Leserstimmen zu
Die verlorene Hälfte meines Herzens

Ann O'Loughlin

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Ich liebe Romane die Geschichten aus der Vergangenheit erzählen! Vielleicht ergreifen micheinfach die schweren Gegebenheiten von damals. Die Menschen hatten lange nicht die Möglichkeiten so "offen" und "frei" zu leben und liebe, wie es heutzutage möglich ist. Die Gesellschaft war viel strenger und nicht so tolerant wie heute. Auch wenn wir selbst im Jahre 2018 noch viel Arbeit vor uns haben. Doch kommen wir nun zu meinen Eindrücken zu "Die verlorene Hälfte meines Herzens" (Original-Titel: "The Judge`s Wife") geschrieben von Ann O'Loughlin (Goldmann Verlag). Hier hat mich natürlich als erstes das Cover angesprochen, diese junge, sehr chic gekleidete und selbstsichere Frau. Wie sie dort steht in ihrem Kostüm, dunklen Lippen und gesenktem Blick. Dazu kam noch der Titel - was soll ich sagen? Ich fragte mich natürlich sofort, "Wessen Herzen-Hälfte ging verloren und wieso?". Die Geschichte wird aus der Sicht von drei Figuren erzählt. Sie beginnt im Jahre 1954 aus der Sicht von Grace, die mit einem sehr angesehenen Richter aus der Stadt verheiratet ist, sich aber in ihren Erzählungen zurzeit in einer Anstalt für Frauen befindet. Hauptsächlich erzählt sie von ihrer Zeit in der Anstalt und wie es dazu gekommen ist, dass sie dort eingewiesen wurde. Schnell wird klar, dass ihre Ehe mit dem Richter arrangiert wurde und in diesem Zusammenhang erfährt der Leser von Dr. Vikram Fernandes, ein Arzt aus Indien der in einem Krankenhaus in Dublin ausgeholfen hat. Auch seine Sicht der Geschichte wird erzählt, jedoch 30 Jahre später, in 1984. Zu dem Zeitpunkt lebt er wieder in Bangalore (Indien) und erzählt seiner Nichte Rosa von seiner großen Liebe. Auf diese Weise wird zum einen von Grace aber auch von Vikram die herzzerreißende Liebesgeschichte abwechselnd erzählt. Zuletzt kommt Emma hinzu, die Tochter von Grace, die nach Irland zurückkehrt um sich um das Erbe Ihres verstorbenen Vaters zu kümmern. Dabei erfährt sie immer mehr Details aus der Vergangenheit Ihres Vaters, dem Richter. Wieso er ihr Leben lang so distanziert zu ihr war, welche Geheimnisse dahinter stecken und wieso er damals keinen anderen Ausweg sah. Denn erst nach 30 Jahren, erfährt Emma, was genau mit ihrer Mutter geschah, die sie nie kennen lernen durfte. Ann O'Loughlin erzählt eine sehr spannende und ergreifende Geschichte mit unzähligen Geheimnissen und Schicksalsschlägen, die das Leben von so vielen Menschen erschütterten. Ich muss zugeben, dass mich das Buch gleich nach der ersten Seite gepackt hat. Ich wollte unbedingt wissen, wer Grace ist und wieso sie in einer Anstalt für Frauen "gefangen" gehalten wird. Was mussten Frauen damals anstellen, um so bestraft zu werden? Und es stellte sich schnell heraus, dass eine tiefe doch verbotene Liebe genügte, dass eine so starke, junge Frau eingesperrt wurde. Selten gefallen mir die Sprünge zwischen verschiedenen Protagonisten, doch in diesem Fall ist es Ann wirklich toll gelungen. Der Leser bekommt nicht nur drei unterschiedliche Sichtweisen, sondern auch drei komplett unterschiedliche Geschichten, die jedoch alle mit einander verbunden sind. Trotz der unterschiedlichen Jahrzehnte und Kontinente. Sie alle verbindet die ein und die selbe Geschichte, welche jedoch für jeden eine andere Auswirkung mit sich brachte. Mit gefällt die Tatsache, dass vor allem Themen wie Unterdrückung, Gesellschaftlicher Zwang und auch Rassismus thematisiert werden. Es handelt somit nicht nur von einer beliebigen Liebesgeschichte, sondern vor allem um Menschen die allesamt unter gesellschaftlichen Zwang unterdrückt wurden, selbst der Richter. Selten ist dem einzelnen Menschen bewusst, was er alleine in einer Gesellschaft auswirken kann. Und noch seltener ist ersichtlich, dass jeder einzelne in der Gesellschaft, unter dem Zwang schwer leidet. Zugegeben, eine Tatsache die zum Ende hin aufgelöst wurde war mir nicht ganz Geheuer und etwas zu kitschig. Doch ich möchte nicht die ganze Geschichte deswegen schlecht reden, da mir das Buch im Ganzen sehr gut gefallen hat. Ich habe mit Grace von der ersten Zeile an gelitten, somit ist es für meinen Geschmack ein gelungenes Buch. Viel Spaß beim lesen!

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Zum Inhalt: Nach dem Tod ihres Vaters, mit dem sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte, kehrt Emma nach Irland zurück, um den Nachlass zu regeln. Dabei kommt sie Familiengeheimnissen auf die Spur, die ihr Leben auf den Kopf stellen … Meine Meinung: Es handelt sich hier um eine Familiengeschichte über mehrere Generationen. Diese wird dem Leser in drei verschiedenen Erzählsträngen nahegebracht, die zunächst nicht unbedingt zusammenzupassen scheinen. Doch im weiteren Verlauf wird klar, dass es doch Überschneidungen zu geben scheint. Durch die klaren Zuordnungen der einzelnen Begebenheiten habe ich jedoch nie den roten Faden verloren. Das Foto auf dem Cover passt in meinen Augen ganz hervorragend zur Story. Insofern hätte mich das Buch wohl auch in einer Buchhandlung neugierig gemacht. Obwohl ich bereits im ersten Drittel des Buches eine Ahnung hatte, wo die Geschichte hinsteuert, wurde ich am Ende doch noch überrascht. Fazit: Da ich generationenübergreifende Familiengeschichten sehr mag, hat mir auch dieses Buch gut gefallen. Besonders die Schilderungen aus den 50er Jahren haben es mir angetan.

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Eine tragische Geschichte in den 50er Jahren. Grace geht eine Scheinehe mit dem viel älteren Richter Martin Moran ein. Es kommt wie es kommen musste und Grace verliebt sich in einen Indischen Arzt. Das Drama nimmt seinen Lauf, Grace wird schwanger und bringt somit Schande über ihre Ehe und die Familie, denn das Kind ist nicht von ihrem Mann..... Nach der Geburt nimmt man Grace das Kind uns sagt ihr es sei tot. Grace kommt daraufhin in eine Anstalt und der indische Arzt Vikram hat das Land verlassen. So jedenfalls wurde es Grace von ihrer fiesen & intriganten Tante Violet erzählt....Aber die Familie Moran hat noch viel viel mehr Geheimnisse, unter anderem das die totgesagte Tochter Emma lebt...... Ein Buch was das Herz berührt 😊 Es ist zwar sehr voraussehbar aber trotzdem eine schöne Geschichte. Wirklich sehr emotional und wunderschön geschrieben. Man fliegt nur so durch die Seiten um das Geheimnis zu erfahren 😊 Denn das Ende ist der absolute Knaller 🤩 Eine wirklich schöne Lektüre!

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Nachdem ihr Vater, ein einflussreicher Richter, verstorben ist, kehrt Emma aus ihrem Exil in Australien nach Dublin zurück. Hinter ihr liegt eine gescheiterte Ehe und sie ist bereit für einen Neuanfang. Ihren Vater hat sie seit 19 Jahren nicht gesehen und tritt nun das hinterbliebe Erbe an. Während sie den Haushalt auflöst, fällt ihr ein Koffer ihrer Mutter in die Hände. Sie hatten niemals Kontakt, denn ihre Mutter Grace wurde am Tag ihrer Geburt in eine Irrenanstalt verbracht. Sie brachte Schande über die Familie, denn insgeheim liebte sie einen indischen Arzt. Ann O'Loughlin erzählt wechselnd die Geschichte von Emma, aber auch Grace und ihrem Geliebten Vikran, der vor seinem Lebensende noch einmal nach Dublin zurückgekehren möchte, um sich an Grace Grab von ihr zu verabschieden. Dabei schafft die Autorin viel Mitgefühl für die Beteiligten und die Geschichte ist zu keinem Moment vorhersehbar. Ein zugegeben kurzweiliger Roman, der sich flüssig liest und mir als Lektüre zur Entspannung sehr gut gefallen hat.

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Zum Inhalt / Klappentext Irland in den 1950er-Jahren. Gefangen in einer unglücklichen Ehe verliebt sich Grace in einen jungen Arzt aus Indien. Eine Scheidung kommt nicht infrage, und als Grace auch noch schwanger wird, sucht die Familie nach einer Lösung. Grace wird auf Betreiben ihrer eigenen Tante und mit Einverständnis ihres Mannes in eine Irrenanstalt eingewiesen. Dreißig Jahre später kommt Graces Tochter Emma der Wahrheit auf die Spur: Als Emma nach dem Tod des Vaters nach Dublin zurückkehrt, um den Nachlass zu regeln, enthüllt sie die tragische Geschichte ihrer Mutter und macht sich auf die Suche nach ihr ... (Quelle: Goldmann) Meine Gedanken zum Buch Das Cover: Auf dem Cover ist eine hübsche Frau in einem türkisen Kostüm im Stil der 50er-Jahre zu sehen. Im Hintergrund erkennt man einen Pavillon. Das Cover ist schön auf den Inhalt der Geschichte abgestimmt und zeigt Grace an dem Ort, an dem sie sich mit ihrem Geliebten Vikram heimlich traf. Inhalt: 1954: Grace ist in der arrangierten Ehe zu Richter Moran gefangen und unglücklich. Als sie den attraktiven indischen Arzt Vikram kennenlernt, verlieben sich die beiden ineinander und wollen ihr Leben gemeinsam leben. Grace will den richtigen Zeitpunkt abwarten, um ihrem Ehemann mit der Trennung zu konfrontieren. Obwohl Grace von Vikram schwanger ist, kommt eine Scheidung für ihren Mann nicht in Frage. Nach der Geburt nimmt man Grace das Kind weg und der Richter lässt sie in die Anstalt "Heim unserer lieben Frau" einweisen. Vikram kehrt mit falschen Informationen nach Indien zurück, kann Grace aber nie vergessen. 1984: Als der Richter 30 Jahr später stirbt muss seine Tochter Emma sich um seinen Nachlass kümmern. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter war immer angespannt und von wenig Liebe geprägt. Emmas Ehe steht vor dem Aus und sie ist sich nicht sicher, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Beim Ausräumen des väterlichen Hauses stößt sie auf unzählige Gegenstände, Kleider und unabgeschickte Briefe, die einmal ihrer Mutter gehört haben. Emma beschließt, dass sie das Grab ihrer Mutter finden und besuchen will um mit sich ins Reine zu kommen. Vikram plant mit seiner Nichte Rosa eine Reise nach Irland. Er will das Grab seiner großen Liebe finden. Während den Vorbereitungen zu dieser Reise erzählt er Rosa von Grace und der Liebe die die beiden miteinander verbunden hat. Vikrams Schwester ist überhaupt nicht begeistert, hat Vikrams Aufenthalt in Irland doch so viel Schmerz, Leid und Schande über ihn und seine Familie gebracht. Schreibstil: Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal wird Graces Geschichte in den 1950er Jahren erzählt. Die Autorin erzählt wie sie sich verliebt und hofft mit Vikram ein glückliches Leben führen zu können. Dann wird sie auf Geheiß des Richters und ihrer Tante in die Anstalt "Heim unserer lieben Frau" eingewiesen und es wird emotional beschrieben, wie sie dort vor sich hinvegetiert und alle Hoffnung verliert. Das Schicksal von Grace hat mich tief bewegt und ich habe sehr mit ihr und auch den anderen Frauen gelitten. In der Gegenwart erleben wir die Story aus zwei Perspektiven. Zum einen gehen wir mit Emma auf die Reise, die ihre Mutter nie kennengelernt und unter der lieblosen Erziehung ihres Vaters mehr als gelitten hat. Sie begibt sich auf die Suche nach ihrer Mutter und sich selbst und entdeckt auch an ihrem Vater Seiten, die sie nicht für möglich gehalten hat. Die andere Perspektive ist die von Vikram, der sich mit seiner Nichte auf die Reise in die Vergangenheit begibt und ihr doch mehr zu erzählen hat als nur von seiner Liebe zu Grace. Die Autorin beschreibt die Schicksale der handelnden Personen eindringlich und emotional und ich habe einige Tränen weinen müssen. Die Handlung baut sich spannend auf und es kommen immer wieder kleine Einzelheiten ans Licht, die sich Schlussendlich zu einem stimmigen Gesamtbild zusammensetzen. Die leichten Längen gleicht der herzzerreißende Schluss mit wundervollem Happy End aus und ist absolut nach meinem Geschmack. Lieblingslesezeichen: "Niemand intereressiert sich für Gracie. Sie könnte genauso gut tot sein, die Arme. Sie ist so still. Ich glaube, man könnte alle Türen öffnen, und sie würde einfach am Fenster sitzen bleiben, bis der Teewagen kommt." Seite 208 Fazit Ein absolut emotionaler Roman über starke Frauen, schwache Männer, unglückliche Lieben, falsche Entscheidungen und mitreißende Schicksale. 4 Sterne

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Habt ihr auch eine verlorene Hälfte die euch in eurem Leben fehlt? _________________ *** REZENSION von ©Flotte Buchlotte*** _________________ Angaben zum Buch: Ann O´Lughlin Die verlorene Hälfte meines Herzens Goldmann Verlag 352 Seiten 16.04.2018 erschienen 978-3-442-48742-4 10,00 € TB _________________ Angaben zum Cover: Das Buchcover mit der betuchten Dame im Vordergrund lässt an die frühe Zeit der 1950er-Jahre erinnern. _________________ Angaben zum Autor: Ann O'Loughlin hat fast dreißig Jahre als Journalistin gearbeitet, unter anderem für den Irish Independent, den Evening Herald und den Irish Examiner. Sie hat einige Zeit in Indien gelebt, stammt aber aus dem Westen Irlands und wohnt heute mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern an der Ostküste der Insel. _________________ Klappentext: Irland in den 1950er-Jahren. Gefangen in einer unglücklichen Ehe verliebt sich Grace in einen jungen Arzt aus Indien. Eine Scheidung kommt nicht infrage, und als Grace auch noch schwanger wird, sucht die Familie nach einer Lösung. Grace wird auf Betreiben ihrer eigenen Tante und mit Einverständnis ihres Mannes in eine Irrenanstalt eingewiesen. Dreißig Jahre später kommt Graces Tochter Emma der Wahrheit auf die Spur: Als Emma nach dem Tod des Vaters nach Dublin zurückkehrt, um den Nachlass zu regeln, enthüllt sie die tragische Geschichte ihrer Mutter und macht sich auf die Suche nach ihr… _________________ Meine Meinung: Dieses Buch von der Autorin hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es gab in diesem Buch drei verschiedene Erzählstränge. Zum einen dem von Grace in den frühen 1950er-Jahren (1954). Sie ist in Knockavanagh, County Wicklow stationiert. Aus ihrer Sicht erfährt man nach und nach ihre Geschichte. Sie wird dem Leser als sehr einfühlsam und verletzlich rübergebracht. Man muss erleben, wie sie sich durch die schweren Regeln in diesem Heim kämpfen muss. Auch gegenüber ihrem Mann und der Tante muss sie sich beweisen. Zum anderen, 20 Jahre später, 1984, erfahren wir dann von Emma, Graces Tochter. Sie lebt in Dublin und hat ihre Mutter nie kennen gelernt. Zu ihrem Vater hat sie seitdem kein gutes Verhältnis. Nach dem Tod des Vaters stellt sie deshalb Nachforschungen an, als sie eines Tages einen Brief findet. Was sie dabei alles herausfindet, übertrifft wirklich alles… Der dritte Erzählstrang spielte ebenfalls in dem Jahr 1984, diesmal in Indien. Hier lernen wir Rhya, ihre Tochter Rose und ihren Bruder Anil kennen. Zu Anfang war es um die drei noch ein wenig unklar, aber desto mehr die Geseichte voranschritt, bekam man als Leser immer mehr einen genaueren Überblick. Zum Schluss hin ergab dann auch alles einen Sinn und die Story fand dahingehend einen guten Abschluss. Es war überraschend mit Anzusehen, wie sich diese Story entwickelt hat. Auch der Schreibstil mit den drei verschiedenen Erzählsträngen hat mich doch sehr begeistert. Die Kapitel fielen auch dementsprechend aus. Mit dem Ende hätte ich dann aber so gar nicht gerechnet. Es kam weder plötzlich noch erschreckend daher, allerdings hätte ich mit so einer Konstellation halt überhaupt nicht gerechnet. Es war aber alles plausibel zum Ende hin. _________________ Fazit: Mich konnte dieses Buch absolut in seinen Bann ziehen, denn wenn es um verschiedene Zeitebenen geht, bin ich begeisterte Leserin dieser. Deshalb auch hier: --> 4 von 5 Sterne <--

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