Leserstimmen zu
Der Fremde am Strand

Lisa Jewell

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Beim Spaziergang mit ihren Hunden, spricht die alleinerziehende Alice einen fremden, vom Regen durchnässten Mann am Strand vor ihrem Haus an. Der Mann wirkt traurig, verwirrt und behauptet, sein Gedächtnis verloren zu haben und nicht zu wissen, wer er ist. Aller Vernunft zum Trotz bietet Alice dem Fremden ihre Hilfe an und nimmt ihn bei sich zu Hause auf, sehr zum Missfallen ihrer Kinder. Zur selben Zeit am anderen Ende des Landes, gibt die junge Ukrainerin Lily eine Vermisstenanzeige auf, da ihr frisch angetrauter Ehemann Carl plötzlich verschwunden ist. Sowohl Alice als auch Lily beginnen zu recherchieren - und treffen quasi in der Vergangenheit aufeinander... Eigentlich bin ich überhaupt kein Fan von Spannungsromanen, in denen Jemand sein Gedächtnis verloren hat. Meistens ist die Auflösung nämlich wenig zufriedenstellend. Dennoch reizte mich, aufgrund der vielen guten Besprechungen, "Der Fremde am Strand". Und Autorin Lisa Jewell hat mir gezeigt, dass man dieses Thema auch plausibel bearbeiten kann! Der Roman ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend, schlüssig, einfühlsam und einfach klasse geschrieben. Ein sehr guter Plot, gelungene und großartige Wendungen und ein toller Charakter-Mix; alles, was ein gutes Buch braucht! Mit Alice, Frank, Russ und Co habe ich angenehme, kurzweilige Lesestunden verbracht und als Hundemensch waren Alices Vierbeiner für mich das persönliche i-Tüpfelchen. Ich habe nur wenige Kritikpunkte, wie zum Beispiel den schnellen Volltreffer von Alice und ihrer Freundin bei der Recherche zu Franks Jugend. Oder ein paar, für mich, wenig nachvollziehbare Handlungen von Lily, deren Charakter für mich irgendwann etwas widersprüchlich wurde. 4,5 von 5 Sternen vergebe ich abschließend für "Der Fremde am Strand".

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INHALT: Der Inhalt des Buches baut sich auf zwei Handlungsstränge auf. Zum Einen lernen wir Alice kennen. Sie wohnt mit ihren drei Kindern in einem Cottage am Strand. Und genau an diesem Strand beobachtet sie einen fremden Mann, der dort schon seit Stunden im Regen sitzt und aufs Wasser schaut. Als sie ihn anspricht wirkt er verwirrt, er weiss nicht, wer er ist und was er hier macht. Alice bietet ihm ihre Hilfe an und will herausfinden, wer er ist. Zur gleichen Zeit vermisst eine junge Ehefrau ihren Mann und kann sich nicht erklären, warum er plötzlich verschwunden ist. Beide Frauen beginnen unabhängig voneinander mit ihrer Suche und müssen sich mit schrecklichen Geschehnissen aus dem Jahre 1993 auseinandersetzten. MEINE MEINUNG: Zu Beginn des Buches wird man als Leser sofort in die Handlung geworfen und daher baut sich auch gleich die Spannung auf. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, da alles anschaulich und präzise dargestellt wurde. In den Kapitel wechseln sie die Perspektiven jeweils ab, so dass man die einzelnen Protagonisten gut einschätzen und kennenlernen kann. Auch enden die einzelnen Kapitel oft mit einem Cliffhanger, wodurch man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Ich fand den ganzen Roman auch sehr gut aufgebaut und strukturiert. Man erfährt als Leser immer nur einen kleinenn Teil und dieses Puzzle wird am Ende dann sehr gut miteinander verflochten, so daß die Geschichte sinnvoll und überlegt erscheint. Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich das Verhalten von Alice. Das konnte ich oft nicht nachvollziehen, aber diese Meining von mir tat der Spannung der Geschichte keinen Abbruch. Dadurch, daß die Geschichte immer nur nach und nach aufgelöst wird, bleibt die Spannung bis am Ende erhalten und der Ausgang hat mich zufriedengestellt. FAZIT: Ein gut durchdachter und durchstrukturierter Roman, den ich sehr gern gelesen habe. Ich gebe dem Buch gute 4/5 Sterne.

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