Leserstimmen zu
Im Wald der Lügen

Cynthia Swanson

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Familientragödie

Von: L.

28.10.2019

Die Geschichte ist gut aufgebaut und erzeugt durch die unterschwellige Spannung etwas Bedrohliches. Allerdings ist der Roman nicht so mitreißend, dass man ihn nicht aus der Hand legen kann. Durch die Sprünge in die Vergangenheit lernt man die Charaktere und ihre Beweggründe besser kennen und versteht ihre Handlungsweise in der Gegenwart. Eine tragische Familiengeschichte ... nicht umwerfend, aber lesenswert.

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Inhaltsangabe: Wisconsin, USA 1960. Angie führt eine glückliche Ehe mit Paul Glass. Doch ein einziger Anruf zerstört ihre heile Welt. Pauls Bruder Henry wurde tot im Wald aufgefunden, seine Frau Silja ist spurlos verschwunden. Sofort reisen Angie und Paul in das Haus am Waldrand, um ihrer Nichte Ruby beizustehen. Aber die Siebzehnjährige wirkt seltsam gefasst. Was geschah hinter der Fassade der glücklichen Familie? Trauert tatsächlich jeder um den toten Henry? Und kann Angie ihrem Mann vertrauen? Die Frauen der Familie Glass sind von dunklen Geheimnissen umgeben... Es geht hier um eine tragische Familiengeschichte, die nur so vor Geheimnissen und Lügen strotzt. Die Geschichte ist aus zwei verschiedenen Ich-Perspektiven erzählt. Und zwar von Angie und Ruby. Die Geschichte wird in Rückblenden und in der Gegenwart erzählt. Das Buch an sich ist gut geschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig und verständlich. Es hat nur sehr viele Längen und es dauert eine Weile, bis das Buch wirklich spannend wird. Wenn es dann aber richtig losgeht, dann ist man wirklich drinnen und es liest sich besser. Ich kann das Buch trotz kleiner Längen nur weiterempfehlen. Es lohnt sich, es zu lesen. Ich habe es nicht bereut.

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Von allem etwas

Von: VMM

27.10.2019

Familiengeheimnisse, Mord(?), Liebesgeschichten, Rückblicke in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, Spannungen ... Vom Buch "Im Wald der Lügen" von Cynthia Swanson hatte ich auf der ersten Blick nicht alles davon erwartet und war nach den ersten Kapiteln gespannt, wie die Autorin all die Elemente jonglieren kann. Überraschenderweise gelang es ihr sehr gut und mir wurde es nicht zu viel beim Lesen, auch wenn in der Perspektive und der Zeit öfters gesprungen wird. Die Spannung, aber auch die Frustration mit den Männern der Geschichte steigt mit jedem Kapitel. Empfehlenswert!

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Wenn man den Roman beginnt, denkt man nicht, dass er eine so überrraschende und dramatische Wendung nehmen könnte. Alles beginnt mit dem Anruf der Tochter Ruby bei ihrer angeheirateten Tante Angie, bei dem sie dieser mitteilt, dass ihre Mutter verschwunden ist und ihr Vater sich das Leben mitgenommen hat. Damit nimmt die Geschichte ihren Lauf... Der Roman wird aus der Perspektive von 3 Frauen erzählt, deren Schicksale in dieser Geschichte verwoben sind. Es handelt sich um die verschwundene Mutter Silja, die Tochter Ruby und die zu Beginn naive Tante Angie. Im Verlauf der Geschichte stellt sich auf unterschiedliche Weise die Stärke der jungen Frauen heraus, aber dabei auch die Abhängigkeit von Frauen in den 50er/60er Jahren von ihren Männern. Starke Frauen, deren Schicksale von ihren Männern bestimmt werden sollen, die sich dessen aber zur Wehr setzen. Und all dies geschieht in einem spannenden Umfeld um (falsche) Liebe, Hass, Abhängigkeit bis hin zum Tod. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Der Schreibstil ist sehr ansprechend. Durch den ständigen Wechsel der Erzählperspektiven und -zeiten baut sich die Geschichte langsam aber stetig spannend bis zu ihrem Höhepunkt auf.

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Das Buch spielt in den 60ern in den USA. Angie führt eine glückliche Ehe mit Paul Glass. Doch dann kommt unvermittelt ein Anruf, dass Pauls Bruder Henry tot im Wald gefunden wurde. Silja, die Frau von Henry, ist nicht auffindbar ... Sofort machen sich Angie und ihr Mann Paul auf den Weg, um ihre Nichte Ruby zu unterstützen. Was geschah wirklich? Und welche Geheimnisse kommen von allen ans Licht? Wem kann man noch vertrauen? Diese spannenden Fragen bleiben bis zum Schluss. Man vermutet erst einen Krimi hinter der Handlung, aber immer mehr ist der Fokus auf der Familie.... Hätte spannender geschrieben sein können, aber man bleibt dran und will wissen, ob seine Vermutung stimmt :)

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Zwei glückliche Familien, alles scheint perfekt. Bis einer der Ehemänner stirbt... Als ich das Buch anfing zu lesen, war ich sehr neugierig, denn ich fand den Titel toll. Wobei es in meinen Augen nicht zu einem Roman gepasst hat. Den Anfang fand ich etwas schleppend und überlegte mir sogar, ob ich das Buch wirklich weiterlesen möchte. Auch fand ich immer noch nichts "Romantisches" daran. Der Schreibstil selbst war gut leserlich und verständlich, aber die Geschichte fesselte mich nicht. Erst bei der Hälfte des Buches fing es an spannend zu werden und ab da wollte ich auch unbedingt wissen, wie es weitergeht, und vor allem, wie es enden wird. Die zweite Hälfte des Buches war wirklich toll und reißt es so richtig raus. Vor allem mit dem Ende hätte ich niemals gerechnet. Aber auch sonst wäre ich nicht auf das Geheimnis gekommen. Ich bin immer noch der Meinung, dass es nicht in die Kategorie "Roman" passt, aber es ist definitiv empfehlenswert.

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Der Roman „Im Wald der Lügen“ erzählt die unheilvolle Geschichte einer Familie über einen Zeitraum von 20 Jahren (1942 bis 1962). Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der drei weiblichen Hauptpersonen, denen jeweils abwechselnde Kapitel gewidmet sind, die sich in ihrer Form unterscheiden. Angie: (1.Person Präteritum) Mit ihr beginnt und endet die Geschichte. Sie ist die Erzählerin, die Beobachterin, aber auch immer mehr selbst verstrickt. Zu Beginn des Romans wäre ihr Baby fast ertrunken und mir blieb lange unklar, was es mit dieser Szene auf sich hatte. Mit dem geretteten Kind zu Hause angekommen, nimmt sie einen Anruf der 17-jährigen Nichte ihres Mannes entgegen, die mitteilt, ihr Vater (Henry) sei tot und ihre Mutter(Silja) sei verschwunden. Angie überbringt die Nachricht ihrem Mann Paul und setzt durch, ihn zu seiner weit entfernt lebenden Nichte zu begleiten. Dort versucht sie, für Paul und Ruby da zu sein und muss immer mehr erleben, wie ihre bis dahin heile Welt bröckelt und sie am Schluss selbst in Gefahr ist. Ruby: Die Kapitel sind in der dritten Person Präsens verfasst, allerdings ist es so, dass man hier ausschließlich etwas über Ruby und ihre Gedankenwelt erfährt bzw. Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrer Sicht geschildert sind. Ruby ist ein verschlossenes, etwas seltsames Mädchen und lange Zeit weiß der Leser nicht so recht, was er von ihr zu halten hat. Sie hasst das luxuriöse Haus, das ihre Mutter gewollt hat und hat den angrenzenden Wald als Rückzugsort gewählt. Ein Mann (Shepherd) spielt in ihrem Leben eine Rolle, aber fast bis zum Schluss wissen wir nicht, welche. Silja: In den Kapiteln über Silja (3. Person Präteritum) erfahren wir beginnend mit dem Jahr 1942, dem Jahr, in dem sie Henry kennengelernt hat, die Geschichte von Silja und ihrer problematischen Ehe mit Henry. Die Jahreszahlen über den Kapiteln erleichtern die Orientierung. Silja leidet unter der unglücklichen Ehe mit Henry, der verletzt und traumatisiert aus dem Krieg heimgekehrt war. Wir erfahren, wie sie ihr Leben neben ihrem Mann gestaltet und etliche positive und negative Wendungen erlebt. Das Buch ist gespickt mit Metaphern und Symbolen, deren Bedeutung überwiegend erst am Ende des Buches klar wird. Die Stadt, in der Henry, Silja und Ruby zu Hause sind/waren heißt Stonekill. Shepherd, ein Hütehund, Beschützer? Der Name Ruby, der rote Edelstein. Nicht zuletzt das Symbol des Waldes, der Teil des Titels ist. Beurteilung: Das Buch gibt immer wieder Rätsel auf und hält Überraschungen bereit. Durch das Buch begleiten den Leser viele Fragen, wie „Wer hat Henry getötet?“, „Welche Rolle spielt Shepherd?“, „Was steht in dem Zeitungsartikel, den Angie nicht lesen soll?“ So wird die Neugier wachgehalten. Im letzten Drittel erfährt der Leser häppchenweise die Lösung der Rätsel und es kommen neue Überraschungen hinzu. Treffend dargestellt sind die Besonderheiten des Lebens in den 40er und 50er Jahren. Was mir allerdings schwer fiel, war, emotional in das Buch einzutauchen. Ich hätte mir gewünscht, mehr von den Gefühlen der Personen spüren zu können. Vieles ist meiner Meinung nach in einem distanzierten Ton geschrieben, wobei ich mir nicht darüber im Klaren bin, ob das Absicht ist. Durch die vielen Rätsel und Überraschungen, die der Roman bereithält, hatte ich dennoch Freude am Lesen.

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Door County, Wisconsin 1960 – die frisch verheiratete Angie Glass geht ihrem alltäglichem Leben mit ihrem entzückenden Sohn nach – die Illusion scheint perfekt. Bis zu dem Anruf ihrer Nichte Ruby, der alles verändern sollte: Pauls Bruder Henry wurde tot aufgefunden und ihre Schwägerin Sylvia scheint wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Die Autorin Cynthia Swanson zeichnet ein dramatisches Bild zweier scheinbar glücklicher Familien, deren Schicksal sich durch ein Ereignis radikal wendet. Das Buch erzählt die Geschichte von Angie, Sylvia und Ruby – Frauen, die auf den ersten Blick scheinbar nichts gemeinsam haben und die doch auf eine einzigartige Weise verbunden sind. Durch die individuellen Sichtweisen der Frauen schafft es die Autorin eine Spannung aufzubauen, die mich als Leser nach und nach komplett in den Bann gezogen hat, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil wirkt absolut gelungen und übermittelt eine unfassbare emotionale Nähe zu den Figuren. Auch wenn die Geschichte scheinbar harmlos beginnt, bringt der Handlungsverlauf nach und nach immer mehr dunkle Geheimnisse ans Licht – Geheimnisse, die für mich als Leserin absolut nicht vorhersehbar waren – und endet mit einer schockierenden und überraschenden Wendung. "Wald der Lügen" ist ein absolut lesenswertes Buch – obwohl es unscheinbar wirkt, enthält es doch eine emotional packende und extrem spannende, dunkle Familiengeschichte.

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