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Leserstimmen (31)

Katie Marsh: Du erinnerst mich an morgen

Du erinnerst mich an morgen Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-29190-4

Erschienen: 10.04.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Kundenrezensionen

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Leider nicht sehr tiefgründig

Von: lifetime-hours Datum : 16.08.2017

lifetime-hours.blogspot.de/

Meine Erwartungen:
Eine emotionale Geschichte über eine Familie, die erst getrennt durch einen noch unbekannten Zwischenfall, dann aber zusammenfinden - leider durch die Krankheit Alzheimer. Außerdem habe ich mir gewünscht, dass mich die Geschichte genauso packt wie der Film Still Alice - und auch so krasse Beispiele bringt, um zu sehen, wie schrecklich diese Krankheit sein kann...

Gedanken während dem Lesen:
Die Protagonistin Zoe ist eine sehr emotionale Person. An sich kann ich solche Menschen in Büchern wirklich gut leiden, da man so viel von ihnen mitbekommt. Doch Zoe gefällt mir so gar nicht. Ich bin nicht mit ihr warm geworden und konnte so viele Handlungen von ihr nicht nachvollziehen!

Ihre Mutter lernt man als sehr zerbrochene Person kennen, und dies wird durch die Alzheimerkrankheit noch mehr gestärkt. Sie tut mir auch total leid, aber auch mit ihr werde ich nicht wirklich warm...

Auch die Nebenrollen sind immer nur so angeschnitten und man kommt irgendwie schwer in die Geschichte rein. Es passiert auch nicht allzu viel in den knapp 400 Seiten, sodass ich sehr langsam voran kam.

Mein Fazit:
Leider leider habe ich ziemlich lange für dieses Buch gebracht, das mir diesmal der Schreibstil von Marsh nicht umgehauen hat. Die Alzheimer Details haben mir auch gefehlt und es war alles so... wie soll ich das am besten beschreiben... angeschnitten erzählt. Also die Geschichte zwischen Zoe und ihrer Mum schon recht ausführlich durch die rückblickenden Briefe, jedoch die Liebesgeschichte, der Job von Zoe und auch über die Schwester gab es mir eindeutig zu wenig Details.

Gefühlvoll jedoch schleppend

Von: Michellesbookishworld Datum : 16.08.2017

https://michellesbookishworld.blogspot.de/?m=1

Ich muss sagen das Cover und der Klappentext haben mich sehr angesprochen. Schlicht aber schön. Doch als ich begann dieses gute Stück zu lesen war ich schnell gelangweilt. Erst bei der Hälfte des Buches wurde ich mit den Gefühlen gepackt... leider. Katie's Schreibstil ist wirklich gut und leicht zu lesen. Ich weiß auch nicht woran es genau gelegen hat. Aber für mich war die Geschichte oft nicht nachvollziehbar und öde. Die Gefühlseben war jedoch wirklich gut zum Schluss und hat mich auch nicht kalt gelassen. Ich denke mal das Thema ist einfach Geschmacks Sache.

Unvergleichbar

Von: Bücherliebe99 Datum : 03.08.2017

https://buecherliebe99.wordpress.com/

In dem Roman „Du erinnerst mich an morgen“ von Katie Marsh geht es um Zoe, die ihre große Liebe Jamie heiraten will. Kurz bevor Zoe zum Altar schreitet, erreicht sie allerdings ein Notruf bezüglich ihrer Mutter Gina. Zu Gina hatte Zoe schon lange keinen Kontakt mehr, die beiden haben sich zerstritten und seitdem kein Word mehr miteinander gesprochen. Doch da Zoe schon die ganze Zeit Zweifel bezüglich der Hochzeit mit Jamie hat – die beiden haben sich in letzter Zeit nur gestritten – verlässt sie kurzerhand ihre eigene Hochzeit um ihre Mutter aus dem Gefängnis zu befreien. Schon nach kurzer Zeit merkt Zoe, dass mit Gina etwas nicht stimmt: Ihr Gesichtsausdruck ist ganz anders, sie hat Probleme, die richtigen Worte zu finden und ihre Hände sind ständig am Zittern. Und das obwohl Gina erst Anfang 50 ist. Schnell findet Zoe heraus, dass Gina an Alzheimer leidet und erfährt am eigenen Leibe, was das für sie und ihre Schwester bedeutet.

Auch bezüglich Jamie ist nichts mehr so wie es war, denn er will ihr nicht verzeihen, dass sie ihn am Altar hat stehen lassen. Wird Zoe ihr Leben wieder in den Griff bekommen und kann sie ihrer Mutter helfen?
Zoe ist eine sehr starke Frau, die schon viel zurückstecken musste, und der Meinung ist, ihre Gefühle müssen hinten anstehen. Sie ist zuverlässig und hat die Situation stets im Griff. Es gibt kaum Momente, in denen sie nur an sich selbst denkt. Man merkt, dass sie Jamie liebt und er ihre große Liebe ist, aber ich kann ihre Zweifel kurz vor der Hochzeit durchaus nachvollziehen. Allgemein ist sie sehr sympatisch und ihre Handlungen sind (meistens) nachvollziehbar.

Meiner Meinung ist dies ein Buch, dass das Krankheitsbild von Alzheimer gut darstellt und auch gut nahe legt. Als Außenstehender ist einem meist gar nicht bewusst, was das für den Rest der Familie bedeutet, wenn einer aus der Familie an einer solchen Krankheit leidet. Katie Marsh hat einen leichten Schreibstil, mit dem sie schwierige Themen anbringt. Es ist ein emotionales Buch, das mich auch zum Nachdenken angeregt hat. Ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich eine ganz andere Erwartung an das Buch hatte, es mich aber dann doch überzeugen konnte und mir gegen Ende des Buches die eine oder andere Träne entlocken konnte. Allerdings ist dies meiner Meinung nach eine Geschichte, die man nicht wieder ließt, wenn man sie einmal gelesen hat.

Meine Bewertung: 8/10

Wenn die Vergangenheit dich einholt bevor deine Zukunft beginnt...

Von: Bunter Lesesessel Datum : 25.07.2017

www.bunterlesesessel.blogspot.com

Zoe verlässt noch vor der Trauung ihre Hochzeit, um ihrer Mutter Gina zu Hilfe zu eilen, obwohl sie sie seit einigen Jahren nicht mehr gesehen hat- der Schmerz sitzt zu tief. Dennoch folgt sie ihrem Gefühl und lässt ihren Zukünftigen vor dem Altar stehen. Jamie ist entsetzt- ob er ihr je verzeihen kann? Und kann Gina die Liebe ihrer Tochter zurückgewinnen?

Katie Marsh hat eine wunderbare Art zu schreiben. Der Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit in Form von Briefen hat mir sehr gut gefallen und er bringt Abwechslung in das Buch. In den gegenwärtigen Abschnitten des Buches begleitet man Zoe, die gemeinsam mit ihrer Schwester eine Lösung finden muss, ihrer Anfang 50-jährigen Mutter, die an Alzheimer erkrankt ist, zu helfen. Man erfährt viel über die Gefühle, die sowohl Erkrankte als auch betroffene Familienmitglieder in dieser Situation haben. Von Diagnoseschock über Ablehnung bis hin zur Akzeptanz beschreibt Marsh den Prozess fachlich und dennoch leicht verständlich, denn sie selbst war im Gesundheitswesen tätig bevor sie mit dem Bücherschreiben begann.
Nach einem Kapitel über Zoe folgt stets ein kurzer Brief von Gina an Zoe, denn sie schreibt ihr zu jedem Geburtstag ein paar Zeilen- alle Briefe bewahrt sie zusammen in einer Kiste auf, die Zoe eines Tages bekommen soll.
Neben der Geschichte um Zoe und Gina geht es natürlich auch noch um die Frage, ob Jamie Zoe verzeiht. An dieser Stelle soll aber nicht zu viel verraten werden.

Zoe, Gina, Lily (Zoes Schwester), Jamie und Alistair (Zoes Papa) sind tolle Charaktere, die mit viel Liebe beschrieben werden und authentisch rüberkommen.
Das Cover des Buches finde ich wunderschön, es spiegelt die Vielfalt im Alltag mit alzheimererkrankten Menschen wider.
Alles in Allem ein erstklassiges Buch mit vielen Überraschungs- und Taschentuchmomenten, in denen so viel Wahrheit steckt.

Vielschichtiger Mutter-Tochter Roman

Von: Margarete Rosen Datum : 11.07.2017

www.therapeutic-touch-west.de

Zoe läuft von ihrer Hochzeit davon um ihrer Mutter beizustehen. Doch mit ihr hat sie über 10 Jahre kein Wort gesprochen. Und schon sind wir mitten im Geschehen.

Diese sanfte berührende Geschichte entfaltet sich langsam auf verschiedenen Ebenen. Die Briefe von Gina an Zoe erklären vieles aus der Vergangenheit. Kapitel für Kapitel erfahren wir so mehr über die Verstrickungen der Beiden.

Eine Mutter möchte ihr Kind beschützen, auch noch im Teenageralter. Wie sie scheitert und welche katastrophalen Folgen sie dann auf sich nimmt und wie das weitere Geschehen das Leben der gesamten Familie beeinträchtigt, wird Schritt für Schritt langsam offenbart.

Doch die Liebe einer Mutter, auch wenn sie dem langsamen Vergessen unterliegt, bleibt und entwickelt eine große Kraft, der sich die Tochter nicht enziehen kann. So findet Zoe endlich zu sich selbst.
Und hinter allen kleinen Geschichten, die sich hier miteinander verflechten, verbirgt sich ein tieferes Geheimnis, erschreckend und tragisch.

Am Anfang stellte ich mir viele Fragen: Wird Zoe es schaffen, ihre Beziehung zu Jamie wieder zu kitten? Schafft Ihre Schwester Lily es selbstbestimmt durchs Leben zu gehen? Und Gina selbst, wird sie alleine gelassen oder finden sich liebevolle Menschen, die mit ihrem Vergessen leben können?

Möchtest Du Antworten? Dann lies das Buch. Es ist mit rund 430 Seiten recht dick und doch findest Du eine abgerundete und wunderbar erzählte Geschichte.

Das zweite Buch von Katie Marsh ist um einiges besser als ihr Erstlingswerk. "Du erinnerst mich an morgen" hat mich wirklich überzeugt.

Rezension: Du erinnerst mich an morgen

Von: Der Bücherwald Datum : 16.06.2017

derbuecherwald.blogspot.de/

Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt und am Ende war ich kurz davor ein paar Tränen zu vergießen. Denn es ist von einer unglaublich herzergreifenden Schönheit. Der Leser erfährt langsam mehr über Zoes Vergangenheit und die ihrer Familie, was mich dazu angeregt hat auch meinerseits in Erinnerungen zu schwelgen und über die Vergangenheit nachzudenken. Man erfährt nicht nur davon wie Zoe und ihre Mutter lernen müssen mit der Krankheit umzugehen. Gina hat nämlich an jedem von Zoes Geburtstagen seit ihrer Geburt, einen Brief an Zoe geschrieben. Und nach jedem Kapitel bekommt man einen dieser Briefe zu lesen. Dadurch erfährt man von Zoes Kindheit, davon wie viel Mühe sich Gina gegeben hat die Familie zu versorgen und auf ihre Kinder aufzupassen und vor allem von der tiefen Liebe, die Gina für ihre Kinder empfindet.
Auf den ersten Seiten dieses Romans tappt man noch etwas im Dunkeln, denn man weiß noch nicht was vor so vielen Jahren Gina und Zoe entzweit hat und weshalb Zoe und Jamie sich zunehmend voneinander entfernen. Dadurch ensteht eine ganz eigene Art von Spannung, denn man spürt, wie man sich der Auflösung nähert.
Natürlich bin ich auch mit den Charakteren schnell warm geworden. Besonders die schlagfertige Gina, die, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, nicht davon abzubringen ist, hat es mir angetan.
Außerdem regt das Buch an, über die Krankheit Alzheimer und generell das Vergessen nachzudenken. Da die Autorin Katie Marsh vorher im Gesundheitswesen tätig war und sich dabei vermutlich bereits mit dem Thema beschäftigt hat, kann ich mir vorstellen, dass die Krankheit gut geschildert ist, auch wenn ich selbst glücklicherweise noch keine Erfahrung damit sammeln musste.
Das Ende ist wie gesagt ebenfalls sehr ergreifend und auch schon während des Lesens habe ich der glücklichen Vergangenheit nachgetrauert, die in Ginas Briefen beschrieben wird.
Wer ein Buch voller Gefühle sucht, das einem wirklich ans Herz geht, ist mit diesem hier goldrichtig.

Berührender Familienroman mit einem wichtigen Thema

Von: catching.wordsss Datum : 09.06.2017

catching-wordsss.blogspot.de/

Allgemeines


Titel: Du erinnerst mich an morgen

Autorin: Katie Marsch

Verlag: Diana

Genre: Roman

ISBN: 978-3-453-29190-4

Seiten: 430

Preis: 12,99€


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(Erschienen am 10.04.2017)


Klappentext


"Zoe will gerade ihre Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als ihre Vergangenheit sie einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt, da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?"


Cover


Das Cover ist so schön gestaltet. Relativ schlicht und doch farbig und bunt. Es erinnert an eine Blume, die langsam ihre welken Blätter verliert, was perfekt zur Handlung passt, das die Protagonistin nach und nach ihr Gedächnit verliert. EIn toll durchdachtes Cover.


Schreibstil


Das Buch ließ sich ziemlich schnell lesen. Es ist aus der Sicht einen allwissenden Erzählers erzählt, was man immer wieder etwas verwirrt hat und mich beim Lesen leider auch etwas gebremst hat. Bei so einem Buch hätte ich schon eher die Ich-Perspektive erwartet. Allerdings ist es auch gut so, wie der Erzähler gewählt wurde, denn man erfährt viel mehr über die Gefühle und Gedanken aller Charaktere.



Charaktere


Zu Beginn hatte ich mit allen Charakteren meine Probleme. Ich konnte mich schlecht mit ihnen durch ihre Handlungen identifizieren. Aber mit der Zeit hat man immer mehr über ihre Vergangenheit erfahren und das hat sie viel zugänglicher gemacht.

Mit Zoe hatte ich wohl noch meine meisten Probleme, da sie für mich oft unverständlich gehandelt hat.

Ihr Mutter Gina ist mir immer weiter ans Herz gewachsen. Alle Charaktere machen eine tolle Entwicklung durch, die sie immer sympathischer werden lässt.


Meine Meinung


Ein wirklich toller Roman über Familie, ihre Probleme und Vergebung.


Die Geschichte handelt von Zoe, die von ihrer Mutter spontan gebraucht wird - nach jahrelanger Funkstille zwischen den beiden. Sie muss feststellen, dass ihre Mutter immer vergesslicher wird. Die Diagnose: Alzheimer. Gina will es nicht wahrhaben und Zoe will ihre Mutter nicht im Stich lassen.


Es war sehr rührend zu sehen, wie viel Zoe opfert, um für ihre Mutter da zu sein. Sie hatten sich ja eigentlich zerstritten, aber genau daran sieht man, dass es Zoe doch nicht egal ist, was mit ihrer Mutter passiert, auch wenn sie das jahrelang behauptet hat. Das Band zwischen Mutter und Tochter ist eben doch stärker.


Immer wieder tauchen Probleme und Hindernisse auf, die alle aber nur noch mehr zusammenschweißen. Sogar Zoes Vater, der von Gina geschieden ist, fängt an, nach anfänglichen Schwierigkeiten, sich um Gina zu kümmern.

Wunderschön zu sehen, dass die Familie trotz aller Probleme und Geheimnisse, die sie aus der Vergangenheit mitgebracht haben, doch noch funktioniert und alle irgendwie wieder zusammen wachsen.


Am Ende eines jeden Kapitels gibt es einen Brief. Diese Briefe stammen von Gina an Zoe. Sie hat ihr einen zu jedem Geburtstag geschrieben. Darin erfährt man immer ihre Sicht der Dinge und ich musste die eine oder andere Träne verdrücken, wenn man sieht, wie sehr sich die Mutter doch nur nach Versöhnung mit ihrer Tochter sehnt.

Die entscheidende Geschichte (die die beiden getrennt hat) aus der Sicht von Mutter und Tochter zu lesen, hat einem fast das Herz gebrochen. Wunderschön geschrieben.


Im gesamten Buch geht es ja um die an Alzheimer erkrankte Gina und ich finde, es ist toll dargestellt, wie langsam und schleichend sich diese Krankheit im Alltag bemerkbar macht. Man sollte das auf jeden Fall nicht unterschätzten, denn man merkt auch hier schnell, dass die ganze Familie an ihre Grenzen stößt. Es ist wichtig, dass man die richtige Unterstützung bekommt und am Ende gab es in dieser Geschichte eine tolle Lösung und ein tolles Ende.


Der Roman ist wirklich wundervoll. Toll geschrieben, berührend und behandelt ein wichtiges Thema, denn jeder kann irgendwann plötzlich vor so einer Herausforderung stehen.

Die Familiengeschichte die darum herum gebaut wurde war wirklich toll. Auch wenn die Familie aus einem traurigen Grund wieder zusammengeführt wurde, hat sie es doch gebraucht und ihr auch gut getan.


Absolute Leseempfehlung.

Tief ergreifender Roman über eine frühe Alzheimer-Erkrankung

Von: Ingrid von buchsichten.de Datum : 08.06.2017

www.buchsichten.de

Im Roman „Du erinnerst mich an morgen“ thematisiert die Engländerin Katie Marsh, dass die Krankheit Alzheimer auch schon ungefähr ab dem 50. Lebensjahr auftreten kann. Auch Gina, die Mutter der Protagonistin Zoe ist erst 54 Jahre alt, als sie erkrankt und ihre Erinnerung sich eintrübt. Immer mehr kleine Stückchen eines großen bunten Lebens verlassen ihr Gedächtnis so wie das Cover es symbolisch darstellt.

Ausgerechnet am Tag ihrer Hochzeit, kurz vor der Trauzeremonie, erhält Zoe einen Anruf von Ginas bester Freundin, die ihr mitteilt, dass ihre Mutter sich auf der Polizeiwache befindet und sie sofort zur Hilfe benötigt wird. Das Angebot ihrer Schwester, für sie einzuspringen, schlägt sie aus und macht sich selbst auf den Weg. Seit über 10 Jahren vermeidet Zoe den Kontakt mit ihrer Mutter, weil Gina damals eine Entscheidung für sie traf, die für sie inakzeptabel war. Zoe stellt in der folgenden Zeit fest, dass ihre Mutter zunehmend orientierungslos reagiert und nicht mehr allein zurechtkommt. Ihr noch junges Unternehmen macht wenig Gewinn und natürlich hat Jamie sie verlassen, nachdem sie ihn so kurzfristig vor dem Ja-Wort versetzt hat. Nichts scheint mehr so zu sein wie es vor der anstehenden Hochzeit war. Zoe steht zwischen Schuld, Pflichtbewusstsein und aufrichtiger Mitmenschlichkeit. Zum Glück hat Zoe Familie, Freunde und Bekannte in ihrer Umgebung, die ihre Unterstützung anbieten. So beginnt sie damit, über sich selbst und ihre Entscheidungen nachzudenken und in Frage zu stellen.

Zunächst war ich etwas verwirrt darüber, wieso Zoe die Hochzeit so einfach platzen lässt, um ihrer Mutter zu Hilfe zu eilen. Jahrelang hat Zoe den Kontakt zu ihr unterbunden. Ihre Eltern sind geschieden und ihr Verhältnis zum Vater ist gut. Dass sie so spontan auf den Hilferuf reagiert, hängt auch mit der derzeitigen Beziehung zu ihrem Bräutigam Jamie zusammen. Schon auf den ersten Seiten wirkt sie nicht wie eine freudestrahlende Braut, sondern es mischt sich da ein gewisses Zaudern vor dem letzten Schritt bei ihr ein. Es braucht ein wenig Geduld, bis die Hintergründe der Geschichte sich entfalten und zu einem Verständnis für die Beteiligten führen. Im Anschluss an jedes Kapitel, deren Fokus auf Zoe liegt, fügt die Autorin Briefe ein, die Gina zu fast jedem Geburtstag ihrer Tochter schreibt, auch während der Zeit, in denen die Verbindung abgebrochen ist. Daraus ergibt sich die Lebensgeschichte von Zoes Mutter, die schließlich den Streit aus Sicht von Gina schildert. Als Leser hatte ich so die Möglichkeit, beide Ansichten kennen zu lernen.

Leider konnte Zoe bei mir wenige Sympathiepunkte sammeln, zu schwach war ihr Mut dazu, ihre Fehler einzusehen und für Klarheit ein offenes Gespräch zu suchen. Katie Marsh versteht es vortrefflich, einfühlsam und realistisch die Folgen aus der Alzheimererkrankung sowohl für die Erkrankte wie auch für die Beteiligten im Umfeld zu schildern ohne dabei kitschig zu sein. Für Zoe ist es der Weg, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen, ohne eine Zukunft mit ihrer Mutter zu haben. Doch glücklicherweise führt das tiefere Verständnis der Beweggründe Ginas für den langen Streit zu einem neuen Anfang für sie selbst und ihre Liebe.

„Du erinnerst mich an morgen“ ist eine tief ergreifende Roman über eine Mutter-Tochter-Beziehung, die ich Lesern empfehle, die sich gerne durch Geschichten berühren lassen.

Ein Thema, welches zu Herzen geht und nachdenklich macht

Von: AntjeDomenic Datum : 08.06.2017

antjesbuechereckeundco.blogspot.de/?m=1

Katie Marsh
"Du erinnerst mich an morgen"


Verlag: Diana
Seitenzahl: 432
ISBN: 978-3-453-29190-4
Erstausgabe: 10. April 2017
Preis: 12,99 Euro

Klappentext:
Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?

Gestaltung des Buches:
Das Buch finde ich ist wirklich toll anzusehen. Die bunten Farben verbinde ich mit Fröhlichkeit.

Meine Meinung:
Schon beim ersten Lesen des Klappentextes wollte ich das Buch gern lesen. Ich bin dem Bloggerportal und Diana Verlag sehr dankbar für die Zusendung des Buches.
Die Thematik "Alzheimer" ist wichtig in der heutigen Gesellschaft. In meiner Familie waren wir auch davon betroffen. Für mich hat die Autorin einen wunderbaren Weg gefunden die Thematik aufzugreifen und zu beschreiben. Sehr detailgetreu und ehrliche Worte sind dabei entstanden. Worte, die einem sehr zu Herzen gehen, einen nachdenklich machen und auch einen traurig machen.
Die ein oder andere Träne habe ich beim Lesen des Buches vergossen. Mit jeder Seite des Buches wuchs es mir mehr ans Herz und ich war mittendrin statt nur dabei.
Eine wirklich wundervolle Geschichte, dich ich Betroffenen aber auch neutralen Menschen sehr ans Herz legen kann.
Da es mein erstes Buch von der Autorin war, was ich gelesen habe, wird es nicht das letzte sein. Ein weiteres steht bereits auf meiner Wunschliste.

5 von 5 *

Gefühlvolle Mutter-Tochter-Geschichte, gespickt mit Liebesgeschichte

Von: lenisvea Datum : 04.06.2017

lenisvea.blogspot.de

€ 12,99 [D] inkl. MwSt.
€ 13,40 [A] | CHF 17,90*
(* empf. VK-Preis)
Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-453-29190-4
NEU
Erschienen: 10.04.2017

Zum Buch: https://www.randomhouse.de/Paperback/Du-erinnerst-mich-an-morgen/Katie-Marsh/Diana/e513971.rhd
Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?
Meine Meinung:
Ich habe im letzten Jahr den Debütroman der Autorin gelesen und bin jetzt durch das auffallende Cover auf ihr neues Werk aufmerksam geworden. Freundlicherweise wurde mir dieses vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt.
Der Einstieg in das Buch ist sehr leicht gefallen. Der Schreibstil war auch in diesem Buch sehr flüssig.
Man lernt als erstes Zoe kennen, die wenige Minuten vor ihrer eigenen Hochzeit einen Hilferuf ihrer Mutter bekommt, mit der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Da sie auf einmal auch Zweifel an der Liebe zu ihrem Verlobten hat, sagt sie die Hochzeit ab und fährt zu ihrer Mutter. Das fand ich persönlich etwas unrealistisch, aber die Autorin wird sich wohl was dabei gedacht haben.
Dann stellt sich schnell heraus, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt und dadurch wird das Leben von Zoe noch mehr auf den Kopf gestellt.
Zum einen geht es hier dann um die Kittung der Mutter-Tochter-Beziehung, was ich persönlich sehr interessant fand, zu verfolgen. Des Weiteren geht es natürlich auch darum, wie es mit Zoe und Jamie, ihrem ehemaligen Verlobten, weiter geht. Mehr wird hier natürlich nicht verraten, das sollt ihr ja selbst lesen. Ausserdem wird das Thema Alzheimer thematisiert.
Wir erfahren mit Hilfe von alten Briefen die Sichtweise der Mutter von Zoe, was sehr berührend war. Sie hat sie immer zu den Geburtstagen von Zoe geschrieben, was natürlich schon emotional war.
Alles in allem kann ich hier auf jeden Fall eine Kauf- und Leseempfehlung geben für alle, die gerne über das Thema Mutter-Tochter-Beziehung lesen, gespickt mit einer Liebesgeschichte. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.


Ein schöner Familien-Roman <3

Von: Yvonne Datum : 04.06.2017

https://yvonneschwarz.wixsite.com/wonnisbucherparadies

Titel: "Du erinnerst mich an morgen"
Autor: Katie Marsh
Verlag: Diana
Seitenzahl: 430

Cover:
Ich finde es Mädchenhaft schön. Dieses wunderschöne Softcover wurde mit den herrlichsten Farben gestaltet, aber nicht übertrieben. Man könnte fast denken das es wie eine Blume aussieht, welche Blüten verliert und mit dieser Interpretation passt es auch zum Buch…jede Blüte die diese Blume verliert, so verliert auch Gina eine Erinnerung….


Schreibstil:
Das Thema Demenz, umgangssprachlich auch Alzheimer genannt...ist für nicht betroffene nicht einfach zu verstehen und nachzuvollziehen. Die Autorin setzt alles so ins Szene das man auch als nicht betroffener merkt, was es an Kraft kostet nicht nur körperlich…Sie erklärt alles das es für jeden Verständlich ist… Aber nicht nur die Krankheit ist ein Thema, auch das ganze Leben Drumherum um Zoe. Frau Marsh hat ein gutes Händchen für das sensible und das wiederspiegelt sich in jedem Kapitel wieder…Jede Person, Szene, Unterhaltung und Umgebung ist mit so viel Hingabe beschrieben das man denken könnte man ist mitten drin oder man hätte es schon einmal erlebt.

Inhalt:
Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?

Meinung:
Es gab 2 Szenarien die ich mir extrem bildlich vorgestellt hatte und bis jetzt immer noch nicht weiß ob ich so etwas tun könnte und wie ich mich verhalten würde…Das erste Bild, ich lass meinen über alles geliebten Partner vor dem Altar stehen um meiner Mutter zu helfen, die ich Jahre nicht gesehen hab (Bild Nummer 2). Dazu komm ich später nochmal zurück.
So also, die Aufteilung von diesem Buche finde ich sehr schön sentimental…auf der einen Seite wird das hier und jetzt beschrieben und erzählt und auf der anderen Seite erfahren wir pünktlich an Zoes Geburtstag was sie das ganze Jahr gemacht und angestellt hat. Schade das ich diese Idee nicht schon vor knapp vier Jahren hatte. Nun gut…wer mir dolle quer im Magen lag war der Vater, er war mir sehr unsympathisch mit seinem Militärton. Auch hier in diesem Buch wurden verschiedene Themen angesprochen wie, wie man sich fühlt nach einer Fehlgeburt, wenn man Tabus bricht und die Krankheit Demenz (Alzheimer), diese wird das ganze Buch über thematisiert. Ich bewundere Zoe (jetzt kommen wir zum Blid 1 und 2) Empathie, sie hat jahrelange nichts von ihrer Mutter gehört und dann kurz bevor sie heiraten wollte, kam ein Anruf und sie brach alle Zelte ab. Wie muss sich Jamie (der verlobte) gefühlt haben? Sicherlich waren sie immer ein Herz und eine Seele und verstanden sich bis zu diesem Vorfall ausgezeichnet…aber ich hätte es glaube nicht getan, zum einen weil ich nie so ein Verhältnis zu meiner Mutter hatte und zum anderen wühle ich nichts mehr auf was ich beendet habe. Aber das ist eine andere Sache. Im weiteren Verlauf der Geschichte erfährt man andere Pikante Detail, was das schwierige Verhältnis der gesamten Familie erklärt. Wer jetzt Angst hat, dass alles kompliziert ist und total verwirrend…den kann ich entgegenwirken, es ist fantastisch geschrieben, nichts verwirrt und alles macht Sinn ��
Abschließend kann ich sagen, dass es ein wunderschöner Roman ist ❤

sehr bewegender Roman

Von: _my.bookwonderland_ Datum : 30.05.2017

vanessa-liest.blogspot.de

Du erinnerst mich an morgen ist ein Buch im dem es sich fast vollkommen um Familie, Geheimnisse und Alzheimer dreht.
Zoe hat seit Jahren keinen Kontakt mit ihrer Mutter dennoch verlässt sie ihre eigene Hochzeit nachdem sie einen Hilferuf bekommt. Doch in den Jahren als Zoe und ihre Mutter sich nicht mehr unterhalten haben ist sie an Alzheimer erkrankt und hat sich somit verändert.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, das habe ich such schon bei ihrem anderen Buch bemerkt. Die Charaktere waren oft sehr glaubwürdig dargestellt und auch ihre Gedanken und Gefühle wurden gut rüber gebracht. Manchmal jedoch auch nicht glaubwürdig und nachvollziehbar. Dadurch das Die Autorin Katie Marsh im Gesundheitswesen tätig war bringt sie die Alzheimerkrankheit sehr gut und auch glaubwürdig rüber. Nicht jeder im Buch geht gleich mit den Ereignissen die geschehen um was ja aber auch klar ist da jeder Mensch anders mit Dingen umgeht.

Das Buch ist an manchen Stellen traurig und dramatisch aber an manchen Stellen auch lustig.
Mit ca. 430 Seiten hat das Buch schon eine gute länge jedoch finde ich das es am Ende noch ein paar mehr hätten sein können da es einfach zu viele sich überschlagende Geschehnisse am Ende nach meinem empfinden waren.

Als Zoe ihre Mutter dann Tag für Tag pflegt versucht zu helfen merkt man immer mehr wie Gina ihr eigenes Leben Stück für Stück verliert tut weh zu lesen und auch andere also ihre Familienangehörigen dabei zu verfolgen wie sie merken das dies passiert und Erinnerungen sich quasi in Luft auflösen.

Zoe stellt sich ab einem Zeitpunkt des Buches die Frage kann ich meine Mutter noch allein pflegen? Und zudem sagt und fragt sie sich ich kann sie doch nicht einfach in ein Pflegeheim bringen oder doch? Zoe hat fast kein eigenes Leben mehr da sie so mit ihrer Mutter beschäftigt ist. Die Autorin bringt es sehr gut rüber das man ab einem gewissen Punkt nicht mehr alles allein machen kann sosehr man die zu pflegende Person auch liebt und auch wenn sie zur Familie gehört.
Zwischen den Kapiteln tauchen immer wieder Briefe von Gina an Zoe auf bei denen man erfährt was zwischen den beiden vorgefallen ist aber auch wie die Krankheit Gina verändert.

Fazit: Das war mein zweiter Roman der Autorin und auch mit diesem Buch hat sie wieder voll ins schwarze getroffen! Es ist ein sehr bewegender Roman den ich bestens empfehlen kann.

Bewertung: 5/5 Sternen

Wer auf ein kunterbuntes Durcheinander mit sehr viel Familiencharme steht, der ist hier richtig.

Von: Steffinitiv Datum : 29.05.2017

www.zwischendenzeilengelesen.de


Das Buch

Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Diana Verlag (erschienen am 10. April 2017)
Sprache: Deutsch
Originaltitel: A life without you
ISBN: 978-3453291904
Genre: Roman, Gegenwartsliteratur, Liebesroman, Familienroman

Kurzmeinung:
Wer auf ein kunterbuntes Durcheinander mit sehr viel Familiencharme steht, der ist hier richtig.

Klappentext:
Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?
Mein Fazit

Inhalt:
Das Buch handelt von der jungen Zoe, die gerade an ihrem Hochzeitstag an nichts anderes denken wollte und sollte als an ihren zukünftigen Mann Jamie. Doch wieso sollte alles immer so verlaufen, wie erhofft. Es ereilt sie während der Vorbereitungen die Nachricht, dass ihre Mutter, mit der sie kein gutes Verhältnis hat – weshalb sie auch nicht eingeladen war – ihre Hilfe braucht.
Aus unerfindlichen Gründen kann Zoe diesmal aber nicht nein sagen und lässt prompt ihren Ehemann vor dem Altar stehen um ihre Mutter auf der Polizeiwache abzuholen. Dort angekommen, versucht sie erstmal die Wogen zu glätten und herauszufinden, was mit ihrer Mutter los ist. Diese ist sehr verwirrt und alles deutet auf eine frühe Form der Demenz bzw. Alzheimer hin.
Nun mehr alleine versucht Zoe sich ihrer Mutter wieder anzunähern und auch das Verhältnis wieder in die richtige Richtung zu lenken. Ob sie das schafft und ob sie auch ihre große Liebe Jamie davon überzeugen kann ihr eine zweite Chance zu geben.. Lest selbst.

Meine Meinung:
Persönlich fand ich das Thema sehr bewegend, da ich selbst in der Familie mit Demenz zu tun hatte. Jedoch ist die Krankheit hier nicht verschönert, sondern sehr realistisch und doch ein wenig amüsant dargestellt. (Was natürlich zumeist nur als Außenstehender so aussieht…)
Ich fand die Passagen mit den Geburtstagsbriefen von Zoes Mutter sehr schön und sehr ehrlich emotional. Man konnte gut nachvollziehen, warum sie manchmal so oder so gehandelt hatte. Es wäre natürlich für die Mutter-Tochter-Beziehung besser gewesen, wenn Zoe die Briefe bereits erhalten hätte. Das hätte ihr bestimmt geholfen, nachzuvollziehen, was genau, wann schief gelaufen ist und warum ihre Mutter so handelte.
Das Buch hat mir im Gesamten gut gefallen, war schön emotional und auch schön traurig manchmal. Jedoch gab es wie meistens am Ende einen schönen Schluss, mit dem alle Protagonisten gut leben konnten.

Ich bedanke mich hiermit beim Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Bewertung

Handlung * * * * / 5
Romantik * * * * / 5
Charaktere * * * * / 5
Schreibstil * * * * * / 5

Gesamt * * * * / 5

Es hat mich gefesselt und nicht mehr losgelassen

Von: Marie-Theres Werner Datum : 28.05.2017

www.everythingisliterary.com

Schon bevor ihre Hochzeit überhaupt beginnt, hat Zoe Zweifel ob Jamie der Richtige für sie ist. In letzter Zeit haben sie sich, aus bisher noch unerklärlichen Gründen, immer öfter gestritten und scheinbar auseinander gelebt – da kam der Anruf der besten Freundin der Mutter wie gerufen. Obwohl Zoe seit über zehn Jahren kein einziges Wort mit Gina gewechselt hat, lässt sie ihre große Liebe am Altar stehen und macht sich auf den Weg zur Polizeistation.

Als sie ihre etwas verwirrte Mutter dort abholt, scheinen die Fronten zwischen den beiden Frauen noch recht verhärtet zu sein, doch Gina hängt vor allem der Vergangenheit nach und realisiert angeblich nicht, dass sie sich seit einem Jahrzehnt gar nicht mehr gesehen haben. Als Jamie dann auch noch auftaucht und die Frauen gemütlich in einem Café sitzen sieht, scheint Zoes Welt einzustürzen. Ihr Ex-Verlobter braucht Abstand, fliegt alleine in die Flitterwochen und holt seine Sachen aus der gemeinsamen Wohnung. Doch Zoe hat nicht nur mit dem Verlust von Jamie zu kämpfen, denn auch ihre Mutter entfernt sich immer weiter von ihr – und zwar mental.

Einfache Wörter wollen ihr nicht mehr einfallen, den Weg zu ihrer eigenen Wohnung kennt sie nicht mehr und auf der Arbeit wird ihr gekündigt, weil sie in letzter Zeit zu viele Fehler gemacht hat. Gina fängt an, die kleinsten Dinge um sich herum zu vergessen und Zoe muss versuchen, etwas gegen den Gedächtnisverlust ihrer Mutter zu unternehmen und gleichzeitig auch die verlorene Zeit zwischen den beiden wieder aufzuholen.

Gina zieht bei ihrer Tochter ein und fühlt sich zu Beginn sehr wohl, doch sie wacht nachts oft auf, da sie keine innere Uhr mehr hat, verlässt das Haus ohne ein wirkliches Ziel zu haben und steckt beim Kochen fast die gesamte Wohnung in Brand. Zoe ist so sehr damit beschäftigt, sich um ihre Mutter zu kümmern und dafür zu sorgen, dass es ihr gut geht, dass sie ganz vergisst auf sich selbst zu achten. Die Arbeit vernachlässigt sie, mit ihrer Schwester kommt es zum Streit und auch Jamie scheint sie sich nicht mehr anzunähern.

Mit dem Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit sehen Zoe und ihre Schwester Lily nur noch einen Ausweg: Gina muss in ein Pflegeheim. Obwohl Zoe diese Entscheidung mächtig zusetzt, geht es ihrer Mutter dort wieder besser und Zoe kann endlich anfangen, ihr eigenes Leben wieder auf die Reihe zu bekommen.

Du erinnerst mich an morgen ist ein sehr emotionales Buch, welches von Familie, Liebe, Vergebung und der Ungewissheit über die Zukunft handelt. Das Buch hat mir gezeigt, wie wertvoll das Leben und all die Personen, die dazugehören, wirklich sind. An manchen Stellen ging mir das Herz auf, an wiederum anderen kamen mir die Tränen, doch es hat mich von der ersten Seite an gefesselt und nicht mehr losgelassen. Katie Marsh zeigt ihren Lesern wie wichtig die Verbdinung zwischen Mutter und Tochter ist und dass es nichts gibt, was sich über deren Liebe stellen könnte. Durch Ginas Briefe wird in Du erinnerst mich an morgen eine zweite Sichtweise geschildert – neben Zoes, die sich durch das gesamte Buch zieht, werden dem Leser gemeinsame Momenten zwischen Mutter und Tochter durch die Briefe vermittelt. Ein wirklich spannender und zugleich herzerwärmender Roman.

Ein Buch für alle Familienmenschen.

Emotionaler Umgang mit einem schwierigen Thema

Von: bookish-heart-dreams Datum : 21.05.2017

bookish-heart-dreams.blogspot.de/

In diesem Buch dreht sich alles um Familie, alte Geheimnisse und der Krankheit Alzheimer. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Zoe, die am Tag ihrer Hochzeit ein Hilferuf der besten Freundin ihrer Mutter erhält. Ohne groß darüber nachzudenken, verlässt Zoe ihre eigene Hochzeit und eilt zu ihrer Mutter Gina, obwohl sie mit ihr bereits seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Als sie bei ihrer Mutter ankommt, stellt sie fest, dass sich ihre Mutter vollkommen verändert hat, da sie an Alzheimer erkrankt ist.

Katie Marsh hat einen sehr eindringlichen und emotionalen Schreibstil, der es einem leicht macht das Geschehen zu verfolgen. Man taucht tief in die Gedanken der einzelnen Charaktere ein, wodurch sie real erscheinen. Mit einer stellenweise echt beklemmenden Ehrlichkeit stellt sie die Krankheit Alzheimer und dessen Auswirkungen dar.
Wobei ich gleichzeitig aber auch anmerken muss, dass nicht jede Reaktion so richtig nachvollziehbar ist. Ich konnte beispielsweise bis zum Ende nicht ganz verstehen, warum Zoe plötzlich alles stehen und liegen lässt, um sich plötzlich so aufopferungsvoll um ihre Mutter kümmern zu wollen, wo sie doch seit einem Eklat seit Jahren nicht mehr mit ihr gesprochen und sie auch nicht zu ihrer eigenen Hochzeit eingeladen hat, während ihre Schwester sich komplett hinten anstellt und Zoe dies scheinbar teilnahmslos akzeptiert. Zwar werden nach und nach Geheimnisse gelüftet, die manches in einem anderen Licht erscheinen lassen. Allerdings bleiben dennoch Fragen unbeantwortet.
Die einzelnen Figuren sind generell sehr gut durchdacht und zeigen vor allem durch ihre sehr interessanten Eigenheiten unterschiedliche Sichtweisen auf die Ereignisse. Jede Figur für sich wurde durch die Vergangenheit geprägt und geht daher auf unterschiedliche Art und Weise mit den Ereignissen um. Insbesondere Zoes Vater gleichbleibende militärische Härte fand ich sehr gut dargestellt, so dass man vor allem bei ihm das Gefühl hat, dass er ein Fels in der Brandung sein kann, aber gleichzeitig auch sehr schnell merkt, dass sich hinter der harten Schale auch ein durchaus weicher Kern verbirgt.

Diese Buch lebt vor allen von seinen alten Geheimnissen, die es gilt aufzuarbeiten, damit zum Einen Mutter und Tochter wieder zueinander finden können, aber auch Zoe und Jamie sich wieder versöhnen können. Indem das Buch abwechselnd die Geschehnisse in der Gegenwart erzählt und nach und nach Ginas Briefe, die sie seit dem ersten Geburtstag ihrer Tochter geschrieben hat, wiedergibt, findet sich letztendlich alles zu einem wundervollen Ganzen zusammen.

Auch wenn das Buch einige Schwächen aufweist, überzeugt es vor allem durch seine Emotionalität und dem gefühlvollen Umgang mit Alzheimer. Daher kann ich das Buch wirklich jedem wärmstens empfehlen.

Note: 2-

Warmherzig und dramatisch-traurige Mutter-Tochter-Geschichte

Von: Melanie B. aus Ahlen Datum : 19.05.2017

melabu@web.de

Für mich war es das erste Buch von Katie Marsh und ihr Schreibstil hat mir gleich gefallen. »Du erinnerst mich an morgen« ist eine warmherzige Geschichte, die aber auch traurig, dramatisch und ein bisschen lustig daherkommt. Es geht hauptsächlich um das Verhältnis von Zoe zu ihrer Mutter Gina, aber auch um ihre jeweils ganz eigenen Geschichten, die zu dem geführt haben, was die beiden Frauen heute sind.

Zoe und Jamie wollen heiraten, doch seit einem traurigen Ereignis, welches eng verknüpft ist mit Dingen, die in Zoes Vergangenheit passiert sind, läuft es in der Beziehung der beiden nicht mehr rund. So kann es nicht nur Ginas Hilferuf sein, der Zoe dazu bringt, von ihrer eigenen Hochzeit zu fliehen. Zoe liebt Jamie. Einerseits kann sie verstehen, dass er nach der geplatzten Hochzeit Distanz will und die Beziehung gescheitert scheint, doch andererseits möchte sie ihn zurück und um ihre Liebe kämpfen.

Während die Probleme von Zoe und Jamie für mich einen Sinn ergeben, kann ich nicht ganz verstehen, dass es zwischen Zoe und ihrer Mutter Gina zehn Jahre lang keinen Kontakt gibt. Ich mag Zoe, aber ihre Haltung Gina gegenüber empfinde ich als extrem stur und kindisch. Dass sie als Jugendliche sauer auf ihre Mutter ist und trotzig reagiert, das kann ich verstehen, aber sie ist inzwischen erwachsen geworden, hat eine eigene Firma auf die Beine gestellt und pflegt guten Kontakt zu ihrer jüngeren Schwester Lilly. Ich bin der Meinung, dass sie als erwachsene Frau vernünftiger über das hätte nachdenken müssen, was zu dem Bruch zwischen ihr und Gina geführt hat, es hätte längst eine Versöhnung stattfinden können.

Am Ende der Geschichte überschlagen sich die Ereignisse ein bisschen zu sehr für meinen Geschmack. Es wirkt, als hätte die Autorin den Rest in zu wenig Seiten unterbringen müssen, wodurch ich ein paar Wendungen und Auflösungen nicht wirklich gut nachvollziehen konnte. Mir hat das Ende zwar gefallen, aber auf dem Weg dorthin hatte ich das Gefühl, in einer Art Schnelldurchlauf zu stecken.

Trotz meines leichten Unverständnisses für einen Teil der Geschehnisse hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, weitere Bücher der Autorin Katie Marsh zu lesen, z.B. das im Jahr 2016 erschienene »Die Liebe ist ein schlechter Verlierer«.

Warmherzig und dramatisch-traurige Mutter-Tochter-Geschichte

Von: Melanie B. Datum : 19.05.2017

www.am-lesestrand.de

Eine Mutter-Tochter-Geschichte geprägt von der frühen Erkrankung der Mutter an Demenz. Ein sehr interessantes und tragisches Thema, welches mich nicht nur deshalb interessiert, da ich beruflich selbst nicht selten mit dementen Patienten zu tun habe.

Die Geschichte beginnt kurz vor der Hochzeit von Zoe und Jamie. Die Gesellschaft wartet bereits auf das Brautpaar, doch kurz bevor es losgeht, verlässt Zoe den Ort des Geschehens, da sie einen Hilferuf von ihrer Mutter bekommen hat, zu der sie zehn Jahre keinen Kontakt hatte. Gina scheint total verwirrt, sie wird bei der Polizei festgehalten, da sie angeblich etwas geklaut haben soll. Zoe, die ihre Mutter nach langer Zeit wieder gegenüber steht stellt fest, dass diese sehr verwirrt ist. Zoe kümmert sich um ihre Mutter und nimmt sie sogar bei sich auf, da es unmöglich scheint, dass Gina alleine lebt. Gina leidet an einer frühen Form von Alzheimer, was es unmöglich macht, die schwierige Vergangenheit zwischen Mutter und Tochter aufzuarbeiten. Doch später tauchen Briefe auf, Gina hat Zoe fast jedes Jahr an ihrem Geburtstag eine Nachricht geschrieben, anfangs sehr liebevoll während Zoes Kindheit, später auch geprägt von Verzweiflung über das Zerwürfnis der Beiden.

Diese Briefe tauchen im Buch bereits von Anfang an auf. Es gibt immer abwechselnd ein Kapitel aus der Gegenwart und dann wieder einen der Briefe in chronologischer Reihenfolge. Nach und nach habe ich als Leserin erfahren, was zum Streit zwischen Gina und Zoe geführt hat, und welche tiefgreifenden Ereignisse das Leben der beiden Frauen geprägt haben.

Meine Meinung: Für mich war es das erste Buch von Katie Marsh und ihr Schreibstil hat mir gleich gefallen. "Du erinnerst mich an Morgen" ist eine warmherzige Geschichte, die aber auch traurig, dramatisch und ein bisschen lustig daher kommt. Es geht hauptsächlich um das Verhältnis von Zoe zu ihrer Mutter Gina, aber auch um ihre jeweils ganz eigenen Geschichten die zu dem geführt haben, was die beiden Frauen heute sind.

Zoe und Jamie wollen heiraten, doch seit einem traurigen Ereignis, welches eng verknüpft ist mit Dingen, die in Zoes Vergangenheit passiert sind, läuft es in der Beziehung der Beiden nicht mehr rund. So kann es nicht nur Ginas Hilferuf sein, der Zoe dazu bringt, von ihrer eigenen Hochzeit zu fliehen. Zoe liebt Jamie, einerseits kann sie verstehen, dass er nach der geplatzten Hochzeit Distanz will und die Beziehung gescheitert scheint, doch andererseits möchte sie ihn zurück und um ihre Liebe kämpfen.

Während die Probleme von Zoe und Jamie für mich einen Sinn ergeben, kann ich nicht ganz verstehen, dass es zwischen Zoe und ihrer Mutter Gina zehn Jahre lang keinen Kontakt gibt. Ich mag Zoe, aber ihre Haltung Gina gegenüber empfinde ich als extrem stur und kindisch. Dass sie als Jugendliche sauer auf ihre Mutter ist und trotzig reagiert, das kann ich verstehen, aber sie ist inzwischen erwachsen geworden, hat eine eigene Firma auf die Beine gestellt und pflegt guten Kontakt zu ihrer jüngeren Schwester Llly. Ich bin der Meinung, dass sie als erwachsene Frau vernünftiger über das hätte nachdenken müssen, was zu dem Bruch zwischen ihr und Gina geführt hat, es hätte längst eine Versöhnung stattfinden können.

Am Ende der Geschichte überschlagen sich die Ereignisse ein bisschen zu sehr für meinen Geschmack. Es wirkt, als hätte die Autorin den Rest in zu wenig Seiten unterbringen müssen, wodurch ich ein paar Wendungen und Auflösungen nicht wirklich gut nachvollziehen konnte. Mir hat das Ende zwar gefallen, aber auf dem Weg dorthin hatte ich das Gefühl, in einer Art Schnelldurchlauf zu stecken.

Trotz meines leichten Unverständnisses für einen Teil der Geschehnisse hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, weitere Bücher der Autorin Katie Marsh zu lesen.

Eine bewegende Geschichte, die einen nicht mehr loslässt

Von: Buntes Tintenfässchen Datum : 17.05.2017

svenjasbookchallenge.blogspot.de/

Katie Marshs Debütroman Die Liebe ist ein schlechter Verlierer war eines meiner Buch-Highlights im letzten Jahr und hatte mich vor allem aufgrund der ernsten Thematik angesprochen. Eine solche greift Marsh auch in ihrem neuen Roman Du erinnerst mich an morgen auf. Im Mittelpunkt steht diesmal die Alzheimer-Erkrankung - eine Erkrankung, die mittlerweile viele Menschen betrifft und als eine der gefürchtetsten gilt. Ich war besonders gespannt auf Marshs Umsetzung, weil meine Uroma an Demenz litt (sie erkannte mich nicht) und ich daher natürlich auch ein persönliches Interesse an der Thematik habe.

Der Einstieg war für meinen Geschmack zunächst etwas holprig: Wir lernen Zoe kennen, eine junge Frau, die sich auf ihre Trauung vorbereitet, die in wenigen Minuten stattfinden soll. Dass etwas nicht stimmt, merkt man bereits an ihrer fast schon übertriebenen Nervosität, doch der Hammer kommt, als sie einen Anruf von der besten Freundin ihrer Mutter erhält und kurzerhand ihren Verlobten Jamie vorm Traualtar stehen lässt, um ihrer Mutter zu Hilfe zu eilen. Das Verhalten ist vor allem deshalb nicht nachvollziehbar, weil Zoe 10 Jahre lang keinen Kontakt zu ihrer Mutter hatte. Das ist erst einmal das einzige, das man als Leser erfährt und auf mich wirkte die gesamte Ausgangssituation irgendwie konfus und zu konstruiert - kommt so etwas im echten Leben wirklich vor? Aber: Im Verlauf der Handlung klärt sich nach und nach auf, weshalb Zoes Verhältnis zu ihrer Mutter derart zerrüttet ist und was es war, dass sie dazu veranlasst hat, ihre Hochzeit auf so brutale Weise in letzter Sekunde abzublasen. Und so wird der Anfang des Romans schließlich plausibel.

Zoe nimmt sofort die Veränderungen am Verhalten ihrer Mutter wahr - Dinge, die weder deren bester Freundin Mags noch Zoes Schwester Lily, die regelmäßig Kontakt zu Gina haben, auffallen beziehungsweise die sie womöglich bewusst ignorieren. Irgendwie ist Zoe zu Beginn noch eine Außenstehende, die objektiv bleibt und vor allem rational denkt. Sie sieht die Zeichen und weiß noch vor der Diagnose: Ihre Mutter leidet an Alzheimer. Diese Erkenntnis reißt Zoe den Boden unter den Füßen weg, denn ihr ist klar, dass ihr nicht mehr viel Zeit bleibt, um wieder eine Bindung zu ihrer Mutter aufzubauen und sie für all die Jahre zu entschädigen, in denen sie sie ignoriert hat. Von diesem Moment an war mir Zoe wesentlich sympathischer als zu Beginn, denn sie packt den Stier bei den Hörnern, nimmt ihre Mutter bei sich auf und kümmert sich trotz eigener Firma und ihres Liebeskummers hingebungsvoll um sie.

Und wieder merkt man der Geschichte und den Figuren Katie Marshs Detailgenauigkeit und ihr persönliches Interesse an dem Thema an. Das schnelle und grausame Fortschreiten der Demenz stellt sie sehr authentisch dar, mit allem, was es mit sich bringt. Für Zoe, die zunehmend Mühe hat, ihre Mutter rundum die Uhr zu betreuen, sie zu beschäftigen und ihr dennoch das Gefühl zu geben, dass sie nicht eingesperrt ist, sondern nach wie vor selbst entscheidet. Für Gina, der ihr Leben Stück für Stück entgleitet und die sich immer weniger zurechtfindet - einfach nicht begreifen kann, was mit ihr passiert. Für die Menschen in Ginas Umfeld, wie beispielsweise ihren Exmann, der ihr Verhalten zunächst abstoßend findet und sie für eine Säuferin hält. Es tut weh, mit anzusehen, wie ein Mensch sich nach und nach selbst verliert und wie seine Angehörigen mit ansehen müssen, wie sich gemeinsame Erinnerungen in Luft auflösen und (in Zoes Fall) die Chance auf eine Aussöhnung mit jedem Tag geringer wird.

Auch der innere Zwiespalt der Angehörigen wird thematisiert: Bin ich ein schlechter Mensch, wenn ich zugebe, dass ich die Betreuung einfach nicht mehr länger stemmen kann? Kann ich meine Mutter einfach so in ein Pflegeheim "abschieben"? Zoes Mut und ihre Kraft muss man einfach bewundern - sie kümmert sich lange fast allein um ihre Mutter, muss ständig um deren Sicherheit bangen und hat praktisch kein eigenes Leben mehr. Und als Leser merkt man eher als sie selbst: So kann das nicht weitergehen. Katie Marsh zeigt sehr schön, dass man als Angehöriger eben ab einem gewissen Punkt auch keine fachgerechte Pflege mehr gewährleisten kann und dem Erkrankten damit auf lange Sicht nichts Gutes tut.

Und noch ein weiterer genialer Kniff zeichnet die Geschichte aus: Zwischen den Kapiteln sind Briefe von Gina an Zoe eingefügt, die diese ihr jedes Jahr zum Geburtstag schrieb. Auf diese Weise erfährt man zum einen, was zwischen den beiden vor so vielen Jahren vorgefallen ist. Zum anderen zeigen sie aber auch, wie stark sich Ginas Persönlichkeit durch die Krankheit verändert hat. Die Gina aus den Briefen scheint kaum mehr etwas mit der an Alzheimer erkrankten Gina gemein zu haben und das demonstriert doch sehr eindrucksvoll, was Demenz mit einem macht. Insgesamt ist die Geschichte nach dem etwas holprigen Einstieg unglaublich fesselnd und vor allem bewegend - ein Wechselbad der Gefühle. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und hatte beim Lesen das ein oder andere Mal Tränchen in den Augen.

Mein Fazit:
Auch mit ihrem zweiten Roman hat Katie Marsh für mich voll ins Schwarze getroffen. Um ein ebenso bedrückendes wie wichtiges und hochaktuelles Thema spinnt sie eine spannende, realitätsnahe Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Große Leseempfehlung!

Eine Geschichte über die stärke von Familienbanden

Von: Found Adult - New Adult - Romance Datum : 17.05.2017

https://www.facebook.com/YoungAdult.NewAdult.Romance/

Du erinnerst mich an morgen ♡

Katie Marsh

Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?

Irgendwie nagen Zweifel an Zoe bezüglich ihrer nahenden Hochzeit. Eigentlich kommt der Hilferuf ihrer Mutter doch gerade rechtzeitig. Warum sie seit zehn Jahren keinen Kontakt zu ihrer Mutter hatte, erfährt der Leser erst viel später im Buch.
Katie Marsh thematisiert in ihrem Roman Alzheimer, eine schleichende Krankheit, die die Menschen sehr verändert und die Lebens- und Umgangssituation so schwierig macht. Zusätzlich zu all den bereits vorhandenen Problemen und Konflikten stellt sie scheinbar ein unüberwindbares Hindernis dar. Zoe erkennt ihre Mutter in vielen Situationen kaum wieder und fühlt sich immer wieder mit allem überfordert, wobei es ihr auf Grund der vielen Veränderungen auch schwer zu fallen scheint, die ‚alten’ Geschichten mit der Frau, die nun vor ihr steht, in Einklang zu bekommen.
Ein weiteres schwieriges Thema sind die Familienbande bzw. die Beziehung zwischen Zoe und ihrer Mutter. Viel zu wenig Autorin widmen sich der Familienthematik so herzbewegend, wie Katie Marsh das schafft. Es ist so schön zu sehen, wie Zoe trotz allem was in der Vergangenheit stattfand, für ihre Mutter da ist und ihr hilft, als diese sie am Meisten braucht.

Die laufende Geschichte wird beim Lesen von Briefen ihrer Mutter unterbrochen. Diese hat ihr jedes Jahr zum Geburtstag einen Brief geschrieben, in dem sie aus ihrem Leben berichtet.

Das Band zwischen Mutter und Tochter ist, wenn es drauf ankommt, stärker als alle Konflikte. Und das ist eine so schöne Aussage des Buches, dass es mir richtig ans Herz ging.

Wer ‚Die Liebe ist ein schlechter Verlierer’, der erste Hit von Katie Marsh, mochte, wird ‚Du erinnerst mich an Morgen’ lieben!

5 von 5 ♡

Du erinnerst mich an morgen

Von: Blog-a-holic Datum : 14.05.2017

blog-a-holic.de/

Zum Inhalt:

Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?



Über die Autorin:

Bevor ihr sensationelles Debüt "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" erschien, war Katie Marsh im Gesundheitswesen tätig. Der zweite Roman "Du erinnerst mich an morgen" erzählt von der Alzheimer-Krankheit. Ihre Bücher sind inspiriert von der Tapferkeit der Menschen, die ihr bei ihrer Arbeit begegnet sind. Katie lebt mit ihrer Familie in London.



Mein Fazit und meine Rezension:

Kurz bevor sie an den Altar tritt, plagen Zoe Zweifel, doch kann sie nicht genau bestimmen, woher sie kommen und dann ereilt sie auch der rettende Anruf: die beste Freundin ihrer Mutter ist dran und bittet um Hilfe, denn Zoes Mutter hat Schwierigkeiten und braucht sie. Zoe lässt die Hochzeitsgesellschaft und ihren Verlobten stehen und flüchtet von ihrer eigenen Hochzeit - eigentlich verständlich, wenn es um die eigene Mutter geht, nur nicht in ihrem Fall, denn Zoe und ihre Mutter haben seit über 10 Jahren kein einziges Wort mehr miteinander gesprochen. Der Grund dafür liegt tief in der Vergangenheit verborgen. Und als Zoe ankommt, trifft sie auch sogleich der Schlag, denn ihre Mutter ist nicht wieder zu erkennen, benimmt sich, wie mit Mitte 20 und vergisst viel. Die Diagnose der Ärzte: Alzheimer. Was also tun? Soll sie ihre Mutter alleine lassen und die letzten 10 Jahre als Grund dafür sehen? Oder soll sie den Streit vergessen und ihr helfen? Für Zoe, aber auch für den Rest der Familie beginnt eine schwierige Zeit - eine Lösung scheint nicht in Sicht. Und als ob das nicht schon belastend genug wäre, trennt sich ihr Verlobter von ihr und auch auf der Arbeit will es einfach nicht mehr Rund laufen. Wo soll sie jetzt ihre Prioritäten setzen?

Mehr erfahrt ihr im Buch!

Zoe ist eine junge Frau, ehrgeizig und stets auf ihre Ziele bedacht. Alles in ihrem Leben läuft perfekt. Sie scheint für alles einen genauen Plan zu haben, den sie detailliert verfolgt, bis sie eines Tages ihren Verlobten vor dem Altar stehen lässt und zu ihrer Mutter flüchtet - mit der sie seit über 10 Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Der Grund für diese Funkstille zwischen Mutter und Tochter ist in der Vergangenheit begraben und wir als Leser begeben uns gemeinsam mit Zoe auf die Suche danach.

Die Geschichte wird immer wieder von den Briefen ihrer Mutter an Zoe unterbrochen, denn diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, ihr an jedem Geburtstag einen Brief zu schreiben und ihr zu erzählen, was sie alles in ihrem Lebensjahr erlebt hat. Eigentlich eine wirklich süße Idee und anfangs schien auch wirklich alles gut zu sein - umso erstaunter war ich, wie Zoe gegenüber ihrer Mutter wirklich auftritt. Mehrfach wird erwähnt, dass etwas vorgefallen ist, etwas, das sehr schlimm ist und sie geprägt und somit die beiden auseinander gerissen hat. Doch was? Darauf müssen wir Leser doch noch geduldig warten, aber eine Ahnung wächst mit jeder weiteren Seite.

Gina, Ehefrau eines Soldaten, der ständig im Einsatz ist und stets umziehen muss, hat es nicht leicht. Erst mit Tochter Zoe in ihrem Leben scheint es wieder einen Sinn zu geben und als dann noch die zweite Tochter Lily kommt, ist das Leben perfekt, aber nur fast. Sie war schon immer ein lebensfroher Mensch und hat seit der Geburt ihrer Kinder nur für sie gelebt, das wird aus ihren Briefen deutlich, doch bereits in frühen Jahren merkt man - insbesondere, wenn man die Diagnose bedenkt - dass sich etwas anbahnt und ganz und gar nicht in Ordnung ist und damit meine ich nicht nur ihre zerrüttete Ehe.

Zoe und Gina, zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und die sich doch bis aufs Haar gleichen, finden wieder zusammen. Zusammengeführt durch eine Krankheit, deren Zerfall im Gedächtnis beginnt und sich langsam, aber sicher, ausbreitet: Alzheimer. Gina ist nicht mehr dieselbe, einfache Aufgaben gehen ihr nicht mehr von der Hand und sie muss ihren Job aufgeben. Zoe springt ein und übernimmt die Pflege für sie, das dürfte doch zu schaffen sein? Doch leider hat Zoe sich hierbei verschätzt und den Alzheimer unterschätzt - für sie beginnt eine schwierige Zeit voller Probleme, hoffen und bangen. Aber sie kann doch nicht einfach Gina in ein Pflegeheim "abschieben" - immerhin ist sie ihre Mutter!

Zoe fühlt sich mit Problemen konfrontiert, die wohl jedem in solch einer Situation begegnen werden: Angst und Selbstzweifel. Warum sollte man es nicht schaffen? Immerhin hat die Mutter einen in der Kindheit selbst umsorgt, man sollte ihr jetzt also etwas zurückgeben. Doch wie soll man sein eigenes Leben mit dem einer kranken und pflegebedürftigen Mutter vereinbaren? Wie Job und Krankheit und auch noch die eigene Familie unter einen Hut bringen? Im Laufe der Geschichte wächst Zoe zunächst an ihren Aufgaben, um dann einzusehen, dass sie nur umso tiefer fallen kann. Ich wäre wohl schon früher eingeknickt, doch kann ich ihre Gefühle und Zweifel auch verstehen: wie kann ich meine Mutter nur in ein Pflegeheim geben? Dort wird sie niemals gut behandelt, dort ist sie allein, fühlt sich abgeschoben und ich bin Schuld. Eben diese Gedanken würden auch mich plagen und so wäre es nur eine Frage der Zeit, wann auch ich daran zerbrechen würde. Ebenso ergeht es Zoe.

Wie aber sollte man in solch einer Situation reagieren? Gibt es überhaupt ein Patentrezept? Meines Erachtens: nein. Natürlich gibt es gute Pflegeeinrichtungen, die Pfleger sind auf die Bedürfnisse der Patienten eingerichtet und wissen, was sie erwartet. Sie sind eigens dafür geschult. Doch wie oft sind solche Einrichtungen in den letzten Jahren in Verruf geraten? Wie oft haben Negativschlagzeilen die Presse geprägt? Und wie soll man bei all der Fülle an Informationen, die täglich auf einen einströmen, mit ruhigem Gewissen sagen können: Ich habe die richtige Entscheidung für meine Mutter / meinen Vater getroffen!? Ehrlich gesagt: ich habe keine Ahnung. Und bis jetzt bin ich - Gott sei Dank - auch noch nicht in der Lage, über solch eine Situation entscheiden zu müssen. Vielleicht würde hier ein Gespräch mit den Eltern helfen, ein klärendes und offenes Gespräch, aber wer will sich schon mit seinem Lebensabend auseinandersetzen?

Fragen über Fragen, die die Autorin sehr gut dargestellt hat. Der Konflikt von Zoe und ihrer Mutter ist deutlich herausgearbeitet und obwohl stets eine dunkle Wolke über der gemeinsamen Vergangenheit schwebte, so ist Zoe doch für ihre Mutter da, als diese ihre Hilfe am nötigsten braucht. Katie Marsh hat mich mit ihrem Buch nicht nur beeindruckt und die Thematik um die Krankheit Alzheimer vertieft, sondern auch gefesselt und berührt zugleich. Als ich die letzten Seiten gelesen habe und das Buch zugeklappt habe, waren da immer noch die Gedanken und sie kreisen auch jetzt noch in meinem Kopf. Wie würde ich mich entscheiden? Was könnte ich tun? Und was könnte ich nicht tun? Könnte ich der Wahrheit ins Auge blicken?

Eine wunderschöne Geschichte über eine Thematik, die uns alle angeht und die wir nur zu gern verdrängen - bis es zu spät ist.

Rezension zu ,,Du erinnerst mich an morgen'' von Katie Marsh

Von: togetherbooks Datum : 12.05.2017

linasbuecherwelt.blogspot.de/

Allgemeine Infos:
Das Buch ,,Du erinnerst mich an morgen'' ist von der Autorin Katie Marsh.
Es ist am 10.4.2017 im Diana-Verlag erschienen.
Als Broschierte Ausgabe kostet es 12,99 Euro,und das E-Book kann man für 9,99 Euro erwärben.
Hier findet ihr es auf Amazon.

Klappentext:
Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?

Zum Cover:
Das Cover gefällt mir gut.Ich finde die Farben und somit diese auffällige bunte Austrahlung,total toll ! Die Schriftarten finde ich auch sehr passend gewählt,und außerdem mag ich es,wenn auf einem Cover,wie auf diesem,nur Großbuchstaben verwendet werden.

Zum Inhalt:
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht,da mir die Protagonisten direkt sympathisch waren.Im Buch geht es um die Themen Familie,Alzheimer,und auch Liebe. Die Geschichte ist deshalb sehr emotional,aber auch trotzdem an einigen Stellen etwas humorvoll,was mir super gut gefallen hat ! Das einzige was mir zwischendurch leider so ein bisschen gefehlt hat,war die Spannung.Aber dennoch kommen beim lesen mehrere Emotionen hoch,und es kann beim lesen durchaus passieren,das mal eine Träne fällt.Also das Buch konnte mich definiv von sich überzeugen !

Zum Schreibstil:
Ich finde das Buch ist wunderschön geschrieben. Die Autorin schafft es,das man die Geschichte nicht mehr vergisst.
Der Schreibstil ist sehr angenehm,und lässt sich schön fließend lesen.

Mein Fazit:
Die berührende,emotionale Familiengeschichte konnte mich durchaus von sich überzeugen ! Ein paar wenige Stellen waren mir etwas zu langatmig,aber trotzdem finde ich,das es ein ganz tolles Buch ist !
Wertung: 4/5 Sterne

Sensible Themen gefühl- und eindrucksvoll verpackt

Von: literaturliebe Datum : 08.05.2017

www.literaturliebe.de

Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?

MEINE MEINUNG
Mit „Du erinnerst mich an morgen“ wurde der zweite Roman der Autorin Katie Marsh ins Deutsche übersetzt, in der zwei Geschichten miteinander verbunden werden. Auf der einen Seite hat man die Gegenwart, in der Zoe kurz davor ist zu heiraten, die Hochzeit jedoch kurz vorher fluchtartig verlässt. Andererseits hat man die Vergangenheit und damit Zoes Leben, die man durch geschriebene Briefe ihrer Mutter Gina erlebt. Mit einer Leichtigkeit verbindet die Autorin dabei beide Geschichten, bis man schließlich vollends in der Gegenwart ankommt.

Zu Beginn fragt man sich als Leser, warum Zoe ihre eigene Hochzeit so plötzlich verlässt und ihrer Mutter zur Hilfe eilt, nachdem Zoe doch jahrelang den Kontakt verweigert hat. Zoe merkt schnell, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt und beschließt, für sie da zu sein und damit gleichzeitig um die Beziehung zu ihrer Mutter zu kämpfen. Und auch hier ist man geneigt, nach dem großen „Warum?“ zu fragen.

In Katie Marsh aktuellem Buch geht es um die Liebe, Familie und Vergebung. Der Schwerpunkt liegt dabei einerseits auf der Mutter-Tochter-Beziehung, andererseits auf Ginas Frühdemenz. Wie die Kluft zwischen Mutter und Tochter immer größer wurde und wie es letztlich zu dem Zerwürfnis der beiden kam, wird durch die Briefe von Gina eindrucksvoll geschildert. Gleichzeitig erhält man dadurch die nötigen Hintergrundinformationen und mit jedem Brief wird die Frage nach dem anfangs gestellten „Warum?“ ein Stückchen mehr beantwortet. Gleichzeitig bekommt man die unendliche Liebe einer Mutter spüren, egal wie groß die Distanz zur Tochter auch sein mag. Mit Gefühl erzählt die Autorin dabei von Familienkämpfen, Verlusten und Ginas Krankheit. Mit großer Sensibilität und Empfindlichkeit wird der Abstieg Ginas in die immer präsenter werdende Frühdemenz nur all zu deutlich. Gleichzeitig scheut Marsh nicht davor, den Leser mit der knallharten Realität zu konfrontieren, der Zoe und ihre Familie nun ausgesetzt sind. Man spürt die Emotionen und verwirrenden Gedanken nach richtig und falsch auf jeder Seite.

Zwei kleine Kritikpunkte gibt es dennoch. Zum einen hatte ich teilweise Schwierigkeiten mit Zoe. Zwar wird sehr gut aufgeklärt, warum Zoe so lange den Kontakt zu ihrer Mutter verweigert hat und zum damaligen Zeitpunkt war es vielleicht sogar nachvollziehbar. Dass aber über weit mehr als zehn Jahre Funkstille herrschte schien für mich nicht gerechtfertigt, da Zoe immerhin auch älter geworden und zu einigen Einsichten gekommen ist. Für mich war das einfach nur falscher Stolz, den sie da an den Tag legte. Als zweiten Punkt muss ich das Ende anmerken. Es ist durchaus zufriedenstellend, jedoch erschien das Ende mir zu plötzlich und gehetzt. Alles passierte von jetzt auf gleich. Hier hat mir der fließende Übergang etwas gefehlt.

ABSCHLUSSWORTE
Wenn man einmal von meinen zwei minimalen Kritikpunkten absieht, ist “Du erinnerst mich an morgen” eine herzerwärmende, teilweise witzige aber genauso auch grausame und traurige Gechichte. Katie Marsh greift mit der zerrütteten Mutter-Tochter-Beziehung und Ginas Frühdemenz sensible Themen auf, die sie jedoch eindrucks- und gefühlvoll verpackt hat. Das Buch gibt einigen Stoff zum Nachdenken, besonders nach der Frage, was wirklich zählt.

Konnte mich komplett überzeugen

Von: Catlovebooks Datum : 07.05.2017

https://www.youtube.com/channel/UCEBYqBSGO7jddY9s9p-WOpw

ZUM INHALT:

Zoe will gerade die Zukunft mit ihrer großen Liebe Jamie beginnen, als sie ihre Vergangenheit einholt. Kurz vor der Trauung erreicht sie der Hilferuf ihrer Mutter, mit der sie seit Jahren nicht gesprochen hat. Ohne nachzudenken verlässt Zoe die eigene Hochzeit und findet eine veränderte Mutter. Die Neuigkeit trifft sie mit voller Wucht: Gina ist mit gerade mal Anfang fünfzig an Alzheimer erkrankt. Der Alltag wird bedrohlicher, die Versöhnung mit ihrer Tochter immer dringlicher. Zoe will Gina beistehen, ist aber auch damit konfrontiert, dass Jamie sie nach der geplatzten Hochzeit verlassen hat. Ist er bereit, ihr eine zweite Chance zu geben? Und können Mutter und Tochter die Vergangenheit überwinden, jetzt da Gina ihre Erinnerung langsam, aber unaufhaltsam verliert?


MEINE MEINUNG:

Im letzten Jahr habe ich bereits ein Buch dieser Autorin gelesen, was ich ziemlich gut fand und deswegen habe ich mich sehr gefreut, als ich gesehen habe, dass es ein neues Buch geben wird und als es dann bei mir ankam habe ich gleich damit angefangen es zu lesen, weil ich doch sehr gespannt auf die Geschichte war.

Warum ich so neugierig war, im letzten Jahr hat mich das Buch beeindruckt, weil es kein so leichtes Thema beinhaltete und ich mag normalerweise Bücher nicht so gern, wenn es um Krankheiten geht, dennoch habe ich es gelesen, weil ich die Umsetzung richtig gut fand und es mich tief bewegte und zum nachdenken anregte.

Auch diesmal ist es kein so leicht verdauliches Thema, doch diesmal wusste ich worauf ich mich einlasse und zwar geht es hier um Alzheimer, ein Thema wo ich noch nicht viel drüber in Büchern gelesen habe.

Auch diese Geschichte hat mich beeindruckt zurückgelassen, die Autorin bringt dem Leser die Geschichte so nah heran, dass man sie einfach mögen muss und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es war sehr emotional und dennoch nicht bedrückend und das gefiel mir wahnsinnig gut.

Mehr kann ich gar nicht sagen...



5/5 Sterne

Wunderschön und herzzerreißend!

Von: thatweirdbookgirl Datum : 06.05.2017

https://www.instagram.com/thatweirdbookgirl/

Schon das Cover dieses Buches hat mich vollends überzeugt. Zwar weiß ich nicht direkt, was es jetzt wirklich sein soll, und eine richtige Parallele zum Buch sehe ich darin auch nicht, aber hübsch ist es allemal! :P

Ein erster Punkt, der mir bei diesem Buch unglaublich gut gefallen hat, war die Erzählperspektive. Denn jedem Kapitel, wobei Zoe im Fokus der Erzählung steht, wurde ein Brief ihrer Mutter angehangen, den sie fast jedes Jahr zum Geburtstag ihrer Tochter geschrieben hat.
Ich bekomme ungelogen jetzt schon wieder Gänsehaut, wenn ich dran denke, so gelungen war das! Ein großer Vorteil, der sich daraus ergibt, ist, dass man beide Seiten hört und es so praktisch unmöglich gemacht hat, dass einer der beiden als Teufel dargestellt und der andere in den Himmel gelobt wird. Das hat einfach etwas total menschliches und realistisches, denn schließlich baut ja jeder mal Scheiße (auf deutsch gesagt) und macht einen Fehler.

Auch der Schreibstil war klasse! Ich persönlich mag den Er-Erzähler ja eigentlich gar nicht, aber Katie Marshs Schreibstil lässt einen das einfach vollkommen vergessen. Dafür fesselt sie einen komplett und man vergisst alles um einen herum.

Aber tauchen wir jetzt mal in die Geschichte ein, denn diese habe ich wirklich, wirklich geliebt!! Leider hatte ich kleine Startschwierigkeiten und bin nicht sofort in das Buch reingekommen, weil Zoe, die Protagonistin von "Du erinnerst mich an morgen", anfangs echt schwierig zu verstehen war. Ich konnte sie ehrlich gesagt nicht so recht leiden, aber keine Angst, das gehört alles zur Story. Denn es hat einen Grund, warum Zoe so streng organisiert und total kontrolliert und beherrscht wirkt - ihre Vergangenheit, die sie nicht loslassen kann. Was diese ist, müsst ihr natürlich selbst erfahren. ☺ Jedenfalls wird der Leser schon von Anfang an darauf heiß gemacht, Zoes Geschichte zu erfahren, was sie so kaputt gemacht hat. Und das baut wirklich eine ungehörige Spannung auf, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. ☺
Ja, und auch ihre Mutter Gina hat große Probleme - Alzheimer mit gerade einmal fünfzig Jahren - und wie das im Buch geschildert wird, hat mir viel zu oft das Herz gebrochen. Das Thema ist wirklich schmerzhaft, aber dennoch so aktuell, und hat einem echt die Augen geöffnet. Ich persönlich musste mich so oft zusammenreißen, nicht gleich haltlos in Tränen auszubrechen.

Desweiteren behandelt das Buch nicht nur die Beziehung von Mutter zu Tochter, sondern auch von Jamie und Zoe. Auch hier habe ich so sehr mit Zoe mitleiden müssen. Der Schmerz der beiden ist so übergreifend und hat mir mal wieder selbst das Herz in tausend Splitter zerspringen lassen.

Alles in allem endet die Geschichte dann sehr realistisch, was man als gut, aber natürlich auch als nicht so gut ansehen kann. Trotzdem hat die Geschichte mich wirklich vollends ergriffen, gefesselt und nicht wieder losgelassen. Ich kann sie allen ans Herz legen!


Fazit: Ein wirklich herzzereißendes und so emotionales Buch mit so tiefgründigen Charakteren und einem total spannenden Verlauf, dass mich auf lange, lange Zeit nicht mehr loslassen wird.

Rezension Katie Marsh - “Du erinnerst mich an morgen“

Von: Miss_Mandrake Datum : 02.05.2017

www.live-breath-words.de

Inhalt

"Es kommt alles wieder zurück. Langsam. Schmerzlich. Manchmal ist es besser zu vergessen. "

Die Geschichte beginnt mit Zoe, die kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrem Verlobten Jamie steht.
Kurz bevor sie vor den Traualtar treten soll erhält sie von einer gemeinsamen Freundin ihrer Mutter einen Anruf. Sie wird gebeten schnellstmöglich auf ein Polizeirevier zu kommen, da ihre Mutter Gina aufgrund eines Ladendiebstahls dort vorläufig festgehalten wird.
Obwohl Zoe seit Jahren den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen hat, lässt sie Jamie sang- und klanglos vor vor dem Altar stehen und fährt sofort zu ihr.
Zwar weiß sie durch ihre Schwester Lily, die sich noch regelmäßig mit Gina trifft, grob von deren Alltag, dennoch erkennt sie ihre Mutter kaum wieder. Die früher so lebensfrohe Frau wirkt aggressiv und gleichzeitig sehr zerbrechlich und hilflos.
Und trotz der Umstände, dass Zoe sie jahrelang ignoriert hat kümmert sie sich um ihre Mutter und schnell fällt ihr auf, dass Gina immer öfter die richtigen Worte fehlen. Sie verlegt ihre Schlüssel und vergisst, wie man einen Wasserkocher bedient. Ihre Schwester Lily hat die geistige Verfassung von Gina offensichtlich nicht wahrhaben wollen und bald bestätigt ihr ein Arzt die schlimmste Befürchtung: ihre Mutter leidet an Alzheimer.
Zoe fühlt sich für sie verantwortlich, möchte die Fehler aus ihrer Vergangenheit wieder gut machen und opfert sich bis zur völligen Erschöpfung für sie auf.
Auch die auf Eis liegende Beziehung und die gescheiterte Hochzeit mit Jamie macht ihr zu schaffen. Doch wie gesteht man sich ein, dass man Hilfe benötigt, wenn man noch nie darum gebeten hat?



Meine Meinung

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Story liest sich sehr flüssig und in zwei Tagen war ich mit dem Buch durch.
Allerdings fand ich die Mischung aus Lovestory und dem Thema Alzheimer etwas zu unausgewogen. Wie soll ich das erklären? Unmittelbar vor diesem Buch habe ich “Obwohl es dir das Herz zerreißt“ von Jenny Downham gelesen, das ein ziemlich ähnliches Thema behandelt.
Im Vergleich zu diesem Roman, ging mir die vorhergehende Story mehr ans Herz.
Das Buch von Katie Marsh ist keinesfalls schlecht, nur fehlt mir hier etwas die Tiefe.
Stellenweise waren mir die Charaktere einfach zu oberflächlich und die Handlungen der einzelnen Protagonisten zu unüberlegt und meist vorhersehbar.



Fazit

“Du erinnerst mich an morgen“ ist ein einfühlsam geschriebener Roman. Eine Mischung aus Liebesroman und Familiendrama, der trotz des schwierigen Themas leicht zu lesen ist. Für mich persönlich ist diese Mischung jedoch nicht so gelungen.

Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Bewegende Geschichte

Von: Judith´s Bücherleseclub Datum : 18.04.2017

https://www.facebook.com/groups/1833715933570002/

Hallo an alle!

Heute will ich euch ein Buch vorstellen, dass ich vor kurzem gelesen habe. Es handelt sich um den Roman "Du erinnerst mich an morgen" von Katie Marsh, erschienen im Diana-Verlag.
In dem Buch geht es um Zoe, die kurz vor ihrer Hochzeit mit Jamie steht. Durch einen plötzlich Anruf von ihrer Mutter, mit der sie eigentlich seit 10 Jahren keinen Kontakt hat, verlässt sie Hals über Kopf die Hochzeits-Location, lässt ihren Verlobten stehen und eilt ihrer Mutter zur Hilfe. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, wieso sie einfach so ihren Verlobten stehen lässt oder warum sie solange Zeit keinen Kontakt zu ihrer Mutter hatte? Ja, auch diese Fragen habe ich mir gestellt und habe diesen Roman sogleich verschlungen.
Ich will euch auch noch nicht allzu viel verraten, aber es sollte noch erwähnt werden, dass Zoe's Mama im Laufe der Geschichte die Diagnose "Alzheimer" erhält und der Verlauf dieser Krankheit von der Autorin, die vorher übrigens im Gesundheitswesen tätig war, beeindruckend dargestellt wird.
Besonders gefallen hat mir an diesem Buch die Briefe, die Zoe's Mama jedes Jahr an Zoe zu ihrem Geburtstag schrieb. Diese findet man nach jedem Kapitel und sind so voller Liebe geschrieben, dass ich oft sehr gerührt war.

Mein Fazit: Ich hatte bis jetzt tatsächlich noch nie einen Roman gelesen, bei der es hauptsächlich um die Geschichte einer Familie geht, die auch noch mehrere Schicksale erleben mussten. Daher war ich vorher eher skeptisch. Im Nachhinein hat mir die Geschichte aber gut gefallen! Und das Cover finde ich auch einfach total schön!
Kein automatischer Alternativtext verfügbar.

Perfekte Mischung aus Liebesroman und Familiendrama - emotional und trotz des schwierigen Themas leichtgängig zu lesen

Von: schnäppchenjägerin Datum : 15.04.2017

erdbeersekt-testet.blogspot.de/

Der Klappentext zum Roman ist sehr kurzgefasst und verrät nicht, wovon er eigentlich handelt.

Die Geschichte beginnt unmittelbar mit dem Hochzeitstag von Zoe, die nach wochenlangen Zweifeln am Tag des Ereignisses kalte Füße bekommen hat. Als sie dann auch noch der Anruf einer Freundin ihrer Mutter erreicht, die Zoe bittet, sofort zu ihr zu fahren, lässt Zoe ihren Verlobten sang- und klaglos vor dem Altar stehen.
Ihre Mutter war nicht zur Hochzeit eingeladen, da Zoe den Kontakt zu ihr vor Jahren abgebrochen hatte. Die Hintergründe bleiben zunächst im Unklaren, ihre jüngere Schwester Lily hatte die Verbindung zu Gina zumindest aufrecht erhalten.

Zoe holt ihre verwirrte Mutter aus dem Gewahrsam einer Polizeistation ab, da sie beim Diebstahl erwischt und gegenüber den Beamten ausfallend geworden war. Zoe erkennt ihre Mutter kaum wieder, die einerseits aggressiv, aber auch zerbrechlich und hilflos wirkt.

Auch wenn Mutter und Tochter sich in den letzten Jahren ignoriert haben, und Zoe immer noch eine Wut auf Gina verspürt, kümmert sie sich um ihre Mutter, der immer wieder die Worte fehlen, die Schlüssel verlegt und sich von ihren Nachbarn bedroht fühlt. Lily hat Ginas geistige Aussetzer offensichtlich nicht wahrhaben wollen, aber Zoes schlimmste Befürchtungen werden bald von ärztlicher Seite bestätigt: Ihre Mutter leidet an Alzheimer.

Zoe fühlt sich für ihre Mutter verantwortlich, die bald kaum noch allein sein kann. Wegen der Sorgen um Gina geraten die abgeblasene Hochzeit und ihr Verlobter Jamie schon fast in Vergessenheit. Zoe liebt ihn trotz der Zweifel, die sie übermannt haben und möchte ihn zurückgewinnen.

Nach "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" hat Katie Marsh erneut ein sehr emotionales Buch um eine Krankheit und die Folgen für die Angehörigen geschrieben. Es geht auch wiederum um die Unsicherheit einer jungen Frau und deren Bindungsängste sowie die Fähigkeit, vergeben zu können. Zoe ist dabei eine sympathische und sehr authentische Protagonistin, die nicht im Selbstmitleid zerfließt.

Besonders schön sind auch die Tagebucheinträge von Gina ab 1985 zu lesen, die ihrer Tochter jedes Jahr zum Geburtstag geschrieben hat. Darin lernt der Leser auch sie besser verstehen, die in der Gegenwart - von der Krankheit gezeichnet- unnahbar wirkt. Da ihr Mann als Soldat zu Beginn ihrer Ehe stets über Monate entfernt stationiert war, war Gina in der Regel immer mit zwei kleinen Töchtern im Alltag auf sich allein gestellt und einsam. All ihr Liebe hat sich auf Zoe und Lily projiziert, weshalb ich mich lange gefragt habe, wie es zu so einem Zerwürfnis zwischen Gina und ihrer ältesten Tochter kommen konnte.

Abgesehen von Zoes familiären Problemen und der Annäherung ihrer Mutter, war es zudem spannend zu erfahren, warum sie Jamie nicht hatte heiraten können und ob sie es trotz ihres verletzenden Verhaltens und der Demütigung schaffen würde, ihren Verlobten zu einem Neuanfang zu bewegen.

Der zweite Roman von Katie Marsh ist damit eine perfekte Mischung aus Liebesroman und Familiendrama, der trotz des schwierigen Themas leichtgängig zu lesen ist.

Lieblingsbuch 2017!!!:-)

Von: Sydney Datum : 09.04.2017

buechermaliks.blogspot.com/


Als ich den Klappentext von diesem Roman gelesen habe, dachte ich, dass es eine lockere und lustige Geschichte werden würde. Die ersten Seiten waren direkt super gut geschrieben und nach und nach kam man immer mehr in diese Geschichte hinein. Ich konnte das Buch von Anfang an nicht aus der Hand legen, weil es einfach unfassbar toll war.
Man merkte direkt auf den ersten Seiten, dass die Autorin mit Herzblut geschrieben hat.
Das Thema in diesem Buch ist Demenz und auch die Familiengeschichte der Protagonisten.
Ich habe früher nie über Demenz nachgedacht, aber nach diesem Buch hatte ich so einen überblick und konnte so viele Dinge nachvollziehen. Ich fieberte in diesem Roman die ganze Zeit mit und habe es wirklich in einer ganz ganz kurzen Zeit beendet, da es wirklich spannend und abwechslungsreich war. Auch Dinge die plötzlich in dieser Geschichte passiert sind, waren echt toll formuliert wurden.
Okay fertig mit dem schwärmen ;-)
FAZIT: Dieses Buch bringt wirklich jeden einzelnen zum nachdenken und es ist wirklich für jeden etwas!!

Daher gebe ich diesem Buch volle 5 von 5 Sternen!:-)