Leserstimmen zu
Spur des Feuers

Patricia Briggs

Mercy-Thompson-Reihe (9)

(3)
(1)
(0)
(0)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Seit sich die Werwölfe den Menschen zu erkennen gegeben und nachdem einige mächtige Feenwesen gehörig Unfrieden gestiftet haben, ist die Situation in der Gesellschaft ziemlich angespannt. Der kleinste Zwischenfall könnte das Pulverfass zum Explodieren bringen. Da ist es fast schon ironisch, wie rund es gerade in Mercys Privatleben läuft. Gerade als die Automechanikerin glaubt, ihr aktuell größtes Problem sei das Abwimmeln einer Avon-Beraterin, eskaliert die Situation aber auch im Rudel. Nach dem Kampf gegen einen Brückentroll finden sie einen kleinen Jungen, der offenbar vor Jahren von den Fae entführt wurde. Und den das Feenvolk gern zurück hätte – ebenso wie den magischen Wanderstab, der einfach nicht von Mercys Seite weichen will. Ohne es zu wollen, werden die Werwölfe hineingezogen in einen Konflikt der mächtigsten Wesen der Anderswelt. Im Zentrum der Aufmerksamkeit: natürlich Mercy Thompson. Erfreulicherweise erweist sich Spur des Feuers als ebenso spannender Pageturner wie sein Vorgänger Gefährtin der Dunkelheit. Nach ein paar mittelprächtigen Urban Fantasy-Romanen hat Patricia Briggs offenbar wieder zu ihrer alten Form zurückgefunden. Der mittlerweile neunte Roman um die Gestaltwandlerin Mercy Thompson ist emotional, packend, ein bisschen humorvoll – kurzum: da macht das Lesen einfach richtig Spaß. Patricia Briggs entwickelt ihre Figuren behutsam weiter und beweißt, dass die Dynamik zwischen zwei Charakteren wie Mercy und Adam nicht langweilig sein muss, nur weil sie sich inzwischen längst gefunden haben. Hier könnten sich einige andere Autoren eine Scheibe abschneiden. Übrigens auch, was den vielfältigen Cast rund um Mercy angeht. Die Nebenfiguren besitzen unterschiedliche Hautfarbe, Frauen werden als ebenso stark dargestellt wie Männer und auch mehrere queere Figuren tummeln sich in den Tri-Cities. Ebenfalls stückchenweise entwickelt Briggs die Welt und das politisch fragile Verhältnis zwischen Menschen, Feen, Werwölfen, Hexen und Vampiren weiter. Allianzen werden gebrochen und neu eingegangen und die Autorin vermittelt glaubhaft, noch genügend Potential für Folgebände zu haben. Das schaffen nicht viele Urban Fantasy-Serien und dafür gibt’s diesmal gern auch fünf Sterne. Auf diesem Niveau kann Patricia Briggs gern noch zahlreiche Mercy Thompson-Bücher schreiben!

Lesen Sie weiter

Mercy und Adam denken, dass gerade etwas Ruhe eingekehrt ist, als ein randalierender Troll die ganze Stadt bedroht und das Schlimmste daran: Das unberechenbare Fae-Volk scheint seine Finger im Spiel zu haben. Die Tri-Cities geraten mitten hinein in einen Konflikt, der für viele Menschen tödlich enden könnte... Ich liebe die Urban Fantasy Reihe und auch das neue Band hat einiges zu bieten. Mercy hat immer noch Probleme mit einigen im Rudel und dieser Konflikt spitzt sich zu. Adam fühlt sich hin und hergerissen, doch mit jeder Handlung stellt er klar, dass er hinter Mercy steht. Im Zentrum steht jedoch der Konflikt mit den Fae. Hier fühlt man sich wie in einem Detektivroman: Es gibt so einige Beteiligte und die Fae sind generell nicht leicht zu durchschauen. Hier haben sich einige Gruppen gebildet und jede dieser Gruppen verfolgt ein anderes Ziel. Mercy und Adam haben ihre liebe Mühe alle Beteiligten und ihre Ziele auseinander zu dividieren. Auch einige neue unvorhergesehene Charaktere treten neu ins Geschehen und sorgen für zusätzlichen Wirbel und Spannung. Erneut hat mich Mercys Loyalität beeindruckt. Sie steht hinter ihrer Familie und ihren Freunden und diese danken es ihr ebenfalls mit ihrer Hilfe und dadurch, dass sie hinter ihr stehen. Ein toller Band der Serie mit interessanten Verwicklungen, in dem die undurchsichtigen Fae im Mittelpunkt des Geschehens stehen.

Lesen Sie weiter

Auch mit dem neunten Band der Urban Fantasy-Reihe ist noch lange nicht Schluss. Passend zu den letzten Bänden der Reihe hält sich auch wieder das Cover. Der Klappentext im Internet ist meiner Meinung nach eine Zumutung – wieso überhaupt unterschiedliche Texte auf Buch und Verlagsseite? Aber sei’s drum. Wer die Reihe bis zum achten Band verfolgt hat, wird sich vermutlich nicht durch den Klappentext abbringen lassen. Und ansonsten geht es auch wieder so munter weiter wie bisher. Auch hier lässt Action, die einem um die Ohren fliegt, nicht lange auf sich warten und so findet man sich ganz schnell zwischen Trollkämpfen, Ränkeschmieden, politischem Prozedere und dem üblichen Humor, für den Briggs bekannt ist, wieder. Dabei hat jede Szene wieder ihre Relevanz und als zum Beispiel der neue Werwolf im Rudel, Sherwood Post, erwähnt wird, ahnt man bereits, dass es nicht nur bei der namentlichen Erwähnung bleibt, sondern der Charakter noch eine tiefere Bedeutung bekommt. Wie bisher auch konzentriert sich auch dieser Band wieder vor allem auf die Fae und dabei vor allem auf ihre Verbindung zu Mercys Rudel. Da warten durchaus ein paar Überraschungen auf den Leser. Bei beiden war ich erst einmal entsetzt, aber immerhin geschieht dadurch eine Entwicklung, die vor allem bei letzterem Schockmoment absolut notwendig war. Diesmal bleiben die Werwölfe fast alle leider überwiegend im Hintergrund. Aber dafür hat Mercy mit anderen alten Bekannten zu tun, über die wir dafür endlich mal etwas mehr erfahren. Nicht viel zwar, aber hey …langsam ernährt sich das Eichhörnchen, nicht wahr? Diesmal war es mir allerdings fast ein wenig zu viel Politik und zu wenig Mercy. Ja, sie bekommt wieder ihre Auftritte, aber diesmal hat man das Gefühl, dass sie von allen manipuliert und gelenkt wird. Damit konnte ich mich nicht richtig anfreunden. Aber wenn es um die Fae geht, hat man ja ohnehin immer das Gefühl, dass sie etwas wollen und es über die ein oder andere Ecke dann auch bekommen. Nichtsdestotrotz kann man sich eigentlich nicht beschweren. Dieser Band spielt zwar eher im Mittelfeld der bisherigen Reihe mit, aber diese ist in ihrer Gesamtheit ohnehin sehr gut ist. Ein Manko gibt es aber doch noch, dass ich einfach nicht unerwähnt lassen kann: Himmel, hat dieser Roman viele orthografische und grammatikalische Fehler. Wir erinnern uns vielleicht, dass im Vorband Ariana kurzzeitig zu Adriana wurde? Nun, Aiden wird hier in Folge mehrerer aufeinanderfolgender Sätze auch mal Aidan genannt. Ja, das kann passieren, aber hier verschmelzen auch noch Ausdrücke und Kasus werden falsch genutzt. Leider fiel das sehr stark auf. Aber ansonsten war auch der neunte Band der Reihe wieder ein angenehmes Leseerlebnis und es gab wieder ein paar Charaktere, mit denen ich besonders sympathisieren konnte – ich sage nur Baba Yaga. In alter Manier wird einem wieder eine zutiefst verwickelte Geschichte präsentiert, die sich erst nach und nach lösen lässt. Fazit: „Spur des Feuers“ zeigt mit dem Titel den thematischen Schwerpunkt des Reihenbandes, der in typischer Mercy-Art daherkommt. Action, Humor, politische Fallstricke und Verhandlungen, liebevolle Charakterisierungen und sogar Brownies werden einem hier geboten. Inhalt: 5/5 Charaktere: 4/5 Lesespaß: 4/5 Schreibstil: 4/5 Gesamt: 4/5

Lesen Sie weiter

Mercy hat sich gerade erst von den Wunden ihrer letzten Schlacht erholt, da hat sie wieder alle Hände voll zu tun. Denn ein Troll macht ihre Stadt unsicher und die Situation scheint zu eskalieren. Als sie dann auch noch einen Jungen finden, der vor viele Jahren von den Fae entführt wurde, droht es sogar zu einem Krieg zwischen den Werwölfen und den Fae zu kommen. Denn die Fae wollen den Jungen wegen seiner besonderen Gaben zurück, nur haben Adam und Mercy ihm Schutz gewährt. Irgendwie muss die Situation gerettet werden, denn niemand will wirklich einen Krieg. Der 9. Teil fängt wirklich sehr rasant an, denn direkt am Anfang jagen Mercy und Adam mit ihrem Rudel einen Troll. Danach wird des dann insgesamt etwas ruhiger. Für mich ist dieser Teil anders als die anderen, denn es geht sehr viel um politische Schachzüge. Hauptaugenmerk liegt dieses Mal bei den Fae und es geht vor allem darum, einen Krieg zu verhindern. Das fand ich sehr ungewöhnlich, denn sonst wird bei Mercy nicht so viel geredet und verhandelt. Aber auch Zwischenmenschliches Beziehungen sind ein wichtiger Bestandteil in der Handlung. So geht es vor allem auch um Mercys Rolle im Rudel, denn immer noch wird sie nicht von allen Mitgliedern akzeptiert. Dieser Konflikt zieht sich ja bereits durch mehrere Teile und wird auch diesem Mal noch einmal thematisiert. Auch wenn ich dieses Teil insgesamt etwas schwächer fand als sie anderen Teile, verdient er trotzdem die volle Punktzahl, denn ich wurde wieder sehr gut unterhalten. Teil 10 erscheint bereits im Januar 18 auf Deutsch, worüber ich mich sehr freue.

Lesen Sie weiter