Leserstimmen zu
Das Gutshaus - Zeit des Aufbruchs

Anne Jacobs

Die Gutshaus-Saga (3)

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Moderne und Historie gekonnt verbunden

Von: Kathrins Home

20.01.2020

Anne Jacobs steht für mich für lesenswerte Familienreihen (u.a. „Die Tuchvilla“) und daher war ich äußerst gespannt auf den dritten Teil von „Das Gutshaus“, der erneut eine spannende Familiengeschichte verspricht. Ich habe mir aber zuvor noch die beiden ersten Teile besorgt und alle drei Bücher in den Weihnachtsferien durchgelesen – und das war gut so! Denn gleich vorneweg: es macht meiner Meinung nach Sinn, die Entwicklung in Band 1 + 2 zu kennen, damit man sich in Band 3 besser zurecht findet. (Achtung, Spoileralarm) Franziska und Walter haben sich nun also wiedergefunden und leben neben dem großen Gutsgebäude in einem der beiden „Kavaliershäusschen“, welche nach vollständiger Zerstörung wieder aufgebaut wurden. In dem zweiten ist Enkelin Jenny mit ihrer kleinen Tochter eingezogen. Auch Jenny findet ihr Glück – beruflich wie privat und bringt das Ausbauprojekt „Wellnesshotel“ voran... bis der Familie das Geld ausgeht. Parallel dazu erfahren wir eine weitere historische Geschichte rund um das Gutshaus, welche auf den ersten Blick nichts mit der heutigen zu tun hat... außer daß sie zur Beschäftigung von Walter dient ;) Wir lernen mehr über Sonja, die Tierärztin und Walters Tochter, und ihre Kindheit. Dieser Erzählstrang macht die junge Frau und ihre „Macken“ verständlicher und sympatischer. Außerdem bindet es ein wenig die Geschichte der ehemaligen DDR mit ein, denn dort steht ja das Gutshaus. Auch über Ulli erfahren wir mehr – er findet seine berufliche Bestimmung und folgt seinem Herzen... in mehrerlei Hinsicht, denn sowohl Max als auch Kacpar begleiten ihn in unterschiedlichster Weise hierbei. Natürlich dürfen auch Mine und ihr Karl-Erich nicht fehlen! Ich bin ehrlich, mehrfach dachte ich: jetzt ist es aus... aber „Nichts ging zu Ende. Alles begann immer wieder von Neuem. Das Neue trug ein anderes Kleid, aber es sang das gleiche Lied“ (S. 573) Viel, sehr viel passiert im dritten (und wirklich letzten?) Band und wie schon gesagt, die einzelnen Erzählstränge lassen sich besser verstehen, wenn man die vorherigen Bände kennt. Es machte mir unheimlich viel Spaß, in die einzelnen Zeitepochen und Erfahrungen der Protagonistinnen einzutauchen. Die lockere, stimmungsangepaßte Sprache von Anne Jacobs ließ vor meinem inneren Auge immer wieder Filme ablaufen und ich konnte den Roman kaum aus der Hand legen. Ja, eines hat mich beeindruckt: die Autorin passt scheinbar ihre Sprachgestaltung der jeweiligen Zeit an... und somit ist der dritte Teil wirklich modern und locker, was vielleicht nicht unbedingt bei jedem so gut ankommt. Ich mag alle drei Teile gleich und kann auch wirklich empfehlen, sie hintereinander weg zu lesen ;) denn so gleitet man quasi inhaltlich und sprachlich durch die verschiedenen Epochen. Ein Wort noch zum Cover: es hat einen hohen Wiedererkennungswert, allerdings empfinde ich es als wenig passend zum Inhalt. Es ist wirklich hübsch gestaltet, aber es fehlt mir der Bezug zur modernen Zeit, sei es durch die Kleidung oder einfach vielleicht durch ein kleines Mädchen an der Hand der jungen Frau oder am Rande ein paar Tiere oderoderoder... nun gut, der Inhalt zählt ;) und hier kann ich „Zeit des Aufbruchs“ sehr empfehlen.

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Solider Abschluss der Trilogie

Von: lenisvea

16.01.2020

ORIGINALAUSGABE Taschenbuch, Klappenbroschur, 576 Seiten, 11,8 x 18,7 cm ISBN: 978-3-7341-0489-3 Erschienen am 16. Dezember 2019 So langsam scheint Ruhe im Gutshaus eingekehrt zu sein. Franziska hat ihre alte Heimat wiedergefunden und in Walter ihre große Liebe. Ihre Enkelin Jenny tut alles, um sich mit dem alten Anwesen eine Zukunft aufzubauen, und ist glücklich mit Uli, der neuen Schwung in seinen Bootsverleih gebracht hat. Aber so rosig ist leider nicht alles: Das neu eröffnete Restaurant läuft nicht richtig, und bei Bauarbeiten im Keller tritt ein Fund zutage, der längst Vergangenes wieder lebendig werden lässt. Franziska befürchtet, dass er etwas mit ihrer Schwester zu tun haben könnte. Und sie fragt sich: Wird ihre Vergangenheit sie niemals loslassen? Zur Autorin Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit »Das Gutshaus« knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten. Meine Meinung Hier handelt es sich ja um den 3. und abschließenden Teil der Gutshaus-Trilogie, die ich von Anfang an verfolgt habe. Daher musste ich den Abschluss nun natürlich auch direkt lesen. Mir ist der Einstieg in die Geschichte auch direkt wieder gut gelungen, ich war wieder direkt mittendrin. Es geht weiter mit der Familie um Franziska und Jenny und vielen anderen, die man rund um Gut Dranitz schon kennenlernen durfte. Sie stecken mitten im Umbau und dann passiert etwas völlig Unvorhersehbares. Es wechselt zwischendrin zu einem Kloster im Mittelalter, was ich schon interessant fand, es für mich aber nicht hätte sein müssen für die Trilogie. Man erfährt in diesem Band auch mehr über Jennys Mutter, der Tochter von Franziska. Die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Jenny und Cornelia und wiederum zwischen Cornelia und Franziska ist ja sehr schwierig, aber langsam nähern sie sich wieder an. Alles in allem hat mir auch der Abschluss der Trilogie sehr gut gefallen, aber mir haben die ersten beiden Bände doch etwas besser gefallen. Von mir gibt es für den Abschluss dieser Trilogie 4 Sterne. 4 von 5 Sternen Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Blanvalet Verlag Infos zur Autorin: ©Blanvalet Verlag Rezension/Videorezension: ©lenisveasbücherwelt.de Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt.de

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Das Gutshaus 3

Von: Blog "Dirk liest und testet"

12.01.2020

Die Restaurationsarbeiten am Gutshaus sind weiter im Gange. Wenigstens kann nun das Restaurant eröffnen. Bei Ausschachtungsarbeiten im Keller für den neuen Pool werden menschliche Knochen gefunden. Während Franziska eine schlimme Ahnung hat, reisen mehrere Archäologen an und legen die Baustelle auf unbestimmte Zeit still.... Anne Jacobs knüpft an die ersten beiden Bände an. Die Geschichte um den fiktiven Gutshof Dranitz im Mecklenburger Land wird wieder aus wechselnder Sicht mehrerer Protagonisten erzählt. Zwischendurch gibt es Rückblicke in die Vergangenheit. Diesmal bis ins 13. Jahrhundert, in die Zeit als auf dem Gelände des Gutshofes ein Nonnenkloster stand. Die Geschichte dreht sich neben dem Gutshaus auch um Bernds Öko-Bauerhof, Ullis Bootsverleih und den Tierpark Dranitz. Es ist eine Mischung aus Familiengeschichte, Liebesgeschichte und Sorgen um finanzielle Schwierigkeiten. Gelesen wird das Hörbuch von Daniela Hoffmann. Sie liest es mit einer angenehmen Stimme und vermittelt sehr gut die unterschiedlichen Stimmungslagen. Das Hörbuch ist ein gelungener Abschluss der Gutshaus-Reihe.

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Abschied von Dranitz

Von: hasirasi2

08.01.2020

Fünf Jahre sind vergangen, seit Franziska das Gutshaus zurückbekommen hat und sie und ihre Enkelin Jenny mit der Sanierung begonnen haben. Eigentlich sollte der Umbau in ein Hotel inkl. Gaststätte und Wellnessbereich längst fertig sein, doch immer wieder kommt etwas dazwischen. Als sie bei Ausschachtungsarbeiten im Keller ein Gerippe finden, werden Franziskas Erinnerungen an den Krieg und die Zeit danach sofort wieder wach. Zudem wird das Geld langsam knapp, der Gerichtsvollzieher geht regelmäßig durchs Dorf und klopft auch bei von Franziska und Jenny an. Architekt Kacpar, der ihnen von Beginn an hilft, will ihnen jetzt mit Geld unter die Arme greifen und dafür Teilhaber werden, aber das wollen Franziska und Jenny nicht: „… Dranitz sollte in Familienbesitz bleiben, und zwar für immer …“ (S. 31) „Zeit des Aufbruchs“ ist der Abschluss der Saga rund um das Gutshaus Dranitz und seine Besitzerinnen. Anne Jacobs lässt noch einmal alle Figuren der Vorgängerbände lebendig werden und erzählt ihre Geschichte weiter. Jenny und Ulli sind glücklich, ihre Tochter Julchen hat ihn als Ersatz-Papa akzeptiert. Sein Bootsverleih läuft toll und sein Partner Max schmiedet Pläne für den Ausbau des Campingplatzes. Franziskas Tochter Cornelia, Jennys Mutter, nähert sich den beiden immer mehr an und will ihnen auch beim Betreiben des Gutshauses helfen – schließlich ist sie Unternehmensberaterin. Auch wie es Tierärztin Sonja, Öko-Bauer Bernd und viele anderen Bewohner von Dranitz und Umgebung geht, berichtet die Autorin. Das war mir an einigen Stellen dann aber doch etwas zu ausführlich und weitschweifig. Die Handlung verzettelt sich, gerade den Strang um die Herkunft des gefundenen Gerippes hätte ich nicht gebraucht, und das offene Ende um Kacpar hat mich irritiert. Ich hätte mir dafür mehr vom Gutshaus gewünscht. Das Geschehen wird abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten geschildert, dadurch ist es sehr vielfältig und erlaubt unterschiedliche Sichten aufs Geschehen, macht es lebendig. Besonders mochte ich übrigens Julchen, die sehr viel von ihrer durchsetzungsstarken Urgroßmutter hat und gern alle herumkommandiert. Ich kann mich an die Zeit nach der Wende noch gut erinnern, als der erste Rausch vorbei war und die Realität viele überrollte. Gerade in Mecklenburg haben die blühenden Landschaften lange auf sich warten lassen und ein Großteil der Bevölkerung ist abgewandert. Um so schöner finde ich, wie hier die Hoffnung und der wirtschaftliche Überlebenskampf der Gebliebenen geschildert wird, der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft. Mein Fazit: Ein schöner Schmöker für ein gemütliches Wochenende und gelungener Abschluss der Gutshaus-Saga, auch wenn er mir an manchen Stellen etwas zu weitschweifig war.

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Das Gutshaus - Zeit des Aufbruchs

Von: MarySophie

08.01.2020

Handlung: Franziska hat endlich ihre Ruhe gefunden und langsam lassen sie die Geister der Vergangenheit los. Sie lebt wieder in ihrer alten Heimat, hat ihren geliebten Walter wiedergefunden und genießt mit ihm die Tage. Auch bei ihrer Enkelin Jenny sieht es prächtig aus: Julchen entwickelt sich hervorragend und mit Ulli hat sie das große Glück gefunden. Doch so glücklich die Damen privat sind, läuft es mit dem Umbau des Gutshauses nicht ganz so rund. Das neu eröffnete Restaurant besuchen nicht so viele Gäste wie gehofft und der nächste große Hammer wartet auch schon: Im Keller erwartet die Handwerker ein unerwarteter Fund, der die weiteren Arbeiten pausieren lässt. Dazu haben Jenny und Franziska immer wieder mit Geldsorgen zu kämpfen. Ob die Beiden es schaffen, das Gutshaus komplett in neuem Glanz erstrahlen zu lassen? Meinung: Das Cover weckt natürlich direkt Assoziationen an die ersten beiden Teile. Im Hintergrund ist wieder ein Gutshaus zu sehen, diesmal erstrahlt die Allee, die dorthin führt, in herbstlichen Farben, Laub liegt am Boden und eine Dame strebt darauf zu. Sie hat eine zielstrebige Haltung und wirkt in ihrem Auftreten, auch aufgrund der Kleidung, recht modern. Ich würde sogar sagen, dass mir das Cover von diesem Teil am besten gefällt. Die Farben strahlen besonders und die ganze Szenerie wirkt sehr idyllisch und einladend. Ich weiß noch wie ich nach dem Lesen des zweiten Teils dachte, dass im Grunde ein ganz gutes Ende vorliegt. Deshalb hatte ich auch längere Zeit überlegt, ob ich diesen drittel Teil wirklich lesen möchte. Am Ende kam in mir wieder dieses Gen hervor, dass ich immer wissen möchte, wie eine Reihe endet und so war ich sehr dankbar, das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt zu bekommen. Und schnell war mir klar: dieser Teil ist der Beste der ganzen Reihe! Die Handlung startet sofort, es gibt keine Wiederholungen von Geschehnissen. So musste ich mich zwar wieder kurz reindenken, doch damit hatte ich nur wenige Probleme. Ich glaube, durch eine erneute Schilderung der Fakten hätten sogar Längen entstehen können, weshalb ich froh bin das kein Rückblick genutzt wurde. Ein jedes Kapitel wird aus der Sicht von unterschiedlichen Personen geschildert. So kommen nicht nur Franziska und ihre Enkelin Jenny zu Wort, die beiden Besitzerinnen des Gutshauses, sondern u.a. auch Jennys Freund Ulli oder dessen Großmutter Mine, die einiges aus ihrer Sicht erzählen. So entsteht eine bunte Mischung und bei mir kam nie Langeweile auf. Auch diesmal spielt die Handlung wieder auf zwei Ebenen. Einmal gibt es den Zeitstrang um Franziska, Jenny und ihre Lieben, welcher 1995 spielt. Dazu geht die Autorin diesmal ein ganzes Stück in der Zeit zurück und hat eine zweite zeitliche Ebene hinzugefügt, die im Mittelalter spielt. Darüber war ich mir nicht immer sicher. Teilweise fand ich diesen unglaublich spannend und sie bildete eine nette Abwechslung zu den anderen Geschehnissen. Doch ab und an haben sich diese Abschnitte etwas gezogen und waren zu lang. Ich empfand nicht jedes Detail davon so wichtig. Mir ist außerdem aufgefallen, dass die Protagonisten diesmal nicht so sehr in der Vergangenheit schwelgen, sondern mehr im Hier und Jetzt leben. Ein wenig habe ich diese Ausschweifungen und Rückblicke in die Vergangenheit ja schon vermisst, sie gehörten gerade zu Mine und Karl-Erich dazu und haben auch ein großes Stück ihren Charakter geformt. Hier wurde dieses Detail eben durch die mittelalterlichen Szenen verdrängt, was eine Abwechslung zu den anderen beiden Teilen bildet. Auch diesmal hat mir die Schreibweise wieder richtig gut gefallen. Sie war eingängig, recht einfach gehalten und ermöglichte ein schnelle Lesen. Dazu gab es eine angenehme Alltagssprache der Protagonisten, vor allem die jüngere Generation bediente sich dieser, was authentisch wirkte. Mir fiel es etwas schwer, mir das titelgebende Gutshaus mit all seinen Gebäuden vorzustellen. Das Gelände besitzt Dimensionen, die für mich schwer greifbar sind und ich denke, von manchen architektonischen Details benötigt man ein ganz genaues Bild, um sich diese ansatzweise vorzustellen. Da ich leider in diesem Gebiet nicht sonderlich bewandert bin, war es für mich sehr schwierig, ein ungefähres Bild zu erhalten. Es gibt eine angenehme Mischung von spannenden und ruhigeren Kapitel, wodurch erst gar keine Langeweile entstehen kann. Dazu gibt es immer wieder Geheimnisse oder neue Sachverhalte, die neue Wendungen hereinbringen. Mir hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen und oft ließ sich die Handlung nicht vorhersehen. Immer wieder geschah etwas unerwartetes, was neuen Schwung hereingebracht hat. Die Mehrzahl der Protagonisten ist bereits bekannt, nur sehr wenige neue Charaktere kommen hinzu. So hat es sich wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten angefühlt und ich hatte absolut keine Probleme, diese wiederzuerkennen und ihnen ihre bekannten Charakterzüge wieder zuzuschreiben. Im Grunde gibt es nicht wirklich Hauptcharaktere, die Grenzen haben sich komplett verschoben und die Mehrzahl der Proagonisten tritt einander gleichwertig auf. Ab und an taucht mal ein Name auf, der sich nicht direkt zuordnen lässt. Einer der Charaktere nennt diese Person, die mir leider nicht im Gedächtnis geblieben ist oder die nicht wirklich persönlich auftritt. Das kam nicht übermäßig oft vor, ein wenig gestört hat es mich schon. Gleichzeitig wird dadurch ein dörflicher Charakter sichtbar, wo jeder jeden kennt und man alles übereinander weiß. Die Protagonisten hatten nicht unbedingt den Tiefgang, den ich mir gewünscht hätte, doch im Grunde fand ich fast alle ziemlich sympathisch. Sie waren recht stark gezeichnet und man sieht vor allem Franziska und ihrem Mann Walther mittlerweile das Alter an. Ich finde, dies hat man an ihrem ganzen Auftreten gemerkt, was mir gefallen hat. So war eine deutliche Veränderung bei ihnen zu sehen, was sie mir viel sympathischer gemacht hat. Manchmal hatte ich immer noch etwas das Gefühl, dass den Charakteren eine bessere Kommunikation untereinander gut getan hätte, so hätten einige Konflikte vermieden werden können. Doch gleichzeitig dachte ich daran, dass dies im realen Leben auch nicht immer so läuft und will diesen Punkt nicht negativ werten. Ich glaube, meine heimlichen Lieblinge sind noch immer Mine und Karl-Erich. Ich finde die beiden alten Leute einfach unglaublich herrlich, sie bilden für mich das Herz des Buches und sind wahrhaftig die guten Seelen des Ortes. Mich amüsieren nicht nur ihre kleinen Kabbeleien, sondern auch ihre Zuneigung zu den anderen Protagonisten macht sie richtig liebenswert. Fazit: Ich bin richtig froh dem dritten Teil eine Chance gegeben zu haben. Ich hatte das Buch innerhalb von vier Tagen ausgelesen und bin nun ziemlich unglücklich, dass es keinen weiteren Teil geben wird. Auf diesem Niveau hätte es gerne weitergehen können. Es hat fast alles gestimmt: die Protagonisten waren sympathisch und hatten ein bodenständiges Auftreten, die Schreibweise war gewohnt angenehm und leicht lesbar, die Handlung war durchweg spannend und abwechslungsreich. Mein einziger kleiner Kritikpunkt beinhaltet den Erzählstrang im Mittelalter, über den ich mir unschlüssig bin. Wäre dieser kürzer gehalten worden, hätte er mich vielleicht vollkommen überzeugen können. So fand ich die Idee gut, die Umsetzung zu weiten Teilen auch in Ordnung, nur manchmal war es mir zu ausschweifend. Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sterne

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