Leserstimmen zu
Im Wald der Lügen

Cynthia Swanson

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Als ich anfing "Im Wald der Lügen" zu lesen, hat es eine Weile gedauert, bis ich mich in die Charaktere hineinversetzen konnte. Einerseits gefiel mir, wie Cynthia Swanson zwischen den verschiedenen Perspektiven von Silja, Angie und Ruby hin und her springt, so dass man die Geschichte aus vielerlei Sicht nach und nach erfahren und entschlüsseln kann. Andererseits jedoch springt sie nicht nur in den Sichtweisen hin und her, sondern auch in verschiedenen Zeiten. Was ich jedoch am verwirrendsten fand – und zunächst auch absolut nicht nachvollziehen konnte – ist, dass bei Ruby und Silja aus der 3. Person berichtet wird und bei Angie aus der 1. Person. Letztlich wird klar, dass man als Leser mehr aus Angies Sicht entschlüsseln und mitraten soll. Zudem scheint Ruby sehr distanziert, was natürlich durch die Erzählperspektive nur noch verstärkt wird. Mit Ruby bin ich auch bis zum Ende nicht warm geworden. Zum Inhalt ist zu sagen, dass sich nach und nach immer mehr Einzelheiten zusammensetzen, einfach weil Kleinigkeiten erwähnt oder entdeckt werden oder Außenstehende in gewisser Weise auf die Protagonisten reagieren. Teilweise lassen sich Zusammenhänge schon im Voraus erraten. Dennoch nicht uninteressant ist, wie sich die ganzen Verbindungen, die zum Tod von Paul und den Ereignissen mit Silja führen, letztlich entpuppen. Der Plot ist eher ein Familiendrama als ein Krimi, wie man zunächst meinen könnte. Alles in allem waren es mir dann doch zu viele Dramen in einer Familie und besonders Ruby schien mir als Figur wenig realitätsnah. Trotzdem ist das Buch es wert, gelesen zu werden, und es lohnt sich für alle, die gerne miträtseln.

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Gute Einblicke in die USA der 60er Jahre

Von: Barrayar

24.11.2019

„Im Wald der Lügen“ ist ein sich zunehmend entwickelnder Roman, der in den 60ern in Zeiten der Bürgerrechtsbewegung in den USA angesiedelt ist. Ausgehend von der jungen Ehefrau Angie, welche mit ihrem Mann Paul zu seiner Nichte Ruby mitreist, nachdem Pauls Bruder tot im Wald aufgefunden wurde und dessen Ehefrau verschwunden ist, entspannt sich eine sehr gut erzählte Geschichte. Über Rückblicke werden Zusammenhänge immer deutlicher, die beschriebenen Verstrickungen der Protagonisten lassen Vermutungen zu, der Spannungsbogen steigt, die Auflösung erfolgt spät und in einem netten Erzähltonus. Die Handlung wird getragen durch die Erzählung von Angie, der Nichte Ruby und den vergangenen Erlebnissen von Silja, der verschwundenen Schwägerin. Ein sehr lesenswertes Buch mit deutlichen Eindrücken auch zu den in den 60ern üblichen Themen Rassenhass, Frauendiskriminierung und Gewalt in Familien, in deren Kontext der Roman eingebettet ist.

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Spannung?

Von: Sandra

11.11.2019

Das Buch ist einfach geschrieben und nett gegliedert. Bis kurz vor Schluss ist das Ende nicht wirklich absehbar. Trotzdem hat mir der 'Kick' gefehlt. Es gibt für mich keinen echten Höhepunkt.

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Ein wahnsinnig spannend geschriebenes Buch, sodass ich es einfach nicht zur Seite legen konnte... Die Erzählung hat mich von Anfang an total gefesselt. Man hat viele Vermutungen, was gewesen sein könnte, aber die richtige war bei mir absolut nicht dabei.

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Familientragödie

Von: L.

28.10.2019

Die Geschichte ist gut aufgebaut und erzeugt durch die unterschwellige Spannung etwas Bedrohliches. Allerdings ist der Roman nicht so mitreißend, dass man ihn nicht aus der Hand legen kann. Durch die Sprünge in die Vergangenheit lernt man die Charaktere und ihre Beweggründe besser kennen und versteht ihre Handlungsweise in der Gegenwart. Eine tragische Familiengeschichte ... nicht umwerfend, aber lesenswert.

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Inhaltsangabe: Wisconsin, USA 1960. Angie führt eine glückliche Ehe mit Paul Glass. Doch ein einziger Anruf zerstört ihre heile Welt. Pauls Bruder Henry wurde tot im Wald aufgefunden, seine Frau Silja ist spurlos verschwunden. Sofort reisen Angie und Paul in das Haus am Waldrand, um ihrer Nichte Ruby beizustehen. Aber die Siebzehnjährige wirkt seltsam gefasst. Was geschah hinter der Fassade der glücklichen Familie? Trauert tatsächlich jeder um den toten Henry? Und kann Angie ihrem Mann vertrauen? Die Frauen der Familie Glass sind von dunklen Geheimnissen umgeben... Es geht hier um eine tragische Familiengeschichte, die nur so vor Geheimnissen und Lügen strotzt. Die Geschichte ist aus zwei verschiedenen Ich-Perspektiven erzählt. Und zwar von Angie und Ruby. Die Geschichte wird in Rückblenden und in der Gegenwart erzählt. Das Buch an sich ist gut geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig und verständlich. Es hat nur sehr viele Längen und es dauert eine Weile, bis das Buch wirklich spannend wird. Wenn es dann aber richtig losgeht, dann ist man wirklich drinnen und es liest sich besser. Ich kann das Buch trotz kleiner Längen nur weiterempfehlen. Es lohnt sich, es zu lesen. Ich habe es nicht bereut.

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Eine abwechslungsreiche Geschichte aus der Sicht dreier Personen – in Vergangenheit und Gegenwart. Drei Frauen, drei Leben. Drei Mal eine andere Welt. Ruby, die Nichte von Angie und Paul ruft an und teilt mit, dass ihr Vater Henry tot aufgefunden wurde. Was war geschehen? War es Selbstmord? Angie und Paul machen sich auf den Weg, um ihrer Nichte beizustehen. Als sie vor Ort sind, scheint einiges sonderbar ... Die Geschichte ist manchmal etwas langatmig geschrieben, aber trotzdem interessant. Auch der zeitgeschichtliche Hintergrund ist noch mal aufschlussreich – es gibt doch so viele Faktoren, die das Leben beeinflussen. Damals und heute und sicher auch in der Zukunft.

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Leider nicht wie erwartet

Von: Salmian

27.10.2019

Allein das Cover hat mich wirklich sehr angesprochen. Es wirkt angenehm düster und geheimnisvoll und auch die Farbkombination gefällt mir sehr gut. Der Titel passt wunderbar zum Klappentext und auch zum Inhalt des Buches. Leider hat mir der Inhalt aber einfach nicht zugesagt. Durch Cover und Klappentext ("Die Frauen der Familie Glass sind von dunklen Geheimnissen umgeben.") ging ich von einem Thriller aus, der einige, sehr überraschende Geheimnisse lüftet. Bekommen habe ich aber leider eher ein Familiendrama, welches an Thrillerelementen komplett gescheitert ist. Ein Spannungsbogen war einfach nicht vorhanden, ich konnte das Buch jederzeit mühelos aus der Hand legen und der Fortgang der Geschichte hat mich zudem nicht sonderlich interessiert. Hätte ich das Buch während des Lesens verloren, hätte ich die Geschichte ohne Probleme vergessen können. Zudem haben mir die Erzählperspektiven nicht allesamt zugesagt. Die Vergangenheit von Silja im Präteritum fand ich eigentlich ganz in Ordnung und auch noch relativ interessant, auch die Erzählweise aus Sicht von Angie war gut, wobei ich sie leider aufgrund ihrer extremen Religiösität und Naivität absolut unsympathisch fand. Dass Rubys Geschichte allerdings in Präsens, aber gleichzeitig nicht in der Ich-Perspektive geschrieben wurde, fand ich wirklich unfassbar anstrengend zu lesen, die Ich-Perspektive oder Präteritum wären deutlich schöner lesbar gewesen. Auch, dass Angies Strang in Präteritum und Rubys Strang in Präsens geschrieben wurde, mochte ich nicht. Ruby war mir ebenfalls nicht sympathisch, aber immerhin noch sympathischer als Angie. Die Aufdeckung der Geheimnisse war leider auch mehr als enttäuschend und es hat sich definitiv nicht gelohnt, das Buch zu lesen.

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