Leserstimmen zu
The Fourth Monkey - Das Mädchen im Eis

J.D. Barker

Sam Porter (2)

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INHALT: Die junge Ella Reynolds wird eingefroren in einem See gefunden. Seit Wochen schon wird sie vermisst, doch der See ist schon seit Monaten zugefroren. Für alle ist klar, dass der Mörder nur der Fourth Monkey Killer Anson Bishop sein kann. Doch Detectiv Sam Porter glaubt nicht daran. Er kennt den Killer sehr gut, hat ihn damals geschnappt und wieder freigelassen. Ausserdem hat er noch eine Rechnung mit ihm offen. Es verschwinden immer mehr Mädchen, währenddessen Porter sich auf ein lebensgefährliche Spiel einlässt. MEINE MEINUNG: Dies ist der zweite Teil über den Fourth Monkey Killer und ich finde es ratsam, den ersten Teil zuerst zu lesen. Hier im zweiten Teil ist man gleich von Anfang an mitten im Geschehen. Der Spannungsbogen ist gleich zu Beginn sehr hoch und das hält auch bis zum Ende hin. Der Schreibstil ist unheimlich spannend und fesselnd und man fliegt nur so durch die Seiten. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, wodurch auch ein unheimlich hohes Tempo entsteht. Viele Kapitel enden mit einem Cliffhanger und man muss einfach weiterlesen. Ich fand die Handlung von vorn bis hinten durchgehend spannend, unterbrochen von vielen brutalen Szenen und vielen unvorhersehbaren Wendungen. Man ist als Leser auch immer mitten im Geschehen und ganz nah an den Ermittlern. Wir haben hier zwar viele Erzählstränge, aber man behält als Leser immer den Überblick und kann alkes super gut verfolgen. Was ich sich als positiv empfand, dass ich die ganze Zeit im Dunkeln tappte und mit diesem Ende nicht gerechnet habe. FAZIT: Spannend, brutal, nervenaufreibend, unvorhersehbar und überraschende Wendungen. Mich konnte auch dieser zweite Teil wieder begeistern.

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WHAT THE HELL? Ja, ich muss meinem Frust mal lautstark Luft machen. Was haben sich Autor und Verlag dabei gedacht? Das Buch endet mittendrin. Nein, kein Scherz. Eben noch mitten in der Handlung und schon ist das Hörbuch zu Ende. Das ist ein ganz klarer Fall von „lectus interruptus“. Okay, tief durchatmen. Das Buch hat mich grundsätzlich begeistert. Es ist spannend geschrieben und der Wechsel zwischen beschreibenden, erklärenden Passagen und den Handlungen war sehr gut, bis auf ein paar Längen. Da fehlte mir dann das „Show don’t tell“. Die unterschiedlichen Handlungsstränge wurden geschickt miteinander verwoben und die Cliffhanger taten ihr Übriges zur Steigerung der Spannung. Diese ist wellenförmig angelegt und nach einer actionreichen Szene konnten Leser und Protagonisten durchatmen. Die Charaktere sind eine Mischung aus Klischee und Realismus. Dies wurde noch durch die Sprecher verstärkt, die Gefühle und Gedanken lebendig präsentierten. Ich war wirklich dabei. Was mich allerdings bei dem Erleben der Taten des Mörders teilweise hart an die Grenze des Erträglichen trieb. Ich bin allerdings auch ein Weichei. Auch wenn dies der 2. Teil ist und ich den ersten nicht kenne, fehlte mir nichts. Ich verstand die Zusammenhänge, denn es wurde zwischendurch immer mal wieder auf die Vergangenheit geblickt. Dies geschah in einem Gespräch, in der Beschreibung von einer Umgebung oder in einem Gedankengang. Der Schreibstil des Autors ist abwechslungsreich und er zog mich immer wieder in seinen Bann. Wegen des abrupten Endes gibt es mit viel Wohlwollen knappe 4 Sterne. Denn ich hasse es, wenn ein Buch mittendrin abbricht und ich gezwungen werde, den nächsten Band zu lesen bzw. zu hören.

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Inhalt: Seit Monaten herrschen in Chicago Minustemperaturen, als die Leiche der jungen Ella Reynolds eingefroren im See gefunden wird. Sie wurde vor drei Wochen vermisst gemeldet – der See ist seit Monaten zugefroren. Die Medien beschuldigen den berüchtigten Four Monkey Killer Anson Bishop, aber Detective Sam Porter will nicht glauben, dass er damit etwas zu tun hat. Er kennt den Serienkiller gut, denn er hat ihn geschnappt und laufen lassen, und er hat noch eine Rechnung mit ihm offen. Porter hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen, währenddessen verschwindet ein Mädchen nach dem anderen … Meine Meinung: Bereits der erste Teil der 4MK-Serie rund um den Detective Sam Porter war ein echter Pageturner. J.D. Barker hat nun in seiner Fortsetzung sich selbst übertroffen und einen spannungsgeladenen Thriller fabriziert, den ich einfach nicht zur Seite legen konnte. Vorweg sei gesagt: das Buch endet mit einem großen Knall. Dieser Cliffhanger, lässt einem keine andere Wahl, als dem letzten Teil der Trilogie voller Vorfreude entgegen zu fiebern. Zu viele offene Fragen, zu viele lose Enden wollen hier zusammen geführt werden. Ob ich es abwarten kann, bis die deutsche Übersetzung erscheint? Wohl kaum. Der 2. Teil steht in Sachen Brutalität, Grausamkeit und auch Erbarmunsglosigkeit dem Vorgänger in nichts nach. Wieder einmal muss der Leser fassungslos „mit an sehen“ wie 4MK seine Spur der Verwüstung hinterlässt. Doch dieses Mal ist er nicht alleine und bringt somit doppeltes Unglück über seine Opfer. Zu viel will ich nicht verraten – dafür ist es echt ein zu großes Lesevergnügen. Ich kann keinen Kritikpunkt finden, außer, dass es mir zu lange dauert bis ich Teil 3 lesen kann.

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Warum wollte ich dieses Buch lesen? Das Cover! Definitiv das Cover… Tut mir leid, aber dieses Buch war ein reiner Coverwunsch 🙂 Mein Fazit: Die Story beginnt direkt super spannend und man wird als Leser mitten hinein in das Geschehen geworfen. Die Suche nach den Vermissten und vor Allem nach dem Täter oder den Tätern wird direkt begonnen. Man hat kaum eine Minute oder Seite Verschnaufpause und muss echt aufpassen, dass man dabei nicht die Welt um sich herum vergisst. Die Querverweise zum ersten Band und den Taten des Fourth Monkey Killer sind dezent, aber leider zu viel, um nun den ersten Band direkt im Anschluss doch zu lesen.. Im Grunde weiß ich leider nun, was passiert. Das ist ja sonst bei Krimis oder Reihen mit Kriminalromanen nicht ganz so krass. Dennoch muss ich sagen, dass ich kaum erwarten kann, den dritten, vierten oder fünften Teil zu lesen. Das Buch hat mich wirklich erst mit der letzen Seite losgelassen und dann mit einem „Das kann doch nicht wirklich sein Ernst sein“… Man wird quasi mit einem perfekten Cliffhanger zurückgelassen und nun heißt es warten! Mein wirkliches und ausdrückliches Krimi-Jahreshighlight!

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Im Genre Thriller tummeln sich ja relativ viele Serienmörder. Deren Charakter ist meistens relativ gleich beschrieben: Sie töten aus einem innerem Zwang heraus, zur Belustigung anderer, sie töten willkürlich, sie töten methodisch..usw. Meist handelt es dabei um hochintelligente Straftäter, die den polizeilichen Behörden immer mal wieder ein Schnippchen schlagen können. Also im Grunde nix neues – deren Typus kennt man also zur genüge – meint man ggf. wenn man zu einem neuen Thriller greift. Doch inzwischen konzipieren viele Autoren ihre Bad Boys mehrdimensionaler, keine veralteten Klischees, keine psychischen oder physischen Kurzschlüsse...! Die guten alten Serienmörder verabschieden sich aus der Literatur – die nächste Generation ist allerdings noch böser, aber sie polarisieren auch vehement. Die Schere zwischen „good“ und „evil“ öffnet sich manchmal bis zur Sollbruchstelle. Der amerikanische Autor J.D. Barker hat mit seinem Thriller „The Fourth Monkey – Geboren um zu töten“ einen großen nationalen und internationalen Erfolg. Ein wahnsinnig gut konstruierter Thriller mit ausgereiften Charakteren, einer verdammt eindrucksvollen und hochspannender Atmosphäre. Ein Jäger und Gendarm Spiel auf dem allerhöchsten Niveau. Nun ist im deutschen Buchhandel, der zweite Band aus dieser Reihe erschienen: „The Fourth Monkey – Das Mädchen im Eis. Seit Monaten herrschen in Chicago Minustemperaturen, als die Leiche der jungen Ella Reynolds eingefroren im See gefunden wird. Sie wurde vor drei Wochen vermisst gemeldet – der See ist seit Monaten zugefroren. Die Medien beschuldigen den berüchtigten Four Monkey Killer Anson Bishop, aber Detective Sam Porter will nicht glauben, dass er damit etwas zu tun hat. Er kennt den Serienkiller gut, denn er hat ihn geschnappt und laufen lassen, und er hat noch eine Rechnung mit ihm offen. Porter hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen, währenddessen verschwindet ein Mädchen nach dem anderen …(Verlagsinfo) Das Duell auf Augenhöhe zwischen dem Killer Anson Bishop und Detective Sam Porter geht in die zweite Runde. Der Autor J.D. Barker hat mit der Figur des „Fourth Monkey Killers“ eine multilaterale Persönlichkeit ausgeheckt. Klar – einige Klischees konnte man nicht aus dem Weg gehen: hochintelligent, psychologische Verhaltensstörungen aus der Kindheit, eigene Interpretation von Gut und Böse. Und letzteres ist genau der Mittelpunkt seiner Persönlichkeit. Die Kinder von Verbrechern foltern und töten – als Strafe gedacht und um den größtmöglichen Schmerz explodieren zu lassen?! Etwas übermotiviert und ambitioniert. Das gute alte Motto der Bibel: Auge um Auge – Zahn für Zahn – etwas ausgeufert die Methodik des „Fourth Monkey Killers“. Konnte man im ersten Band noch verfolgen, wie sich dieser in seiner Kindheit/Jugend entwickelt hat – so ist dieser im zweiten Band weniger präsent. Unsichtbar – aber sein „böses“ Charisma verfolgt die Ermittler immer noch. Neue Morde – wieder junge Frauen, aber ist er wirklich der Mörder? Sam Porter dementiert es und steht weniger später alleine vor vielen offenen Fragen und auf der Suche nach dem Täter.... Ich habe es selten gelesen, dass sich der Autor dermaßen auf die Struktur seiner Protagonisten konzentriert hat. Genau dieses ist die übergroße Stärke dieser Reihe. Der Täter, die Opfer, die ermittelnden Polizeibeamten, die Überlebenden, die Nebenfiguren – sind allesamt komplex und inhaltlich überragend konzipiert. „The Fourth Monkey Killer“ übt eine faszinierende Präsenz aus. Sympathisiert man nun mit einem Killer der Verbrecher läutern möchte, oder verurteilt man ihn als „Monster“. Keine einfache Frage – keine abschließende Antwort meinerseits. Jedenfalls stellt dieser Charakter alle weiteren konsequent in die zweite Reihe. „Das Mädchen im Eis“ ist so hochkomplex, dass man den ersten Band unbedingt vorher gelesen haben muss. Und es ist kein Buch, dass über ein schnelles Tempo verfügt. Die Storyline ist lang, aber so durchdacht, dass alles Sinn ergibt, so abwegig wie es auch im ersten Augenblick ausschauen mag. Ein relativ großer Minuspunkt ist allerdings Detective Sam Porter. Hier wurden alle Klischees via Checkliste verarbeitet. Innerhalb der Story bewegt er sich wie eine noch nicht abgeschlossene entworfene Nebenfigur. Ansonsten ist „Das Mädchen im Eis“ ein hochklassiger Thriller. Tolle Atmosphärische Dichte – komplexe Entwicklungen und Erwartungen, die im nächsten Augenblick ad acta sind, da die Story sich überraschend und plötzlich wendet. Was bleibt – Viele offene Kinnladen, viele „Aha“ oder „Oh mein Gott“. Fazit „The Fourth Monkey – Das Mädchen im Eis“ ist einer der stärksten Thriller des Jahres. Erschütternd – Erschreckend – Ernüchternd – und Hochspannend. Eine Reihe dies man gelesen haben muss – wenn man sich der Spannungsliteratur verbunden fühlt. Michael Sterzik

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War Teil 1 der Sam-Porter-Reihe noch einigermaßen abgeschlossen, wartet dieser mit einem mehr als fiesen Cliffhanger auf. Womit auch schon der Grund für den Stern-Abzug genannt wäre. Auch wenn der aktuelle Fall gelöst wird, bleiben so viele Fragen offen, dass man quasi gezwungen ist, den nächsten Teil auch noch zu lesen. Aber das ist dann auch schon alles, was ich an Negativem nennen kann. J.D. Barker versteht es großartig, mit Details zu spielen, hier und da eine Andeutung zu machen, die der Leser dann prompt falsch deuten kann und somit alle Überlegungen immer wieder ad absurdum führt. Seine Charaktere sind alles andere als schwarz-weiß und die einzigartige Verbindung zwischen Bishop und Porter ist großartig herausgearbeitet, stets glaubwürdig und nachvollziehbar. Wer kann nicht verstehen, dass der nach dem Tod seiner Frau traumatisierte Porter auf eigene Faust weiter ermittelt, nachdem er vom Dienst suspendiert wurde? Wer kann die „Feindschaft“, die das Ermittlerteam den ihnen vor die Nase gesetzten FBI-Agenten entgegenbringt, nicht nachvollziehen? Wer ist nicht verwirrt über den Mann mit der Narbe, der seine Opfer tötet und wiederbelebt? Der kann doch unmöglich Anson Bishop sein? (Die Szene, in der sich das dann mit Sicherheit klärt, ist im übrigen mehr als filmreif – ganz großes Kino). Atemlos hechelt man als Leser der Handlung hinterher, springt von einem Schauplatz zum nächsten und kann einfach irgendwann nicht mehr aufhören zu lesen. Um dann am Ende von einem echten Kracher überrascht zu werden und dann festzustellen, dass man auf der letzten Seite angekommen ist und nichts, aber auch gar nichts klarer ist, als zu Beginn. Womit ich wieder am Anfang meiner Rezension angekommen wäre. Ich empfehle die 4MK-Reihe trotzdem vorbehaltlos und fiebere nun dem nächsten Teil entgegen. Fazit: Ein hochintelligenter Psychopath, ein verzweifelter Detective , ein ausgewogenes und sympathisches Ermittlerteam und eine Handlung voller Überraschungen und einen Knaller am Ende… da kann ein Thriller-Fan nicht nein sagen.

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Titel: The Fourth Monkey - Das Mädchen im Eis Autor: J.D. Barker Verlag: Blanvalet Seitenanzahl: 688 Seiten Vielen lieben Dank an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar! Inhalt/Klappentext: Seit Monaten herrschen in Chicago Minustemperaturen, als die Leiche der jungen Ella Reynolds eingefroren im See gefunden wird. Sie wurde vor drei Wochen vermisst gemeldet - doch der See ist seit Monaten zugefroren. Die Medien beschuldigen den berüchtigten Four Monkey Killer Anson Bishop, aber Detectiv Sam Porter will nicht glauben, dass er damit etwas zu tun hat. Er kennt den Serienkiller gut, denn er hat ihn geschnappt und laufen lassen, und er hat noch eine Rechnung mit ihm offen. Porter hat sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen, währenddessen verschwindet ein Mädchen nach dem anderen. Mein Fazit:  Nach nur wenigen Seiten war ich bei diesem Buch mitten im Geschehen. Gleich zu Beginn war es mega spannend und diese Spannung hielt sich, bis auf ein paar kleine Längen, durch das komplette Buch. Der Schreibstil des Autors J.D. Barker ist unglaublich fesselnd und flüssig zu lesen. Dadurch bin ich einfach nur so durch die Seiten geflogen, sodass ich meistens gar nicht gemerkt habe, dass dieses Buch fast 700 Seiten hat. Dazu kommt, dass auch die Kapitel nicht allzu lang sind. Dies erleichterte das Vorankommen zusätzlich.  Die Handlung konnte mich durchwegs mit all den spannenden und nervenaufreibenden Szenen überzeugen. Manchmal konnte man kaum zu Atem kommen und die nächsten Ereignisse überschlugen sich. Die Psyche des Killers wird sehr gut dargestellt. Er ist einfach durch und durch brutal, die Gedankengänge krank. Der Spannungsbogen ist perfekt und alles wird sehr bildlich beschrieben. Ein Buch das definitiv nichts für Schwache nerven ist. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, dass für mich die Handlung nicht vorhersehbar war. Ich habe bis zum Ende hin mitgerätselt und konnte gerade zum Schluss, das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich vermute, dass es hier noch einen weiteren Teil geben wird, da das Buch mit einem Cliffhanger endete. Ich kann diesen Thriller wirklich nur empfehlen. Er beinhaltet alles was zu einem richtig guten Thriller gehört. Von mir gibt es daher 5 von 5 Sterne!

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„Das Mädchen im Eis“ lässt sich auch dann gut lesen, wenn man den ersten Teil nicht kennt. Was ich aber tun werde: Ich werde schnellstmöglich auch noch den ersten Teil lesen, denn Barker hat einen tollen Thriller abgeliefert. Aber der Reihe nach: „The Fourth Monkey – Das Mädchen im Eis“ beginnt mit dem besagten Mädchen aus dem Titel des Buches. Sam Porter, der Mann, der im ersten Teil den Serienmörder Anson Bishop verfolgte, wird zu dem Fall herangezogen. Er und seine Kollegen machen sich auf die Jagd nach dem Mörder, der bereits das nächste Mädchen entführt hat. Barker hat das Netz ordentlich ausgelegt. Im Verlauf der Geschichte war es oft so, dass ich dachte: „Verdammt! Warum hat Barker das schon jetzt verraten?“, nur um später festzustellen, dass er doch nichts zu früh verraten hat. Mir hat das sehr gefallen, denn es dürfte auch anderen geübten Thriller-Leser*innen so gehen wie mir. Das Legen falscher Fährten – so sie denn nicht völlig absurd sein sollen – ist eine Kunst, gerade bei heutigen Thrillern, wo es ja fast schon erwartet wird. Umso schöner, dass es diesmal funktioniert hat. Überhaupt schaffte es Barker immer wieder, meine Gefühlspalette anzuregen: Und zwar nicht, wie es so viele andere Schriftsteller versuchen, über Ekel oder Abscheu, sondern über Mitgefühl. Tatsächlich haben mir die Opfer leid getan. Als er beim zweiten Opfer den Tod beschreibt, musste ich kurz weinen, weil er es so gut geschrieben hat, ohne dabei unnütze Grausamkeit an den Tag zu legen. Im Gegenteil. Aber auch die weiteren Opfer sind nie reine Staffage. Sie alle werden seitens Barker mit Respekt behandelt, so dass die Leser*innen mit ihnen fiebern, zittern, leiden können. Auch das hat mir gefallen, auch das hebt diesen Thriller positiv von ähnlichen Vertretern des Genres ab. Ja, das Buch hat seinen Schwächen, es gab Passagen, die mir persönlich etwas zu langatmig waren, es gab ein paar Ermüdungserscheinungen. Auch habe ich mich irgendwann gefragt, was das eigentlich alles soll. Auf mich wirkte die Erzählung streckenweise zu ausgeklügelt, als dass es noch realistisch wäre, vor allem aber war mir das wesentliche, übergeordnete Motiv nicht ersichtlich. Und dann kam das letzte Kapitel und das war so grandios, ordnete alles so, dass aus dem Chaos ein „Ach was!“-Moment wurde. Wenn ein Buch es schafft, dass ich erst mit dem letzten Kapitel, mit dem letzten Satz das Puzzle vervollständigen kann, und ich auf dem Sofa sitze und trotz eines Cliffhangers begeistert bin, dann verzeihe ich selbst kurze Durchhänger, die sich vorher womöglich in den Roman eingeschlichen haben. Und so ist es mir bei „Das Mädchen im Eis“ gegangen. Ich mag zwar zwischendurch meine Zweifel gehabt haben, aber das Ende dieses Teils der Reihe hat mich schlicht und ergreifend begeistert zurückgelassen. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass Barker ein Einsehen mit seinen Leser*innen hat und bald einen dritten Teil abliefert (der hoffentlich auch gut ist).

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