Leserstimmen zu
Die vergessenen Inseln

Thomas Käsbohrer

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Sowohl Buchcover als auch Klappentext sprachen mich bei Thomas Käsbohrers Buch „Die vergessenen Inseln. Eine Reise durch die Geschichte der Welt und zu mir selbst“ sofort an. Man sieht auf dem blauen Cover, das das Meer darstellt, die gezeichnete Insel Mallorca: „Maiorca“. Auf den Innenseiten vorn und hinten im Buch findet man Karten, die dem Leser bei der Lektüre sehr hilfreich sind. Die Orte, die der Autor bereist hat, und die im Buch vorkommen, sind gekennzeichnet. Thomas Käsbohrer ist begeisterter Segler und verbringt neun Monate im Jahr auf seinem Boot Levje. Auf seiner Reise über das Mittelmeer macht er Station an großen, bekannten Orten wie Sizilien, Mallorca, Malta, Venedig oder Kreta, er steuert aber auch unbekanntere Ziele an. An jeder Station erfährt man Wissenswertes über den Ort und dessen Geschichte. Die Berichte sind stets interessant geschrieben und man liest mit großer Neugier, da man immer wieder Neues dazu lernt. Was hat z.B. eine schwangere Frau aus Stein mit Paros zu tun? Man wird in Sizilien in die Villa eines Tierhändlers entführt, erfährt in Venedig vom Kaufhaus am Rialto, lernt, warum Skorpios eine Insel für zwei Liebende war und warum die Schwammtaucher von Chalki ausgewandert sind. Zeitlich erstrecken sich die Geschichten von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Neben den historischen Fakten und den Beschreibungen der angesteuerten Orte lernt der Leser vieles über das Segeln, die Gefahren auf dem offenen Meer, etc. Die Handgriffe und das Leben auf dem Boot werden sehr ausführlich beschrieben, was mir persönlich dann manchmal doch etwas zu viel wurde. Dagegen habe ich die ausführlichen historischen Informationen über die Inseln mit großer Begeisterung gelesen. Aber das ist Geschmackssache. Wer sich fürs Segeln interessiert, wird sicherlich anders darüber denken. Die Sprache des Autors ist sehr gut und flüssig lesbar. Man taucht sofort in die Geschichte der jeweiligen Insel ein und kann sich alles wunderbar vorstellen. Ein schönes, interessantes und lehrreiches Buch! Da aber die Ausführungen über das Segeln für mich persönlich zu lang waren, mich nicht so sehr interessierten und sich deswegen etwas hinzogen, gebe ich dem Buch insgesamt 4 von 5 Punkten.

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Dieses Buch ist eine Mischung aus Roman und Erlebnisbericht des literarischen Segelfans Thomas Käsbohrer. Er hat lange Zeit als Verleger in einem Buchverlag gearbeitet und hat stets von einer großen Reise geträumt. Mit seinem Schiff Levje hat er sich diesen Traum erfüllt und segelte durch das Mittelmeer. Neben nautischen Informationen stellt er seine persönlichen Erfahrungen und historische Einblicke in diesem Buch vor. Er schreibt auch für die Zeitschrift YACHT und hat den Blog Mare Blu. Dabei bekommt man als Leser seine eigenen Erfahrungen auf hoher See hautnah mit, wie er alleine den Gewalten des Meeres und den Gefahren von Stürmen ausgesetzt ist, diesen trotzt und welche Erlebnisse und Gedanken ihn dabei begleiten. Er verbindet auf seiner Mittelmeerreise aber auch historische Hintergründe mit seinem eigenen Erleben. So taucht man in die Steinzeit ein, erlebt längst versunkene Inseln und Urlaubs-Inseln, die früher andere Namen trugen, und sieht die Griechen und Römer besiedeln, kämpfen und werkeln. Stets verbindet er aktuelle Anekdoten und Hintergründe mit diesen historischen Anfängen. Wir erfahren von Lepra-Inseln, entdecken Kitesurf Hotspots, erleben Soldaten im 2. Weltkrieg auf Rhodos, sehen Thunfischer in Aktion und hören vom Leben der Jackie O. Auch von Flüchtlingsbooten und Schwammtauchern ist in diesem Buch die Rede. Seine Berichte sind absolut vielfältig und sehr interessant. Es ist für jeden etwas dabei, man lernt, hört und staunt beim Lesen. Daneben bekommt an genaue Abläufe und Vorgänge an Bord geschildert, erfährt von den vielen nötigen Handgriffen beim Segeln, von Nautik und von der nervenzehrenden Situtation bei Nacht auf See im Sturm. Seine Ängste scheinen nicht besonders stark zu sein, denn er trotzt allen Gefahren und meint auf See weniger Angst zu haben als an Land. Ich habe einige zu detailgenaue Schilderungen des Segelns überflogen, dafür bin ich nicht die richtige Zielgruppe. Man muss sich etwas einlesen, dann bekommt man ein Gefühl für den Erzählstil des Autors. Denn er springt von Insel zu Insel, segelt natürlich dorthin und springt von Vergangenheit zu Gegenwart hin und her. Es geht von Sizilien nach Malta, von dort nach Kreta, nach Venedig und Mallorca und zwischendurch auf türkische Inseln. Leicht verwirrend das Ganze, aber man folgt gebannt und sieht die Abenteuer im Laufe der Geschichte plötzlich in einem anderen, viel kleineren Blickwinkel. Im Grunde zieht Thomas Käsbohrer eine Route, die der Geschichte des Mittelmeeres folgt. Von den ersten Ansiedlungen zu Christi Geburt, von den ersten Kreuzzügen bis zur heutigen Zeit mit den Flüchtlingsströmen. Hier erlebt man die Historie im Zeitraffer und saust mit dem kleinen Segelboot dahinter her. Dieses Buch ist die richtige Lektüre für gestandene Seefahrer, Segler und Weltenbummler. Aber auch Historiker werden ihre Freude an den verschiedenen Stationen haben. Ich habe einige Geschichten und die historischen Begebenheiten nicht alle gleich interessiert gelesen. Doch insgesamt bin ich sehr angetan von diesem besonderen Buch. Eine interessante Reisereportage mit vielen gelungenen Einblicken und den historischen Bezügen.

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Dieses Buch ist eine Mischung aus Roman und Erlebnisbericht des literarischen Segelfans Thomas Käsbohrer. Er hat lange Zeit als Verleger in einem Buchverlag gearbeitet und hat stets von einer großen Reise geträumt. Mit seinem Schiff Levje hat er sich diesen Traum erfüllt und segelte durch das Mittelmeer. Neben nautischen Informationen stellt er seine persönlichen Erfahrungen und historische Einblicke in diesem Buch vor. Er schreibt auch für die Zeitschrift YACHT und hat den Blog Mare Blu. Dabei bekommt man als Leser seine eigenen Erfahrungen auf hoher See hautnah mit, wie er alleine den Gewalten des Meeres und den Gefahren von Stürmen ausgesetzt ist, diesen trotzt und welche Erlebnisse und Gedanken ihn dabei begleiten. Er verbindet auf seiner Mittelmeerreise aber auch historische Hintergründe mit seinem eigenen Erleben. So taucht man in die Steinzeit ein, erlebt längst versunkene Inseln und Urlaubs-Inseln, die früher andere Namen trugen, und sieht die Griechen und Römer besiedeln, kämpfen und werkeln. Stets verbindet er aktuelle Anekdoten und Hintergründe mit diesen historischen Anfängen. Wir erfahren von Lepra-Inseln, entdecken Kitesurf Hotspots, erleben Soldaten im 2. Weltkrieg auf Rhodos, sehen Thunfischer in Aktion und hören vom Leben der Jackie O. Auch von Flüchtlingsbooten und Schwammtauchern ist in diesem Buch die Rede. Seine Berichte sind absolut vielfältig und sehr interessant. Es ist für jeden etwas dabei, man lernt, hört und staunt beim Lesen. Daneben bekommt an genaue Abläufe und Vorgänge an Bord geschildert, erfährt von den vielen nötigen Handgriffen beim Segeln, von Nautik und von der nervenzehrenden Situtation bei Nacht auf See im Sturm. Seine Ängste scheinen nicht besonders stark zu sein, denn er trotzt allen Gefahren und meint auf See weniger Angst zu haben als an Land. Ich habe einige zu detailgenaue Schilderungen des Segelns überflogen, dafür bin ich nicht die richtige Zielgruppe. Man muss sich etwas einlesen, dann bekommt man ein Gefühl für den Erzählstil des Autors. Denn er springt von Insel zu Insel, segelt natürlich dorthin und springt von Vergangenheit zu Gegenwart hin und her. Es geht von Sizilien nach Malta, von dort nach Kreta, nach Venedig und Mallorca und zwischendurch auf türkische Inseln. Leicht verwirrend das Ganze, aber man folgt gebannt und sieht die Abenteuer im Laufe der Geschichte plötzlich in einem anderen, viel kleineren Blickwinkel. Im Grunde zieht Thomas Käsbohrer eine Route, die der Geschichte des Mittelmeeres folgt. Von den ersten Ansiedlungen zu Christi Geburt, von den ersten Kreuzzügen bis zur heutigen Zeit mit den Flüchtlingsströmen. Hier erlebt man die Historie im Zeitraffer und saust mit dem kleinen Segelboot dahinter her. Dieses Buch ist die richtige Lektüre für gestandene Seefahrer, Segler und Weltenbummler. Aber auch Historiker werden ihre Freude an den verschiedenen Stationen haben. Ich habe einige Geschichten und die historischen Begebenheiten nicht alle gleich interessiert gelesen. Doch insgesamt bin ich sehr angetan von diesem besonderen Buch. Eine interessante Reisereportage mit vielen gelungenen Einblicken und den historischen Bezügen.

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