Leserstimmen zu
Jeder lügt so gut er kann

Harald Martenstein

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Taschenbuch
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Natürlich geht es in den 67 Kapiteln nicht ausschließlich um Sex, auch wenn dieses ebenso unerschöpfliche wie stets wieder interessante Thema ausführlich zur Sprache kommt. Daneben jedoch erfährt man auch, was man unter einem sog. „Rebecca-Syndrom“ versteht, was das Besondere an Flügen mit Ryanair ist oder warum übertriebener Ehrgeiz nichts bringt, um nur einige wenige Themen zu erwähnen. Jeder lügt so gut er kann eignet sich somit hervorragend sowohl zum Verschenken als auch zum Selberlesen, denn in Martensteins Beobachtungen kann sich wirklich jeder wiedererkennen. Die ganze Rezensionen finden Sie unter https://kinogucker.wordpress.com/2018/10/25/jeder-luegt-so-gut-er-kann/

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Mit der Kolumne von Martenstein hatte ich bisher kaum Kontakt. Ich kannte seinen Namen á la "Hab schon mal von ihm gehört" und wusste, dass er ab und an Standpunkte vertrat, mit denen er bei vielen aneckte. Aber gerade das macht ihn aus meiner Sicht interessanter und vielleicht auch irgendwie sympathischer. Es gibt wohl kein langweiligeres Buch als das, bei dem der Autor die eigene Meinung hundertprozentig widerspiegelt. Martenstein begibt sich in seinen Kolumnen in die unterschiedlichsten Themengebiete: von Politik & Gesellschaft bis zu Hunden und dem eigenen Elterndasein. Wie es bei Sammlungen von Kurztexten üblich ist, sind manche Kapitel wirklich absolut lesenswert, während andere recht schwach sind. Hier vertrete ich jedoch die Meinung "Jeder hat mal einen schlechten Tag" - auch Autoren werden nicht immer von der Muse geküsst… Ich war überrascht davon, dass ich nach manchen Kapiteln etwas ratlos war. Zu einigen Themen hatte ich noch keine ausgeprägte Meinung, über andere hatte ich einfach noch nicht nachgedacht und wusste nicht so recht was ich von der Kolumne halten sollte. Das ist in diesem Falle aber definitiv nicht negativ zu werten! Das Buch hat mir einige Denkanstöße gegeben, mit denen ich mich in der nächsten Zeit auseinandersetzen werde - ist doch schön, wenn man länger etwas von einem Buch hat. Ob das Buch ein echter "Schenkelklopfer" war? Wenn ich ehrlich bin: Nein. Es gab immer wieder Stellen, an denen ich Schmunzeln musste, aber mehr auch nicht. Trotzdem würde ich das Buch (eine Mischung aus scharfsinnigen Beobachtungen, kleinen Alltagsanekdoten und einer Portion Selbstironie) als durchaus unterhaltsam bezeichnen. Ich verstehe jedenfalls nun, warum Martenstein eine so treue Leserschaft um sich versammeln konnte.

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