Leserstimmen zu
Der Duft von weißem Burgunder

Ann Mah

(3)
(1)
(1)
(0)
(0)
€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Kate ist Sommelière, arbeitet in einem Restaurant in Kalifornien und will nun den berühmten „Maste of Wine“ machen, die härteste Sommelier-Prüfung der Welt. Doch ausgerechnet mit französischen Weinen hapert es. Ausgerechnet deshalb, weil ihre Familie ein Weingut in Frankreich besitzt. Also kehrt sie dorthin zurück, auf das Weingut, das eins ihrem Großvater gehörte. Dort trifft sie nicht nur auf ihre Studienfreundin Heather und ihre Jugendliebe Jean-Luc, sondern stößt im alten Keller auf ein jahrzehntelang gehütetes Familiengeheimnis. Die Frage, wer Hélène war und welche Rolle sie während der Besatzungszeit spielte, lassen Kate und Heather nicht mehr los. Ann Mah tingelt eigentlich als Reisereporterin durch die Welt. „Der Duft von weißem Burgunder“ ist ihr Romandebüt, mit der ihr ein packender Familienroman gelungen ist, der sowohl die erschütternde Besatzungszeit im Burgund schildert als auch die Genüsse des Weins und des Essens. Die Geschichte hat Tiefgang und Herz, berührt und ist damit ein perfekter Roman, um ganz in ihn einzutauchen.

Lesen Sie weiter

Kate hat französische Wurzeln lebt aber in den USA und leitet dort ein Restaurant. Sie ist auch Sommeliere und möchte endlich die sehr schwierige Meister-Prüfung ablegen. Zur Vorbereitung fährt sie für ein paar Wochen nach Frankreich auf das Weingut ihrer Familie, woran sie schöne Erinnerungen hat. Als Studentin verbrachte sie dort eine tolle Zeit und auch ihre große Liebe Jean-Luc lebt in der Nähe. Beim Aufräumen der alten Kellergewölbe des Weinguts findet Kate zunächst einen Koffer mit Hinweisen auf eine Tante Hélène, von deren Existenz sie gar nichts wusste. Wenig später entdeckt sie auch noch einen gut verborgenen Kellerraum, in dem unzählige Flaschen Wein aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg lagern und ein Tagebuch von Hélène. Kate macht sich mit ihrer ehemaligen Mitstudentin Heather, die in die Familie eingeheiratet hat, auf Spurensuche nach Hélène. Aber sie stoßen auf Widerstand. Hier werden eigentlich zwei Geschichten erzählt, die von Kate in der Gegenwart und die von Hélène in der Vergangenheit, überwiegend in Tagebuchform. Wie es oft bei solchen Romanen ist, hat mich Hélènes Geschichte mehr gefesselt. Sie erzählt von einer jungen Frau, die während des 2. Weltkrieges tapfer, mutig und entschlossen war. Wir erleben die Zeit der Besatzung durch die Deutschen, die Résistancebewegung und letztendlich wird Hélène sogar der Kollaboration mit den Deutschen beschuldigt. Hélènes Geschichte hat mich sehr berührt und gefesselt, denn sie ist bewegend und teilweise sogar tragisch. Die Geschichte in der Gegenwart ist dagegen nicht so packend. Natürlich ist es spannend, wie Kate und Heather immer wieder versuchen, etwas über Hélène herauszufinden. Dabei stoßen sie häufig auf Schweigen, finden aber auch Hilfe und Unterstützung. Daneben geht es viel um Wein und Weinanbau, was ich interessant fand. Aber Kate wurde mir nicht so richtig sympathisch. Es ist zwar lobenswert, dass sie ihre Arbeit liebt, aber sie ordnet dem alles unter und hat eigentlich nur ihre Prüfung und Karriere im Kopf. Die Werte der Familie scheinen ihr nicht so nah zu gehen. Die Begegnungen mit ihrer großen Liebe Jean-Luc lassen zwar immer wieder ein gewisses Prickeln spüren aber eine Liebesgeschichte entwickelt sich daraus erst gegen Ende. Gut gefallen hat mir das Setting im Burgund und auf dem alten Weingut. Das hat die Autorin sehr schön und anschaulich beschrieben, so dass ich die vielen Weinreben und die Trauben in der Sonne glitzern sah. Im gesamten Text gibt es sehr viele französische Begriffe, Ausdrücke und teilweise sogar ganze Sätze. Ich verstehe aus Schulzeiten noch ein bisschen Französisch aber das hat meinen Lesefluss doch etwas gestört, auch wenn die Bedeutung sich oft aus den folgenden Sätzen erschlossen hat. Insgesamt ist „Der Duft von weißem Burgunder“ eine unterhaltsame Familiengeschichte, deren historischer Teil sehr bewegend war und eigentlich ein eigenes Buch verdient hätte! Fazit: 4 von 5 Sternen

Lesen Sie weiter

Kate kommt aus und lebt in San Francisko, arbeitet als Sommeliere und besucht für ein paar Wochen ihre französische Verwandschaft im Burgund. Dort hängt zwar nicht der Haussegen schief, aber es scheint etwas im Argen zu sein. Und das stimmt auch. Verschachtelt, verzwickt & spannend Auf zwei Erzählebenen erzählt Mah einerseits die Geschichte rund um Kate, ihren Cousin Nico, der mit ihrer jüdischen Freundin Bruyére verheiratet ist und den altertümlichen Ansichten rund um Onkel Benoît. Dazu kommen zwei Gestalten, Louise und Walker, die wie zwei schräge Fürsten wirken, und Jean-Luc, ein aufrechter Winzer mit dem Kate sich mal fast verheiratet hätte. Und zunächst wirkt die Geschichte wie ein Konglomerat aus früheren Geschehnissen, viel Liebe und Erinnerungen. Geschickt setzt die Autorin eine Torte zusammen: Bei einer eigentlich harmlosen Aufräumaktion wird die Familiengeschichte rund um die Nazizeit im Burgund lebendig. Ein zweiter Erzählstrang kommt hinzu. Erst mit dürftigen Informationen gesellen sich weitere hinzu und das Bild der damaligen Zeit wird klarer. Zugleich kommt der Wein ins Spiel. Und zwar auf mehreren Ebenen. Das Ganze erschlägt jedoch nicht sondern passt wunderbar zusammen. Ein Schmöker, der Gegenwart und Vergangenheit auf mehreren Ebenen zusammenbringt und dabei weder überfrachtet noch langweilt. Eine lockere Schreibe samt gut ausgearbeiteter Figuren und Örtlichkeiten rundet das Lesevergnügen hervorragend ab.

Lesen Sie weiter

Um sich auf eine Prüfung als Sommeliere vorzubereiten, fährt Kate nach Frankreich, wo sie Verwandte und Freunde hat. Ihre ehemalige Mitstudentin Heather ist in Frankreich „hängengeblieben“ und Kate hilft auf dem Weingut der Familie bei der Weinlese. Zusammen mit Heather räumt sie aber auch den Keller auf und macht dabei eine folgenschwere Entdeckung: ein geheimer Keller, in dem unzählige wertvolle Weine aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und davor lagern. Die Frauen wollen unbedingt herausfinden, wie es zu diesem geheimen Lager kam und was das für ihre Familiengeschichte zu bedeuten hat… Parallel zu dieser Story in der Gegenwart erzählt die Autorin die Geschichte von Heléne, die als junges Mädchen in die Wirren des Zweiten Weltkriegs geriet. Überliefert ist, dass sie nach der Befreiung Frankreichs der Kollaboration mit den Deutschen angeklagt wurde. Doch das ist nur das traurige Ende einer Geschichte, die eigentlich vom Mut und der Entschlossenheit einer außergewöhnlichen jungen Frau erzählt. Mir hatte es in diesem Roman besonders Heléne angetan. Ihre Geschichte ist spannend, ergreifend, zum Teil auch tragisch – und wunderbar erzählt von der Sprecherin. Sie hat mit ihrem zurückhaltenden Sprechstil das Wesen von Heléne hervorragend eingefangen und ihr viel Tiefe verliehen. Etwas, das ich über die Geschichte in der Gegenwart leider nicht sagen kann. Beide Frauen (sowohl Kate als auch Heather) waren mir zu „amerikanisch“ dargestellt. Sie wirkten irgendwie nie richtig authentisch, ihre Aussagen/Sprache wirkten immer einen Tick aufgesetzt und übertrieben. Ich weiß nicht, ob die Sprecherin das bewusst so gelesen hat, aber es klang oft so überakzentuiert, zum Teil mit geheuchelter Begeisterung und damit ein wenig gestellt. Mich konnte diese Stimmung daher leider so gar nicht für die Gegenwarts-Geschichte einnehmen. Den historischen Part dagegen fand ich, wie bereits geschrieben, wirklich sehr gelungen. Aus meiner Sicht wäre das auch Stoff genug für ein ganzes (rein historisches) Buch gewesen – das hätte mir mit Sicherheit besser gefallen als diese geteilte Geschichte. So kann ich insgesamt leider nur 3 Sterne vergeben.

Lesen Sie weiter

Habe das Ebook bereits angehört ein echt schönes Buch.

Lesen Sie weiter