Leserstimmen zu
Glück schmeckt nach Popcorn

Marie Adams

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Eckdaten - Titel: "Glück schmeckt nach Popcorn" - Autorin: Marie Adams - Verlag: Blanvalet - Seiten: 315 - Erscheinungsdatum: 20. November 2017 - Preis: 9,99€ Meine Meinung Als erstes fiel mir auf, dass im gesamten Buch keine Kapitel zu finden sind. Das hat mich persönlich sehr gestört, weil ich diese Kapitelstruktur einfach auch für mich als Orientierung brauche. So habe ich immer das Gefühl gehabt, das Buch mitten in einem Kapitel zu pausieren... Für mich wurde das Lesen dadurch leider entsprechend sehr anstrengend, weil ich immer Probleme hatte, eine Stelle zu finden, an der es sich richtig anfühlte, eine Pause zu machen. Im Buch gab es drei Charaktere, um die es überwiegend ging. Das war zum einen Martha sowie zum anderen noch Erik und Stefan. Martha war mir zu Anfang eher unsympathisch und auch irgednwie leicht suspekt. Sie führt zwar das Kino und kommt mit ihrer Angestellten sehr gut zurecht, aber ansonsten ist Martha nicht sonderlich aufgeschlossen gegenüber anderen Menschen. Außerdem scheint Martha ein Problem mit Glück bzw. Happy Ends zu haben, da sie in ihrem Kino möglichst keine typischen Schnulzen zeigt. Erik hingegen war mir von Anfang an super sympathisch. Im Gegensatz zu Martha glaubt Erik nämlich an Happy Ends. Entsprechend amüsant ist die ein oder andere Unterhaltung zwischen der Kinobesitzerin und dem jungen Filmstudenten. Stefan hingegen ist ein eher schlecht gelaunter Filmkritiker, der deutlich mehr Gemeinsamkeiten mit Martha hat und häufig in ihr Kino kommt. Das Buch war so aufgebaut, dass es in der Geschichte viele Perspektivwechsel gab. Das war für mich persönlich manchmal schon etwas verwirrend, aber andererseits hat man dadurch natürlich deutlich mehr Informationen bekommen. Diese Informationsflut war aber auch irgendwie schade, da ich nach etwa 100 Seiten bereits ein sehr genaues Bild davon hatte, wie die Geschichte weitergehen und vor allem enden würde. Doch auch wenn schnell klar war, wie die Geschichte enden würde, war das Buch trotzdem sehr schön. Das lag vor allem an der wundervollen Entwicklung der drei Hauptcharaktere. Mit am besten war die Verbindung, die die Autorin zum Titel gezogen hat.

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Inhalt: Martha ist Besitzerin eines kleinen Programmkinos. Es ist ihr Leben und lenkt sie von ihrem Liebeskummer ab, denn an Happy Ends glaubt sie schon lange nicht mehr. Als ihre Freundin und Mitarbeiterin Susanne wegzieht muss jemand Neues gesucht werden und obwohl sie eine Frau bevorzugen würde gibt sie Erik eine Chance. Doch Erik ist ein Optimist und macht es Martha damit nicht immer leicht. Meine Meinung: Mein erstes Buch von Marie Adams war Das Café der guten Wünsche in dem es um ein ganz besonderes Café geht und ich hoffte dass diesmal auch etwas von dem Zauber zu finden ist. Diesmal eben nur im Kino. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt und so habe ich frohen Mutes angefangen zu Lesen. Der Einstieg war leicht ebenso wie der Schreibstil. So kam ich rasch Vorwärts. Das die Protagonistin sehr negativ eingestellt war sah ich als vorübergehende Situation und ich freute mich auf den Fortgang der Geschichte. ZU Beginn fesselte mich die Neugier, doch dann war es irgendwann etwas müssiger zu lesen. Einfach weil es mir zu negativ erschien. Eine Leichtigkeit fehlte, was ich hauptsächlich Martha zuschrieb. Diese ist nämlich ziemlich verbittert. Nur ihr Kino bringt ihr Freude und selbst da kommen Probleme vor. Sie jammert und meckert viel herum. Versteht nicht wie man glücklich sein kann. Sie hat eben Liebeskummer. Doch irgendwann sollte das vorbei sein, sagte ich mir, doch darauf konnte ich wirklich lange warten. So verleidete mir Martha mit ihrer negativen Stimmung, aber auch mit ständigem Wechsel der Gefühle und hin und her in anderen Dingen, so ein wenig diese Geschichte. Ich freute mich immer wenn es um Eric ging. Er ist Optimist und lässt sich durch fast nichts aus der Ruhe bringen. Er hat vielleicht manchmal einen zu verklärten Blick, aber das ist auch das Einzige was man ihm vorwerfen könnte. Insgesamt hat er ein gesundes Selbstbewusstsein und war mein Highlight der Story. Zum Ende hin wurde es ein wenig besser, aber wenn ich von Ende hin rede geht es da wirklich um die letzten etwa 50 Seiten. Bis dahin zieht das Buch eher runter, als eine romantische Freude zu verursachen. Leider hat Marie Adams es nicht geschafft das Gefühl vom Vorgänger so wirklich zu transportieren.

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Sehr gut hat mir die Idee des Plots gefallen: Es wird nämlich ein kleines Programmkino in Berlin und seine Besitzerin in den Mittelpunkt gerückt. Auch wenn ich selten ins Kino gehe, hat es mich in die glänzende Zeit der Lichtspielhäuser zurückversetzt, da der Charme von diesen ganz toll in das Buch gepackt wurde. Martha setzt alles daran, sich gegen die Blockbuster-Kinos durchzusetzen und ihren Bemühungen zu folgen, ist wirklich schön zu lesen. Am liebsten würde ich mich selbst mal in das Lichtspielhaus setzen. Martha als Protagonistin ist wirklich sehr sympathisch, wenn auch für mich an der ein oder anderen Stelle etwas zu naiv. Sie hat schon viel in ihrem Leben durchmachen müssen und lebt deswegen für ihr Kino. In Sachen Liebe verhält sie sich aber meiner Meinung nach einfach falsch. Das hat mich etwas genervt. Zwar führt gerade dieses Verhalten dazu, dass sich die Story weiterdreht, aber für mich war es teilweise etwas zu konstruiert. Schade. Weniger anfreunden konnte ich mich mit dem zweiten Protagonisten Erik. Er ist Filmstudent und jobbt bei Martha im Kino. Er ist sehr fantasievoll und versucht seinen Traum vom eigenen Film zu leben - warum ich mit ihm nicht warmgeworden bin, kann ich gar nicht genau begründen. Manchmal ist das einfach so. Dass sich die zwei annähern werden, verrät ja schon der Klappentext. Aber auch hier ging es mir einfach zu schnell bzw. war es für mich auf der Gefühlsebene zu dünn. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. Das Ende ist dann ziemlich erwartbar und enthält keine Überraschungen. Es ist sehr kitschig, was zu dem Buch an sich passt, aber nicht unbedingt meinen Geschmack getroffen hat. Gut gefallen hat mir der Schreibstil. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und durch die genauen Beschreibungen kann man gut abtauchen. Außerdem gibt es immer wieder Verweise auf berühmte Filme oder Schauspieler. Auch wenn ich mich hier nicht so auskenne, habe ich doch einiges wiedererkannt. Das hat natürlich die Verbindung zwischen Buch und Kino bzw. Film noch mehr gestärkt und gezeigt, dass sich die Autorin wirklich Gedanken gemacht und gut recherchiert hat. Insgesamt war das Buch für mich eine schöne Lektüre, gerade jetzt wenn man sich einfach nur auf die Couch legen und ein bisschen lesen will. Außerdem macht sie Lust, mal wieder ins Kino zu gehen. Trotzdem hatte ich einiges zu kritisieren, deswegen gibt es von mir 3 Sterne.

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Basierend auf dem Cover und der Inhaltsangabe habe ich mir eine spritzig-leichte, süße Liebesgeschichte, eventuell sogar mit der ein oder anderen Filmreferenz, erhofft. Zum Teil habe ich das auch bekommen, aber leider nicht annähernd in dem Umfang, wie ich es mir gewünscht hätte. Das Geschehen spielt überwiegend in Kino, was ich soweit toll finde. Kinos haben ein ganz spezielles Ambiente, da sie eine gewisse Gemütlichkeit in einen öffentlichen Raum bringen. Diese Gemütlichkeit bzw. Wohlfühlatmosphäre kam aber nicht wirklich beim Lesen bei mir auf. Dies liegt zum Großteil an der Protagonistin Martha. Sie ist ein Charakter, an dem sich die Geister scheiden können: entweder hat man Verständnis für sie oder nicht. Als Person ist sie nicht unbedingt außergewöhnlich, hat eine eher pessimistische Einstellung und Weltansicht und nimmt nur passiv am Leben teil. Zudem schlägt sie Leute mit ihrem Starrsinn häufig vor den Kopf und scheint sich selbst bzw. ihr eigenes Glück bewusst zu boykottieren, indem sie immer genau das Gegenteil von dem macht, was sie glücklich machen würde. Ich hätte ihr das eher verzeihen können, wenn sie sich ihrer Gefühle nicht bewusst wäre. Aber ihre Gedanken machen deutlich, dass sie fast schon bereitwillig mit offenen Augen in ihr Unglück läuft. Das fand ich mit am schlimmsten an ihr: Sie ist klug, aber verhält sich ziemlich dumm. Anfangs war das noch okay, mit der Zeit war es aber auch ein wenig nervig. Noch dazu fährt sie immer dann die Krallen aus, wenn ihr niemand etwas Böses will, einfach weil sie mit Nettigkeit nicht umgehen kann. Ich verstehe, dass sie verletzt ist, dass sie immer noch leidet, aber nur weil ein einziger Mensch sie enttäuscht hat, müssen ja nicht gleich alle schlecht sein. Ich könnte wohl noch weiter über ihr etwas anstrengendes Wesen schwadronieren, aber ich denke, mein Standpunkt ist klar geworden. Aufgrund dieser Eigenschaften war es für mich ein Mysterium, wie ein so vor Lebensfreude strotzender, offener Mensch wie Erik sich so zu ihr hingezogen fühlt. Ich weiß zwar, dass sich Gegensätze anziehen, aber gerade am Anfang entbehrte die Zuneigung jedweder Grundlage. Dennoch fand ich ihn in seinem Bemühen um Martha und seiner Rivalität mit dem Filmkritiker Stefan süß. Nicht jeder hätte ein solches Durchhaltevermögen bewiesen und weiterhin Euphorie verbreitet. Da ich ihn wesentlich mehr mochte als Martha, war ich froh, dass die Handlung durch einen personalen Erzähler wiedergegeben wird. Dadurch begleitet man auch ihn gelegentlich in seinem Alltag und der Fokus wechselt zwischen den einzelnen Personen, ohne dass man durch die "Unwissenheit" der Figuren eingeschränkt ist. Etwas schade fand ich, dass die Zahl der relevanten Akteure recht überschaubar ist, da Martha nun nicht die extrovertierteste Person ist. Den übrigen Charakteren, wie ihrer besten Freundin Susanna, werden allerdings eher Komparsenrollen zuteil. Es kam mir auch etwas merkwürdig vor, dass Martha lediglich eine Angestellte bzw. einen Angestellten hat. Selbst für ein Programmkino finde ich das doch recht wenig. Manchmal hat sie den Laden auch ganz alleine geschmissen - da frage ich mich doch, wie sie sich um ale Bereiche gleichzeitig kümmern konnte. Abgesehen von dieser Ungereimtheit war die Geschichte aber soweit schlüssig, wenn auch nicht übermäßig konfliktträchtig und spannend. Trotz der Tatsache, dass das zentrale Thema Liebe ist, krazt der Roman emotional eher an der Oberfläche bzw. konnte mir Marie Adams keine tieferen Gefühle vermitteln. Möglicherweise lag auch das an der Unnahbarkeit der Protagonistin. Dennoch gab es auch einige Stellen, die mich amüsiert haben, und die Autorin weiß auch sehr gut mit Worten umzugehen. Sie schreibt manchmal etwas blumig, aber meistens mit einem gewissen Witz. Außerdem hat sie einen Hang zu langen Schachtelsätzen, den ich teile, von dem ich aber weiß, dass er nicht jedermanns Sache ist. Zu erwähnen wäre noch, dass eine typische Kapiteleinteilung bei diesem Roman fehlt. Das ist nicht wirklich bewertungsrelevant, aber doch etwas gewöhnungsbedürftig gewesen. Die Geschichte wird stattdessen in einzelne Abschnitte gegliedert, die durch Leerzeilen voneinander getrennt werden. Fazit Alles in allem konnte "Glück schmeckt nach Popcorn" nicht ganz meine Erwartungen erfüllen. Mir fehlte die emotionale Verbindung zu den Figuren sowie ein paar Spannungshöhepunkte, die mein Interesse aufrecht erhalten hätten. Trotz eines guten Schreibstils konnte mich der Roman leider nicht fesseln.

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Bewertung: 3 1/2 Sterne In "Glück schmeckt nach Popcorn" geht es neben der gewohnten Liebesgeschichte um Kino und Filme. Das war auch der Grund, warum ich mich für dieses Buch bei Lovelybooks beworben habe. Ich liebe Kinofilme und war selbst in einem Verein tätig, der unser kleines Programmkino, das ausgesuchte Filme spielt, unterstützt hat. Auch im Lichtspielhaus, dem heimeligen Kino unserer Hauptprotagonistin Martha, steht kein Popcornkino auf dem Programm. Nach der Trennung von ihrem Freund und dem Verlust des gemeinsamen Baby's gibt es bei ihr keine Filme mit Happy Ends. Auf dem Spielplan stehen ausgesuchte Klassiker und ältere Filmschmankerl. Im Gegensatz zu den großen Kinokomplexen setzt Martha auch auf Wohlfühlambiente. Ihr Leben dreht sich einzig und allein um das Lichtspielhaus. Freunde oder Freizeit hat sie kaum. Als ihre Mitarbeiterin und beste Freundin Susanne schwanger ist und zu ihrem Freund nach Hamburg zieht, sucht sie Ersatz und trifft auf den Filmstudenten Erik, der sich als Regisseur versucht. Mit seiner fröhlichen Art versucht er Martha aus ihrer selbstgewählten Isolierung herauszulocken.... Die Geschichte kommt nicht nur leichtfüßig daher, sondern ist auch etwas melancholisch. Das beginnt bei Marthas Filmauswahl, ihrer Weigerung für Happy Ends und ihre eher pessimistische Einstellung zum Leben und vorallem zur Liebe. Das machte es nicht immer leicht sie zu mögen. Ganz klargekommen bin ich mit ihr leider nicht, obwohl wir die Liebe zu ausgewählten Filme teilten. Ihr Pessimismus und ihre Verbitterung fing mich nach einiger Zeit an zu nerven. Auch ihr Verhalten war für mich manchmal nicht nachvollziehbar. Bei Erik war es genau umgekehrt. War er mir anfangs zu unbeschwert und von sich überzeugt, mochte ich später seine positive Ausstrahlung, seine romantische Ader und sein Selbstvertrauen. Vorallem wie er sich um Martha bemühte, öffnete ihm gegenüber mein Herz. Trotzdem fehlte mir der Funken und die Glaubwürdigkeit seiner plötzlichen Verliebtheit gegenüber Martha. Sein Konkurrent Stefan, ein Filmkritiker, überzeugte mich anfangs mehr, wurde mir aber von Seite zu Seite immer unsympathischer, was die Geschichte sehr vorhersehbar macht. Die Emotionen kamen trotz des ziemlich kitschigen Endes leider nicht ganz bei mir an. Überzeugen konnte mich aber das atmosphärische Ambiente des Schauplatzes, das Lichtspielhaus. Das alte Programmkino hatte sofort mein Herz gestohlen und die Beschreibungen haben mir richtig gut gefallen. Die im Roman erwähnten Schauspieler und Filmtitel haben mich in Erinnerungen schwelgen lassen und genau das Gefühl hervorgerufen, das ich mir bei dieser Lektüre erhofft hatte. Der Wohlfühlroman ist etwas vorhersehbar, wie sehr oft bei Liebesromanen, was mich aber nicht wirklich störte. Die Geschichte ist trotz meiner Kritik unterhaltsam, gibt Mut nach vorne zu schauen und seine Träume zu verwirklichen.... Schreibstil: Marie Adams hat einen leichten und einnehmenden Schreibstil, der sich gut lesen lässt. Etwas gestört hat mich auch, dass es keine Kapitel im Roman gibt. Ich denke mir oft: "Noch schnell dieses eine Kapitel und dann ab ins Bett"...hier hatte ich immer das Gefühl irgendwo mittendrin festzustecken. Fazit: Ein etwas melancholischer Wohlfühlroman, der mich nicht ganz packen konnte. Die Gefühle kamen bei mir nicht wirklich an und die Geschichte plätschert manchmal etwa zu viel dahin. Hingegen konnte mich das bezaubernde Ambiente und die Affinität zum Kinofilm überzeugen.Trotz der Kritikpunkte hat mich der Roman aber gut unterhalten.

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Nachdem Martha in ihrer letzten Beziehung eine Enttäuschung erlebt hat, glaubt sie nicht mehr an das große Glück. Deshalb sucht sie für ihr kleines Lichtspielhaus nur noch Filme aus, die frei von romantischen Plänkeleien sind. Doch wie so oft hat das Leben Überraschungen im Gepäck und schon bald geschieht es, dass ihre Mitarbeiterin Susanne schwanger wird und sich Martha nach einem Ersatz für sie umsehen muss. Den findet sie zwar recht schnell und schon bald fängt der Filmstudent Erik in dem kleinen Lichtspielhaus an. Aber seine ständige gute Laune und seine Bemühungen, das Programm zu verändern, führen dazu, dass Martha bald die Reißleine zieht. Denn nicht nur seine Unbeschwertheit setzt ihr ordentlich zu, auch das Gefühl, dass er mehr als nur ein guter Freund sein will, ist ihr einfach zu viel. "Glück schmeckt nach Popcorn" ist nach "Das Café der guten Wünsche" der zweite Roman von Maria Adams, in dem sie ihre Hauptfigur nach dem ganz persönlichen Glück suchen lässt. Dass es dabei zu einigen Verwicklungen und Missverständnissen kommt, bleibt nicht aus. Doch ganz zum Schluss reicht es immer für ein kleines Happy End und für die Erkenntnis, dass man der Liebe eine Chance geben muss. Das allerdings fällt der Lichtspielbetreiberin Martha unheimlich schwer. Immer ein wenig pessimistisch eingestellt und sich selbst im Wege stehend, pendelt sie zwischen zwei Männern hin und her und merkt nicht, wie schwer sie es sich selber macht. Eine Figur, die man als Leser gerne einmal schütteln würde, damit sie merkt, wie zerstörerisch ihr Selbstmitleid nicht nur für sie, sondern auch für ihre Mitmenschen ist. Marie Adams versteht es wunderbar eine heimelige Atmosphäre in die Geschichte zu zaubern, indem sie den Hauptteil der Handlung in einem kleinen, altmodischen Lichtspielhaus angesiedelt hat. Hier fühlen sich die Besucher richtig wohl und auch der Leser verweilt gerne dort. Doch trotz der gelungenen Kulisse kommt das Geschehen nur langsam in Schwung. So passiert in der ersten Hälfte einfach zu wenig, was daran liegt, dass vor allem die Gedanken von Martha überhand nehmen, während spannende Dialoge viel zu knapp gesät sind. Auch gibt es weder einen ordentlichen Knall, noch sorgt eine überraschende Wendung dafür, dass der Leser regelrecht mitgerissen wird und um das Glück der Figuren bangen muss. Erst in der zweiten Hälfte lebt die Handlung merklich auf und bahnt sich ihren Weg für ein Happy End. Fazit: Ein durchwachsener Roman, dessen tolle Atmosphäre einfach nicht ausgereicht hat, um die fehlende Spannung zu kompensieren. Schade, denn die Idee, eine verzwickte Liebesgeschichte rund um ein Kino und dessen Besitzerin anzusiedeln, ist wirklich gut.

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Martha ist seit drei Jahren Inhaberin eines kleinen Programmkinos in Köln. Sie zeigt dort nur ausgesuchte Filme und keine aktuellen Hollywood-Blockbuster. Sie selbst glaubt nicht mehr an Happy Ends, nachdem ihr Freund sie betrogen hat und seine neue Freundin von ihm schwanger ist. Martha hatte vor dem Beziehungsende eine Fehlgeburt. Trennung und Verlust des Babys hat Martha immer noch nicht richtig verarbeitet und wird bereits mit der nächsten Hiobsbotschaft konfrontiert: Ihre beste Freundin und Mitarbeiterin im "Lichtspielhaus", Susanna, ist schwanger und zieht zu ihrem Freund nach Hamburg. Auf der Suche nach einer neuen Mitarbeiterin meldet sich Erik Sommer bei ihr, der einen Nebenjob braucht. Er träumt als angehender Regisseur davon, einen erfolgreichen Film zu produzieren. Nachdem Martha kurz zuvor spät abends im Kino überfallen worden war, stellt sie den großgewachsenen, muskulösen Erik gerne ein. Der immer fröhliche Romantiker sorgt mit seinen Cocktails in der Bar des Kinos für Umsatzsteigerungen und auch Martha fühlt sich von seiner unbeschwerten Art angezogen, wehrt sich allerdings gegen ihre Gefühle. Erik tritt in Konkurrenz zu dem Filmkritiker Stefan, der ganz offensichtlich mit Martha flirtet. "Glück schmeckt nach Popcorn" spielt überwiegend in dem kleinen nostalgischen Kino, was mir als Schauplatz gut gefallen hat. Dei heimelige Atmosphäre dort sowie die Sorge Marthas, dass sie neben den großen Kinoketten nicht bestehen kann, sind spürbar. Die Liebesgeschichte um die einsame und weinerliche Martha und die beiden Männer, die um sie buhlen, ist jedoch vorhersehbar. Schon früh ahnt man als Leser, dass der arrogant anmutende Stefan im Gegensatz zu dem gefühlsbetonten, etwas unkonventionellen Erik nicht das Rennen um Marthas Gunst machen wird. Ich konnte allerdings zwischen keinem der Protagonisten eine emotionale Verbindung ausmachen. Diese so schnell aufkeimenden Gefühle zwischen Erik und Martha, gegen die sie ankämpft, weil sie sich aus Angst vor Enttäuschung auf keine neue Beziehung einlassen möchte, kamen bei mir nicht an. Die beiden teilten zwar die Leidenschaft zum Film und das kleine Kino, aber die Gefühle zueinander waren für den Verlauf des Romans einfach zu gewollt. Gerade das glückliche Ende kam dann völlig überraschend für mich. Die Entscheidung beider Personen für einander war für mich so nicht nachvollziehbar. Auch rätselte ich, warum Stefan bei ihren Begegnungen mit Martha flirtet, aber darüber hinaus wenig hartnäckig ist. Mir war nicht klar, ob er tatsächlich etwas für sie empfindet oder nur körperlich angezogen ist. Im Verlauf der Geschichte wurden mir die Charaktere nicht sympathischer, weshalb ich nicht wirklich auf das zu erwartenden Happy End à la Popcornkino für Martha hin fiebern konnte. In Bezug auf so manche Episode hätte ich mir mehr Kreativität gewünscht. So empfand ich die Begegnung von Martha mit ihrem Exfreund Tom samt schwangere Freundin im Supermarkt, als abgedroschen. Man wusste gleich, auf was das hinausläuft... "Glück schmeckt nach Popcorn" ist ein leicht zu lesender Roman über Trennungsschmerz, Vertrauensverlust und die zaghafte Hinwendung an eine neue Liebe, bei der sich die Protagonistin mit ihrer pessimistischen Art am meisten selbst im Weg steht. Eine turbulente Geschichte, tiefe Gefühle oder überraschende Wendungen darf man allerdings nicht erwarten.

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Inhalt Martha führt ein kleines, aber renommiertes Programmkino – in dem sich allerlei Intellektuelle, Filmkritiker und Cineasten tummeln. Wie die meisten ihrer Gäste glaubt sie nicht an Happy Ends. Die gibt es im echten Leben schließlich auch nicht. Als ihre Mitarbeiterin und beste Freundin Susanna schwanger wird und der Liebe wegen wegzieht, gibt sie dem jungen Filmstudenten Erik eine Chance. Doch schon bald treibt er sie mit seinem Optimismus in den Wahnsinn. Er arbeitet nicht nur hinter den Kulissen an seinem Gute-Laune-Debüt, sondern möchte Martha auch noch davon überzeugen, dass das große Glück auch jenseits der Leinwand möglich ist… (Quelle: Klappentext) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Martha hat zeitgleich ihr ungeborenes Kind verloren und ihren Partner, denn dieser wollte nie ein Kind und hatte schon eine neue Freundin in der Hinterhand. Seitdem fristet Martha ein Schattendasein, was sich auch auf ihr geliebtes Geschäft, ein kleines Kino, auswirkt. Alles wird dunkel, trist und die Filme haben kein Happy End mehr. Daran glaubt Martha schon lange nicht mehr, als dann auch noch ihre beste Freundin und Mitarbeiterin schwanger ist und wegziehen wird, ist sie wütend. Jeder scheint seinen Weg zu gehen, nur sie hockt alleine in der Wohnung. Die schwangere Susanna hat schließlich die Idee: per Anzeige eine neue Mitarbeiterin finden. Doch es wird ein Mann, Erik, der mit ihr schließlich den Laden führt. Sehr zu Missfallen von dem Filmkritiker Stefan, der schon länger ein Auge auf Martha geworfen hat… Ich bin mit Martha nicht wirklich warm geworden – sie war mir vom Gemüt her zu negativ eingestellt. So jemanden könnte ich nicht als Freundin an meiner Seite ertragen, weil es mich runterziehen würde. So wie es Susanna auch zwischen den Zeilen durchklingen lässt. Ihre Gefühle zu Stefan und Erik konnte ich ihr einfach nicht abkaufen. Dafür allerdings ihre Wut und Enttäuschung auf Susanna und Erik, die am Ende ein entscheidender Punkt ist. Susanna ist die beste Freundin von Martha und will für sie nur das Beste. Sie stand ihr bei der Trennung vom letzten Partner zur Seite und unterstützte sie bei der Trauerarbeit um das Baby, doch nun hat auch sie die Nase voll. Marthe muss wieder leben und lieben – ihr passt Erik da gut in den Plan. Er soll der richtige sein, laut Susanna. Ich mochte sie gerne, so wie auch Eva, die erst im Laufe der Geschichte auftaucht. Stefan und Martha haben mal betrunken eine Nacht verbracht und er möchte dies gerne wiederholen, bzw. mit ihr eine Beziehung haben. Doch so einfach ist das nicht, auch wenn er immer positive Meinungen zu dem kleinen Kino veröffentlicht. Als dann auch noch Erik auftaucht, muss Stefan sich etwas überlegen und ist überglücklich als Martha plötzlich zusagt und mit ihm Zeit verbringen möchte. Stefan war mir immer suspekt – aus ihm bin ich nicht schlau geworden, aber ich war mir sicher, das seine Gefühle zu Martha nur ein Spiel ist. Erik arbeitet an seinem ersten Film, sehr zum Missfallen seiner Familie, die sich über sein rosarotes Zimmer wundert. Seine Schwestern glauben, das er schwul ist, denn schon seit Jahren hat er kein weibliches Wesen mit nach Hause gebracht. Als er schließlich bei Martha anfängt, wittert er seine große Chance: bei ihr seinen Film vorstellen, schließlich wird sie mit Sicherheit den Film eines Mitarbeiters zeigen. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso deutlicher wird, das beide Gefühle zueinander haben…bis Erik einen fatalen Fehler begeht. Mit Erik wurde ich leider überhaupt nicht warm – er ist jemand, der kein Nein akzeptiert und sich gegen die Meinung von Vorgesetzten stellt. Er will seinen eigenen Kopf durchsetzten, ohne Rücksicht auf Verluste. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird hauptsächlich aus der Sicht von Martha, doch auch einige andere Charaktere dürfen ein paar Zeilen oder Seiten aus ihrer Sicht erzählen. An sich ist die Grundidee von „Glück schmeckt nach Popcorn“ nicht schlecht, aber mich konnte die Geschichte einfach nicht berühren. Die Hauptcharaktere konnten mich nicht von sich überzeugen und der kleine Spannungsbogen, der sich gegen Mitte auftat, konnte mich auch nicht begeistern. Für mich passte das „Geheimnis“ nicht zur Story. Ein nettes Buch für Zwischendurch, aber nochmal lesen würde ich es nicht. Von mir gibt´s nur eine bedingte Lese- und Kaufempfehlung. 🌟🌟🌟 Sterne

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