchtbar fand, und mit der anderen leider einfach nicht warm wurde. Wie schon in Claudia Winters letztem Buch, Glückssterne, hat sich die Autorin auch in "Die Wolkenfischerin" sehr intensiv mit dem spezifischen Land, bzw. Ort, auseinandergesetzt und ihre Geschichte damit geprägt. Da Claudia Winter es sehr schön schafft, einem als Leser mit ihren Büchern ein Land und einen Ort näher zu bringen, habe ich nun auch Lust darauf, ihr erstes Buch "Aprikosenküsse" zu lesen. Am Ende des Buches, nach der Geschichte, befinden sich Rezepte, welche die Figuren während der Geschichte selbst gebacken und gekocht haben, sowie ein bretonisch-französisches Glossar, was ich beides sehr charmant finde, und was dem Buch noch einen sehr schönen, feinen Schlussstrich verleiht. Außerdem geben die Rezepte dem Leser die Möglichkeit, sehr sanft aus der Geschichte zu gehen und erstmal in Gedanken noch bei den Figuren zu sein, während man selbst einen gâteau breton backt, wie Maelys. MEINE BEWERTUNG Ich verleihe diesem Buch 3,5 von 5 Sternen.

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Wie lange kann man eine Lüge leben? Die Protagonistin, Claire, ist ziemlich glücklich mit ihrer Lüge. Sie führt mehr oder weniger ein Doppelleben. Der Leser erfährt erst nach und nach wer die wahre Claire ist. Sie hat sich einen tollen Job ergattert in dem sie sich als jemand anderes ausgibt. Sie scheint mit sich und ihrem Leben zufrieden zu sein , bis zu dem Zeitpunkt an dem ihr Chef ihr einen neuen Job anbietet, wird es ihr etwas mulmig zu Mute. Ihre Vergangenheit ,vor der sie so erfolgreich geflohen ist, holt sie ein. Ihre Mutter liegt im Krankenhaus und braucht ihre Hilfe, jemand muss sich um Claires kleine Schwester kümmern. Claire bleibt nichts anderes übrig als in ihr bretonisches Heimatdorf zu fahren. Dort , in ihrer Heimat, ist es alles andere als einfach .Ihre Schwester ignoriert sie und die Dorfbewohner lassen sie spüren, wie sie darüber denken, dass sie ihre Familie verlassen hat und nach Paris gegangen ist. Eine zentrale Frage in diesem Roman ist die Suche nach dem Zuhause. Denn wenn man sich finden will, sollte man auch wissen wo man zuhause ist. "Ein Zuhause hat viele Gesichter und es bedeutet nicht, dass man eines mehr lieben darf als das andere."(S.351) Am Anfang haben mich die Rückblenden etwas verwirrt, denn es hat einen Augenblick gedauert bis ich verstanden habe, dass es Claires Vergangenheit ist. Ich kann nicht wirklich behaupten, dass Claire mir sympathisch ist. Ich habe versucht sie zu verstehen, aber wirklich warm geworden bin ich mit ihr nicht. Natürlich macht jeder Fehler, aber sich ein ganzes Leben aus einer Lüge aufzubauen? Erst am Ende, wenn sie ihre Fehler sich selbst eingesteht, wird sie mir etwas sympathischer. Da die kleine Schwester eine wichtige Rolle in Claires Leben spielt, hätte ich mir gewünscht, dass diese präsenter in dem Roman ist und mehr erläutert wird. Sie kommt für meinen Geschmack zu kurz. Der Schreibstil ist locker, einfach und ziemlich schlicht, so dass man problemlos in die Geschichte eintauchen kann. Die detaillierten Beschreibungen der Bretagne, deren Landschaft und Kultur hat mir sehr gefallen. Der bretonische Charme kommt sehr gut zur Geltung. Am Ende gibt es ein paar Rezepte von den bretonischen Spezialitäten, über die ich mich sehr gefreut habe, ich liebe die französische Küche. Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, aber richtig fesseln konnte sie mich leider nicht. Deswegen gibt es von mir vier von fünf Sterne für diesen Roman.

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Gwenaelle verlässt als Jugendliche die Bretagne, nachdem ihr Vater ums Leben gekommen ist um fortan in Paris bei ihrer Tante zu wohnen. Ihre viel jüngere und taubstumme Schwester Maely bleibt bei der Mutter. Tiefe seelische Wunden und fehlende Worte auf beiden Seiten sorgen dafür, dass sie sich fast 20 Jahre nicht mehr wiedersehen. Claire lebt in Berlin, sie ist erfolgreich und sie ist im Begriff die Karriereleiter immer höher zu steigen, als ein Anruf aus der Bretagne nicht nur alte Wunden wieder aufreißt, sondern auch ihr ganzes, sorgsam aufgebautes Gefüge um ihre Identität ins Wanken bringt. Denn Claire soll sich um ihre jüngere Schwester kümmern, nachdem die Mutter nach einem Unfall im Krankenhaus liegt. Doch eigentlich hatte Claire etwas anderes vor, als in die Bretagne zu reisen. Dort angekommen läuft ihr auch noch ihr Chef über den Weg und der soll ja auf keinen Fall wissen, dass sie nicht in Paris ist. Ein unterhaltsames Katz- und Maus-Spiel beginnt. Claudia Winter, die Autorin, hat mich auf eine unterhaltsame Reise mit genommen. Sie hat die Protagonisten mit einigen Ecken und Kanten ausgestattet, nicht immer ist es der einfache Weg, den sie bestreiten und auch nicht immer der richtige. So sorgt sie für Unterhaltung beim Leser. Erst nach und nach wird auch dem Leser klar, was alles hinter dieser Geschichte und den Figuren steckt, hier hat mir unheimlich gut gefallen, dass es am Ende noch so einige überraschende Wendungen gab. Das bretonische Dorf und seine eigenwillige Bewohner hat die Autorn liebevoll und auch etwas skuril gezeichnet. Dennoch hat sie mir Lust auf diese Gegend gemacht und vor allem auch auf so einige bretonische Mahlzeiten, die im Roman zubereitet oder verspeist werden (ja, hier stimmt das Wort oder !!). Zum Glück gibt es am Ende des Buches ein paar Rezepte zum Nachkochen oder Nachbacken. Mittendrin hatte ich zwischenzeitlich mal einen kleinen Hänger beim Lesen, das hat sich aber schnell wieder gelegt und das fulminante Ende, das nicht nur berührt hat, sondern auch mit eingen Auflösungen überraschen und überzeugen konnte, hat alles wieder wett gemacht. Fazit: Ein humorvoller Roman, den ich gerne weiter empfehle !

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Zum Inhalt: Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec … Über die Autorin: Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn. Mehr über Claudia Winter erfahrt ihr auf ihrer Homepage, ihrer Facebookseite und auf Instagram. Mein Fazit und meine Rezension: Claire Durant ist in ihrem Beruf als Ressortleiterin eines Gourmet-Magazins oben angelangt und dabei hat niemand bemerkt, dass sie – um diese Stelle zu erhalten – ihren Lebenslauf etwas getuned hat: sie ist weder Pariserin, noch hat sie Kunstgeschichte studiert. Doch das scheint niemanden zu stören, bis sie ein Hilferuf aus ihrer einstigen Heimat, der Bretagne, erhält. Und schon gerät ihr mühsam aufgebautes Leben aus den Fugen und ihre Vergangenheit holt sie wieder ein. Doch schafft Claire es, sich gegen ihre Vergangenheit zu schützen und wieder in ihr jetziges Leben zurückzukehren? Oder war ihre Mühe umsonst? Eine Geschichte, die vor lauter Irrungen und Wirrungen amüsanter nicht sein könnte! Claire Durant hat alles, was sie wollte: einen guten Job und eine tolle Wohnung. Sie ist in ihrem Traumleben angekommen. Nur weiß sie nicht, wie schnell ihre Vergangenheit sie einholen kann, denn immerhin hat sie ihr jetziges Leben etwas verziert und extra Glitzer drüber gestreut. Und – ja – es scheint tatsächlich zu klappen! Bis zu dem Augenblick, in welchem ihre Vergangenheit sie einholt: Claire muss in ihre Heimat zurück, denn ihre Mutter liegt im Krankenhaus und kann ihre gehörlose Schwester nicht alleine lassen. Nach 19 Jahren verschlägt es Claire wieder nach Moguériec und dort trifft sie nicht nur auf ihre gehörlose Schwester Maelys, die alles andere als hilfsbedürftig ist, sondern auch auf ihrer Jugendliebe Nicolas, der sich vom schüchternen Jungen zu einem richtigen Macho entwickelt hat. Einzig und allein das Dorf hat sich nicht verändert. Für Claire steht eines fest: sobald ihre Mutter wieder aus dem Krankenhaus ist, möchte sie so schnell wie möglich zurück in ihr altes, neues Leben. Doch leider hat sie ein Händchen dafür, die Fettnäpfchen nicht nur zu finden, sondern auch mit Anlauf rein zu springen, denn wie es der Teufel so will, steht bald darauf ihr charmanter und äußerst attraktiver Chef Sebastian vor ihr. Der hat nämlich in einem Magazin über Moguériec viel gelesen und möchte dort seinen Urlaub verbringen. Und ehe Claire sich versieht – und der Leser es wahrnimmt – verstrickt sie sich von einer Lüge in die nächste und weiß gar nicht mehr, wie sie sich aus diesem Lügengespinst befreien soll. Da ist guter Rat teuer. Für mich war es das zweite Buch der Autorin Claudia Winter und es war ebenso unterhaltsam und amüsant, wie das erste Buch! Leider hatte ich zu Beginn ein paar Probleme so richtig in die Geschichte zu finden, da sie mir etwas zu zäh dahin floss, doch mein Durchhaltevermögen wurde belohnt, denn schon bald schien das Chaos perfekt zu sein und ich als Leserin am richtigen Ort! Natürlich hat mir die Protagonistin Claire ab und an Leid getan, immerhin wollte sie einfach nur weg aus Moguériec, sich ein neues Leben aufbauen und hat es – trotz der Hilfe einiger Lügen – auch geschafft. Da sieht man, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will! Und dann gab es eben diese Momente, an denen ich sie einfach nur an den Schultern packen und kräftig schütteln wollte … Auch das Dorfleben in Moguériec kommt nicht zu kurz und wird realitätstreu wiedergegeben. Nein, ich war noch nicht vor Ort, doch stamme ich selbst aus einem Dorf und weiß, was dort los ist und wie sehr sich so ein Dorfleben ändert – kaum. Leider waren einige Fettnäpfchen oder Probleme vorhersehbar, sodass ein Spannungsmoment kaum gegeben war, doch trotz allem fühlte ich ich immer unterhalten und zu keiner Zeit hatte ich das Bedürfnis, das Buch aus den Händen zu legen. Wenn ihr also auf der Suche nach einer Urlaubslektüre seid, die nicht nur die Schönheit der Bretagne, sondern auch viel Humor, Flair und Liebe beinhaltet, dann seid ihr mit Claudia Winters Wolkenfischerin gut beraten!

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Inhalt: Claire Durant hat es weit gebracht. Im berliner Gourmet-Magazin 'Genusto' tobt sich die gebürtige Französin im Bereich Lifestyle und Genuss aus und kann dabei mit ihrem französischen Charme punkten. Das ist ihrem Chef Sebastian Hellwig schon lange aufgefallen. Als das Magazin seinen Lifestyle-Bereich einstampfen will bricht für Claire eine Welt zusammen. Doch Sebastian Hellwig hat ganz eigene Pläne mit Claire. Es wird ein neues Magazin geben, das sich nur um ihren Tätigkeitsbereich dreht und Claire soll den Chefredakteurposten erhalten. Sie würde sich glatt freuen, wenn da nicht der Anruf aus Frankreich gewesen wäre. Beinahe niemand in der Metropole Berlin kennt Claires wahre Herkunft. Sie hat die Menschen glauben lassen, dass sie eine waschechte Pariserin ist. Allerdings stimmt das nur auf dem Papier. Der Anruf aus Frankreich lässt ihr keine andere Wahl, sie muss in ihre Heimat zurück: in den Fischerort Mogueriéc in der Bretagne. Ihre Mutter liegt im Krankenhaus und jemand muss sich um ihre stumme Schwester Maelys kümmern. Natürlich ist ihr Chef kein Unmensch und hätte sie sofort fahren lassen. Wenn er doch nur wüsste, dass Claire gar nicht Claire ist und sie statt einer Familie in Paris, Mutter und Schwester in Mogueriéc hat. Ihre einzige Verbindung zu Paris ist ihre Tante Valérie, bei der sie einige Jahre gewohnt hat. Claire muss sich dringend etwas einfallen lassen und verstrickt sich in ein Netz aus Lügen. Die Begegnung nach 19 Jahren mit ihrer Mutter ist alles andere als herzlich. Beide sind befangen und ein leiser Vorwurf ist in Yvonnes Gesicht zu lesen. Warum war ihre Tochter so lange nicht nach Hause gekommen? Während Claire und ihre Mutter immerhin noch miteinander reden, erwartet sie in ihrem Haus mitten im Nirgendwo eine wütende Schwester. Maelys weigert sich mit Claire zu kommunizieren. Wie soll sie ihr so helfen? Claire merkt schnell, dass ihre Schwester eigentlich keine Hilfe braucht und auch, dass sie ihre Freunde und den Ort, der mit so vielen schmerzhaften Erinnerungen an ihren Vater behaftet ist, vermisst hat. Sie hat mit ihrer Mutter einen Deal gemacht - sie bleibt im Krankenhaus, dafür kümmert Claire sich um alles daheim. Eigentlich wäre das auch kein Problem, würde nicht plötzlich Sebastian Hellwig im beschaulichen Örtchen auftauchen um dort Urlaub zu machen. Claire fällt nur eine neue Notlüge ein und damit bringt sie eine Lawine ins Rollen, bei der sie nicht mithalten kann. Meinung: Mit 'Die Wolkenfischerin' entführt Claudia Winter ins raue Küstenörtchen Mogueriéc in der Bretagne. Auch wenn ich noch nie in Frankreich war, konnte ich mir den Ort und die Menschen gut vorstellen. Die ersten Kapitel sind alle in zwei Zeitzonen und zwei Charaktere unterteilt. Sobald man aber weiß wie diese zusammengehören, liest es sich sehr gut und auch spannend. Die Wandlung, die Claire durchlebt hat um dorthin zu kommen, wo sie jetzt ist, kann man nicht anders als beeindruckend finden. Aber gerade hier passt der Titel wunderbar zu Claire - die nichts anderes als eine Wolkenfischerin ist. Zwar war mir Claire am Anfang etwas zu sehr von sich selbst überzeugt, aber mit der Zeit bin ich mit ihr gut warm geworden. Ihren Chef Sebastian mochte ich hingegen sofort. In dem Buch geht es in erster Linie um die Entwicklung von Claire und die Verbindung mit ihrer Schwester Maelys. Es machte mir viel Spaß die beiden zu begleiten auf ihrer Reise durch Höhen und Tiefen. Maelys ist ein toller Charakter. Sie hat viele Facetten und ihre ganz eigene starrköpfige Art ihrer Umgebung zu zeigen, wenn ihr etwas nicht passt. Dafür braucht sie keine Worte, nicht einmal Zeichen. Und ganz nebenbei fand ich es natürlich toll, dass hier immer wieder gebacken wurde ;o) Im Anhang gibt es sowohl Rezepte aus auch einen Glossar zu einigen französischen Gerichten. Das ist sehr hilfreich, wenn man sich darunter nichts vorstellen kann. Ein wenig hat mich gestört, dass hier viele französische Begriffe oder auch Sätze benutzt wurden, die leider nicht übersetzt wurden. Somit wusste ich oftmals nicht, was Claire jetzt eigentlich gesagt / gemeint hat. Ja, ich hätte sie auch googlen können, aber das ist mir dann während des Lesens doch zu mühsam und reißt mich aus dem Lesefluss. Abschließend fand ich das Buch trotzdem toll. Bislang mein zweites der Autorin, aber eins liegt noch auf meinem Schreibtisch und wird wohl im April gelesen werden. Ich bin schon gespannt.

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 In dem Buch die Wolkenfischerin von Claudia Winter geht es um Claire Durant. Sie hat sich auf der Karriereleiter nach oben geschummelt, denn sie ist weder waschechte Pariserin noch hat sie Kunst studiert. Dann erhält sie einen Hilferuf ihrer Mutter aus der Bretagne, ihre Mutter muss ins Krankenhaus und sie muss sich um ihre taube Schwester kümmern. In dem kleinen Dorf am Meer trifft sie ihren ehemals besten Freund Nicolas, der nicht mehr der schüchterne Junge von damals ist. Aus heiterem Himmel taucht ihr Chef auf, Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrecht zu erhalten und stiftet damit ein heilloses Durcheinander in dem beschaulichen Örtchen. Beim Titel habe ich mich erstmal gefragt, was eigentlich eine Wolkenfischerin ist. Das Cover hat tolle Farben und erinnert an Urlaub. Der Schreibstil ist flüssig. Am Anfang braucht man jedoch etwas um ganz ins Buch zu finden, wobei das glaube ich so gewollt ist. Themen sind die Familie und die Vergangenheit, der Job und Kunst spielen eine Rolle. Das Leben in der Großstadt und auf dem Dorf, Heimat wird thematisiert. Die Liebe spielt eine große Rolle, aber auch das Thema Wahrheit bzw. Lügen. Claire ist eine liebenswerte Person, die es bisher nicht einfach hatte in ihrem Leben. Das besondere an dem Buch ist, dass dort Personen, von denen man es gar nicht erwartet hätte, am Ende sehr positiv in Erscheinung treten. Sehr unerwartet. Am Ende des Buches sind die Rezepte, über die im Buch gesprochen wird, aufgelistet. Ein rundum gelungener Roman, der einen in die Bretagne entführt und dort mit Spannung und Liebe unterhält.

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Dieses Wochenende wurde ich begleitet.. von dem Roman: Die Wolkenfischerin , von Claudia Winter den mir der Goldmann Verlag in der Taschenbuchausgabe , als Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat. Claire reist aufgeschreckt durch einen Notruf der Mutter nach Moguériec, in der Bretagne. Dort stossen Ihr "neues" Leben und Ihre Kindheit aufeinander. Durch Tod Ihres Vaters wuchs Claire bei Ihrer Tante in Paris auf. Von dort aus startet Sie erfolgreiches Berufsleben bis nach Berlin, als Redakteurin für ein Gourmet-Magazin. In der Bretagne wird Sie mit dem Leben Ihrer Schwester Maeyls und ihres alten Freundes Nicolas, die Sie jahrelang nicht gesehen hat,konfrontiert. Die Begegnung der Schwester führt zu turbulenten Veränderungen. Positionen vermischen sich und vertauschen sich . Nun taucht noch Ihr Chef auf und die Entwirrung nimmt Fahrt auf. Die Wolkenfischerin ist ein sehr flüssig geschriebener Roman, mit vielen unerwarteten Überraschungen und Wendungen, den ich an einem Stück gelesen habe. Die Charaktere sind sehr feinfühlig und bildhaft beschrieben. Den Nicolas hätte ich gerne mal so richtig... -------------------------------------------------------- Vielen Dank für diese kurzweiligen Lesestunden!!

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