Leserstimmen zu
Das Gutshaus - Stürmische Zeiten

Anne Jacobs

Die Gutshaus-Saga (2)

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Taschenbuch
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Klasse!

Von: Tinchen aus Kiel

24.03.2019

Ich bin von dem Buch mehr als begeistert. Es war ein Spontankauf für den Urlaub. Leider habe ich erst im Nachhinein gesehen, dass dies ein zweiter Teil ist. Aber nichts desto trotz finde ich es fantastisch. Ich bin in MeckPomm aufgewachsen und vor 16 Jahren nach Schleswig Holstein gegangen. Aber wenn ich dieses Buch lese, fühle ich mich wieder ins Wohnzimmer meiner Uroma zurück versetzt. Es ist, als wenn ich mit ihr über die alten Zeiten rede. Viele Geschichten ähneln sich. Es gibt mir auch ein Stück meiner Zeit mit ihr zurück. Auch kann man beim Lesen den typischen mecklenburgisch-vorpommerschen "Akzent" raus lesen, von dem ich nie bewusst gemerkt habe, dass es ihn gibt. Ich kann nur sagen, vielen Dank für dieses wunderbare Buch!!! Ich freue mich schon auf den ersten Teil. :-D

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War entäuscht

Von: WinnieHex

24.02.2019

Auf Gut Dranitz läuten die Hochzeitsglocken. Franziska und Walter sind endlich wieder vereint. Alles könnte so schön sein, wären da nicht die Kinder. Franziska und Walter wollten die Familien vereinen, doch inzwischen herrscht nur Streit. Können Sie das Schicksal beeinflussen, oder ist es wie damals auf der Flucht und während der schrecklichen Zeit des Krieges, als sie Spielbälle der grausamen Umstände waren? Die Erinnerungen lassen sie nicht los, und die Zukunft scheint auf einmal gar nicht mehr so klar ... Der erste Teil gefiel mir eigentlich ganz gut muss ich gestehen, aber der zweite Teil war nicht ganz so toll verfasst. Man hatte das Gefühl, dass Buch musste schnell erzählt werden. Es hatte für mich nicht wirklich einen Tiefgang was ich eigentlich sehr schade fand, denn die Geschichte fing gut an und dann so eine Fortsetzung hätte nun wirklich nicht sein gemusst. Ich bin großer Fan von gut geschriebenen historischen Büchern oder auch Sagen, aber der zweite Teil war schon etwas wirr. Eigentlich hatte ich gehofft wieder in einem großen Ohrensessel Platz nehmen zu dürfen und dann mich in die Geschichte gleiten zu lassen, aber irgendwie war es sehr langweilig, es kaum Tiefe an. Gerade wenn der Krieg da ist, kann man doch so wahnsinnige gute Geschichte drum herum schreiben. Hört sich jetzt fad an, aber es haben auch schon andere geschafft. Für mich war das nicht gut fortgesetzt, deswegen leider nur 3 Sterne. Vielen Dank an das #RandomHouseBloggerportal und den #Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar.

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„Das Gutshaus – Stürmische Zeiten“ ist ein Roman von Anne Jacobs und erschien 2018 im Blanvalet Verlag. Auf Gut Dranitz läuten die Hochzeitsglocken. Franziska und Walter sind endlich wieder vereint. Alles könnte so schön sein, wären da nicht die Kinder. Franziska und Walter wollten die Familien vereinen, doch inzwischen herrscht nur Streit. Können Sie das Schicksal beeinflussen, oder ist es wie damals auf der Flucht und während der schrecklichen Zeit des Krieges, als sie Spielbälle der grausamen Umstände waren? Die Erinnerungen lassen sie nicht los, und die Zukunft scheint auf einmal gar nicht mehr so klar ... Meine Meinung: Stürmische Zeiten ist nun Band 2 der Gutshaus Trilogie von Anne Jacobs. Da Band 1 schon eine kleine Weile her ist, hatte ich Anfangs ein wenig Schwierigkeiten in das Buch zu kommen aber irgendwann machte es Klick und ich war wieder mittendrin im Geschehen. In gewohnter Weise führt Anne Jacobs durch das Buch. Die Schreibweise und die Leichtigkeit von ihren anderen Büchern zieht sich nun auch durch Stürmische Zeiten. Die Entwicklungen im zweiten Band fand ich gut und ich habe das Buch sehr gerne gelesen und ich bin nun echt richtig gespannt wie Band 3 weiter geht. Was wird nun noch passieren? Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit »Das Gutshaus« knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten. Fazit: 4 Sterne. Ich möchte mich ganz herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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ORIGINALAUSGABE Taschenbuch, Klappenbroschur, 576 Seiten, 11,8 x 18,7 cm ISBN: 978-3-7341-0488-6 Erschienen am  10. Dezember 2018 Klappentext Auf Gut Dranitz läuten die Hochzeitsglocken. Franziska und Walter sind endlich wieder vereint. Alles könnte so schön sein, wären da nicht die Kinder. Franziska und Walter wollten die Familien vereinen, doch inzwischen herrscht nur Streit. Können Sie das Schicksal beeinflussen, oder ist es wie damals auf der Flucht und während der schrecklichen Zeit des Krieges, als sie Spielbälle der grausamen Umstände waren? Die Erinnerungen lassen sie nicht los, und die Zukunft scheint auf einmal gar nicht mehr so klar ... Zur Autorin Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit »Das Gutshaus« knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten. Erster Satz Tine Koptschik fuhr mit dem Handsauger so energisch über den Behandlungstisch, als wolle sie den schwarzen Gummibelag absichtlich abrubbeln.  Meine Meinung Ich hatte ja schon mit Begeisterung vor einigen Monaten den 1. Teil der Reihe gelesen bzw. gehört. Von daher habe ich mich schon sehr auf den abschließenden 2. Teil gefreut.  Der Einstieg in die Welt von Gut Dranitz ist mir auch diesmal wieder sehr leicht gefallen, nach einigen Kapiteln war meine Erinnerung auch überwiegend wieder zurückgekehrt, was die Charaktere betrifft.  Die Charaktere sind ausser einer Ausnahme ganz sympathische Personen, die man sofort in ihr Herz schließen kann. Selbst Sonja, die eher kühle Tochter von Walter, die Tierärztin ist, macht eine Entwicklung während dieses Buches.  Was mir nicht ganz so gut gefallen hat: Mir kam Franziska etwas kühl gegenüber Walter vor, dafür, dass sie so viele Jahre auf ihn warten musste. Sie haben getrennte Schlafzimmer und ich fand, sie hat ihn irgendwie auf Abstand gehalten.  Interessant fand ich, dass die Vergangenheit nur wenige Kapitel betraf, wie es sonst ja anders ist in derartigen Büchern. Die Gegenwart, die hier in den 90er Jahren spielt, hat eine weitaus größere Rolle, was ich sehr interessant fand, da die Wende noch nicht so lange her war.  Alles in allem hat mir auch dieser Teil wieder sehr gut gefallen, ich fand den Auftakt aber noch etwas interessanter. Dieser Teil wurde aber im Verlauf auch immer besser, so dass ich am Ende traurig war, von Franziska und ihrer Enkeltochter Jenny Abschied nehmen zu müssen. Ich kann hier eine klare Lese- und auch Hörempfehlung aussprechen. Von mir bekommt der 2. Teil sehr gute 4 Sterne und ich werde auf jeden Fall noch mehr von der Autorin lesen oder hören.  4 von 5 Sternen Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Goldmann Verlag Infos zum Autoren: ©Goldmann Verlag Rezension: ©lenisveasbücherwelt.de Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt.de

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INHALT: Eine Hochzeit steht auf Gut Dranitz an. Nach langer Verlobungszeit wollen Franziska und Walter sich endlich das Ja Wort geben. Doch dieses schöne Fest wird getrübt, weil es immer noch viel Streit zwischen den Familienmitgliedern gibt und das betrübt Franziska sehr. Endlich möchte sie Walter näherkommen und alte Erinnerungen aufleben lassen und beide unternehemen eine schon längst fällige Reise. Doch auch Walter möchte endlich sein Gewissen vereinigen und Franziska von der schrecklichsten Zeit in seinem Leben erzählen und ihr sagen, warum er sie damals nicht heiraten konnte. MEINE MEINUNG: Dieser Roman ist der zweite Teil und knüpft direkt an die Ereignisse vom ersten Teil " Das Gutshaus Glanzvolle Zeiten" an und diesen ersten Teil sollte man auch für das bessere Verständnis zuerst gelesen haben. Da es nahtlos weitergeht, habe ich mich auch sofort wieder in diesem Teil wiedergefunden und es war schön, die Charaktere weiter zu verfolgen. Die einzelnen Kapitel sind den verschiedenen Personen zugeordnet und somit bekommt man einen guten Überblick. Besonders interessant und informativ fand ich die Rückblicke. Man befindet sich teilweise in der Vergangenheit, wo es für vieles eine Erklärung gibt. Der Schreibstil ist sehr lebhaft und sehr verständlich und leicht und flüssig zu lesen. Ich fand es sehr gut, dass wir hier die Personen aus dem ersten Teil wiederfinden und ihr Leben weiter verfolgen können. Manche haben sich weiterentwickelt und manche sind auch einfach so wundervoll und liebenswert geblieben. Einige haben auch die neuen Chancen genutzt, die ihnen jetzt nach der Wende offenstehen, was ich sehr begrüßt habe. FAZIT: Auch diesen zweiten Teil habe ich sehr gern gelesen. Er hat mich gut unterhalten und konnte mich mitreißen. Ich gebe dem Buch 4/5 Sterne. 🌟🌟🌟🌟

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Das Cover hat mir besser gefallen als das des ersten Buches, ich weiß nicht ob es an dem roten Hintergrund oder am Winter auf dem Cover liegt, denn es gefällt mir sehr gut. Der erste Band hatte mir ganz gut gefallen und deswegen musste ich einfach wissen wie es weiter geht. Besonders nachdem ich die Tuchvilla so toll gewesen ist mag ich die Autorin sehr gerne. Der Schreibstil ist wie immer flüssig und detailreich, allerdings fehlte in diesem Band deutlich die Spannung. Ich hatte hier das Gefühl es wird krampfhaft fortgeführt und es kam besonders in der ersten Hälfte wenig Lesespaß auf. Die Handlung beginnt dort wo Band 1 endet, es geht nahtlos weiter was ein großer Pluspunkt gewesen ist. Allerdings fehlte mir das unbekannte Neue an dieser Geschichte es wurde einiges wiederholt und man hatte lange das Gefühl nichts neues zu entdecken. Das finde ich wirklich schade und hat auch so ein bisschen zu einer Leseflaute geführt. Insgesamt habe ich lange für das Buch gebraucht da ich es zwischenzeitlich einfach nochmal weg gelegt habe. Irgendwann wird es dann aber doch auch mal etwas spannender besonders in Bezug auf die Hochzeit, mit der manche Charaktere nicht wirklich einverstanden sind. Wäre ja auch wirklich langweilig gewesen wenn es da ohne Streitigkeiten abgelaufen wäre. Die Vergangenheit spielt eine wichtige Rolle, was ich grundsätzlich nicht schlecht finde allerdings wirkte es dadurch teilweise wie eine Wiederholung von Band 1. Da hätte ich mir einfach mehr gewünscht, neue Intrigen, die ans Licht kommen und die ganze Geschichte aufgepeppt hätten. Ich müsste jetzt nicht noch einen Band davon lesen auch wenn mich das Ende dann doch noch etwas milde gestimmt hat. Fazit: Eine ordentliche Enttäuschung, da ich mehr von der Autorin gewohnt bin, ich denke "Das Gutshaus" wäre auch locker mit einem Band ausgekommen, dann wäre meine Enttäuschung nicht gewesen. Natürlich gab es hier auch viel positives aber ich hatte mir einfach noch mehr erhofft. Wenn man den ersten Band gelesen hat kann man auch noch Band 2 lesen aber man muss es eben auch nicht.

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Handlung: Nach unendlich vielen Jahren stehen Franziska und Walther endlich vor dem Altar. Eigentlich müssten sie wunschlos glücklich sein, wären da nicht ihre Wünsche: die Familie vereinen und ein harmonisches Zusammenleben mit allen zu führen. Doch zwischen ihnen stehen auch noch ungesagte Dinge aus der Vergangenheit, die an das Tageslicht müssen, um ein angenehmes Zusammenleben zu garantieren. Dazu kommen noch Probleme bei dem Umbau des Gutshofes, Handwerker sind nicht sonderlich zuverlässig und der ganze Umbau verschlingt mehr Geld, als ursprünglich angenommen. Werden sie es schaffen, alle Dinge zu klären und auf ihre Familie positiv einzuwirken? Meinung: Schon bei dem reinen Anblick des Covers wurde ich direkt an die Romane von Anne Jacobs erinnert. Ich finde diesen Wiedererkennungswert super, außerdem sieht das im Bücherregal natürlich sehr schön aus. Auch auf diesem Cover befindet sich eine Dame, die auf ein herrschaftliches Gebäude zuschreitet. Dabei erstrahlt die ganze Szenerie in einem winterlichen Ambiente, welches den gesamten Anblick fast schon märchenhaft erscheinen lässt. Am oberen Bildrand wurden die Wolken in aufrührerischen Farben dargestellt, was einen guten Bezug zu dem Titel – Stürmische Zeiten – bildet. Es gibt einen sofortigen Einstieg in die Handlung, ohne viele Wiederholungen wurde in das Geschehen eingestiegen. Wie schon im ersten Teil, werden die Kapitel auch hier von verschiedenen Personen geschildert. An sich finde ich dies eine gute Idee und bei vielen habe ich die Handlung interessant gefunden, gleichzeitig waren es mir zu viele Perspektiven. U.a. die von Ulli hätte ich nicht benötigt, dafür gerne mehr von Franziska oder Mine, die wichtiger für die gesamte Handlung sind. Beherrscht wird der Roman von einer schnell lesbaren und einfachen Schreibweise. Hier fand ich es ein wenig überraschend, dass es gar nicht so viele ausführliche Beschreibungen von dem Gutshaus gibt. Ja, es wurde grob beschrieben, jedoch in wenigen Sätzen und auch zu dem Baufortschritt gab es nicht sehr viele Informationen. Das habe ich von dem ersten Teil anders in Erinnerung und hier hat es mir etwas gefehlt. Allein schon, weil das Gebäude titelgebend ist und einen wichtigen Teil in der Handlung bildet. Besonders spannend beschrieben fand ich die Kapitel von Mine und Karl-Erich. Schon bei dem Vorgängerroman hatte ich die beiden Leute ins Herz geschlossen und war erfreut über das Wiedersehen. Die Dynamik und der Humor, der zwischen den Eheleuten herrscht, ist sehr erfrischend und ihre Schilderungen über die Vergangenheit waren eindringlich und lebendig. Es gibt viele Bekannte aus dem ersten Teil, einige tauchen unerwartet auf und nur wenige sind vollkommen neu. Als Hauptfiguren agieren Franziska und Jenny, wobei ich das Gefühl hatte, dass diesmal das Verhältnis aufgelockerter ist und alle bisherigen Nebenfiguren mehr in den Vordergrund gerückt sind. Es hat mich gestört, dass manchmal nur Namen in den Raum geworfen wurden, man als Leser jedoch keine Information erhalten hat, wer die Person genau ist. Einerseits wird dadurch der dörfliche Faktor hervorgehoben, wo jeder jeden kennt, andererseits mag ich es, wenn ich weiß, wie die Personen zusammenhängen. Auch hier fand ich die Charaktere etwas schwierig. Im Einzelnen betrachtet waren sie stark und eindringlich gezeichnet, jedoch agierten sie meist nie miteinander. Die Bindung zueinander wurde nie sonderlich tief dargestellt, sondern rect oberflächlich und einfach. Besonders mit Franziska hatte ich meine Probleme, sie wirkte fast mechanisch und mit der Zeit hat es mich gestört, dass sie mit ihren Problemen nicht zu anderen Menschen gegangen ist. Insgesamt finde ich, dass sie die schwierigste Protagonistin ist, die am meisten Eigenheiten hat, die dem Leser böse aufstoßen können. Fazit: Leider konnte mich auch der zweite Teil nicht vollkommen überzeugen, besondere Probleme hatte ich mit den Protagonisten. Ab und an hätte ich mir mehr Spannung gewünscht, weil auch schon der Titel auf Probleme hinweist, diese jedoch nur finanziell bedingt sind. Ein paar mehr Dramen hätte ich mir gewünscht und vielleicht auch mehr Blicke in die Vergangenheit von Walther und Franziska. Das Highlight waren für mich Mine und Karl-Erich, sie waren herzallerliebste Charaktere, die viel Energie in die Handlung gebracht haben.

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Erinnerungen

Von: hasirasi2

05.01.2019

Zwei Jahre sind vergangen, seit Franziska von Dranitz nach der Wende endlich ihren Gutshof in Mecklenburg zurückbekommen hat. Zusammen mit ihrer Enkelin Jenny soll daraus ein Wellnesshotel werden. Dies würde nicht nur das Überleben des Hauses sichern, sondern auch viele Arbeitsstellen für die inzwischen überwiegend arbeitslose Dorfbevölkerung schaffen. Leider läuft die Sanierung nicht wie geplant – die Handwerker arbeiten nur unregelmäßig und Franziskas Geld wird knapp. Doch Jenny hält an den umfangreichen Plänen fest. Außerdem zieht sie ihre kleine Tochter Jule allein auf, holt ihr Abi auf der Fernschule nach und beaufsichtigt die Bauarbeiten. Und dann taucht Jules Vater auf ... Doch erst einmal heiraten Franziska und Walter Iversen endlich. Vor 40 Jahren waren sie schon einmal verlobt (die Hintergrundgeschichte dazu gab’s in Band „Glanzvolle Zeiten“). Für Walter ist die Situation nicht einfach, kehren mit seinem Einzug doch auch die Erinnerungen zurück: „Nun also kehrte er zurück. Mit einem Kleinlaster voller wertloser DDR-Möbel und einem gewaltigen Sack Erinnerungen. Franziska würde es nicht leicht mit ihm haben.“ (S. 55) „Stürmische Zeiten“ knüpft fast nahtlos an den Vorgängerband an, aber leider fehlte es mir auch hier wieder gerade zum Ende hin deutlich an Spannung. Wie im Klappentext steht, gibt es große familiäre Spannungen – nicht alle sind mit der Hochzeit von Franziska und Werner einverstanden. Auch zwischen den frischgebackenen Ehepartnern kriselt es. Werner fühlt sich vernachlässigt, weil sich Franziska nur um den Umbau kümmert und ihn nicht in ihr Alltagsleben integriert. Auf der Hochzeitsreise kochen die Gefühle hoch – Werner erzählt Franziska, warum ihre Verlobung damals gescheitert ist. Überhaupt geht es in diesem Band sehr viel um die Vergangenheit. Nicht nur Franziska und Werner, auch die ehemaligen Gutsangestellten Mine und ihr Mann Karl-Erich setzen sich mit ihrer Lebensgeschichte auseinander – dadurch fehlte mir ein durchgehender Spannungsbogen, zumal sich die Erinnerungen oft ähnelten oder den gleichen Fakt beleuchteten, da die Kapitel abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Personen erzählt werden. Gute gefallen hat mit hingegen die Darstellung der Umstände nach der Wiedervereinigung. Die LPGs waren aufgelöst, die Werften produzierten kaum noch und auch andere Betriebe wurden geschlossen. Wer nicht arbeitslos sein wollte, musste unterbezahlt artfremde Tätigkeiten annehmen oder in die alten Bundesländer abwandern. Einige haben ihre Chance allerdings auch ihre Chance genutzt und sich neu erfunden. Dazu kam die oftmals ungeklärte Rechtslage, wem welches Land oder Gebäude gehörte. Es gab viele Rückübereignungen und die Treuhand wuchs. Kaum ein „Ossi“ war gut auf die „Goldgräber aus dem Westen“ zu sprechen, welche sich die besten Grundstücke zu Schnäppchenpreisen sicherten. Das Konfliktpotential war groß – diese Situation wird von Anne Jacobs sehr gut beschrieben. Da ich selber als Kind jedes Jahr auf der Mecklenburger Seenplatte Urlaub gemacht habe und mein Mann aus der Nähe von Waren stammt, weckt das Buch in mir die Sehnsucht nach der wunderschönen, abwechslungsreichen Landschaft, den endlosen Alleenstraßen und danach, mit einem Hausboot über die Müritz zu tuckern. Das letzte Wort gehört Franziska: „Alles wird gut. Nicht immer so, wie man es sich gedacht hatte. Aber gut wird es trotzdem.“ (S. 574)

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