Leserstimmen zu
Dame zu Fuchs

David Garnett

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Bei einem Spaziergang verwandelt sich die Frau von Mr. Tebrick plötzlich in eine Füchsin. Zunächst verhält sie sich noch genau so wie sie sich auch als Mensch verhalten hatte, doch zunehmend erwacht das Tier in ihr und sie fängt an die Geduld ihres Mannes immer wieder auf die Probe zu stellen. Hierbei versucht der Ehemann, seine zur Füchsin mutierte Frau in die menschliche Welt zu integrieren indem er Sie ankleidet und mit ihr die Mahlzeiten am Tisch einnimmt. Fazit: Sehr charmant geschriebenes Buch, welches der Leser mit viel Empathie verfolgen kann.

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Inhalt: Bei einem Spaziergang verwandelt sich die Frau von Mr. Tebrick plötzlich in eine Füchsin. Zunächst verhält sie sich noch genau so wie sie sich auch als Mensch verhalten hatte, doch zunehmend erwacht das Tier in ihr und sie fängt an die Geduld ihres Mannes immer wieder auf die Probe zu stellen. Charaktere: Mr. Tebrick Richard ist der Mann von Silvia und tut alles damit ihr nichts geschieht. Er kümmert sich selbst um alles und schützt seine Frau, obwohl er nicht weiß, ob sie je wieder ein Mensch wird. Mrs. Tebrick Silvia ist die Frau von Richard und hat Probleme mit ihrem neuen Aussehen, doch nach und nach wird sie immer mehr zu dem wilden Tier, das sie darstellt. Mrs. Cork ist das Kindermädchen von Silvia und gleichzeitig der einzige Mensch der über sie bescheid weiß. Gestaltung: Das Buch wird sachlich und aus der Sicht eines Unbeteiligten erzählt, der erstaunlich viel darüber weiß, was hinter den Mauern des Anwesens geschieht. Zunächst erklärt er diverse Umstände und erzählt von Geschehnissen, dann beginnt er mit der Geschichte. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, da er gleichzeitig einfach gehalten war, aber andererseits genügend Informationen enthielt um ein lebhaftes Bild zu vermitteln. Besonders rührend fand ich, wie sich Richard um seine Frau gekümmert hat und wie er sich immer wieder aufgerafft hat um ihr zu helfen. Wie sehr sich die beiden lieben, kann man anhand ihrer Taten erkennen, doch Silvias Veränderung setzt ihrem Mann Stück für Stück immer weiter zu. Das Ende empfand ich als übereilt und überraschend, jedoch nicht in dem Sinne, dass es nicht absehbar gewesen wäre, sondern in dem Sinne, dass es so plötzlich auftauchte. Fazit: Ein schönes und unterhaltsames Buch für zwischendruch. Mr. Tebricks Geduld müsste man in der heutigen Zeit haben!

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Januar, 1880. Das Ehepaar Tebrick genießt einen idyllischen Waldspaziergang, als sich Silvia gewaltsam von der Hand ihres Gatten losreißt. Ein lauter Aufschrei gellt durch den Wald. Mrs. Tebrick ist urplötzlich verschwunden und von der Dame ist nichts übriggeblieben. Nichts, als eine Füchsin. Vertrauensvoll blickt sie ihren Richard an und der kann nichts anderes tun, als sie sich unter den Rock zu packen und nach Hause zu tragen. Dort nimmt das Drama seinen Lauf. Was tut man, wenn seine Frau sich in einen Fuchs verwandelt? Richard, der um Verschwiegenheit bemüht ist, nicht nur um seinen Ruf zu schützen, sondern auch das Leben seiner Frau, entlässt zuerst alle Angestellten und erschießt dann die geifernden Hunde. Derweil versucht sich Silvia ihre Kleider anzuziehen, was ihr nur mit der Hilfe ihres Mannes gelingen wird. Und auch sonst ist die Dame in Fuchsgestalt nun ganz abhängig von ihrem Gatten, der sie nicht nur wäscht, parfümiert und einkleidet, sondern auch ihr Essen zubereitet und mit ihr Karten spielt, um für Unterhaltung zu sorgen. Aber Silvia erkennt schon bald, dass eine Jagd auf die Enten eher ihrem Sinn für Vergnügung entsprechen würde. Da hat Mr. Tebrick allerdings noch ein Wörtchen mitzureden. David Garnett erzählt eine herrlich phantastische Geschichte über eine Verwandlung, die kafkaesk anmutet, aber weitaus leidenschaftlichere zwischenmenschliche Züge aufweist, als innerhalb der Familienbande eines Georg Samsa. Die Füchsin zeigt einen Überlebenswillen und eine Grazie, die Kafkas dahinsiechendem Rieseninsekt fehlen. Silvia Tebrick ist als Fuchs schön und wild. Sie wird ihre Natur leben, wenn man sie lässt. Garnetts Buch „Dame zu Fuchs“ erschien 1922. Es sollte nicht nur Kritik an der Fuchsjagd üben, sondern zugleich eine Lanze für das Frauenwahlrecht brechen. Garnetts Erzählung über eine Ehe, innerhalb der tierische Metamorphosen dafür sorgen, dass sich Strukturen auflösen, nicht aber die Liebe selbst, ist ein überaus kurzweiliges Vergnügen.

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Das Buch: Das junge Ehepaar Tebrick zieht in eine abgelegene Villa im ländlichen Oxfordshire. Doch dich glückliche Zweisamkeit wird schnell zerstört. Silvia Tebrick verwandelt sich bei einem winterlichen Waldspaziergang plötzlich in einen Fuchs. Und Richard Tebrick kümmert sich rührend um den Fuchs, seine Frau. Erst liebevoll, später verzweifelt. Denn irgendwie verwandelt sich Silvia nicht zurück in einen Menschen…. und wird immer mehr Fuchs. Das Fazit: Wow. Es wird nicht lange um den heißen Brei geschrieben. Kaum hat das Buch begonnen, da ist die Dame auch schon ein Fuchs geworden. Wie und warum diese plötzliche Verwandlung überhaupt passierte ist nebensächlich. Der Autor weist auch extra auf diese Sache hin. Und im weiteren Verlauf des Buches ist dieser ungenannte Aspekt auch gar nicht mehr notwendig. Der Scheinwerfer dieses Buches liegt nun auf Herrn Richard Tebrick. Es ist eine Studie über einem Menschen, der verzweifelt versucht, mit dieser sehr kuriosen Situation klar zu kommen. Denn er liebt seine Frau. Auch als Fuchs. Und anfangs ist der Fuchs auch noch sehr menschlich. D.h. Karten spielen, Tee trinken und Kleidung sind da noch kein Problem. Doch Richard ahnt schon, dass ein Fuchs als Ehefrau kaum in der Welt annerkannt werden würde. So schottet er sich im Verlauf des Buches immer mehr ab. Ja schon verrückt erscheint er. Am Ende weiß er selbst nicht mehr, ob er wirklich verrückt geworden ist. Das liegt natürlich auch an dem Verhalten der Füchsin. Was anfangs noch sehr menschlich erscheint, wird schleichend zur Gefahr. Der Fuchs wird immer mehr zum Fuchs. Und reißt aus. Eine Flucht in die Freiheit und weg von Richard, der alles daransetzt, die Füchsin bei sich zu behalten. Er muss erkennen, dass seine Frau wohl nie mehr in der Gestalt einer Frau zurückkehren würde. Und doch liebt er sie. Fast schon abgöttisch. Dem Leser tut Richard mehr als Leid. Man weiß ja, warum er immer einem Fuchs hinterherrennt, sucht und vor den Jägern schützen möchte. Denn da liegt die größte Gefahr: dass Richards Dame könnte erschossen werden. Der Leser zweifelt mit Richard und steht ihm stets bei. Denn Richard hat sich definitiv einen Freund in dieser Not verdient. Zusammenfassend ist es eine kleine Tragikomödie, die einem sehr ans Herz geht. Lesen!!!

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Rezension David Garnett - Dame zu Fuchs Klappentext: Die Tebricks, ein charmantes, jung verliebtes und frisch verheiratetes Paar, ziehen sich ahnungslos glücklich ins ländliche Oxfordshire zurück, um ein beschauliches Leben zu führen. Bei einem Spaziergang am Waldrand verwandelt sich Silvia Tebrick unerwartet in eine Fähe und kann trotz ihres Anstandes, ihrer Grazie und ihrer guten Erziehung den neu erlangten animalischen Instinkten nicht widerstehen. Richard tut alles in seiner Macht Stehende, um seine Füchsin zu schützen, doch all die Gefahren zu bannen wird zunehmend unmöglich. Meinung: Als sich bei einem Waldspaziergang die junge Dame Sylvia Tebrick in einen Fuchs verwandelt, ist in der Ehe mit ihrem Mann nichts mehr so wie es einst war. Um seine Frau zu schützen entlässt er die Angestellten und versucht sein Bestes, seine Frau vor Gefahren zu bewahren und ihre Menschlichkeit zu erhalten. Doch gegen die Instinkte eines Tieres ist auch er nicht gefeit und je mehr er versucht, seine Frau bei sich zu behalten, desto mehr drängt es sie nach Freiheit. Dame zu Fuchs traf bei mir ein und ich warf einen kurzen Blick in das Buch, nur es um dann nicht mehr aus der Hand legen zu können. Die kurze Geschichte entwickelt umgehend einen Sog, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Die wundervoll klangvolle, poetische Sprache, die faszinierende Story und die ungewöhnlichen Figuren machen Dame zu Fuchs zu einem großartigen Lesevergnügen. Die Geschichte stimmt nachdenklich und auch wenn das Original vor fast 100 Jahren erschien, so wirkt die Geschichte doch an keiner Stelle unmodern. Und so beendete ich das Buch leider viel zu schnell mit einem etwas wehmütigen Gefühl, schon am Ende angekommen zu sein um am liebsten nochmal von vorne zu beginnen. Fazit: Dame zu Fuchs ist ein ganz und gar ungewöhnlicher und fesselnder Roman, der mit seiner faszinierenden Geschichte und seiner grandiosen Erzählweise einen Platz unter meinem Lieblingsbüchern ergattert hat. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. Vielen Dank an den btb Verlag für das Rezensionsexemplar.

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