Leserstimmen zu
Der Dornenmörder

Ashley Dyer

Carver & Lake (1)

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Worum geht’s? Liverpool, England. Ein Serienmörder treibt seit einem Jahr sein Unwesen. Er entführt Frauen und tätowiert sie über Wochen auf eine unfassbar schmerzhafte Weise, bis der ganze Körper bedeckt ist. DC Ruth Lake und DCI Greg Carver sind seit Monaten an dem Mörder dran, doch kurz nach dem Fund der letzten Leiche wird Carver lebensgefährlich verletzt in seiner Wohnung aufgefunden und er wird von der Ermittlung abgezogen. Ruth Lake führt die Ermittlungen alleine weiter und gräbt immer mehr Geheimnisse aus. Auch von Greg Carver. Ist er selbst auch ein Mörder? Wie war’s? Tattoo hat alles, was ein guter Thriller braucht: einen bösartigen Killer, eine außergewöhnliche Methode zu töten, ein interessantes Ermittlerteam, Nebencharaktere zum lieben und hassen, das genau richtige Tempo und eine Überraschung am Ende. Zugegeben, ein, zwei Längen hatte der Thriller, aber die waren schnell vorüber und es ging direkt weiter. Dyer schaffte es immer wieder, neue Erkenntnisse genau dann zu enthüllen, wenn man sich entweder in einer Sackgasse oder einer Lösung wähnte – und zwar ohne sie an den Haaren herbeizuziehen. Es gibt so viele Aspekte und Details, die ineinandergreifen, dass man ständig am rätseln ist, was die eine Information mit der anderen zu tun hat und wie das den Fall weiterbringt. Normalerweise hasse ich Ermittler mit einem versteckten Alkoholproblem. Greg Carver hat ganz eindeutig eins, aber im Gegensatz zu Ermittlern in anderen Thrillers, Greg Carver hit Rock Bottom. Seine Ehe ist wegen seines Alkoholproblems kaputt, er liegt im Krankenhaus, zwar nicht deswegen, aber sein Alkoholismus spielt natürlich auch in seinen Genesungsprozess hinein. Carver ist also am Ende seines Alkoholismus, er redet ihn nicht schön oder spielt ihn noch herunter. Hier passt es einfach zur persönlichen Geschichte. Die Auflösung, wer es denn nun der Dornenkiller ist, kam überraschend. Ich hatte die Person einmal spaßeshalber in Verdacht, aber dann doch als zu abwegig abgetan. Was mich allerdings wirklich aufregte, waren Teile der Übersetzung. Tattoos werden in die Haut gestochen, nicht geätzt. In der englischen Vorlage (ja, ich habe mir die Leseprobe runtergeladen) steht zwar „etched“, was ätzen bedeutet – aber das ergibt im deutschen überhaupt keinen Sinn. Auch nicht mit dem Detail, dass Farbe benutzt wurde, die ätzende Wirkung haben könnte, denn die Tattoos wurden auch im Thriller immer noch gestochen. Es gibt in der Tattookunst den Stil, der Kupferdrucken nachempfunden ist, und der auch „Etched Style“ genannt wird. Vielleicht sollte es eine Anspielung darauf sein. Dennoch: hier hätte ich mir einen besseren Umgang mit den sprachlichen Begebenheiten des Tätowierens gewünscht. Davon abgesehen war der Thriller ein kurzweiliger Zeitvertreib. Ich habe ihn als recht unblutig empfunden, aber ich bin da nicht objektiv. Wo andere ein Buch weglegen, weil sie sich fast übergeben müssen, fange ich erst an.

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"Tattoo" ist mit seinen 560 zu lesenden Seiten fast schon ein Wälzer zu nennen, wobei durch einige Längen im Thriller, das Lesen mitunter mühsam war. Ein großartig gewählter Plot, dessen Spannung leider hin und wieder nachließ, da sich die Ermittlungen nicht ausschließlich um den Dornenkiller dreht, sondern eben auch um das Leben der Ermittler Carver und Lake. Gleich zu Beginn wird Carver angeschossen und es wird rasch deutlich, dass der Mörder sein Augenmerk auch auf das Ermittlerduo gerichtet hat. Mich hat der Thriller leider nicht gänzlich überzeugt, da mir vieles ungeklärt bleibt und mich letztendlich auch nicht überzeugt, da mir mitunter doch die erwartete Spannung gefehlt hat. Gelungen dargestellt sind definitiv die unterschiedlichen Perspektiven, die Einblicke in die Gedanken und das Geschehen geben, dieses dient dennoch nicht dazu mich zu überzeugen. Angesprochen durch Klappentext und gelungenes Cover war "Tattoo" ein Thriller, der absolut in mein Leseschema zu passen schien. Ein Täter, der seine Opfer mit kryptischen Tätowierungen bedeckt und dabei auf äußerst schmerzhafte Art und Weise vorgeht. Schon der Gedanke daran ließ mich erschauern. Die Autorin bedient sich eines Ermittlerduos, welches auf den ersten Blick nichtssagend erscheint und sich erst im weiteren Verlauf dahingehend entwickelt sich auf den aktuellen Fall einlassen zu können, wobei beide ein Geheimnis haben, welches sich erst später auflöst und dem Thriller eine ganz andere Wendung nehmen lässt. Trotzdem empfand ich den Spannungsbogen als zu lasch, um "Tattoo" einen Thriller zu nennen. Nicht wirklich überzeugt vergebe ich eine eingeschränkte Leseempfehlung, da Bücher im allgemeinen immer Geschmacksache sind und was mir nicht gefallen will, wird jemand anderen vielleicht komplett begeistern?

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Ein Serienkiller hat fünf Frauen auf dem Gewissen, die er vor ihrem Tod gefangen hielt und sie in dieser Zeit mit aufwändigen Tätowierungen „schmückte“. DCI Greg Carver und seine Kollegin Ruth Lake sind die leitenden Beamten in diesem Fall und ermitteln mit großer Hingabe. Carver hat sich sogar unerlaubterweise die Akten mit nach Hause genommen und arbeitet praktisch Tag und Nacht daran. An dieser Stelle steigen wir in die Geschichte ein und erleben gleich zu Beginn eine ungewöhnliche Szene: Ruth steht mit einer Waffe vor ihrem angeschossenen und vermeintlich toten Vorgesetzten, verwischt anschließend alle Spuren und gibt vor, ihn so gefunden zu haben. Für mich ein seltsamer Anfang und Ruth war mir sofort irgendwie suspekt und unsympathisch. Ihr ganzes Verhalten fand ich komisch und sie lügt zudem noch ständig. Das hat mir das Lesen nicht wirklich leicht gemacht, zumal sich die ganze Story auch noch sehr hinzog. Der Schreibstil ist sehr ausführlich und ausschmückend und ich hatte oft das Gefühl, man könnte auch viel schneller auf den Punkt kommen. Wenn man sich dabei ertappt, dass man einige Passagen nur noch überfliegt, dann ist das wohl ein Zeichen von aufkommender Langeweile. Dazu kam noch, dass die Ermittlungen auch nicht sonderlich spannend waren. Sehr viele Informationen über die Tätowierungen, über Gifte, Farben, Dornen und ähnliches. Wenig Spannendes und die Morde sind ja auch allesamt schon passiert, so dass sich die Geschichte praktisch nur um die Aufklärung dreht und nichts Neues mehr geschieht, das fesselnd wäre. Es kam mir alles etwas unsortiert vor, aber vielleicht macht das für andere Leser gerade den Reiz aus, weil hier mal nicht ganz nach dem 08/15-Schema vorgegangen wird. Für mich war ein großer Minuspunkt, dass ich eigentlich keinen einzigen echten Sympathieträger in diesem Buch ausmachen konnte. Wenn man wenigstens eine Person mag, dann fiebert man als Leser eher mit und hat mehr Interesse am Geschehen. Auch Carver war für mich nicht gerade jemand, von dem ich noch mehr erfahren möchte. Er spielte in diesem Reihenauftakt sowieso eher eine Nebenrolle. Hauptsächlich geht es um ein bestimmtes Opfer, das etwas aus der Reihe fällt. Die Spur, die Ruth dann verfolgt, führt sie in die Welt der Schauspielerei und des Parapsychologischen. So langsam tauchten einige Verdächtige auf, wobei sich des Rätsels Lösung für geübte Krimi-/Thrillerleser schnell abzeichnet. Wirklich überraschend fand ich in dieser Geschichte wenige Szenen und echte Spannung wollte auch nicht aufkommen, denn es zog sich alles sehr hin. Als Thriller würde ich das Buch nicht bezeichnen, vielleicht gerade noch „Psychothriller“, da auch der Täter an einigen Stellen zu Wort kommt und seine Sichtweise schildern darf. Für Fans ausführlicher Ermittlerkrimis würde ich das Buch vielleicht noch empfehlen. Wer es gerne richtig spannend und blutig mag, wird hier wohl kaum auf seine Kosten kommen.

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In Liverpool geht ein Frauenmörder um, der die Frauen vor ihrem Tod mit kryptischen Tätowierungen bedeckt. Dazu benutzt er einen Dorn. Das Ermittlerduo Greg Carver und Ruth Lake jagt ihn seit Monaten - bisher aber ohne Erfolg. Dann taucht eine weitere Leiche auf, die Carvers Frau zum Verwechseln ähnlich sieht und die Jagd wird persönlich... Die Geschichte wird in zwei zunächst unabhängig voneinander scheinenden Handlungssträngen erzählt. Deren Zusammenführung hält die Spannung oben, außerdem ist bis zuletzt unklar, wer der Dornenkiller wirklich ist. Insgesamt hat das Autorenduo Ashley Dyer (bestehend aus Thrillerautorin Magaret Murphy und Forensikexpertin Helen Pepper) einen spannenden Schreibstil, der dem Leser das Miträtseln in den Mordfällen ermöglicht. Die gewählte Mordmethode dieses Thrillers war für mich neu und faszinierend. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich diese hier nicht weiter ausführen. Nur so viel: sie ist recht kreativ. Dass der ermittelnde Detective relativ früh aus dem perfiden Spiel zwischen ihm und dem Mörder aussteigen muss, war sehr schade und verlieh der Geschichte einen unnötigen Bruch. Außerdem gab es meines Erachtens ein wenig zu viele Nebenhandlungsstränge, die die Geschichte unnötig in die Länge ziehen. Was mich am meisten gestört hat, aber nicht nur auf dieses Buch zutrifft, sondern auf viele aktuelle Thriller und deswegen nicht ganz so streng mit in die Bewertung genommen wird: mal wieder hat der Ermittler fast mehr mit seinen eigenen Problemen (Alkohol und ähnliches) zu tun als mit den eigentlichen Ermittlungen. Altmodische, recht normale Ermittler mit sympathischen leicht schrulligen Macken, vermisst man in diesem Genre heutzutage leider. Ansonsten aber ein spannender Thriller, den man gut lesen kann.

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In Liverpool sind mehrere Frauen ermordet aufgefunden worden, immer sorgfältig arrangiert und mit mysteriösen Tätowierungen verziert. Seit Monaten sind die Ermittler Greg Carver und Ruth Lake dem “Dornenkiller” auf der Spur. Doch als bei dem nächsten Opfer die Ohrringe von Carvers Frau gefunden werden, wird die Sache für die beiden auch persönlich gefährlich – denn nun ist der Täter hinter seinen eigenen Häschern her. Als Carver außer Gefecht gesetzt wird und plötzlich selbst in den Kreis der Verdächtigen gerät, wird Ruth Lake klar, dass sie sich in einem tödlichen Wettlauf mit der Zeit und dem Täter befindet… Ashley Dyer, hinter deren Pseudonym sich die Thrillerautorin Margaret Murphy und die Forensikexpertin Helen Pepper verbergen, nehmen uns in ihrem ersten Thriller “Tattoo” mit in ein unheimliches Liverpool. Auf den Fährten von Wahrsagern und übersinnlich veranlagten Menschen geraten wir in einen Sog aus Lügen und Halbwahrheiten, von dem auch die beiden Hauptfiguren Greg Carver und Ruth Lake erfasst werden – denn auch sie verbiegen die Wahrheit bei ihren Aussagen so sehr, dass ihre Rolle mehr als zweifelhaft erscheint. So inszeniert das Autorenduo mit viel Liebe zum Detail eine unterhaltsame Krimistory, deren Spannung uns auch über einige langatmige Passagen hinweg trägt. Wer englische Krimis und klassische Whodunits mag, wird an diesem “Tattoo” Gefallen finden.

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Es fehlt was

Von: EvaMaria

03.11.2018

Auf das Buch war ich wirklich sehr gespannt, denn ich habe mir viel davon versprochen. Zum Einen fand ich das Cover sehr ansprechend, aber auch der Klappentext hatte es in sich. Nach Beendigung kann ich nun sagen, dass mich die Geschichte nicht so wirklich überzeugen konnte. Hauptprotagonisten der Geschichte sind Carver und Lake. Beide sind Detectives und seit geraumer Zeit auf der Jagd nach dem sogenannten Dornenkiller. Bisher gab es aber noch keinen Erfolg. Der Einstieg in die Geschichte erfolgte sehr rasch und ohne große Pause. Die Autorin beschreibt, wie Carver verletzt gefunden wird und man zuerst auch schon denkt, dass er tot ist, aber Lake, die ihn auch findet, ruft die Rettung. Übrigens verbringt Carver die meiste Zeit der Handlung im Krankenhaus und ist aus meiner Sicht auch keine große Hilfe. Der weitere Verlauf der Geschichte war jetzt nicht wirklich spannend und das fand ich sehr enttäuschend, denn für mich ist die Spannung ein wichtiger Aspekt bei einem Thriller. Ich meine der Fall um den Mörder hat mir schon gefallen, aber es wird einfach zuviel extra beschrieben. Beispielsweise gibt es viele Befragungen, die zu nichts führen und alles wird einfach zu detailliert beschrieben. So, wird einfach die ganze Spannung rausgenommen. Irgendwie, schade. Die Charaktere fand ich eigentlich gut gezeichnet. Allerdings hatte ich es dieses Mal nicht so mit den Hauptprotagonisten. Carver, der ja hauptsächlich im Krankenhaus liegt, wirkte auf mich einfach blass und unbedeutend. Lake war jetzt irgendwie nett, aber es gab auch Stellen, da dachte ich, dass sie mir einfach nur unsympathisch ist. Generell habe ich es aber befürwortet und fand es auch bewundernswert, dass sie versucht hat, auch was eigenständig zu versuchen. Der Schreibstil der Autorin war sehr locker und flüssig zu lesen, obwohl hier ja eine schwierige Thematik bearbeitet wird. Die Handlung wird aus wechselnder Perspektive der beiden Hauptprotagonisten erzählt, was mir sehr gefallen hat, denn man bekommt so einen guten Überblick über alles. Die Geschichte war sehr gut verständlich und man konnte dieser auch gut folgen. Die Spannung kommt aber leider zu kurz und tritt er später auf, sodass man erst etwas lesen muss bis was passiert. Das Cover finde ich toll. Mir gefällt diese Mischung aus Silber mit der roten Schrift. Zu den Autorinnen: Hinter dem Pseudonym Ashley Dyer verbergen sich die englische Thrillerautorin Margaret Murphy und die Forensikexpertin Helen Pepper. Margaret Murphy, geboren und aufgewachsen in Liverpool, ist Autorin zahlreicher hochgelobter Kriminalromane, die international veröffentlicht wurden. Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit engagiert sie sich seit vielen Jahren für die Förderung der Kriminalliteratur. Sie war Vorsitzende der britischen Crime Writers‘ Association und ist als Schreibtutorin und Dozentin für den Royal Literary Fund tätig. Quelle: Verlag Fazit: 3 von 5 Sterne. Konnte mich nicht wirklich begeistern. Kann ich daher nur bedingt empfehlen

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Inhalt Liverpool: Ein perfider Frauenmörder hält die Stadt in Atem. Seine Opfer findet man stets sorgfältig arrangiert und von Kopf bis Fuß mit kryptischen Tätowierungen bedeckt – die ihnen vor ihrem Tod mit einem Dorn beigebracht wurden. Detective Greg Carver und seine Kollegin Ruth Lake machen seit Monaten Jagd auf den »Dornenkiller« – ohne Erfolg. Dann wird erneut eine tätowierte Leiche gefunden. Das Opfer sieht Carvers Frau zum Verwechseln ähnlich, und Carver wird klar: Der Killer jagt auch ihn … (Quelle: randomhouse ) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Band 1 der „Carver & Lake“ – Reihe. Carver wird zu Beginn der Geschichte angeschossen in seiner Wohnung gefunden – von seiner Partnerin Lake, die die Spuren verwischt, die der Täter hinterlassen hat. Anfangs steht ein Selbstmordversuch zur Diskussion, aber dann wird klar, das es jemand anderes war. An dem Abend des Anschlags hat er sich mit einer Frau in einem Hotel getroffen, die nun tot ist und er gerät ins Visier der Kollegen. Nur Ruth hält ihn scheinbar nicht für den Täter und vermittelt weiter… Carver liegt 90% des Buches im Krankenhaus und macht nichts, außer Ruth Rede und Antwort zu stehen. Oder wird festgenommen oder kümmert sich um seine Genesung. Er war lange mit seiner Frau verheiratet, bis ein Fall die beiden schließlich entzweite und der sich eine Frau für Sex gesucht hat. Oder sich in Alkohol ertränkt hat. Durch den „Anschlag“ glaubt er, das sie wieder zueinander finden. Ich wurde mit Carver überhaupt nicht warm, weil er recht farblos und langweilig blieb. Ein blasser Nebencharakter, der durch die Kopfverletzung Auren sehen kann. Ruth Lake manipuliert den „Anschlag“ von Carver und der Dornenkiller weiß das ganz genau – doch er unternimmt nichts dagegen. Sondern beobachtet Ruth lieber. Die Ermittlerin ahnt von dem nichts und macht sich an die Ermittlungen im Fall der ermordeten Kara – an Carvers Fall darf sie nicht arbeiten und stürzt sich in die andere Ermittlung. Schnell kommt sie einer Sache auf die Spur, die sie zu einem Mann führt, der ein falsches Spiel spielt und der mögliche Täter sein könnte. Alles passt zusammen. Ruth ist eine taffe Frau, die weiß, wie hart die Arbeit bei der Polizei sein kann. Sie gibt nicht nach, weder gegenüber von Zeugen oder dem Vorgesetzten. Zu Carver scheint sie ein gutes Verhältnis zu haben, aber trotzdem gibt es ein gewisses gegenseitiges Misstrauen. Ich fand Ruth nicht sonderlich sympathisch, wurde nicht warm mit ihr. Der Dornenkiller hat fünf Frauen auf den Gewissen und scheinbar kommt ihm niemand auf die Spur. Bis sich Ruth der Sache mal genauer annimmt und ihm auf die Füße tritt. Doch liegt Ruth mit ihrem Verdacht überhaupt richtig? Oder ist es jemand anderes? Ich hatte schnell einen Verdächtigen, den ich für den Täter hielt. Bis ein weiterer Charakter auftritt, der mich etwas stutzig gemacht hat. Was hatte der zu verbergen? Warum verhält er sich so? Also packte ich ihn auch auf die Liste und am Ende war er es tatsächlich. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Carver, Lake und dem Täter, was einen Einblick in die jeweilige Gedankenwelt gibt. Also „Tattoo“ ist kein Thriller, sondern höchstens ein Krimi, der sehr langatmig ist. Jedes kleinste Detail wird mehr als ausführlich beschrieben oder erwähnt, sodass die Handlung um den Dornenkiller mehr als schleppend voran lief. Zu viele Nebensächlichkeiten wurden zu sehr aufgebauscht. Etwas schade fand ich auch, das nur das letzte Opfer (Kara) so intensiv behandelt wurde. Mir fehlte etwas Vorgeschichte zu der ganzen Thematik mit den Morden. Die Sache mit den Tätowierungen, der Symbole und der Farbe nimmt einen großen Teil des Buches ein – was einerseits wirklich interessant war, aber auf Dauer recht eintönig wurde. Die Charaktere blieben allesamt auch recht farblos und langweilig. Man verfolgt Ruth bei ihren Vermittlungen, Carver während seiner Zeit im Krankenhaus und schaut dem Dornenkiller über die Schulter – Spannung kam da keine auf. Leider kein gelungener Thriller oder Krimi.

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Unter einem Thriller verstehe ich etwas das mich an die Seiten fesselt so das ich mitfiebere und praktisch an den Seiten klebe weil ich wissen will wie es weitergeht. Das wurde mir hier leider nicht geboten. Was ich bekam war eher ein spannender Krimi. Das ist ja an sich nichts negatives, aber wenn man Spannung erwartet wird man so enttäuscht. An der Handlung selbst habe ich nichts auszusetzen. Ich fand sie interessant und durchaus lesenswert. Trotzdem ist es auch hier so das sich die Spannung eher in Grenzen hielt. Zu Buchbeginn war noch alles offen. Ich war neugierig und vor allem wollte ich auch wissen wer ihm das angetan hat ( ich gehe nicht mehr ins Detail, da ich nicht spoilern möchte ). Auch hatte sich die Handlung schön langsam entwickelt. Aber man muss sagen das man im ersten Drittel des Buches nicht viel Aufregendes geliefert bekam. Im Mittelteil wurde es dann schon besser, auch wenn mir komischerweise die Detektive Ruth Lake nicht sonderlich sympathisch war. Das liegt aber eher daran, das hier auch auf das tiefere Zeichnen der Figur verzichtet wurde. Man erfuhr so gut wie gar nichts über sie, und das hindert mich als Leserin daran eine Bindung zu der Figur aufzubauen. Da bleibt sie dann eher farblos und nichtssagend- eine Statistin die man begleitet aber nicht mit ihr mitfiebert. Genauso verhält es sich mit dem männlichen Pendant, Detektive Carver. Auch hier fehlt die Charakter-tiefe. Er klang am Anfang für mich nach einer Person auf die es der Killer abgesehen hatte, doch leider wurde hier meiner Meinung nach dieser Charakter schon aus dem Spiel genommen, bevor er mitmischen konnte. Das hat dem Buch einiges an Spannung gekostet.Die Nebenfiguren, wie zum Beispiel die Schauspielkolleginnen eines der Opfer, hatten für mich fast mehr interessantes zu bieten als Ruth Lake. Auch wenn sie hier langsam ein wenig mehr Biss bekam. Gefallen hat mir das Lake dann auch einiges auf eigene Faust unternommen hat und auch ein mal ein wenig was gewagt hat. Das waren immerhin tolle Highlights. Ich hätte mir nur gewünscht die Detektive etwas besser gekannt zu haben. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Man wurde nicht mit zu vielen Fachbegriffen erschlagen und wenn welche vorkamen, wurden sie erklärt. Leider konnte mich das Buch nicht wirklich fesseln. Mir fehlte einfach die Spannung und der Bezug zu den Figuren. Die Idee ist nicht schlecht und man kann das Buch gut lesen. Für mich war es eher enttäuschend, aber das ist nur meine persönliche Meinung

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