Leserstimmen zu
Night Stalker

Robert Bryndza

Die Erika-Foster-Reihe (2)

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Schon der erste Fall von DCI Erika Foster mit dem Titel „Das Mädchen im Eis“ hatte mir sehr gut gefallen. So musste ich natürlich auch die Fortsetzung unbedingt lesen. Erika ist immer noch nicht wieder ganz auf der Höhe, denn vor etwa zwei Jahren starb ihr Mann bei einem missglückten Einsatz vor ihren Augen. Trotzdem will sie ihre Arbeit erledigen und stürzt sich manchmal fast verbissen hinein. Sie geht ungewöhnliche Wege und schreckt vor Verboten nicht zurück, was sie bei manchen Kollegen und Vorgesetzten nicht gerade beliebt macht. Ich mag sie ganz gern, genau wie einige ihrer sympathischen Kollegen, die ich bereits im ersten Teil ins Leserherz geschlossen habe. Leider wird ausgerechnet Isaac, einer ihrer guten Freunde und Forensiker, in dieser Geschichte persönlich sehr hart vom Schicksal getroffen, was natürlich auch Erika nicht kalt lässt. Eine geheimnisvolle Mordserie hält die Polizei in Atem und die Opfer sind immer Männer, die anscheinend Verbindungen in die Schwulenszene haben. Während Erikas Chef dies als gewöhnliche Verbrechen abtut, erkennt sie die Zusammenhänge und spricht einen schlimmen Verdacht aus: sie haben es mit einer weiblichen Serienmörderin zu tun. Diese These findet wenig Unterstützer und Erika ist wieder einmal auf sich gestellt, Als sie schließlich auch noch beurlaubt wird, begibt sie sich endgültig auf einen gefährlichen Weg, der sie einiges kostet. Das Buch ist durchgehend spannend und fesselnd und der Schreibstil zieht den Leser schnell in seinen Bann. Besonders gut gefiel mir auch, dass die Charaktere sehr vielschichtig sind und die Grenzen zwischen Gut und Böse meist eher fließend. Die Thematik ist emotional, mitreißend und kontrovers. Blutige Szenen halten sich in Grenzen, so dass die Reihe auch für Leser mit nicht so starkem Magen geeignet ist. Ich empfehle die Bücher gerne weiter, wobei es durchaus von Vorteil ist, wenn man Band 1 bereits kennt, aber man kann die Geschichten auch getrennt voneinander sehr gut lesen. 4,5 Sterne

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Fazit: Robert Bryndza kommt immer recht schnell zum ersten Mordfall, ohne viel Geplänkel am Anfang. Wie auch beim ersten Band handelt es sich hier um einen Serienmörder, was zu Beginn natürlich noch nicht bekannt ist. Erika beginnt nach dem ersten Mord mit ihrem Team mit den Ermittlungen. Diese stehen kurz vor einem Stillstand bis es dann zu dem zweiten Mord kommt. Das Opfer wieder mit einem Selbstmordbeutel getötet und wieder nackt auf dem Bett. Nur der darauffolgende Mord sieht anders aus und lässt einen guten Freund von Erika als Täter ins Rampenlicht fallen. Die Geschichte ist sehr spannend geschrieben. Mir fiel es schwer abends im Bett überhaupt ein Ende zu finden. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Zuge durchgelesen. Erika Foster ist nicht die typische Ermittlerin. Wenn Sie eine Spur hat verfolgt sie diese und nimmt dabei keine Rücksicht auf den Dienstweg oder ihre mögliche eigene Karriere. Ihr einziges Ziel ist es den Fall zu lösen, koste es was es wolle. Mit dieser Einstellung weckt sie natürlich nicht nur Sympathien bei ihren Vorgesetzten, dafür umso mehr beim Leser. Sie vermittelt das Gefühl, dass es sich immer lohnt zu kämpfen und so auch mal Vorschriften zu ignorieren. Dabei steht ihr Team immer hinter ihr und sie stürzt sich bei möglichen Problemen immer vor ihre Leute und nimmt die Schuld auf sich. Das macht sie zu einem interessanten Charakter und bringt Spaß beim Lesen. Die gestörte Persönlichkeit hinter dem Mörder ist sehr detailliert ausgestaltet und spricht für eine lange Studie der menschlichen Psyche. Was hält ein Mensch aus, bevor er sich wehrt? Ein wirklich spannender Krimi den man unbedingt lesen muss! Ich habe ihn gleich meiner Schwiegermutter empfohlen, die ihn gleich als Urlaubslektüre in den Koffer gepackt hat. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und freue mich auf den nächsten Teil mit Erika!

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Beschreibung: Während einer Hitzewelle, die London seit etlichen Tagen plagt, wird Erika Foster zu einem Tatort gerufen. Ein bekannter Arzt wird aufgefunden. Alles deutet auf ein missglücktes Liebesspiel unter Männern hin. Doch Erika lässt sich nicht davon abhalten die Wahrheit ans Licht zu bringen. Als schließlich weitere Opfer auftauchen und kein Tatverdächtiger in Sicht zu sein scheint, könnte man meinen, dass der Fall zum Scheitern verurteilt ist. Die Opfer haben nichts miteinander gemein, außer dass es sich um alleinstehende Männer handelt – und einen ihnen unbekannten Killer. Meinung: Wie bereits im ersten Teil angemerkt, scheint der Autor zwanghaft irgendwas beweisen zu wollen. Dieses Mal war es wohl nicht das Klischee der Reichen, die durch ihr Vermögen alles vertuschen können. Ich hatte mehr das Gefühl, dass er auf die Homophobie bzw. mangelnde Toleranz von gleichgeschlechtigen Beziehungen anspielt. Ob das stimmt weiß ich natürlich nicht. Doch wirkte vieles für mich oft künstlich und gestellt. Glücklicherweise wurde dieses Mal nicht die „böser schwarzer Cop“ Karte gezogen. Leider wurde aber auch nicht weiter auf Erikas Privatleben eingegangen, sodass man eigentlich in dieser Hinsicht auch nicht schlauer ist als vorher – was für mich einer der Gründe war, weshalb ich mich auf das Buch gefreut hatte. Natürlich rappelt sie sich ein wenig auf, aber sie bleibt die Gleiche wie zuvor. Auch sonst fehlte der Feinschliff an den Charaktere etwas und wurde eher oberflächlich gehalten. Die Geschichte war in drei Stränge unterteilt, wodurch recht schnell klar war, wer der Mörder ist. Nur die Frage des „warum“ blieb offen. Zu Anfang war das auch noch recht interessant zu verfolgen, doch desto weiter die Geschichte fortschritt, desto – sorry – langweiliger wurde es. Viele Situationen waren viel zu vorhersehbar, leider. Was ich interessant fand war die Figur, die hinter „Zar“ steckte. Eine virtuelle Person, der „Night Stalker“ (der Killer) vertraute und anvertraute. Aufgrund dessen konnte ich sein Handeln am Ende überhaupt nicht verstehen, wodurch er mir ebenfalls unsympathisch wurde. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, wie ich es bereits vom Vorgänger her kannte. Die Spannung würde ich jetzt eher als mittelmäßig bezeichnen. Wie schon mehrfach in Rezensionen erwähnt, finde ich die Spannung beim Krimi eher zweitrangig, weil ich denke, dass der Weg das Ziel ist, aber leider hat mich das Gesamtpaket in dem Fall nur eher mittelmäßig überzeugen können. Fazit: Ich werde zukünftig die Finger von Büchern des Autors lassen, da er mich in zwei Büchern nur mäßig überzeugen konnte und vieles sehr gestellt wirkt – auch wenn die Grundidee gut war.

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