Leserstimmen zu
Wir sind Götter

Dennis E. Taylor

Bobiverse (2)

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Noch konnte mich die Geschichte erreichen

Von: Der Büchernarr (Frank)

04.04.2019

Aus dem einen Bob sind im Auftakt zur Science-Fiction-Serie “Ich bin viele” – wenig verwunderlich – viele Bobs geworden. Genau da knüpft nun der zweite Teil der Serie an. +++ Ideenlos +++ Natürlich kommen neue Bobs hinzu und bereichern die Charakterlandschaft der Erzählung, da die jeweiligen Bobs zwar alle kopiert werden, schlussendlich sich aber doch jeweils ein wenig voneinander unterscheiden. Aber die Idee wirkt im zweiten Teil ein wenig abgenutzt und es kommt kein neues Element hinzu. Diese Ideenlosigkeit zieht sich ein wenig durch das ganze Buch, obgleich eine niederentwickelte und eine hochentwickelte Rasse in die Geschichte eingeflochten wurden, auf die die Bobs treffen. Es mag daran liegen, dass die hochentwickelte Rasse ein bisschen zu stark an die Borg aus dem Star-Trek-Universum erinnert und auch die niederentwickelte Rasse mit wenig Überraschungen den Leser erfreuen kann. Dennoch ist auch der zweite Teil gut erzählt und kann mit seinem Humor überzeugen. Der rückt dann wieder in den Hintergrund, wenn sich das Buch ein mehr wie ein Strategiespiel anfühlt, bei dem Einheiten erzeugt werden und verloren gehen. In diesem zweiten Teil hat Taylor definitiv nicht das Potential ausgeschöpft, das er mit dem ersten Teil geschaffen hat. Als Sprecher ist wieder Simon Jäger am Werk, der eine hervorragende Arbeit abgeliefert hat. Wie schon im ersten Teil merkt man ihm an, wieviel Freude es ihm gemacht hat, dieses Buch einzusprechen. +++ Fazit +++ Noch konnte Taylor mich mit seiner Geschichte erreichen und ich hatte Gefallen an seinen Ideen, auch wenn nicht sonderliche viele hinzugekommen sind. Vieles, was im ersten Teil eingeführt wurde, hätte deutlich besser und umfangreicher ausgebaut werden können. Wenn (aller Voraussicht nach) im Juli der dritte Teil erscheint, dann hoffe ich auf neue Ideen, die ebenso erfrischend sein mögen, wie jene aus dem ersten Teil. Es gilt weiterhin, dass es sich eine Science-Fiction-Serie handelt, bei der der erste Teil bekannt sein muss und das Buch entsprechend offen endet.

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Die Evakuierung der Menschheit ist in vollem Gange und die ersten Planeten sind bereits besiedelt. Bob Johansson, einst Mensch und mittlerweile sich selbst reproduzierende KI kümmern sich um das Überleben der Menschheit. Alles läuft nahezu perfekt mit der Kolonialisierung im Weltall, bis sich eine außerirdische Bedrohung nähert und nach Rohstoffen sucht. Bob und seine unzähligen Klone bereiten sich auf einen Kampf vor. . Mit „Wir sind Götter“ setzt Dennis E. Tayler seine Trilogie um Bob Johansson, einer künstlichen Intelligenz, fort. Obwohl es schon ein wenig her ist, dass ich den ersten Teil aus dem „Bobiversum“ gelesen habe, kam ich bereits nach den ersten Seiten wieder absolut in die Handlung. Taylor setzt seine Geschichte konsequent fort und was sich im ersten Teil, der den Titel „Ich bin viele“ trägt nur abzeichnet, wird hier im zweiten Teil richtiggehend episch ausgearbeitet. „Wir sind Götter“ entwickelt die Trilogie zu einer Art Space Opera. Allerdings nicht so, wie man es als Science Fiction-Leser gewohnt ist, sondern es geht in eine vollkommen andere Richtung. Der Plot stellt sich nämlich erst bei genauerem Nachdenken als episch heraus. Bob hat sich mittlerweile sehr oft geklont und man könnte durchaus meinen, dass man während des Lesens die Übersicht verliert. Aber irgendwie schafft es der Autor, dass es nicht allzu verwirrend wird. Taylor setzt auch in diesem zweiten Teil einen speziellen Humor ein, der sich durch das ganze Buch zieht. Vor allem das Star Trek-Universum muss für viele Anspielungen herhalten. Ich fühlte mich grandios unterhalten und habe mich an mehreren Stellen köstlich amüsiert. Die Entwicklung des Plots war für mich erst einmal nicht ganz vorhersehbar, sodass ich bis zur Hälfte des Buches wirklich gespannt war, wie es weitergeht. „Wir sind Götter“ ist eindeutig ein spezieller Roman, der sich vom gängigen Science-Fiction-Abenteuern abhebt. Was mir wirklich besonders gut gefallen hat, war, wie auch schon im ersten Teil, die Beschreibung der verschiedenen Charaktere der Künstlichen Intelligenzen, die ja im Grunde genommen nur eine einzige Person sind. Ich bin wirklich schon sehr gespannt, wie Taylor seine Handlung im dritten Teil vorwärts treibt. „Alle diese Welten“ heißt der finale Band, der noch in diesem Jahr bei Heyne erscheinen soll. So wie sich am Ende der Plot abzeichnet, könnte sich im dritten Band tatsächlich eine wirklich epische Space Opera entwickeln, die dem Gesamtwerk dann eine ganz besondere Note verleiht. Was mit dem ersten Band relativ langsam beginnt, entwickelt sich nun im zweiten Band zu einem furiosen Weltraumabenteuer, das mir vor allem durch seine Komplexität sehr gefallen hat. Sollte Taylor den Spannungsbogen genauso fortführen beziehungsweise erhöhen wie zwischen Band 1 und 2, so könnte ich mir durchaus vorstellen, dass der dritte Teil bombastisch werden könnte. Taylor hat es tatsächlich geschafft, zumindest für mich, eine Art Kultroman zu schreiben, denn die Handlung und seine Charaktere beschäftigen mich auch noch lange, nachdem ich das Buch zugeschlagen hatte. Der Plot dieses Weltraumabenteuer erinnert mich teilweise ein wenig an die Romane von alten Meistern, wie etwa Larry Niven, um wenigstens einen zu nennen. Bob Johansson, der eigentliche Protagonist, hat mich auf alle Fälle nachhaltig beeindruckt und ich bin sicher, dass Taylor nach dieser Trilogie noch weitere innovative Abenteuergeschichten schreiben wird. Auch Freunde von Peter F Hamilton dürften an dieser Trilogie ihre wahre Freude haben. . Fazit: Komplex und dennoch in hohem Maße unterhaltend und auch witzig. ©2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Band 2 vom Bobiverse startet, wie Ich bin viele beendet wurde. Jedes Wort, das du in dieser Rezension liest, könnte ein Spoiler sein. Fangen wir also an! In “Wir sind Götter” geht es um all die Planeten und Systeme, die die Bobs inzwischen gefunden haben. Die Deltaner haben sich weiterentwickelt und Archimedes wird allmählich erwachsen. Bob leidet unter seiner Verbannung und lebt nun als stiller Gott, obwohl er weiß, dass er sich langsam mal aus diesem System verziehen und das Weltall weiter erkunden sollte. Bill ist der Knotenpunkt von allem, entwickelt Baupläne und ist Ansprechpartner für jeden. Und diesen Ansprechpartner brauchen die Replikanten auch! Eine Spezies, die in Wir sind Götter als “die Anderen” bezeichnet wird, fliegt mit Todesasteoriden und einer kompletten Armada durch die Systeme und löscht sämtliches Leben aus. Der fast erste Krieg im Weltraum bahnt sich an und setzt die Bobs unter massiven Stress an den Druckern und autonomen Fabriken. Dazu gibt es noch die Menschen, die zwar inzwischen ziemlich handzahm und sich einig sind, aber wegen der Anderen als gefährdete Spezies gelten. Wenn da nicht die Idioten von VEHEMENT wären! Die Gruppe glaubt, es sei das Beste für das Universum, wenn die Menschheit aussterben würde. Also torpedieren sie Farmen, wollen die Menschheit aushungern und gehen schließlich auf die Bobs los. Dabei haben die doch alle Hände voll zu tun, die Paven, Deltaner und die Rohstoffe des Weltalls zu retten! “Wir sind Götter* ist ein gelungener zweiter Band zum Bobiverse. Als Nachfolger von “Ich bin viele” steht er diesem in nichts nach. Ich fühle mich nach dem Lesen absolut zufrieden mit dem Werk, das ich in den Händen halte. Na ja, vielleicht nicht ganz zufrieden: Ich will wissen, wie es weitergeht, und das kann ich erst in Band 3 des Bobiverse erfahren, der am 10. Juni 2019 erscheinen soll. Aber hey: Noch weniger als 6 Monate! Ich kann’s kaum erwarten. Die vollständige Rezension findest du beim Buchensemble.

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Bob Johansson, frisch getrennt, sowohl von seiner ertragreichen Softwarefirma, wie auch von seiner Freundin, deren Verlust ihm immer noch Panikattacken beschert, unterschreibt zu Beginn des ersten Bandes „ICH BIN VIELE“ einen Vertrag, der beinhaltet, dass CryoEterna ihm nach seinem Tod den Kopf abschneidet. Ein Hals abschneiderischer Vertrag wie aus dem Lehrbuch. Er ist jung, rechnet nicht damit, dass es demnächst dazu kommt, möchte aber für die Zukunft abgesichert sein. Träumt, wie so viele aus seiner Branche den Silicon Valley-Traum der Unsterblichkeit. Ob er sein Vermögen gut investiert hat, wird sich schneller als gedacht zeigen, denn er verliert seinen Kopf recht schnell. Er wird hochgeladen als BOB 2.0 und macht die Bekanntschaft von Dr. Freud oder zumindest jemandem, der so aussieht wie der psychiatrische Urvater. Nicht gänzlich unerwartet ist die politische Situation auf der Erde leicht unerfreulich und verworren und so findet sich alsbald Verwendung für Bob 2.0. als Bemannung einer Raumsonde, die unter dramatischen Umständen den Kontakt zur Erde verliert und sich auf Erkundungsmission durch das All befindet. Zuviel Arbeit für einen und sehr einsam da draussen, also repliziert sich Bob in viele Bobs mit unterschiedlichen Aufgaben. „ICH BIN VIELE“ macht einen Heidenspaß zu lesen, was unter anderem auch an der fluffigen Schreibe und den ebenso guten Ideen von Dennis E. Taylor liegt, der Band zwei „Wir sind Götter“ all jenen widmet, die wie er „die gute alte Space-Opera lieben.“ Ein wenig mehr Tiefgang wäre drin gewesen, dafür liest sich diese KI-Space.Opera aber fluffig leicht und spannend weg wie nichts und mit dem zweiten Band kommt etwas mehr Tiefgang hinzu. Aus Sicht einer KI wirkt der Roman authentisch. Und wie bereits erwähnt, es macht einen Heidenspaß! Daher war klar, dass diese SciFi Trilogie unbedingt weiter verfolgt werden muss. Die Originaltitel sind übrigens gefälliger: Band eins heißt „We are legion“ und Band zwei: „For we are many“. Um das erste Buch bin ich lange herumgeschlichen, das Cover sprach mich nicht an, bis ich endlich reingelesen und gekauft habe. Die Fortsetzung knüpft exakt an den milde gestalteten Cliffhanger des Vorgängers an und schon ist man wieder mit Elan im „Bobiversum“. Apropos, gäbe es da draussen nicht auch noch ein paar weibliche Wesen die Science Fiction lieben käme bei mir das Gefühl auf ich lebte im falschen Körper. Danke Mädels, ihr dürft euch angesprochen fühlen, ihr wisst schon wer! 😉 „For we are many“ greift die vielzähligen Handlungsstränge aus „We are Legion“ auf und die Space-Opera entwickelt sich ebenso wie die Charaktere des Bob, der sich mittlerweile als KI sowohl in der Virtuellen Realität aber auch in der faktischen zurechtfindet und wohlfühlt, weiter. Terraformung, effiziente Weiterentwicklung der technischen Systeme, Alienkontakt, Beobachtung der Evolution fremder Lebensformen, Leben in der VR , Kontakt zu den Kurzlebigen und Terroranschläge, es geht rasant und sehr spacig zur Sache. so dass der Cliffhanger am Ende von wir sind Götter deutlich mehr schmerzt als der vorige. Glücklicherweise gibt es für den dritten Band schon Cover und Titel: All diese Welten soll im Juni 2019 erscheinen. SciFi Fans und solche die es mal gerne versuchen möchten sind bei dieser Reihe gut aufgehoben. Ich muss unbedingt wissen ob einer der BoBs Fortschritte bei der Whisky Produktion (yupp, ein gar nicht unerhebliches Detail wenn es darum geht die übriggeblieben Menschheit zu retten;) )macht. „Wenn man allerdings die Augen zusammenkneift und das Getränk von der Seite ansieht, während man gleichzeitig laut Lalala schreit, könnte es vielleicht als Whisky durchgehen.“ In diesem Sinne, Slainté lasst es euch munden, ignoriert die missglückten Cover.

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