Leserstimmen zu
Du stirbst nicht allein

Tammy Cohen

(1)
(5)
(6)
(7)
(2)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Es fehlte Herzblut

Von: Befi

28.08.2017

Inhalt Vor vier Jahren erschütterte der Mord an der siebenjährigen Megan Purvis ganz London. Die Leiche des Mädchens wurde in einem abgelegenen Waldstück gefunden, auf ihrem nackten Schenkel stand das Wort »Sorry«. Zwei Jahre später verschwand Tilly Reid, auch ihre Leiche wurde gezeichnet und im Wald gefunden. Vierzehn Monate danach fand man erneut eine Mädchenleiche. Der Mörder der drei wurde nie gefasst. Und nun ist die kleine Poppy Glover verschwunden ... Rezension Nachdem ich "Während du stirbst" beendet hatte, war mir sofort klar sobald es ein neues Buch von Tammy Cohen geben wird werde ich es lesen. Tja, leider wurde ich extrem enttäuscht von "Du stirbst nicht allein". Für mich wirkte in diesem Buch alles durcheinander, viel zu viele Nebeninformationen die nicht hätten sein müssen. Es gab immer wieder Momente in denen ich dachte "Jetzt gehts los" doch so schnell wie das Gefühl aufkam verschwand es auch wieder. Ich habe mich wirklich durch das Buch durchquälen müssen, weil es mich null gepackt hat. Es fehlte einfach das Herzblut und hatte keine Ecken, Kanten - es fehlte Spannung. Sehr schade.

Lesen Sie weiter

Leider nicht so gelungen wie "Während du stirbst", ich hatte mich riesig auf das Buch gefreut. Die Story & das Thema waren wirklich interessant , dennoch hatte ich Probleme bei diesem Buch am Ball zu bleiben. "Du stirbst nicht allein" ist keineswegs ein durch und durch schlechtes Buch, aber es kann meiner Meinung absolut nicht mit "Während du stirbst mithalten" Die Figuren haben kaum Charakter, keine Ecken, wenige Kanten, sind austauschbar; es gabt nichts an ihnen, das mich als Leser reizte, weil alles irgendwie und irgendwo schon da gewesen ist ? das selbe trifft auf dem Plot zu. Natürlich ist klar, dass Tammy Cohen nicht in jedem ihrer Bücher das Rad neu erfinden kann, und trotzdem fehlt mir hier das Besondere, der Kick, die Spannung. Stattdessen schleppt sich die Handlung vor sich hin, mir Fehlte hier einfach das Herzblut.

Lesen Sie weiter

Nachdem mich Während du stirbst durch die völlig überraschende 180°C-Wende im zweiten Teil des Buches so begeistert hat, war ich neugierig auf Tammy Cohens neues Werk, obwohl mich der Thriller thematisch (Kindesermordung) nicht so hundertprozentig angesprochen hat. Vielleicht hätte mir das schon eine Warnung sein sollen. Ich weiß, dass ich im Moment recht kritisch bin, was Thriller - vor allem Psychothriller - angeht, weil ich oft der Meinung bin, dass die Geschichten diese Betitelung nicht verdient haben. Wenn einer Geschichte jeglicher Thrill, jeglicher Nervenkitzel fehlt, dann ist es für mich auch kein Thriller. Von allen sogenannten (Psycho-)Thrillern, die ich in den letzten Wochen gelesen habe, war aber keiner so langweilig wie Du stirbst nicht allein. "Wenn man nicht da bleiben musste, wo sich alle paar Monate irgendetwas jährte oder ein geburtstag anstand, anlässlich dessen alles wieder aufgewühlt wurde, wenn man nicht für immer Mutter oder Bruder von Tragic Girl sein musste, warum sollte man es dann allen Ernstes tun?" (Seite 126) Von der Erzählstruktur her scheint Tammy Cohen sich ein wenig an Paula Hawkins Into the Water orientiert zu haben, denn auch hier gibt es unfassbar viele Erzählstimmen. Zu viele, für meinen Geschmack, und die ohnehin kaum vorhandene Spannung leidet unter den vielen, verwirrenden, zähen Perspektivenwechseln. Es erzählen nicht nur die ermittelnden Polizisten und vielleicht eine involvierte Mutter, es kommen gleich alle möglichen Angehörigen der früheren und aktuellen Opfer zu Wort, dazu eine Journalistin und ein Verdächtiger. Klar, die Kriminalfälle gehen unter die Haut, wie immer, wenn Kinder involviert sind, und es ist tragisch, was die Angehörigen durchlitten haben. Aber Spannung wird dadurch keine aufgebaut, auch, weil stets eine gewisse Distanz zu den Figuren bestehen bleibt. Sei es nun Emma oder Rory oder Leanne, keiner von ihnen ist in meinem Kopf lebendig geworden, keiner ging mir unter die Haut. Da war keine Figur, dessen Schicksal mich wirklich interessiert hat und mit der ich mitgefiebert habe. "Sie war also angemessen dankbar gewesen, hatte ihr gutes Karma hinaus ins Universum geschleudert und sich für all die Segnungen, die ihr widerfuhren, ordentlich bedankt. Und was hatte sie dafür bekommen? Nichts als einen ganzen Haufen Probleme." (Seite 106) Du stirbst nicht allein nennt sich selbst Psychothriller, aber davon habe ich leider nichts gemerkt. Im Fokus der Geschichte stehen auch gar nicht so sehr die Ermittlungen im aktuellen Mordfalls, sondern vielmehr das Privatleben der Figuren. Sei es nun der Bruder eines Opfers oder Ermittlerin Leanne selbst, die meiste Zeit über geht es um private Wehwechen. Diese negative Einstellung hat vielleicht auch dazu beigetragen, dass mir keine der Figuren sympathisch war. Klar, von den trauernden Angehörigen habe ich keine Fröhlichkeit erwartet, aber von Sally und Leanne irgendwie schon. Oder zumindest mehr Professionalität. Die Figuren sollen so wohl menschlicher wirken, aber für mich hat das nur dazu geführt, dass sie mich genervt haben. "[Sally] hatte schon jetzt einen Scheißtag, und es war gerade einmal zehn Uhr. Für eine Zigarette hätte sie töten können. 'Ich bin Nichtraucherin', erinnerte sie sich und versuchte, sich an den genauen Wortlaut dessen zu erinnern, was Sebastian, der Hypnosetherapeut, gesagt hatte. [...] Es klappte nicht." (Seite 29) Auch die Auflösung am Ende konnte leider nichts mehr herausreißen, ganz im Gegenteil, sie hat meinen negativen Eindruck dieses zweiten Werkes nur noch mal verstärkt. Du stirbst nicht allein reicht in keiner Weise an ihren Erstling heran und hat mich durch und durch enttäuscht. Ab jetzt kann es nur wieder besser werden.

Lesen Sie weiter

... aber nur fast. Während der erste mit einer echten Überraschung aufwartet, hat dieser zweite zwar auch eine Überraschung für das Ende, die aber mit dem ersten Buch nicht mithalten kann. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau - spannend ist auch "Du stirbst nicht allein" allemal und als kurzweilige Sommerlektüre gut geeignet!!

Lesen Sie weiter

Ich habe bereits „Während du stirbst“ von der Autorin gelesen und fand es damals echt gut. Leider konnte mich „Du stirbst nicht allein“ nicht so überzeugen. Und das ist noch nett ausgedrückt. Fangen wir beim größten Problem an: Die Langeweile. Für mich kam zu keinem Zeitpunkt auch nur ein Hauch Spannung auf. Die Autorin verliert sich in Nebensächlichkeiten und Gefühlen und kommt nur in sehr langsamen Tempo in der Geschichte voran. Alles, was zur Spannung beitragen könnte, nutzt sie nicht. Sie schlägt verschiedene Wege ein und versucht zum Beispiel mit mysteriösen Briefen Spannung zu erzeugen, doch diese Wege werden quasi nebenbei komplett unspektakulär aufgelöst. Und die Auflösung ist dann auch noch so banal, dass sie einfach nur enttäuschen. Nichts davon kann überraschen, nichts wirklich fesseln. Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Hier ist vor allem die Anzahl der Charaktere fatal, da es einfach zu viele sind. Die Autorin versucht jedem Charakter die nötige Tiefe zu geben, was ihr bei wenigen durchaus gelingt, bei den meisten aber eher nicht. Aufgrund der Menge nimmt dieses aber auch viel Platz in der Geschichte ein, sodass der Fall an sich – die Morde an den Kindern – kaum präsent ist. Der Fokus liegt zu sehr auf dem Privatleben der Charaktere. Die Polizistin Leanne jammert pausenlos über ihre zerbrochene Ehe und die Tatsache, dass ihr Exmann ebenfalls an diesem Fall arbeitet bereitet ihr mehr Kopfzerbrechen als der Fall selbst. Die Journalistin Sally verliert sich ständig in vergangenen Liebeleien und ihre erbarmungslose Recherche, von der sie die ganze Zeit prahlt, ist eigentlich nur heiße Luft. Noch dazu ist keiner der Charaktere ein wirklicher Sympathieträger. Die meisten haben mich größtenteils nur genervt mit ihren privaten Problemchen und unwichtigen Gedankengängen. Wieso dieses Buch als Psychothriller ausgewiesen wird, ist mir generell ein Rätsel. Unter dem Begriff „Psychothriller“ erwartet jeder anscheinend etwas anderes und eine genaue Definition scheint es nicht zu geben. Deshalb möchte ich vorerst klären, was ich mir unter einem (guten) Psychothriller vorstelle: Für mich ist ein Psychothriller eine Geschichte, die spannend ist (schließlich ist ein Psychothriller immer noch ein Thriller), dafür aber subtilere Werkzeuge benutzt um diese zu erzeugen. Der Fokus liegt auf der Psyche der Menschen und spielt im besten Falle auch mit der Wahrnehmung des Lesers. Es braucht kein großes Blutvergießen oder detailliert dargestellte Gewalt, genauso wenig wie großartige Action oder eine Verfolgungsjagd. Die Atmosphäre ist eher düster bis mysteriös und zieht den Leser so in seinen Bann. Allein durch die nicht vorhandene Spannung kann man hier generell nicht von einem Thriller reden und dadurch auch nicht von einem Psychothriller. Auch die psychischen Aspekte sind eher Mau und tauchen im Grunde nur auf den letzten paar Seiten auf. Der Schreibstil ist größtenteils in Ordnung. Er ist gut und recht schnell lesbar, wenn man nicht ab und an über Sätze stolpern würde, die den Lesefluss doch arg beeinträchtigen können. Typische Schachtelsätze muss man mehrere Male lesen um sie überhaupt zu verstehen. Einmal fiel sogar ein Satz ganz nach dem „Wenn du denkst, dann denkst du nur du denkst“- Klischee, was mich einerseits zum Lachen brachte (was bei einem „Psychothriller“ nicht unbedingt vorkommen sollte) und gleichzeitig genervt mit den Augen rollen ließ. Fraglich ist hier jedoch, ob die Kritik wirklich der Autorin gilt oder der Übersetzung. Das Ende beweist schließlich endgültig, dass sich die Autorin kaum Gedanken um eine schlüssige Handlung gemacht hat. Das ganze Buch über sind die privaten Dinge wichtiger, die Ermittlungen kommen so gut wie nicht voran. Aber da das Buch nun mal bald vorbei sein sollte, muss ja irgendwie eine Lösung her. Die Lösung kommt also in Form von Hinweisen, für die die Polizei aber nichts getan hat und ganz plötzlich so da sind. Auf den letzten 20 Seiten wird alles schnell abgefrühstückt und das war es dann. Ich muss Tammy Cohen zu Gute halten, dass der Grundgedanke der Geschichte gar nicht mal so schlecht ist. Daraus hätte man wirklich etwas machen können. Aber das hat sie nicht. Bei der Umsetzung hat sie absolut versagt und sich in unwichtigen Dingen verloren. Fazit Ich habe schon viele Bücher gelesen, die ich im Nachhinein als schlecht empfunden habe. „Du stirbst nicht allein“ toppt für mich alle! Nervige Charaktere, deren Privatleben mehr im Fokus steht als der Fall und durchgehende Langeweile dominieren dieses Buch. Ich kann es überhaupt nicht empfehlen und habe mich sehr oft über dieses Buch aufgeregt.

Lesen Sie weiter

Nachdem mir Während du stirbst von Tammy Cohen nicht so zugesagt hat, dachte ich, ich geb ihr mit diesem Psychothriller nochmal eine Chance… Naja, was soll ich sagen? Ich wurde wiedermal maßlos enttäuscht! -.- Das gesamte Buch ist überhaupt nicht spannend, die Deklaration „Psychothriller“ ist absolut falsch gewählt. Wer das Buch liest, sollte sich eher auf ein „Drama“ freuen… ansonsten ist er mit Du stirbst nicht allein falsch beraten! Am Anfang haben mich die vielen Charaktere ziemlich verwirrt. Einer nach dem anderen wird einfach ins Geschehen reingeschmissen und man hat echt Probleme alle richtig zu zuordnen. Allein die ersten 3 Kapitel sind alle aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben und jedesmal überlegt man „Wer ist das denn jetzt schon wieder?!“. Im Laufe des Buches wird man aber noch mit viel mehr Sichtweisen betraut, was für mich im Ganzen einfach zu viele sind! Die Charaktere zu den vielen Perspektiven sind leider alles andere als tiefgründig, was bei der Menge an Personen und einer Seitenzahl von knapp 400 Seiten nicht wirklich verwunderlich ist :-/ Dadurch wirken die Personen unauthentisch und ihre Handlung nicht nachvollziehbar. Und von Sympathie den Charakteren gegenüber brauchen wir gar nicht erst anzufangen! Da generell alle wirken als hätten sie Dreck am Stecken, ist auch jeder mal verdächtigt da irgendwie mit drin zuhängen… Egal ob Geschwister, Eltern oder Außenstehende. Was mich mit am meisten aufgeregt hat, ist die schlechte Übersetzung! Hier bekommt man ganz krude Sätze, die mit der deutschen Sprache leider nicht mehr viel gemein haben. Oder es sind Wörter, über die man nur den Kopf schütteln kann, weil die so noch kein Mensch zuvor gehört hat. Dadurch wird das an sich flüssig Lesbare des Schreibstils enorm behindert! Tammy Cohen legt in diesem Buch, für meinen Geschmack, etwas zu viele Fährten in jegliche Richtungen. Dadurch soll der Leser verwirrt werden, jedoch führt es eher zu einem gewissen Maß an Frustration. Lieber eine gut ausgearbeitete falsche Fährte legen und eine krasse Wendung einbauen, als nach dem Motto „viele Wege führen nach Rom“ vorzugehen! Leider sind auch viele Lückenfüller eingebaut, besonders denke ich da an die Liebeleien von Leanne, der Opferschutzbeamtin der Reids. Das ist für die reguläre Story alles einfach total unnötig und interessiert ausserdem auch keinen! Bis auf die Beziehung der Eheleute Reid, die während des Buches extrem im Argen liegt (was in solchen Fällen ja wirklich oft passiert, da sich die Eltern meistens gegenseitig die Schuld am Geschehenen geben), hat mir nichts gefallen, geschweige denn authentisch gewirkt! Für das Ende hat es sich Tammy Cohen extrem leicht gemacht, durch banale Vorkommnisse löst sie das Täterkonstrukt auf. Da hätte man wirklich etwas mehr Gedanken und Herzblut reinstecken können. Der eine findet ein Handy, die andere bringt eine Haarprobe… Sorry… sowas geht gar nicht! Etwas mehr Mühe ist doch wohl nicht zuviel erwartet! -.- Für mich steht definitiv fest: KEIN WEITERER COHEN MEHR! Ich hab mir wirklich viel vom Klappentext her versprochen, obwohl ich trotz Während du stirbst mit einer gewissen Skepsis drangegangen bin… aber mich so zu enttäuschen hat noch nicht mal Während du stirbst geschafft! Die gähnende Langeweile, die noch nicht mal auf den letzten 50 Seiten verschwunden ist, trägt da auch einen großen Teil zu bei… Daher kann ich nur einen (1) Stern vergeben!

Lesen Sie weiter

Meine Zusammenfassung Vor 4 Jahren wurde eine Kinderleiche in einem abgelegenden Parkstück gefunden. Auf ihrem Unterschenkel stand das Wort "Sorry" geschrieben. Der Täter wurde nicht gefasst und nach einiger Zeit passieren weitere Morde an Kindern. Der Täter hat keine für die Polizei nützlichen Spuren hinterlassen und auch das Motiv bleibt zunächst unklar, da die Leichen nicht immer das selbe Muster aufweisen. Die Zeitspanne der Morde scheint immer kürzer zu werden während die trauernden Eltern mehr werden... Bewertung Das Cover kam mir zunächst seltsam vor, was hat das Herz bitte mit dem Tod kleiner Mädchen gemeinsam?! Naja, bei einem Psychothriller kann man ja viel unvorhersehbares erwarten. Die Autorin lässt uns die Geschichte aus der Sicht der verschiedensten Personen lesen. Ob von den Eltern der Opfer, der ermittelnden Polizei oder der Journalistin. Anfangs habe ich mich etwas schwer getan die einzelnen Personen unter einen Hut zu bekommen und habe mir dazu ein paar Notizen gemacht, damit ich nicht durcheinander kam wer mit wem wie zusammengehört. Doch nach dem ersten 100 Seiten war dann alles halbwegs flüssig und es kam langsam Spannung auf. Diese blieb aber nur sehr kurz, da es gleich mit ein paar Längen und unnötigen Familienstreitigkeiten weiter ging. Mir hat das beim lesen etwas die Lust genommen, da es mir zu viele unwichtige Informationen waren. Auch aus der Sicht des Täters hätte definitiv mehr zu lesen sein können. Bei der Suche nach dem Täter wurde man schön in die Irre geführt und hat fast bis zum Schluss im Dunklen getappt, so muss das sein. Auch beim lesen habe ich öfter schlucken müssen. Wenn man selbst Kinder hat liest sich so ein Psychothriller bei dem Kinderleichen gefunden werden nicht so einfach. Trotz des krassen Geschehens hat mir aber die Spannung gefehlt und so musste ich mich sehr durch die Seiten zwingen und war froh als ich auf die letzten Seiten schauen konnte. Das Ende ist dann wieder dem Genre angepasst und passt einfach perfekt, der Leser wird Kopfschüttelnd zurückgelassen, so liebe ich das. Zum Schreibstil kann ich nur sagen, das er sehr flüssig ist und man zügig vorran kommt, das einzigste was mich dabei gestört hat waren ab und an ein paar kluge >Fremdwörter< die man im Alltag einfach nicht benutzt, die haben mir ab und an das lesen etwas erschwert und genervt. Fazit: Ein schwieriges Thema mit unvorhersehbarem Ende. Etwas wenig Spannung, lässt den Leser aber sehr Nachdenklich zurück.

Lesen Sie weiter

Worum geht's? Eine grausige Mordserie erschüttert ganz London. Der erste Mord an der siebenjährigen Megan Purvis liegt vier Jahre zurück, der Täter kann nicht gefasst werden. Die Leiche des Mädchens wird in einem einsamen Waldstück gefunden, auf ihrem Oberschenkel steht das Wort "Sorry". Dieses Zeichen des Täters finden die Ermittler auch auf der Leiche der kleinen Tilly Reid, die zwei Jahre später tot aufgefunden wird. Kurz darauf wird eine weitere Kinderleiche entdeckt, doch die Polizei scheint weiterhin im Dunkeln zu tappen. Das Leben der Familien der getöteten Kinder wird nun aufs Neue aufgerüttelt, denn erneut ist ein Mädchen verschwunden. Hat der Täter wieder zugeschlagen? Meine Meinung: Das Cover hat mich gleich neugierig gemacht. Düster, blutig, ein schwarzes Herz und der handgeschriebene Titel Du stirbst nicht allein. Daher stand für mich schnell fest, dieses Buch musst du lesen! Leider fiel es mir sehr schwer in den Psychothriller hineinzufinden. Gleich zu Beginn lernt man die Familien der toten Mädchen kennen, die Ermittlerin Leanne, eine Journalistin und andere Charaktere. Jedes Kapitel widmet sich wieder dem Leben einer anderen Person oder Familie. Nach ein paar Seiten konnte ich mich aber an den Aufbau gewöhnen. Trotzdem muss man die Personen und ihre Verbindungen erstmal verdauen. ;-) Von den Charakteren her habe ich niemanden, der mir besonders in Erinnerung bleiben wird. Die Polizistin Leanne ist einfach da und mir weder sympathisch, noch unsympathisch gewesen. Sie hat eine ruhige und besonnene Art, was sie wohl unter anderem für den Umgang mit den Hinterbliebenen der Opfer qualifiziert. Auch über ihr Privatleben erfährt man mehr. Der Fall an sich bewegt einen natürlich. Die Morde gehen unter die Haut und man erfährt in diesem Psychothriller nicht nur etwas über die Ermittlungen und schaut nicht, wie sonst immer, ständig den Polizisten über die Schulter. Man bekommt auch Einblicke in das Leben der Familien der toten Mädchen und zwar überwiegend. Jeder geht anders damit um. Trauer empfindet jeder anders und jede Familie hat sich anders mit der Situation auseinandergesetzt. Interessant fand ich die Verbindungen der Personen untereinander. Die Thematik ist schon sehr bedrückend. Es geht um Morde an Kindern, Kindesmissbrauch und Pädophile, aber Tammy Cohen hat das alles sehr gut umgesetzt. Sie geht das Thema irgendwie behutsam an. Man bekommt einige Einblicke und lernt auch einen Mann kennen, der es auf kleine Mädchen abgesehen hat. Seine Gedanken, Emotionen und die Bilder in seinem Kopf sind für mich so unwirklich und grotesk. Es ist wirklich schlimm zu wissen, dass es Menschen mit dieser Neigung gibt, die zu solchen Taten fähig sind. Gut gefallen hat mir, dass man diese Fälle aus den unterschiedlichsten Perspektiven erlebt. Man begleitet die Familien, die Ermittler, aber auch Journalisten. Sowohl Polizei als auch Presse haben ihre Arbeit zu erledigen, doch stößt jeder dabei an seine Grenzen und eckt hin und wieder an. Man lernt die Personen hinter den Ermittlern oder Journalisten kennen. Welche Motive haben sie? Was treibt sie an? Welche Anforderungen werden an sie gestellt? Allerdings muss ich gestehen, dass mir Du stirbst nicht allein größtenteils zu langatmig war. Das hat dazu geführt, dass ich mich manchmal dazu zwingen musste, weiterzulesen. Auch wenn der Fall an sich sehr spannend und berührend ist, war es an einigen Stellen zu langatmig und zäh. Leider! Dafür kommt am Ende nochmal richtig Tempo in den Fall! Auf jeden Fall ein Psychothriller, der noch eine Weile nachwirkt!

Lesen Sie weiter