Leserstimmen zu
Aufstand der Barbaren

Anthony Riches

Imperium-Saga (4)

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Nachdem der letzte Band die Jagd auf den Keltenhäuptling Calgus noch einmal unnötig in die Länge ziehen musste, tut der Wechsel von Schauplatz und Antagonist gut. "Aufstand der Barbaren" ist über weite Strecken mehr Krimi als sein geradliniger Thriller-Vorgänger, denn hier muss eine Verbrecherbande rund um den maskierten Banditenchef Obduro gestoppt werden. Auf Latein heißt der Name soviel wie "ausharren" oder "misshandeln", was den Hauptfeind von Marcus' Truppe perfekt beschreibt. Die Gefahr lauert jedoch nicht nur in den Wäldern, sondern auch in den Amtsstuben des örtlichen Präfekten. Mit schlagfertigen Dialogen bildet Anthony Riches das für die römische Armee gar nicht so unrealistische Kompetenzgerangel zwischen den Tribunen Scaurus und Belletor ab. Da lesen sich auch längere Textblöcke recht flüssig, denn bis die Tungrer Jagd auf die Banditen machen dürfen vergeht noch ein bisschen Zeit. Nach dem ersten Drittel zieht das Tempo allerdings deutlich an und manche abenteuerliche Verfolgungsjagd und Gaunerei macht den Historienschinken zum Pageturner. Dass mit Julius ein weiteres Mitglied der Truppe unverhofft auf die Liebe seines Lebens trifft wirkt allerdings zu konstruiert, um gut zu sein. Das ist in der Reihe Standard: liebgewonnene Figuren sterben entweder (auch dieses Mal übrigens) oder bekommen ein gnädiges Schicksal spendiert, das nur leider manchmal zu sehr nach Seifenoper riecht. Immerhin hält sich Marcus' Beziehung zu seiner frisch angetrauten Felicia in Grenzen, vielmehr darf die Medica bei einem geheimen Plan von Marcus einen entscheidende Part spielen. Die Gefahr eines Verrats an den Kaiser ist dieses Mal weniger wichtig. In den letzten Romanen waren Marcus' Widersacher schonmal deutlich mehr hinterher was das Verpetzen nach Rom angeht, mit der Zeit wirkte dieser Teil seiner Biografie allerdings etwas zu sehr ausgeschlachtet. Umso besser, dass "Aufstand der Barbaren" neben dem neuen Schauplatz Germanien neue Gegner und Probleme bereithält und den sonst so idealistischen Zenturio auch mal an seine Grenzen stoßen lässt. Tipp für alle, die ein packendes Historienabenteuer in glaubwürdiger Umgebung lesen wollen und von Rittern und Wikingern langsam genug haben. Die historischen Anmerkungen ermöglichen zudem einen interessanten vertiefenden Blick in die Epoche. Originaltitel: "The Leopard Sword (Empire 4)" Bonusmaterial: historische Anmerkungen

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