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Leserstimmen (80)

Karen Dionne: Die Moortochter

Die Moortochter Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-20535-6

Erschienen: 24.07.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Bestseller Platz 15
Spiegel Paperback Belletristik

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Rezension - Die Moortochter - Karen Dionne

Von: beneaboutbooks Datum : 14.10.2017

beneaboutbooks.blogspot.de/

Meine Meinung:

"Die Moortochter" ist das erste Buch welches ich von Karen Dionne gelesen habe. Und leider muss ich sagen konnte mich dieses Buch nicht zu 100% überzeugen. Obwohl ich sagen muss das mich Cover und Klappentext wirklich sehr angesprochen haben und ich richtig Lust hatte dieses Buch zu lesen. Und vorneweg für alle die sich mit diesem Buch einen wahnsinnig spannenden Psychothriller erhoffen kann ich gleich sagen: NEIN. Dieses Buch ist meiner Meinung nach kein Psychothriller, sondern eher ein Buch das in das Genre Drama geht.

In dem Buch geht es um die Hauptprotagonistin Helena die verheiratet ist und zwei kleine Töchter hat. Und eigentlich lebt Helena ein normales Leben, sie verkauft selbstgemachte Marmelade und Gelee und verdient damit ihr Geld. Doch was niemand weiß ist, dass Helena's Vater in einem Hochsicherheitsgefängnis, wegen Mord und Entführung, sitzt. Als dieser jedoch fliehen kann weiß Helena keinen anderen Ausweg, als sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen und ihn wieder Hinter Gittern zu bringen.

Das Buch ist ganz anders als ich es mir zu Anfang vorgestellt habe. Ich dachte in dem Buch wird man in eine spannende Verfolgungsgeschichte reingezogen, doch das ist nicht wirklich der Fall, vielmehr geht es in dem Buch um das Leben und die Gefangenschaft im Moor. Die Geschichte wird aus der heute Erwachsenen Helena erzählt. Man erfährt viel wie sie sich im Moor gefühlt hat und was sie dort alles mit ihrem Vater erlebt hat. Das ihre Mutter eigentlich entführt wurde und sie nichts weiter als eine Gefangene ist, dass weiß Helena als Kind noch nicht.
Das ganze Buch ist in zwei Handlungstränge aufgeteilt: Im einen Handlungsstrang erfahren wir alles über Helenas Kindheit und die Zeit im Moor. Im anderen Handlungsstrang bekommen wir die Verfolgungsjagd von Helena mit. Leider fand ich hier, dass der Handlungsstrang über Helenas Kindheit zu viel war. Immer wenn Spannung aufkam und man Lust hatte weiter zu lesen, dann war das Kapitel zu Ende und man konnte wieder Seitenweise die Vergangenheit über Helena lesen. Das hat mich an manchen Stellen etwas genervt und hat auch etwas den Lesefluss gehämmt. Doch die letzten 120 Seiten haben mir richtig gut gefallen und die waren dann auch wirklich sehr spannend.

Die Charaktere in dem Buch haben mir sehr gut gefallen, wobei ich Helena nie wirklich sympathisch fand, was aber einfach daran liegt das sie mit ihrer Mutter an manchen stellen so blöd und gemein war, dass ich mir echt dachte was sie sich erlaubt mit ihrer Mutter so umzugehen. Die erwachsene Helena fand ich da schon sympathischer aber Helena als Kind ging gar nicht. Die anderen Figuren waren ganz gut gezeichnet und haben mir im großen und ganzen ganz gut gefallen.

Karen Dionne hat einen sehr flüssigen und lebendigen Schreibstil, der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Ich fand zwar das sie nicht wirklich einen Psychothriller geschrieben hat, dennoch hat sie es geschafft durch Charaktere das ganze sehr authentisch darzustellen und das hat mir an dem Buch sehr gefallen.

Zum Ende hin wurde das Buch nochmal sehr spannend und auch das Ende selbst hat mir sehr gut gefallen und konnte mich überzeugen.

Mein Fazit:

"Die Moortochter" von Karen Dionne konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Für mich waren an manchen stellen zu viele Längen drin und auch die Vergangenheit von Helena war für mich an manchen Stellen zu viel. Doch ihr Schreibstil und ihre Charaktere haben das Buch sehr lebendig und authentisch gemacht. Wer noch nicht so viele Erfahrungen mit Thrillern hat und in das Genre erst mal reinschnuppern möchte dem Empfehle ich das Buch sehr, doch für alle die sich einen spannenden und aufregenden Psychothriller erhoffen dem muss ich leider von dem Buch abraten.

Ich gebe dem Buch 4 - 5 Sterne.

anders als erwartet, aber sehr spannend

Von: bumblebeesworld Datum : 11.10.2017

bumblebees-world.blogspot.de/

Zum Inhalt:

In diesem Buch geht es um Helena, die mitten im Moor aufgewachsen ist und außer ihrer Mutter und ihrem Vater keine anderen Menschen kannte. Stattdessen lernte sie bereits als kleines Mädchen von ihrem Vater wie sie Fährten lesen und Fallen auslegen kann. Die drei haben nur von dem gelebt, was die Natur ihnen zur Verfügung gestellt hat und führten ihr Leben ihn aller Abgeschiedenheit. Für Helena war nicht klar, dass es ein merkwürdiges Leben war, das sie führten. Sie wusste nicht, dass ihr Vater ihre Mutter als 14-jährige entführt hat und sie seitdem gezwungen war mit ihm zu leben und seinen Haushalt zu führen. Als Helena langsam beginnt zu verstehen wie grausam ihr Vater sie und ihre Mutter behandelt, flieht sie und sorgt für seine Festnahme.
Die eigentliche Handlung des Buches beginnt jetzt 15 Jahre später, als ihr Vater es schafft aus dem Gefängnis zu fliehen. Helena beschließt seinen Fährten zu folgen wie er ihr es als kleines Mädchen beigebracht hat und die Verfolgungsjagd beginnt.

Meine Meinung:

Zuallererst kann ich sagen, dass mir dieses Buch wirklich gut gefallen hat und mich überzeugen konnte, auch wenn es ganz anders war als ich es nach dem Klappentext erwartet habe. Außerdem ist es meiner Meinung nach definitiv kein Psychothriller, auch wenn Helenas Vater sicherlich ein Psychopath ist und es einige grausame Ereignisse gibt.
Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Erlebnisse aus der Vergangenheit der Familie in die jetzige Geschichte zwischen Helena und ihrem Vater eingebaut worden sind. Auf diese Weise lernt man sowohl Helena als auch ihre Eltern sehr gut kennen und versteht die Beweggründe aus denen sie sich alleine an seine Fersen heftet und versucht seinen Spuren zu folgen. Es wird klar, warum sie auf der einen Seite ihren Vater liebt, der ihr und ihrer Mutter doch so grausame Dinge angetan hat, ihn aber gleichzeitig hasst und meint, dass er es absolut verdient hätte, sein ganzes Leben im Gefängnis zu verbringen. Ich hatte sofort eine Verbindung zu Helena und hab mich dadurch sehr mit ihr und ihrer Geschichte verbunden gefühlt. Wie sie selbst steckte ich in einem Zwiespalt zwischen Mitgefühl, der Abneigung gegenüber ihrem Vater und gleichzeitig so etwas wie Neid auf ihr vermeintlich freies Leben als Kind, das ja eigentlich auf seine eigene Art und Weise ein Gefängnis gebildet hat, auch wenn Helena dies als Kind nicht wahrgenommen hat.
Durch die mit der Gegenwart verwobene Vergangenheit war es sehr spannend der Handlung und den nächsten Schritten zwischen Helena und ihrem Vater zu folgen. Immer wieder waren sehr ähnliche Ereignisse miteinander verknüpft und der Sprung in der Zeit wurde dem Leser sehr leicht gemacht. Zu jedem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, in beiden Zeitebenen auf dem Laufenden zu sein und Charaktere, Persönlichkeiten und Handlungen nachvollziehen zu können. Obwohl ich fast zugeben muss, dass mir die Vergangenheit eigentlich sogar noch besser als die Gegenwart gefallen hat, weil mir persönlich die junge Helena und ihre Mutter und auf eine gewisse und eigenartige Weise auch ihr Vater sehr am Herzen lagen. Ihr Leben und die Art wie sie mit ihren Lebensbedingungen zurecht kommen mussten hat gleichzeitig gezeigt, wie verschwenderisch viele sind und für wie selbstverständlich für uns komfortable Angewohnheiten sind.
Ein insgesamt einfach gut gelungenes Buch, das trotzdem nur 4 von 5 Sternen bekommt, da es einfach absolut kein Psychothriller aber ein total gelungenes und spannendes Buch ist.

Eher Drama als Psychothriller, mit interessanter Handlung. Allerdings mit Schwächen.

Von: jasminsbooks Datum : 30.09.2017

https://www.instagram.com/jasminsbooks/

Titel: Die Moortochter
Autorin: Karen Dionne
Verlag: Goldmann Verlag
Seitenzahl: 381

Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar. :)

Inhalt/Klappentext:

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin - Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held - bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis ein. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen.

Mein Fazit:

Das erste was man bei diesem Buch erwähnen muss ist, wer hier einen knallharten Psychothriller erwartet, wird eher enttäuscht sein. Auch ich bin mit diesen Erwartungen an das Buch gegangen. Jedoch bekommt man hier einen eher schwachen Thriller, aber dafür mit sehr interessanten psychologischen Elementen, sodass man eher von einem Drama reden kann.

Die Protagonistin Helena ist verheiratet und hat zwei kleine Töchter. Was ihr Mann allerdings nicht weiß ist, dass der Vater seiner Frau ein zur lebenslanger Haftstrafe verurteilter Mörder und Entführer ist. Als dieser aus der Haft entfliehen kann, fühlt sich Helena wieder in ihre Vergangenheit zurück versetzt. Die Geschichte ist in zwei verschiedene Handlungsstränge unterteilt. Einmal befinden wir uns in der Gegenwart, wo Helena versucht ihren entflohenen Vater zu finden, um diesen wieder inhaftieren zu lassen. Und im zweiten Handlungsstrang erzählt Helena alles über ihre Kindheit, ihren Vater und wie sie im Moor aufgewachsen ist. Der Teil in dem die Protagonistin von ihrer Vergangenheit erzählt und wie sie als Kind ihren Vater vergötterte, nimmt den größten Teil des Buches ein. Dadurch hat man das Gefühl, dass die eigentliche Story um die Flucht ihres Vaters und die Suche nach ihm, etwas auf der Strecke bleibt. Ich hatte manchmal beim Lesen eher das Gefühl, dass ich eine Kombination aus Charakterstudie und einem Überlebensguide für das Leben im Moor vor mir habe, als einen Thriller.

Trotzdem war das Buch durch den leichten Schreibstil sehr gut zu lesen. Auch fand ich die Informationen über Helena's Vergangenheit sehr interessant, sodass ich immer weiterlesen musste. Die erwartete Spannung eines Thrillers allerdings, baute sich erst im letzten Drittel auf. Ein wirklich ungewöhnlicher Thriller, mit Stärken und Schwächen für den ich 3 von 5 Sterne vergebe.

Ein Psychothriller, der keiner ist, aber dennoch ein tolles Thema behandelt.

Von: www.buecherwesen.de Datum : 25.09.2017

www.buecherwesen.de/2017/09/die-moortochter-von-karen-dionne.html

Inhalt:

Schon als Kind hat Helena von ihrem Vater gelernt, wie man Fährten liest und seitdem ist sie eine ausgezeichnete Jägerin.
Sie lebte damals in einer Hütte mitten im Moor und ihr Vater war damals ihr Held, bis sie vor 15 Jahren erfahren hat, dass ihr Vater ein Psychopath ist und ihre Mutter entführt hat.
Kurz darauf hat sie für seine Festnahme gesorgt und seitdem sitzt er in einem Hochsicherheitsgefängnis.
Eines Tages jedoch erfährt sie aus den Nachrichten, dass einer der Gefangenen geflohen ist und sie ist sich sicher, dass es sich dabei um ihren Vater handelt.
Er versteckt sich im Moor und nur eine kann ihn finden, Helena. Die Jagd beginnt, denn er hat mit ihr noch eine Rechnung offen.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch bin ich zweigeteilter Meinung, denn wenn ich ehrlich bin, ist es für mich kein Psychothriller. Daher fällt es mir schwer für diese Geschichte eine Beurteilung abzugeben.
Für einen Psychothriller fehlt mir definitiv der Thrill und die Spannung.
Es gibt zwar immer wieder kurze Momente, bei denen sich Spannung aufbaut, diese sind aber recht rar.
Wenn ich die Geschichte jedoch als Thriller und nicht Psychothriller betrachte, ist sie dennoch gelungen.
Es wird eine sehr dramatische und thematisch gute Geschichte erzählt.
Eine Entführung, die viele Jahre unentdeckt bleibt. Ein Kind, das in dieser Zeit gezeugt wird und nichts kennt außer Vater, Mutter und das Moor.
Helena macht eine sehr harte Zeit durch, obwohl sie das als Kind nicht so empfindet, denn sie kennt ja nichts anderes. Bis zu dem Tag, an dem die Hütte von jemandem anderes gefunden wird.
Was mich am meisten an dem Buch schockierte, war das Thema. Es gibt nichts schlimmeres als Entführungen, denn die Angehörigen haben selbst nach langen Jahren noch die Hoffnung, dass sie denjenigen wiedersehen.
Helenas Mutter musste in den 15 Jahren der Gefangenschaft sehr viel erleiden und sie hat sich ihrem Schicksal ergeben und einfach immer so weitergelebt ohne etwas daran zu ändern.
Die Jagd selbst fand ich nicht so berauschend, da diese eher recht klein gehalten wird. Das Hauptthema liegt darin, die Vergangenheit zu erzählen und was aus Helena geworden ist.
Das hat mir zwar auch sehr gut gefallen, aber es ist eben kein Psychothriller, in dem ein Opfer nach dem anderen auftaucht und die Nerven beim Lesen bis zum zerreißen gespannt sind.

Meine Fazit:

Ein Psychothriller, der keiner ist, aber dennoch ein tolles Thema behandelt. Die Geschichte fesselt zwar, hat aber nicht die Spannung, die man von einem Psychothriller erwartet.

Außergewöhnlich und mitreißend

Von: Lisa Reads Datum : 14.09.2017

lisa-reads.blogspot.de/

Schon vor einer Weile habe ich ein Leseexemplar von "Die Moortochter" von Karen Dionne erhalten. Ich war gespannt auf das Buch, denn der Klappentext klang vielversprechend, aber was mich dann tatsächlich erwartete, hätte ich so nie gedacht.

Dieses Buch ist so völlig anders als all die anderen Psychothriller die ich bisher gelesen habe. Leser sollten nicht den herkömmlichen Inhalt eines Thrillers erwarten, obwohl dieses Buch wirklich grausam ist. Doch hier spielt sich wirklich vieles auf einer unterschwelligen, psychologischen Ebene ab und weniger in der realen Welt.
Wir erfahren die Geschichte aus der Sicht der Tochter des Moorkönigs und ihr Wesen ist uns als Kindern der normalen Welt fremd und erscheint seltsam und gefühlskalt, ist aber angesichts der Umstände so nachvollziehbar, so erschreckend und traurig zugleich.

Es fällt mir so schwer dieses Buch zu bewerten und die richtigen Worte zu finden. Seit Tagen denke ich darüber nach und nun schreibe ich einfach drauf los. Es ist verstörend, überraschend und rasant, dabei passiert eigentlich nicht so viel und doch eine ganze Menge. Man wechselt immer zwischen der Gegenwart und den Rückblenden in die Vergangenheit von Helena. Sie ist im völligen Zwiespalt zwischen Gut und Böse, zwischen Verachtung und Liebe, zwischen Verrat und Loyalität.

Ich kann verstehen, dass dieses Buch völlig gegensätzliche Meinungen hervorruft, denn es ist definitiv nicht mit anderen Psychothrillern vergleichbar und sicherlich nicht jedermanns Fall, doch für mich ist dieses Buch eins meiner absoluten Jahres Highlights und ich finde es großartig. In meinen Augen hat Karen Dionne eine großartige Leistung vollbracht und ein Werk erschaffen, dass aus der stereotypen Schiene hervor sticht und mich völlig überzeugt hat. Ich konnte gar nicht so schnell lesen, wie ich durch die Geschichte fliegen wollte.
Einzig das Ende war mir ein wenig zu schnell abgehandelt und ich hätte mir gewünscht, dass Karen Dionne sich hier noch etwas mehr Zeit gegeben hätte, um es ein wenig spannender und weniger abgehakt zu gestalten. Vielleicht habe ich es aber auch nur so empfunden, weil ich nicht wollte, dass das Buch endet und weil der Klappentext den Fokus eindeutig hier platziert hat.

Auch hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, als würde ich ein reales Erlebnis präsentiert bekommen und keine fiktive Geschichte, als würde ich mit Helena gemeinsam an einem Tisch sitzen und mir ihre Ausführungen mit angehaltenem Atem anhören.

Auch jetzt noch habe ich das Gefühl, als wären meine Worte nicht genug, um meine Gedanken richtig zu formulieren. Mir bleibt nicht viel mehr, als jedem dieses Buch ans Herz zu legen, der Spannung, psychologischen Hintergrund und außergewöhnliche Thriller liebt. Dieses Buch ist großartig, auf seine ganz eigene Weise.

(www.lisa-reads.blogspot.de)

Kein Thriller, aber hochinteressant

Von: Mikka Liest Datum : 09.09.2017

www.mikkaliest.de

Die ersten zwei Dinge, die mir zu diesem Buch einfallen:

Erstens, es ist ungewöhnlich, aus psychologischer Sicht interessant und in einem schnörkellosen, indes ausdrucksstarken Schreibstil geschrieben.

Zweitens, es ist kein Thriller. Nicht mal ansatzweise.

Letzteres kann natürlich ein großes Manko sein für den Leser, der nur zu "Moortochter" gegriffen hat, weil er dem Aufdruck 'Psychothriller' auf dem Cover geglaubt hat. (Verständlicherweise.) Wer es mit dieser Erwartung und ausschließlich dieser Erwartung liest, wird mit großer Wahrscheinlichkeit enttäuscht werden – ich habe ein paar negative Rezensionen zu dem Buch gelesen, und diese enthielten fast alle eine Variation von dem, was ich eben unter 'Zweitens' gesagt habe.

Doch auch, wenn man diese Erwartung erstmal beiseite lässt, ist es immer noch ein Buch, das die Meinungen spaltet. Es war das Buch des Monats in unserem Krimi-Lesekreis und rief bei unserem letzten Treffen die volle Bandbreite an Reaktionen hervor: von Begeisterung über verhaltene Zufriedenheit bis hin zu tödlicher Langweile oder sogar Abbruch. Ich selber gehörte zur Faktion der Begeisterten.

Wenn es kein Psychothriller ist, was ist es dann?

In meinen Augen vor allem das komplexe Psychogramm einer Frau, die unter höchst ungewöhnlichen Voraussetzungen aufgewachsen ist. Ihre Kindheit verbrachte Helena zusammen mit ihren Eltern in einer winzigen Hütte in der Einsamkeit des Moors – ohne zu ahnen, dass ihre Mutter nicht freiwillig dort war und ihr Vater ein Entführer, Vergewaltiger und Mörder. Ihr erschien vieles normal, weil sie nicht wissen konnte, wie Normalität aussieht. Nicht alle Väter sperren ihre Töchter tagelang im Brunnenschacht ein. Nicht alle Väter schneiden ihnen bei Ungehorsam Worte in den Arm. Und dennoch empfindet Helena ihre Kindheit im Rückblick als glücklich, das Verhalten ihres Vaters als gerechtfertigt. Vom Verstand her weiß sie, dass dem nicht so ist, aber sie ist immer noch geprägt von seiner Erziehung. Sie ist stolz darauf, dass sie als Kind schon Fallen stellen, Spuren lesen, jagen und töten konnte, und (ob sie will oder nicht) sie ist ihm dankbar dafür. Ihre glücklichsten Erinnerungen sind solche, in denen sie ihn stolz machen konnte – wie zum Beispiel die Erinnerung an ihr erstes selber getötetes und ausgeweidetes Tier.

Ein Großteil des Buches konzentriert sich auf Helenas Erinnerung an ihre Kindheit, die Jagd auf den entflohenen Vater rückt da deutlich in den Hintergrund. Ich fand es trotzdem spannend, weil ich von Helena und ihrer Sicht auf die Welt fasziniert war.

Sie ist verheiratet, hat Kinder, und dennoch merkt man auf jeder Seite, dass sie emotional verkümmert ist. Ja, sie liebt ihre Kinder und würde für sie töten, aber ansonsten spürt man ihre Gefühle so gut wie nie. Auch nach all den Jahren ist sie im Grunde immer noch fixiert auf ihren Vater, und deswegen bleiben alle Charaktere außer ihm und Helena selber blass, unwichtig, Nebensache. Ich sehe das nicht als Scheitern der Autorin, denn es passt zu dem, was Helena erlebt hat, und ist in meinen Augen daher sicher gewollt. Tatsächlich sehe ich es als Kunststück der Autorin an, dass man als Leser trotz Helenas distanzierter Art überhaupt so einen guten Einblick in ihr Seelenleben erhält.

Da die Geschichte aus Helenas Sicht und in ihren eigenen Worten erzählt wird, ist der Schreibstil klar und direkt, ohne große Dramatik oder überbordende Emotion. Er fokussiert sich auf die Dinge, die in Helenas Welt entscheidend und wichtig sind, und vieles davon hat mit dem Überleben in der Wildnis zu tun, obwohl sie schon einige Jahre in der Zivilisation lebt, abgesehen von regelmäßigen Jagdausflügen.

Bei einem typischen Thriller wäre die Jagd nach dem Vater das wichtigste Element des Buches, und das fulminante Finale würde damit stehen oder fallen, ob Helena ihn tötet, ausliefert oder laufen lässt. Tatsächlich war mir das im Grunde jedoch vollkommen egal – was mich viel mehr interessierte, war, ob sie sich am Schluss emotional von ihrem Vater lösen kann oder nicht, und in der Hinsicht fand ich die Auflösung gelungen.

Fazit:
Obwohl "Moortochter" in meinen Augen kein Psychothriller ist, sondern vielmehr ein Roman mit psychologischen Spannungselementen, hat mir das Buch nichtsdestotrotz sehr gut gefallen. Die Autorin erzählt dem Leser die Geschichte einer Frau, die durch ihre Kindheit als Tochter eines Entführers und Mörders emotional verkrüppelt ist, ohne dabei in Melodrama oder Effektheischerei zu verfallen. Dennoch entwickelten die Geschehnisse auf mich eine enorme Sogwirkung.

Die im Klappentext beschriebene Jagd auf den Vater ist zweitrangig, viel interessanter sind die zahlreichen Rückblicke auf Helenas sonderbare Kindheit im Moor.

Besser gefallen, als erwartet

Von: Kaisu Datum : 30.08.2017

life4books.de

„Er lässt meine Hand los und führt die Beamten über unsere vordere Veranda ins Haus. Und die Mauern meines so sorgsam aufgebauten zweiten Lebens stürzen einfach so ein.“ (S.46)

Helena Pelletier steht vor den Scherben ihres Lebens. Mühsam hat sie sich abgekapselt. Hat ihren Namen geändert. Sich eine Familienidylle mit ihrem Mann und zwei Töchtern aufgebaut und selbst ihnen nie DAS große Geheimnis verraten. Aus Schutz oder aus Angst? Fakt ist, dass ihr dies nichts genützt hat, da das Übel – ihr Vater – aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und alles mit einem Schlag ans Tageslicht kommt.

Plötzlich wird ihr klar, dass sie die Vergangenheit nicht einfach ausblenden kann. Sie muss sich ihr stellen. Jetzt, als erwachsene Frau, wo sie eine andere Sicht auf die Dinge hat, als als Kind. Sie kennt das Moor, wo sie jahrelang zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Vater gelebt hat, wie ihre Westentasche. Sie weiß, wie man jagt und Fährten liest. Wie man eins mit der Natur wird. Das kann die Polizei nicht und so bleibt nur ein Weg offen: Sie muss ihren Vater selbst suchen.

„Wenn irgendjemand meinen Vater fassen und ins Gefängnis zurückbringen kann, dann bin ich es. Niemand kann meinem Vater das Wasser reichen, wenn es darum geht, sich in der Wildnis zurechtzufinden, aber ich bin nahe dran. […] Ich weiß, wie er denkt. Was er tun wird. Wohin er gehen wird.“ (S.57)

Natürlich spricht sie ihre Pläne nicht offen aus, sondern nutzt einen passenden Moment aus, um zusammen mit ihrem Hund im Moor abzutauchen. Nach kurzer Zeit hat sie bereits einen ersten grausigen Hinweis entdeckt: Ein toter Polizist liegt am Waldesrand. Kurz und schmerzlos hingerichtet. Und dabei entdeckt sie etwas, was sie so nicht erwartet hat. Ein Zeichen. Ihr Vater weiß, dass sie ihm auf der Spur ist. Sieht er es als Spiel? So wie damals? Ab diesem Moment ist der Jagdtrieb in Helena vollstens erwacht.

Jetzt fragt man sich, warum macht sie das? Warum fügt sie sich dieses Leid zu? Sie weiß, dass doch zu was ihr Vater fähig ist! Ja, das weiß sie inzwischen, aber dennoch ist er ihr Vater. Ein Mann, den sie geliebt hat. Der ihr vieles beigebracht hat. Ein perfektes Vater Tochter Verhältnis. Dass er in Wirklichkeit ein Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hat und dass seine Strafen bei Missachtung von Aufgaben Folter und nicht normale Erziehungsmaßnahmen waren, wusste sie lange Zeit nicht. Und nun möchte sie damit abschließen.

„Die Leute scheinen das Foto als ein Sinnbild für den bösartigen Charakter meines Vaters zu sehen, den fotografischen Beweis dafür, dass er beabsichtigte, meine Mutter und mich lebenslang als Gefangene zu halten. Für mich markierten die Schuhe nur mein Wachstum, so, wie andere Leute ihre Kinder mit Kreide an einer Wand messen“ (S.69)

An dieser Stelle folgt ein entscheidender Hinweis meinerseits: Dieses Buch ist kein Psychothriller. Es ist die Geschichte einer Frau, die in der Wildnis aufgewachsen ist, die nicht wusste, dass dieses Leben DORT nicht normal ist. Für sie war ihr Vater, ein Mann zu dem sie erstaunt aufgeschaut hat und ihre Mutter eine stille, in sich gekehrte Frau. Es wird aus ihrer Sicht beschrieben, was sie erlebt hat. Wie sie gelebt hat und welche Auswirkungen das moderne 21.Jahrhundert letztlich auf sie hatte.

Im Hintergrund – quasi der Gegenwart – versucht sie nun ihren Vater aufzuspüren und mit ihrem Gewissen zu recht zu kommen. Schließlich liebt sie ihre neue Familie und möchte ihnen durch ihre Vergangenheit kein Leid zufügen. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschieht ständig. Es ist, als ob Helena vor einem sitzt und über alles berichtet. Dieser Stil sorgt natürlich für eine gewisse Spannung, da man wissen will, wie sie reagiert, wenn sie nach Jahren ihrem Vater wieder gegenübersteht.

Letztlich hat mich dieses Buch erstaunlich gut unterhalten. Dank ein paar Hinweisen vorab, wusste ich, dass ich keinen sauspannenden, nervenaufreibenden Thriller erwarten darf. Nur gegen Ende will man, dass die gute Helena nicht mehr so viel sinniert und endlich weiter ihren Vater sucht, denn die Spannung nimmt doch merklich zu und die häufigen Szenenwechsel bremsen den Fluss etwas aus.

Lesenswert, wenn man sich auf die Geschichte einer Gefangenen einlassen kann, die nun endlich alle Fesseln von sich lösen möchte. Dieser Weg ist sehr steinig und holprig, aber er wirkt authentisch und es macht Spaß ihr zu folgen.

Lebens- und Überlebensräume ...

Von: Diane Jordan Datum : 28.08.2017

https://booksofloveblog.wordpress.com/

Rezension Diane Jordan

Tja, mir fällt eine Menge zum Thema Moore ein, denn ich bin in einem Forsthaus aufgewachsen und damit ist eine große Affinität zur Natur vorhanden. Deshalb ist mir auch bekannt, dass die Gebiete dort sehr niederschlagsreich sind und auch eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Grins, „Die Moor Tochter“ ist deshalb auch freudig in meinen Lesehänden gelandet. Das Buch sieht, meines Erachtens, schon auf den ersten Blick vielversprechend aus. Das Cover ist geheimnisvoll, der Blick gleitet durch Schilfgräser, übers Wasser und zeigt eine einsame Hütte, mit rauchendem Schornstein. Das Ganze ist in farblich passenden Moor- und Wald-tönen gestaltet und findet bei mir großen Anklang. Genau so ist es dort, dass habe ich auf meinen zahlreichen Fotoexkursionen schon selbst erlebt. Fasziniert und voller Erwartung starte ich mit meinem Lesevergnügen und werde nicht enttäuscht. Der Einstieg in den Thriller ist gut, die Handlung und der Sprachstil gefallen mir außerordentlich. Ruckzuck entsteht das Gefühl, dass mich so gerne Krimis und Psycho-Thriller lesen lässt. GÄNSEHAUT, die Hääärchen stellen sich sacht auf, ich wage kaum zu atmen und genieße dieses Gefühl, nicht aber ohne schnell weiter zu lesen, denn ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie es weitergeht. Habe ich mit meinen Vermutungen recht? Kombiniere und recherchiere ich richtig? Aber auch die Kälte und Nässe des Moors/ Sumpf fühle ich deutlich, die hat die Autorin gekonnt beschrieben und so springt mein Kopfkino an und ich bin mitten im Geschehen. Dramatik und Verzweiflung pur. Was kann ein Mensch alles aushalten. Was gibt es nur für „böse“ Menschen. Und wird zum Schluss alles gut? Die Protagonistin Helena tut mir leid und erinnert mich auch an einige „wirkliche“ Kriminalfälle. Entführte Kinder die heranwuchsen und von ihren Peinigern wiederum Kinder bekamen. Die Abgeschiedenheit der Hütte, keine weiteren sozialen Kontakte, nur die „Eltern“, was für ein Leben. Verstörend und unheimlich mit viel Liebe zum Detail beschrieben, schafft es die Autorin den Leser in den Bann zu ziehen. Gleichzeitig hatte ich als Leser tiefes Mitgefühl für diese armen Kreaturen im Sumpf. Die ganze bedrückende Atmosphäre konnte ich mir gut vorstellen, ebenso die Angst vor dem scheinbaren Vater, der über Leichen geht und nun die Tochter im Visier hat. Ich empfehle euch das Buch bei Tageslicht zu lesen, denn sonst könnte euch jedes Knacken zusätzlich beunruhigen. Viel Spass J bei der Lektüre!

Inhalt:

Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen …

Die Autorin:

Karen Dionne hat in jungen Jahren mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein alternatives Leben in einer Hütte auf der Upper Peninsula geführt. Ihre damaligen Erfahrungen in der Wildnis hat sie nun in ihren außergewöhnlichen Psychothriller „Die Moortochter“ eingebracht. Heute lebt Karen Dionne mit ihrem Mann in einem Vorort von Detroit, wo sie an ihrem nächsten Psychothriller schreibt.

Fazit: 5*****Sterne für diesen großartigen Thriller, den ich mir auch gut auf der großen Leinwand im Kino vorstellen könnte.

„Die Moor Tochter “ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das broschierte Buch hat 384 Seiten und kostet 12,99 Euro.

Die Moortochter

Von: book_love_01 Datum : 26.08.2017

mariasbooklove.blogspot.de

Autor: Karen Dionne
Verlag: Goldmann
Seiten: 381
Preis: 19,99€
Klappentext: Helena Pelletier lebt in Michigan auf der einsamen Upper Peninsula. Sie ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin – Fähigkeiten, die sie als Kind von ihrem Vater gelernt hat, als sie in einer Blockhütte mitten im Moor lebten. Für Helena war ihr Vater immer ein Held – bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste, dass er in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter entführt hatte. Helena hatte daraufhin für seine Festnahme gesorgt, und seit Jahren sitzt er nun im Hochsicherheitsgefängnis. Doch als Helena eines Tages in den Nachrichten hört, dass ein Gefangener von dort entkommen ist, weiß sie sofort, dass es ihr Vater ist und dass er sich im Moor versteckt. Nur Helena hat die Fähigkeiten, ihn aufzuspüren. Es wird eine brutale Jagd, denn er hat noch eine Rechnung mit ihr offen ...

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es wirkt einfach so düster und geheimnissvoll, wie die Geschichte selbst.
Geschrieben ist das Buch sehr flüssig und detailliert, so taucht man sehr schnell in die Geschichte ein. Besonders gut, fand ich die vielen Rückbleneden aus Helenas Kindheit im Moor. Diese helfen sehr beim Verständniss der Story.
Den Inhalt des Buches finde ich echt toll und außergewöhnlich, da ich so einen Verlauf noch nie gelesen habe. Nur das Ende wurde, meiner Meinung nach, zu schnell abgehandelt.
Insgesamt ist das Buch aber sehr spannend und ich kann es nur weiterempfehlen.
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"Manajiwin", flüstert er mir ins Ohr.
Respekt.

...der etwas andere Psychothriller

Von: Lesebegeisterte Datum : 23.08.2017

www.thalia.at/shop/home/rezensent/?rezensent=29879

Helena ist eine sehr gute Fährtenleserin und Jägerin. Von ihrem Vater hat sie dies in ihrer Kindheit gelernt. Doch Helenas Vater ist ein gefährlicher Psychopath und sitzt zurzeit in einem Hochsicherheitsgefängnis. Als er ausbricht muss sich Helena ihrer Vergangenheit stellen. Ein Psychothriller der etwas anderen Art. Sehr spannender Schreibstil.

Ein Thriller der anderen Art

Von: bookworld_online Datum : 21.08.2017

https://bookpageweb.wordpress.com

Inhalt:

Helena Pelletier lebt auf der Upper Peninsula in Michigan. Ihr Vater war für Helena immer ein Held bis sie vor 15 Jahren erfuhr, dass er ihre Mutter entführt hatte. Als ihre Mutter entführt wurde war sie gerade einmal im Teenie-Alter. Mit 16 wurde sie von ihrem Entführer schwanger. Die Familie lebte lange nach den Regeln des Vaters in einer Blockhütte im Moor der Upper Peninsula. Nachdem Helena all das herausfand sorgte sie (als Teenie) dafür, dass ihr psychopathischer und nazistischer Vater ins Gefängnis, sie und ihre Mutter frei kamen.

Helena gründete eine glückliche Familie und ist zweifache Mutter. Doch eines Tages ist plötzlich alles anders. Aus dem Hochsicherheitsgefängnis ist ein Häftling entflohen. Helena weiß sofort, dass es ihr Vater ist. Er hat noch einen Rechnung mit ihr offen. Die Familienidylle ist in Gefahr.

Der Flüchtige versteckt sich in „seinem“ Mohr. Nur Helena hat die Fähigkeiten ihn in diesem Gebiet ausfindig zu machen. Eine brutale Jagd beginnt. Helena will ihre Familie beschützen, ihr Vater sie dafür bestrafen, dass sie sein „Familienglück“ zerstört hat.

Meine Meinung:

„Die Moortochter“ scheint auf den ersten Blick ein gewöhnlicher Thriller zu sein. Doch das Buch ist viel mehr! Die spezielle Umgebung, das Moor, macht die Geschichte zu etwas ganz besonderem. Durch das Moor hat Helena einiges gelernt, was sie auf der Jagd nach ihrem Vater sehr gut gebrauchen kann. Mit dem Moor steht und fällt das ganze Buch.
Die Schilderungen über Flora und Fauna in der Natur sind zu Beginn sehr interessant und tragen zur Atmosphäre bei, aber zum Ende hin sind es in Summe doch geringfügig zu viele. Das Buch spielt eben in seiner Welt und diese ist komplett verschieden von unserer. Deshalb denke ich, dass die Schilderungen über diese Welt doch vonnöten sind.

Das gesamte Geschehen wird aus der Perspektive Helenas erzählt. Das lässt tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt zu. Die Rückblenden in ihre Vergangenheit, in eine Zeit in der sie ihren Vater noch vergötterte, nehmen einen großen, wenn nicht sogar den größten, Teil des Buches ein. Die gesamte Geschichte ist irgendwie spannend und interessant. Man will immer weiter lesen! Aber zum richtigen Thriller wird das Buch erst im letzten Drittel. Der Showdown könnte auch aus einem Hollywood-(Superhelden)film stammen. Wer aber einen Thriller mit Action erwartet hat, der lag weit daneben. Trotzdem hat das Buch seinen Charme!

Einzig störend fand ich die Einwürfe des Märchens „Die Tochter des Moorkönigs“ von Hans-Christian Andersen. Für mich haben sie nur wenig bis gar nichts mit der Handlung zu tun und waren etwas unnötig, weshalb ich sie irgendwann nicht mehr gelesen habe.
4 von 5 Sternen

SternenEin tolles, sehr atmosphärisches Buch über eine schwierige Tochter-Vater-Konstellation mit einem außergewöhnlichen Setting.

Von: Bettys Welt Datum : 17.08.2017

https://bettysweltblog.wordpress.com/

Helena erfährt überraschend aus dem Autoradio, dass ihr Vater aus dem Gefängnis geflüchtete ist und dabei zwei Wächter getötet hat.
Helenas Mutter wurde mit sechzehn von ihm ins einsame Moor entführt, zwei Jahre später kam dann Helena auf die Welt. Erst fünfzehn Jahre später wurden sie befreit und weitere zwei Jahre später ihr Vater dann endlich verhaftet und verurteilt. Wohin ist er nun unterwegs? Wird die Polizei den Survivalspezialisten im vertrauten Moor stellen können?
Erst jetzt erfährt ihr Mann von der Polizei ihre wahre Geschichte. Er kannte Helena nur mit ihrer neuen Identität. Als er für einige Tage das Suchgebiet verlassen will um mit den beiden kleinen Töchtern zu seinen Eltern zu fahren, bleibt sie zurück. Nur sie wird ihren Vater stellen können, denn sie hat alles von ihm gelernt.

Das Buch startet gleich sehr spannend. Dank der intensiven Beschreibungen kann man dass alles aus Helenas Augen erleben.

Durch wiederkehrenden Rückblicke erfährt man nach und nach viel über Helenas Zeit im Moor. Wie sie zur perfekten Jägerin, Anglerin und Fährtenleserin wurde. Man erfährt über ihre zwiespältigen Gefühle. Zum einen liebt sie ihren Vater, denn als Kind wusste sie nichts über sein Verbrechen gegenüber ihrer Mutter. Ihr war nie bewusst, was an ihrer kleinen Familie nicht stimmte, obwohl auch sie zum Teil Grausamkeiten ertragen musste, aber sie kannte es ja nicht anders. Zum anderen sind da natürlich der Hass und die Rachegedanken, seit ihr seine Verbrechen bewusst wurden und sie in den letzten Tagen im Moor entsetzliche Verbrechen und Taten erleben musste. Ihr Leben im Moor hat sie nicht auf ein Leben in der Zivilisation vorbereiten können. Sie hatte nach ihrer Rettung keine Ahnung von den gängigen Regeln und Grenzen des Zusammenlebens. Sie musste sich erst mühsam und mit schmerzhaften Erfahrungen in dieses neue Leben einfinden.

Dann beginnt die Jagd nach ihrem Vater. Sie ist fest entschlossen ihn endgültig zu stellen. Immer wieder wechselt die Rolle von Jäger und Gejagtem. Zum Schluss kommt es zu einem heftigen, fesselnden Showdown in der Wildnis.

Es gibt ja schon sehr viele unterschiedliche Rezensionen zu dem Buch „Die Moortochter“ von Karen Dionne. Oft wird in Frage gestellt, ob es sich um einen Psychothriller handelt. Oft wurden die Erwartungen wohl enttäuscht. Das ist bei mir gar nicht der Fall. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Man folgt ganz gespannt Helenas naturnahen Erzählungen über die Kindheit im Moor. Sehr schön ergänzend sind immer mal wieder am Kapitelanfang Teile des Märchens „Die Tochter des Moorkönigs“ von Hans Christian Andersen eingefügt.

Es gelingt der Autorin Karen Dionne sehr gut die Lebensbedingungen der Upper Peninsula einzufangen. Mit den eindringlichen und detailreichen Beschreibungen der Menschenleere und Wildheit konnte sie mich gefangen nehmen. Nur im letzten Drittel war mir der Fokus zu stark auf den Rückblicken, das hätte etwas kürzer oder ausgewogener gefasst werden können.

Fazit: Vielleicht kein Psychothriller, aber ein tolles sehr atmosphärisches Buch über eine schwierige Tochter-Vater-Konstellation mit einem außergewöhnlichen Setting.

4,5 von 5 Punkten

Ein Leben im Moor

Von: Miss Norge aus Rabenau Datum : 08.08.2017

www.missnorge.de

Ein Psycho-Thriller, der mir eigentlich fast schon eher wie ein Abenteuerroman daherkommt, was aber den Inhalt nicht schmälern soll.
Der dem Buch beiliegende Brief den die Autorin verfasst hat, lässt erahnen, warum sie das Leben in der Natur so genau, ausführlich und detailliert beschreiben kann. Sie hat mit ihrem Mann und ihrer Tochter freiwillig ein Leben in Einheit mit der Natur gelebt. Ohne fließend Wasser und ohne Strom. Die Beschreibungen lassen erahnen, das nicht immer alles sehr einfach war, aber anscheinend war die kleine Familie Dionne sehr glücklich und das zählt.
Leider hat der Hauptcharakter, Helena Pelletier, dieses wilde Leben nicht so richtig genießen können. Sie und ihre Mutter werden vom Vater Jacob im Moor gefangen gehalten und müssen dort mit dem Überleben kämpfen. Bei den eindringlichen Beschreibungen hat man fast den Duft des Moores in der Nase, hört die wilden Tiere durch das Unterholz streifen, nachts knacken Äste und die Bäume stöhnen im Wind. Diese Atmosphäre macht das Buch einzigartig. Mir hat es sehr gut gefallen, mal eine ganz andere Örtlichkeit die im Mittelpunkt steht.
Neben den ausführlichen Rückblicken in die Kindheit und Jugend von Helena im Moor, treibt die Suche nach ihrem Vater die Story voran. Nachdem ihr Vater aus dem Gefangenentransport entkommen konnte ahnt Helena das er versuchen wird, ihr auf die Spur zu kommen. Beide können Fährtenlesen wie kein Anderer und die Jagd beginnt. Diese Abschnitte haben mir, im Bezug Spannung gut gefallen, nur leider waren sie oftmals zu kurz und die aktuelle Situation ging wieder in einen der vielen Rückblicke über. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen.

Fazit
Eine Geschichte die durch die ungewöhnlichen Örtlichkeiten besticht und durch die eindringlichen Beschreibungen jagte man durch das Moor und merkt dabei erst einmal wieder, wie die Natur den Menschen beherrschen kann.

Das Grauen lauert im Moor

Von: leben-lieben-lesen.blogspot.de Datum : 07.08.2017

leben-lieben-lesen.blogspot.de/

Die amerikanische Schriftstellerin Karen Dionne nimmt uns in ihrem Psychothriller an einen sehr ungewöhnlichen Ort mit - Schauplatz ist die einsame Moorlandschaft der Upper Peninsula in Michigan.
Dort lebt Helena mit ihrer Familie. Ebenso ungewöhnlich wie die Umgebung ist auch das Leben, das sie führt: Während andere Mädchen mit Puppen spielen, freut sich die Kleine unsäglich über ein Bowie-Messer zu ihrem 5. Geburtstag, erlegt mit ihrem Vater eine trächtige Hirschkuh und lernt Fährten zu lesen. Sie vergöttert den Vater, der sie in sämtliche Geheimnisse der Natur einweist; mit der Mutter, die in der kargen Wildnis ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt den Haushalt versorgt, hat sie hingegen wenig gemein. Ginge es nach Helena, würde das harte Leben nach den Regeln der Natur weiterlaufen, doch als Teenager muss sie erkennen, dass ihr Vater ein gefährlicher Psychopath ist, der ihre Mutter als junges Mädchen verschleppt hat. Nach harten inneren Kämpfen flüchtet sie mit der Mutter und bringt den Vater ins Gefängnis.
Doch das "normale" Leben in der Zivilisation ist nichts für Helena. Als Erwachsene kehrt sie ins Moor zurück und lebt dort glücklich mit Mann und Kindern - bis Jacob Holbrook aus dem Hochsicherheitstrakt ausbricht. Helena weiß, dass ihr Vater auf der Suche nach ihr ist und die letzte Begegnung der Beiden herbeiführen, die ganatiert keine Versöhnung sein wird...

"Die Moortochter" lebt von der einzigartigen Atmosphäre des Moores, die Karen Dionne faszinierend zu beschreiben versteht. Kein Wunder, denn als junge Frau verbrachte sie selbst mit dem Wunsch nach einem Leben im Einklang mit der Natur gemeinsam mit Mann und Baby einige Zeit in der Einsamkeit der Upper Peninsula. Dieses ganz spezielle Lebensgefühl zu vermitteln war der Antrieb für ihren neuen Psychothriller, der nicht nur durch das außerordentliche Ambiente spannend und originell ist; durch einen stetigen Wechsel der Zeitebenen wird der Leser tief in das Leben Helena Pelletiers hineingesogen und kann ihre Gedanken und Emotionen teilen. Eine weitere, fast schon spirituelle Dimension vermitteln die eingestreuten Passagen aus Hanns Christian Andersens Märchen "Die Tochter des Moorkönigs". Während ich diese anfänglich eher beiläufig gelesen habe, sorgen diese Zeilen mit Fortschreiten der Handlung für zusätzliche Dynamik und legen clever neue Fährten. Ein außergewöhnlich kunstfertig aufgebauter Thriller, den ich gerne noch ein zweites Mal lesen werde. Mit Freuden vergebe ich 5 Sterne für "Die Moortochter".

Spitzenklasse!

Von: Anjas Buchstunden aus Bautzen Datum : 06.08.2017

https://anjas-buchstunden.blogspot.de/2017/08/psychothriller-karen-dionne-die.html

Von diesem Buch habe ich so viel positives gehört, da musste ich es einfach lesen und ich wurde auf keiner einzigen Seite enttäuscht.

Der Einstieg in das Buch gelang spielend leicht, Helena beginnt ihre Geschichte zu erzählen und mir war, als würde ich sie schon Jahre kennen, sie kommt sofort absolut realistisch, authentisch und total sympathisch rüber. Die Autorin schreibt sehr wortgewandt und schafft es wunderbar, Bilder im Kopf zum Leben zu erwecken, denn zwischendurch war mir sogar, als wäre ich selbst mitten im Moor und in der Wildnis.

Helena ist so mutig und wissbegierig, sowohl früher als auch heute und es war eine wahre Freude über diese Frau zu lesen und auch wenn am Anfang noch gar nicht so viel passiert, so schafft Karen Dionne es trotzdem, einem auf jeder Seite den Atem zu rauben, weil einfach alles, was Helena erzählt, unheimlich spannend, mitreißend und vor allem unheimlich  interessant ist.   

Im Buch erzählt Helena ihre Geschichte, wie sie als Kind im Moor aufgewachsen ist und was sie alles erlebt und erlernt hat, was ich unheimlich faszinierend fand. Die andere Sichtweise erzählt von der Gegenwart und wie Helenas Vater seine Tochter einfach nicht zur Ruhe kommen lässt und Helena erneut auf die Jagd muss...mehr möchte ich hier nicht verraten, denn ich möchte niemandem das Lesevergnügen nehmen. 

Ich lese eigentlich kein Buch in zweites Mal, dieses hier werde ich aber definitiv noch einmal lesen! Nervenkitzel, Bewunderung, Respekt und unheimlich viel Spannung auf jeder einzelnen Seite, in mir wurden so viele Gefühle geweckt! Endlich mal ein Thriller, wie es ihn einfach noch nicht gibt, mal etwas komplett anderes, was mich einfach nur begeistert hat! Eine ganz dicke Leseempfehlung von mir!

Spitzenklasse!

Von: Anjas Buchstunden aus Bautzen Datum : 06.08.2017

https://anjas-buchstunden.blogspot.de/2017/08/psychothriller-karen-dionne-die.html

Von diesem Buch habe ich so viel positives gehört, da musste ich es einfach lesen und ich wurde auf keiner einzigen Seite enttäuscht.

Der Einstieg in das Buch gelang spielend leicht, Helena beginnt ihre Geschichte zu erzählen und mir war, als würde ich sie schon Jahre kennen, sie kommt sofort absolut realistisch, authentisch und total sympathisch rüber. Die Autorin schreibt sehr wortgewandt und schafft es wunderbar, Bilder im Kopf zum Leben zu erwecken, denn zwischendurch war mir sogar, als wäre ich selbst mitten im Moor und in der Wildnis.

Helena ist so mutig und wissbegierig, sowohl früher als auch heute und es war eine wahre Freude über diese Frau zu lesen und auch wenn am Anfang noch gar nicht so viel passiert, so schafft Karen Dionne es trotzdem, einem auf jeder Seite den Atem zu rauben, weil einfach alles, was Helena erzählt, unheimlich spannend, mitreißend und vor allem unheimlich  interessant ist.   

Im Buch erzählt Helena ihre Geschichte, wie sie als Kind im Moor aufgewachsen ist und was sie alles erlebt und erlernt hat, was ich unheimlich faszinierend fand. Die andere Sichtweise erzählt von der Gegenwart und wie Helenas Vater seine Tochter einfach nicht zur Ruhe kommen lässt und Helena erneut auf die Jagd muss...mehr möchte ich hier nicht verraten, denn ich möchte niemandem das Lesevergnügen nehmen. 

Ich lese eigentlich kein Buch in zweites Mal, dieses hier werde ich aber definitiv noch einmal lesen! Nervenkitzel, Bewunderung, Respekt und unheimlich viel Spannung auf jeder einzelnen Seite, in mir wurden so viele Gefühle geweckt! Endlich mal ein Thriller, wie es ihn einfach noch nicht gibt, mal etwas komplett anderes, was mich einfach nur begeistert hat! Eine ganz dicke Leseempfehlung von mir!

Spitzenklasse!

Von: Anjas Buchstunden Datum : 06.08.2017

anjas-buchstunden.blogspot.de

Von diesem Buch habe ich so viel positives gehört, da musste ich es einfach lesen und ich wurde auf keiner einzigen Seite enttäuscht.

Der Einstieg in das Buch gelang spielend leicht, Helena beginnt ihre Geschichte zu erzählen und mir war, als würde ich sie schon Jahre kennen, sie kommt sofort absolut realistisch, authentisch und total sympathisch rüber. Die Autorin schreibt sehr wortgewandt und schafft es wunderbar, Bilder im Kopf zum Leben zu erwecken, denn zwischendurch war mir sogar, als wäre ich selbst mitten im Moor und in der Wildnis.

Helena ist so mutig und wissbegierig, sowohl früher als auch heute und es war eine wahre Freude über diese Frau zu lesen und auch wenn am Anfang noch gar nicht so viel passiert, so schafft Karen Dionne es trotzdem, einem auf jeder Seite den Atem zu rauben, weil einfach alles, was Helena erzählt, unheimlich spannend, mitreißend und vor allem unheimlich  interessant ist.   

Im Buch erzählt Helena ihre Geschichte, wie sie als Kind im Moor aufgewachsen ist und was sie alles erlebt und erlernt hat, was ich unheimlich faszinierend fand. Die andere Sichtweise erzählt von der Gegenwart und wie Helenas Vater seine Tochter einfach nicht zur Ruhe kommen lässt und Helena erneut auf die Jagd muss...mehr möchte ich hier nicht verraten, denn ich möchte niemandem das Lesevergnügen nehmen. 

Ich lese eigentlich kein Buch in zweites Mal, dieses hier werde ich aber definitiv noch einmal lesen! Nervenkitzel, Bewunderung, Respekt und unheimlich viel Spannung auf jeder einzelnen Seite, in mir wurden so viele Gefühle geweckt! Endlich mal ein Thriller, wie es ihn einfach noch nicht gibt, mal etwas komplett anderes, was mich einfach nur begeistert hat! Eine ganz dicke Leseempfehlung von mir!

Psychothriller mit Naturratgeber.

Von: Dunkles Kapitel Datum : 03.08.2017

dunkleskapitel.com

Helena ist ein besonderes Kind. Sie spielt nicht mit Puppen, mit Autos oder lackiert sich ihre Nägel. Helena wächst in einer Hütte mitten im Moor auf. Ihr Vater lehrt ihr die wichtigen Dinge um hier in der Natur zu überleben. Helena ist schon mit jungen Jahren eine hervorragende Fährtenleserin und Jägerin geworden, während ihre junge Mutter für den Haushalt zuständig war. Dass ihre Mutter jedoch nie freiwillig hierhergekommen ist, behält sie zunächst für sich, denn Helena ähnelt ihrem Vater zu sehr. Doch nach 15 Jahren der Einsamkeit und ohne Elektrizität tastet sich Helena immer mehr in Richtung Freiheit um mehr zu erleben. Das kommt ihrer Mutter nur zurecht, denn ihr Vater fängt an seine Fassade bröckeln zu lassen und nur knapp können die beiden fliehen. Doch der Albtraum ist nicht zu Ende, nach Jahren der Sicherheit, entflieht ihr Vater aus dem Gefängnis und begibt sich auf die Suche nach ihr.



Das Cover fand ich sehr ansprechend, sodass ich es nicht erwarten konnte, das Buch zu lesen. Schon zu Beginn baute sich eine gewisse Spannung in mir auf und schnell lebte ich mich in die Geschichte ein. Die Protagonistin Helena wird als sehr starker Charakter beschrieben. Ein Mädchen, welches die Stärke seines verbrecherischen Vaters geerbt hab und sich hier grundsätzlich von ihrer Mutter unterscheidet. Die Geschichte enthält detailgetreue und durchdachte Charaktere, welche es dem Leser auch leichter machen, in die Geschichte einzutauchen. Ich bin ja ein Fan von detailgetreuen Beschreibungen, da es mir damit leichter fällt, mir Orte und Ereignisse bildlich vorstellen zu können. Dies schaffte die Autorin durchaus. Was mir an einigen Kapiteln nicht so zusagte, waren die für mich, zu vielen Infos rund ums Thema Wald. Wenn es wen mehr interessiert als mich, dann ist es ja wieder ein positiver Punkt (also jedem das seine). Zur Hälfte des Buches ließ bei mir die Spannung ein wenig nach und bekam eine kleine Leseflaute, die jedoch Kapitel für Kapitel wieder verschwand. Zum letzten Drittel hin gab die Autorin noch einmal alles und schon schaffte ich es nicht mehr das Buch beiseite zu legen. Das Ende hat mich dann doch noch umgehauen und ich war noch positiv überrascht.

Psychothriller mit Naturratgeber.



Titel: Die Moortochter

Autor: Karen Dionne

Verlag: Goldmann

Genre: Psychothriller

Seitenanzahl: 380 Seiten

Preis: 13,40€

ISBN: 978-3-442-20535-6

Spannung pur, nervenkitzel von der ersten bis zur letzten Seite

Von: Anni Silber Datum : 01.08.2017

https://www.youtube.com/channel/UCDodxknk71lPkhjArHjilEg

Worum geht es? Helena Pelletier ist eine ausgezeichnete Fährtenleserin und Jägerin. Diese Fähigkeiten hat ihr Vater sie gelehrt. Als Kind hat sie ihren Vater über alles geliebt, doch im Laufe der Jahre hat sich ihre Beziehung zueinander grundlegend geändert als ihr Vater sein wahres Gesicht zeigte. Er hat Helenas Mutter entführt und festgehalten was seine psychopatische Seite hervorbrachte. Daraufhin hat Helena für seine Festnahme gesorgt Jahrelang hat sie nichts mehr von ihrem Vater mehr gehört und hat selber eine Familie gegründet, doch als sie eines Tages in den Nachrichten hört dass ihr Vater aus dem Hochsicherheitsgefängnis entkommen ist kommt ihre Vergangenheit wieder in ihr hoch. Sie vermutet das sich ihr Vater im Moor versteckt und jagt auf sie macht. Und Helena scheint die einzige Hoffnung in diesem Fall, denn sie ist die einzige die ihn aufspüren kann…

Meine Meinung: Die Geschichte war wirklich mal etwas ganz anderes und wirklich spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Ich habe von Anfang an mitgefiebert und je weiter ich kam, desto spannender wurde die Geschichte. Außerdem haben wir hier in diesem Buch einen Wechsel zwischen der Vergangenheit und Gegenwart was die Story noch echter erscheinen lässt. An einigen Stellen hatte ich wirklich Gänsehaut und habe das Buch grade zu verschlungen.

Als Bewertung habe ich dem Buch volle 5 von 5 Sterne gegeben und es ist wirklich ein absoluter Buchtipp und eins der besten Bücher die ich in diesem Jahr gelesen habe.

Spannend bis zum Schluss

Von: Himmelsblume Datum : 01.08.2017

himmelsblume.com/

Karen, die selber Jahrelange mit ihrem Mann und Kind in einer Hütte mitten im Wald gelebt hatte, hätte die Geschichte nicht besser schreiben können. Durch die Erfahrungen, die sie in der Wildnis Sammeln konnte, hatte sie die idealen Voraussetzungen, in die Story sehr lebendig wirken lassen. Schon vom ersten Moment an, bescherte mir das Buch Gänsehaut und ich vertiefte mich immer mehr in die Geschichte.



Das Buch besteht hauptsächlich aus Rückblenden und man erfährt nur langsam, über das Leben von Helena und warum sie ihren Vater verfolgt. Nun besteht das Büchlein nicht komplett aus Verfolgung und der Jüngeren Helena, sondern auch über das Leben als Einsiedlerdasein in der Wildnis. Durch Helenas Geschichte, sehen wir die Natur mit anderen Augen. Kommen Tiere so nah, wie wir es nur in unseren Träumen wünschen. Aber auch, wie wir sie jagen und ums Überleben kämpfen. Zwischen ruhigen Minuten mit Helena und der Natur, werden wir von grausamen Taten wachgerüttelt. Helena erinnert sich an die grausamen Taten, die ihr als Kind widerfahren sind. An das Verhalten des Vaters, einen sehr nazistischen/ brutalen Menschen, der über Helena und ihre Mutter zu bestimmen vermag.



Nun ist er aus dem Hochsicherheitsgefängnis geflohen und Helena will diesen Mann, den sie nicht wagt Vater zu nennen finden. Doch wird sie es schaffen? Schließlich lebte er sein ganzes Leben in der Wildnis und kennt sie besser, als kein anderer. Doch Helena will ihn nicht entkommen lassen, schon einmal hat sie es geschafft ihn ins Gefängnis zu bringen, damit ihre Mutter und sie endlich frei sind. Und sie weiß, das ihr Vater sich an ihnen Rächen will, doch muss Helena aufpassen und schneller sein als er, damit er ihrer Familie nicht zu nah kommt.

Das Buch ist sicherlich nichts für schwache nerven und widerspiegelt einen brutalen und psychopathischen Vater. Ein Mann, der ein kleines Mädchen in den Wald verschleppt, dort komplett von der Außenwelt abschottet, sie schlägt, vergewaltigt und dennoch, war dieser Mensch zu Kindheitstagen ein Held für Helena. Erst als sie älter wird, erkannte sie, was ihr Vater ihr eigentlich antut und ….

Nun, ich könnte noch Stunden weiter schreiben, aber sollte wohl an dieser Stelle aufhören. Einfach, weil jeder selber das Buch lesen sollte, der auf Psychothriller steht. Ich für meine Verhältnisse, fand das Buch unglaublich spannend und beängstigend zugleich. Hab es auch nicht an einem Stück lesen können, auch wenn mir das Weglegen oftmals schwer fiel. Dennoch nimmt es einen schon sehr mit und bringt einem durchaus zum Nachdenken.

Super Buch !

Von: nadine Datum : 31.07.2017

https://www.instagram.com/buecher_und_ich/

Inhalt: Helena Pelletier lebt in Michigan.
Sie lernte von ihrem Vater Jagen, denn sie lebten in einer Blockhütte mitten im Moor. Für Helena War ihr Vater immer ein Held-bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren musste das ihr Vater in Wahrheit ein gefährlicher Psychopath War der ihre Mutter entführt hatte.


Ich fanden das Buch einfach super !
Ich hatte noch nie eine "Geschichte" in dieser Art gelesen.
Das Buch War sehr spannend und da alles genau beschrieben wurde konnte ich mich sehr gut in die Personen hinein versetzen und es mir gut vorstellen.
Der Autorin ist der Wechsel zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart sehr gut gelungen.

Was ich an dem Buch nicht so toll fand War, das Helena im Buch nicht wirklich Angst vor ihrem Vater hatte. Zumindest wurde es nicht klar ausgedrückt.


Fazit: Ich kann das Buch nur weiterempfehlen da es total spannend War und ich das Buch nicht weg legen konnte.,Inhalt: Helena Pelletier lebt in Michigan.
Sie lernte von ihrem Vater das Jagen,denn
Sie lebten in einer Blockhütte mitten im
Moor. Für Helena War ihr Vater immer ein
Held- bis sie vor fünfzehn Jahren erfahren
musste, dass er in Wahrheit ein
gefährlicher Psychopath ist, der ihre
Mutter entführt hatte.....



Ich fand das Buch super !
Das Buch hat mich von Anfang an gepackt, ich konnte das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen .
So eine "Geschichte" hatte ich in dieser Form noch nie gelesen !
Ich fand den Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit super ! Durch die vielen Details konnte ich mir alles gut vorstellen.
Was ich weniger toll fand War, das Helena es aus ihrer Sicht alles nicht so schlimm fande. Zumindest wurde es in meinen Augen nicht gut genug dargestellt.

Fazit: Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, da ich es total spannend fande und es mich von Anfang an gepackt hat.

Ein packendes Familiendrama vor beeindruckender Naturkulisse

Von: Büchermonster Datum : 24.07.2017

www.buecher-monster.de

Es ist – unabhängig vom Genre eines Buches – immer von Vorteil, wenn Autoren genau wissen, worüber sie schreiben und es gibt viele Schriftsteller, die ihre persönlichen Erfahrungen oder Kenntnisse in ihren Romanen verarbeitetet haben – man denke zum Beispiel an schreibende Rechtsmediziner, die etwa von ihren schlimmsten Fällen in blutigen Thrillern erzählen. Auch der Autorin Karen Dionne kommen bei ihrem Buch „Die Moortochter“ ihre eigenen Erfahrungen zugute und diese sind wirklich außergewöhnlich: Dionne hat als junge Frau viele Jahre mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter ein alternatives Leben in einer abgeschiedenen Hütte auf der Upper Peninsula, der Oberen Halbinsel des US-Bundesstaates von Michigan, geführt. Dieses gewaltige Gebiet an der Grenze zu Kanada nimmt fast ein Drittel der Landfläche Michigans ein, stellt aber nur drei Prozent der Gesamtbevölkerung des Staates – dementsprechend einsam ist das Leben im hohen Norden der USA und somit der perfekte Lebensraum für Aussteiger wie eben die junge Karen Dionne.

Aufgewachsen in der Wildnis – als Tochter eines Psychopathen

Mittlerweile hat die Autorin das Leben im Wald hinter sich und lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Detroit, man muss aber nur den Klappentext von „Die Moortochter“ lesen um deutliche Parallelen zum Leben der Verfasserin zu erkennen – zumindest was das Setting betrifft. Hauptfigur des Buches ist Helena Pelletier, die mit ihrem Mann und zwei kleinen Töchtern ebenfalls auf der Upper Peninsula lebt und sich neben ihrer Rolle als Mutter ein kleines, aber durchaus florierendes Geschäft mit Marmeladen und Gelees aus heimischen Früchten und Pflanzen aufgebaut hat. Helena kennt die Wildnis vor ihrer Haustür wie die eigene Westentasche, was sie vor allem ihrer außergewöhnlichen Kindheit zu verdanken hat, als sie mit ihrem Eltern in einer einfachen Blockhütte mitten im Moor aufwuchs und jeden Tag in den Wäldern verbrachte, wo ihr Vater ihr das Jagen, das Fährtenlesen und das Überleben in der freien Natur beibrachte. Was Helena damals aber nicht wusste: ihr Vater war die ganze Zeit über ein gefährlicher Psychopath, der ihre Mutter als junges Mädchen entführt und vergewaltigt und sie zu einem Leben in der Wildnis gezwungen hatte – davon erfuhr Helena aber erst, als sie selbst bereits im Teenageralter war. Fünfzehn Jahre nach ihrer Befreiung hat Helena ihre Vergangenheit scheinbar hinter sich gelassen, doch als sie in den Nachrichten erfährt, dass ihr Vater aus dem Hochsicherheitsgefängnis, in dem er seit Jahren für seine Verbrechen eingesessen hatte, entkommen ist, weiß sie sofort, dass ihre Kindheit sie nun mit voller Wucht wieder eingeholt hat – denn auch wenn die Polizei davon überzeugt ist, dass Jacob Holbrook sich schnellstmöglich ins Ausland absetzten will, so ist Helena davon überzeugt, dass ihr Vater zunächst ein ganz anderes Ziel hat: seine Tochter.

Eine beeindruckende Naturkulisse im Norden Michigans

„Die Moortochter“ kommt mit dem Aufdruck „Psychothriller“ daher und auch die Beschreibung lässt einen packenden Survival-Thriller vermuten, doch dieser Eindruck täuscht ein wenig. Karen Dionnes Roman besteht gefühlt zu mindestens 80% aus Rückblenden und erzählt hauptsächlich von Helena Pelletiers Kindheit im Moor, dagegen nimmt die Gegenwarts-Handlung nach dem Gefängnisausbruch ihres Vaters nur einen Bruchteil des Buches ein. Trotzdem ist „Die Moortochter“ ab der ersten Seite an packend, was vor allem an zwei Faktoren liegt. Der erste große Trumpf des Romans ist das Setting, welches Karen Dionne ihren Lesern mit einer unglaublichen Intensität nahebringt. Die Autorin schildert detailliert die Flora und Fauna der Upper Peninsula und vermittelt viele interessante Fakten über diese außergewöhnliche Naturkulisse, sodass man sich die Landschaft in jedem Augenblick bildlich vorstellen kann und sich fast selbst so fühlt, als würde man an der Seite der Protagonistin durch die Wälder streifen, Fährten lesen, Bären jagen oder durch eiskalten Schnee stapfen. Es mag vielleicht nicht jeder Leser unbedingt wissen wollen, aus welchen Früchten man am besten Gelee herstellen kann oder wie man am saubersten ein Reh ausweidet, wer aber nur ein wenig Begeisterung für die Natur im Allgemeinen und die nordamerikanische Wildnis im Speziellen aufbringen kann, der dürfte sich in vielen Momenten bei der Lektüre vorkommen wie im Abenteuerurlaub.

Fürsorglicher Vater oder grausamer Psychopath?

Die zweite große Stärke des Buches ist die ungewöhnliche und ungemein faszinierende Vater-und-Tochter-Beziehung zwischen Helena Pelletier und Jacob Holbrook, denn wer den Klappentext des Buches liest, stellt sich Helenas Vater wohl ganz automatisch als brutales Monster vor, der ein wehrloses Mädchen in den Wald verschleppt und sich jahrelang als Sex-Sklavin gehalten hat. Natürlich trifft das zu einhundert Prozent auch zu und Jacob ist in der Tat ein kaltblütiger Vergewaltiger und Mörder, doch Helena ist im Moor eben auch in völliger Isolation aufgewachsen (mit einem Jahrzehnte alten „National Geographic“-Heft als einziger Verbindung zur Außenwelt) und kannte schlichtweg keine anderen Menschen außer ihren Eltern. Für das kleine Mädchen war ihr Vater ein absoluter Held, der ihr die Faszination der Natur gezeigt und für sie jeden Tag in der Wildnis zum Abenteuer gemacht hat – vor allem wenn sie mit ihrem Vater jagen durfte oder sie im Wald verstecken gespielt haben. Und wenn Helena rückblickend über ihre Kindheit berichtet, dann kann man diese Bewunderung und vielleicht sogar Liebe überraschenderweise auch absolut nachvollziehen – auch wenn für den Leser zwischendurch immer wieder die dunkle Seite des Vaters durchscheint, etwa wenn dieser seine Frau verachtet und schlägt und die kleine Helena mit grausamen Strafen diszipliniert. Gerade dieses Wechselspiel zwischen fürsorglichem Vater und eiskaltem Psychopathen macht die Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren des Buches so wahnsinnig interessant, selbst wenn handlungstechnisch gesehen über weite Strecken des Romans eigentlich kaum etwas passiert.

Ein packendes Vater-Tochter-Drama mit einem Hauch Survival-Thriller

„Die Moortochter“ ist sicherlich kein typischer Thriller und wer Nervenkitzel auf jeder Seite und unvorhergesehene Wendungen erwartet, der wird von dieser insgesamt doch recht geradlinigen (und damit in weiten Teilen auch vorhersehbaren) Geschichte vermutlich etwas enttäuscht werden. Lässt man sich aber auf dieses ungewöhnliche Abenteuer ein und saugt die außerordentliche Atmosphäre dieses Buches auf, dann entwickelt Karen Dionnes Roman von Beginn an eine sehr starke Sogwirkung, der man sich nur schwer wieder entziehen kann. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart funktioniert hervorragend, die Charakterzeichnung ist sehr gelungen und wenn man zwischendurch die kurzen Auszüge aus Hans Christian Andersens Märchen „Moorkönigs Tochter“ liest, dann fragt man sich, ob „Die Moortochter“ vielleicht sogar ein wenig als modernes Retelling durchgehen darf. Wer sich von der Bezeichnung „Psychothriller“ nicht in die Irre führen lässt, der bekommt hier einen sehr packenden Abenteuerroman mit einem Hauch Survival-Thriller geboten, der ungemein spannend ist, ohne dabei im klassischen Sinne spannend zu sein.

Diesen Thriller MUSS man lesen!

Von: sommerlese Datum : 21.07.2017

sommerlese.blogspot.de/

Helena lebt mit ihrer Mutter und ihrem Vater in völliger Isolation im Moorland der Upper Peninsula. Diese Wildnis ist früheres Indianerland, urwüchsig, fast unbesiedelt. Sie ist Fährtenleserin und Jägerin, denn das ist hier überlebenswichtig. Es gibt keinen Strom und kein fließendes Wasser, keine Heizung und kein Geschäft für Grundnahrungsmittel. Alles was man zum Leben braucht, muss aus dem Wald, den Bächen und Seen und aus der Natur geholt werden. Helena vermisst keine Zivilisation, denn die hat diese gar nicht kennengelernt. Sie liebt das freie Leben in der Natur und sogar ihren gewalttätigen Vater, bis sie erfährt, dass er ihre Mutter als junges Mädchen entführt hat und sie kein Kind der Liebe ist.
Bei diesem Psychothriller konnte ich nicht aufhören zu lesen, ich habe ihn gestern erst erhalten und heute beendet.
Ein Buch zum Verschlingen, das MUSS man lesen!

Selten war ich so fasziniert von einem Thriller wie bei "Die Moortochter". Gänsehautgefühle bei einer besonderen Verfolgungsjagd Helenas auf ihren Vater wechseln ab mit wunderschönen Landschaftsschilderungen und eindringlich geschildertem primitiven Einsiedlerdasein in der Wildnis.

An Helenas Seite streift man durch unberührte Natur, sieht die Tiere der Wildnis mit ihren Augen. Ich beobachte Kaninchen, Waschbären, Biber, Bären und Hirsche aus nächster Nähe und erfahre, wie diese Tiere zu jagen und zu schlachten sind. Sogar ein einzigartiges Erlebnis mit einem Wolf bringt uns Helena näher. Wenn sie erzählt, scheint ein Film abzulaufen. Fast spüre ich auch die entsetzlich juckenden Stiche und Bisse der Pferdebremsen, Gnitzen und Stechmücken, die in den Sommermonaten hier auftreten. Ich bewundere gewaltige Wasserfälle, sehe die Hickorybäume, aus denen die Indianer Bogen herstellten, sammel Wilderdbeeren und Heidelbeeren und entdecke wilde Schwertlilien, Seerosen und gelbe Ringelblumen (Marigold). Man kann sich kaum sattsehen an dieser prachtvollen Natur.

Doch immer wieder durchbricht Helenas Geschichte mit grausamen Details ihrer Kindheit diese vermeintlich schöne Idylle. Was hier zutage tritt, ist ein narzistisch veranlagter Vater, der sich seiner Wurzeln als Indianer bewusst ist, in der Natur überleben kann und über Helena und ihre Mutter herrscht wie ein Despot. Ein brutaler Mensch, ohne väterliche Liebe, sondern nur dem eigenen Zweck unterworfen. Kaum vorstellbar, dass Helena ihn trotz der harten Strafen und Schläge mochte. Aber echte Liebe wurde ihr nicht entgegengebracht, woher sollte sie diese dann erkennen.

Die Wechsel zwischen Helenas Kindheitserzählungen und der aktuellen Jagd auf ihren aus dem Hochsicherheitsgefängnis entlaufenen psychopathischen Vater, machen dieses Buch einzigartig fesselnd. Nur Helena mit ihrer Kenntnis der Wildnis kann ihn stellen. Sie kennt sich im Moor aus, bewaffnet sich und findet, nur begleitet von ihrem Hund, seine Fährte.


Ich habe mitgefiebert, die Gelegenheiten dieser Jagd auf Leben und Tod mit Gänsehaut miterlebt und habe gedacht: "Schieß doch, Helena!".


Diesen Thriller MUSS man lesen, es ist eine meiner Buchentdeckungen im Jahre 2017!
Sensationell mitreißend geschrieben, ein Strudel von Spannung, Naturschönheit der Wildnis und den Drangsalen durch einen Psychopathen.

Thriller mit Schwächen

Von: Hörbuch-Junkies aus Bergen Datum : 15.07.2017

www.hoerbuchjunkies.com

Meinung
Auf den ersten Blick wirkt Helenas Familie wie die ganz normale Familie von nebenan. Sie lebt auf der Upper Peninsula, wo sie sich ihren Lebensunterhalt mit dem verkauf von Marmeladen finanziert. Niemand weiß, dass Helena das Kind eines gefährlichen Psychopathen und eines Entführungsopfers ist und die ersten zwölf Jahre ihres Lebens in einer Hütte im Moor verbracht hat, wo ihr Vater, den sie damals noch für ihren Helden hielt, ihr Spurenlesen und Fallenstellen beibrachte. Für sie war das völlig normal, bis zu dem Tag, an dem sie mit ihrer Mutter floh und ihren Vater ins Gefängnis brachte.
Doch dann kommt im Radio die Meldung, dass ein gefährlicher Verbrecher aus dem Gefängnis ausgebrochen ist und Helena weiß sofort, dass dies nur ihr Vater sein kann. Und sie weiß, dass sie ihn aufhalten muss, bevor er ihrer Familie zu nah kommt.

Die Geschichte wechselt in ihrer Erzählung zwischen der aktuellen Zeit und Rückblenden, in denen von Helenas Kindheit in der Hütte im Moor erzählt wird. Einige Szenen sind dabei für Tier- und Menschenfreunde etwas härter zu ertragen, dafür aber glaubwürdig und authentisch. Auch der Aufbau ist gelungen und recht spannend konstruiert und wenn man bedenkt, dass die Hauptperson aus zutiefst gestörten Familienverhältnissen stammt, auch glaubhaft. Zwar sind diese Rückblenden sehr interessant, weil sie auch die Hintergründe aufdecken, jedoch bleibt dabei die Spannung in der Gegenwart teilweise auf der Strecke. Der Spannungsbogen zieht an und stagniert dann wieder, weil die Rückblenden einfach wieder zu viel davon nehmen. Da wäre es gelungener gewesen, mehr in der aktuellen Zeit zu bleiben und die Geschehnisse auszureizen, so wird leider zu viel Potenzial verschenkt und übrig bleibt ein durchschnittlicher Thriller.

Gelesen wird die Geschichte von Julia Nachtmann, die Helena gekonnt Stimme verleiht und der man die Geschehnisse in jeder Szene abnimmt. Sie versteht es hervorragend, Emotionen zu transportieren und die bedrückende Atmosphäre zu transportieren. Ihrer angenehmen Stimme lauscht man gern und sie ist ein Gewinn für die Geschichte.

Das Cover in dunklen Grüntönen zeigt durch Schilf hindurch den Blick aufs Moor. Auf der gegenüberliegenden Seite ist am Ufer die Moorhütte zu sehen. Über dem Wasser liegt ein feiner Nebel, der eine leicht bedrohliche Stimmung vermittelt und damit sehr gut zur Geschichte passt.
Verpackt ist die MP3-CD in einem Digipak aus Pappe, das im Inneren neben den Produktionsdaten und Minuten- und Trackangaben der einzelnen Kapitel auch kurze Informationen zu Autorin und Sprecherin bereithält.

Fazit
Hervorragend gelesen von Julia Nachtmann fehlt es der Geschichte mitunter an Spannung, so dass von dem hochgelobten Psychothriller für mich nur durchschnittlicher Thriller übrig bleibt.
3,5 von 5 Punkten.

Von: Nicole Pienkoß aus Potsdam Datum : 14.07.2017

Buchhandlung: Bornstedts kleine Bücherstube

Ein extrem spannender, sehr gut zu lesender Thriller. Das Leben von Helena wird sehr lebensnah dargestellt, so dass der Leser sich gut in sie hineinversetzen kann. Der psychopathische Vater mit seiner Brutalität und dem Drill, prägt ihre Welt. Der Leser liest atemlos mit und kann vieles nachvollziehen, ohne es wirklich verstehen zu können.

Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, der Helena alles abverlangt, wobei sie das brutale Erbe ihres Vaters rettet.

Von: Beate Bergheimer aus Friedberg Datum : 14.07.2017

Buchhandlung: Buchhandlung Bindernagel GmbH

Das Buch fande ich spannend, mitreißend, erschreckend und an manchen Stellen ganz schön eklig (Ich wollte ja unbedingt schon immer wissen, wie man ein trächtiges Reh ausnimmt und dem Kitz die Kehle durchschneidet... oder so ;) ). Trotz dem ganzen Schrecken gab es aber auch ein paar schöne Stellen - sogar von den Erinnerungen an die Hütte.

Abschließend kann ich sagen, dass es auf jeden Fall ein Buch ist, das man gut verkaufen kann. Ich vergebe 4,5/5 *��. Vielen Dank für das Leseexemplar! <wiki

Von: Cornelia Kilgus aus Pfaffenhofen Datum : 12.07.2017

Buchhandlung: Buchhandlung Cornelia Kilgus

Spannung pur bis zum Schluss, meine Angestellte war genauso begeistert!!!!!

Von: aus Köthen Datum : 12.07.2017

Buchhandlung: Mein Buchladen

Faszinierend bizarr!

Von: Helgas Schuppan aus Hildesheim Datum : 12.07.2017

Buchhandlung: Ameis Buch-Ecke GmbH

Liebe Karen Dionne! Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für diesen wunderbaren Roman. Er wird mich sicher noch eine lange Zeit begleiten.

Von: Inge Schittkowski aus Braunschweig Datum : 12.07.2017

Buchhandlung: Buchhandlung Graff GmbH

Wow!

Ein wirklich bemerkenswerter Psychothriller - spannend bis zum Schluss!

Von: Michaela Wiesemann aus Bochum Datum : 12.07.2017

Buchhandlung: Universitätsbuchhandel

Ein leiser, aber grandioser Thriller, der mich nicht losgelassen hat! Gänsehaut und Kopfkino inklusive! Zu empfehlen!

Von: Monika König aus Braunschweig Datum : 12.07.2017

Buchhandlung: Buchhandlung Graff GmbH

Ein beklemmt, superspannendern Thriller der besonderen Art. Man kann erst am Ende es Buches wieder schlafen!

Von: Andrea Brida-Lawrenz aus Ditzingen Datum : 12.07.2017

Buchhandlung: Pan Buch-u. Kunsthandlung

Super-Psycho-Spannung

Man kann nicht mehr aufhören, spannend bis zum Ende mit Gänsehaut

Von: Marika Heinlein aus Wiesentheid Datum : 12.07.2017

Buchhandlung: Buchhandlung Heinlein

Puhh... nicht schlecht, schon spannend, ja, aber zwischendurch etwas zu ausschweifend bzw. langatmig!

Von: Petra Mütherig aus Marsberg Datum : 12.07.2017

Buchhandlung: Buchhandlung Walter Podszun GmbH

Das Buch fesselt von Anfang bis Ende: Es reflektiert Helenas schöne und zugleich grausame Kindheit und verbindet alles in einem spannenden Psychothriller. Perfekt!

Von: Tanja Bemerl aus Waldmünchen Datum : 12.07.2017

Buchhandlung: Buchhandlung Gustav Fuss

Schockierend wie sich das Leben um Helena, ihre Mutter und ihren Vater gestaltet. Aber erst nach ihrer Flucht wird es richtig spannend