Leserstimmen zu
Das Böse, es bleibt

Luca D'Andrea

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Ich kenne den Autor bereits von „Der Tod so kalt“. Bereits dieser Titel hat mir damals gut gefallen, daher war ich wirklich mehr als neugierig, was mich bei diesem Thriller erwarten würde. Als ich dann noch gesehen habe, das Matthias Koeberlin das Hörbuch eingesprochen hat, war alles klar , diesmal lasse ich lesen ;-). Ich darf hier schon mal ein riesiges Lob an den Sprecher ausrichten. Er macht seine Arbeit einfach nur erstklassig. Stimmlich immer genau auf den Punkt gebracht und dann noch die feinen Nuancen für die jeweilige Situation, einfach spitzenmässig! Das Titelbild sieht schon mal richtig klasse aus. Schwarz weiss gehalten und nur den Titel in auffälligem blau. Dies passt dann auch gut zu dem anderen Titel ins Regal, damals war der Titel in rot gehalten. Wenn man das Hörbuch gehört hat ist einem das Titelbild noch viel „näher“. So, und nun „Butter bei die Fische“! Wie cool ist das denn??? Gleich von der ersten Sekunde an, hat mich die Geschichte gefesselt, auch wenn man natürlich einige Minuten braucht um in die Geschichte ein zu tauchen. Natürlich weiss man ja bereits durch den ausführlichen Klappentext wohin die Reise geht. Besonders hat mich fasziniert, dass Marlenes Ehemann im Buch immer als Herr Wegener daher kommt. Nie ist die Rede von seinem Vornamen immer nur „Herr Wegener“. Aber nicht nur der Herr Wegener wurde als Figur richtig gut beschrieben und dargestellt. Auch die anderen Protagonisten offenbaren im Laufe der Geschichte ihre Persönlichkeit. Die Spannung steigert sich von Minute zu Minute und die Geschichte geht immer weiter in die Tiefe. Es gelingt Luca D’Andrea den Spannungsbogen auf einem ganz hohen Niveau zu halten. Ich habe richtig mit Marlene mitgefiebert. Dieser Titel hat mich echt geflasht, ich könnte mir vorstellen, das dies mein Hörbuchhighlight von 2018 werden könnte. Hier hat einfach alles zusammengespielt. Ein großartiger Sprecher und eine einfallsreiche und spannende Geschichte.

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Im eisigen Winter Südtirols ist Marlene auf der Flucht vor ihrem Mafia-Ehemann. Mit einer Tasche voller Edelsteine in einem Sportwagen fährt sie total gestresst und emotionenüberladen auf den glatten zugeschneiten Bergpässen der Alpen, bis der Worst Case eintritt und sie aus der Kurve fliegt. Aber anstatt bei den eisigen Temperaturen im Straßengraben zu erfrieren, wacht sie in einer wohlig warmen Berghütte bei einem traditionell geprägten Bauern auf. Dort oben, weit weg von ihrem Ehemann fühlt sie sich sicher. Fälschlicherweise. Denn ihr Ehemann ist nicht die einzige Person vor der sie sich hüten muss... Luca D'Andrea hat anscheinend vor "Das Böse, es bleibt" schon ein Buch geschrieben, jedoch war sein zweites ein totaler Erfolg. Ich muss sagen, dass sich der Umschlag extrem geil anfühlt und ich das Lesen extrem genossen habe mit so einem Schmöker in der Hand:). Aber nicht nur der Umschlag war toll, sondern das ganze Buch hat mich fasziniert. Ich habe es tatsächlich in einem Schwung durchgelesen und es war nervenzerfetzend spannend. Es hatte alles war ein guter Roman aus der Spannungskategorie braucht: Eine traumhafte Umgebung, die jedoch gleichzeitig beklemmend ist. Geheimnisvolle Figuren, die man nicht richtig zuteilen kann. Und ein Tempo, das einen förmlich mitreisst. Daher gebe ich dem Buch reinen Gewissens 5 von 5 Sternen.

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uca D'Andrea Das Böse, es bleibt Thriller #DVA Südtirol, im Winter. Marlene ist auf der Flucht, panisch steuert sie ihr Auto durch den Schneesturm. Im Gepäck: ein Beutel mit Saphiren, den sie ihrem skrupellosen Ehemann aus dem Safe entwendet hat. Wegener ist der Kopf einer mafiösen Erpresserbande, und Marlene weiß, dass er seine Killer auf sie hetzen wird. Da stürzt ihr Wagen in eine Schlucht. Marlene erwacht in einer abgelegenen Berghütte, gerettet von einem wortkargen Alter. Bei ihm und seinen Schweinen glaubt sie sich in Sicherheit vor ihrem Mann. Bald jedoch stellt sie mit Entsetzen fest, dass von dem Einsiedler eine noch größere Gefahr ausgeht … Nachdem ich vom ersten Buch "Der Tod so kalt" sehr begeistert war, habe ich mich gefreut, ein neues Werk von D´Andrea lesen zu können. Und wurde nicht enttäuscht. Der Autor hat eine ganz eigene Art zu schreiben, die mir wahnsinnig gut gefällt. Konstante Spannung und eine Handlung die einfach fließt. Diesmal befinden wir uns irgendwo im Nirgendwo in den Bergen Südtirols. Und hier werden Alpträume wahr. Eine Frau auf der Flucht, ein Unfall, ein Retter, ein Auftragskiller.... Und ein Schwein Namens Lissy. Ich werde Euch nichts weiter verraten, aber eines versprechen: Das Buch legt man nicht wieder aus der Hand. Der Schreibstil ist einfach fesselnd. Ich freue mich jetzt schon auf das hoffentlich nächste Werk von D´Andrea und gebe dicke fünf von fünf Sternen!

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"Wird man das Schwein am Ende erledigen?" Das ist hier die richtige Frage, passend zu einem Krimi, und doch führe ich Sie damit völlig in die Irre. Luca D'Andrea - das heißt Spannung, Nervenkitzel, Bergwelt, Schnee und Eis. "Das Böse, es bleibt" ist auch ein Märchen und eine psychologische Studie. Selten liest man so viele Charakterstudien so nebenbei. D'Andrea schafft es, dass man jede Figur mag, selbst wenn es sich um eiskalte Mörder handelt. Ein Phänomen, das ich so nicht nicht erlebt habe. Das unterstützt die Spannung bis zuletzt, da man eigentlich mit jeder Figur mitfiebert und ihr eine gute Wendung des Geschehens wünscht oder den betrauert, der auf der Strecke bleibt. Der Text des ersten Kapitels lautet "Süße Lissy, kleine Lissy." Mehr nicht. Klingt erst mal harmlos. Ein Kinderlied? Wir wissen es nicht. Aber es wird uns durch das Buch begleiten. Und dann ist man schon bei Marlene, der ersten Hauptfigur. Sie verlässt heimlich ihren Mann, älter als sie und sehr reich. Sie hat alles gut geplant, sie nimmt nur wenig mit, darunter die Diamanten aus dem Safe ihres Mannes und ein Märchenbuch aus ihrer Kindheit. Das Auto tauscht sie in einer Werkstatt gegen ein anderes, so dass ihre Spur schwer zu verfolgen ist. Es ist Winter in Südtirol in den siebziger Jahren des 20. Jahrhundert. Marlene verfährt sich im Dunklen in einem abgelegenen Seitental, kommt von der Straße ab und prallt gegen einen Baum. Sie erwacht in einem fremden Bett in einem abgelegenen Bauernhof hoch oben in den Bergen. Simon, schon älter aber immer noch kräftig und von der harten Abend in und mit der Natur gestählt, hat sie gefunden und auf seinen Schultern hoch auf den Erbhof geschleppt. Hier ist sie erst einmal in Sicherheit, während man im Tal nach ihr sucht. Wird ihr Mann, der tief gekränkt ist, dass ihn seine junge Frau verlassen hat, sie finden? Er setzt seine engsten Vertrauten auf ihre Spur und holt sich sogar im geheimen Konsortium, einer einflussreichen mafiaähnlichen Gemeinschaft, Hilfe. Soweit der Rahmen einer weit verzweigten Story. Wir verfolgen die Suche im Tal und erleben die märchenhaften Geschehnisse auf dem Berg. Die Geschehnisse reichen zurück in die Vergangenheit. Wir schließen verwundert und sehr gut unterhalten das Buch nach dem letzten Kapitel, das nur aus den Worten "Süße Lissy, kleine Lissy" besteht. Simon Keller spense la lucerna. Lo sfrigolio del lume a olio che si smorzava divenne lo spazio bianco fra un tic e un tac e l'immaginazione di Marlene trasfigurò la realtà in qualcosa di diverso.Durò un secondo, forse due. In quell'attimo la giovane donna scorse qualcosa muoversi. Nell'oscurità. Tic... Una visione fugace, con la coda dell'occhio e la mente sottosopra per colpa del caldo e della puzza, mentre il buio ghigliottinava la porcilaia. Fu come durante l'incidente. La sua vista si acuí e Marlene vide (immaginò) ogni dettaglio. Lissy. Das klingt in der Übersetzung von Susanne Van Volxem und Olaf Matthias Roth so: "Simon Keller machte die Lampe aus. Das verhallende Zischen des Dochts wurde zu dem leeren weißen Raum zwischen einem Tick und einem Tack, und Marlenes Famtasie verwandelte die Realität. Es dauerte eine Sekunde, vielleicht zwei. Plötzlich sah die junge Frau, wie sich in der Dunkelheit etwas bewegte. Tick... Ein flüchtiges Bild aus den Augenwinkeln, während die Dunkelheit sich über den Schweinestall legte. Es war genau wie bei dem Unfall: Mit einem Mal sah Marlene alles viel schärfer und nahm jedes kleinste Detail wahr. Lissy."

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Diese Geschichte ist von der Sprache her kristallklar wie ein Bergsee und vom Inhalt her so eisig kalt wie ein Schneesturm. Es weht durch die Seiten, anfänglich noch zögerlich, doch dann wird es immer heftiger und ich musste mich mit dem Buch verkriechen um alles, wirklich alles was da stand und noch kam, in einem Stück zu erfahren. Spätestens als ich Lissy kennen lernte war mir bewusst wie bitterböse diese Geschichte ist und jede weitere Seite hat gezeigt dass da etwas schlummert, ganz tief in den eisigen Höhen dieser Bergwelt. Und es hat mich begeistert und in sich gezogen, so sehr das ein Tag reichte um alles zu lesen und doch wird es noch sehr lange in meinem Kopf und den Gedanken bleiben. "Das Schneetreiben wird zum Schneesturm. Dann die Dunkelheit. Und die Kälte." (S. 423) Nach “ Der Tod so kalt“ führt der Autor Luca D`Andrea einen wieder in die Bergwelt Südtirols. Er lässt einen teilhaben an der Lebensgeschichte des Herrn Wegeners und warum ein einzelner Buchstabe in dessen Nachnamen von so großer Wichtigkeit ist. Dabei verliert er sich nicht in Unzulänglichkeiten, sondern schildert präzise wie all das kam was kam und warum dieser Herr ausgerechnet von seiner Frau Marlene vorgeführt wird. Diese Hals über Kopf Flucht aus einem trauten Heim, das alles bietet und doch nichts hergibt. Marlene, Anfang 20, keine aus der Stadt, landet bei Baur Simon Keller. Ein Bergbauer, der freundlich daher kommt und der jungen Frau ein Obdach bietet, ohne Hintergedanken oder Fragen zu stellen. So kommt es, dass beide sich im Laufe der eingeschneiten Zeit öffnen und erzählen was an ihnen kratz und dabei immer wieder aufs neue alte Wunden aufreißt. Simon, der alte Baur, gequält von einem furchtbaren Trauma und den immer wiederkehrenden Erinnerungen. Ein guter Mann? Muss man sich erlesen, es polarisiert heftigst. "Hass gesellte sich zu Hass" (S.25) Wer glaubt es spielt sich alles in dieser Berghütte ab, liegt aber falsch. Denn es gibt schließlich noch den Ehemann, der seine Frau zurück haben will, weniger ihretwillen sondern wegen dem das sie mitgenommen hat. Zudem ist das sein kleinstes Problem, da ist noch das Konsortium. Leute mit Macht und mit ihnen verscherzt man es sich nicht. So schicken sie ihren besten Mann, er hat keinen Namen, man nennt ihn Mann des Vertrauens, und er versagt nie, vergibt nie und ist trotz aller guten Manieren ein Ungeheuer. Es ist eine Geschichte voller Kobolde und Märchen, Traditionen und altem Wissen. Eine Reise in Gedanken und Erinnerungen, in Träume und Wahnvorstellungen. "Entweder hatte man Vertrauen, oder man hatte es nicht. Etwas dazwischen gab es nicht." (S. 260) So bangt man mit Marlene, hofft das der Mann des Vertrauens einfach mal versagt und erlebt wie der alte Baur immer mehr und mehr seine Rolle ausfüllt. Ein Riese, ein einfacher Mensch, doch intelligent genug um zu wissen was er tun muss. Wäre da nur nicht Lissy gewesen. Wären da nur nicht die Geister der Vergangenheit. Die Genrezuordnung Thriller passt sehr gut. Denn es gibt alles im Buch was dazugehört. Spannung, Psychologie, Mord & Totschlag. Es wird blutig, aber eher zwischen den Zeilen, etwas das der Autor auch sehr gekonnt gemacht hat. Das Kopfkino, für das er sorgt, ist heftiger als das geschriebene Wort. Während in „Der Tod so kalt“ immer wieder das Brüllen der Bestie für eine Gänsehaut sorgte, ist es hier ein klitzekleiner Satz. Einer, der anfangs lieblich daher kommt und für Trauer und Erschütterung sorgt, dessen Wirkung aber mit jeder weiteren Seite umso grausamer und böser wird. „Süße Lissy, kleine Lissy.“ Solch starke Charaktere fesseln enorm. Eine Reise in die 1970er Jahre, mit kurzen Abstechern in die 1940er. Eine großartige Erzählkunst die menschliche Tragödien offenlegt und dabei ganz tief in die Seelen blicken lässt. Tiefer als einem vielleicht lieb ist und das trotz dieser eisigen Höhen. Eine absolute Leseempfehlung von mir! "Es war Wahnsinn. Nichts als Wahnsinn." Rezension verfasst von © Kerstin

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Das Böse, es bleibt. Es setzt sich in den Lebensläufen fest. Es bleibt erhalten. Das zum Einen. Zum Anderen: Wird der Abzug einer Waffe gedrückt, folgt die Kugel unaufhaltbar ihrer Bahn. Zwei Weisheiten, aus denen der Südtiroler Autor Luca D’Andrea einen Thriller entwickelt hat. Ein Roman, bei dem alles passt. Dabei erscheint „Das Böse, es bleibt“ nur ein Jahr nach seinem Debüt „Der Tod so kalt“. Welches Potenzial in D’Andrea steckt, hat er aber bereits darin gezeigt. Fast schon kammerspielartig setzt der Südtiroler diesmal einen Plot in Szene, der den Leser mit einer unerwarteten Wucht trifft. Mitten im tiefsten Winter ist Marlene auf der Flucht. Sie hat genug von ihrem skrupellosen Ehemann. Der ist nicht nur deutlich älter. Er ist auch eine Art Pate von Südtirol. Seine Organisation überzieht die Region um Bozen und Meran bis hin zu den Bergen mit Mord und Erpressung und Marlene weiß, er wird seine Killer auf sie hetzen. Um für die Flucht finanziell gerüstet zu sein, hat sie einen Beutel mit Saphiren aus dem Safe ihres Mannes entwendet. Doch weit kommt sie nicht. Marlenes Wagen gerät auf der verschneiten Straße ins Rutschen. Sie rast auf eine Wand von Bäumen zu. Dunkelheit. Tage später erwacht sie auf einem abgelegenen Berghof. Ein Bauer pflegt sie gesund. Abseits jeglicher Zivilisation glaubt Marlene, aufatmen zu können. Dort gibt es nur den Bauern, die Berge und einen in Zwielicht getauchten, verwinkelten Koben voller Schweine. Sie vertraut dem Mann den wahren Grund ihrer Flucht an. Doch das Böse klettert auch auf Berge. Das muss Marlene erkennen, als sie dahinterkommt, was sich hinter dem zärtlich dahingehauchten Satz des Bauern verbirgt: "Süße Lissi, kleine Lissi". Raffiniert treibt Luca D’Andrea die Handlung innerhalb dieser Figurenkonstellation voran. Er erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven. Er erzählt in unterschiedlichen Zeitebenen. D’Andrea zeigt, dass das Böse stets einen Ursprung hat. Er zeigt, dass es die Menschen nicht loslässt. Sein Schreibstil, die teilweise knappen Kapitel und seine Neigung zum Horror sorgen für eine fesselnde Stimmung. Von Beginn an nimmt „Das Böse, es bleibt“ an Tempo auf, entwickelt einen Sog. D’Andrea macht es den Lesern schwer, den Thriller aus der Hand zu legen. Beklemmend brutal wirkt seine raffinierte Spannung. Dabei gelingt es ihm, den Wahnsinn zu inszenieren ohne den Leser mit ihn anekelnden Gewaltszenen zu verstören. D’Andrea punktet durch Eleganz. Einen besonderen Kick bietet der Handlungsstrang um das monströse Schwein Lissi. Hier zeigt sich dann auch eine Parallele zum Debüt „Der Tod so kalt“. Dort hatte D’Andrea auf einen Urzeitskorpion als Handlungselement gesetzt, bei dem er in seinem Roman stets zwischen Mystery und Horror balancierte. Und auf diese Weise erschafft der Südtiroler auch in seinem zweiten Thriller ein subtiles Gefühl der Beklemmung und des Grusels. Demgegenüber stellt Luca D’Andrea jedoch auch in „Das Böse, es bleibt“ die heile und friedliche Bergwelt: Heimat. Die unberührte Natur. Der friedliche Anblick des Sternenhimmels in klaren Winternächten. Und dann der eiskalte Wintersturm. All das rundet die Atmosphäre des Thrillers ab.

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Dieser spannende Thriller ist im winterlichen Südtirol angesiedelt. Die hohen scheebedeckten Berge und die Einsamkeit eines abgelegenen Erbhofs bilden das Panorama zu dieser sich ganz langsam entwickelnden und immer bedrohlicher werdenden Szenerie. Achtung Spoiler: Marlene Wegener hat einen folgenschweren Entschluss getroffen, denn sie flieht nebst einem Beutel voller Edelsteine und einem ganz besonderen Buch aus ihrer Kindheit aus den „Klauen“ ihres Mannes, der in dubiose Machenschaften verwickelt ist und skrupellos mit seinen Mitmenschen umgeht. Nachdem sie ihren eigenen Wagen gegen einen anderen eingetauscht hat um ihre Spur zu verwischen, kommt es zu einem schweren Autounfall, bei dem Marlenes Wagen in einen Abgrund stürzt…. Tatsächlich wird Marlene von einem Mann der Berge, dem Einsiedler Simon Keller noch rechtzeitig gefunden. Wer nun denkt Marlene wäre in Sicherheit, der irrt..... Spoiler Ende „Das Böse, es bleibt“ ist ein treffender Titel für diesen spannenden, sich ganz langsam entwickelnden, aus unterschiedlichen Perspektiven erzählten Thriller, der einem die Nackenhaaren hochstehen lässt. Alle Figuren sind gut gezeichnet, auch die Lebensläufe, die man hier geschildert bekommt, fügen sich gut in den Handlungsverlauf ein. Der Schreib- und Erzählstil ist flüssig, ruhig, beängstigend, bildhaft und so fesselnd, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte und ich hier von einem Pageturner mit Gänsehauteffekt sprechen möchte! Die Hörbuchfassung wird übrigens gekonnt von dem bekannten Schauspieler Matthias Koeberlin vorgetragen, der durch seine Stimme die Figuren zum Leben erweckt, was den erwähnten Gänsehauteffekt noch unterstreicht! Fazit: Egal ob als Buch zum Selberlesen oder durch einen gekonnten Vortrag in der Hörbuchfassung, der Thriller ist so oder so nichts für schwache Nerven, aber unbedingt lesens- oder hörenswert!

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Nach ein paar Seiten von ‚Das Böse es bleibt‘ war klar: hier wartete das lang vermisste Fitzek-Feeling auf mich. Was das Fitzek-Feeling ist? Für mich heißt das, Anspannung, die das ganze Buch nicht nachlassen wird, in der Badewanne liegen und nicht bemerken, dass das Wasser kalt wird, im Bett liegen und mitten in der Nach feststellen, dass man zwar in ein paar Stunden aufstehen und arbeiten muss, aber nicht eine Sekunde lang daran denken mit dem Lesen aufzuhören, es bedeutet ein ganzes Buch lang mitzufiebern und trotzdem am Ende mit viel, aber nicht mit dieser Auflösung gerechnet zu haben. Im Meran der 70er Jahre stielt Marlene Wegener ihrem Mann, einem capo, einen Samtbeutel voller Saphire und flüchtet vor ihm. Dass sie mit einem grausamen Menschen verheiratet war, wird nicht nur in seiner Geschichte deutlich, sonders besonders in seinem Verhalten nach ihrer Flucht. Er kennt keine Gnade, sondern tötet schnell und kalt. Luca D’Andrea passt hier seinen Schreibstil perfekt der Situation an. Grausamkeiten werden nicht detailliert ausgebreitet, sondern so knapp beschrieben, dass die Kälte des Mörders dadurch noch unterstrichen wird. Auf ihrer Flucht hat Marlene einen Unfall und wird von einem allein lebenden Bauern gerettet. Nach fast der Hälfte des Buches hatte ich noch immer nicht das Gefühl wirklich verstanden zu haben worum es ging. Die drei Protagonisten schien mehr als nur das Täschchen mit Edelsteinen zusammenzuführen, vielmehr hatten sie alle einen langen und harten Leidensweg hinter sich. Nach und nach offenbart der Autor die Vergangenheit, die meine Vorstellung von Leid jedes Mal völlig übertroffen hat. Ich habe lange keinen derart fesselnden, beunruhigenden und an Schrecklichkeit unübertreffbaren Thriller gelesen. Nichts für schwache Nerven aber unglaublich empfehlenswert. Klare ***** Ich danke Random House für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplars.

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