Leserstimmen zu
INTRIGO

Håkan Nesser

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Auf dieser MP3 sind drei Kurzgeschichten enthalten. In Liebe Agnes, Die Wildorchidee aus Samaria und Tod eines Autors; Jede Geschichte für sich ist abgeschlossen, in gewisser Weise seichte Unterhaltung, allerdings hat jede Geschichte zum Schluss eine überraschende Wendung, mit der ich nicht gerechnet hätte. Über Dietmar Bär muss man nichts sagen, er liest den Text in gewohnt souveräner Art und Weise, wodurch Längen in dem Buch geschickt überbrückt werden. In Liebe Agnes: Sowohl Agnes als auch Henny, ehemalige Schulfreundinnen, beginnen nach vielen Jahren, ihre alte Freundschaft wieder aufleben zu lassen, zu Anfang durch Briefe, dann aber auch persönlich. Beide könnte man für leicht naiv halten, eine zumindest ist es nicht.... Die Wildorchidee aus Samaria: Etwas besser als die erste Geschichte, die Protagonisten wirken auch lebendiger, allerdings auch nicht wirklich überraschend oder spannungsaufbauend und haltend, da man mit etwas Intuition heraushört, wer der Täter ist... Die dritte Geschichte habe ich dann leider abgebrochen, da die vorherigen so dröge und langweilig waren, keine richtige Spannung aufkam und sich so in die Länge zogen, dass es mich nicht mehr motiviert hat, auch die letzte noch weiter hören zu mögen und leider der gute Erzähler auch nicht mehr viel retten konnte. Eigentlich Hakan Nesser untypisch, da bin ich ganz andere Geschichten gewohnt und bin daher überrascht, dass dieses Hörbuch doch ziemlich enttäuschend ist.

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Dieses von Dietmar Bär vorgetragene Hörbuch beinhaltet drei Kurzgeschichten von Hakan Nesser, auf die allesamt der Titel "INTRIGO" sehr gut passt. „In Liebe Agnes“ ist eines der ersten Bücher überhaupt, die ich jemals von Hakan Nesser gelesen habe. Durch dieses inhaltlich nicht vorhersehbaren spannenden Buches, habe ich immer wieder nach neuem Lese- oder Hörstoff von ihm gesucht. Obwohl ich mittlerweile schon einiges an Lesestoff von diesem Autor "verschlungen" habe, schafft er es immer wieder durch seinen angehmen Erzählstil, wo er immer einen ganz besonderen Blick für Menschen und Situationen hat, zu überraschen/verblüffen, denn so manch eine Handlung entwickelt sich dann ganz anders als man es anfangs noch vermutetet hatte, was auch ganz genau auf die drei Erzählungen dieses Hörbuchs zutrifft: Der Inhalt der Geschichten ist auf der Coverrückseite zusammenfasst, weswegen ich dazu hier nichts schreibe. Fazit: Hakan Nesser ist für mich ein genialer Geschichtenerzähler und Dietmar Bär die passende Stimme dafür, die passende spannende Atmosphäre aufkommen zu lassen. Hörenswert!

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„Intrigo – HB“ ist eine Anthologie von drei Kurzgeschichten aus der Feder des Autors Hakan Nesser. Gelesen wurde das Hörbuch von Dietmar Bär, der seine Aufgabe fantastisch machte. Ich höre dem Sprecher prinzipiell schon sehr gerne zu. Das Hörbuch beinhaltet die drei Geschichten „In Liebe, Agnes“, „Die Wildorchidee aus Samaria“ und „Tod eines Autors“. Leider muss ich mich hier dann schon fragen, warum das Hörbuch nur drei von fünf Geschichten enthält. Das Printbuch beinhaltet laut Inhaltsangabe zwei Storys mehr. Alleine dafür ziehe ich schon einen Stern in der Wertung ab. Wenn ich schon ein Hörbuch zu einem Buch höre, dann möchte ich schon alles hören, zumal nicht einmal auf dem Umschlag des Hörbuches zu lesen war, dass es sich um eine gekürzte Fassung handelt. Wenn ich jetzt überlege, dass von diesen drei Kurzgeschichten jeweils ein Film gedreht wird, muss ich mich letztendlich fragen, was da verfilmt werden sollte. Die erste Geschichte „In Liebe, Agnes“ besteht lediglich aus ein paar Briefen, die hin und her geschrieben werden. Zumal mir in der Hälfte der Story schon klar war, wie sie endete. Ich fand diesen Teil weder spannend noch sehr gekonnt verwoben. Die zweite Story „Die Wildorchidee aus Samaria“ fand ich so zäh und langatmig, dass ich schon gar nichts mehr darüber sagen kann. Der dritte Teil des Hörbuches „Tod eines Autors“ war leider so einschläfernd, dass ich angefangen habe, die Kapitel zu springen. Am Ende ersparte ich mir sogar die Auflösung des Falles. Leider konnte ich mit dem Autor und seinem Werk so gar nichts anfangen. Keine Spannung, kein tiefes Abtauchen in die Geschichte, kein hängen bleiben an den Zeilen. Da hilft auch die versprochene Verfilmung als Trilogie mit Stars nichts. Für Fans des Autors ist das Werk mit Sicherheit ein Leckerbissen. Für mich liegt es eher schwer im Magen. Vor allem auch noch, weil 2/5 des Umfangs einfach fehlen.

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Vom schwedischen Bestseller-Autor Håkan Nesser sind seit dem Jahre 2000 etliche seiner Romane und Geschichten als Fernseh-Mini-Serie, Kino- oder Fernsehfilm adaptiert worden, u.a. „Das grobmaschige Netz“, „Das falsche Urteil“, „Münsters Fall“, Der unglückliche Mörder“ und „Mensch ohne Hund“. Nun hat sich der schwedische Filmemacher Daniel Alfredson (der sich bereits der beiden Stieg-Larsson-Bestseller „Verdammnis“, „Vergebung“ angenommen hatte) an die Verfilmung dreier weiterer Geschichten von Håkan Nesser gemacht, die – beginnend mit „Tod eines Autors“ – nacheinander im Kino zu sehen sein werden. Grund genug für den btb-Verlag, in dem bisher alle deutschen Übersetzungen von Nessers Werken erschienen sind, die drei zugrundeliegenden Storys „Tod eines Autors“, „In Liebe, Agnes“ und „Die Wildorchidee aus Samaria“ als Sammelband unter dem Namen „Intrigo“ neu herauszubringen und sie um eine neue und eine ältere zu ergänzen. Eröffnet wird die Sammlung mit der neuen Geschichte „Tom“, in der die Endfünfzigerin Judith Bendler eines Nachts im Jahre 1995 vom Telefon geweckt wird, bei dem sich der Anrufer als Tom vorstellt, was unmöglich sein kann. Denn Tom, der Sohn ihres Mannes Robert aus erster Ehe, ist vor über zweiundzwanzig Jahren spurlos verschwunden … Zunächst bespricht sie den merkwürdigen Anruf mit ihrer Therapeutin Maria Rosenberg, mit der sie noch einmal die Umstände von Toms Verschwinden rekapituliert, die allerdings ebenso wenig mit der Drogengeschichte des damals siebzehnjährigen zu tun haben wie mit der Geschichte, die ihr Robert nach einem dramatischen Vorfall erzählt hat, der zu Toms Verschwinden geführt hat … In „Rein (Tod eines Autors)“ kehrt ein renommierte Übersetzer nach A. zurück, um einer Spur seiner vor Jahren verschwundenen Ehefrau Ewa zu folgen, deren Husten er auf einer Konzertaufnahme gehört haben will, die im Radio übertragen wurde. Darüber hinaus wird er von seinem Verleger mit der Übersetzung des letzten Manuskripts des gerade verstorbenen Neomystikers Germund Rein beauftragt, der in einem begleitenden Brief darum bat, dass das Buch auf keinen Fall in seiner Muttersprache erscheinen darf. Je mehr der Übersetzer in das Manuskript eintaucht, umso stärker wächst ihn ihm der Verdacht, dass Rein ermordet wurde und in seinem letzten Text Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens versteckt hat. Derweil sorgen auch die Ermittlungen bei der Suche nach Ewa für einige Überraschungen … „Vielleicht war das eine Engagement auch notwendig zur Entlastung des anderen. Wenn ich zurückdenke, dann überrascht mich, wie oft ich damals voll und ganz dem einen oder dem anderen gewidmet haben muss. Entweder ich befand mich tief in Germund Reins Text, oder aber ich suchte mit Feuereifer nach meiner verschwundenen Ehefrau. Doch ich vermischte beides nie. Ich hielt meine Aufträge wie Öl und Wasser getrennt, und ich glaube auch, dass das genau die richtige Methode war.“ (S. 182) „In Liebe, Agnes“ stellt fast eine Art Briefroman dar, in der sich die beiden Jugendfreundinnen Agnes und Henny auf der Beerdigung von Agnes‘ Mann nur kurz wiedersehen, bis Henny per Brief den Kontakt zu ihrer einst besten Freundin wieder aufnimmt und sie darum bittet, ihren eigenen Mann David, der offensichtlich seit längerer Zeit eine Affäre unterhält, umzubringen. Da sie selbst die erste Tatverdächtige sein würde, soll Agnes ihn à la Hitchcocks „Der Fremde im Zug“ während einer Konferenz in Amsterdam umbringen, während Henny durch die Teilnahme an einem Übersetzer-Seminar in Berlin ein wasserdichtes Alibi haben wird. Während Agnes und Henny in ihrem Briefwechsel alte Erinnerungen austauschen und den Plan zu Davids Ermordung austüfteln, rekapituliert Agnes ihre eigenen Erinnerungen an die Jugendfreundschaft mit Henny … Ähnlich wie in „Tom“ und „Tod eines Autors“ geht es auch in „Die Wildorchidee aus Samaria“ um einen verschwundenen Menschen, diesmal um die siebzehnjährige Vera Kall, die nach der Abiturfeier vor dreißig Jahren spurlos verschwand und vermutlich einem Triebtäter zum Opfer gefallen ist. Als der 49-jährige Sprachlehrer Henry Maartens von seiner Frau Clara erfährt, dass sie sich scheiden lassen will, erhält er kurz danach einen Anruf seines Schulkameraden Urban Kleerwot, der Henry darum bittet, einen Blick auf sein Krimi-Manuskript zu werfen. Sie verabreden sich in ihrer alten Heimatstadt K., wo Henry zwei Tage vorher in einem Hotel absteigt und eine Nachricht von Vera vorfindet, die um ein Treffen bittet. Doch warum sollte sich Vera nach über dreißig Jahren wieder bei Henry melden? In der abschließenden, ebenso wie die „Samaria“-Geschichte zuvor in „Aus Doktor Klimkes Perspektive“ veröffentlichten Story „Sämtliche Informationen in der Sache“ versucht ein Lehrer, das Zeugnis einer kürzlich verstorbenen Schülerin fertigzustellen, und besucht dessen Eltern, die noch im Besitz des letzten Aufsatzes sind, den der Lehrer noch zur Benotung heranziehen möchte. Vor allem in den der „Intrigo“-Film-Trilogie zugrundeliegenden Geschichten, aber auch in dem neuen Kurzroman „Tom“ erweist sich Håkan Nesser als großartiger Erzähler außergewöhnlicher Schicksale, die in mehr oder weniger geheimnisvollem Abtauchen und Verschwinden, Lügen, Intrigen und Morden gipfelt, wobei Nesser immer wieder geschickt falsche Fährten legt, indem die Glaubwürdigkeit der Ich-Erzähler und Erwartungen des Publikums nach und nach erschüttert wird und Nesser die Geschichten zu oft überraschenden Auflösungen führt.

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