Leserstimmen zu
Scherbennacht

Nicole Neubauer

Kommissar Waechter (3)

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Ich hatte bisher noch nichts von der Autorin gelesen und auch erst nachdem ich mich für diesen Band entschieden hatte, richtig erfasst, dass es sich schon um den 3. Fall für Kommissar Waechter und sein Team handelt.Aber das stellte während dem Lesen kein Problem dar, man wird immer wieder darauf hingewiesen was wohl in den Vorgänger-Bänden passiert ist, sodass man gut folgen kann. Die Protagonisten im Buch sind meiner Meinung nach echte Unikate und kommen einem unglaublich real vor. Sie haben alle ein persönliches Päckchen zu tragen, dazu kommt auch immer wieder die schwere Arbeit, die einem auch an die Nerven geht und gemeinsam - auch hier mit einigen Differenzen - schaffen sie es doch gut zurecht zu kommen. Es werden hier Menschen dargestellt, die durchaus mal tief in ihre Seele blicken lassen, was ich unglaublich gut fand. Denn so konnte man Entscheidungen und Verläufe sehr gut nachvollziehen. Der Fall selbst ist auch hochspannend und in unserer Medienzeit durchaus immer wieder aktuell. Er selbst bringt auch neue Figuren ins Spiel, die nicht blass bleiben, wie in manch anderen Krimis in denen sich dann alles auf die Leben der Ermittler fokussiert. Ein sehr spannendes Buch, das nachdenklich macht und packt. Fazit: Der Fall war spannend und die Figuren stimmig, man hat beim Lesen eine gewisse Tiefe und ganz sich in den Figuren und Fallstricken der Handlung verlieren. Ich werde wohl die Vorgänger auch noch lesen :)

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4,5 Sterne Schauplatz ist München. "Scherbenacht" ist der dritte Fall um den Kommissar Waechter, kann aber auch für sich gelesen werden. Ich habe bisher den zweiten Fall, Moorfeuer, gelesen,den ich gut fand und nun neugierg auf den neuen Fall von Waechter war. In seinem neuen Fall müssen Waechter und sein Team den Mord an einem Kollegen aufklären. Leo Thalhammer war Drogenfahnder und wurde in seinem Auto erschossen aufgefunden. Zufälligerweise liegt der Fundort in dem Trainigsgebiet der Bereitschaftspolizei und eine junge Polizistin namens Sunny sieht zufällig das Auto in dem Waldgebiet und wird neugierig. Während den Ermittlungen und Recherchen über den ermordeten Polizisten erfahren die Fahnder sehr verzwickte und interne Informationen,die bis in Polizeikreise führen. Neben dem Fall erfahren wir natürlich auch wieder einiges über das Privatleben der Protagonisten,was mir besonders gut gefallen hat,da es nie zuviel wurde und man die drei,also Waechter,Hannes und Elli, sehr lieb gewinnt:) Auch die Ermittlungen sind gut dargestellt und wirken authentisch. Der Schreibstil ist schön und flüssig zu lesen, ich bin durch die Seiten geflogen. Ich hätte mir allerdings noch ein bisschen mehr Beschreibungen der Örtlichkeiten gewünscht, um ein bisschen München zu erleben,das hat mir gefehlt und zu dem Titel konnte ich jetzt keinen richtigen Bezug finden aber ansonsten ein spannender Krimi,der mich fesseln und emotional berühren konnte. Rundum gelungen,ich vergebe 4,5 Sterne und würde mich auf einen neuen Fall freuen! Ich bedanke mich ganz herzliche bei Nicole Neubauer und deb Blanvalet Verlag für das Buch! Autorin: Nicole Neubauer ist 1972 in Ingolstadt geboren und studierte englische Literaturwissenschaft und Jura in München und London. Nach zehn Jahren in einer Wirtschaftskanzlei arbeitet sie freiberuflich als Autorin, Rechtsanwältin und Lektorin. Sie ist Mitglied der »Mörderischen Schwestern e.V.« und der »Autorinnenvereinigung e.V.«. Nicole Neubauer lebt mit ihrer Familie in München im Herzen Schwabings. www.nicole-neubauer.com (www.randomhouse.de)

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Kurzbeschreibung Guter Bulle, böser Bulle, toter Bulle ... Ein Polizistenmord erschüttert die Münchner Mordkommission. Der Drogenfahnder Leo Thalhammer wurde mit seiner eigenen Dienstwaffe erschossen. Kommissar Waechter und sein Kollege Brandl ermitteln in einem überhitzten München, in dem Straßenschlachten eskalieren und Polizeiautos brennen. Immer wieder führen die Spuren in die Reihen der Polizei zurück, in einer Spezialeinheit stoßen die Ermittler auf eine Mauer aus Schweigen. Der tote Polizist war einem Skandal auf der Spur – gejagt von seinen eigenen Dämonen ... Meinung: Da ist er nun, der dritte Teil der Reihe rund um Kommissar Waechter und sein Team. Da mir die beiden Vorgänger sehr gut gefallen hatten, hab ich mich voller Vorfreude ans Lesen gemacht. Und ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Die Handlung ist wie gewohnt sehr spannend und fesselnd aufgebaut und man wird stetig gut unterhalten. Es gibt viele unerwartete Wendungen und ich wusste wirklich bis zum Ende nicht, wer der Täter ist. Auch dieses Mal werden neben der Mordermittlung noch einige Nebenthemen aufgegriffen. So geht es um die Korruptheit der Polizei, aber auch wieder um die privaten Probleme der Figuren und auch Emotionen spielen für einen Krimi eine recht große Rolle. Aber die Mischung ist genau richtig und hat mir sehr gut gefallen. Der Vorteil bei solchen Krimi-Reihen ist es ja, dass man die Vorgänger nicht unbedingt lesen muss. Auch hier ist das nicht zwingend nötig, aber für die Entwicklungen bei den Charakteren doch von Vorteil. Denn diese sind zum Teil schon sehr speziell und ihre Entwicklungen und auch ihre Tiefe werden vor allem im Verlauf der Reihe sehr deutlich. Der Schreibstil hat mir auch dieses Mal wieder sehr zugesagt. Die Spannung wird anfangs solide aufgebaut und dann gehalten und zwischendurch auch noch gesteigert. Die Krimiatmosphäre ist greifbar und die Beschreibungen waren realistisch und gut vorstellbar. Die Kapitellänge war mir dieses Mal fast ein bisschen zu lang, aber es war schon noch ok. Und bei den Kapitelüberschriften gab es eine nette Besonderheit, da die Kapitelüberschriften rückwärts zählen. Und zur Auflockerung gibt es zwischendurch auch wieder einige witzige Dialoge, bei denen man einfach vor sich hin schmunzeln muss. Das Ende fand ich gut und nachvollziehbar abgeschlossen, weshalb auch nach dem Schließen des Buches ein zufriedenes Gefühl zurückbleibt. Fazit: Auch dieser Teil rund um Hauptkommissar Waechter und sein Team konnte mich mit Spannung, guten Charaktere und einer perfekten Mischung an Themen und vielen unerwarteten Wendungen überzeugen. Deshalb gibt’s gute 4 Sternen und eine Leseempfehlung.

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Spannende und brisante Themen !!

Von: Lena aus Landau

18.10.2017

Guter Bulle, böser Bulle, toter Bulle ... Ein Polizistenmord erschüttert die Münchner Mordkommission. Der Drogenfahnder Leo Thalhammer wurde mit seiner eigenen Dienstwaffe erschossen. Kommissar Waechter und sein Kollege Brandl ermitteln in einem überhitzten München, in dem Straßenschlachten eskalieren und Polizeiautos brennen. Immer wieder führen die Spuren in die Reihen der Polizei zurück, in einer Spezialeinheit stoßen die Ermittler auf eine Mauer aus Schweigen. Der tote Polizist war einem Skandal auf der Spur – gejagt von seinen eigenen Dämonen ... Meine Meinung: "Scherbennacht" ist für mich das bisher erste Werk gewesen, welches ich von der Autorin Nicole Neubauer gelesen habe. Es hat mich thematisch sehr angesprochen und ich lerne immer wieder gerne neue Autoren kennen, da die Vielfalt einfach zu enorm ist, um sich auf nur wenige vielleicht schon bekannte Schriftsteller festzulegen. Im Mittelpunkt stehen sowohl politische Unruhen, die sich in Form von Demonstrationen und Krawallen zeigen, als auch die Ermittlungen eines Mordfalls. Ganz besonders die Unruhen habe ich als sehr brisant und auch aktuell empfunden. Mir hat es gefallen, dass die Autorin diese mit in die Handlung eingebaut hat. Die Ermittler bzw. ihr Team ist sehr facettenreich und alles andere als gradlinig gestaltet worden. Ich empfinde es als wahnsinnig abwechslungsreich, ganz besonders der Kollege Brandl, der selbst traumatische Erlebnisse verarbeiten muss, sich aber aufgrund vom Druck seitens der oberen Polizeichefs, nicht wirklich auskurieren kann, ist ein spannender Charakter. Er hat einen guten Instinkt bei seiner Arbeit, neigt jedoch auch dazu privat sehr aggressiv zu reagieren und gilt eher als unberechenbar. Im Gegensatz zu Brandl wirkt sein direkter Chef Waechter, der gleichzeitig auch privat Kontakt zu Brandl hat, eher ruhig und ausgeglichen. Er nimmt sich jedoch vieles aus dem beruflichen Umfeld sehr zu Herzen. Der Schreibstil der Autorin ist angebehm, ich konnte den Handlungen zu jeder Zeit problemlos folgen. Die bildlichen Beschreibungen führten dazu, dass ich mir vieles wunderbar vor Augen hielt. Das Tempo ist anfangs eher ein wenig zähflüssig, da die Personen zunächst ein wenig eingeführt werden müssen. Im Laufe der Handlung zieht es jedoch stark an und ab einem gewissen Zeitpunkt wollte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen, so hat mich das Buch gefesselt.Ich denke ich werde mir auch die Vorgänger von "Scherbennacht" kaufen, denn die persönlichen Hintergründe der Charaktere reizen mich schon enorm. Man kann das Buch jedoch problemlos unabhängig von den vorherigen Werken lesen.

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Nicole Neubauer versüßt mir den Ausflug ins Krimi-Genre! Normalerweise lese ich eher weniger Krimis. Oftmals stören mich blasse Ermittlerfiguren, unglaubwürdige Ermittlungstaktiken und der zwanzigste, grausame Serienkiller. Aber all das gibt es bei "Scherbennacht" nicht! Ein Drogenfahnder wird ermordet. Wir haben ein realistisches, zeitgemäßes Setting, gut recherchierte Kommissare und Ermittlungsvorgänge und einen mysteriösen Mord. Die Suche nach dem Täter ist dennoch spannend und verzwickt, denn einerseits führen die Spuren in die Reihen der eigenen Leute, andererseits in gefährliche Drogenmilieu der Stadt. Oder hat der Mord doch etwas mit einem alten Fall des Ermordeten zu tun? Viele Ansätze, die in unterschiedliche Richtungen führen. Dazu brilliert Nicole Neubauer mit dreidimensionalen Charakteren, die genug Ernsthaftigkeit mitbringen, aber auch menschlich sind, Fehler machen und zwischendurch mal lachen können. Die Balance zwischen Spannung, Humor und Charakterentwicklung ist der Autorin sehr gut gelungen. Die Figuren wachsen einem ans Herz und man fiebert mit ihnen mit, hofft das Beste für sie und wünscht sich, dass alles gut ausgeht. Kleine Abzüge gibt es von mir nur, weil das Ende doch relativ schnell kam und man die große Gegenüberstellung meiner Meinung nach noch etwas hätte ausschmücken können. Außerdem hätte ich mir von Nicole Neubauers tollem Schreibstil gerne noch mehr Beschreibungen über das sommerliche München gewünscht. Von mir eine klare Leseempfehlung, nicht nur für eingefleischte Krimi-Fans sondern auch für alle, die mal wieder einen Abstecher ins Genre machen möchten.

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