Leserstimmen zu
Dachschaden kann man nicht versichern

Kristina Fisser, Carina Heer

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Paperback
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Empfehlenswert

Von: Visal

06.05.2019

Psychologie und psychische Themen haben mich schon immer sehr interessiert vielleicht weil ich früher Psychologin werden wollte, also Psychotherapeutin und Menschen helfen wollte, die große Probleme haben. Doch was ist eigentlich Psychologie? Und ab wann ist man psychisch gestört oder hat einen Dachschaden? Und was kann man dagegen tun? Die Psychologin Kristina Fisser und die Literaturwissenschaftlerin Carina Heer geben Antworten auf diese Fragen. In 12 Kapiteln erzählt die Psychologin wie wir mit den alltäglichen Problemen umgehen können. Es geht hierbei um die Themen wie Identitätssuche, Motivation, Sensibilität, Burnout sowie Boreout. Sie beschreibt alles klar und deutlich, sodass diese auch von Laien verstanden und umgesetzt werden können. Ich kann dieses Buch einfach jeden weiterempfehlen, der sich für die Psychologie interessiert und sich mit seiner Eigenschaften auseinandersetzen möchte. Es ist auf jeden Fall eine Bereicherung.

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Ist es nur gerade eine stressige Zeit in der Arbeit oder schon ein Burnout? Ist das Feierabendbier noch okay oder vielleicht doch schon Alkoholismus? In einer Welt, in der Perfektionismus viel zu oft angestrebt wird, ist es kein Wunder, wenn man manchmal Orientierungsschwierigkeiten hat. Und so spannt Kristina Fisser einen sehr breiten Bogen über mögliche Fragestellungen und Problemfelder. Dabei hat mir ihr doch recht pragmatischer Zugang sehr gut gefallen. Denn zusammengefasst, kann ich festhalten, dass ein kleiner Dachschaden ganz normal ist und das Leben und jeden einzelnen Menschen erst so richtig liebenswert macht. Kristina Fisser ist selbst Psychologin und arbeitet schon seit mehreren Jahren mit Patienten, die unter Depressionen, Borderline oder Angsterkrankungen leiden. Und auch frischgebackene Mütter zählen zu ihren Patientinnen. Denn dieses Erlebnis und die daraus resultierende neue Rolle und Verantwortung einem Lebewesen gegenüber, kann Frau in ganz unterschiedliche Krisen stürzen. Anschaulich erläutert Kristian Frisser die Theorie mit vielfältigen Beispielen. Dabei liest sich die Theorie in „Dachschaden kann man nicht versichern“ viel fundierter und wissenschaftlicher als in so manch anderen allgemein-populär aufbereiteten Fachbüchern. Da ich keinerlei fachliche Ausbildung in diese Richtung habe und lediglich gerne Bücher rund um die Psyche, das eigene Selbst und ein glückliches, achtsames Leben lese, ist dieses Urteil mit Vorsichtig zu genießen. Es hat mir sehr gut gefallen, dass die Autorin nicht davor zurückschreckt Fachbegriffe zu verwenden. Diese werden sehr verständlich erklärt und ermöglichen eine gezielte weitere Recherche. Am Ende eines jeden der insgesamt 12 Kapiteln gibt es eine kurze Einführung über den Beruf des Psychotherapeuten an sich, die Bewilligung von Therapiestunden, die Abbrechnung mit der Krankenkasse nach deutschem Recht und vieles mehr. Dabei ist der Zusammenhang zwischen dem eigentlichen Kapitel und diesem kurzen Abriss nicht immer gegeben. Ich denke, die Autorin möchte damit die Angst vom Psychologen nehmen und auch den wichtigen Unterschied zwischen Psychiater und Psychotherapeuten erläutern. Auch wenn diese Einschübe anfänglich noch ganz interessant waren, ging es mir dann irgendwann doch zu sehr ins Detail und ich habe die deutlich farblich hervorgehobenen Abschnitte übersprungen. Kleine Sketchnote-artige Zeichnungen rund das Layout des Buches ab und lockern es deutlich auf.

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Der Titel dieses Buches brachte mich dazu, im Bloggerportal dieses anzufragen und ich habe mich sehr gefreut, als ich es lesen durfte, denn dieses Buch ist einfach ehrlich, gut, ermutigend und inspirativ. Es dreht sich alles um die wunderbare Welt unserer Psyche und dabei ist dieses Buch kein dröger Schinken, der von Seite zu Seite immer zäher wird. Es ist auch nicht einfach nur ein geballtes und studienmäßiges Psychologiebuch, welches unser Gehirn irgendwann nach zu viel Informationen lahmlegt. In diesem Buch geht es um viel mehr. Zum Beispiel wie sich unsere Ur-Identität entwickelt, wann eine Therapie für uns notwendig erscheint, was einen guten Therapeuten ausmacht und es zeigt zudem auch an, dass es manchmal nur ein schmaler Grad zwischen psychisch gesund und psychisch krank ist. Zudem wird in diesem Buch alles sehr gut und anschaulich anhand von Bildern erklärt. Dies macht es für den Leser einfach zu verstehen was gemeint ist und das ist gerade für Menschen die visuell etwas erfassen, sehr gut. Schön war es auch, gerade für mich zu lesen, da ich mich darin sehr bestätigt fühlte, dass wir Menschen unsere Gefühle annehmen aber auch leben sollen. Gefühle gehören zu uns. Wir dürfen sie leben und das ist etwas sehr Wichtiges. Denn tun wir es nicht, können sich aus der Vermeidung unserer Gefühle schnell eine psychische Erkrankung entwickeln. Also: Lebe deine Gefühle, denn alle haben eine Daseinsberechtigung. Wie über die psychologischen Themen geschrieben wird, wie sich diesen Themen angenommen wurde und wie frisch-informativ es geschrieben wurde, macht dieses Buch zu etwas Besonderem.

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