Leserstimmen zu
Scharnow

Bela B Felsenheimer

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Auch wenn ich bereits viel negative Kritik über dieses Buch gelesen habe, ich kann mich dieser nicht anschließen. Die exakte Handlung ist nicht ganz auszumachen, jedoch haben mich Schreibstil und die angenehme Stimme Bela B's in meinem Kopf überzeugt. Das Personenverzeichnis am Anfang des Buches (ca. 5 1/2 Seiten lang) hat mich zuerst etwas verunsichert aber gleich waren mir fast alle Charaktere bekannt und für zwei (Hamid & Nami) habe ich auch eine gewisse Sympathie entwickelt. ⠀ Insbesondere den Bela Fans hier würde ich das Buch klar empfehlen.⠀

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Das Omili

Von: wal.li

23.11.2019

Als erster stirbt der Literaturblogger Horst Wassmann. Die Rezensionsexemplare stapelten sich derart, dass die Polizei zu dem Schluss kommt, es kann nur Selbstmord gewesen sein. Aber könnte es nicht auch mit dem seltsamen Buch zu tun haben, das so lange auftaucht, bis es quasi verräuchert ist. Am Tag X geschehen in Scharnow weitere seltsame Dinge. Dieser Ort im Norden Berlins könnte glatt in einem Western auftauchen, wenn er nicht im Osten läge. Plattenbauten, ein vereinzeltes Hochhaus und ein einziger Supermarkt zieren den Ort, der eigentlich schon vergessen ist. Die Langeweile ist kaum zu überbieten, bis einer auf die Idee kommt, man könne doch den Supermarkt überfallen. In seinem ersten Roman bietet Bela B Felsenheimer, als Bandmitglied der Ärzte bestens bekannt, ein wahres Kaleidoskop an kruden Ideen. Vielleicht hilft sein Name als Verkaufsargument, doch wenn sein Roman nicht einen gewissen Charme aufwiese, würde das nicht lange überzeugen. Zum Glück handelt es sich bei Scharnow um ein gelungenes Stück Unterhaltung. Es kann zwar nicht gewollt sein, dass der Leser alles versteht und entschlüsselt, doch bietet der Roman genug Handlungsmasse, um zu fesseln und den Leser zum Schmunzeln zu bringen. Letzteres kann einem aber manchmal schnell vergehen, wenn ein unschuldiges Tier zu Tode kommt oder Leichen zerstückelt auf ihre Entsorgung warten. Insgesamt sprüht dieses Werk vor Ideen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Ein wenig muss man sich auf diese Lektüre einlassen, die etwas wirr ins Leere führt. Auf dem Weg dahin entwickelt die Handlung allerdings einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann oder auch nur entziehen möchte. Scharnow steht für eine Tristesse, die von der Wende geprägt, irgendwie für den Osten steht, aber sicher auch in Gegenden des Westens zu finden ist. Dabei zeigen sich die Personen wesentlich vielschichtiger als man auf den ersten Blick erkennen kann. Es lohnt sich, ihnen eine Chance zu geben. Da werden sogar Supermarkt-Räuber zu relativ netten Nachbarn.

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witzig, emotional und sehr kurzweilig

Von: Dr. Michael Lausberg aus Doveren

29.10.2019

Scharnow ist der Debütroman von "Die Ärzte"-Schlagzeuger und Sänger Bela B.. Scharnow ist eines der vergessenen Dörfer in Brandenburg in der Nähe von Berlin, wo anscheinend nichts passiert und die Langeweile greifbar ist. Der Autor beschreibt der auf absurd-witzige, sehr unterhaltsame Art und Weise einen Tag und dessen Auswirkungen in dem fiktiven Ort beschreibt. Der Roman wird mit einem mehrseitigen Personenregister eingeleitet, sodass sich direkt vor dem ersten Lesen ein Überblick über alle Handelnden mit Verweisen zu anderen Handelnden und Orten in und um Scharnow bekommt. Der Roman besteht aus vielen kurzen Kapiteln, um den zahlreichen handelnden Personen und der sich überschlagenden Ereignissen gerecht zu werden. Auch wenn die vorgestellten Charaktere zu Beginn in keinem Zusammenhang zu stehen scheinen, hängen sie im weiteren Verlauf dann doch eng zusammen. Dies ist ein Zusammentreffen skurriler Charaktere und Organisationen: Darunter fallen der Bund der skeptischen Bürger, einer Gemeinschaft von Verschwörungstheoretikern, der Pakt der Glücklichen, der Erotiktänzer Dave Peter Märse, der syrische Hamid Yussuf Kaoum, Praktikant im örtlichen Billkauf, der Literaturblogger und Pornograf Ron Thorsten Wassmann, oder die Pornodarstellerin Susanne „Chantal“ Scharster. Nichts zu spüren von einem verschlafenen Dorfleben. Am Anfang der Lektüre ist es ein wenig schwierig, reinzukommen. Die vielen einzelnen Geschichten werden aber mit der Zeit geschickt miteinander verknüpft. Die Personen sind ein oder Art und Weise miteinander verbunden, interagieren miteinander oder stehen miteinander in Beziehung. Jeder der Charaktere ist individuell, manchmal verliert sich Bela B. aber in der detaillierten Beschreibung von Szenen, Handlungen und Einzelheiten zu sehr. Das Buch ist sonst leicht zu lesen, witzig, emotional und sehr kurzweilig. Eine Liebesgeschichte kann auch nicht fehlen. Den großen Plot, die tiefgehende weltverändernde Aussage, den die brandenburgische Provinz bereithält, gibt es nicht, der Spaß am Lesen steht eher im Vordergrund.

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Merkwürdige Dinge geschehen. Und manchmal ziemlich oft. So als ob die Welt ganz langsam aus den Fugen geraten würde. Kalle scheint es zu merken oder mindestens zu ahnen. Was ist nur los mit ihm? Am Zeitschriftenregal im "Billkauf" entdeckt er zwischen Liebesromanen und Sportzeitschriften, wie achtlos hineingeworfen, ein seltsames Buch. Er fragt sich, wie um alles in der Welt er auf die Idee gekommen ist, es könnte dort selbst hineingesprungen sein. Eine Antwort findet er zunächst nicht. Ist auch nicht weiter schlimm, denn es gibt weitaus wichtigere Dinge zu tun. Schließlich trägt er Verantwortung. Der "Pakt der Glücklichen" ist sein Lebenswerk und als Gründer und Oberhaupt hat er alle Hände voll zu tun, denn neben allem Unbill des Lebens ist es gar nicht mal so einfach, seine illustre Truppe zusammen zu halten. Der "Bund skeptischer Bürger" (BsB) kann ein ähnliches Lied singen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Gemeinschaft der Verschwörungstheoretiker sich zwangsläufig nicht nur höheren Zielen verpflichtet sieht, sondern zu allem Überfluss auch noch kurz vor der Vollendung ihrer großen Ziele steht. Man ist ihnen auf der Spur, den "Weltenlenkern"... und was dies alles mit einem Güllemilliardär und Gysis ehemaliger Katze zu tun hat, muss sich erst noch herausstellen. "Scharnow" beginnt unüblich und doch so, wie es sich die große Vielzahl der Damen und Herren der schreibenden Zunft einmal hinter die Ohren schreiben könnte: Mit einem Personenverzeichnis. Holla! In jedem Film und jeder Oper längst Usus. Neben den ersten unterhaltsamen Lachern könnte jedoch allein der Umfang etwas verängstigen. Doch keine Angst, der Herr Felsenheimer kriegt das ganz prima auf die Reihe. Halbwegs jedenfalls. Das und noch viel mehr. Was der Autor hier abliefert, katapultiert ihn aus dem Stand in die Nähe des Ranges eines deutschen John Niven. Dies fällt um so positiver auf, als diese Qualitätsstufe doch recht spärlich besetzt ist. In einem CD-Review würde man jetzt noch anfügen, dass hier keinesfalls etwas kopiert wird, sondern durch seine Eigenständigkeit überzeugen kann. Wo und wie man mit den Lobliedern beginnen soll, ist schwierig, denn hier stimmt einfach alles. Von einem bestimmten Standpunkt aus gesehen, versteht sich, denn wer keinen schrägen Humor mitbringt und das ganze Leben nicht als absurde Aneinanderreihung von sinnlosen Zufällen begreift, wird an der Geschichte, die Bela B Felsenheimer seiner "Jugend in Spandau" gewidmet hat, keinerlei Gefallen finden. Das Brandenburger Örtchen Scharnow, in der Nähe der Kreisstadt "Sahsenheim", gibt es natürlich nicht. Na und? Die ganzen Akteure ja auch nicht. Oder? Bei dieser Frage gerät man ins Schleudern, zumindest wenn man sich, wie auch dem Autor freundlichst unterstellt werden darf, in gewissen Kreisen tage-, wochen-, monate-, jahrelang oder gar immer noch herumtreibt. In jenen verrauchten Kaschemmen, wo das Leben wahre Gesichter zeigt. Dort gibt es alles, was man sich nur wünscht. Selbst ebenso fliegende wie verkannte Superhelden wirken dort gar nicht mal so spektakulär, sondern eher normal. Helden sind sie eh alle und verkannt sowieso. Scharnow ist somit nichts anderes als ein aktualisierter Bericht des ganz normalen Wahnsinns, der unten, gleich um die Ecke, tobt. Ein geniales Sammelsurium kapitaler Missverständnisse, falsch interpretierter Beobachtungen, vermeintlicher Halluzinationen oder entzauberter Verschwörungstheorien, jedoch gleichzeitig mit einigen metaphysischen Überraschungen angereichert. Wenn man so will. Was man unbedingt auch wollen sollte, ist ein gewisser Abstand zum Thema: Fragen müssen nicht beantwortet werden. Sackgassen dürfen ebenfalls kein Problem sein. Wenn nicht hier, geht es woanders weiter. Oder halt gar nicht. Eine geistreiche (mit Fanta versetzte) Klamotte ist es auch und eine durchgeknallte Milieustudie. Ein herrliches Stück Leben, voll abgehangen. Was ich damit sagen will: Natürlich gibt es sie wirklich. Leute wie Kalle und seine Jungs, Sylvia, das einstige Sportidol, "Trotsky" und seine Spezialkräfte, der "omnipräsente" Schlagersänger oder die ganzen anderen Verlierer. Ausnahme: Die Weltenlenker. Jene gibt es in der Realität natürlich nicht ...

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Ein Buchblogger stirbt einen mysteriösen Tod, ein Hund wird erschossen, vier Männer rauben einen Supermarkt aus mit Masken aber sonst nichts an, ein Mann fliegt durch die Lüfte. Wer versucht Scharnow, den Roman aus der Feder von Bela B. Felsenheimer, nachzuerzählen kann scheitern, so skurril ist die Anhäufung von Absurditäten. Trash, Schund, Pulp Fiction, wie man es bezeichnen will kann man sich aussuchen. Eine Tour de Force zum Teil ziemlich brachialer Komik. Mich hat Bela B ja schon mit dem Prolog erwischt, denn der Tod eines Buchbloggers wird hier auf so herrlich schräge Weise herbeigeführt. So eine Medizin kann nur ein Oberarzt verabreichen. Scharnow ist eine Reminiszenz an die coolen Actionfilmstars der 80er Jahre, ein „Heimatroman mit Fantasy-Elementen“ Scharnow, die namengebende Stadt dieses Romans, befindet sich irgendwo nördlich von Berlin im ehemaligen Osten. Dort leben Felsenheimers Protagonisten, es sind Wohlstandsverlierer, Asylwerber, Superhelden, Verschwörungstheoretiker. Wenn man das Sammelsurium der Absonderlichkeiten einmal ein bisschen von der Seite betrachtet, bekommen wir jedoch ganz klare Einblicke in die Tristesse der provinziellen Einöde. Vielleicht genießt Bela B ein bisschen den Promibonus als Leadsänger einer „kleinen deutschen Nachwuchsband“ (Copyright Campino). Aber so viel Schwachsinn literarisch in einen unterhaltsamen Roman zu packen, das muss man einmal zusammenbringen. Mir jedenfalls hat Scharnow großen Spaß gemacht, und dich bin mit „lustiger Literatur“ wirklich schwer zu bedienen.

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Als grosser Ärzte-Fan seit rund 25 Jahren habe ich natürlich nicht lange gezögert, als ich von Bela B. Felsenheimers Ausflug ins Autoren-Genre hörte. "Scharnow" heisst sein Werk über ein kleines Kaff irgendwo in Brandenburg, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht wünschen und nie etwas passiert. Wirklich nie? Rückblickend fallen mir zu "Scharnow" die endlos vielen Protagonisten ein. Die Namen konnte ich mir dar nicht alle merken, so viele gibt es davon. Seien es "besorgte Bürger", ziellose Alkoholiker, alte Omas, junge Punkerinnen, Supermarktverkäuferinnen, Flüchtlinge, Ausseriridische und gar noch denkende Bücher. Irgendwie hängen schlussendlich alle zusammen, aber eigentlich sind die Zusammenhänge auch nicht wirklich relevant. Jedenfalls sind die Figuren alle ziemlich skurril gezeichnet, was allerdings niemanden verwundern dürfte, der sich auch nur ein bisschen mit Bela B. beschäftigt hat. Die Handlung ist, wie von Bela B. zu erwarten war, ziemlich überdreht und genau so skurril wie seine Figuren, besteht aber mehr aus einzelnen Anekdoten als einer wirklichen Geschichte. Im Laufe der Erzählung wurde das Ganze dann immer bizzarrer, bis ich kaum noch durchblickte, was genau passiert. Die eigentliche Handlung verlief sich ohne effektiven Höhepunkt im Sand. So konnte mich das Buch inhaltlich leider nur mittelmässig begeistern. Wirklich toll fand ich allerdings die Lesung vom Autoren Bela B. Felsenheimer selbst. Man merkt, dass Bela B. mittlerweile mehrere Jahrzehnte Bühnenerfahrung hat und dies auch nicht sein erstes Hörbuch ist. Der Tonfall passt immer zur jeweiligen Situation und die einzelnen Figuren lassen sich gut unterscheiden, ohne dass manche Stimmen lächerlich wirken. Mein Fazit Bizzarre Anekdotensammlung

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Bevor ich irgendetwas zum Inhalt schreibe, rein optisch finde ich dieses Buch Top! Die schwarz eingefärbten Seiten und die mit Hand gemalte Karte am Anfang sind wirklich ein Blickfang! Eingeführt wird in das Buch durch ein Personenregister und dabei dachte ich mir schon: "So viele Verrückte kann man doch gar nicht an einem Ort versammeln". Falsch gedacht! Bela B. kann das! Und Bücher die eine Karte und ein Personenregister benötigen, deuten ja schon an, dass es verwirrend werden könnte, das trifft auch auf "Scharnow" zu. Eine Pornodarstellerin, Möchtegern-Nazis, Verschwörungstheoretiker, ein Buch-Blogger, eine Manga-Liebhaberin, die nette Omi von nebenan und ein Leukämiekranker Superheld sind nur ein Bruchteil der Personen, um die es in dem Buch geht. Und wodurch sind diese unterschiedlichen Menschen miteinander verbunden? Durch ein Buch natürlich! Wer Bela B. Kennt wird sich jetzt auch nicht über den Titel des fiktiven Buchs wundern: "Horror Vacui". So kann der Horror Enthusiast Bela in seinem Erstlingswerk diese Seite seines Charakters ausleben. Auch eine derbe Wortwahl und genauso derbe Sprüche gehören zum guten Ton Bela B's. der alles ziemlich direkt ausspricht. So sollten zartbesaitete Menschen "Scharnow" mit genügend Skepsis betrachten, denn Wörter wie "Wichsen" und "vögeln", oder Sprüche wie "Diese Wiese war beliebter, als ein Kindergarten im Vatikan" bestimmen dieses Buch. Die Wortwahl passt jedoch zu den Protagonisten des Buches und wirkt nicht, als ob sie gezwungen schockieren soll, sind ein Großteil der Protagonisten doch eingefleischte Asoziale mit Herzblut. Inhaltlich kann man die ganze Geschichte sehr gut mit einem Wort zusammenfassen: Grotesk! Bela B. Felsenheimer hat ein groteskes Erstlingswerk erschaffen und ich denke, dass seine Bekanntheit als Drummer der Band "Die Ärzte" dem Erfolg des Buches verhalf, denn ohne diesen Bekanntheitsgrad wäre ich defintiv nicht darauf aufmerksam geworden. Das Buch ist in 6 Teile aufgeteilt zuzüglich Prolog und Epilog. Innerhalb der Teile gibt es kurze Kapitel, so dass man jederzeit beim Lesen pausieren kann. Das erste Kapitel umfasst die Hälfte des Buches, demnach passiert dort auch die meiste Handlung. So grotesk das Buch auch ist so seicht ist es auch, zusammen mit einen kleinen gesellschaftskritischen Unterton. Es ist wie ein Ärzte Song, nur als Buch. Fazit: "Scharnow" von Bela B. Felsenheimer ist eine leichte Sommerlektüre. Warum Sommerlektüre? Es ist nichts tiefgründiges, man kann es gut zur Unterhaltung runterlesen, ohne viel nachdenken zu müssen. Es ist zwar nicht wirklich schlüssig, aber im Urlaub, oder bei 30 Grad im Schatten, wenn man nicht viel Denken möchte, ist "Scharnow" das richtige Buch. Bela B. wird zwar nicht der nächste Goethe, aber das war wahrscheinlich auch nicht sein Anspruch. Es ist unterhaltsam, ein wenig sinnfrei und amüsant, das sollte für ein Erstlingswerk reichen!

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Scharnow ist eine Kleinstadt in der Nähe von Berlin. Nichts ist wie es scheint, nichts passiert so wie gedacht. Ein Manga-Mädchen trifft auf einen jungen Flüchtling, mysteriöse Tode geschehen, es gilt eine Übermacht zu vernichten und dann geht dem Pakt der Glücklichen auch noch das Bier aus. Als großer Die Ärzte Fan war mir natürlich sofort klar: Den Debütroman von Bela B. Felsenheimer muss ich lesen! Dabei bin ich eigentlich ohne jede Erwartungshaltung an die Lektüre heran gegangen und wurde definitiv überrascht. Es mischen sich aktuelle Themen, ein Hauch Gesellschaftskritik, Fantasy, Übernatürliches, SciFi und Komik. Heraus kommt ein herrlich skurriles, verrücktes und teilweise sowas von absurdes Buch. Es ist schwer dies inhaltlich zusammenzufassen, weil es so viele Handlungsstränge und so viele verschiedene Charaktere gibt, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, dann aber in irgendeiner Form doch irgendwann aufeinander treffen. Zugegeben: An der ein oder anderen Stelle fragt man sich, was das Ganze eigentlich soll, wo es hin führen soll. Grade die übernatürlichen Elemente des Romans lassen doch einige Fragen offen. Man kann aber nicht bestreiten, dass Bela B. unterhält, zum Schmunzeln bringt, einen den Kopf schütteln lässt und mit jeder Menge unerwarteter Wendungen aufwartet. Grade bei den Charakteren merkt man auch, wie liebevoll ausgearbeitet und durchdacht sie sind. Jeder von ihnen ist etwas besonderes und es macht Spaß kleine Episoden deren Leben zu begleiten. "Scharnow" ist ein Kaleidoskop aus verrückten Ideen, Personen und Absurditäten, das mitreißt und amüsiert.

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