Leserstimmen zu
Der Himmel gehört uns

Luke Allnutt

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Paperback
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„Der Himmel gehört uns“ behandelt ein wirklich schweres Thema, was einen während des Lesens schon die Luft zum Atmen nimmt. Besonders sensible Mütter und Väter sollten dieses Buch mit Vorsicht genießen und sich darüber im Klaren sein, dass es schonungslos ehrlich geschrieben ist und einem die Emotionen brutal stark erwischen. Die Erkrankung von Jack ist schrecklich mit anzusehen. Man kann sich sehr gut in ihn, aber vor allem auch in die Eltern hineinversetzen und leidet total mit. Man versteht die Verzweiflung und die Wut der Eltern. Die Trauer und die Hilflosigkeit. Aber dennoch hat man noch diesen Funken Hoffnung, dass es ein Happyend geben wird. Der klitzekleine Sonnenstrahl, der sich durch die dicke Wolkendecke einen Weg auf die Erde bahnt. Wählt ein Autor doch meist die Sicht des Erkrankten, hat sich Luke Allnutt hier für eine gänzlich andere Perspektive entschieden. Rob schildert als Vater seine Sichtweise in der Ich-Form und nimmt dabei absolut kein Blatt vor den Mund. Er zeigt, was für Emotionen in ihm vorgehen und schmeißt sie mit voller Wucht ins Herz des Lesers. Man wird selbst zu Rob und fühlt. Man fühlt viel (zu viel). Ich hatte stellenweise Angst zu zerbrechen, weil ich so sehr in der Geschichte, so sehr mit ihm verbunden war. <Denn die eigene Geschichte zu erzählen ist manchmal die einzige Möglichkeit, am Leben zu bleiben.> Zitat aus: Uns gehört der Himmel Rob klammert sich an alles, was er irgendwo liest. Er möchte seinen Sohn um jeden Preis retten. Er ist emotional zerstört, gebrochen und absolut verzweifelt. Während er alles versucht um Jack zu retten, ist Anna der rational denkende Part. Sie versucht die Zeit zu genießen und sich schöne Erinnerungen zu verschaffen. Dass hier Reibereien vorprogrammiert sind ist klar. Es ist absolut schrecklich zu lesen, wie sich das Ehepaar immer weiter voneinander entfernt, weil jeder anders mit der Erkrankung umgeht. Man kann als Leser beide Seiten verstehen und auch, wie es überhaupt so weit kommen konnte, dass sie sich scheinbar nichts mehr zu sagen haben, sich weiter entfremden. Kann man bei einer solchen Thematik überhaupt sagen, dass einem das Buch, bzw. die Geschichte gefällt? Die Geschichte ist schrecklich und ich möchte wahrlich niemals eine solche erleben! Wie sie vom Autor geschrieben wurde, sein Handwerk, ist jedoch mehr als „nur“ gut. Es ist fantastisch, großartig und noch viel mehr als das. Diese Geschichte hat mich so tief getroffen, wie noch keine andere zuvor. Sie hat mich zu Boden geworfen, noch mal nachgetreten und mich absolut zerstört. Ich bin da viel zu sensibel und empfehle sie daher auch nur solchen Lesern, die es nicht sind. Fazit: Luke Allnutt versteht sein Handwerk. Er baut während der gesamten Geschichte kleine Dinge ein, die einem irgendwann wieder über den Weg laufen und überträgt die Emotionen der Protagonisten auf den Leser, was einem so die Luft zum Atmen nimmt. Dieses Buch ist für mich ein Kunstwerk. Ein absolutes Highlight. Meine ungekürzte Rezension gibt es auf meinem Blog.

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„Der Himmel gehört uns“ ist ein Roman von Luke Allnutt und erschien 2018 im Blanvalet Verlag. Rob Coates kann sich wirklich glücklich schätzen: Er ist mit seiner großen Liebe Anna verheiratet und nach vielen gemeinsamen Jahren krönt der gemeinsame Sohn Jack endlich das große Glück der beiden. Bis zu dem Moment, an dem die kleine Familie eine unfassbare Diagnose erhält: Der kleine Jack leidet an einer unheilbaren Krebsart. Während es Rob den Boden unter den Füßen wegzieht, versucht Anna stark zu bleiben – doch anstatt zusammenzuhalten, entfernen die beiden sich immer weiter voneinander. Bis Rob einen Entschluss fasst, der das Leben der Familie für immer verändern wird … Meine Meinung: Dieses Buch hat mich zutiefst beeindruckt. Ich werde noch lange davon zehren. Gerade als Eltern ist das wahrscheinlich die schlimmste Nachricht die man erhalten kann: Dein Kind hat Krebs. Und genau darum geht es in diesem Buch. So realistisch und herzzerreißend wie Luke Allnut die Geschichte von Rob und Anna erzählt, ist ihm mit „Der Himmel gehört uns“ wirklich ein Meisterwerk gelungen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man dieses Buch verfilmen könnte. Ich muss gestehen, ich habe beim Lesen oft geweint. Ich hatte auch Angst, dass es mir irgendwie runterziehen könnte. Zum Glück ist dies aber nicht passiert. Und dennoch macht es wirklich nachdenklich. Ich musste mir beim Lesen ganz oft in Erinnerung rufen, dass das „nur“ ein Roman ist. Luke Allnut hat mich so oft so sehr in seinen Bann gezogen. Das erlebe ich nicht oft bei einem Buch. Und jedes mal wenn ich das Buch wieder zugeklappt hatte, hatte ich einfach das Gefühl zu meinen Kindern gehen zu müssen, ihnen ein Küsschen zu geben und einfach dankbar und glück zu sein, dass sie da sind und vor allen Dingen, dass sie gesund sind. Bitte lest dieses Buch. Habt keine Angst, es zieht euch nicht runter, aber es ist hoch spannend! Luke Allnutt ist in Großbritannien aufgewachsen und arbeitet als Journalist. Der Himmel gehört uns ist sein bewegender Debütroman, der international für Furore sorgte und von der Presse gefeiert wird. Noch vor Erscheinen hat er sich in 30 Länder verkauft. Luke Allnutt lebt mit seiner Frau und den zwei gemeinsamen Söhnen in Prag und schreibt derzeit an seinem nächsten Roman. Fazit: 5 Sterne. Ich möchte mich ganz herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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„Der Himmel gehört uns“ ist nicht mein erstes Buch, was solche eine schwere Thematik verarbeitet aber tatsächlich ich mein erstes Buch, was mir so schonungslos ehrlich einen Einblick in die Gefühlswelt eines Mannes offenbart hat, der für seinen Totkranken Sohn alles getan hätte. Oft habe ich mich in diesen Momenten auch gefragt, ob dem Autor ein ähnliches Schicksal zuteilwurde, weil es fast unbeschreiblich ist, so bildlich die Gefühlswelt eines gebrochenen Mannes darzustellen. Ich gebe zu, dass mir der Einstieg in das Buch gar nicht so leicht gefallen ist. Nicht, weil es mich bereits nach einigen Seiten mit einer Härte traf, sondern, weil die Erzählung über Rob und Anna sehr distanziert wirkte und ich keinen Zugang zu beiden finden konnte. Gerade Anna mit ihrer immerwährenden starken Haltung bereitete mir Probleme und gab mir keinen rechten Zugang. Das änderte sich erst, als der kleine Jack dazustieß und das Schicksal einen unerfindlichen grausamen Verlauf nahm. Robs unerfindliche Liebe dem Kleinen gegenüber ist in jedem weiteren Wort deutlich spürbar und ich habe während des Lesens oft mit ihm mitgelitten, ob es noch nicht eine Chance geben wird. Eine Chance für sie als Familie und für die Liebe. Rob, deren Handlungen teilweise unglaublich klangen aber mir ein tiefes Mitgefühl entrissen. Wer würde nicht alles für sein Kind versuchen, wenn es ihm bloß ein längeres Leben schenken würde? Die schiere innere Zerissenheit und Verzweiflung war so deutlich spürbar, dass ich Momente hatte, in denen ich das Buch kurzzeitig zur Seite legen musste, weil es mich einfach zu sehr beschäftigte. Das Luke Allnutt als Autor sein Handwerk meisterhaft versteht, ist mir ab diesem Zeilen mehr als klar geworden. Zu dem Ende möchte ich gar nicht viele Worte verlieren, weil es dem Leser schnell klar wird, in welche schicksalshafte Richtung sich dieses Buch zubewegen wird. Anna, zu der ich durchweg im Buch am wenigstens eine Beziehung aufbauen konnte, öffnete sich zum Ende hin, sodass ich mich mit beiden Protagonisten versöhnen konnte. Auch wenn es dem Buch ein versöhnliches Ende schenkte, war es nicht das, was ich mir für die beiden so sehnlich gewünscht habe. Fazit: „Der Himmel gehört uns“ ist ein sehr emotionales Buch über die große Liebe eines Vaters zu seinem Sohn. Ein Buch, welches aufzeigt, zu was ein Mensch aus tiefer Liebe fähig sein kann. Ergreifend, authentisch und mit viel Gefühl geschrieben. Ich vergebe 4/5 Sternen.

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Meine Meinung zum Roman: Der Himmel gehört uns Inhalt in meinen Worten: Du findest deine Liebe des Lebens, und ihr bekommt zusammen ein Kind, doch das klappt auch erst nach zwei Fehlgeburten. Ihr liebt euren Sohn, ihr macht euch tagein und tagaus Gedanken. Als Rob mit ihm Fahrradfahren übt, fällt Jack plötzlich um, doch nicht nur das, auch auf dem Spielplatz passiert das ab und an. Somit steht fest, Ärzte müssen konsultiert werden. Doch was dann für ein Ergebnis kommt, ist ungerecht, denn der geliebte Sohn ist krank – sterbenskrank – und davon berichtet euch Rob. Wie er die Zeit wahr nahm, was er erlebte, als er von seinem Sohn loslassen musste und was es bedeutet, zu leben selbst wenn man stirbt. Die Frage ist, lässt du dich auf diese Geschichte ein und lässt dich berühren? Wie ich das Gelesene empfand: Das Buch ist in drei Teile geteilt. Ein kurzer Einstieg, der mir aber das Buch fast vereitelte, weil ich mit dem Einstieg nicht klar gekommen bin, einem etwas längeren Mittelteil, wo es um Jack geht. Wie Rob seinen eigenen Sohn entführt um mit ihm in eine Klinik zu fahren, die alles andere als Regelkonform arbeitet. Es geht darum wie er trauert und in seiner Trauer vergisst zu leben. Im letzten Teil des Buches geht es um Rob. Wie er in seiner Trauer seine Frau verliert und sich ein neues Leben aufbauen muss, denn das Haus wo Jack lebte soll so nicht mehr existieren, denn das ist nicht gut für ihn. Leider verfällt er immer mehr in eine Drogensucht, und wie er dort rauskommt und am Ende vielleicht doch noch ein kleines Happy End geschehen könnte, das erfahre ich im letzten Teil des Buches. War der Einstieg für mich sehr schwer, so hat es ab der 100 Seiten geklappt und das Buch riss mich mit, nicht nur das, irgendwann wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und hab das Buch ab der Hälfte in einem Rutsch gelesen, denn ich wollte einfach nur erfahren wie es mit der kleinen Familie weiter geht und ob Rob sich völlig verliert oder ob er wach wird und dadurch sein Leben leben und retten kann. Mittelpunkt: Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Forum. Ein Elternforum, das Eltern die Kinder die an Krebs erkrankt sind, Mut und Halt geben möchte, aufklären möchte und vor einer bestimmten Klinik warnt. Dort im Forum trifft Rob auf Nev, der ihm von dieser besonderen Klinik vorschwärmt, die Jack retten möchte, doch möchte diese Klinik wirklich retten oder zerstört diese nicht eher Leben? Rob glaubt Nev und handelt sich ziemlichen Streit mit seiner Frau ein. Doch so unwahrscheinlich ist es nicht, die Klinik die im Buch beschrieben wird (natürlich nicht die Haargenaue) ging in den letzten Jahren hin und wieder in den Medien herum, wo Experimente und seltsames an Klienten oder besser Patienten ausprobiert wird, wo Patienten sich in Schulden über Schulden stürzen um ihrem Leben mehr als einen Tag schenken möchten, auch wenn diese eigentlich zum Tod verdammt sind. Das greift das Buch hier auch richtig gut auf. Es ist eben immer die Frage, wie weit darf man gehen, wie weit ist das alles noch ethisch vertretbar? Charaktere: Es gibt Rob, Jack, und Anna. Anna und Jack sind das Ehepaar, das schon einige Schicksalsschläge einstecken musste. Gerade Anna war für mich bis zum Ende hin eine nicht klar strukturierte Person. Einerseits überbehütet sie Jack andererseits ist sie diejenige die sich gegen alles stellt, sie hat auch einen Grund dafür, doch dadurch kommt ihr Herz zu wenig zur Geltung und ich musste feststellen sie war nicht immer mein Liebling im Buch. Bis sie am Ende ihr wahres Ich zeigte und ich das so toll fand, das ich doch einerseits einmal auflachen musste und mich diebisch für Rob freute, anderseits aber auch eine kleine Träne loslassen musste. Rob dagegen ist am Anfang fremd, dann doch im Mittelpunkt, denn die Geschichte wird von ihm erzählt. Was er erlebt, was für ihn so schwer ist loszulassen und zeitgleich ist er es, den ich hin und wieder wirklich gerne an die Wand geschubst hätte, wie den Froschkönig, damit ein Prinz daraus wird, denn manchmal ist er doch sehr fragwürdig im Umgang mit anderen. Doch auch er ist am Ende ein anderer Mensch geworden. Jemanden zu verlieren, geht nah, tief und vor allem wenn es das einzige Kind ist. Krebs: In dieser Geschichte ist zum Teil auch die Geschichte vom Autor versteckt, denn er selbst hatte Krebs und musste durch ziemlich vieles durchgehen. Allerdings, wenn ich das richtig verstanden habe, hat Luke Darmkrebs gehabt. Das Kind hat einen Gehirntumor der grausigsten Art. Krebst ist und bleibt ein Dämon, den man nicht immer so einfach abschütteln kann und das fängt das Buch gut ein, leider hat Jack es jedoch im Buch nicht überstanden, sondern musste den schweren Weg mit seinen Eltern gehen. Empfehlung: Lasst euch, falls ihr euch am Anfang auch schwer tut, nicht davon abhalten! Denn es wird richtig gut. Es ist leicht geschrieben, und mit so viel Spannung das ich hin und wieder das Buch nicht aus meinen Händen legen konnte und wollte. Es wird ein Familiendrama aufgezeichnet das schwer ist, und doch sehr realistisch dargestellt ist, ich kann also nur sagen, lasst euch darauf ein. Es gibt trotz der schwere auch immer wieder tolle Lichtmomente, die einem zum schmunzeln und nachdenken anregen. Bewertung: Ich gebe der Geschichte vier Sterne, jedoch liegen diese ganz nah bei den fünf Sternen, leider gibt es nicht mehr, weil mir der Anfang das doch etwas fast verbaute. Dennoch bin ich dankbar um froh darum die Geschichte von Jack gelesen zu haben, und von seinen Eltern. Vor allem wie Rob sich in sein Leben zurückkämpft hat mich sehr berührt.

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Auch hier finde ich mal wieder das Cover unglaublich schön - ein Sonnenuntergang mit beginnendem Sternenhimmel in Rot- und Blautönen, im Hintergrund ein Mann mit einem Kind auf den Schultern. Natürlich weckt dies direkt die Assoziation zu den Figuren des Romans Rob Coates und seinem Sohn Jack. Rob ist ein junger Softwareentwickler und Programmierer seine große Liebe Anna ist Buchhalterin. Sie leben in London und führen ein tolles Leben. Nur Kinder fehlen, dies ist allerdings nicht so einfach. Anna hat zwei Fehlgeburten bis endlich Jack zur Welt kommt. Nun scheint endgültig alles perfekt. Bis bei Jack im Alter von 6 Jahren ein Hirntumor diagnostiziert wird. Rob und Annas verzweifelte Versuche ihr Wunschkind zu retten beginnen. Dabei entfernen die beiden sich immer weiter von einander. Bis es für alle zu spät ist. Der Roman beginnt mit einer Episode aus Robs Leben nach Jacks Tod. Dann wird Jacks Geschichte erzählt. Schließlich springen wir wieder ins Jetzt und können miterleben wie Rob versucht die Scherben, die sein Leben inzwischen sind, wieder zu kitten. Unter anderem versucht er dies auch mit Hilfe eines Blogs in denen er Bilder von Orten veröffentlicht, an denen er und Anna mit Jack waren. Dieser Aufbau des Buches ist insofern auch sehr interessant, weil man direkt zu Beginn erlebt, wie schlecht es Rob geht und man dann erfährt, wie es dazu kommen konnte. Der Schluss macht wiederum Hoffnung und rundet den Roman, der ja an sich ein sehr ernstes und trauriges Thema hat, sehr gut ab. Sehr schön finde ich auch die Einschübe im Buch, bei denen Rob wieder einen Ort auf seiner Website festhält. Als Programmierer, schreibt er in die Quellcodes der Bilder Botschaften an Jack. Diese Botschaften sind oftmals auf separaten Seiten am Ende bzw. Anfang eines Kapitels zu finden und sprachlich sehr schön geschrieben und zeigen wie sehr Rob sein Kind liebt. Gesamtheitlich ist das Buch bezüglich der Sprache recht einfach gehalten, es liest sich sehr schnell, es kommen kaum Fremdwörter vor (einige Progammiererausdrücke, deren Bedeutung aber fürs Verständnis nicht von Bedeutung sind). Das Schriftbild der Ausgabe ist recht groß, die Seiten stark, sodass man wirklich schnell vorankommt. Alles in allem hätte ich mir sprachlich noch etwas mehr Tiefgang gewünscht. Insgesamt finde ich das Buch aber gelungen, da der Übergang vom schweren und ernsten Thema Krebs bei Kindern zu einem hoffnungsvollen Ende sicher nicht einfach ist und hier doch gelungen ist!

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„‚Dad (…) gehört der Himmel auch uns?‘“ - S. 439 Rezension {spoilerfrei} Cover Das Cover ist mir im Buchladen direkt ins Auge gefallen, da er den Himmel in einem einfach wunderschönen Zustand zeigt. Die Farbtöne sind einfach toll. Der Titel, der abgebildete Himmel und die Silhouetten, die wohl Rob und seinen Sohn Jack darstellen, passen perfekt zum Inhalt des Buches. 5/5 🦋e Inhalt Der Roman ist in drei Teile geteilt, im ersten sitzt Rob in einem Pub, man erfährt kurz, was er macht und besonders, woran er denkt. Er wirkt sehr niedergeschlagen und die ganze Stimmung ist Trist. Was genau passiert ist, wird nicht weiter angeschnitten. Nach nur wenigen Seiten beginnt (rückblickend) der zweite Teil, in dem Sprungweise Robs Leben und die Entwicklung zur kleinen Familie, zu Jacks Krankheit etc. dargestellt wird. Ab der Diagnose sind die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln nur noch klein oder gar nicht mehr vorhanden. Durch den Klappentext ist die Krebserkrankung Jacks keine Überraschung und so geschieht einen großen Teil des Buches nichts „Neues“, da man ahnt, wie es weitergeht. Dennoch fesselt einen die Geschichte, durch Wendungen hofft man immer wieder, dass es doch anders endet als erwartet. Besonders das Ende des zweiten Teils und der dritte Teil sind sehr emotional, aber auch aufklärend, wie alles weitergeht, was aus Sachen geworden ist, die vorher einen großen Teil der Geschichte einnahmen und den/die LeserIn in eine gewisse Zwiespalt brachten (mehr kann ich leider nicht erwähnen, da ich sonst spoilern würde). Ein toller, trauriger aber auch schöner und sehr berührender Plot, der zu keiner Zeit langweilig war. 5/5 🦋e Schreibstil Als Erzähler wurde die Ich- Perspektive von Rob gewählt, der mit seinen Gedanken, seiner Einfühlsamkeit und seinen Erzählungen es direkt schafft, den/die LeserIn zu bewegen. Gerade zum Ende hin wird deutlich, dass es eben seine Sicht ist und dadurch die Handlungen von anderen aus seiner Perspektive dargestellt werden. Dadurch ist man als Leser/in oft auf seiner Seite, versteht ihn und seine Ansichten. Doch mit der Zeit gibt es bei ihm eine Wendung, durch die er seine Mitmenschen anders wahrnimmt und man auch als LeserIn diese besser verstehen kann. Der gesamte Roman ist voll von schönen, nachdenklichen und berührenden Zitate. Manche Szenen, in denen man vielleicht mehr Emotionen erwartet hat, sind recht nüchtern geschrieben. Doch genau das macht das Buch auch aus. Dadurch wirkt es sehr authentisch, da ein Vater in solch einer Situation wohl auch genau so reagieren würde. Luke Allnutt weiß es einfach, richtig mit Wörtern und Sätzen umzugehen. 5/5 🦋e Fazit Ein sehr emotionales, trauriges, aber auch wunderschönes Buch, dass die Gedanken eines Vaters, aber auch eines Ehemann widerspiegelt. Es bringt einen zum Nachdenken und Wertschätzen und ist ein Buch, dass ich jedem nur empfehlen kann. 🦋🦋🦋🦋🦋/🦋🦋🦋🦋🦋 Ein paar Daten zum Buch Originaltitel: We own the Sky Originalsprache: Englisch Autor: Luke Allnutt Übersetzerin: Veronika Dünninger Erscheinungsjahr: 2018 (Deutschland) Verlag: Blanvalet Seiten: 444 Preis: 15€ (Seitenangaben, Preis und Verlag beruhen auf meinem Buch, dies ist ein Rezensionsexemplar vom Bloggerportal – vielen Dank!)

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Kurzbeschreibung: Rob Coates kann sich wirklich glücklich schätzen: Er ist mit seiner großen Liebe Anna verheiratet und nach vielen gemeinsamen Jahren krönt der gemeinsame Sohn Jack endlich das große Glück der beiden. Bis zu dem Moment, an dem die kleine Familie eine unfassbare Diagnose erhält: Der kleine Jack leidet an einer unheilbaren Krebsart. Während es Rob den Boden unter den Füßen wegzieht, versucht Anna stark zu bleiben – doch anstatt zusammenzuhalten, entfernen die beiden sich immer weiter voneinander. Bis Rob einen Entschluss fasst, der das Leben der Familie für immer verändern wird … Cover: Das Cover ist wunderschön, es hat etwas malerisches - wie die Geschichte - eine Schönheit und Tiefe, die heraussticht. Meine Meinung: Ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen die Protagonisten schwer oder tödlich erkrankt waren, aber es war eine völlig neue Erfahrung in "Der Himmel gehört uns" die Perspektive eines Elternteils hautnah zu erleben. Die Geschichte von Rob, Anna und ihrem todkranken Sohn Jack hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Es tat mir in der Seele weh, wenn ich Robs Schilderungen lauschte. Die Erzählungen eines Schicksals, das niemand verdient hat. Unaufhaltsam, grausam, tragisch und herzzerreißend. Obwohl Rob die Geschichte auf eine Weise distanziert erzählt, wird trotzdem eine hohe Emotionalität erzeugt. Und ehrlich gesagt, wüsste ich auch nicht, wie ich mit noch mehr Emotionen klargekommen wäre. Denn man spürt vom Anfang bis zum Ende die volle Bandbreite der Gefühle. Es geht um Verzweiflung, Wut, Trauer, Hilflosigkeit, Entfremdung, Verlust, Schuld, aber auch um eine tiefe und bedingungslose Liebe, Zusammenhalt und Familie. Rob macht bei seiner Erzählung nicht vor den dunklen Momenten halt, gerade nicht vor seinen eigenen. Er liefert einen tiefen, ungeschönten und äußerst realistischen Einblick in die Ereignisse, die eine Familie mit solch einem tragischem Schicksal durchlebt. Und es tut weh, der Familie dabei aus der ersten Reihe über die Schulter zu blicken. So richtig. Eben weil die Geschichte so realistisch, so authentisch erzählt wird. Irgendwann wird hier niemand mehr die Tränen zurückhalten können! Fazit: "Der Himmel gehört uns" ist eine Geschichte, die mich unvermittelt heftig getroffen hat. Ich habe Tränen und Emotionen erwartet, aber nicht in dieser unausweichlichen und grausamen Art, die nur das wahre Leben schreiben kann. Doch gleichzeitig vermittelt die Erzählung so viel Liebe. Die große Liebe eines Vaters, der viel zu früh loslassen musste. Ich finde gar keine richtigen Worte dafür, außer, dass mich dieses Buch auf die schönste grausamste Art umgehauen und mitgerissen hat.

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Uff… mal wieder eine Rezension, die mir unglaublich schwer fällt, denn das Buch hat mich tief berührt. Ich glaube nicht, dass man die Schönheit, die Tiefgründigkeit der Geschichte in Worte fassen kann. Die beiden Protagonisten, Rob und Anna sind beide sehr liebenswerte Charaktere, die mit der Situation aber völlig verschieden umgehen. Beide handeln zu jeder Zeit authentisch, auch wenn man sie gerne ab und an schütteln möchte. Ich konnte beide Verhaltensweisen sehr gut nachvollziehen, da Luke Allnutt es schafft, ihre Handlungen und Gefühle so eindrücklich zu beschreiben, dass man zu jeder Zeit tief in dem Geschehen drin ist. Auch wenn man als Leser weiß, dass beide Protagonisten auf ihre Art Fehler machen, so hat man zu jeder Zeit Verständnis.Ich fand es spannend, dass die Geschichte aus Robs Perspektive, also aus der Sicht des Vaters, erzählt wird und, dass ich trotzdem das Gefühl hatte, auch Annas Gefühle total verstehen zu können. Was Luke Allnutt hier abliefert ist schon die ganze große Erzählkunst. Rob ist eher der Macher in dieser Geschichte. Er kämpft mit verzweifelter Hilflosigkeit gegen Jacks Krankheit an. Rob ist derjenige, der nicht akzeptieren kann und will. Er schießt dann während der Geschichte auch deutlich übers Ziel hinaus, aber auch während dieser Aktion hatte ich Verständnis. Ich glaube, dass jeder, der einen geliebten Menschen in seinem Leben hat, sich in Rob hinein fühlen kann. Rob habe ich dann aber auch für seinen Mut bewundert. Für seinen Mut, das Leben wieder anzupacken, nachdem er durch Jacks Tod so tief gefallen war, wie ein Mensch nur fallen kann. Er schafft es, sich selbst wieder Lebensmut zu geben und eine wunderschöne Erinnerung für seinen Sohn zu schaffen. Anna geht sehr viel verhaltener mit der Situation um. Sie beweist sehr viel Einsicht und Umsicht, wobei ich sie manches Mal gerne für Rob angechrien hätte. Ja, ich hatte Verständnis für ihr Verhalten, aber ich hätte mir mehr Aktion ihrerseits gewünscht. Sie hat sehr schnell resigniert und vertraut auf das Urteil der Ärzte. Ich glaube, dass ich mit ihrer Art auch nicht hätte umgehen können. Ganz wundervoll fand ich die Aufarbeitung der Beziehung zwischen Rob und Anna. Als es zur großen Aussprache kommt, konnte ich beide Seiten total verstehen. Luke Allnutt schafft es wirklich, diese traurige Geschichte zu einem runden, gelungenen Ende zu bringen. Jack kommt fast ein bisschen kurz in dieser Geschichte. Er ist zwar eigentlich die Hauptperson, aber es geht weniger um ihn und seine Gefühle. Er ist ein sehr aufgeweckter und fröhlicher Junge, der viel Spaß am fotografieren und an hohen Gebäuden hat. Ich konnte gut nachvollziehen, dass seine Eltern lange versuchen, die schrecklichen Tatsachen vor ihm zu verbregen. Ich glaube nicht, dass es für Eltern etwas Schlimmeres gibt, als die Situation, ein todkrankes Kind begleiten zu müssen. Das erste Mal so richtig berührt war ich auf S. 182, bei der wunderschönen Geste, die Jacks Klassenkameraden sich für ihn ausgedacht haben. Ich muss doch gestehen, dass ich mir da ein Tränchen verkneifen musste. Meine Lieblingsfigur in diesem Buch war ein kleiner Junge namens Martin Catalan, der eigentlich nur eine winzige Nebenrolle gespielt hat. So ein großes Herz in dem kleinen Körper. Er ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass Kinder noch nicht so verkopft sind, wie wir Erwachsenen. Er tat einfach das, was Jack gut tat und das ohne großes Aufsehen darum zu machen. Von mir gibt es 5 Sterne für einen Roman, der sehr behutsam mit dem Thema Krebs bei Kindern und was diese Diagnose mit Eltern macht, umgeht.

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