Leserstimmen zu
Meine Mutter, unser wildes Leben und alles dazwischen

Joanna Nadin

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Ein berührender, bedrückender und außergewöhnlicher Roman ist das, den @jonadin mit "Meine Mutter, unserwildes Leben und alles dazwischen" hier abgeliefert hat. Zugegeben, ich habe lange für diesen Roman gebraucht, bin anfangs nur schwer reingekommen, aber dafür habe ich die letzten 200 Seiten fast am Stück weggelesen 😊 . Dido ist 6 Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter Edie von London in eine Kleinstadt in Essex zieht. Edie ist anders, nicht die typische Mutter; eher cool, möchte auffallen und alternativ sein und die einzige Stabilität in ihrem Leben stellt der Alkohol dar. Auf einem Streifzug durch die Nachbarschaft entdeckt Dido ihr ganz persönliches Paradies: die perfekte Familie mit Mutter, Vater und zwei Kindern All das, was Dido sich immer gewünscht hat. Sie freundet sich mit den Nachbarskindern Harry, die ihre beste Freundin wird, und Tom, der ihre große (heimliche) Liebe wird, an. Und wo Dido sich mehr normales Leben und eine normale Mutter wünscht, findet Harry das unkonventionelle Leben von Edie viel besser und so ist das Gras auf der anderen Seite immer viel grüner. . Wir begleiten Dido von ihrer Kindheir bis ins Erwachsenenalter, von 1976 bis 2004. Dido erzählt die ganze Geschichte rückblickend für ihre Mutter und ein Kern dieses Buches ist die tragische Mutter-Tochter-Beziehung. Das Leben ist nicht immer einfach und in dieser Mutter-Tochter-Geschichte wird so vieles beleuchtet und trotz zahlreicher schlimmer Ereignisse und treffsicherer Wortgefechte bleibt die Bindung eben doch immer bestehen; ob man möchte oder nicht. Der zweite zentrale Kern ist Didos Zugehörigkeit zur Nachbarsfamilie, bei der auch nicht alles Gold ist, was glänzt aber gerade zu Tom entwickelt sie eine Liebe, die jedoch auch nicht wirklich einfach ist. . Es ist ein ehrlicher, intensiver, schön erzählter, wichtiger und wertvoller Roman, der dem echten Leben so viel näher ist als man vielleicht wünschen würde. Stark, bedrückend und trotzdem versöhnlich. Eine Geschichte, die zeigt dass es sich lohnt zu kämpfen und dass das Gras auf der anderen Seite eben nicht so viel grüner ist.

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Dido Sylvia Jones ist gerade erst 6 Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter Edie in das geerbte Haus in einer Kleinstadt in Essex zieht. In dieser geordneten, gutbürgerlichen Umgebung fällt die flippige Edie schnell auf und sorgt für Aufregung in der Nachbarschaft; sehr zum Leidwesen ihrer Tochter Dido, die so gerne ein etwas unauffälligeres Leben führen würde. Direkt nebenan entdeckt sie ihr persönliches Narnia: Durch eine Tür in der Gartenmauer schlüpft sie in die saubere und strukturierte Welt der Familie Trevelyan mit Vater, Mutter und zwei Kindern. Mit der gleichaltrigen Tochter Harry freundet sich Dido an. Für deren älteren Bruder Tom schwärmt sie vom ersten Moment. Edie kann die Begeisterung ihrer Tochter an dieser spießigen Bilderbuchfamilie nicht teilen: Sie zieht es vor, ihr Leben ohne Konventionen öffentlich zu zelebrieren und reizt damit den Widerstand ihrer Tochter, die Konventionen benötigt, um Halt in ihrem Leben zu finden. So verfliegen die Jahre, und jede für sich taumelt durch ihr Leben mit falschen Jobs, falschen Freunden, falschen Liebhabern, da das/der Richtige immer irgendwie abwesend zu sein scheint…! Dieses Jahr steht bei mir anscheinend ganz im Zeichen der Mutter-Tochter-Konflikte: Nach Anne Enrights "Die Schauspielerin" und "Zwei Wochen im Juni" von Anne Müller flutsche mir nun mit diesem Werk die dritte literarische Umsetzung zu diesem Thema zwischen die Finger. Joanna Nadin lässt in ihrem komplexen Roman die Geschehnisse aus der Sicht von Dido Revue passieren. Dieser Roman wirkt beinah wie ein scheinbar nie enden wollender Brief, den Dido ihrer Mutter Edie schreibt. So sind die Zeilen natürlich sehr persönlich gefärbt und spiegeln die jeweilige Lebenssituation von Dido wieder, offenbaren aber auch peu à peu die Geschichten ihrer Mutter und der Menschen in ihrem Umfeld. Die Autorin entblättert Seite für Seite die zarte Seele eines Kindes, das auf der Suche nach Liebe, Halt und Anerkennung ist. Dies kann sie allerdings bei ihrer eigenen Mutter nicht finden, da diese selbst an den Wunden ihrer verletzte Seele krankt. So sind Missverständnisse und gegenseitig zugefügte Kränkungen zwangsläufig unabwendbar. Wie Naturgewalten prallen diese Frauen aufeinander, die so unterschiedlich sind aber gleichzeitig so vertraut miteinander, dass jede die wunden Punkte der anderen nicht bloß kennt sondern auch zielsicher trifft. Doch gerade diese Vertrautheit wirkt wie ein eng geknüpftes Band: Mutter und Tochter sind untrennbar miteinander verbunden! Joanna Nadin erzählt ihre Geschichte in einer wunderschönen Sprache, die vor Energie strotzt und mit ihren Worten Bilder malt. Sie schafft es, dass ihre Leserschaft nie Mitleid aber immer Mitgefühl für die Protagonist*innen entwickelt. Alle agieren nachvollziehbar im Rahmen ihres vorgegebenen gesellschaftlichen Gefüges. Niemand wird bloßgestellt! In Nadins Charakterzeichnungen spürte ich sehr viel Herz und Verständnis für die Fehler „ihrer“ Menschen. Trotz aller vorhandener Ernsthaftigkeit mit ihren Dramen und den Tränen entlockten mir die humorvollen Beschreibungen der skurrilen Situationen, in die Dido, Edie & Co. stolpern, durchaus auch ein Lächeln. Dido ist schonungslos – mit ihrer Mutter aber auch mit sich selbst. Doch am Ende steht die weise Erkenntnis, dass alles im Leben einen Sinn ergibt und erst mit dem Verzeihen die eigene innere Ruhe einkehren kann.

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Dido ist sechs Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter Edie von London in eine Kleinstadt (Saffron Walden) in Essex zieht - dort hat Edie ein kleines Häuschen geerbt. Dido hat nur Edie - ihr eher unkonventionelle Mutter. Einen Vater gibt es nicht. Auf einem Streifzug durch die neue Nachbarschaft entdeckt das neugierige Mädchen hinter einem Tor zum Nachbarsgarten ihr ganz persönliches Paradies: die perfekte Familie. Mutter, Vater und zwei Kinder - die Trevelyans sind alles, was sie sich immer erträumt hat. Von diesem Moment an ist Didos Schicksal untrennbar mit ihnen verbunden, doch welche Familie ist schon wirklich perfekt? Dieses Buch ist sehr berührend und keine leichte Kost, obwohl es wunderbar leicht geschrieben ist. Erzählt wird alles von Dido selbst, die sich damit eigentlich direkt an ihre Mutter wendet, um ihr zu erklären, was es bedeutete, mit ihr zusammen zu leben. Es beginnt 1976 und endet im Jetzt. Ich habe Dido durch ihre Kindheit und Jugend begleitet, die alles andere als unbeschwert war. So manches Mal habe ich Edie verflucht und mir gewünscht, Dido vor dieser trinkenden, unordentlichen Mutter, für die Erziehung und Regeln ein Fremdwort sind, retten zu können. Dido findet in den Trevelyans ihre Ersatzfamilie, die in ihren Augen perfekten Eltern. Deren Tochter Harry fühlt sich jedoch mehr zu Edie hingezogen. Das Gras auf der anderen Seite ist halt immer grüner. Und dann ist da noch Tom Travelyan, in den sich Dido quasi auf den ersten Blick verliebt hat. Es ist eine wahre Achterbahn der Gefühle, Dido durchs Leben zu begleiten. Es gibt viel zu lachen, aber auch zu weinen. Ich hätte Dido gern geholfen, ihr aber auch manchmal am liebsten den Kopf gewaschen. Dann wiederum empfand ich so viel Mitleid mit ihr, nur um mich im nächsten Moment wieder unsagbar mit ihr zu freuen. Joanna Nadin hat es mit ihrem fesselnden Schreibstil geschafft, mich völlig in ihren Bann zu ziehen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, Dido´s Leben. Und was aus allen wird, die darin eine Rolle spielen. Da Dido gerade einmal 3 Jahre vor mir geboren wurde, habe ich so einiges aus Ihrer Kindheit/Jugendzeit wiedererkannt und konnte mich einfach gut in sie hineinversetzen. Ein unfassbar gutes, fesselndes, bewegendes Buch über das Leben, die Liebe und die Tatsache, dass das Gras auf der anderen Seite eben nicht immer grüner ist, sondern vielleicht nur so erscheint. Und mal im Ernst: ist das Cover nicht auch zuckersüß?! ♥

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Dido ist sechs Jahre alt, als sie mit ihrer Mutter Edie von London in eine Kleinstadt (Saffron Walden) in Essex zieht – dort hat Edie ein kleines Häuschen geerbt. Edie ist die coolste Mutter überhaupt, wenn auch etwas verrückt, und sie ist die einzige Familie, die Dido je hatte. Trotzdem fehlt ihr etwas. Auf einem Streifzug durch die neue Nachbarschaft entdeckt das neugierige Mädchen hinter einem Tor zum Nachbarsgarten ihr ganz persönliches Paradies: die perfekte Familie. Mutter, Vater und zwei Kinder – die Trevelyans sind alles, was sie sich immer erträumt hat. Von diesem Moment an ist Didos Schicksal untrennbar mit ihnen verbunden, doch welche Familie ist schon wirklich perfekt? Dieses Buch ist sehr berührend und keine leichte Kost, obwohl es wunderbar leicht geschrieben ist. Erzählt wird alles von Dido selbst, die sich damit eigentlich direkt an ihre Mutter wendet, um ihr zu erklären, was es bedeutete, mit ihr zusammen zu leben. Es beginnt 1976 und endet im Jetzt. Ich habe Dido durch ihre Kindheit und Jugend begleitet, die alles andere als unbeschwert war. So manches Mal habe ich Edie verflucht und mir gewünscht, Dido vor dieser trinkenden, unordentlichen Mutter, für die Erziehung und Regeln ein Fremdwort sind, retten zu können. Dido findet in den Trevelyans ihre Ersatzfamilie, die in ihren Augen perfekten Eltern. Deren Tochter Harry fühlt sich jedoch mehr zu Edie hingezogen. Das Gras auf der anderen Seite ist halt immer grüner. Und dann ist da noch Tom Travelyan, in den sich Dido quasi auf den ersten Blick verliebt hat. Es ist eine wahre Achterbahn der Gefühle, Dido durchs Leben zu begleiten. Es gibt viel zu lachen, aber auch zu weinen. Ich hätte Dido gern geholfen, ihr aber auch manchmal am liebsten den Kopf gewaschen. Dann wiederum empfand ich so viel Mitleid mit ihr, nur um mich im nächsten Moment wieder unsagbar mit ihr zu freuen. Joanna Nadin hat es mit ihrem fesselnden Schreibstil geschafft, mich völlig in ihren Bann zu ziehen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht, Dido´s Leben. Und was aus allen wird, die darin eine Rolle spielen. Da Dido gerade einmal 3 Jahre vor mir geboren wurde, habe ich so einiges aus Ihrer Kindheit/Jugendzeit wiedererkannt und konnte mich einfach gut in sie hineinversetzen. Ein unfassbar gutes, fesselndes, bewegendes Buch über das Leben, die Liebe und die Tatsache, dass das Gras auf der anderen Seite eben nicht immer grüner ist, sondern vielleicht nur so erscheint.

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Dido Sylvia Jones ist sechs Jahre alt, als sie zusammen mit ihrer Mutter Edie von London in eine Kleinstadt in Essex zieht. Edie ist alleinerziehend, weiß angeblich nicht, wer der Vater von Dido ist und verhält sich so unkonventionell, dass sie in der Nachbarschaft auffällt. Auf dem Nachbargrundstück entdeckt Dido eine ganz gewöhnliche Familie: Vater, Muter und zwei Kinder. Dido freundet sich mit Harry und Tom an, auch wenn Mutter Angela die Verbindung zu dem Mädchen mit der seltsamen Mutter skeptisch betrachtet. Dido allerdings träumt davon, in einer solch intakten, bodenständigen Familie aufzuwachsen und wünscht sich klammheimlich sogar eine Mutter wie Angela. Als Teenager verliebt sich Dido in Tom, was letztlich zu einem Zerwürfnis mit den Trevelyans, aber auch ihrer Mutter führt. Wütend, verletzt und enttäuscht verlässt Dido die Kleinstadt, um in London ein neues Leben anzufangen. Erst Jahre später wird sie Harry und Tom wieder begegnen. "Meine Mutter, unser wildes Leben und alles dazwischen" ist eine tragikomische Familiengeschichte, die mit der Kindheit Didos im Juli 1976 beginnt und im Dezember 2004 endet, als Dido 34 Jahre alt ist. Dido ist ein Mädchen, das einfach nur normal sein möchte. Sie möchte nicht weiter auffallen und in der Masse verschwinden. Mit ihrer exzentrischen Mutter, einer selbst ernannten Künstlerin, die nichts darauf gibt, was andere von ihr denken, und Alkohol und Drogen nicht abgeneigt ist, ist dies jedoch nicht möglich. Dido verkriecht sich in ihre Bücher und klammert sich an ihre Freundschaft zu den Trevelyans, um von einem anderen Leben zu träumen. Es ist in Teilen eine humorvolle, sehr abwechslungsreiche und unterhaltsame Geschichte mit einem sympathischen, von Grund auf ehrlichen Mädchen, das ohne den Halt in einer eigenen Familie aufwächst. Gleichzeitig ist es jedoch auch eine anrührende und herzzerreißend traurige Geschichte, die feinfühlig von den Sorgen und Nöten des Mädchen erzählt. Man begleitet Dido dabei, wie sie aufwächst, erwachsen wird und sich in Folge unglücklicher Ereignisse von ihrer Mutter, die sie nie als solche bezeichnen durfte, entfremdet und nicht nur räumlich , sondern auch emotional entfernt. Dabei schafft es die Autorin, den Zeitgeist der 1970er-, 1980er- und 1990er-Jahre durch die beiläufige Schilderung von prägenden realen Ereignissen wie Live Aid 1985 oder dem Schwarzen Montag im Oktober 1987 sowie der Musik, die die Teenager hören, der Nutzung von Schallplatten und Telefonzellen, einzufangen. Die Geschichte ist rückblickend aus der Perspektive von Dido geschildert und ist passend zum Alter der Protagonistin zunächst kindlich-naiv, später erwachsen und reflektierter. Mit ihrer Erzählung wendet sich Dido an ihre Mutter, spricht sie immer wieder direkt an, was ihren Frust und ihre Enttäuschung, aber auch ihre Wünsche noch eindringlicher und authentischer wirken lässt. Dido ist einerseits anklagend, andererseits aber auch von einem schlechten Gewissen geprägt. So bleibt bis zum Schluss die Hoffnung, dass sich Mutter und Tochter versöhnen und damit arrangieren können, wie unterschiedlich sie und ihre Vorstellungen vom Leben sind. Der Roman handelt von einer ungewöhnlichen Mutter-Tochter-Beziehung, von Freundschaft und der Sehnsucht von Halt und Geborgenheit in einer in einer intakten Familie. Dabei zeigt sich, dass selbst die ach so perfekte Familie nebenan - dort, wo das Gras immer viel grüner ist - nicht perfekt ist und dass es keine mustergültige Familie bracht, um glücklich zu sein.

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