Leserstimmen zu
Morgen irgendwo am Meer

Adriana Popescu

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Man gibt nicht auf, nur weil es im Leben kompliziert wird. Außerdem hätte ich es sicher nicht noch ein weiteres Jahr an dieser Schule ausgehalten. Romy, Konrad, Nele und Julian finden sich eher zufällig zu einem gemeinsamen Roadtrip nach Lissabon zusammen. Alle vier haben ihre besonderen Erfahrungen im Gepäck, zum Teil kennen sie sich schon lange. Dennoch hält der Sommer in einem alten goldenen VW-Bus einige Erkenntnisse für sie bereit. Es ist nicht das Cleverste, was ich zu dieser Unterhaltung beisteuern kann, aber ich habe es satt, als Statist dieser Szene stumm zusehen zu müssen. Er blinzelt einen Moment, als ob ihm gerade erst wieder eingefallen ist, dass ich ja auch da bin. Romy, Konrad, Nele und Julian erzählen dir abwechselnd von ihren Gefühlen und Eindrücken. Du erlebst, wie sich die Beziehung zueinander verändert und zum Teil auch, welche Beweggründe zu dieser Reise geführt haben. In diesen Erzählungen bleibt immer ein Teil der Vergangenheit im Dunkeln. Erst nach und nach lernst du die Vier besser kennen, was dieses Buch sehr spannend und unterhaltsam macht. Für mich ist „Morgen irgendwo am Meer“ ein tolles Buch für den Sommer. Ich habe in den Bergen Urlaub gemacht und sofort den Wunsch verspürt, ans Meer zu fahren, da die einzelnen Orte der Reise sehr anschaulich beschrieben sind. Du fühlst dich sehr schnell wie in einem unklimatisierten VW-Bus, aber auch die Atmosphäre atemberaubend schöner Strände, einsamer Campingplätze und des trubeligen Lissabons trägt zu deinem Lesevergnügen bei. Katrin Berszuck, 18 Jahre

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Konrad überredet Romy nach ihrem Abitur zu einem Roadtrip von Stuttgart nach Lissabon. Zwischen den beiden herrschte lange Zeit Funkstille und er möchte, bevor sich ihre Wege nach der Schule trennen, schöne Erinnerungen schaffen, damit sie nicht einfach so auseinandergehen. Die Idee ist spontan, beide haben kein Auto und so erklärt sich Julian, Romys Freund, bereit, zu fahren - auch aus eigenem Interesse, um Romy nicht mit Konrad allein in den Urlaub fahren zu lassen. Julian überrascht die beiden, indem er noch eine Mitfahrerin aus Freiburg abholt, die nach Madrid gelangen möchte. Der Weg über Frankreich und Spanien bis Portugal ist weit, weshalb es genügend Zeit und Gelegenheiten für Reibungspunkte gibt. Julian spürt eine Nähe zwischen Romy und Konrad, die ihm unangenehm ist. Zudem scheint Konrad die Aufmerksamkeit von Romy erregen zu wollen, indem er sich absichtlich in gefährliche Situationen manövriert. Ausgleichendes Element ist Mitfahrerin Nele, die keinen von den dreien kennt und sich wie Romy Sorgen um den verschlossenen, scheinbar lebensmüden Konrad macht. "Morgen irgendwo am Meer" ist alles andere, als eine "Sommer-Sonne-gute-Laune"-Lektüre. Vordergründig ist eine Melancholie, die man von Anbeginn aufgrund der angespannten Stimmung innerhalb de ungleichen Quartetts spürt. Jeder der vier Jugendlichen ist mit etwas belastet und nutzt den Roadtrip um vor der Vergangenheit oder der Gegenwart davonzulaufen. Es ist lange unklar, worin die Konflikte bestehen und warum sich Romy überhaupt auf einen Roadtrip mit zwei Jungen einlässt, bei dem Streit und Eifersucht vorporgrammiert sind. Von Nele weiß man noch weniger. Sie stürzt sich in ihr Hobby, die Fotografie, und wirkt aufgesetzt fröhlich. Der Roman ist abwechselnd aus der Perspektive jedes der Protagonisten geschrieben. Die jeweiligen Abschnitte sind sehr kurz, so dass es gerade zu Beginn nicht leicht fällt, sich in jeden einzelnen Charakter hineinzuversetzen und seine Beweggründe nachzuvollziehen. Der Wechsel erfolgt oft abrupt und lässt den Leser immer wieder rätselnd zurück. Ein schöner Ausgleich ist dagegen die Beschreibung der unterschiedlichen Orte, die die vier besuchen. Vor allem durch Fotografin Nele erhält man einen ganz eigenen Blick auf Landschaften, Orte, Sehenswürdigkeiten und Menschen. Als Leser bekommt man eine bildhafte Vorstellung und fühlt sich, als wäre man selbst mit unterwegs. Der Roman fesselt durch die Geheimnisse, die die Jugendlichen verbergen und die erst im Verlauf der Route nach Lissabon zu tage treten. Auch wird nach und nach klar, was sich jeder einzelne von der Route erhofft hat. Die Reise wird zu einer Form der Therapie. Es ist eine berührende Geschichte über Freundschaft und Trauer, über Träume und Lebensziele. Alle vier machen auf der Reise eine Veränderung durch und profitieren von dem Trip, der zunächst so konfliktgeladen war. Trotz der ernsten Themen und vordergründig schwermütigen Stimmung vermittelt das Buch durch die anschaulich beschriebene Reiseroute eine Urlaubsatmosphäre und macht Lust, diese nicht nur auf der Landkarte nachzuvollziehen.

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Nach dem Abitur beschließen Romy, Konrad, Nele und Julian gemeinsam mit dem Auto von Deutschland nach Lissabon zu fahren. Aber anstatt einer Reise nach Portugal beginnt für jeden der vier eine Reise zu sich selbst. Die ehemaligen Schüler, die teilweise nicht mal befreundet sind, tragen viel Gepäck mit sich, aber nicht nur Sommerkleidung. Aber um sich zu finden, müssen sie eine Menge Kilometer und problematische Situationen überstehen. Das Buch hat mir relativ gut gefallen. Besonders positiv aufgefallen ist mir der ständige Szenenwechsel, der mit einem solchen Roadtrip mit einhergeht und die Städte in Frankreich, Spanien und Portugal, die wunderschön und sommerlich beschrieben wurden. Allerdings kamen mir einige Situationen äußerst überspitzt vor, das war aber im Gesamtbild gar nicht so schlimm. Außerdem behandelt die Story auch einige ernste Themen, die im Kontrast zu der sommerlichen und sorglosen „Post-Abi-Atmosphäre“ standen, aber dennoch trotzdem in die Geschichte gepasst haben.

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Romy, Konrad, Nele und Julian machen einen gemeinsamen Roadtrip nach Lissabon. Allerdings passen die Vier auf den ersten Blick so gar nicht zusammen. Romy und Julian sind ein Paar, Konrad war früher offensichtlich mal mit Romy befreundet, jetzt jedoch nicht mehr so. Dennoch ist er derjenige, der diesen Roadtrip überhaupt in die Wege leitet. Allerdings wollte er nur mit Romy allein und nicht auch noch mit Julian fahren. Doof, dass der aber als Einziges ein eigenes Auto besitzt. Dass Julian Konrad nicht leiden kann, wird sehr schnell klar. Für ordentlich Spannung im Auto ist also ohnehin bereits gesorgt. Das merkt auch die junge Nele, die schließlich dazu steigt. Nele war auf der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit und Julian hat beschlossen, sie mitzunehmen. Zu viert unternehmen sie also eine mehr als emotionale und teilweise auch actionreiche Reise nach Portugal. Dass Adriana Popescu zu einer meiner Lieblingsautorinnen und -autoren gehört, das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Dementsprechend durfte natürlich auch Morgen irgendwo am Meer nicht in meiner Sammlung an Jugendbüchern fehlen! Ich habe mich schon sehr auf den Roman gefreut und wusste von vornherein, dass er mich überzeugen wird. Denn mal ehrlich, Adriana, du hast mich bisher noch nie enttäuscht! » DINGE, DIE MIR GUT GEFALLEN HABEN « + Charakterentwicklung Ich mochte ganz besonders die Entwicklung der einzelnen Charaktere. Vor allem ist mir aufgefallen, wie sehr sich meine Meinungen zu den einzelnen Figuren im Laufe des Romans doch verändert haben. Anfangs war ich eher auf Julians Seite und empfand Konrad ebenso als Störenfried, am Ende war es dann aber doch total andersherum. Sobald ich mehr über die einzelnen Charakter erfuhr, desto mehr beeinflusste das meine Sympathie für sie. Aber das lag nicht an meiner Stimmung, nein, die Figuren machten durchaus eine Wandlung durch – in die gute oder auch die schlechte Richtung. Es muss eben auch Charaktere geben, die man nicht so mag oder mögen soll. Sonst wäre das doch auch langweilig. + wichtige und ernste Themen werden thematisiert Wieder einmal schafft es Adriana Popescu sehr sensibel mit wichtigen und ernsten Themen, wie psychischen Erkrankungen oder auch dem Tod umzugehen. Gerade im Jugendroman gehört, wie ich finde, ein besonderes Fingerspitzengefühl dazu, dass man beim Lesen nicht völlig den Halt verliert oder unglaublich traurig und hilflos zurückgelassen wird. Das ist hier definitiv nicht der Fall. Adriana Popescu besitzt dieses Fingerspitzengefühl und schafft es nicht nur, dass sich ihre Charaktere mit diesen Themen auseinandersetzen, sondern auch der Leser. Jedenfalls ging es mir so. Ich habe auch noch einen Tag danach intensiv über das Buch nachgedacht – und das ist etwas Gutes! Bücher sollen einen zum Nachdenken anregen und beeinflussen können. + leicht erzählt und dabei immer noch sehr sensibel Trotz dass hier einige ernste Themen aufgegriffen werden, lebt der Roman dennoch von seiner Leichtigkeit zwischen den Zeilen. Humor kommt keinesfalls zu kurz und auch das große Nerd-Herz kommt hier total auf seine Kosten. Wie bereits erwähnt, wird sehr sensibel mit diesen Themen umgegangen und es wirkt auch keinesfalls unnatürlich in die Geschichte gezwängt, sondern ergibt am Ende ein rundes Bild. Ein guter Mix aus fröhlicher und trauriger Stimmung. » DINGE, DIE MIR NICHT SO GEFALLEN HABEN « - keine Triggerwarnung Groß zu meckern habe ich tatsächlich nichts. Was ich mir aber doch durchaus gewünscht hätte, wäre eine Triggerwarnung zu Beginn des Romans. Das geht auch nicht in Richtung der Autorin, sondern eher an den Verlag. Romys Krankheit, die Gespräche über Suizid und den Tod sind etwas, worauf einige sehr sensibel reagieren und davon getriggert werden. Daher wäre es gut gewesen, dass am Anfang kurz zu erwähnen. Mich persönlich betrifft dies nicht, doch sicherlich einige andere, die dankbar für einen kurzen Hinweis gewesen wären. » ZUSAMMENFASSUNG « Alles in allem hat mich Morgen irgendwo am Meer sehr überzeugt. Ich wurde von einigen Wendungen sehr überrascht, vor allem aber davon, wie tiefgründig und ernst die Geschichte doch teilweise geworden ist, und sich dann wiederum so leicht und harmonisch anfühlen konnte. Genau das finde ich super. Der Roman gibt einem so ein wenig Sommer-Feeling, aber eben auch nicht zu viel. Es geht um Freundschaft, Liebe, aber auch um den Tod. Vor allem aber geht es darum, zu sich selbst zurückzufinden und das finde ich ganz wunderbar. Wer also etwas lesen möchte, das ein bisschen mehr Tiefgang hat, der wird hier fündig

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Abitur – noch ein ganzer Sommer bevor alle irgendwo ihre Wege gehen. Konrad und Romy haben kaum noch Kontakt. Deshalb möchte er die schöne Zeit, die die beiden zuvor hatten, wieder aufleben lassen. Was ist zwischen ihnen vorgefallen? Mit dabei ist Romys Freund Julian, der wegen seiner Eltern ziemlich unter Druck steht. Kurz vor der deutschen Grenze nimmt die ungewöhnliche Gruppe noch Nele auf, die aus einem ganz bestimmten Grund nach Madrid möchte. Wie so oft lebt Adrianas Geschichte von den tief ausgearbeiteten Protagonisten. Die vier Jugendlichen haben alle unterschiedliche Charaktere und ihre individuellen Probleme. Konrad scheint stets schlecht gelaunt zu sein. Julia fragt sich, was Konrad seiner Freundin Romy bedeutet und ist nebenbei erleichtert für kurze Zeit seinen Eltern, wenn nicht auch Problemen, zu entkommen. Romy sitzt wegen den Jungs nicht nur zwischen den Stühlen, sondern versucht auch ihre Vergangenheit zu verarbeiten. Nele ist mit ihrer fröhlichen und positiven Art oft der Prellbock bei Konflikten, doch auch sie trägt Unsicherheiten mit sich herum. Mit jeden Kilometer lernt man die vier und ihre Geheimnisse immer besser kennen. 》Man gibt nicht auf, nur weil es im Leben kompliziert ist.《 Romy, S. 13 Auch wenn der Roadtrip nicht ganz unbeschwert abläuft, ist die Reise dennoch schön! Die vier Protagonisten bilden den Weg. Sie durchqueren Städte Frankreichs und Spaniens aus ganz persönlichen Gründen. Dort besuchen sie nicht die typischen Sehenswürdigkeiten, sondern solche die ihnen etwas bedeuten. Ein kleines Highlight beim Lesen war für mich, dass man ganz kurz einen bekannten Protagonisten aus einem von Adrianas anderen Büchern trifft! ♥ Die letzten 50 Seiten hatte ich so Herzklopfen! Viele kleine Puzzlestücke rücken an ihren Platz, viele kleine Gespräche verbinden die Charaktere und P kommt ans Licht. Was die Abkürzung bedeutet, werdet ihr dann selbst herausfinden. Seitdem hatte ich nur noch Tränen in den Augen, sodass ich kaum noch die Buchstaben entziffern konnte. Das Ende ist wunderschön! 》Es ist so unendlich anstrengend, normal zu wirken, wenn man die Kontrolle über sich selbst verliert. Ich kämpfe um jedes Lächeln und eine entspannte Sitzhaltung. Vor allem aber kämpfe ich um eine ruhige Atmung..《 Romy, S. 355 Fazit: Ein wunderschönes Buch von Adriana Popescu, wie man es gewohnt ist. Charakterstarke und tief ausgearbeitete Protagonisten, denen alle vier etwas beschäftigt. Ein Roadtrip, bei dem die vier Jugendlichen nicht nur durch Frankreich und Spanien reisen, sondern auch zu sich selbst. Das Ende hat mich sehr berührt – zu Tränen gerührt. Ich liebe diese Geschichte!

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Durch eine Freundin bin ich im letzten Jahr auf „Morgen irgendwo am Meer“ aufmerksam geworden und hatte es mir sofort bestellt. Aber wie das dann manchmal so ist, landen manche Bücher erst einmal auf meinem SUB. Nachdem ich vor Kurzem das Buch „Offline ist es nass, wenn’s regnet“ gelesen habe und mir die Story so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt noch eine Geschichte in diesem Genre lesen und habe mir „Morgen irgendwo am Meer“ endlich geschnappt. In diesem Buch geht es um vier Jugendliche, die nach ihrem Abschluss zu einem Roadtrip in den Süden aufbrechen. Auch wenn dieses Quartett eine eher ungewöhnliche und auch schwierige Konstellation ist, machen sie sich mit dem Auto auf den Weg nach Portugal. Mit im Gepäck sind neben dem Schlafsack, ein paar Euro und jede Menge persönliche Probleme. Romy, Julian, Konrad und Nele steigen aus ganz unterschiedlichen Gründen in dieses Auto, denn diese Reise soll für alle ein Neuanfang werden. Ein Abschließen von Selbstzweifeln, Zukunftsängsten und Schuldgefühlen. Fazit Als allererstes möchte ich den Schreibstil des Buches loben. Adriana Popescu lässt uns an der Gefühlswelt der vier teilhaben, indem sie in kurzen Kapiteln immer wieder die Perspektiven ändert. So rückt nicht nur eine Figur in den Vordergrund, sondern alle vier haben ihren Raum, uns an ihrem Leben teil zu haben. Es ist ein schön flüssiger Schreibstil, sodass man gut durch die Seiten fliegen kann. Als zweites ist das Setting traumhaft, die Protagonisten authentisch umschrieben und man konnte direkt in der Geschichte versinken. Zu guter Letzt muss ich aber anmerken, dass es mir an manchen Stellen zu langgezogen war und denke, dass man so manchen Zweifel auch hätte abkürzen können. Insgesamt ist es eine tolle Geschichte für jung und alt, die das Fernweh ein wenig lindert. 4 von 5 Sternen

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Meine Meinung zum Buch Gestaltung: Dass Adriana Popescu sehr berührend und lebensbejahend schreibt, hatte ich schon durch "Mein Sommer auf dem Mond" bemerkt. So war für mich schon beim Lesen dessen klar, dass ich weitere Werke von ihr lesen werde. "Morgen irgendwo am Meer" ist eines dieser Bücher, bei denen ich bereits beim Klappentext wusste, dass sich hier eine ganz wunderbare Geschichte verbirgt. Und so war es auch! Bereits die Grundidee sprach mich direkt an, so dass ich unmittelbar nach dem Eintreffen mit diesem Buch beginnen musste. Optisch ist dieses Buch eher schlicht gehalten, und wäre mir in der Menge vermutlich nicht gleich aufgefallen. Was unglaublich schade gewesen wäre, weil mir dadurch eine wunderbare Geschichte entgangen wäre. Einstieg: Wie schon bei den "Astronauten" schuf die Autorin auch hier bereits von Beginn an eine Atmosphäre, in der ich mich augenblicklich wohlfühlte. Durch die Leichtigkeit und den unterschwelligen Humor erweckt es immer wieder ein Gefühl, als würde ich von einer langen Reise nach Hause kommen. Und diesen Flair schuf Adriana Popescu auch hier wieder. Sie schlägt sich dabei nicht mit Prologen herum, was zu dieser Geschichte vermutlich auch nicht gepasst hätte, sondern beginnt unmittelbar mit der eigentlichen Geschichte. Dabei steht zu Beginn die Frage im Raum, was nun nach der Schulzeit passiert. Ebenso verspürte ich genau wie auch die Protagonisten, Reisefieber und wollte direkt meine Sachen packen, um mit Julian, Konrad, Nele und Romy nach Lissabon zu reisen. Charaktere: Zunächst schreckte es mich ein wenig ab, dass die Geschichte nicht nur aus einer, sondern gleich aus vier Perspektiven erzählt wird. Durch den personalen Ich-Erzähler, der sich durch alle vier Erzählsichten zieht, war es für mich gerade zu Beginn etwas verwirrend, was vermutlich auch den recht kurzen Kapiteln geschuldet war. Zum Glück waren diese Sorgen schon bald wie weggeblasen, denn je weiter ich voranschritt, umso gelungener empfand ich die Erzählweisen. Aufgrund der Anzahl der Protagonisten, ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass man den einen mehr mag als den anderen, dennoch sind alle Figuren unglaublich facettenreich und mit ganz viel Liebe gezeichnet. So schloss ich Konrad, Romy, Nele und selbst Julian absolut in mein Herz ein. Trotz oder gerade weil diese vier Figuren von Grund auf verschieden sind, haucht Adriana Popecsu ihnen so viel Leben ein, dass ich sie nur schweren Herzens ziehen lassen konnte. Durch den Ich-Erzähler tauchte ich in die Gefühls- und Gedankenwelt der einzelnen Figuren ein, und konnte ihr Handeln sehr gut nachvollziehen. Es wäre kein Popescu-Buch, wenn nicht der ein oder andere Protagonist ein kleines Päckchen zu tragen hätte. Und dafür ziehe ich meinen imaginären Hut, denn all dies ist der Autorin wirklich sehr gut gelungen. Da mein eigenes Ende der Schulzeit noch gar nicht mal so lange her ist, hatte ich von Anfang an eine ganz besondere Verbindung zu den einzelnen Figuren. Wie auch ihnen quälte mich die Frage, wie es für mich weiter gehen soll. Kein Wunder also, dass ich mich so gut in die Figuren hineinversetzen konnte. Handlung: Die Schulzeit ist vorbei, und nun? Mit dieser Frage beschäftigen sich nicht nur Konrad, Romy, Nele und Julian, sondern bei mir ist es selber nicht so lange her, als mir diese Frage durch den Kopf geisterte. Das war vermutlich der Grund, warum ich von Beginn an eine ganz besondere Beziehung zu diesem Buch hatte. Adriana Popescu thematisiert dabei hervorragend den Unmut und auch die Ungewissheit, was nun nach der Schulzeit kommen soll, dabei vergisst sie aber keineswegs Themen wie Freundschaft, Träume und Wünsche und die erste große Liebe. Diese Mischung gefiel mir wahnsinnig gut. Verpackt in einem Roadtrip gleicht das gesamte Buch einer Reise. Zu Beginn ist man noch aufgeregt, und ist in Aufbruchstimmung, dann kommen Zweifel, ob das denn das richtige sei, schließlich sammelt man unvergessliche Momente und will am liebsten die Zeit stehen lassen. Ich hatte während des Lesen nie das Gefühl es sei nur ein Buch, sondern ich war mitten drin. Ich kam mir vor wie der fünfte Passagier und erlebte das Abenteuer namens Leben hautnah mit. Zudem vergisst die Autorin auch sehr sensible Themen nicht, was dem gesamten Buch irgendwie noch das gewisse Etwas verlieh. Ich will jetzt auch gar nicht weiter drauf eingehen, welche Themen sie hier aufgreift, denn das muss man schon selber erleben. Nur so viel sei verraten: es ist so voller Gefühl, dass ich mit den Figuren mitgefiebert habe, mich mit ihnen gefreut habe, aber auch um sie bangen musste und doch ab und an mal eine Träne vergießen musste. Schreibstil: Adriana Popescu schreibt wie gewohnt locker und angenehm, so dass die Seiten nur so flogen. Durch die relativ kurzen Kapitel, die irgendwie immer spannend endeten, entstand ein regelrechter Lesesog, dem ich absolut nicht entkommen konnte und wollte. Der unterschwellige Humor von Adriana Popescu, zauberte mir nicht nur hin und wieder ein Schmunzeln auf die Lippen, sondern lockerte die mitunter teils melancholische Stimmung immer wieder hervorragend auf. Ganz besonders gefiel mir, wie die Autorin mit diversen Themen umgeht, dabei war es zu keinen Zeitpunkt zu viel, sondern einfach passend. Es ist ein Roadtrip, der so voller Gefühl und so lebensbejahend ist, dass ich das Buch einfach nicht zur Seite legen wollte. Tatsächlich erst, als ich es beendete. Wie ich es bereits kannte, sind auch hier wieder ganz besonders schöne Botschaften versteckt, die nicht nur zum Nachdenken anregen, sondern auch lebensbejahend sind. Mein Urteil "Morgen irgendwo am Meer" ist wieder einmal ein absolut typisches Adriana Popescu Buch. Ein unglaublich berührender Roadtrip, der die Reiselust direkt entfacht. Es ist eine Geschichte über tiefe Verbundenheit, über Träume und Wünsche die erfüllt werden wollen, und über die Ungewissheit bzw. auch die Angst, wenn die Schulzeit plötzlich vorbei ist und der Ernst des Lebens an der Tür klopft. Der unterschwellige Humor und die damit einhergehende Leichtigkeit, machten dieses Buch wieder einmal zu einem absoluten Lesegenuss, dabei vergisst die Autoren aber keineswegs sensible Themen. Berührend, gefühlvoll und absolut von Liebe gezeichnete Figuren, was will man mehr? Ich vergebe 5 von 5 Welten.

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Warum wollte ich dieses Buch lesen? Locker flockige, doch aber bewegende Bücher. Das ist der Leser von Adriana Popescus Büchern schon gewohnt. Immer einen tieferen Sinn, Probleme in der Welt der Heranwachsenden ansprechend. Wie immer war ich da auch auf dieses Buch gespannt. Mein Fazit: Den Tod des besten Freundes oder des festen Freundes zu verarbeiten oder mitzuerleben ist glaube ich für niemanden wünschenswert und für alle, die das nicht selbst durchmachen auch nicht wirklich „verständlich“ – wobei man hier eher sagen muss, man kann es nicht nachvollziehen. Den Tod eines geliebten Menschen verarbeitet jeder anders, so auch die beiden Freunde – oder eben nicht mehr – Romy und Konrad. Beide haben den gleichen Menschen verloren, doch könnte ihr Umgang damit nicht unterschiedlicher sein. Sie haben nicht nur ihren Freund, sondern beide in unterschiedlicher Weise auch sich verloren. Der Trip ans Meer sollte ihm gewidmet sein, doch irgendwie geht es total daneben und es zerbricht mehr, als dass es hilft. Was jedoch die größte und meiner Meinung nach wichtigste Message ist: Man kann nie wissen, was hinter einem Menschen steht, welche Geschichte, welches Schicksal. So sollte man nie vorher urteilen, bevor man dies nicht kennt und nicht in seinen Schuhen einen Teil des Weges mitgelaufen ist. Leider war mir die Geschichte an mancher Stelle etwas zu überzogen (selten, aber dennoch da), sodass ich nur vier Sterne vergebe,

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