Leserstimmen zu
Wolfsthron

Leo Carew

Under the Northern Sky (1)

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€ 14,00 [D] inkl. MwSt. | € 14,40 [A] | CHF 20,50* (* empf. VK-Preis)

Rezension Leo Carrow - Wolfsthron (Hörbuch) Klappentext: In Albion zerbricht der jahrhundertealte Frieden, als die Heerscharen des Südens im rauen Reich des Nordens einfallen. Der junge Roper, Sohn des Hauses Silberner Wolf und Thronerbe des Nordens, steht vor seiner ersten Schlacht, nicht ahnend, dass er schon bald von Feinden umzingelt sein wird. Denn nicht nur will die Königin des Südens sein Volk auslöschen, auch mächtige Feinde im Inneren greifen nach dem Thron. Ropers einzige Chance ist eine Allianz mit der schönen Keturah, Tochter des mächtigen Hauses Vidarr. Doch seine Gegner planen bereits den nächsten Schachzug – mit nur einem Ziel: Das Heulen des Silbernen Wolfes soll für immer verklingen. Meinung: Als „brillante Fantasy-Entdeckung seit George R.R. Martin“ wird der Auftaktband Wolfsthron beworben. Doch kann die Geschichte diesem Ansprüchen auch gerecht werden? Darüber habe ich mir in der Hörbuch-Variante versucht ein Bild zu machen. In großen Teilen zeichnet sich hier ein ähnlicher Rahmen wie in der „Feuer und Eis“-Saga ab: politische Ränkespiele, Kämpfe um Herrschaft und Macht, ein junger König, der sich gegen äußere und innere Feinde zur Wehr setzen muss und an diesen Aufgaben nach und nach wächst. Grundsätzlich ist Wolfsthron kein schlechter Roman, leider bringt er einiges an Längen mit sich und trotz einer sympathischen Erzählstimme konnte mich das Buch nicht immer begeistern. Das ist auch zum Teil den Figuren geschuldet, die mir gerade zu Anfang der Geschichte zu wenig greifbar sind und zu denen ich nur schwer Bezug aufbauen konnte. Positiv ist jedoch, dass im Booklet die Karte aufgenommen wurde und die wichtigsten Charaktere und Häuser aufgelistet sind, um den Hörer eine bessere Übersicht über Schauplätze und Personen zu geben. Dies erleichtert das Verfolgen der Handlung ungemein. Leider hatte ich mir insgesamt mehr von diesem Auftaktband versprochen. Die vielen Längen haben die spannenden Stellen nicht ganz ausgleichen können und auch wenn hier einige Schlachten geschlagen werden, so fand ich die Ränke, die im Hintergrund geschmiedet wurden und die politischen Verflechtungen nicht ganz ausgeglichen und eher zähl und langatmig. Von mir gibt es 3 von 5 Punkten. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar.

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ein Buch für schöne Abendstunden

Von: Charly

14.10.2018

Das Buch ist in einer sehr angenehmen und einfach gehaltenen Sprache geschrieben, sodass man während des Lesens schnell mal die Zeit vergisst. Leo Carew entführt den Leser mit seinem neuen Roman "Wolfsthron" in eine vollkommen neue Welt, mit vollkommen neuen Völker. Diese Völker und deren Geschichten sind bis ins kleinste Detail durchdacht und zusammen mit den Charakteren lernt man Stückchenweise die Unterschiede kennen. Die Charaktere sind alle angenehm gestaltet und haben ihre eigene Geschichte und jeder hat seine eigenen Besondernheiten. An manchen Stellen zieht sich die Geschichte ein wenig oder droht eintönig zu werden, doch in genau diesen Moment, wendet sich die Handlung abrupt, wodurch es für den Leser weiterhin spannend bleibt. Das Buch unterscheidet sich zu vielen anderen Fantasy-Romanen schon alleine dadurch, dass in dieser Welt keine Magie existiert. Man findet sich in der Geschichte sehr schnell zurecht und kann sich gut in die Geschichte hinein versetzten.

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gelungener Auftakt

Von: M.D.

14.10.2018

Die Geschichte (Spoiler?!): Eine Insel, drei Völker und der Süden bricht einen jahrhundertealten Frieden, um den Norden zu erobern. Ein Fluss bildet die geografische Grenze zwischen Nord und Süd auf Albion. Während ein Emporkömmling des Südens über Umwege den König Süddals zum Krieg gegen das Schwarze Königreich im Norden drängt, kommt es während der ersten Schlacht zum Tod des Schwarzen Lords des Nordens. Der junge Krieger Roper wird nach dem Tod seines Vaters, des Schwarzen Lords, aufgrund des Geburtsrechts noch während der Schlacht neuer Herrscher über den Norden. Das stolze Volk der Anakim ist mit der ersten kriegerischen Entscheidung, einem Rückzug, nicht einverstanden. Nach der Schlacht beginnt das Kräftemessen zwischen dem unerfahrenen Roper und dem einflussreichen, vom Volk verehrten Hauptmann des Reiches, Uvoren, der über das Schwarze Königreich herrschen will. Es werden Allianzen gebildet und die beiden Rivalen bedienen sich aller Mittel, um den obersten Platz im Norden. Das Ganze geschieht unter den Augen der Historiker und einer Bruderschaft, die den Fortbestand des Reiches sichern wollen und ihre eigenen Pläne haben. Im Süden hingegen verfolgt ein nichtadliger Emporkömmling das Ziel den Norden zu beherrschen und manipuliert den König Süddals, um in den Norden Albions einzufallen. Hierzu bedient er sich einer Verbündeten am Hofe. Zum Buch: Es gibt zwei Handlungsstränge, den der Geschehnisse im Süden und den der Geschehnisse im Norden, die erzählt werden und aufeinander zulaufen und sich wieder trennen. Das dritte Volk spielt hier keine große Rolle. Um die Struktur der einzelnen Völker, speziell der Herrscherhäuser und des Militärs, zu verstehen, wäre eine kurze Einführung in die Welt Albions hilfreich gewesen. Um die einzelnen Häuser und Völker zu sortieren, brauchte ich ein wenig Zeit. Der Autor beschreibt die Landschaft und die Eigenarten so detailliert, dass man meinen könnte, direkt in dem Landstrich zu stehen und das Geschehen vor Ort sieht. Es ist der Beginn einer Fantasy-Reihe und macht neugierig auf mehr, was auf Albion passiert. Wer wird den Krieg für sich entscheiden? Wer wird Verbündeter von wem? Wie wächst Roper weiter in sein Amt? Was macht der Emporkömmling? Ein gelungenes Erstlingswerk. Man darf gespannt sein auf die Fortsetzung.

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Als ich das Buch bekommen habe, ist mir das tolle Cover und die hochwertige Verarbeitung des Buches aufgefallen, obwohl es kein Hardcover ist. Die Geschichte spielt sich in Albion ab, wo die Südlinge in den Norden in das Schwarze Königreich einfallen und sich der Thronerbe Roper im Krieg gegen die Südlinge als auch durch Intrigen im eigenen Volk behaupten muss. Die Karte von Albion erinnert stark an Großbritannien, wodurch das Schwarze Königreich mit Schottland, Süddal mit England und das im Westen liegende Unhierea mit Wales verglichen werden kann. Dies wird dadurch bestärkt, dass Albion ein antiker Name für Großbritannien ist. Der Schreibstil von Carew ist sehr angenehm und interessant zu lesen. Es wird an keiner Stelle im Roman langweilig, die Spannung wird so ständig hoch gehalten. Dadurch will man ständig wissen, was als nächstes passiert und liest einfach weiter. Wer auf kurze und schnelle Handlungen steht, ist bei diesem Buch richtig, da eine Handlung auf die nächste folgt. Mir persönlich fehlt allerdings ein bisschen die Tiefe und Detailliertheit der Handlungen, um somit noch tiefer in die Geschichte eintauchen und mit den Charakteren besser auseinandersetzen zu können. Man könnte, wie ich finde, in die Geschichte noch viele Nebenhandlungen mit einbauen, um mehr über die anderen Hauptpersonen außer Roper zu erfahren, beispielsweise auch aus der Sicht der Feinde von Roper. Dadurch wäre es für den Leser einfacher, Sympathien oder Abneigungen gegenüber den verschiedenen Romanfiguren zu entwickeln und gleichzeitig die Gedanken- und Beweggründe der Figuren besser verstehen zu können. Fazit: Mich hat das Buch gut unterhalten, aber eben auch nicht vom Hocker gehauen. Die Geschichte bietet aber aus meiner Sicht noch Potential für mehr. Ich bin aber trotzdem gespannt auf die Fortsetzung des ersten Buches.

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Gut, aber nicht überzeugend

Von: M.B.

03.10.2018

Wolfsthron von Leo Carew *** Ich habe dieses Buch als Leseexemplar von Goldmann bekommen. Vielen Dank dafür! Hier meine Rezension: Wolfsthron handelt vom Krieg zwischen den Völkern der Anakim und der Süddlinge. Diese Völker könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Anakim sind überdurchschnittlich groß, sie werden sehr alt und unter ihrer Haut befindet sich eine Art Panzer aus Knochenplatten. Sie sind sehr naturverbunden, weltlicher Besitz gilt bei ihnen als verwerflich. Die Süddlinge dagegen wollen immer mehr besitzen, vor allem Gold gilbt bei ihnen als wertvoll. Der Leser begleitet hauptsächlich zwei Protagonisten: Roper, den Anführer der Anakim und Bellamus, den Heerführer der Süddlinge. Bellamus fällt mit seiner Armee ins Land der Anakim ein und versucht diese zu unterwerfen. In der ersten Schlacht wird Ropers Vater getötet und dieser muss fortan versuchen sich als Herrscher der Anakim zu behaupten. Die Story ist mitreißend, oft fiel es mir schwer das Buch zur Seite zu legen. Man merkt dass der Autor sich viele Gedanken über die Völker und die Kunst der Kriegsführung gemacht hat. So sind nicht nur die Schlachten detailliert beschrieben, auch das Leben in einer Armee wird anschaulich geschildert. Leider ist das bei den Protagonisten nicht der Fall. Auf den ersten hundert Seiten werden vor allem bei Roper hauptsächlich die schlechten Eigenschaften in den Vordergrund gestellt. Dadurch ist es sehr schwer, einen Zugang zur Hauptfigur zu finden, geschweige denn Sympathie für sie zu entwickeln. Später wird dies zwar ein bisschen besser, aber die Figur bleibt blass, seine Gefühlsregungen und Beweggründe undeutlich. Es entsteht der Eindruck, das Roper eigentlich nie weiß, was er tut und seine Erfolge meistens auf Glück beruhen. Bei mir hat das dazu geführt, dass ich mehr als einmal Ropers Gegnern den Sieg gewünscht habe. Auch Bellona entwickelt sich leider nicht zu einem Schurken, dem man Erfolg wünscht. Es bleibt unklar, warum er die Anakim angreift. Seine Beweggründe, ebenso wie seine Zusammenarbeit mit der Königin wirken sehr konstruiert. Erst am Ende des Buches erfährt man etwas über sein Seelenleben. Auch die Nebenrollen wie z.B. Garrett und Keturah fand ich sehr blass. Es wird nicht klar, welche Rolle sie eigentlich für die Entwicklung der Geschichte haben. Dabei hätte gerade Keturah das Potential die Geschichte voranzubringen, wäre ihr mehr Zeit und Handlung gewidmet worden. Ebenso hätte ich mir eine ausführlichere Beschreibung der Orte und Landschaften gewünscht. Zwar werden immer wieder kurze Beschreibungen eingestreut, es ergibt sich daraus jedoch kein stimmiges Bild. Mein Fazit: Man merkt, dass der Autor diese Geschichte schon lange im Kopf hatte. Immer wieder gibt es kleine Details, bei denen man merkt, dass er die Welt und Figuren genau kennt. Leider hat er vergessen, dass für den Leser alles neu ist. Durch die fehlenden Beschreibungen wirkt vieles blass. Auch die spannenden Schlachten können über diesen Mangel nicht hinwegtrösten. Deshalb nur drei von fünf Sternen.

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