Leserstimmen zu
Die Wälder

Melanie Raabe

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Leichte Strandlektüre

Von: E.Z.

05.03.2020

Für meinen Geschmack handelt es sich bei "Die Wälder" um eher leichte Urlaubsektüre, bei der man nicht viel nachdenken muss. Das Buch liest sich insgesamt aber sehr flüssig und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Die Story ist durchaus fesselnd, wenn auch streckenweise zu vorhersehbar. Die Charaktere sind für meinen Geschmack zu flach und sehr klischeebehaftet. Ingesamt werden generell sehr viele Klischees bedient, sowohl, was die Geschichte angeht, als auch, was die Persönlichkeiten der Protagonisten betrifft. Trotzdem wird ein Spannungsbogen erzeugt, der mich veranlasst hat, weiterzulesen. Am Schluss wird die Geschichte ein wenig absurd, die "Geisterstimme" hätte sich die Autorin nach meinem Dafürhalten sparen können. Insgesamt kam mir beim Lesen öfter der Gedanke, dass "Die Wälder" Stoff für einen unterhaltsamen und spannenden Film sein könnten. Positiv sind mir die Dialoge aufgefallen. Melanie Raabe versteht es, insbesondere die Gespräche der jugendlichen Charaktere lebendig und authentisch zu gestalten. Ebenfalls positiv ist mir aufgefallen, dass auf expilizit dargestellte Brutalitäten verzichtet wird, die seit Jahren Usus in gängigen Thrillern sind. Zusammengefasst muss ich sagen, dass mich persönlich die Lektüre dieses Buches nicht unbedingt dazu motiviert, weitere Bücher der Autorin zu kaufen oder in meinem Bekanntenkreis weiter zu empfehlen. Sollte "Die Wälder" allerdings verfilmt werden, dann würde ich sofort ins Kino gehen.

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Unspektakulär und ziemlich langweilig

Von: Nadja G.

02.03.2020

Schon seit Kindertagen hat die junge Ärztin Nina schreckliche Angst vor dem Wald in der Nähe ihres Heimatdorfes. Seitdem damals ein geheimnisvoller und furchteinflößender Mann mit seinem schwarzen Auto durch das Dorf fuhr und anschließend ein jugendliches Mädchen spurlos verschwand, ist nichts mehr so wie zuvor. Nina und ihre drei ehemaligen Freunde David, Henri und Tim sind sich sicher, dass er etwas mit dem Verschwinden von Gloria zu tun und felsenfest entschlossen ihn zur Strecke zu bringen. Doch dann kommt es doch ganz anders und "eine andere Wahrheit" offenbart sich. Nach den ganzen positiven Stimmen zu den Büchern von Melanie Raabe bin ich mit hohen Erwartungen an die Geschichte rangegangen, die leider ziemlich enttäuscht wurden. Zum einen sind die Charaktere für mich nicht greifbar, ziemlich blass und oberflächlich beschrieben, klammern sie sich doch an einen Irrglauben aus ihrer Kindheit ohne diese zu hinterfragen, einfach aus dem Grund heraus, dass sie ihn gerne glauben wollen. Es kamen keine Sympathien auf oder irgendwelche Emotionen.Da bin ich dann auch schon beim zweiten Punkt: Eigentlich basiert fast die gesamte Geschichte auf falschen "Tatsachen" bzw. auf einem Glauben heraus, der sich für die Charaktere zu unumstößlichen Fakten umgewandelt hat. Dabei berücksichtigen sie nicht einmal die subjektive und in die Irre führende Wahrnehmung, der sie womöglich als Kinder unterlagen. Es wird kaum ein Gedanke daran verschwendet oder zumindest in rationalem Maße gezweifelt, was mir ziemlich naiv und unglaubwürdig erschien. Die unheimliche Atmosphäre, die versucht wird zu erschaffen, kam bei mir überhaupt nicht an. Weder fand ich irgendwelche Situationen und Handlungen spannend, angsteinflößend oder mitreißend, noch fesselnd oder interessant. Da ist das Cover noch am besten gelungen, um zumindest eine unheimliche Atmosphäre zu schaffen und Neugierde zu wecken. Der Schreibstil ist recht "gewöhnlich" und sticht in keinster Weise hervor. Manchmal erschienen mir einige Situationen aufgrund der Sprache als etwas zu platt und nicht vollkommen entfaltet. Da ist viel unausgeschöpftes Potential verloren gegangen. Fazit: Eine größtenteils langweilige, vor sich hinplätschernde Geschichte ohne aufregende Momente, mit eintönigen, in die Irre geleiteten, wenig reflektierten Charakteren, die einem Irrglauben nachhängen und alles aufs Spiel setzen. Insgesamt leider sehr enttäuschend und nicht lesenswert.

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2 Sterne

Von: tbdevil

20.02.2020

Ich hatte vorher noch kein Buch von der Autorin gelesen und war gespannt, ob ich vielleicht eine neue "Must Have" Autorin finde, da ich gute Thriller mag. Das Buch fesselt einen teilweise seitenlang, der Wechsel zwischen den Kapiteln, in denen zwischen verschiedenen Geschichten gewechselt wird, fand ich teilweise etwas abrupt zu Beginn, mit Verlauf des Buches fügen sich diese Übergänge aber besser ein. Die Geschichte nimmt schnell Fahrt auf, hier bleiben aber immer wieder Lücken, weil erst nach und nach alles offen gelegt wird und man versteht um was es geht und was passiert ist. Als dann der erwartete "Höhepunkt" kommen müsste, verläuft die Geschichte dann anders, als man dachte und ab da war für mich der Verlauf der Geschichte dann völlig unsinnig und auch das Ende war für ich letztendlich nur ein Fragezeichen. Im Nachhinein, als endlich alle Puzzleteile sitzen, fragte ich mich, warum das alles so kam, wie es kam, denn eigentlich ist der Hintergrund sehr dünn und künstlich aufgebauscht, wenn man so zurück blickt. Daher kommt einem im Nachhinein das ganze Verhalten der Protagonisten unstimmig vor. Ich bin auch leider kein bisschen mit den Personen warm geworden, was mich nicht gestört hat, da ich das nicht unbedingt für den Lesefluss brauche, aber es hätte dem Buch ein paar extrapunkte gebracht. Die Sterne zu verteilen ist schwierig. Bis zum "Höhepunkt" waren es gute 3,5 Sterne, aber da gibt es höchstens noch 1 für den unsinnigen Verlauf. Daher nur 2 Sterne gesamt, weil das Buch einfach zu unstimmig war. Fazit: War gut zu lesen, aber die Handlung ist im Rückblick nicht stimmig.

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Thema leider verfehlt

Von: Finn Tiedjens

19.02.2020

Thriller sollten definitionsgemäß Spannung und Nervenkitzel erzeugen, dieses Buch schaffte leider weder das eine noch das andere. Hauptgrund dafür ist das in Titel und Cover und im Buch selbst immer und immer wieder erwähnte Setting der Handlung: Die Wälder. Die Autorin zwingt einem konstant eine angebliche Gefahr oder sogar Bösartigkeit auf, die von ihnen ausgeht. Dabei verpasst sie zu kommunizieren, warum dem eigentlich so ist. Es ist ein Problem, dass sich durchs ganze Buch zieht und auch bei anderen handlungstragenden Objekten oder Personen wie z.B. dem Antagonisten zu Tage tritt. Es wird immer nur gesagt, wie etwas aufzufassen ist, aber die eigentliche Aufgabe von AutorInnen ist es doch diese Stimmung im Leser zu induzieren. Das Buch ließt sich stattdessen oft so, als wäre die Autorin einer Anleitung für mittelmäßige Krimivorabendserien gefolgt und hat Textbaustein hinter Textbausstein gesetzt, ohne dass sie sich zu etwas größerem zusammensetzen. Ähnlich verhält es sich auch mit der Handlung, auf Innovation wurde hier nicht zwangsweise gesetzt, stattdessen ließt man sich nocheinmal durch die Geschichte der Kinder, denen ein "Monster" begegnet, dass sie dann im Erwachsenenalter endgültig besiegen wollen. Das ist zwar an sich eine gute Prämisse, wurde aber von Stephen King doch deutlich interessanter erzählt. Mit den Protagonisten selbst konnte ich mich nur schwer anfreunden, als Kinder sind sie eindeutig zu klischeehaft gezeichnet und als Erwachsene verhalten sie sich teils völlig abstrus und gemeingefährlich, was eventuell mit ihrem Kindheitstrauma erklärt werden soll, den Charakteren aber auch nicht mehr Tiefe gibt. Ansonsten wartet das Buch mit einigen mehr oder weniger gut gelungenen Plotttwists auf und einem für mich versöhnlichen Ende, dass viele lose Enden zusammenführt. Erst hier offenbart das Buch einen eigene Identität und zeigt Innovation, leider viel zu spät.

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Vier beste Freunde, eine eingeschworene Clique, leben als Kinder in einem Dorf, welches an einen duster und gefährlich beschriebenen Wald grenzt. Die vier Freunde, begeben sich auf die Suche nach den Spuren der verschwundenen Gloria, die ebenfalls in dem Dorf lebte. Der Verdacht der Freunde fällt auf einen Mann namens Wolff, der für sie eindeutig für das Verschwinden von Gloria verantwortlich ist. Doch niemand glaubt den vier Freunden.... 20 Jahre später erhält Nina, die als Kind in dem Dorf gelebt hat, einen Anruf, dass einer ihrer besten Freunde plötzlich verstorben ist. Bei Nina, die ihre Zeit in dem Dorf hinter sich lassen wollte und nie wieder zurückkehren wollte, werden die Erinnerungen und Gefühle aus ihrer Kindheit wieder aufgewirbelt und das Trauma, welches sie und ihre Freunde erlebt haben und die Ungewissheit, was mit Gloria passiert ist, sind wieder in ihren Gedanken, die nun wieder bestimmt werden durch das traumatisches Erlebnis. Durch die Nachricht über den Tod ihres Freundes entsteht der Wunsch nach Aufarbeitung dieses Erlebnisses und der Lösung des Verschwindens von Gloria. Getrieben durch diesen Wunsch der Klarheit, begibt sie sich mit den beiden anderen verbliebenen Freunden aus Kindertagen auf den Weg in das Dorf, um Licht in die dustere Vergangenheit zu bringen. Ich muss sagen, dass ich mir von dem Buch und der Geschichte mehr versprochen habe. Ich hatte mit mehr Nervenkitzel und Spannung gerechnet. Zudem hätte ich mir gewünscht, dass die Wälder eine viel größere vielleicht mysteriösere Rolle spielen. Dies ist in meinen Augen nicht eingetreten und hinterlässt für mich ein Gefühl der Unzufriedenheit oder eher des Unausgefülltseins. Ich muss jedoch sagen, dass mir der Schreibstil gefallen hat. Aber leider war die Story an sich für mich zusammenfassend einfach zu „flach“ und zu berechenbar. Ich hätte mir mehr Tiefgang und Unerwartetes gewünscht. Ein Buch und der Anfang einer Geschichte mit viel Potenzial, welches für mich leider nicht ausgeschöpft wurde.

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Thriller?

Von: Petra D.

21.01.2020

Die Handlung ist unrealistisch und durch die Zeitsprünge sehr langatmig. Konnte mich mit dem Buch nicht anfreunden. Habe bessere Bücher von Melanie Raabe gelesen.

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