Leserstimmen zu
Die Perlenschwester

Lucinda Riley

Die sieben Schwestern (4)

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„Wenn man jemanden liebt, sollte man versuchen, großzügig zu sein.“ „Die Perlenschwester“ ist der vierte Band der „Sieben-Schwestern-Reihe“ von Lucinda Riley, übersetzt von Sonja Hauser. Er erschien im März 2019 im Goldmann Verlag. Der Roman kann einzeln gelesen werden, beinhaltet aber auch eine übergeordnete Geschichte, die sich über die gesamte Reihe verteilt. Nachdem die dritte Schwester Star ihren eigenen Weg gegangen ist, ist nun auch CeCe auf sich allein gestellt. Obwohl sie nie nach Australien wollte beschließt sie nun, den Hinweisen ihres verstorbenen Adoptivvaters zu folgen und die lange Reise in das fremde Land anzutreten… CeCe, die vierte der d’Apliese-Schwestern, war mir von Beginn der Sieben-Schwestern-Reihe an unsympathisch. Zu sehr hat sie für meinen Geschmack über das Leben von Star bestimmt und ihre eigenen Wünsche in den Vordergrund gestellt. Das, was andere wollen oder wünschen, schien sie überhaupt nicht wahrzunehmen und schon gar nicht gelten zu lassen. Sie schien das durchzusetzen, was für sie selbst am einfachsten und besten war und dabei nur wenig bis keine Rücksicht auf andere zu nehmen. Dieser Eindruck wurde während Stars Geschichte noch präsenter, da ich hier den Eindruck gewann, dass CeCe ihrer Schwester das Glück überhaupt nicht gönnt und weiterhin nur darauf bedacht ist, ihren Willen durchzusetzen. Dass ihre Schwester sie im Stich ließ, schien für sie kein Grund zum Nachdenken, sondern eher ein Grund zur Wut und Bockigkeit. Nun, nachdem ich „Die Perlenschwester“ gelesen habe, sehe ich CeCe in einem anderen Licht. Sie scheint mit sich selbst deutlich stärker zu hadern, als eine der anderen Schwestern. Obwohl sie nach außen hin stark und selbstbewusst wirkt, ist dieses Auftreten nur ein Schutzpanzer. Innerlich sieht es nämlich vollkommen anders aus. Obwohl CeCe eine attraktive junge Frau mit viel Kunsttalent ist, zweifelt sie an sich selber. Sie hat ihren Platz im Leben bisher nicht gefunden und fühlt sich durch ihre Legasthenie und die Kritik ihrer bisherigen Kunstlehrer als Nichtsnutz und durch den Auszug von Star nun auch als einsam. Feststeht dabei, dass sie anders ist als andere Menschen. Doch dies ist ja nicht negativ, sondern eher das Gegenteil. Um dies herauszufinden, liegt jedoch ein weiter Weg vor CeCe, denn im Grunde weiß sie überhaupt nicht, wer sie selbst ist. Dies haben die Schwestern d’Apliese miteinander gemein, doch bei CeCe scheint es mir ausgeprägter und sie selbst wirkt auf mich er bisher als am hilflosesten von den Schwestern. Auf ihrer Reise beginnt sie allerdings sich selbst und ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen. Sie erkennt, dass sie Star häufig eingeengt und beherrscht hat, was auf Dauer nicht gesund sein konnte. Ebenso lernt sie auf der Suche nach ihrer wirklichen Familie ihre eigene Sexualität und schließlich sich selbst kennen. Sie trifft neue Menschen und begreift langsam, dass auch sie selbst große Talente und Fähigkeiten hat. Sie entwickelt sich und aus einer scheinbar selbstbewussten jungen Frau wird am Ende eine Frau, die tatsächlich ihr Selbstbewusstsein entdeckt und beginnt ihren eigenen Weg zu gehen. Neben CeCes bewegender und emotionaler Geschichte führt Lucinda Riley den Leser auch an den Beginn des 20. Jahrhunderts und mitten hinein in das Leben von Kitty Mercer und damit direkt nach Australien, wo zu dieser Zeit der Perlenhandel viel Geld ins Land brachte. Gegenwart und Vergangenheit werden dabei, wie bereits in den vorherigen Bänden geschickt miteinander verknüpft. Kitty hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, ihr Selbstbewusstsein und ihr tugendhaftes Handeln haben mir sehr imponiert, ihre Geschichte hat mich zu Tränen gerührt und betroffen. Ihre Geschichte hat mir fast besser gefallen, als CeCes, jedoch funktionieren die Geschichten nur miteinander und insgesamt bekommt der Leser einen spannenden und interessanten Roman mit leichtem und mitreißendem Schreibstil. Historische Aspekte werden dabei ebenso mühelos verarbeitet, wie mythologische Geschichten und gesellschaftliche Gepflogenheiten in Australien. Interessant fand ich zudem die Details zum Leben der Aborigines, ihrer Kultur und dem Umgang der „Weißen“ mit ihnen. Außerdem ist es der Autorin wieder gelungen, die verschiedenen Schwestern miteinander zu verbinden und einige Hinweise auf die Gesamthandlung zu verstecken. Erneut gibt es Hinweise auf Pa Salt und die fehlende Schwester Merope und weiterhin kann ich es kaum erwarten zu erfahren, was es mit der Gesamthandlung auf sich hat. Fazit: CeCes Geschichte hat mich erneut gefesselt und fasziniert. Obwohl ihr als Person bisher eher skeptisch gegenüberstand, konnte ich mich vollkommen auf die Geschichte einlassen und sogar verstehen, weshalb sie bisher zu unsympathisch wirkte. Ich vergebe 5 von 5 Sternen für „Die Perlenschwester“ und freue mich auf die nächsten Bände!

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Die Perlenschwester von Lucinda Riley

Von: Peggy aus Maxhütte-Haidhof

09.06.2020

Das ist ein Wahnsinns Buch. Es ist der vierte Band einer Serie. Es ist so gut geschrieben, dass man meint, es selber zu erleben. Ich habe alle Bände gelesen und es ist ganz egal mit welchen Band man beginnt, da es trotzdem immer eine abgeschlossene Geschichte ist. Hat man mal einen Band gelesen, dann brennt man darauf auch die Anderen zu lesen.

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Titel: Die Perlenschwester Autorin: Lucinda Riley Verlag: Goldmann Seitenanzahl: 704 Seiten Inhalt/Klappentext: Wie auch ihre Schwestern ist CeCe d'Apliése ein Adoptivkind mit unbekannter Herkunft. Als ihr Vater stirbt, hinterlässt er einen Hinweis auf ihre Vorgeschichte - sie soll in Australien die Spur einer gewissen Kitty Mercer ausfindig machen. Während ihrer Reise dorthin fällt CeCe durch einen geheimnisvollen Mann Kittys Biographie in die Hände, eine Schottin, die vor über hundert Jahren nach Australien kam und den Perlenhandel zu ungeahnter Blüte brachte. CeCe fleigt nach Down Under, um den verschlungenen Pfaden von Kittys Schicksal zu folgen. Und taucht dabei ein in die magische Kunst der Aborigines, die ihr den Weg weist ins Herz ihrer eigenen Geschichte.  Mein Fazit:  Auch beim vierten Teil dieser Reihe von Lucinda Riley wurden meine Erwartungen wieder voll und ganz erfüllt.  Der wie gewohnt sehr bildgewaltige, einnehmende und trotzdem flüssige Schreibstil der Autorin nimmt den Leser dieses Mal mit auf eine spannende Reise durch zwei Länder. Auch schaffte es Lucinda Riley erneut, die beiden Handlungsstränge der Vergangenheit und Gegenwart perfekt miteinander zu vereinen. Man kann beiden Handlungen leicht folgen und es wird zur keiner Zeit verwirrend. Die Erzählweise ist tiefgründig und reißt den Leser auf jeder Seite mit.  CeCe war für mich eine durchaus interessante Persönlichkeit. Auch wenn ich sie anfangs als etwas schwierig empfand, so mochte ich ihre Entwicklung während der Reise sehr gerne.  Lucinda Riley nimmt den Leser mit auf eine Reise durch Thailand und Australien. Dabei beschreibt sie die Settings der unterschiedlichen Länder unglaublich detailreich und lebendig. Man kann sich das gesamte Setting und die Landschaften sehr gut bildlich vorstellen und tief in diese abenteuerliche Geschichte eintauchen.  Ich war vom Anfang bis zum Ende hin gefesselt von dieser Geschichte. Die Autorin weiß einfach immer wie sie emotionale Geschichten perfekt umsetzen kann. Auch diese Geschichte war sehr tiefgründig und fesselnd. Es wurde zu keiner Zeit langweilig.  Ich kann diese Reihe bisher wirklich sehr empfehlen und bin schon gespannt, was mich im nächsten Teil erwarten wird. 5 von 5 Sterne!

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Lucinda Riley schreibt schöne, gefühlvolle Romane mit Tiefgang. Ihr Schreibstil ist dabei leicht und wunderschön zu lesen. Aber nun zum Buch! Die Schwestern sind allesamt ganz besonders. Von Band 1 an möchte man deren Vergangenheit wissen und herausfinden, welche Geheimnisse sich offenbaren. Cece ist eine wundervolle Protagonistin, die einem von Anfang an ans Herz wächst! Ich freue mich schon darauf, den nächsten Band zu lesen!

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„𝙱𝚢 𝚝𝚑𝚎 𝙶𝚛𝚊𝚌𝚎 𝚘𝚏 𝙶𝚘𝚍, 𝙸 𝚊𝚖 𝚠𝚑𝚘 𝙸 𝚊𝚖“ 𝚘𝚍𝚎𝚛 𝚔𝚞𝚛𝚣 𝚐𝚎𝚜𝚊𝚐𝚝: 𝙸𝚌𝚑 𝚋𝚒𝚗, 𝚠𝚎𝚛 𝚒𝚌𝚑 𝚋𝚒𝚗. CeCe d’Aplièse fühlt sich schon immer so, als gehört sie nicht richtig dazu und das verstärkt sich nur noch, als ihr geliebter Pa Salt stirbt und ihre Schwester Star sich immer mehr entfremdet. In Australien will sie endlich ihren Ursprung erfahren. In Down Under zeigt sich CeCe eine Welt, in der sie sich plötzlich einfach nur angekommen fühlt. Sie lernt die faszinierende Geschichte Kitty Mercers kennen und geht damit auch den ersten Schritt zu ihrer eigenen. Ich habe das Buch heute erst beendet und sprudle nur so vor Begeisterung, weshalb ich mich direkt an die Rezension gesetzt habe. Es ist einfach so schön, CeCes Verwandlung von einem naiven Mädchen mit Hummeln im Po zu einer Frau, die sich und ihren Ursprung kennen und lieben lernt mitzuverfolgen und vor allem nachzuvollziehen. Lucinda Riley schafft es einfach wieder einmal, ihre Leser absolut in ihren Bann zu ziehen und auch die Geschichte über Kitty Mercer im 20. Jahrhundert übertrifft sämtliche Erwartungen. Man lernt so viel über die Aboriginals und deren Glaube und Lebensweise, über das damalige Australien und was mich am meisten berührt hat: Man lernt über die Stärke und Willenskraft einer Frau, die fast alles in ihrem Leben verliert und nie aufgibt.

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Die Perlenschwester nahm mich auf eine Reise durch verschiedenen Zeitepochen und schöne Länder mit. Genaueres erfahrt ihr unten im Text. Meine Meinung zum Cover: Das Cover macht einen schönen und einladenden Eindruck auf mich. Es sprach mich sofort an und sorgte dafür, dass ich es mir näher anschauen wollte. Mich hat das thailändische Setting in der Motivwahl vollkommen verzaubert. Meine Zusammenfassung des Inhaltes: Die Perlenschwester macht sich auf die Reise um ihre Herkunft herauszufinden. Ihr Weg führt sie über Thailand nach Australien. Dabei entdeckt sie eine facettenreiche Vergangenheit ihrer Familien, die sowohl Schickssalschläge als auch Liebe und Romantik beinhaltet. Verschiedene Höhen und Tiefen sind nur ein Teil davon. Meine Meinung zum Inhalt: Die Autorin Lucinda Riley hat einen sehr wortgewandten und einnehmenden Schreibstil, der mich tief in die Geschichte hineinzieht. Sie schafft es, die parallelen Handlungsstränge in Vergangenheit und Gegenwart gekonnt zu vereinen und gleichzeitig ungeahnte Tiefen zu erschaffen. Ihre Erzählweise fasziniert mich immer wieder aufs Neue und nimm mich mit in das jeweilige Abenteuer. Es ist für mich jedes Mal so, als wäre ich während dem Geschehen live dabei. Die Entwicklung der Perlenschwester CeCe ist gewaltig. Sie macht während der Reise eine grundlegende Veränderung durch. Das hat mich sehr bewegt und ließ mich alles mitfühlen. Zu tiefst beeindruckt haben mich die Landschaftsbeschreibungen von Thailand und Australien, weil sie so lebendig und farbenreich waren. Ich sah die Orte in meinen Gedanken bildlich vor mir. Wie CeCe zur Perlenschwester wurde, war sehr berührend für mich. Die Schicksalsschläge und Ereignisse, die dazu führten waren traurig. Trotzdem war es bewundernswert, wie sie diese gemeistert hat und etwas daraus schuf. Die Protagonistin selbst hat eine sehr beeindruckende Persönlichkeit mit Vernunft. Sie hat aus einem ganz besonderen Grund verzichtet und hat mir damit sehr imponiert. Am Ende sind alle Handlungsstränge stimmig ineinander geflossen. Es war schön zu lesen, wie die Schwester ihren Platz in ihrem Leben gefunden hat. Über das Ende war ich einfach nur glücklich, weil es einen positiven Ausgang für CeCe hatte. Mein Fazit: Auf dieses Mal hat Lucinda meine Erwartungen mehr als erfüllt. Die Geschichte um CeCe hat mich berührt und auf eine bildgewaltige Reise durch zwei Länder mitgenommen. Ich war vom Anfang bis zum Ende mehr als begeistert und freue mich schon auf den nächsten Band. Der Stil der Autorin ist stark und gefühlsbetont. Deswegen hoffe ich, dass sie ihm treu bleibt und weiterhin so emotionale Bücher schreibt. Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!

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"Die Perlenschwester" ist endlich auch als Taschenbuch erschienen und da ich die ersten drei Bände von Lucinda Rileys Reihe um die sieben Schwestern so gerne mochte, musste ich die Fortsetzung natürlich auch lesen. Da es sich dabei um einen vierten Band handelt, können in meiner Rezension Spoiler für die Bände 1-3 zu finden sein, weshalb ich empfehle, jetzt nur weiterzulesen, wenn du die ersten drei Teile schon gelesen hast. In "Die Perlenschwester", das, wie alle Bände der Reihe, auf mehreren Zeitebenen erzählt wird, lernen wir CeCe d'Aplièse kennen, die sich, wie ihre Schwestern, auf die Spuren ihrer Vergangenheit begibt, da sie als Baby adoptiert wurde und in der Schweiz aufgewachsen ist. Ihre Reise führt sie über Thailand nach Australien, wo viele Jahre zuvor eine gewisse Kitty Mercer gelebt hat, die irgendetwas mit CeCes Herkunft zu tun haben scheint. CeCe als Charakter erschien mir in den ersten drei Bänden, um ganz ehrlich zu sein, nicht grade als die sympathischste Schwester. Während ich sie auch am Anfang ihres eigenen Bandes noch etwas sonderbar fand, ist sie mir im Laufe des Buchs immer mehr ans Herz gewachsen. Ihre Entscheidungen und ihr Verhalten wurden immer nachvollziehbarer und man hat Charakterzüge kennengerlernt, die CeCe zu einem besonderen und liebeswürdigen Menschen machen. Wie auch in den anderen Büchern der Reihe erkundet die Protagonistin nicht nur ihre Vergangenheit sondern findet auch "ihre große Liebe". Diesen Aspekt fand ich in "Die Perlenschwester" auf der einen Seite leider etwas schlecht gelungen, auch wenn ich mit dem Ende diesbezüglich sehr zufrieden war. Leider ist es schwer, hierzu mehr zu sagen ohne zu spoilern. Die Geschichte in der Vergangenheit hat mir sehr gut gefallen! Mit der Protagonistin erkundet man als Leser Australien, dessen Landschaft und Kultur Lucinda Riley sehr gut vermittelt hat. Die Charaktere in der Vergangenheit waren mir größtenteils auch sehr sympathisch und es gab Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. Alles in allem konnte man sich zwar schon einiges, das passieren würde, denken, die Bücher Rileys folgen schon in gewisser Weise einem Muster, trotzdem war ich stets unterhalten und nie gelangweilt. Das ist natürlich auch vor allem dem Schreibstil zu verdanken, der sich sehr angenehm und schnell lesen lässt. Neben den Fragen um die Vergangenheit der einzelnen Schwestern schlummert auch immer noch eine andere Frage im Hintergrund - warum wurden sie von Pa Salt adoptiert, was genau ist eigentlich mit ihm passiert und was ist mit der siebten Schwester? Während man sich in den Vorgängerbänden teils etwas in die Irre geführt fühlt, was Pa Salts Tod angeht, erfährt man in "Die Perlenschwester" mehr über die Plejaden (bzw auch genannt die Sieben Schwestern), nach denen die Schwestern benannt sind, was sehr interessant war. Während mich diese grundsätzlichen Fragen, die die ganze Reihe begleiten, in den vorherigen Bänden nicht wirklich beschäftigt haben, frage ich mich mittlerweile immer mehr, welche Überraschung/Lösung Lucinda Riley diesbezüglich noch für uns bereit hält. Alles in allem konnte mich "Die Perlenschwester" wieder sehr unterhalten und ich freue mich auf alle weiteren Bände. Die Reihe gehört auf jeden Fall zu meinen liebsten und durch sie habe ich dieses Genre der Familiengeschichten kennen und lieben gelernt!

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Seit Barbara Woods "Traumzeit" bin ich fasziniert von den Geschichten der Aborigines, den Ureinwohnern Australiens. Deshalb freute ich mich als ich hörte, dass CeCes Reise uns nach Australien führt. Da Star sich mit Maus ein neues Leben aufbaut, fühlt sich CeCe allein gelassen. Sie hatte schon jeher Angst vor Spinnen und der Dunkelheit und deshalb oft Alpträume. Star wusste als Einzige davon. Die zwei waren fast wie Zwillinge, es gab sie nur im Doppelpack oder gar nicht. Mit dieser neuen Lebenssituation umzugehen ist schwierig für CeCe. Kurzerhand schmeisst sie ihr Kunststudium hin und entscheidet sich, nach Thailand zu reisen und sich während den Feiertagen dort zu erholen, bevor sie sich auf nach Australien macht, wo laut den Unterlagen von Pa Salt ihre Herkunft zu suchen ist. Am Strand von Krabi lernt sie Einzelgänger Ace kennen. CeCe fühlt sich wohl, wenn sie Zeit zusammen verbringen. Doch nur zu bald ist Januar und ihr Flug nach Australien rückt näher. Kaum auf dem fünften Kontinent angekommen macht sie sich mit Hilfe von der Flughafenangestellten Chrissie auf die Spuren von Kitty Mercer. Kitty McBride ist in England aufgewachsen und begleitet eine Frau ihrer Gemeinde nach Australien zu deren Verwandten. Hier lernt sie die Zwillingsbrüder Drummond und Andrew kennen. Der eine ein Viehzüchter in der Nähe von Darwin der andere arbeitet im aufkommenden Perlengeschäft in Broome und beide buhlen um Kittys Liebe. Kittys Lebenslauf ist ungemein fesselnd geschildert. Wir Leser bekommen Einblicke in die Perlenfischerei, erfahren wie die Kolonialisten lebten und wie sie mit den Aborigines umgingen. Interessant fand ich, dass die Sieben-Schwester-Mythologie auch bei den Aborigines vorkommt und wir Leser schon mal mutmassen können, wie Merope, die vergessene Schwester, auftauchen könnte. Nicht nur die Geschichte im Outback im Pionierzeitalter war spannend zu lesen, auch CeCes Wandlung. Sie, die sich immer weniger schön und weniger gescheit als ihre Schwestern fühlte, aber nicht aufs Maul gefallen ist, wird bei der Suche nach ihren Wurzeln plötzlich ruhiger und überlegter. Von all den drei bisher erzählten Geschichten der Schwestern empfinde ich, dass es CeCe physisch am besten damit geht, als sie am Schluss endlich alles über ihre Herkunft erfahren hat. Mehr als die anderen weiss sie nun, weshalb sie so ist wie sie ist und findet endlich ihr Stück Heimat, wie es ihr Leitspruch verheisst: "Durch Gottes Gnade bin ich, wer ich bin". Das einzige Manko bei CeCes Geschichte ist ähnlich gelagert wie schon bei Maia - über eine zentrale Figur erfährt man leider viel zu wenig. Nichtsdestotrotz erzählt die Autorin Celeanos Geschichte faszinierend und erlebnisreich. Nicht alles ist bis zum Ende beantwortet; ich bin gespannt, wie es mit CeCe und ihren Lieben weitergeht. Fazit: Stimmungsvolle Orte auf der südlichen Hemisphäre und intensive Handlungsstränge um eine bewegende Familiengeschichte sorgen für einen ausserordentlichen Lesegenuss. 5 Punkte.

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