Leserstimmen zu
Die Sommer der Porters

Elizabeth Graver

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Rezension INHALT/Klappentext: Ashaunt, ein Ferienort an der Ostküste der USA in Massachusetts beherbergt das Ferienhaus der wohlhabenden Familie Porters . 1942 wird ein Militärstützpunkt in der Nähe des Feriendomizils eingerichtet und das bringt viel Unruhe in die beschaulichen Ferientage der Familie mit ihrem Personal. Jahrzehntelang treffen sich dort die nachkommenden Familienmitglieder und wir erleben aufregende Zeiten, unterschiedliche Stimmungen und Geschehnisse. Viele Familienmitglieder und Angestellte treten in bunten Phasen ihres Lebens auf diese Ferienbühne des Lebens,,,, MEINE MEINUNG: Diesen Roman konnte ich nicht locker nebenher lesen, sondern er hat meine vollständige Konzentration auf jeder Seite eingefordert. Der anspruchsvolle, nur manchmal etwas langatmige Schreibstil der Autorin macht neugierig , aber verschweigt auch plötzlich Entwicklungen, die meine Logik eigentlich erwartet hatte. Die Familie zeigt sich oft blitzartig, wie auf einer Bühne, in immer wieder anderen Gewändern. Die etwas trockene Ausdrucksweise der Autorin erlaubt keine enge Bindung des Lesers an bestimmte Personen. Bea, das junge schottische Kindermädchen verschwindet nach dem tragischen Verlust ihrer persönlichen Liebe, zugunsten der Liebe zum jüngsten Porterkind , zum Beispiel wieder völlig aus dem Blickwinkel des Lesers. Zwanzig Jahre später führt der Lebens- und Leseweg zu Helen, der grossen Schwester, ihrem Studium und zu ihren Erlebnissen. Dann ist es wieder ihr Sohn Charlie, der unsere Aufmerksamkeit in den siebziger Jahren einfordert. Die Autorin gibt dem Auftritt jeder Person einen eigenen, sehr persönlichen Sprachstil und eine passende Ausdrucksweise. Es gibt sehr viele Rückblicke in die Jahrzehnte und auch Vorschauen , die von der Autorin geschickt in die Erzählung verwoben wurden, was mich manchmal auch ein wenig verwirrt hat. Viele Nebenfiguren und Handlungstränge, glänzen kurz auf und verschwinden schlagartig wieder im Hintergrund. Der Lebensmittelpunkt dieser Familie liegt aber immer im Ort Ashaunt/ Massachusetts, dessen Attraktivität sich mir nicht wirklich erschlossen hat, bis auf die Tatsache, dass es auf einer Halbinsel am Meer liegt. Dieser Roman war für mich eine interessante Familiensaga, weitab von Kitsch und Romantik, sondern in einer sehr eigenwilligen, manchmal sogar etwas kühlen und Abstand fördernden Erzählweise, dargestellt. Meine Bewertung: DREI *** Sterne für diesen guten Roman über die ungewöhnliche Darstellung einer Familie über Jahrzehnte hinweg. Dankeschön an die Autorin und den btb-verlag für das Rezensionsexemplar!

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