Leserstimmen zu
Suche mich nicht

Harlan Coben

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Die Greenes sind eigentlich eine ganz normale Familie, Simon und seine Frau haben gute Jobs, es geht ihnen finanziell gut, die beiden älteren Kinder gehen aufs College, die jüngste in die Highschool. Aber dann gerät Paige, die älteste Tochter, auf die schiefe Bahn und nach mehreren Vorfällen aufgrund ihrer Drogensucht, verschwindet sich spurlos. Doch Simon kann sie nicht aufgeben und sucht heimlich nach ihr, obwohl er seiner Frau versprochen hat, es nicht zu tun. Als er Paige schließlich findet, erkennt er sie kaum wieder, sie ist völlig abgemagert und will nichts mit ihm zu tun haben. Es kommt zu einem unschönen Zwischenfall, aber Simon gibt trotzdem nicht auf. Was die Familie Greene hier durchmacht, ist sicher einer der größten Albträume überhaupt. Alleine, dass ein Kind in die Drogensucht abrutscht, ist schon schlimm genug. Aber durch gewisse Umstände zieht das Drama hier noch weitere Kreise. In erster Linie wird das Ganze aus der Sicht von Simon erzählt. Dann gibt es aber noch den Part von Elena Ramirez, einer Privatdetektivin, sowie des Profikillers Ash. Anfangs fragt man sich, wie das alles zusammenhängt, aber nach und nach werden die Handlungsfäden dann zusammengeführt und Stück für Stück setzt sich das Puzzle zusammen. So wie man es auch von Harlan Coben gewohnt ist. Die Spannung steigert sich zwischendurch immer mal wieder und es gibt auch ein paar witzige und emotionale Momente. Allerdings hatte das Ganze für mich auch ein paar Längen, deswegen gibt es nur vier Fledermäuse. Fazit: Ein routiniert geschriebener Krimi, der mich auf alle Fälle gut unterhalten hat.

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Im Bereich der Literatur ist Harlan Caben für mich in etwa das, was ein entfernter Bekannter im „echten Leben“ wäre: Man sieht sich gelegentlich alle paar Jahre mal mehr oder zufällig wieder, findet sich vielleicht sogar sympathisch, aber so eine richtig intensive Beziehung wird halt nicht daraus. Ähnlich geht es mir eben mit seinen Büchern. Trotz der vergleichsweise hohen Frequenz, mit der der Autor in den letzten Jahren seine Bücher veröffentlichte, bestand meine letzte Begegnung mit seinen Werken in „Kein Friede den Toten“ im Jahr 2015, die Lektüre von Büchern wie „Kein Sterbenswort“ oder „Das Grab im Wald“ liegt teilweise noch erheblich länger zurück. Und immer, wenn ich ein weiteres Buch des Amerikaners lese, weiß ich auch wieder, warum ich oftmals längere Pausen zwischen seinen Büchern brauche – und warum sie mir trotzdem weitgehend gefallen. Der Hauptgrund, Cohen-Thriller zu lesen, ist sicherlich nicht im Bereich hochkomplexer Charaktere oder eines ausgefeilten, geschliffenen Stils zu suchen, viel mehr ist der Autor, wie nur wenige andere, in der Lage, sich Plots auszudenken, die spannend und in sich stimmig sind, einer Prüfung auf Logiklöcher weitgehend standhalten und die eine oder andere Wendung beinhalten. Und bei „Suche mich nicht“ ist das auch nicht anders. Man mag vielleicht behaupten, dass der Verlauf der Handlung ab einem gewissen Punkt vorausschaubar wird, und diese Behauptung wäre sicherlich nicht falsch, Spaß macht die Geschichte bis zu und ab diesem Punkt aber dennoch. Darüber hinaus behandelt der Autor in seinem Thriller ein Thema, das zwar nicht völlig innovativ, in der letzten Zeit aber vergleichsweise selten genutzt wurde. Zumindest in meiner Wahrnehmung. Schade, dass ich dazu nichts Näheres sagen kann … ;-) Dagegen fällt das Buch in stilistischer Hinsicht leicht ab, ohne aber schlecht geschrieben zu sein. Im Gegenteil, der eine oder andere erzählerische Kniff gefiel mir sogar recht gut. Coben lässt die Handlung von einem allwissenden Erzähler aus der Sicht von Simon erzählen. Sehr sympathisch war, dass dieser Erzähler immer wieder mal mit einzelnen Sätzen die vierte Wand durchbricht, durch sinngemäße Einleitung wie „Nur zu Ihrer Information (…)“ oder Sätze wie „Schütteln Sie ruhig darüber verständnislos den Kopf.“ (S. 55) Insgesamt aber führt das aber wiederum zu einem eher saloppen Ton, den ich auch aus früheren Coben-Büchern schon kenne und der mir da schon nicht wirklich gut gefallen hat. Ebenfalls in früheren Büchern des Schriftstellers habe ich seine Charaktere gelegentlich kritisiert. Dabei zeigt er eigentlich beispielsweise mit den Protagonisten aus „Kein Friede den Toten“, dass er imstande ist, überzeugende, sympathische Hauptfiguren zu erschaffen. Schade nur, dass es ihm im vorliegenden Fall irgendwie nicht gelungen ist. Was mir regelmäßig wieder sauer aufstößt, ist, dass die Charaktere seiner Thriller immer irgendwie aus der gutsituierten „upper class“ zu kommen scheinen, also viel Geld besitzen und auch sonst eigentlich nicht klagen können. Grundsätzlich ist dagegen nicht viel einzuwenden, ich persönlich empfinde das aber eher als ermüdend. Auch im vorliegenden Fall haben wir zwei Hauptpersonen – Simon und seine Frau – die gutsituiert sind. Er ist Anlageberater – und zwar einer von der sehr aufopfernden Sorte, der sogar zu alten Damen zum Tee nach Hause fährt, um sich ihre Sorgen anzuhören usw., sie wiederum ist – natürlich – Ärztin ( die Rolle einer Anwältin war im Buch schon besetzt), umwerfend schön und hat früher mal gemodelt. Damit will Coben vielleicht verdeutlichen, dass schlimme Dinge auch Menschen passieren können, die ansonsten bar jeder Sorge sind, aber auch hier gilt: Ich empfinde das eher als ermüdend. Und übrigens für die Wirkung des Buches auch als hinderlich. Es mag eine persönliche Sache sein, aber ich nehme am Schicksal solcher Schickeria-Yuppie-Vernissage-Typen immer wesentlich weniger Anteil als an Figuren, die etwas bodenständiger sind. Für die Zukunft würde ich mir etwas „normalere“, geerdetere Figuren wünschen. Anhand zweier Nebenfiguren – der erwähnten Anwältin und der ebenfalls erwähnten alten Dame mit dem Tee – die zwar im Grunde genommen beide hauchzart überzeichnet sind, was mir aber egal war, merkt man aber auch bei „Suche mich nicht“, dass Coben eigentlich Charaktere kann. Nur leider verschwinden beide nach relativ kurzer Zeit im Orkus des Vergessens und spielen für den weiteren Fortgang der Geschichte keine Rolle mehr. Schade! Kurz: Wer mal wieder einen abwechslungsreichen Thriller mit vergleichsweise selten genutztem Thema lesen möchte, sich an blassen Charakteren und einem eher umgangssprachlichen Stil nicht stört, der liegt bei „Suche mich nicht“ absolut richtig. Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann Verlag für die freundliche Übersendung des Rezensionsexemplars

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Meinung: Ich muss sagen, dass ich bis vor diesem Thriller den Autor Harlan Coben noch nie bewusst wahrgenommen und auch noch kein Buch von ihm gelesen habe, obwohl er ja doch schon einige geschrieben hat. Aber „Suche mich nicht“ hat mich sofort angesprochen und ich war gespannt, wie sich die Geschichte entwickeln würde. Dabei muss ich zugeben, dass ich mit dem Einstieg gar nicht so gut klar gekommen bin. Obwohl ich mich gleich in Protagonist Simon und seine Situation hineinversetzten konnte, fand ich die Art, wie die erste Begegnung mit Paige bzw. ihrem Freund Aaron dargestellt wurde bzw. welche Kreise es gezogen hat, eher eigenartig und zu aufgebauscht. Mir ist klar, dass es genauso funktioniert, wenn ein Clip viral geht, aber hier fand ich es als Start irgendwie nicht besonders sympathisch. Zum Glück war diese Phase dann doch eher schnell wieder vorbei, aber auch danach war ich nicht sofort gefesselt. Ich hatte einige Zeit keine wirklich Idee, um was es hier genau geht, denn dass es „nur“ um eine Drogengeschichte gehen sollte, hätte ich etwas einseitig gefunden, aber auch die plötzlichen Perspektivenwechsel zu völlig unbekannten Personen und Szenen haben mich anfangs etwas verwirrt und ich konnte die Verbindungen nicht erkennen. Aber nach dem ganzen Vorgeplänkel, das sich nach und nach doch als wichtig und durchdacht herausstellt, hat die Geschichte richtig Fahrt aufgenommen. Zu den Gefahren in der Drogenszene gibt es eigenartige Morde und verschwundene Leute, neue Figuren und Blickwinkel, viele Geheimnisse und einige unerwartete Wendungen, sowie handfeste Spannung. Mit der Zeit bin ich aus dem Staunen gar nicht mehr raus gekommen und habe die abwechslungsreiche Handlungsentwicklung mit viel Freude verfolgt. Und dabei gibt es wirklich viele Wendungen, die ich so nicht erwartet habe bzw. entwickelt sich die ganze Geschichte in eine ganz andere Richtung mit richtig viel Tiefe und Biss. Wie bereits erwähnt, fand ich Protagonist Simon extrem glaubhaft dargestellt. Er ist halt ein Vater, der seine Kinder liebt und für sie alles tun würde, auch über die Schmerzgrenze hinaus. Dabei fand ich auch die Liebe zu seiner Frau Ingrid sehr besonders dargestellt, auch wenn ihr Charakter anfangs etwas im dunkeln bleibt. Aber auch die anderen Figuren fand ich spannend, interessant und zum größten Teil authentisch dargestellt. Bei manchen hätte ich mir vielleicht noch ein bisschen mehr Tiefe gewünscht, aber im Großen und Ganzen hat es wirklich gepasst. Je weiter das Hörbuch sich dem Ende nähert, desto mehr Fahrt nimmt es auf. Der Showdown ist nochmal extrem fesselnd und ich fand es schön, dass es auch danach nochmal ruhigere Szenen gibt, die einfach Antworten und Erklärungen liefern, sodass so gut wie alle offenen Fragen beantwortet werden und man den Thriller mit einem guten Gefühl beenden kann. Sprecher Detlef Bierstedt macht einen soliden Job. Obwohl ich seine Stimme kenne, konnte auch er mich anfangs nicht total packen, aber als dann die Geschichte an Fahrt aufgenommen hat, war ich auch von seiner Leistung wieder überzeugt und wurde von seiner eher etwas ruhigen, aber durchaus charismatischen Stimme mitten ins Buch gezogen. Fazit: Ein Thriller, der mir anfangs etwas Geduld abverlangt hat, aber mit der Zeit die Losen Fäden vom Beginn stimmig verbindet und immer mehr Fahrt aufnimmt. Dabei entwickelt sich die Handlung mit viel Spannung unerwartet vielschichtig und wendungsreich und konnte mich am Ende vollkommen fesseln und überzeugen. Es werden auch alle offenen Fragen beantwortet und man kann die Geschichte mit einem zufriedenen Gefühl beenden. Somit gibt’s trotz des etwas holprigen Beginns gute 4 Sterne und eine Lese- bzw. Hörempfehlung.

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Simon ist verzweifelt, obwohl erstmals seit ein paar Jahren auch wieder ein bisschen Hoffnung in seinen Gedanken aufkeimt. Er sitzt auf einer Bank in Strawberry Fields, einem besonders beliebten Parkabschnitt im Central Park, und lauscht seiner untergetauchten Tochter beim Gitarre spielen. Sie ist nicht wirklich gut. Simon erkennt seine einst hübsche Tochter kaum wieder, so abgemagert ist sie heute, so heruntergekommen ihre gesamte Erscheinung. Alles hatte begonnen sich zu verändern, als Aaron in ihr Leben trat. Was ist ihr passiert und wird dieses Mädchen jemals wieder seine geliebte Tochter sein? Das Thema Drogensucht, welches ich anhand des Klappentextes direkt mit dem Buch und folglich meinen Erwartungen an das Buch verband, ist gar nichts für mich. Doch kam die Thematik nicht so sehr in den Fokus, wie ich erwartet hatte. Hauptsächlich thematisiert Coben die tiefe und bedingungslose Liebe, die ein Vater für seine Tochter empfindet, so dass er einfach nichts unversucht lässt sie zu finden. Simon, der Protagonist und Vater der verlorenen Tochter Paige, gibt hierbei alles und schreckt vor nichts zurück. Coben schafft es den Protagonisten Simon dabei wahnsinnig sympathisch und mitfühlend erscheinen zu lassen, aber auch kämpferisch und tapfer. Genauso, wie seine Frau Ingrid, die zu Beginn des Buches noch als kühler und abweisender beschrieben wird. Die Geschichte ist wahnsinnig originell. Coben greift bei der Hauptwendung des Buches, auf die ich jetzt aus Spoiler-Gründen nicht detailliert eingehen möchte, auf eine Thematik zurück, die vielfach in der Presse vorverurteilt wird, ohne diese in seinem Buch von Vornherein negativ darzustellen. Er macht lediglich auf eine subtile Art und Weise auf andere Umstände, auch Lebensansichten und -einstellungen aufmerksam. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass Coben definitiv zu den Meistern des Thriller-Genres gehört. Ihm gelingt es als einer der ganz wenigen Autoren Wendungen so gut zu verpacken, dass diese nicht künstlerisch hinzugefügt und dadurch Story-verfälschend erscheinen. Ein echter Garant für das Schreiben eines Page-Turners nach dem anderen. So auch bei „Suche mich nicht“.

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"Suche mich nicht" von Harlan Coben war mein erster Roman des Autors und hat mein Interesse aufgrund des interessanten Klappentexts geweckt. Und der Inhalt konnte dann auch das halten, was der Klappentext verspricht: Ein wirklich abwechslungsreicher spannender Thriller mit vielen Emotionen und Dramatik. Im Mittelpunkt dieses Romans steht vor allem Simon, New Yorker Vater von 3 Kindern, der auf der Suche nach seiner Tochter Paige ist, die eines Tages plötzlich verschwand und nur eine Nachricht hinterließ, dass sie nicht gefunden wird. Bei der Suche wird Simon zunächst mit seiner Frau Ingrid und dann mit einer einer Privatdetektivin in einen Strudel dunkler Machenschaften verwickelt, die nicht nur für ihn weitreichende Konsequenzen haben. Die Figuren in diesem Roman sind sehr interessant und vielschichtig gestaltet. Wie es scheint, verbirgt jede Figur Geheimnisse, die zum Gelingen der Handlung beitragen. Die meisten Figuren sind zunächst nicht das, was sie zu sein scheinen, sondern können immer wieder mit überraschenden Feinheiten und Besonderheiten aufwarten. Und auch wenn man zunächst manche Handlungen einzelner Figuren, allen voran Ingrids, nicht so recht nachvollziehen kann, machen gerade diese leichten Ungereimtheiten ihren Charme aus und sorgen für Interesse. Man setzt sich beim Lesen aktiv mit den Figuren auseinander und versucht ihre Bedeutung für das Gesamtkonstrukt zu erahnen. Dabei wird man immer wieder positiv überrascht. Dieser Roman ist herrlich verworren. Irgendwie ist nichts, wie es zunächst erscheint. Die Handlung macht immer wieder Orts- und Charakterwechsel durch, die jedoch nicht wirklich verwirrend sind, sondern die Spannung vielmehr aufrecht erhalten. Dadurch erhält man einen vielschichtigen Blick auf das große Ganze. Die Spannungsbögen werden nahezu durchgehend aufrecht gehalten. Eine überraschende Wendung jagt die nächste, so dass die Geschehnisse immer wieder in andere Richtungen gedrängt werden. Dabei kommen die Emotionen der Charaktere nicht zu kurz, sondern werden wie selbstverständlich perfekt in die Handlung mit eingewoben. Und auch wenn einzelne Erzählstränge zwischendurch auch etwas vorhersehbar sind, minimiert dies nicht wirklich das Lesevergnügen, da die Charaktere dies mit ihrer Authentizität wieder gut machen. Harlan Cobens Schreibstil ist extrem detailgenau und wirkt teilweise auch erschreckend realistisch. Beim Lesen hat man die ganze Zeit das Gefühl real vor Ort zu sein und die Geschehnisse als Beobachter mit zu erleben. Man wird von seinen sehr bildhaften Worten mitgerissen und fiebert bis zum Schluss mit. Fazit: Auch wenn einzelne Handlungen in "Suche mich nicht" von Harlan Coben etwas vorhersehbar sind, enthält der Roman eine Menge spannender Wendungen, die für Spannung sorgen! Die Handlung lebt vor allem durch die authentischen und geheimnisvollen Charaktere. Dies war mein erster Roman des Autors und wird mit Sicherheit nicht mein letzter geblieben sein. In meinen Augen hat der Roman eine unbedingte Leseempfehlung verdient! Note: 2+ (💗💗💗💗)

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Spannung pur!

Von: skaramelle

22.07.2019

Was würde man nicht alles für seine Kinder tun? Schon in alltäglichen Lebenslagen werden Eltern zu Superhelden. Aber was, wenn das eigene Kind auf die schiefe Bahn gerät und dann auch noch verschwindet? Das macht Simon durch als seine Tochter Paige von einem auf den anderen Tag verschwindet und auch nicht gefunden werden will. Natürlich macht er sich trotzdem auf die Suche und findet seine Tochter unter Drogen im Central Park. Als sie ihn erkennt, flüchtet sie. Doch als Vater will und kann er nicht aufgeben und macht sich auf den Weg in die Drogenwelt, um den Weg zu seiner Tochter zu finden. Dabei stellt er sich ihrem Freund, Dealern und kommt auf einmal in das Visier der Polizei. Suche mich nicht ist ein spannender, fesselnder neuer Thriller von Harlan Coben und hält das, was der Autorenname schon verspricht. Unterhaltung vom Anfang bis zum Ende. Die drogensüchtige Tochter, die verschwindet, der Vater, der sie zu retten versucht – damit hat Coben nicht das Rad neu erfunden – lässt aber durch seinen einfachen, aber dennoch angenehmen Schreibstil den Leser direkt in die Geschichte einsteigen. Leider bleiben Simon, seine Frau sowie die anderen Hauptcharaktere weitestgehend sehr schemenhaft und blass. Ein bisschen Tiefe hätten der Geschichte noch mehr Schwung und auch Bindung gegeben. Stellenweise sind einige Passage ebenso schemenhaft wie die Charaktere und wirken wie kleine Füllepisoden, in denen Coben die Kreativität ausgegangen ist und er Punkt a und b schnell und einfach lösen möchte. Trotz allem ist Simons Geschichte um Paiges Suche gespickt mit vielen kleinen Wendungen, die kaum absehbar sind und daher das Buch spannend und lesenswert machen. Daher: Ein packender Thriller mit kleinen Schönheitsfehlern, die ihn aber nicht an Spannung einbüßen lassen.

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Mein Eindruck: „Suche mich nicht“ habe ich schon vor Monaten auf der Verlagsseite entdeckt und war sofort. Daher stand für mich fest, das Buch muss gelesen werden! Da mir der Autor schon mehrfach empfohlen wurde, war ich sehr auf das Buch gespannt, denn für mich ist es das erste von ihm. Und jetzt nach dem Lesen kann ich sagen, dass es definitiv nicht das letzte von ihm sein wird! Der Einstieg in das Buch gelang mir leicht, da sich der Schreibstil wunderbar leicht und flüssig lesen lässt. Die Spannung ist bereits nach kurzer Zeit vorhanden und wird immer weiter aufgebaut. Der Autor hat mich ans Buch gefesselt und es mir damit sehr schwer gemacht, das Buch aus der Hand zu legen. Die Darstellung der einzelnen Charaktere gefiel mir gut. Dadurch, dass der Autor die nötige Tiefe hat einfließen lassen, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen fühlen. Sie waren greifbar und handelten in ihrer Rolle authentisch. Auch habe ich mich während des Lesens oft gefragt, was ich an Stelle von Paiges Eltern getan hätte. Würde ich genauso handeln? Wie weit würde ich gehen, um mein Kind zu schützen? Simon ist ein Vater, der seine Kinder liebt und jederzeit versucht, sie zu beschützen. Mit Leib und Leben, wie man so schön sagt. So auch seine Tochter Paige. Im Gegensatz zu seiner Frau hat er Paiges Schicksal nicht akzeptieren können und versucht mit aller Macht, seiner Tochter da raus zu helfen. Wenn man sich Simon genauer anschaut und hinter die Fassade blickt, könnte man sagen, ist er nach einiger Zeit ein menschliches Wrack geworden, das nicht aufgibt und alles versucht. Alles! Er tat mir so leid, dass ich am liebsten ins Buch hineingekrochen wäre und ihm beim Suchen geholfen hätte. Ingrid, Paiges Mutter, war mir am Anfang etwas suspekt und ihr Verhalten für mich als Mutter irgendwie nicht nachvollziehbar. Aber je weiter ich las, desto verständlicher wurde ihr Verhalten und ich konnte nachvollziehen, warum sie sich am Anfang für diesen Weg entschieden hatte. Denn sie hat damit nicht ganz unrecht. So spannend das Buch auch war, fand ich die plötzlichen Szenen- und Charakterwechsel in manchen Kapiteln doch etwas verwirrend und haben mich am Ende mit einem Fragezeichen im Kopf zurückgelassen. Aber je weiter man kommt, desto besser versteht man die Zusammenhänge, was es mit den plötzlichen Szenen- und Charakterwechseln auf sich hat und in welcher Beziehung sie zu Simon stehen. Hier wären allerdings kurze Hinweise als Kapitelüberschrift oder am Anfang des Kapitels nicht schlecht gewesen. Fazit: Ein spannendes Buch, das mir in Verbindung mit den authentischen Charakteren eine schöne Lesezeit beschert hat und die Frage aufgeworfen hat: Wie weit würdest du gehen, um dein Kind zu schützen? Ganz klare Leseempfehlung.

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New York-Simon, 3 Kinder, glücklich verheiratet und seine älteste Tochter Paige ist verschwunden. Offenbar will sie nicht gefunden werden. Doch Simon gibt nicht auf und sucht sie, auch wenn dies ein gefährlicher Weg ist. ➖ Das Buch wird zum größten Teil aus Simons Sicht geschrieben. Man kann sich gleich in Simon hinein versetzten und ist bei ihm, von der ersten Seite an. Auch alle anderen Charakter fügen sich super ein und sind sehr gut ausgearbeitet. ➖ Am Anfang steht natürlich die Frage: Wo ist Paige ? Nach und nach kommen aber noch andere Ereignisse dazu und man versucht zu verstehen, wie das alles zusammen hängt. Diese Wendungen sind nicht vorhersehbar und erhöhen immer mehr den Spannungsbogen. Dieser wurde mit gekonnt gesetzten Cliffhangern an den Kapitelenden, immer konstant gehalten. ➖ Im letzten Drittel wurde etwas aufgelöst und ich war etwas enttäuscht, das alles so simpel rüber kommt. Aber Mr. Coben hat den Plot nicht „einfach“ daher geschrieben, wie ich dachte. Der große Knall kam am Ende. Ein wirklich gutes Ende, das so nicht absehbar war. ➖ Durchweg spannend und unterhaltsam. Mein dritter Coben und wohl nicht mein letzter😃👍

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