Leserstimmen zu
Der Wasserdieb

Claire Hajaj

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Der Wasserdieb erzählt die Geschichte des englischen Ingenieurs Nick, der vom afrikanischen Govaneur den Auftrag erhält, in Afrika ein Kinderkrankenhaus zu erbauen. Schon nach kurzer Zeit in Afrika gerät er zwischen alle Fronten! Zum einen verliebt sich Nick in die Frau des Govaneurs und er beginnt mit Magarethe eine Affäre die schnell droht aufzufliegen und auch die Kinder von Magarethe in Gefahr bringt. Zudem durchschaut Nick seinen korrupten Arbeitgeber und beschließt den Machenschaften seines Chefs nicht länger tatenlos zuzusehen. Den der lässt die Bevölkerung nicht das vorhandene Trinkwasser nutzen sondern bindet die Bevölkerung an teuer angelifrte Trinkwasserrationen aus einer anderen Region. Nick beschließt nun auf eigene Faust neben des Baus des Kinderkrankenhauses auch einen Trinkwassernrunnen zu bauen damit die Bevölkerung kostenlos mit Trinkwasser versorgt werden kann..... Meine Meinung zum Buch: Diese Geschichte lässt einen tiefen Einblick in die politische Situation in Afrika gewähren und auch die revolutionäre Stimmung in der Bevölkerung spüren. Beim lesen fühlt man sich als Leser hautnah in die Geschichte integriert am Ort des Geschehens und kann die Stimmung der Bevölkerung und derer Gefühle spüren. Für mich zählen die Bücher von Claire Hahaha zur anspruchsvollen Literatur unserer Zeit, die einem das deutliche Zeichen zukommen lässt das sich in diesem Land in der politischen Einstellung dringend etwas ändern muss und zeitgemäßer werden muss!

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Nicks Vater wollte immer, dass sein Sohn Arzt wird und somit in seine Fußstapfen tritt und den Menschen in seiner Umgebung hilft und Gutes für sie tut. Doch Nick sträubte sich gegen das Schicksal seines Vaters und wurde schließlich Ingenieur, was zu keinem guten Verhältnis zwischen ihm und seinem Vater führte. Als sein Vater schließlich stirbt, beschließt Nick, ein Jahr nach Afrika zu gehen und den Menschen dort zu helfen und Gutes zu tun, genau wie sein Vater das immer wollte. Doch als er in Afrika ankommt, muss er schnell merken, dass die Welt dort ganz anders aussieht. Korruption, Verrat und Hoffnungslosigkeit bestimmen dort den Alltag. Auch die Kinder lernen dort schnell, nach diesem System zu leben und sich daran anzupassen. Als Nick herausfindet, dass die Menschen dort vor allem daran leiden, dass sie auf teure Wasserlieferungen angewiesen sind und zwar viel Geld in die Regierung fließt, aber dabei für die Bevölkerung nichts übrig bleibt, greift sich Nick ein Teil des Geldes und will selbst einen Brunnen für die Menschen bauen. Doch dabei bedenkt er nicht die Folgen, die diese Tat für ihn und für all die Menschen, die ihm in Afrika ans Herz gewachsen sind, haben könnte… Nick war ein Charakter, der sich mir nicht ganz erschließen konnte. Für mich war er ein sehr komplizierter Mann, der ein wenig zu Übertreibung neigt, beispielsweise hätte er ja auch einfach in London sich als ehrenamtlicher Helfer bei einigen Organisationen melden können, statt seine Verlobte für ein Jahr sitzen zu lassen und auf einen anderen Kontinent zu fliegen. Ich konnte nie wirklich eine Verbindung oder Sympathie zu ihm Aufbauen, was meiner Meinung nach sehr schade ist, da mir das Buch eigentlich schon im Großen und Ganzen gefallen hat. Der Schreibstil war fließend und hat dem Leser gut geholfen, durch die Geschichte zu kommen. Allerdings gab es teilweise stellen, die wirklich zu detailliert beschrieben waren, was mir auch ein wenig den Wind aus den Segeln beim Lesen genommen hat. Ich empfehle „Der Wasserdieb“ von Claire Hajaj jedem, der gerne Bücher über Afrika ließt und der nach einer Geschichte sucht, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch noch in ein paar Jahren im Gedächtnis bleiben wird. Meine Bewertung: 3/5

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