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Leserstimmen (2)

Ben Miller: ANYBODY OUT THERE?

ANYBODY OUT THERE? Blick ins Buch

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20527-0

Erschienen: 13.06.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Spannende Reise ins All mit jeder Menge Wissenschaft und Humor im Gepäck

Von: Anja Druckbuchstaben Datum : 11.09.2017

www.druckbuchstaben.blogspot.de

Zu Beginn nimmt uns der Autor mit auf eine persönliche Reise in die Vergangenheit. Als Jahrgang 1966 hat er selbst einige Raumfahrtereignisse miterlebt. So kommen viele bahnbrechende Ereignisse wie die Mondlandung, Personen wie Armstrong, Carl Sargan und auch Science Fiction Filme wie Contact zur Sprache.
Das Ganze erzählt Ben Miller sehr unterhaltsam und mit viel Humor. Wissenschaftliche Fakten verstrickt er so geschickt in seine Geschichte, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass ich dabei sogar noch etwas lerne.

"In den 1950ern hatten wir von wütend kämpfenden Marsmännchen geträumt und davon, in einem tropischen Paradies von blonden Venusbewohnerinnen verführt zu werden. Ende der 1980er war uns schmerzlich bewusst, dass wir nach der Party allein nach Hause gehen würden." (S. 25)

Im Buch begegneten mir viele Personen aus Wissenschaft und Forschung. Ein paar der Namen kannte ich bereits, doch viele andere waren mir vollkommen neu. Der hohe Stellenwert der Mikrobiologie war mir vorher gar nicht bewusst. Denn neben UFO-Sichtungen an bekannten Orten wie Roswell, sind es vor allem die Kleinst-Lebewesen, die einen wirklich zum Staunen bringen.

Wenn wir an außerirdisches Leben denken, dann fallen uns, naja zumindest mir, kleine grüne Männchen ein oder die Biester aus Independence Day, Contact oder Falling Skies. Was das angeht, hat mir der Autor die Augen geöffnet. Die kleinsten Bakterien auf einem anderen Planeten bedeuten außerirdisches Leben. So klein, dass man sie mit bloßem Auge gar nicht sieht.

"Wenn man einfach einen Mikrobiologen für einen Tag zum Mars schicken könnte, würde der uns schnell sagen, ob es dort Leben gibt oder nicht." (S. 173)

Fazit:
Um Spaß an diesem Buch zu haben, müsst ihr drei Dinge mitbringen: Interesse am Universum, der Wissenschaft und jede Menge Vorstellungskraft. Wenn ihr euch darauf einlasst, führt euch der Autor auf eine unglaubliche Reise. Ben Miller zeigt echtes Herzblut für sein Thema und obwohl das Buch einen großen Unterhaltungswert hat, fiel es mir manchmal nicht ganz leicht seinen Gedankengängen zu folgen. Seine Schilderungen sind wissenschaftlich sehr kompakt. Wahrscheinlich habe ich deshalb auch ein bisschen länger für das Buch gebraucht. Wem es die Mühe wert ist, der wird nicht enttäuscht werden!

Ein interessantes und sehr ausführliches Sachbuch

Von: Bookish Adventurer Datum : 15.07.2017

https://buecherabenteuer.blogspot.de/

Woran denkt ihr denn, wenn ihr das Wort "Alien" hört? Vermutlich an grüne Männchen, zweifelhafte UFO-Sichtungen oder Verschwörungstheoretiker. Vielleicht aber auch an gut aussehende Gestalten aus Licht, falls ihr "Obsidian" von Jennifer L. Armentrout gelesen habt. ;)
Woran beim Thema Außerirdische aber kaum einer denkt, ist wissenschaftliche Arbeit. Von der handelt nämlich dieses Sachbuch und genau das hat mein Interesse geweckt.

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Meine Meinung:

Cover und Titel:
Den Titel der deutschen Ausgabe finde ich wirklich passend, auch wenn ich nicht verstehe, warum man den englischen Originaltitel durch einen anderen englischen Titel ersetzt hat. Das Cover mit der "Zeichenoptik" und dem knalligen Orange lässt das Buch meiner Meinung nach etwas mehr wie ein Sachbuch für Kinder, als ein wissenschaftliches Buch für Erwachsene wirken.

Inhalt:
Zuerst einmal muss man sich im Klaren darüber sein, dass es sich bei dem Buch nicht um eines dieser "Nachschlagewerke" handelt, bei dem man sich nur die Teile herauspicken kann, die einen gerade interessieren. Um Ben Millers Schlussfolgerungen zu verstehen, sollte man dieses Sachbuch von der ersten bis zur letzten Seite lesen.
Das Buch befasst sich mit vielen Facetten des Themas "Außerirdische". Es geht sowohl um die bisherige Suche der Menschen nach Aliens und das Entschlüsseln potentieller außerirdischer Nachrichten, als auch um die Entstehung des Universums und UFO-Sichtungen. Letzteres geht der Autor aber von der wissenschaftlichen Perspektive, also eher skeptisch an. Beim Lesen erfährt man aber auch etwas über die Entstehung von Leben auf der Erde und die Schlüsse, die wir aus diesen Erkenntnissen über die Wahrscheinlichkeit von außerirdischem Leben ziehen können.
Dadurch, dass sich "Anybody out there?" dermaßen ausführlich mit dem Thema auseinander setzt, sind allerdings einige Teile dabei gewesen, die mich persönlich eher gelangweilt haben. Deshalb musste ich das Buch zwischendurch auch öfter mal weglegen. :/
Und auch wenn Ben Miller wirklich gut erklären kann: an einigen Stellen war das Buch definitiv nicht für den durchschnittlichen Teenager geeignet. (Auch wenn das Pressezitat von "The Guardian" auf Seite 2 des Buches das anders sieht.) Grundkenntnisse der Biologie, Chemie, Physik und Mathematik sollte man auf alle Fälle mitbringen, wenn man an diesem Buch Freude haben will.
Natürlich reicht es dafür, in der Schule Interesse an diesen Fächern gehabt zu haben, denn Ben Miller erklärt zum Beispiel die relativ komplizierte Drake-Gleichung anhand eines Rockkonzerts aus den 80ern.
Was mir sehr gut gefallen hat, war der übersichtliche Aufbau des Buches: zu Beginn eine kurze Einführung und ein Ausblick auf den Inhalt des Buches, 8 große Kapitel für jedes Themengebiet mit relativ kurzen Unterkapiteln und am Ende ein Fazit, das das wichtigste noch einmal aufgreift. Dadurch habe ich mich trotz der Fülle an unterschiedlichen Informationen beim Lesen nie verloren gefühlt. Ich wusste immer, wo die Reise noch hingeht. :)

Schreibstil:
Dass Ben Miller Komiker ist, merkt man immer wieder, weil er oft witzige und zugleich sehr anschauliche Vergleiche benutzt. An anderen Stellen hatte ich dann aber das Gefühl, dass mehr der promovierte Physiker in ihm durchschlug. Dann hat sich das Buch nämlich eher wie meine trockenen Schulbücher gelesen.

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Fazit:
Ein interessantes Sachbuch, wenn man ein wenig naturwissenschaftliches Vorwissen mitbringt. Mir persönlich war es allerdings etwas zu ausführlich. (3/5 Sterne)